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	<title>African Paper &#187; Il Santo Bevitore</title>
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		<title>NOSOKOMA: Tarantos 20_24</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 05:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Il Santo Bevitore]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal erscheinen Musikstücke wie Versuchsanordnungen, die nicht der Kontrolle, sondern der Hingabe verpflichtet sind. Rituale, Automatismen, Katharsis – dies sind die Eckpunkte von &#8220;Tarantos 20_24&#8243;, dem Debüt des Duos NosoKoma, bestehend aus Nicola Serra alias Il Santo Bevitore und José &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/04/nosokoma-tarantos-20_24/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/Screenshot-2025-09-01-110722.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47893" title="Screenshot 2025-09-01 110722" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/Screenshot-2025-09-01-110722-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal erscheinen Musikstücke wie Versuchsanordnungen, die nicht der Kontrolle, sondern der Hingabe verpflichtet sind. Rituale, Automatismen, Katharsis – dies sind die Eckpunkte von &#8220;Tarantos 20_24&#8243;, dem Debüt des Duos NosoKoma, bestehend aus Nicola Serra alias Il Santo Bevitore und José Macabra. Entstanden ist ein experimentierfreudiges Werk, das seine elektronischen Strukturen mit Stimmen, Rhythmen und <span id="more-47892"></span>Geräuschen verzahnt, als bewege es sich durchgehend zwischen Griffigkeit und Erosion.</p>
<p>Bereits der Auftakt &#8220;Your Mum My Mum&#8221; wirkt wie ein tastendes Austarieren von Rauschen und feinkörnigen, aber verzerrten Schleifgeräuschen. Rau, unbestimmt, nächtlich, von alarmierendem Charakter, zugleich aber durchdrungen von auffälliger Detailgenauigkeit, enthält jeder Ton, wie es scheint, seinen Platz. Mit &#8220;Screaming for Luciana&#8221; wendet sich das Duo stärker rituell anmutenden Wiederholungen zu: metallisches Prasseln, ein sich beinahe überschlagender Lärm, begleitet von verzerrtem Shouting, das an Power Electronics erinnert. Textverständlichkeit spielt keine Rolle, dafür die rohe Energie. Hier liegt eine Verwandtschaft mit den perkussiven Traditionen von Bands wie Einstürzende Neubauten, Test Dept., frühen Hunting Lodge oder Officine Schwarz nahe, doch NosoKoma entwickelt eine ganz eigene Handschrift.</p>
<p>&#8220;Tranxing King&#8221; evoziert zunächst das Bild eines rocknahen Drumdsolos, doch zerreißen harsche Noise-Einschübe jede lineare Struktur. In &#8220;Nicht Binär&#8221; wiederum entfaltet sich ein verzerrter Lush Noise (wenn ich den Begriff mal zweckentfremden darf), als würden kaputte Boxen Propellergeräusche erzeugen, unterlegt mit verfremdeten Stimmen. Das wirkt monumentaler und surrealer als vieles zuvor und mündet in ein beängstigendes, pochend-prasselndes Crescendo. Mit &#8220;The Tear Mountain&#8221; setzen NosoKoma auf Stimmengewirr und Drums, halbversteckter Gesang dringt irgendwannen durch eine Wand aus Geräusch, eher auflehnend als resignativ.</p>
<p>Besonders &#8220;That Bat Hole&#8221; führt in einen infernalischen Sog, wo Beckenspiel, Gelächter und nicht identifizierbare Klänge ineinandergreifen. Sprachfragmente schälen sich heraus, ehe ein Bruch wie ein Fall in den Abgrund wirkt, nur um sogleich von ekstatischen Trommelwirbeln aufgefangen und eingefasst zu werden. Wollten Coil nicht irgendwann mal ein Konzert in einer Höhle nur für Fledermäuße geben? Eine solche Musik hätte ihnen wohl einen Gehörsturz bereitet. &#8220;Rituals of Mercy&#8221; überrascht daraufhin mit einem klaren, fast tanzbaren 4/4-Takt, kombiniert mit postpunkigem Gesang. &#8220;War Is I-Legal&#8221; wirkt dagegen wie eine Hommage an die hörspielartigen Experimente von Vivenza, De Fabriek oder Genetic Transmission, bevor es in flächigen Noise übergeht und am Ende auch in diesem die Handschrift von NosoKoma offenbart.</p>
<p>In &#8220;Mediterranean Crossovers&#8221; treffen abgründige Schreie und rhythmische Strukturen auf ein dunkel knarrendes Fundament, das einen zwiespältigen Groove erzeugt. Mit &#8220;Indian Summer&#8221; zeigen die beiden einmal mehr, dass lärmige Geräuschmusik auch ohne Rückgriff auf die Regeln ausgetretener Genrepfade funktionieren kann. Knarrige Stimme, blubbernde Effekte und ein leichter Acid-Touch treffen auf abgründige Schreie, als wolle jemand den seinem Ende entgegengehenden Sommer festhalten. &#8220;Forever Nigella&#8221;, vermutlich launige eine Hommage auf eine englische Kochsendung, schließt schließlich mit einem alles überrollenden Trommelwirbel und einem vielschichtigen Gemurmel, das fast ein bisschen zu heiter wirkt. Eher ein Cliffhanger als ein versöhnlicher Schluss, und man hofft, dass es tatsächlich einer ist. Hab ich gerade Beafpie und Fishcake verstanden?</p>
<p>Dass &#8220;Tarantos 20_24&#8243; von einem Duo kommt, dessen Mitglieder längst tiefer in der Experimentalmusik verankert sind, überrascht kaum. José Macabra lehrt Klangkunst und Produktion in London und arbeitet an der Schnittstelle von Industrial, Ritual, Klangkunst eben und experimenteller Elektronik. Nicola Serra, aus Sardinien stammend, heute ebenfalls in London ansässig, ist als Schlagzeuger und Klangforscher seit Jahren aktiv. Mit seinem Festival Dronica hat er eine Plattform für Grenzgänger der elektronischen Musik etabliert, während er <a title="IL SANTO BEVITORE: Water and Tears" href="https://africanpaper.com/2022/03/05/il-santo-bevitore-water-and-tears/">unter dem Namen Il Santo Bevitore das Verhältnis von Folklore, Ritual und Elektronik auslotet</a>.</p>
<p>Begleitet wird das Debüt von einer Trilogie kurzer Filme, die das Album cinematisch erweitern. Wie in der Musik werden auch hier Fragmentierung, Auflösung und Konkretion zu eigenen visuellen Motiven, die zusammen mit der Musik einen ganz eigenen Kosmos entstehen lassen.</p>
<p><strong>Label: Phage Tapes</strong></p>
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		<title>Pavor Nocturnus, Il Santo Bevitore und Sasha Kills im Berliner Madame Claude</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Dec 2024 05:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eugenio Mazza]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Montag, den 24. Januar, findet im Rahmen des eXperimontag im Berliner Madame Claude ein Doppelkonzert statt mit den Acts Pavor Nocturnus und Il Santo Bevitore. Pavor Nocturnus, das Soloprojekt des Mailänder Musikers Eugenio Mazza, überblendet Elektronik mit rituellen, esoterischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/14/pavor-nocturnus-il-santo-bevitore-und-sasha-kills-im-berliner-madame-claude/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, den 24. Januar, findet im Rahmen des eXperimontag im Berliner Madame Claude ein Doppelkonzert statt mit den Acts Pavor Nocturnus und Il Santo Bevitore. Pavor Nocturnus, das Soloprojekt des Mailänder Musikers Eugenio Mazza, überblendet Elektronik mit rituellen, esoterischen Elementen. Ebenfalls zu sehen ist der in <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/eXperimontag.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44015" title="eXperimontag" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/eXperimontag.jpg" alt="" width="2048" height="1344" /></a><span id="more-44014"></span></p>
<p>Großbritannien lebende Sarde Nocola Serra alias Il Santo Bevitore mit einer ästhetisch verstörenden Mixtur aus Noise, Drone und experimenteller Klangkunst. Ein DJ-Set von Sasha Kills (Experimental Dark EDM und Hyperpop) rundet den Abend ab. Einlass ist um 19 Uhr, das DJ-Set beginnt um 21 Uhr, die Konzerte starten um 22 Uhr.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/599597395778754/"><strong>Alles Weitere @ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>AKSU / IL SANTO BEVITORE / THE SEER: Stone</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/06/17/aksu-il-santo-bevitore-the-seer-stone/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 02:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Il Santo Bevitore]]></category>
		<category><![CDATA[Industrial Coast]]></category>
		<category><![CDATA[The Seer]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Tape &#8220;Stones&#8221; – eine Splitveröffentlichung, bei der auf einer der Seiten zudem eine Kollaboration vorliegt – kommen drei recht unterschiedliche Projekte zusammen, deren Gemeinsamkeit hier allenfalls in einem mystisch-esoterischen Ansatz liegt. Die musikalische Bandbreite reicht von einer schleppenden, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/17/aksu-il-santo-bevitore-the-seer-stone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/stones.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35846" title="stones" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/stones-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf dem Tape &#8220;Stones&#8221; – eine Splitveröffentlichung, bei der auf einer der Seiten zudem eine Kollaboration vorliegt – kommen drei recht unterschiedliche Projekte zusammen, deren Gemeinsamkeit hier allenfalls in einem mystisch-esoterischen Ansatz liegt. Die musikalische Bandbreite reicht von einer schleppenden, den Geist des Drone und Doom verströmenden Soundlandschaft mit Drums und knarrenden Saiten bis hin zu <span id="more-35810"></span>rituellen Hörspielszenarien von beschwörender Intensität.</p>
<p>Die erste Saite wird von dem belgischen Duo Aksu gefüllt, das vor zehn Jahren mit dem Longplayer &#8220;The Way To Destroy And Create Things&#8221; erstmals international von sich reden machte. Was in ihrem Beitrag &#8220;Erg Namib&#8221; mit rauem gitarrigen Röhren beginnt, entpuppt sich schnell detailreiches klangliches Amalgam, in das sich verschiedene Details harmonisch einfügen. Ihr Mysterium wahren sie aber durchaus: Kleine Soundfragmente, die zwischen der Dröhnung wie rückwärts abgespielt klingen, verweigern ihre Erkennbarkeit, das gleiche gilt für den Inhalt der düsteren Rezitationen, die mit der Zeit grummeliger werden und an Mönchsgesänge erinnern. Zischelnde Becken und andere Spannungsmacher klingen fast, als könnte jeden Moment der versteckte Metaltrack losbrechen, doch das ist nur eine von vielen falschen Fährten in dem Stück, das über okkult anmutende Rasseln, orientalisierende Soli und manche kleineren und größeren Eruptionen eine solide Sogwirkung entfaltet.</p>
<p>Baut diese auch auf einer konstant bleibenden Grundlage von Drone und schleppenden Takten auf, so beeindrucken die drei Stücke der zweiten Seite durch ihre Unaufgeräumtheit und Unberechenbarkeit. Hier trifft der aus Sardinien stammende (und heute in London lebende) Klangkünstler und Folk-Forscher Nicola Serra, der sich (vermutlich in Anlehnung an Joseph Roth) Il Santo Bevitore nennt, auf die Performancekünstlerin Conny Prantera alias The Seer.</p>
<p>In ihrer rund 25minütigen Trilogie beziehen sie sich auf den in dem altnordischen Götterlied Völuspá (&#8220;Weissagung der Seherin) beschriebenen Kreislauf des Werdens, Vergehens und neuen Entstehens &#8211; schon das ursprüngliche Werden erscheint im ersten Track keineswegs wie ein lieblicher Vorgang: Während aufgewühltes Klingeln und Rasseln wie eine Brandung auf einen zurollt, und eine dumpfe Stimme eine Textpassage rezitiert, erklingt ein chorartiger Gesang, der aus einem Gialloscore stammen könnte. Zwischen kantig-metallischem Rattern und Klappern, das eine interessante Sogwirkung entfaltet, dringen immer neue Textfragmente &#8211; no shoes on my feet &#8211; ans Ohr. Verschiedene klangliche Details driften auseinander, andere fließen zusammen und verschmelzen, ganz wie es einer Kosmogonie gebührt. Der dem Untergang geweihte zweiter Teil beginnt tatsächlich rhythmisch kohärenter und entfaltet im Verlauf zumindest für eine gewisse Zeit eine starke Eingängigkeit. Diese kontrastiert aber mit allerlei unterschiedlichem Material: Evokative Shouts, dröhnende Motoren, hexiges Zetern und Krächzen, das irgendwann im Rauschen verhallt, ferner die Klänge verschiedener Instrumente wie Akkordeon, Streichern und Gitarre, wenn es nicht akustische Täuschungen sind &#8211; all dies zieht einen in einen von Spannung erfüllten und symbolträchtigen Schauplatz, von denen man kaum zu entkommen glaubt.</p>
<p>Hochtönende Synties und ethnolastige Rhythmen befreien einen allerdings aus diesem Fatalismus und führen im dritten Stück an einen anderen Ort, dessen fließendes Klangbild trotz motorenhaftem Gebrumme und schrillen Lärmkaskaden an ein Szenario kosmischer Musik gemahnen. Wenn das Stück endet, befindet man sich wohl mitten im Prozess des neuen Werdens. Was an der Trilogie besonders überzeugt und was auch erheblich zur Eindringlichkeit der Musik beiträgt, ist die Stimmigkeit, mit der die beiträge beider Acts wie eine gut aufeinander eingespielte Band interagieren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Industrial Coast</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230522_170822_775.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3526388544/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://industrialcoast.bandcamp.com/album/aksu-and-il-santo-bevitore-the-seer">AKSU and IL SANTO BEVITORE &amp; THE SEER by AKSU // IL SANTO BEVITORE &amp; THE SEER</a></iframe></p>
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		<title>Il Santo Bevitore, JD Zazie u.a.: Harsh Voices-Festival in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 05:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bio Nihil]]></category>
		<category><![CDATA[Il Santo Bevitore]]></category>
		<category><![CDATA[JD Zazie]]></category>
		<category><![CDATA[Le Syndrom Du Desert]]></category>
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		<category><![CDATA[Royal SpacePorn]]></category>
		<category><![CDATA[Zustand. D]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto &#8220;Captivating Sensory Dynamics of the Extreme&#8221; findet am 23. Februar das Harsh Voices-Festival im Berliner Pezersburg Art Space statt. Im Zentrum stehen die Extreme, die in der geräuschorientierten Musik durch die Verknüpfung von Gegensätzen entstehen können. Auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/03/il-santo-bevitore-jd-zazie-u-a-harsh-voices-festival-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto &#8220;Captivating Sensory Dynamics of the Extreme&#8221; findet am 23. Februar das Harsh Voices-Festival im Berliner Pezersburg Art Space statt. Im Zentrum stehen die Extreme, die in der geräuschorientierten Musik durch die Verknüpfung von Gegensätzen entstehen können. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/harshvoices.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33003" title="harshvoices" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/harshvoices.jpg" alt="" width="3089" height="1356" /></a><span id="more-33002"></span>Auf dem Programm stehen die Minimal Noise Beat Poetry von Bio Nihil, die Déjà Vu Reversed Loops von JD Zazie, der Harsh Noise von Le Syndrom Du Desert, Zustand. D und Royal SpacePorn und die Drone Infusions von Nicola Serra a.k.a. Il Santo Bevitore, dessen von Joseph Roth inspirierter Künstlername längt zu einem lokalen Trinkspruch avanciert ist.</p>
<p>Samstag, 23.02.2023<br />
Einlass 20 Uhr<br />
Petersburg Art Space<br />
Laiserin-Augusta-Allee 101<br />
10553 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/916120323088530"><strong>@ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>IL SANTO BEVITORE: Water and Tears</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2022 05:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Il Santo Bevitore]]></category>
		<category><![CDATA[Nicola Serra]]></category>
		<category><![CDATA[Opal Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[Schmerz, Trauer, vielleicht Wut und immer wieder jenes Element, das gerade aufgrund seiner relativen Nähe zur Form umso formloser erscheinen kann, bevor es alles in seinem Fluss mitreißt – All dies und sicher einiges mehr klingt in dem Albumtitel &#8220;Water &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/05/il-santo-bevitore-water-and-tears/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/waterandtears.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28638" title="waterandtears" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/waterandtears-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schmerz, Trauer, vielleicht Wut und immer wieder jenes Element, das gerade aufgrund seiner relativen Nähe zur Form umso formloser erscheinen kann, bevor es alles in seinem Fluss mitreißt – All dies und sicher einiges mehr klingt in dem Albumtitel &#8220;Water and Tears&#8221; an, und schon in dem schrillen, kreisenden Loop des kurzen Openers &#8220;A Spell on You&#8221; zeigt sich, dass dieses Album seine Hörer nicht in Ruhe lassen will, trotz der angenehmen Dröhnung, die sich irgendwann im Hintergrund abzeichnet.<span id="more-28636"></span></p>
<p>Auf dem neuen Tape &#8220;Water and Tears&#8221; hat der Komponist und Mehrfachinstrumentalist Nicola Serra, der als Il Santo Bevitore auftritt, eine von schroffen Kontrasten geprägte Welt aus Synthies, Samples und akustischen Instrumenten geschaffen, in deren Ecken allerhand fragwürdiges Geröll die Orientierung zu einer Herausforderung macht, und immer scheint es, als würden Ruhe und Aufruhr einen seltsamen Konflikt austragen und dabei gemeinsam an einem tragischen Narrativ weben. Das hektische Hantieren in den Ritzen des sanft brummenden Drones von &#8220;Fractured Belief&#8221; wirkt in diesem Sinne fast wie eine invertierte Vorstufe zu dem lieblichen, an eine Spieluhr erinnernden Glockenspiel, dessen Bimmeln fast schon nostalgisch durch eine räudige Welt tänzelt. Im perkussiven &#8220;Feral&#8221; ist es das Kontrastprogramm einer sanften, kaum hörbaren Flöte und dem Grundmuster einer Art Industrial-Crossover, das die Kulisse für ein mystisches Sample bildet.</p>
<p>In was für einen Film ist man hier geraten? Serra, der gebürtig aus Sardinien stammt und weite Teile seines Lebens dort verbrachte, hat im Vorfeld stark zu einem Thema geforscht, dass in seiner Heimatregion zu einem eigenen Mythos herangewachsen ist &#8211; der Geschichte der sogenannten Panas: Frauen, die während der Komplikationen einer Geburt sterben, und den vielen Überlegungen zu den Ursachen, den Folgen und auch den spirituellen Konnotationen einer solchen Begebenheit. Da Serra über lange Jahre auch an den vorchristlichen Mythen Sardiniens geforscht hat, kam dieser Kontext ebenfalls beinahe automatisch hinzu.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint einem die Atmosphäre beispielsweise des Titeltracks schon um einiges klarer, auch wenn man natürlich bei solchen Informationen immer Gefahr läuft, seinen Projektionen auf den Leim zu gehen: Ein sanftes wellenförmiges Loop, das Frauengesang oder vielleicht auch den Hauch eines sanften Windes transportiert, gewinnt hier immer mehr an Dichte und Intensität &#8211; der perfekte Sound von etwas, das erwacht oder am entstehen ist. Das Stück steigert sich irgendwann zu einem eruptiven Ausbruch, bei dem Keifen und Krach fast an Black Metal erinnern. Auch ohne die Informationen zum Konzept würde man hier vielleicht das deutsche Idiom einer &#8220;schweren Geburt&#8221; fallen lassen.</p>
<p>Lärm, kosmische Entrücktheit, Rauch und Hauch, elektrifizierte Gewitter wie Salven aus einer Schnellfeuerwaffe: &#8220;Water and Tears&#8221; ist alles andere als arm an großen und kleinen dramatischen Momenten. Ich möchte nur noch zwei der besonderen Höhepunkte hervorheben, die sich in der zweiten Hälfte des Albums noch finden. Da wäre &#8220;Malin&#8221;, das als geheimnisvolle Klanglandschaft mit Saxophon, Klarinette und Textrezitation über einem tief hallenden Abgrund beginnt, bis in der zweiten Hälfte fast so etwas wie Rockdrumming einsetzt. Oder das Finale &#8220;Roaming In A Sea Of Blades&#8221;, das vor seinem lodernd nächtlichem Schluss noch einmal durch ein Drama aus Glocken, liturgischem Gesang und verzweifelten Schreien geht.</p>
<p>Nicht nur in solchen Momenten ist eine starke Emotionalität zu spüren &#8211; dass zugleich durchgehend spürbar ist, wie viel Abeit in dieser ausgesprochen dichten Musik steckt, steht in keinem Widerspruch dazu. Ein beeindruckendes Album! (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Opal Tapes</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3691785497/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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