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	<title>African Paper &#187; Hederomeruhen</title>
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		<title>HEDEROMERUHEN: 2</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 03:04:07 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/hederomeruhen2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9289" title="hederomeruhen2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/hederomeruhen2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als der Grafiker Daisuke Ichiba und der Noiser Yasutoshi Yoshida vor knapp zwei Jahren ihr „Antifolk“-Steckenpferd namens Hederomeruhen ins Leben gerufen hatten, konnte man die krude Mixtur aus monotonem Geschrammel, wilden Zitaten und durchaus schönen Akustiksongs auch als einmaligen Jungenstreich abtun – schon weil einer der beiden Japaner nicht einmal primär aus der Musik kommt. Doch die beiden sind Serientäter: In regelmäßigen Abständen produziert Ichiba neue Tusche-Zeichnungen mit der gewohnt brutalen Erotik, die trotz ihrer Vielzahl an Sujets eine eigene Handschrift und die Lust an der Repetition offenbaren. Ähnliches gilt<span id="more-9288"></span> für die neodadaistischen Bildkollagen Yoshidas sowie natürlich für sein psychedelisches Noiseprojekt Government Alpha. Kein Wunder also, dass auch Hederumeruhen nun seine erste Fortsetzung findet.</p>
<p>Die Stücke auf Album numero zwei entstanden wohl zum letzten Jahreswechsel, stilistisch knüpfen sie allerdings so stark an den Vorgänger an, dass sie ohne weiteres auch aus der gleichen Session stammen könnten. Beim Versuch, ein Stück Ordnung in das heillose Durcheinander des nicht nur akustischen Strudels an Musikfragmenten zu bringen, könnte man grob drei Arten von Tracks ausmachen: Da sind zum einen wahre Sample-Orgien, kollagiert wie Yoshidas Bilder aus Noisefetzen und allerhand Geschrei aus Radio, Film und TV, die zusammen mit einer rumpeligen Drummachine dafür sorgen, dass es hier etwas lauter als auf dem Debüt zugeht. Schwere Riffs, an Grunge und Doom angelehnt und lediglich Zitat bleibend, bilden eine Kategorie für sich.</p>
<p>Den Hauptteil bildet jedoch das, was man im Hederomeruhen-Kontext Folk nennen könnte: Strumming auf locker gestimmten Gitarrensaiten, bei denen das Instrument ein gewisses Eigenleben entwickelt und dezente Obertöne erklingen lässt, und das durch Beckenrauschen und murmelnden Singsang etwas Beschwörendes a la Magick Lantern Cycle bekommt. Dass der Gesang ab und an in überdrehtes Jaulen übergeht, lässt die Frage aufkommen, wo bei den beiden die Ironie beginnt (denn dass sie eine Rolle spielt, steht außer Frage). Bisweilen entstehen echte Hippie-Idyllen, die erwartungsgemäß nicht sein dürfen, denn analoge Störgeräusche sind dagegen. So wird auch hier das Märchen („Meruhen“) zum namensgebenden Abwasser-(„Hedero“)-Märchen. Als Novy Svet einmal einen wunderschönen Chanson zerquietscht und zersägt hatten, beteuerten sie, die Störsounds seinen der eigentliche Song. Ichiba und Yoshida würden sicher ähnliches sagen.</p>
<p>Ohne kluges Brimborium: Ich finde es gut, dass Hederomeruhen lebt, und ich würde mich über ein paar weitere Fortsetzungen ihrer anarchischen Musik freuen, die kraftvoll und erschöpft zugleich klingt und von der ruhig einmal etwas auf Ecstatic Peace erscheinen sollte. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Hederodata</strong></p>
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		<title>HEDOROMERUHEN: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jul 2013 00:01:51 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/Hederomeruhen-x.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7300" title="Hederomeruhen x" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/Hederomeruhen-x-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass Noisemusiker nebenher ein Akustikprojekt betreiben oder ab einem bestimmten Alter sogar komplett auf Folk umsatteln, ist vielleicht nicht die Regel, aber durchaus auch nicht ganz ungewöhnlich &#8211; haben beide Großsparten doch einen so diametralen Bezug zu Materialismus, Geschwindigkeit und Disharmonie, dass man sie kaum ohne Bezug zueinander denken kann. Es gibt Fälle, die wie ein Kompensieren des Atonalen durch trivialen Schmalz anmuten und an das berühmte Diktum denken lassen, dass Sentimentalität und Grausamkeit oft nah beieinander liegen. Natürlich gibt es auch äußerst gelungene Beispiele, bei denen auch im akustischen Gewand die Spuren des<span id="more-7299"></span> Schrägen gewahrt bleiben. Überlegt man eine Weile, fallen einem eine ganze Reihe westlicher Künstler dazu ein, doch auch auf der anderen Seite des Erdballs findet sich dieses Phänomen, bislang am prominentesten vertreten durch Jun Konagaya alias Grim und seine von eigenwilligen Überraschungen geprägte Diskographie.</p>
<p>Seit diesem Sommer darf man dieses Thema nur noch ansprechen, wenn man dabei auch Hedoromeruhen erwähnt. Hinter dem Zungenbrecher (der wohl so etwas wie &#8220;Abwassermärchen&#8221; bedeutet) verstecken sich zwei Haudegen der japanischen Gegenkultur, die bisher v.a. durch die bildende Kunst verbunden waren. Da wäre zum einen <a href="http://http://africanpaper.com/2012/10/03/daisuke-ichiba-zeichnungen-und-holzschnitte-in-der-tradition-des-ero-guro/">Daisuke Ichiba, der neben Videoarbeiten v.a. als Zeichner einen Namen hat</a> und durch seine splatterhaften Erotikdarstellungen bekannt ist. Bekannter hierzulande noch ist Yasutoshi Yoshida, nicht einmal primär für seine bunten Kollagen, die Techniken und Humor der klassischen Avantgarde wiederbeleben, sondern für sein musikalisches Werk, für den psychedelischen Harsh Noise, den er unter seinem Pseudonym veröffentlicht: <a href="http://http://africanpaper.com/2012/01/28/like-hunting-in-the-wild-interview-mit-yasutoshi-yoshida-alias-government-alpha/">Government Alpha</a>.</p>
<p>Oberflächlich betrachtet ist der Musiker Yoshida also eher in seinem Element als der bislang nur visuell aktive Kollege, genau genommen sind akustische Songs jedoch für beide Neuland. Noch genauer betrachtet enthalten die fünfzehn Songs alle Attribute, die man von beiden Künstlern kennt und liebt: kantig, spartanisch, dilletantisch, lofi, sprunghaft, kaputt würden mir da als erstes einfallen, und natürlich ist Folk unter der Voraussetzung ein Genrebegriff, der unter Vorbehalt fallen sollte. Nahezu alle Passagen des Albums sind von starken Kontrastierungen geprägt: Ohne Vorwarnung gehen mysthische Flöten und Trommelklänge über in das Feedbackrauschen deftiger Noiserock-Momente, kurz anzitierte Jazzgitarren leiten über in akustische Rockriffs, und irgendwann ist man mittendrin im Govt. Alpha Harsh Noise – für zwanzig Sekunden. Anarchischer Humor allerorten, von der Art, dass man zwischen Schlumpfgesang und Spielzeugsound auch einen Noddy auf Speed erwarten würde, und stets dominiert das Gefühl, dass sich Spaß und Herzblut die Waage halten.</p>
<p>Hedoromeruhens Debüt bietet einen anarchischen Antifolk, der auch auf Thursden Moores Ecstatic Peace-Label seinen Platz gefunden hätte, und ich hoffe sehr, dass das Werk in Europa nicht untergehen wird. Einen Eindruck von den eingängigeren Momenten des Albums kann man sich im Video zu „Bloody Doorway“ verschaffen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Hedrodata</strong></p>
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