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	<title>African Paper &#187; Guy Harries</title>
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		<title>GUY HARRIES: Light Machine</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2021 05:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Guy Harries hatte sicher ganz eigene Gründe, sein vor einigen Wochen erschienenes Album &#8220;Light Machine&#8221; zu nennen. Eine Sache allerdings, die sofort ins Auge fällt, ist die dem Licht ganz ähnliche Ungreifbarkeit seiner elektroakustischen Sounds, und das trotz der fast &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/03/guy-harries-light-machine/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/guyharrislightmachine.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24162" title="guyharrislightmachine" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/guyharrislightmachine-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Guy Harries hatte sicher ganz eigene Gründe, sein vor einigen Wochen erschienenes Album &#8220;Light Machine&#8221; zu nennen. Eine Sache allerdings, die sofort ins Auge fällt, ist die dem Licht ganz ähnliche Ungreifbarkeit seiner elektroakustischen Sounds, und das trotz der fast songhaften Eingängigkeit ihrer Gestalt. &#8220;Light Machine&#8221; ist ein Album, auf dem sich vieles überblendet und scheinbar alle Elemente immer wieder<span id="more-24161"></span> zerschmelzen, ineinanderfließen, um sich kurz darauf wieder voreinander zu lösen und andere Vermischungen einzugehen.</p>
<p>Harries ist ein Komponist und Klangkünstler, der seit jeher mit verschiedenen Medien und Klangquellen &#8211; elektronischer, akustischer Art &#8211; arbeitet, und in den aktuellen Stücken lässt er die größtmögliche Verschmelzung zu &#8211; genau so weit, dass die so erschaffenen Strukturen lose bleiben und keine Illusion von Homogenität entstehen lassen. Im Opener &#8220;Aether&#8221; treiben schnelle rhythmische Dröhnwellen einen verwehten Gesang durch die Luft, der sich immer wieder von Welle zu Welle schwingt. Die Bewegung geht unmissverständlich nach oben, der keine Lexik und Syntax bedienende Gesang tönt immer höher, während die mehr und mehr einer rauen Matte gleichende Dröhnung an Dynamik zulegt. Der Titel des Stücks ist hier ebenso Programm wie der des Albums, dessen sprachliche Ambiguität schnell deutlich wird, denn die Lichtmaschine ist zugleich eine leichte Maschine.</p>
<p>Im weiteren Verlauf zeichnet sich eine immer deutlichere Vermischung aus traditioneller Instrumentierung und elektronischer Klangerzeugung ab. Im rhythmischen Uptempo von &#8220;Flare&#8221; schlängelt sich eine orientalische Flöte voller Wehmut durch Rausch-, Knarz- und Faltgeräusche und zeichnet eine berührende Melodie an die grauen Wände der Elektronik &#8211; eine Zusammenführung, die an Margenrots armenischen Ritualtechno denken lässt. In &#8220;Spectral&#8221; bilden die Ornamente eines textlosen Tenors eine Einheit mit den Kreisbewegungen kosmischer Elektronik. Zusammen wehen sie durch allerlei Soundgerümpel, während ein im Hintergrund pulsierender Takt, der nicht nach Aufmerksamkeit heischt, die Ordnung wahren hilft.</p>
<p>Auch was Stimmung und Emotionalität betrifft, geht Harris unplakativ zuwerke und lässt einiges zusammenfließen &#8211; allem voran das dezente und gleichsam bedrohliche Grummeln und das mystisch entrückte Saitenspiel in &#8220;Prism&#8221;. Feuer und dunkler Rauch aus dem Hades umhüllt all das irgendwann, um Raum für ein klareres Soundbild zu schaffen. Eine ähnlich gelungene Dramaturgie der Komponenten-Verteilung hat &#8220;Pulsar&#8221;, in dem ein straight pulsierender Takt ein stabiles Gerüst für folkige (und diesmal weniger orientalisch anmutende) Flöten und sirenenartigen Gesang bildet. All dies scheint in der Empordröhnung des abschließenden &#8220;Wave&#8221; zur Synthese zu kommen, bevor alles von sanften Wellen weggespült wird wie die Ordnung der Dinge als Gesicht im Sand.</p>
<p><strong>Label: Sombre Soniks</strong></p>
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		<title>GUY HARRIES: Fault Line</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jun 2017 04:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Max Neuhaus]]></category>
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		<description><![CDATA[Guy Harries, Londoner mit israelischen Wurzeln, arbeitet unermüdlich an meist mehreren Baustellen. Soundart, Songwriting, Arbeiten für Oper, Theater, Tanz und Multimedia-Projekte, Laptopmusik, Stimme und Holzbläserei. Wahrscheinlich wäre er noch um einiges bekannter, wenn er sich von Beginn an auf weniger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/06/24/guy-harries-fault-line/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/guyharrisfaultline.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13746" title="guyharrisfaultline" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/guyharrisfaultline-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Guy Harries, Londoner mit israelischen Wurzeln, arbeitet unermüdlich an meist mehreren Baustellen. Soundart, Songwriting, Arbeiten für Oper, Theater, Tanz und Multimedia-Projekte, Laptopmusik, Stimme und Holzbläserei. Wahrscheinlich wäre er noch um einiges bekannter, wenn er sich von Beginn an auf weniger Schwerpunkte konzentriert hätte, doch der Preis dafür wäre ein Brachliegen etlicher Talente gewesen. In unsere Umlaufbahn geriet er erstmal durch seine Beteiligung am Orchestra Noir-Album „What if“.<span id="more-13745"></span></p>
<p>Auf seinem aktuellen Lonplayer „Fault Line“ wählt Harries v.a. abstrakte Mittel, um mit Hilfe bearbeiteter Sounds Emotionen auszudrücken, die sich zum Großteil im Bereich der Spannung bewegen. Recht schnell, schon in den ersten Minuten des Openers mit seinem spartanischen Saitenanschlag und den düsteren Halleffekten wird klar, dass hier wenig Labsal zu erwarten ist. Passend zum Titel „Insomnia“ kommt in die monotone Szenerie bald Unruhe hinein, die Intervalle der auf- und abebbenden Dröhnung werden unregelmäßiger, unverhoffte Detonationen und unschönes Schaben und Rumpeln, verdeutlichen, in welch dystopischem Ort man sich da verlaufen hat.</p>
<p>Grundlage der meisten Stücke sind intelligent montierte und unkenntlich gemachte Field Recordings, die Harries vor einigen Jahren in New York gemacht hat, als Kitt, manchmal aber auch mit einem veritablen Eigenleben ausgestattet, fungieren analoge Synthies – was dabei herauskommt, kann eine experimentierfreudigen Frickelcharakter haben wie in „Throb“, eine unheimliche Archaik andeuten wie in „Lava“ mit seinen Holzbläserklängen, mystisch Rituelles anklingen lassen wie in „Fathom“ oder rhythmische Noiseansätze einbauen wie „Lumens“, das Sounds aus einer Installation von Max Neuhaus enthält und mit Tempoveränderungen und zahlreichen Sounddetails die komplexesten Momente bereithält.</p>
<p>Gemeinsam ist den Tracks, dass sie in ihrer Dramaturgie auf Steigerung stetzen &#8211; steigerung an Fülle, Dynamik und Intensität &#8211; und somit ihre zahlreich enthaltenen Soundkomponenten erst nach und nach deutlich werden lassen. „Fault Line“ erschien wie schon seine Kollaboration mit Yumi Hara bei Sombre Soniks, von der CD, die im Unterschied zur Download-Version den Track „A While, an Eternity“ enthält, sind noch einige Exemplare zu ergattern. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sombresoniks.com/sombre-soniks">Sombre Soniks</a></strong></p>
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		<title>SOL INVICTUS: The Cruellest Month</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bis zum 2005 erschienenen Album „The Devil’s Steed“ war es Tony Wakeford über die Jahre mit Hilfe von Leuten wie Sally Doherty und Matt Howden gelungen, SOL INVICTUS in eine harmonischere und klassische Richtung zu lenken und auf „Thrones“ sogar &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sol-invictus-the-cruellest-month/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cruellest.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-409" title="cruellest" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cruellest.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bis zum 2005 erschienenen Album „The Devil’s Steed“ war es Tony Wakeford über die Jahre mit Hilfe von Leuten wie Sally Doherty und Matt Howden gelungen, SOL INVICTUS in eine harmonischere und klassische Richtung zu lenken und auf „Thrones“ sogar dezente Jazzeinflüsse zu integrieren. Er selbst bezeichnete das damalige Lineup mehrfach (u.a. in den Linernotes zu der Compilation „The Giddy Whirls of Centuries“) als das beste der Bandgeschichte.<span id="more-408"></span></p>
<p>Vor „The Devil’s Steed“ verließen die beiden oben genannten Musiker die Band und das Album klang dann auch erheblich rauer und rustikaler als der Vorgänger. Auch Tor Lundvalls ungewohnt spärliches Artwork konnte man als Illustration einer gewissen Reduktion lesen. Kurze Zeit nach Erscheinen des Albums verließen dann auch noch Eric Roger und Karl Blake unter wenig erfreulichen Umständen die Band und seitdem veröffentlichte der ewig produktive Wakeford zahlreiche Soloalben und Zusammenarbeiten mit anderen, allerdings kein neues Album seiner Hauptband und es hieß, er habe zwischenzeitlich darüber nachgedacht, sie aufzulösen (der Ballast der Vergangenheit wiegt manchmal und in diesem Fall – gelinde gesagt – besonders schwer).</p>
<p>Sechs der dreizehn auf „The Cruellest Month“ zu findenden Songs sind in der einen oder anderen Version in den vergangenen Jahren veröffentlicht worden, etwa auf Samplern („To Kill All Kings“, „The Blackleg Miner“), als Vorabsingle („The Bad Luck Bird“, „Stella Maris“) oder auf dem DUO NOIR-Livealbum „Sintra“ (das Titelstück und „Edward“). Glaubt man beim Eröffnungsstück „Raining in April“ durch die recht melodischen Streicherpassagen noch, hier werde mit neuer Besetzung versucht, an klassische Alben und das ehemalige „Lieblingslineup“ anzuknüpfen, kommen schnell scheppernde Drums hinzu, die das Stück dann etwas ruppiger klingen lassen, bevor dann mit dem in anderer Form auf „John Barleycorn Reborn“ veröffentlichten „To Kill All Kings“ dieser Eindruck gänzlich aufgelöst wird: atonale Streicher, die wie Warnsirenen tönen, erneut brachiales Schlagzeug und eine hektische Flöte, die das Stück sperriger als die Ausgangsversion klingen lassen,  da das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente immer eine leicht atonale Note hat. Das wird sich fast leitmotivisch durch das gesamte Album ziehen. Auch der Gesang klingt entsprechend rau. Möwenkreischen kündigt das ruhige„The Sailor’s Aria“ (die Vertonung eines Textes des irischen Dichters Hanum Tate)  an:  Drones im Hintergrund untermalen Kings leicht schiefen Gesang.  An die Seethematik (und passend von einem Akkordeon untermalt) knüpft „Fools’ Ship“ an, das Narrenschiff, das mit leicht anderem Namen auch Wakeford als Auftrittsort diente und die (syntaktisch holprigen und semantisch leicht schiefen) Zeilen „Books and bodies burn/To prove we never learn“ zeigen wie üblich eine Desillusionierung  und Skepsis, was den menschlichen Fortschritt anbelangt (und man muss Wakeford schon übel gesonnen sein, wenn man glaubt, hier Spengler’sche Untergang-des-Abendlandes-Phantasien herauszuhören). Thematisch knüpft „Toys“ daran an: Als Metapher für den katastrophalen Zustand der Welt dient die Destruierung klassischer und allseits bekannter Spielzeuge: Der unschuldige und nicht erwachsen werdende Peter Pan „schläft mit Huren“, Action Man, die englische Version von G.I. Joe, ist ein Päderast und Noddy dreht Snufffilme (um drei willkürliche Beispiele herauszugreifen)  und am Ende findet sich die pessimistische Schlussfolgerung: „we are easily brought [!] and easily sold/England expects you to do as your [!] bloody well told“ (ein Lektor wäre nicht schlecht gewesen). King trägt von Gitarre untermalt das Traditional „Edward“ vor und  hier retten gerade die letzten instrumentalen, erneut leicht schiefen letzten Minuten das Stücke vor allzu großer Berechenbarkeit. Das schon bekannte „The Bad Luck Bird“ mit dem tollen Zusammenspiel von treibenden  Flöten und Akustikgitarre ist vielleicht der Hit des Albums. Das Instrumental „April Rain“ mit  Flöte, Hackbrett und Geige verweist auf den ersten Titel.  Auf acht Minuten kommt Kings Interpretation des Traditionals „Cruel Lincoln“, als „Long Lankin“ schon von einer Reihe anderer Bands vertont. Was hier mit dezenter Akustikgitarre beginnt, steigert sich im Verlauf der vorgetragenen Geschichte in ein aggressiv-polterndes Stück; hier beeindruckt, wie sich der Gesang bis zur Darstellung des Mordes  am Ende beharrlich steigert. Verzerrter Gesang findet sich bei der ansonsten recht typischen SOL INVICTUS-Nummer  „Something is Coming“.  „Stella Maris“ ist vergleichen mit  einigen anderen Tracks dagegen fast schon etwas antiklimatisch, wenn auch kein schlechtes Stück. Das Titelstück ist zurückhaltend, eine Flöte leitet das Lied ein, dann folgen Streicher und Hackbrett, zu denen Wakerford erneut desillusioniert „This indeed is the cruellest month/We swap young limbs for bloody stumps/This indeed is the cruellest month/The hiss of snakes and governments“ intoniert.  Dabei spielt der Titel natürlich auf das vielleicht berühmteste Gedicht in englischer Sprache an, T.S. Eliots 1922 erschienenes Magnum Opus „The Waste Land“ (dessen Eröffnungszeilen „April is the cruellest month, breeding/Lilacs out of the dead land“ selbst die Eingangszeilen „Whan that Aprill, with his shoures soote/The droghte of March hath perced to the roote“ aus Chaucers <em>Canterbury Tale</em>s umkehren). Mit der Antistreikbrecherhymne „The Blackleg Miner“ endet das Album brachial.</p>
<p>Durchgängig fällt auf, dass der Akustikgitarre eine geringere Rolle als zuvor zukommt, wie vital diese fast komplett neu besetzte Band ist und wie wenig Wakeford eigentlich mit einem Genre zu tun hat, das heutzutage oftmals von Kniebundhosen tragenden Biedermännern und Möchtegernjägern bevölkert ist, deren steife Posen, die völlige musikalische und textliche Gehalt- und Belanglosigkeit ihrer Stücke verbergen sollen.  Für all diejenigen, die wenig mit oftmals langweiliger Lagerfeuerromantik anfangen können,  ist dieses raue, oft atonale Album ein willkommenes Gegenmittel und vielleicht sollte man Wakeford einfach mal wünschen aus dieser Ecke herauszukommen, denn seine Musik ist schon lange weit davon entfernt, insofern ist die auf „Something’s Coming“ gestellte Frage  „Do you play dead or do you advancve?“ leicht zu beantworten.</p>
<p>(J.M.)</p>
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