<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Harbinger Sound</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/harbinger-sound/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>CONSUMER ELECTRONICS: The Weight / Hostility Blues</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/10/20/consumer-electronics-the-weight-hostility-blues/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/10/20/consumer-electronics-the-weight-hostility-blues/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2018 05:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Consumer Electronics]]></category>
		<category><![CDATA[Harbinger Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Williamson]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Best]]></category>
		<category><![CDATA[Russell Haswell]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Best]]></category>
		<category><![CDATA[Sleaford Mods]]></category>
		<category><![CDATA[Whitehouse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=16570</guid>
		<description><![CDATA[Nach Philip Bests Umsiedlung in den Staat der USA, in der momentan im Rennen um den Senat ein Demokrat, der Bassist in einer Punkband war, gegen einen Republikaner antritt, der gerne Schinkenspeck am Laufe eines Maschinengewehrs erhitzt, hat er sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/20/consumer-electronics-the-weight-hostility-blues/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/CE.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16571" title="CE" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/CE-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach Philip Bests Umsiedlung in den Staat der USA, in der momentan im Rennen um den Senat ein Demokrat, der Bassist in einer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xNieIqqKrHs">Punkband</a> war, gegen einen Republikaner antritt, der gerne <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EaZGaJrd3x8">Schinkenspeck am Laufe eines Maschinengewehrs erhitzt</a>, hat er sich als Verleger etabliert und in seinen kleinen Verlag <a href="https://amphetaminesulphate.bigcartel.com">Amphetamine Sulphate</a> u.a. <a href="https://amphetaminesulphate.bigcartel.com/product/jason-williamson-double-pack">Kurzgeschichten</a> von Sleaford Mods Jason Williamson veröffentlicht.<span id="more-16570"></span></p>
<p>Die Besetzung von seinem mit Unterbrechungen seit 1982 bestehenden Noiseprojekt Consumer Eletronics ist in den vergangenen Jahren stabil geblieben: Best, seine Frau Sarah sowie Russell Haswell. Dabei machten die <a href="http://africanpaper.com/2016/01/02/consumer-electronics-dollhouse-songs/">letzten Veröffentlichungen</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ADaQdFELAkI">Auftritte </a>ein paar Dinge deutlich: eine Reduktion auf einen transparenteren, minimal(istischer)en Klang, eine (vielleicht Haswell geschuldete) Integration von (kaputten) Rhythmen sowie die Etablierung von Sarah Best als zweiter Vokalistin neben ihrem als <a href="https://img.discogs.com/MvXu5KfmFJWhQ5e1cdAStSsSiZE=/fit-in/300x300/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(40)/discogs-images/R-984613-1250599617.jpeg.jpg">„dirty word specialist“</a>  apostrophierten Ehemann.</p>
<p>Die auf Harbiger Sound jetzt erschienene 7&#8221; enthält zwei Stücke: „The Weight“, das auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FFqb1I-hiHE">gleichnamiges Stück</a> von The Band anspielt, das von stakattohaften Rhythmen und Hochtönen durchzogen wird und auf dem sich beide die Vocals teilen. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass es sich bei all den in dem langen Text adressierten Personen wie <a href="http://unidentified.wikia.com/wiki/Valentine_Sally">„valentine sally“</a> “um unidentifizierte Mordopfer handelt, wird der Kontrast zu dem von Robbie Robertson getexteten Band-Stück mehr als deutlich. Auf „Hostility Blues“ schreit Sarah Best zu Synthgebrutzel einen Text, auf dem ein apokalyptisches Szenario entworfen wird: „new diseases on the way / more and more every day /half a ton of guts ballooning out and viewed close up / bodies banked and waiting / leaking pus and pain“. Philip Bests <em>lyrics</em> sind noch immer ambi- und polyvalent (genug), sodass man die Stücke als scharfe Zeitdiagnose lesen kann – der <a href="https://boomkat.com/products/the-weight-hostility-blues">Text</a>, den Best für das Presseblatt geschrieben hat, erinnert an JG Ballard (über den Best<a href="http://etheses.dur.ac.uk/994/1/994.pdf?DDD11+EThOS%20(BL)"> promoviert</a> hat).</p>
<p>Das fragmentierte Cover passt zu Bests Art des Schreibens: Man denke etwa an den „composite text“ <a href="https://amphetaminesulphate.bigcartel.com/product/captagon">&#8220;Captagon&#8221;</a>. Musikalisch sind Conusmer Electronics (inzwischen) weit weg von traditioneller Power Electronics, aber immer noch weitaus irritierender als der Großteil verwandter Projekte und nach dem Hören dieser zwei Stücke verspürt der Hörer &#8220;no awareness/just pure / inexplicable bliss&#8221; (um abschließend die A-Seite der Single zu zitieren).  (JM)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://harbingersound.bigcartel.com/">Harbinger Sound</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/10/20/consumer-electronics-the-weight-hostility-blues/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>CONSUMER ELECTRONICS: Dollhouse Songs</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/01/02/consumer-electronics-dollhouse-songs/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/01/02/consumer-electronics-dollhouse-songs/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jan 2016 06:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Consumer Electronics]]></category>
		<category><![CDATA[Harbinger Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Best]]></category>
		<category><![CDATA[Russell Hasswell]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Best]]></category>
		<category><![CDATA[Sleaford Mods]]></category>
		<category><![CDATA[Trevor Brown]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=11464</guid>
		<description><![CDATA[Überraschend schnell legen Philip Best, seine Frau Sarah und Russell Haswell nach dem im letzten Jahr veröffentlichten „Estuary English“ mit „Dollhouse Songs“ einen Nachfolger vor, der an den Vorgänger textlich wie musikalisch anknüpft. Eröffnet wird das Album, dessen Cover Trevor &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/01/02/consumer-electronics-dollhouse-songs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/ConsumerR-7525760-1443343795-9801.jpeg1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11466" title="ConsumerR-7525760-1443343795-9801.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/ConsumerR-7525760-1443343795-9801.jpeg1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Überraschend schnell legen Philip Best, seine Frau Sarah und Russell Haswell nach dem im letzten Jahr veröffentlichten<a href="http://africanpaper.com/2014/11/15/consumer-electronics-estuary-english/"> „Estuary English“</a> mit „Dollhouse Songs“ einen Nachfolger vor, der an den Vorgänger textlich wie musikalisch anknüpft. Eröffnet wird das Album, dessen Cover Trevor Brown gestaltet hat, mit „History of Sleepwalking“, einem Stück aus verzerrten, brutzelnden Sounds, und (kaum zum Tanzen animierenden) Beats.<span id="more-11464"></span> Best flüstert (und erinnert damit anfänglich an die dieses Jahr auf Diagonal veröffentlichte 12‘ „Repetition Reinforcement“). Dann aber kommt die Eruption, Best brüllt, würgt, erbricht sich: „Now raise the toilet lid […] Smell of rot and freedom / Smeared pig lipstick“, um am Ende dann (wieder nur flüsternd) den Ratschlag zu geben: „Become a fucking insult / And kill them in their beds“.</p>
<p>Natürlich lässt sich das Album politisch lesen, etwa dann, wenn Best in biblischer Diktion auf „The Push“ verkündet: “Woe to the bloody city full of lies and robbery/Today I hear the beat of death in all things/I hear it in the streets and in the parks/You will all die”. Die Vocals werden teilweise nur von ein paar Beats untermalt, am Ende spricht er: „ I hate men and their violence/Their weak murderous minds“. Das ist für Bests Verhältnisse ein (extrem direkt) politisches Stück und auch wenn er jetzt in Texas lebt, so dürften diese Zeilen doch auf Camerons Toryregierung gemünzt sein, auf den Zustand des Vereinigten Königreichs. Aber man sollte nicht vergessen, dass Consumer Electronics nicht die Sleaford Mods sind (auch wenn sie das Label, <a href="http://www.discogs.com/Consumer-Electronics-Sleaford-Mods-Murder-Your-Masters-The-Committee-/release/6532873">eine 7‘</a> und ganz sicher eine gute Portion Zorn teilen), denn es finden sich auf dem Album genug Stücke, die -wie so oft bei Best- gängige Täter-Opfer-Zuschreibungen zum Verschwimmen bringen und auflösen, wie etwa „Knives Cut“, das mit Hochtönen beginnt, bevor brutale Verzerrungen einsetzen. In seiner Hysterie erinnert dieses Analogmassaker an japanische Acts wie z.B. Masonna. Zeilen wie „Let&#8217;s pretend you have a brain that functions/Independent of cunt” scheinen bar jeder Empathie zu sein. Dann am Ende aber erneut eine Aufforderung: “slumped spine straighten up/count to 10/ take a breath and burn it all fucking down”. Auf “Condition of a Hole” schreit Sarah Best zu verzerrten Beats: “Bruised from falling/ Bruised from the belt/Repetition repetition/This condition of a hole”. Im Vorfeld der Veröffentlichung mag sich der eine oder andere vielleicht darüber echauffiert haben, dass Best seiner Frau einen Platz am Mikrofon gibt, aber Sarah Best klingt auf diesem Album auf eine wirklich passende Weise unangenehm derangiert, so dass man auch ihr jedes Wort, das sie ausstößt, glaubt. Auf „Murder your Masters“ brüllt sie: “You are a sour leaking body /Wrapped in towels and dropped /Shivering to centre-stage / I am not here to help you”. Auf dem mit fiesen Analogverzerrungen beginnenden “Colour Climax” werden die Vocals mit der Musik scharf kontrastiert, denn Best trägt den Text nur sprechend vor. Inmitten dieser Apotheose der Invektiven fällt „Nothing Natural“ auf: Hochtöne, Lasershots, weitgehend instrumental, lediglich gegen Ende ist Gurgeln und Stöhnen zu hören.</p>
<p>Musikalisch ist interessant, dass – sicherlich auch Haswells Einfluss geschuldet – (kaputte) Rhythmen einen nicht kleinen Teil des Klangbilds ausmachen, ganz so, als wolle Best William Bennett zeigen, dass es nicht nur in Afrika perkussive Musik gibt.</p>
<p>In einer Zeit, in der zunehmend Studenten nach <a href="http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/09/the-coddling-of-the-american-mind/399356/"><em>trigger warnings</em></a> verlangen und überall <a href="http://www.nytimes.com/2015/03/22/opinion/sunday/judith-shulevitz-hiding-from-scary-ideas.html?_r=1">Mikroaggressionen</a> zu erkennen glauben (gleich Psychotikern, die sich von Mächten jedweder Couleur verfolgt fühlen), damit jedweden Diskurs zum Erliegen bringen und sich letztlich in eine wahrlich selbstverschuldete Unmündigkeit begeben -denn die (Ver-)Weigerung der Auseinandersetzung mit nicht nur queeren, sondern auch queren Gedanken, ist auch eine Weigerung zu denken, man scheint zu vergessen, dass im Adjektiv &#8220;bedenklich&#8221; eben dieses Verb steckt -, tut es mehr als gut, eine Band zu hören, die die personifizierte Makroaggression ist und deren Werke von einer Vielzahl von <em>trigger warnings </em>begleitet werden müssten. (J.M.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.harbingersound.bigcartel.com/">Harbinger Sound</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/01/02/consumer-electronics-dollhouse-songs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SLEAFORD MODS: Key Markets</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/08/01/sleaford-mods-key-markets/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/08/01/sleaford-mods-key-markets/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2015 05:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Fearn]]></category>
		<category><![CDATA[Harbinger Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Williamson]]></category>
		<category><![CDATA[Sleaford Mods]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10658</guid>
		<description><![CDATA[Jüngst noch vom Observer als „one of 2014’s least likely success stories&#8221; tituliert, so haben die Sleaford Mods es tatsächlich seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Divide and Exit“ in nahezu jedes Presseerzeugnis geschafft: Von Zeit bis TV Spielfilm preist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/08/01/sleaford-mods-key-markets/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/SleafordR-7271302-1437687554-5215.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10660" title="SleafordR-7271302-1437687554-5215.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/SleafordR-7271302-1437687554-5215.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jüngst noch vom Observer als<a href="http://www.theguardian.com/music/2015/jul/12/sleaford-mods-key-markets-album-review"> „one of 2014’s least likely success stories&#8221;</a> tituliert, so haben die <a href="http://africanpaper.com/2014/05/31/theres-always-an-underlying-account-of-day-to-day-life-interview-mit-sleaford-mods/">Sleaford Mods</a> es tatsächlich seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Divide and Exit“ in nahezu jedes Presseerzeugnis geschafft: Von Zeit bis TV Spielfilm preist man das Duo als – so lautet das gäng(st)ige Narrativ –  diejenigen, die den gegenwärtigen Zustand der „sceptered isle“ am genauesten sezieren. Inzwischen haben die Sleaford Mods sogar Glastonbury gespielt (auch wenn es <a href="http://thequietus.com/articles/18327-sleaford-mods-interview-2">offenbar nicht sehr viel Spaß</a> gemacht hat). Der Opener „Live Tonight“ mit seinem Chor aus grölenden Fans wie auch der Titel scheinen den jüngsten Erfolg zu ironisieren.<span id="more-10658"></span></p>
<p>Selbst die konservative bürgerliche Presse Großbritanniens lobt „Key Markets“, das neue, je nach Zählweise, vierte oder achte Album: fünf Sterne in der <a href="https://www.facebook.com/SleafordModsOfficial/photos/a.10152141469498736.1073741826.26096708735/10153080598773736/?type=1">Times</a>, vier im <a href="http://www.telegraph.co.uk/culture/music/cdreviews/11746157/Sleaford-Mods-Key-Markets-review-a-blast-of-British-street-life.html">Telegraph</a>, jedoch zum Teil auf eine so herablassend-gönnerhafte Weise, dass man in bester Williamson-Diktion „bunch of cunts“ &#8211; mit diesem lapidar betitelten Track eröffneten die Sleaford Mods ihr Konzert in Köln &#8211; rufen möchte.</p>
<p>Es ist schon öfter angesprochen worden, dass Jason Williamson gegen alles und jeden zu wettern scheint: Dumpfe Nationalisten bekamen ebenso wie Frühstückscerealien wie Weetabix schon ihr Fett weg. Auf dem neuen Album wird Boris Johnson zum Objekt des Spotts, aber eben auch Toblerone, Nick Clegg („Nick Clegg wants another chance, really/ this daylight robbery is now so fucking hateful/it&#8217;s accepted by the vast majoroty“ heißt es auf „Face to Faces“) genauso wie  Höschen von Victoria&#8217;s Secret (&#8220;The Blob&#8221;), Ed Milliband, aber ebenfalls der Cinema Club. Das mag zwar den einen oder anderen den Vorwurf machen lassen, Williamson verzettele sich, aber in einem Land, in dem die Klassengegensätze und -schranken in einem enormen Maße bestehen, in dem die Tories (noch) weitere Einschnitte in das Sozialsystem planen und in dem der Celebritykult.völlig hypertroph ist, ist das vielleicht einfach nur adäquat. Es ist auch einfach nur schön zu sehen, dass man noch in seinen 40ern wütend sein kann (oder muss) und es kein Privileg der Jugend ist. Zudem: Wer jemals miterlebt hat, wie vermeintlich konstruktive Problemlösungsstrategien jedwede Verhaltensunterschiede plattwalzen und Euphemismen das Tatsächliche verdecken, der freut sich über jedes<em> four-letter word</em> auf dieser Platte. Natürlich muss man nicht, aber man kann durchaus über den üblichen Fäkalhumor lachen: Die Wortspiele „all gone quiet on the wanker front“ oder „a room with a poo“ finden sich etwa auf „Bronx in a Six“. Auch das zunehmend Assoziative der Lyrics und die nicht immer zu dekodierenden Allusionen (Williamsons Entwicklung als Texter lässt sich gut auf der Zusammenstellung<a href="http://www.bracketpress.co.uk/"> „Grammar Wanker“ </a>nachvollziehen) sind eine Freude: „you always wannabe the same/, posy shit and leather jacket / motorbikes from the 50s/you live in carlton you twat/you&#8217;re not snake fucking plissken“ („Cunt make it up“).</p>
<p>Obwohl es durchaus kleine stilistische Entwicklungen gibt ( „Silly Me“ weist Ansätze von Dub auf, „Rupert Trousers“ ist eine schleppend-minimalistische Nummer), so erkennt man einen Sleaford Mods-Track  innerhalb weniger Sekunden und das ist auch gut so. Letztlich ist die Frage, ob die relativ eingeschränkten musikalischen Mittel (wobei Andrew Fearn ganz sicher mehr als nur ein<a href="http://www.telegraph.co.uk/culture/music/cdreviews/11746157/Sleaford-Mods-Key-Markets-review-a-blast-of-British-street-life.html"> „rudimentäres Verständnis“</a> von Musik hat) tragfähig sind, auf mehr als zwei, drei Alben funktionieren, auch obsolet, denn man wird immer wieder aufs Neue von der Wut und Wucht dieser Band mitgerissen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label:<a href="http://www.harbingersound.com/"> Harbinger Sound</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/08/01/sleaford-mods-key-markets/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
