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	<title>African Paper &#187; Hunter Barr</title>
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		<title>Tower Transmissions: Zwölfter Teil der Festivalreihe in Dresden</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 05:50:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 25. und 26. September findet in Dresden die zwölfte Ausgabe des Post-Industrial-Festivals &#8220;Tower Transmissions&#8221; statt. Bestätigt sind Dernière Volonté aus Frankreich mit einem exklusiven Auftritt. Die Pioniere eines poppig geprägten Martial Industrial haben ihren Fokus in den vergangenen Jahren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/20/tower-transmissions-zwolfter-teil-der-festivalreihe-in-dresden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. und 26. September findet in Dresden die zwölfte Ausgabe des Post-Industrial-Festivals &#8220;Tower Transmissions&#8221; statt. Bestätigt sind Dernière Volonté aus Frankreich mit einem exklusiven Auftritt. Die Pioniere eines poppig geprägten Martial Industrial haben ihren Fokus in den vergangenen Jahren zunehmend in Richtung kühlen, zugleich verspielten Synthpop verschoben. Ebenfalls exklusiv zu erleben ist Antivalium aus dem Vereinigten Königreich, das Duo bestehend aus Andrew Trail und Produzentenlegende Hunter Barr, die aus zahlreichen anderen Gruppen &#8211; u.a. KnifeLadder, Black Light Ascension, Naevus, Man Eat Man Eat Man &#8211; bekannt sind. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/tt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50060" title="tt" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/tt.jpg" alt="" width="2048" height="1063" /></a><span id="more-50059"></span></p>
<p>Die in Österreich und Deutschland ansässige Anna Gardek präsentiert ihre erste Live-Performance überhaupt &#8211; die Industrial-Künstlerin veröffentlicht ihre von transgressiver Erotik geprägten Aufnahmen in größeren zeitlichen Abständen. Darja Kazimira und Zura Makharadze aus Lettland und Georgien treten als Duo mit dunkler, tendenziell akustischer ritueller Musik auf, basierend auf zahlreichen klassischen und zeitgenössischen Instrumenten. Ein gemeinsames Album erschien bei Cyclic Law. Zudem angekündigt sind Pain Appendix aus den USA, Bomb The Daynursery aus Schweden mit ihrer ersten Live-Aktion, Robert Revell, Sohn des bekannten SPK-Gründers, mit einer Weltpremiere sowie Linekraft aus Japan mit einem exklusiven Set.</p>
<p>Freitag, 25.09.2026<br />
Beginn 18 Uhr<br />
Samstag, 26.09.2026<br />
Beginn 18 Uhr<br />
Reithalle Strasse E<br />
Werner-Hartmann-Str. 2<br />
01099 Dresden</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1191534686194189/"><strong>@ Facebook mit weiteren Links</strong></a></p>
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		<title>MAN EAT MAN EAT MAN: s/t</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/05/04/man-eat-man-eat-man-st/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2024 05:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ben McLees]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dieser Veröffentlichung hatten vor knapp vier Jahren wahrscheinlich nur wenige noch gerechnet: Das Debütalbum von Man Eat Man Eat Man, dem gemeinsamen Projekt von Lloyd James, Hunter Barr und Ben McLees, wurde vor mehr als zehn Jahren aufgenommen und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/05/04/man-eat-man-eat-man-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23653" title="maneatmaneatman" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dieser Veröffentlichung hatten vor knapp vier Jahren wahrscheinlich nur wenige noch gerechnet: Das Debütalbum von Man Eat Man Eat Man, dem gemeinsamen Projekt von Lloyd James, Hunter Barr und Ben McLees, wurde vor mehr als zehn Jahren aufgenommen und verschwand aus ungeklärten Gründen in der Versenkung, lediglich ein Song fand damals seinen Weg auf einen physischen Tonträger. Vielleicht gab es immer wieder Nachfragen, so<span id="more-23651"></span> dass die drei Beteiligten sich 2020, in dem so viel Zeit für Unerledigtes war, dazu entschlossen, dem Werk doch noch eine späte Geburt zu verpassen.</p>
<p>James, Barr und McLees tanzen seit langem auf vielen Hochzeiten und sind oder waren mit Stammprojekten wie Naevus, KnifeLadder, Oblivion Guest oder This is Radio Silence in so unterschiedlichen Gebieten wie Postpunk, Folk, Industrial und diverser Electronica unterwegs. Man könnte Man Eat Man Eat Man nun als verruchten Wechselbalg all dieser auch nicht gerade braven Unternehmungen bezeichnen, und die Kollegen von Compulsion liegen durchaus richtig in der Feststellung, dass die Band weit mehr in sich vereint als eine Stilkombination der bekannteren Projekte.</p>
<p>&#8220;The Stomach&#8221;, das die erste Seite eröffnet, ist wohl das bekannteste der sechs Stücke, denn es erschien seinerzeit auf der Tursa- und Karpate-Compilation <a title="V.A.: With Friends Like These" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-with-frieds-like-these/">&#8220;With Friends Like These&#8221;</a> und wurde zudem in einer um einigeres luftigeren Version von Naevus umgesetzt. Es leitet das Album mit einer Schwere ein, die vielleicht wegen des kratzigen Saitengefrickels mehr an Swans und Godflesh erinnert als an das, was man für gewöhnlich mit Industrial assoziiert, und die nur dank des interessanten Polyrhythmus nicht erdrückend wirkt. Diese Arbeit erledigt James&#8217; melancholischer Gesang, der in einfachen Worten einen resignativen Hilfeschrei ausstößt (falls das Sinn ergibt) und fragt, wieviel der titelgebende Magen wohl noch verdauen muss &#8211; eine eindringliche Klage ob der Sisyphosarbeit der Alltagsbewältigung.</p>
<p>Ein Unterschied zu Naevus besteht in dem Kontrast, den James&#8217; Gesang zur dystopischen Atmosphäre der Musik bildet, denn fast immer verströhmt sie die Aura einer fast andächtigen Erdung. Im bassknarzigen Uptempo von &#8220;Carmarthen&#8221; wirken die nur leicht melodisch eingefärbten und dezent nach hinten gemischten Spoken Words geradezu cool angesichts der unaufgeräumten Hektik und der rotzigen Gitarren, die wie Blitze durch das ohnehion stroboskopische Szenario zucken, und die Aussicht auf einen Trip nach Wales, wo Teile der Band herstammen, scheint in den Lyrics auch nicht gerade heimelig zu stimmen. In &#8220;Details&#8221;, wo dem Teufel mit dem Mikroskop nachgestellt wird, bilden die Gesangsparts einen schöngeistigen Gegenpart, den man im Gerumpel des betongrauen Goth Punk nicht erwarten würde. In der ersten Version des Doppelstücks &#8220;Pectin&#8221; geraten sie zu einer apokalyptischen Einheit mit der gitarrigen Schrottlawine. Vor der ruhigeren Kulisse des zweiten Mixes werden sie wie klare Schriftzüge auf eine Leinwand projiziert und entfalten so ihre ganze Drastik.</p>
<p>Die manifestiert sich vollends im finalen Höhepunkt des zwölfminütigen Titeltracks, einem kathartischen Kracher, der dem hypnotisierten Hörer den Bandnamen derart maschinell einhämmert, das man ihn kaum mehr vergisst. Ein gutes Omen, das eine Fortstetzung in Aussicht stellt? Ich bin da skeptisch aufgrund der langen Wartezeit auf das Debüt, aber wer weiß, man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend verfluchen.</p>
<p><strong>Label: Wooden Lung / Retina II Records / Disconnected Music</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=986851885/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Neue Single von This Is Radio Silence</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2021 04:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Austin Davey]]></category>
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		<description><![CDATA[Die englische Band This Is Radio Silence hat mit der 2-Track-Single &#8220;The Yellow House&#8221; vor einigen Tagen den finalen Teil einer digitalen Trilogie herausgebracht, die vor zwei Jahren mit &#8220;Fallen Men&#8221; startete. TIRS, aktuell in der Besetzung Ben McLees, Hunter &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/16/neue-single-von-this-is-radio-silence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die englische Band This Is Radio Silence hat mit der 2-Track-Single &#8220;The Yellow House&#8221; vor einigen Tagen den finalen Teil einer digitalen Trilogie herausgebracht, die vor zwei Jahren mit &#8220;Fallen Men&#8221; startete. TIRS, aktuell in der Besetzung Ben McLees, Hunter Barr und Austin Davey, existieren in unterschiedlicher Besetzung seit 15 Jahren, die beteiligten Musiker waren und sind in zahlreichen weiteren Projekten wie Earth Loop Recalls, Naevus, KnifeLadder, STUNS oder Oblivion Guest aktiv, wobei TIRS die poppigeren Seite dieses tief im Post Punk und Industrial verwurzelten Spektrums repräsentiert. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/theyellowhouse.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24977" title="theyellowhouse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/theyellowhouse.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-24976"></span></p>
<p>Die beiden Stücke &#8220;The Yellow House&#8221; und &#8220;Waiting for the Wave&#8221; stehen vage in einer englischen Poptradition, für die auch &#8211; gleichwohl diese Referenz immer ein bisschen verpönt sein mag &#8211; eine Band wie Depeche Mode exemplarisch ist und zeichnen sich durch ein organisch anmutendes Klangbild, eine nachdenkliche Stimmung und eine sich steigernde Struktur aus, die dem, was Postrock genannt wird, nicht allzu diametral entgegensteht. Die EP ist digital über die Bandcamp-Seite von Ben McLees&#8217; Label Disconnected Music erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=523056376/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SKELDOS: Ilgės. Caretakers of Yearning</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/04/20/skeldos-ilges-caretakers-of-yearning/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 06:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antanas Škėma]]></category>
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		<category><![CDATA[The Epicurean]]></category>
		<category><![CDATA[Vytenis Eitminavičius]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man wenig empfänglich ist für die abgründige Tiefe melancholischer Ambientmusik, kann man die sanft dröhnenden Kompositionen des Litauers Vytenis Eitminavičius, der seit etwa fünf Jahren als Skeldos firmiert und bereits mit der herausragenden Daina Dieva gearbeitet hat, wie angenehme &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/04/20/skeldos-ilges-caretakers-of-yearning/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/skeldos.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17515" title="skeldos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/skeldos-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man wenig empfänglich ist für die abgründige Tiefe melancholischer Ambientmusik, kann man die sanft dröhnenden Kompositionen des Litauers Vytenis Eitminavičius, der seit etwa fünf Jahren als Skeldos firmiert und bereits mit der herausragenden Daina Dieva gearbeitet hat, wie angenehme Entspannungsmusik konsumieren. Die wohligen Droneflächen, die oft in sanften Wellenfolgen nur leicht angestoßen werden, laden durchaus auch zum Loslassen und Schwelgen in<span id="more-17514"></span> heimeligen Welten ein. Vielleicht spüren nur die Sensitiveren die Herausforderung, die in den dichten Soundgebilden versteckt liegt.</p>
<p>&#8220;Ilgės – Caretakers of Yearning&#8221; ist die um einen Track erweiterte und von Hunter Barr neu gemasterte Version eines im letzten Sommer erschienenen Tapes und mutet, v.a. wenn man die im Digipack abgedruckten Texte zurate zieht, wie ein Protokoll und zugleich Ergebnis und Anstoß zu einer existenziellen Suche an, einer Suche, an deren Ende keine klaren Antworten stehen, und die doch nicht vergebens erscheint.</p>
<p>Auf den ersten Eindruck erscheint &#8220;Melas, a Lie&#8221;, der von dem gleichnamigen Gedicht des ebenfalls aus Litauen stammenden Autors Antanas Škėma inspirierte Opener, wie ein in fast perfekter Repetition auf und ab ebbendes Dröhnen, doch hinter der langsam einlullenden Bewegung, in der harmonisch alles passt, lugen allerlei diffuse Zeichen hervor. Leise Echos industrieller Geschäftigkeit hallen für Momente bis in die Mitte des Geschehens, Hochtönendes erklingt und erinnert an ersterbende Schmerzensschreie, doch all dies wird immer wieder mitgenommen vom vollen, dichten Fluss der traurigen Klänge, die eine derat trostreiche Geborgenheit entstehen lassen, dass man kaum auf die Idee käme, Leere in den minimalen Ereignisfolgen zu sehen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/cure.22-SkeldosCD-Special-edition1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17518" title="cure.22-SkeldosCD-Special-edition1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/cure.22-SkeldosCD-Special-edition1.jpg" alt="" width="1000" height="865" /></a></p>
<p>Das folgende Titelstück wirkt im Auftakt dezenter, hintergründiger, doch lässt dies die an verfremdete Orgeln, Bläser und Glöckchen erinnerden Soundschichten nur umso deutlicher hervorscheinen und ihre melancholische Wirkung entfalten. Dieser Hintergrund beginnt zu verschwimmen, wenn Eitminavičius für Momente seine Stimme einsetzt und mit einem leichten Anflug von Melodie einen litauischen Text über die Essenz der Tränen wie aus dem Off und doch ganz dicht am Ohr erklingen lässt.</p>
<p>In die Musik scheint Bewegung gekommen zu sein, sie wirkt dichter und voller, und fast nahtlos kann das neue &#8220;Blunkantys, Fading Gardens&#8221; mit seinen hellen, doch von der Nacht verwschlungenen Farben daran anknüpfen. Auch hier kommt schlichter, ungeschliffener, fast folkiger Sprechgesang zum Einsatz, der sich vom aquatischen Ströhmen der kunstvoll gestalteten Musik abhebt. Das schon erwähnte Gedicht erzählt von einer langen mühsamen Suche, vom Wandern durch zahlreiche Tore auf dem Weg hin zu einem diffusen Ziel, doch letztlich vom Aufgeben. Zu diesem vordergründig resignativen, bei genauerem Hinsehen jedoch erfüllten Loslassen ist Skeldos&#8217; Musik der perfekte Soundtrack.</p>
<p>Ein Blick auf den Kalender lässt vermuten, dass die 25 CDs der Special Edition mit tibetischen Gebetsfahnen, Weihrauch und anderen Beigaben, von denen ein Teil des Erlöses an die Organisation &#8220;Bridge of Friendship e.V.&#8221; zur Förderung der Bildungschancen von Kindern in der Himalaya-Region geht, vergriffen sind &#8211; als Statement von Band und Label sollte diese Aktion aber immer als Teil der Veröffentlichung betrachtet werden, die 175mal als reguläre CD erhältlich ist.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2875162411/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ANEMONE TUBE: The Three Worlds (3 CDs Allegory of Vanity &#8211; Forget Heaven &#8211; Vanity of Allegory)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/12/02/anemone-tube-the-three-worlds-3-cds-allegory-of-vanity-forget-heaven-vanity-of-allegory/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 07:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anemone Tube]]></category>
		<category><![CDATA[Dario Lehner]]></category>
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		<category><![CDATA[La Essencia]]></category>
		<category><![CDATA[The Epicurean]]></category>

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		<description><![CDATA[„The three worlds are transient like clouds in autumn“ heißt es in einem buddhistischen Sutra des 14. Jahrhunderts, das im Englischen unter dem Titel „Far Reaching Pleasures“ bekannt ist. Die Geburt und der Tod aller Wesen entfaltet sich wie ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/02/anemone-tube-the-three-worlds-3-cds-allegory-of-vanity-forget-heaven-vanity-of-allegory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/anemonetube3worlds1.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14580" title="anemonetube3worlds1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/anemonetube3worlds1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„The three worlds are transient like clouds in autumn“ heißt es in einem buddhistischen Sutra des 14. Jahrhunderts, das im Englischen unter dem Titel „Far Reaching Pleasures“ bekannt ist. Die Geburt und der Tod aller Wesen entfaltet sich wie ein Tanz, rauscht vorbei wie ein Gebirgsbach, verschwindet wie ein Blitz am Firmament. Anemone Tube hat die Verse dieses Sutras als Hintergrund für sein neues Release gewählt und verbindet die Betrachtungen mit seinem langjährigen Interesse an westlichen Vanitaskonzepten und ihrer klaren Bildlichkeit. So weit<span id="more-14579"></span> umspannend dieses Konzept ist, so umfangreich ist die Spannweite von „The Three Worlds“ geworden, denn es enthält neben Artwork des Fotokünstlers Dario Lehner drei CDs mit un- und wiederveröffentlichtem Material von den späten 90ern bis fast heute.</p>
<p>Mit dem Stilleben aus Uhr, Totenschädel, Juwelen und anderen barocken Symbolen von Kostbarkeit und Vergänglichkeit unterstreicht Anemone Tube, dass der Titel der ersten CD „Allegory of Vanity“ nicht beliebig gewählt ist. Zusammengefasst unter dieser Allegorie sind ausschließlich Tracks aus den ersten Jahren, angefangen mit zwei Stücken, die zusammen mit dem heute wenig bekannten Projekt Yggdrasil entstanden sind: „Ausweg&#8221; ist ein monoton-rhythmisches Industrialstück, in das mit der Zeit etwas Bewegung und mit metallischem Klimpern und einer Art Flötenton Variation Einzug hält – ein Ausweg, aber wohin? „Primary Slave“ ist um Längen chaoticher, räudiger und mit seinen unvorhersehbaren Tempobewegungen und seinem Kontrast aus Noise und Naturidyll der Alpdruck schlechthin. Ein bislang unveröffentlichtes Stück verbindet düstere Samples mit der Noisecore-Vorgeschichte der Band, die beiden abschließenden Tracks vom Tape „Allegories for the Future“ sind zwischen düsterem Rumoren und monotonem Geschruppe recht nah am Industrial der alten Schule.</p>
<p>Man könnte erwarten, dass die zweite Scheibe kohärenter ist, denn ihr Herzstück ist das komplette Tape-Album „Forget Heaven“. Auch hier eine Allegorie der Vergänglichkeit, das Artwork zeigt ein illusionäres Feuerwerk aus Seifenblasen, die im Dunklen mit leichter Beleuchtung einen Sternenhimmel bilden. Doch während die Fotografie dem Anblick eine Illusion von Ewigkeit gibt, wird der künstliche Himmel schon in wenigen Sekunden vergessen sein. Schon im ersten Track ist ein ritueller Unterton hörbar, doch gutturaler Stimmeinsatz und nach vorn preschende Rhythmen geben „Ti Fang – Desertification“ ein aggressives Pathos. Schnell offenbart das Album ein ganzes Sammelsurium an klanglichen und atmosphärischen Ideen: Dunkles, verkatertes Kreisen, Seufzer aus der Tiefe, soghafter Noise, bedrohliche Klangflächen, klassische Overtüren und Tanzbares, das man bei Anemone Tube so nicht erwartet hätte. Wie ein Bonus wirken hier die drei Compilation-Tracks, von denen ich das melancholische Ambient-Loop „Long Lost“ hervorheben möchte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/3worldspic.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14604" title="3worldspic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/3worldspic.jpg" alt="" width="600" height="206" /></a></p>
<p>In „Vanity of Allegory“ schließt sich der Kreis, schon Titel und Artwork greifen auf den ersten Teil zurück. Doch hier sind die Symbole der Kostbarkeit und Vergänglichkeit keine bloßen Gegenstände der Anschauung durch ein unbeteiligt reflektierendes Betrachter-Ego – durch den Spiegel, in dem man einen Teil der Motive nun sieht, wird der Betrachter selbst zu einem Vanitassymbol, und selbst die Musik, repräsentiert durch die gesichtslose Figur des Künstlers, wird zu einem Teil dieser Spiegelung. Die Musik auf der CD spannt den zeitlich weitesten Bogen: „Obscure the Sun“ ist etwa fünf Jahre alt und lag bislang in der Schublade, musikalisch repräsentiert es die oft flächige Gestalt der heutigen Anemone Tube und erinnert in seiner schleppenden schwere auch etwas an neuere Phallus Dei. Ein abrubter Bruch, wie er gelegentlich auch auf Konzerten vorkommt, leitet zu Stücken aus der „Death over China“-Phase über, man fragt sich, warum er das aufwühlende „Climate Controller“ und das von Schreien in Unruhe versetzte „The Sirens“ so lange unter Verschluss gehalten hat. Der Rest ist eine nicht wirklich bunte, aber vielgestaltige Mischung aus brodelnden, dröhnenden und scheppernden Tracks aus unterschiedlichen Phasen, die mit ihren vielen Bezügen nach typischer Anemone Tube-Manier ein großes Netz an Bezügen spinnen.</p>
<p>„Meditation is a Practice of Death“ hieß es mal bei OM in Anspielung auf die Vorstellung, dass es in jeder spirituellen Arbeit darum geht, sich in der einen oder anderen Form auf das Sterben vorzubereiten. Für den an buddhistischer Praxis ebenso wie an christliche Mystik interessierten Anemone Tube geht es seit langem darum, dem Horror der Vergänglichkeit ins Auge zu sehen, ohne dabei den Blick in Watte zu packen. Dass dies mit einer gewissen Faszination geschieht, könnte ihm, würde er vermehrt außerhalb der alles Düstere oft gewohnheitsmäßig abnickenden Industrial-Community rezipiert werden, als masoschistisches Suhlen in Negativität ausgelegt werden, doch bei genauerem Hinsehen begegnen einem immer wieder Zeichen des Mitgefühlt und zugleich die Tendenz zu einem kraftvollen, quasi nietzscheanischen Vitalismus. Das trotz seines Umfangs füllmaterialfreie und von Hunter Barr bestens in Form gebrachte „The Three Worlds“ macht deutlich, wie sehr all dies von Beginn an leitmotivisch war.</p>
<p>Die drei CDs sind sowohl einzeln, als auch in einem limitierten Special Edition-Set inklusive Poster und weiteren Extras zu haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://epicureanescapism.bandcamp.com/">The Epicurean</a> / <a href="http://laesenciarecords.bigcartel.com/">La Esencia</a></strong></p>
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		<title>BLACK LIGHT ASCENSION: Post Future Recordings</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 06:46:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer bei „Post Future Recordings“ eine besonders progressive, noch nie dagewesene Musik, also den Sound der vollendeten Zukunft erwartet, wird schnell eines besseren belehrt, denn Black Light Ascension, die Truppe um den KnifeLadder-Veteranen Andrew Trail, spielen eine Musik, die man &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/11/28/black-light-ascension-post-future-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/blapfr.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11209" title="blapfr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/blapfr-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer bei „Post Future Recordings“ eine besonders progressive, noch nie dagewesene Musik, also den Sound der vollendeten Zukunft erwartet, wird schnell eines besseren belehrt, denn Black Light Ascension, die Truppe um den KnifeLadder-Veteranen Andrew Trail, spielen eine Musik, die man schwer ohne Querverweis auf die seit Jahren anhaltende 80er-Retromanie charakterisieren kann. Die düsteren Synthies und die zum Teil harten Electrobeats wecken Erinnerungen an klassische Human League und Depeche Mode, stellenweise sind sie nur unwesentlich poppiger<span id="more-11208"></span> als die EBM-Stücke von Gruppen wie Agent Side Grinder. Der Bezug zum Übermorgen ist vielmehr inhaltlicher Natur, und wenn man sich an den Tracktiteln entlanghangelt, so beginnt die Zeitreise ganz dystopisch um fünf vor zwölf und endet beinahe idyllisch in einem neuen Jahr Null. Aus der Asche, die dem Debüt „Ashes“ den Namen gab, scheint sich hier ganz zaghaft ein Phoenix emporzuringen.</p>
<p>Die ersten Minuten beginnen erwartungsvoll, denn „10 Minutes To Midnight“ basiert auf einem monotonen, hypnotisierenden Takt, der nicht verrät, in was für eine Zukunft er die Hörer trägt. Schon bei den nächsten beiden Tracks offenbart sich der Grundcharakter des Albums in nuce. „Safe at Home“ zeigt sich von der kühlen, minimalistischen Seite, fordert die Schwarzgewandeten dieser Welt mit Eispickelbeats zum Tanz auf, und die Sicherheit, die hier besungen wird, ist natürlich trügerisch. „Gerouge“ dagegen gibt sich radiotauglich, die poppige Synthiemelodie ist vielleicht etwas einfach gestrickt, doch der bedeutungsschwere Gesang Trails, nicht unähnlich dem seines Freundes Lloyd James, gibt dem ganzen dann doch ein gewisses Charisma. Und so geht die Reise ihren Gang, illusionslos, doch nicht ohne Neugier auf das ungewisse Morgen, dass im „Year Zero“ mit entspannten Synthieflächen beginnt, die es dem Hörer überlassen, als pastoral oder doch eher als genügsam empfunden zu werden.</p>
<p>Was die meisten Stücke von gängigem Elektro unterscheidet, ist das Faible für dröhnende Klangflächen, die zwar oft und gerne hinter den Takten der Drummachines und den mitreisende Vocals versteckt sind, die subkutan aber ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch ist der Sound zwar übersichtlich und geschliffen, jedoch nie glattgebügelt und ohne spontane Überraschungsmomente. (J.G.)<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: Hau Ruck!</strong></p>
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		<title>NAEVUS: Stations (2CD inkl. Bonus Disk „Others“ lim. 111)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Sep 2013 07:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lloyd James von Naevus hat eine angenehme Stimme und wenn es sein muss auch ein Händchen für schöne Melodien. Wahrscheinlich verstören seine Songs deshalb niemals direkt, auch wenn die Musik stets das Gefühl vermittelt, von etwas Ernstem, mitunter Drastischem zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/09/28/naevus-stations-2cd-inkl-bonus-disk-%e2%80%9eothers%e2%80%9c-lim-111/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7623" title="naevusstations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Lloyd James von Naevus hat eine angenehme Stimme und wenn es sein muss auch ein Händchen für schöne Melodien. Wahrscheinlich verstören seine Songs deshalb niemals direkt, auch wenn die Musik stets das Gefühl vermittelt, von etwas Ernstem, mitunter Drastischem zu künden. Erst mit der Zeit registriert man, dass die eingängigen Stücke einen doppelten Boden haben. Heterogene Elemente harmonieren nie ganz miteinander, oft wirken die Drums wie Versatzstücke einer Kollage, die dem Gesang und den restlichen Spuren kurzerhand aufgeklebt wurden. In die Melodik schleicht sich immer wieder eine Verweigerungshaltung ein, die dem Wohlklang eine spröde Monotonie entgegenhält. Den Songtexten<span id="more-7622"></span> mag oft ein Element von Trost innewohnen, und doch künden sie nicht selten von Sackgassen. Der Bandname, den James zusammen mit seiner früheren Partnerin Joanne Owen wählte, passt ganz gut zu dieser Doppelbödigkeit, verweist er doch auf etwas Unangenehmes, das auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt wie der eigene Klang.</p>
<p>In vielen Naevus-Rezensionen geht es um Aspekte der stilistischen Einordnung, konkreter um die Frage, ob die Musik nun zur weiten Welt der Postpunk-Retromanie zählt oder doch eher einer eigenwilligen Spielart des Folk entspricht. Schon weil man beides zugleich bejahen und verneinen kann wirken solche Fragen immer etwas langweilig. Und doch gibt es bei Naevus bestimmte Songtypen, deren Abgrenzung sich zum Großteil entlang solcher Stilfragen abzeichnet. Das kann man ganz gut anhand einer respektablen Werkschau aufzeigen, die vor kurzem unter dem bezeichnenden Titel &#8220;Stations&#8221; erschienen ist. &#8220;Stations&#8221; ist keine Best-of, auch wenn die Band nach fünfzehn Jahren und sieben Alben im adäquaten Alter dafür wäre, sondern eine Sammlung fast aller Tracks, die nicht auf Alben, sondern auf Compilations, Singles oder Split-Veröffentlichungen erschienen sind, ergänzt von einigen unveröffentlichten Aufnahmen.</p>
<p>Wollte man Naevus-Songs nun in Schubladen packen, müsste man Akustiksongs von solchen mit aggressivem Punkverve unterscheiden, eine weitere Kategorie würden schunkelige Seemannslieder mit Akkordeon bilden, eine kleinere zuguterletzt wären soundscapeartige Experimentalstücke. Schematisch wäre das, weil die Songs solchen Kategorien nur selten in Reinform entsprechen, so beginnt &#8220;The Orchard&#8221; mit sanftem Folkpathos, um irgendwann kurzerhand den Schauplatz zu wechseln: Was im beschaulichen Obstgarten beginnt endet in einen düsteren Gothkeller der verwahrlosten Metropole. Auch die Urversion von &#8220;Body Speaks in Tongues&#8221; ist bloß dann ein netter Folksong, wenn man sich das atonale Quietschen und Jaulen wegdenkt, bei dem neueren „Oracle, Oracle“ zerstört noisiges Gitarrenfeedback jeden Gedanken an einen Ohrwurm. Freilich gibt es auch lupenreine Songwriterballaden, doch alle warten mit ihren eigenen Extras auf: das hier als Titelstück fungierende „Stations“ mit einem whiskeyseligen Honky Tonk-Piano, „Untold“ mit stimmungsvollen Surf-Twangs oder „Kill deep“ aus der rauen Frühzeit mit ritueller Repetition.</p>
<p>Durch Joannes Akkordeon bekommen einige Stücke einen starken Sea Shanty-Charakter, exemplarisch hervorgehoben seien hier das frühe „Torn Wheat Deap“ oder „Recovery is not Permitted“ von der Split-EP mit Spiritual Front. Für viele sind sie das Sahnehäubchen der Bandkarriere, ich persönlich bevorzuge allerdings die härteren, agressiveren Stücke mit der oft leicht atonalen Handschrift der Drummer John Murphy und Hunter Barr. „Occasion Table“, ursprünglich auf einem musikalisch durchwachsenen Sampler erschienen, ist auch hier eines der Highlights und verbindet Noise mit einer rumpeliger Perkussion, die einer ganze Reihe an Stücken ihren Stempel verpasst. Gallopierende, fast westernartige Stücke sind nicht das, was man als erstes mit Naevus in Verbindung bringt, umso mehr mag das neuere Uptempo-Stück &#8220;The Beast&#8221; all die überraschen, die „The Devil“ vom Split mit KnifeLadder noch nicht kannten.</p>
<p>James hatte stets ein Faible für Neuinterpretationen, und so bilden Coverversionen eine Kategorie für sich. Auf der limitierten Bonus-CD „Others“ sind sämtliche Cover, meist Beiträge zu Tribute-Samplern, zusammengetragen. James nimmt auch die Herausforderung an, große Namen zu covern, und zum Teil handelt es sich dabei um Songs, denen man nicht einfach im Handumdrehen eine neue Gestalt verleiht. Die eigenständige Interpretation (und Übersetzung) von Ain Sophs „Uomini Perduti“ oder die nur subtil veränderte Version von Tom Waits&#8217; „Walking Spanish“ sind jedoch mehr als gelungen, ebenso die im Rahmen seines Seitenprojektes Retarder aufgenommene Akustikversion von Fine Young Cannibals&#8217; „Johnny Come Home“. Zwei Scott Walker-Songs und eine Hommage an die seit Jahren überschätzten Joy Division dagegen betrachte ich als solide Fingerübungen. Neben einigen Traditionals und einer Umsetzung von Sol Invictus&#8217; &#8220;Oh What Fun&#8221; (bei der das Wort „Fun“ mit einer äußerst ironisch wirkenden Langsamkeit kontrastiert) stechen ein paar Songs über grausame Mädchen und feistes Essen hervor, die aus dem Repertoire von James Freund David E. Williams stammen.</p>
<p>Naevus ist durchaus eine Art Konsensband, insofern, dass sie Hörer ansprechen könnten, die klassischen World Serpent-Neofolk ebenso gemocht haben wie New Model Army, Echo and the Bunnymen oder die Smiths. Wären sie frühzeitig bei einem hippen Label gelandet, wäre zuletzt weit weniger Wind um Gruppen wie Cult of Youth gemacht worden. „Stations“ und „Others“ dürften sich zum Kennenlernen der Band eignen, da viele Songs den Albumtracks in nichts nachstehen.</p>
<p><strong>Label: Tourette</strong></p>
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