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	<title>African Paper &#187; Intravenal Sound Operations</title>
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		<title>You Must Be Certain of the Devil: Wiederveröffentlichung von Diamanda Galás</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 04:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Charlie Terstappen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;You Must Be Certain of the Devil&#8221;, das ursprünglich 1988 bei Mute erschienene Album von Diamanda Galás, wird im Herbst von ihrem eigenen Label Intravenal Sound Operations neu aufgelegt. Das Remastering übernimmt Heba Kadry, zu den Formaten gibt es noch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/17/you-must-be-certain-of-the-devil-wiederveroffentlichung-von-diamanda-galas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;You Must Be Certain of the Devil&#8221;, das ursprünglich 1988 bei Mute erschienene Album von Diamanda Galás, wird im Herbst von ihrem eigenen Label Intravenal Sound Operations neu aufgelegt. Das Remastering übernimmt Heba Kadry, zu den Formaten gibt es noch keine Informationen. Als dritter Teil der Trilogie &#8220;Masque of the Red Death&#8221;, die sich den sozialen, politischen und spirituellen Dimensionen der AIDS-Krise widmet, markiert dieses Werk einen Wendepunkt innerhalb des Zyklus: Wo die ersten beiden Alben eine streng liturgische und textbasierte Form verfolgten, öffnet sich &#8220;You Must Be Certain of the Devil&#8221; stärker stilistischen Einflüssen aus amerikanischer Gospel-, Blues- und Rockmusik ohne dabei an Schärfe oder konzeptioneller Geschlossenheit zu verlieren.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/diamandagalasyoumust.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46724" title="diamandagalasyoumust" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/diamandagalasyoumust.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-46723"></span></p>
<p>Aufgenommen in den Berliner Hansa Studios, entstanden alle Kompositionen sowie die Texte mit zwei Ausnahmen aus Galás’ Feder. Ihre Stimme – mehrstimmig übereinandergeschichtet oder eruptiv herausgeschleudert – trifft u.a. auf Hammond-Orgel, Klavier, Gitarre, Drums und Synthesizer. Unterstützt wird sie dabei unter anderem von Schlagzeuger Charlie Terstappen sowie Gitarrist Kurt Schmidt (auf &#8220;Double-Barrel Prayer&#8221; und &#8220;Birds of Death&#8221;). In diesen Stücken verdichten sich religiöse Zitate etwa aus der Gloria-Messe oder den Psalmen 58 und 59 mit harscher Kritik an religiösem Fanatismus und gesellschaftlicher Ignoranz. Galás’ eigene Widmung bleibt unmissverständlich: &#8220;I dedicate this album to my brothers &amp; sisters, Persons With Aids, who now live &amp; die in fear.&#8221; Ihre Musik konfrontiert, klagt an, erschüttert. &#8220;You Must Be Certain of the Devil&#8221; ist ein kompromissloses Zeugnis einer Zeit, in der politisches Versagen und religiöse Heuchelei tödliche Folgen hatten.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/photo?fbid=1254993152661981&amp;set=a.202309564597017&amp;locale=ru_RU"><strong>@ Facebook</strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1795726882/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DIAMANDA GALÁS: Broken Gargoyles</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 06:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Diamanda Galás]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Heym]]></category>
		<category><![CDATA[Intravenal Sound Operations]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren war es still um Diamanda Galás geworden: Zum einen pflegte sie ihre kranke Mutter, zum anderen versuchte sie, die Rechte an ihren alten Alben wiederzuerlangen – was ihr schließlich auch gelang. Auf ihrem eigenen Label Intravenal &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/09/17/diamanda-galas-broken-gargoyles/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles1.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31259" title="attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></span></span>In den letzten Jahren war es still um<a href="http://africanpaper.com/tag/diamanda-galas/"> Diamanda Galás</a> geworden: Zum einen pflegte sie ihre kranke Mutter, zum anderen versuchte sie, die Rechte an ihren alten Alben wiederzuerlangen – was ihr schließlich auch gelang. Auf ihrem eigenen Label Intravenal Sound Operations veröffentlichte sie dann<a href="http://africanpaper.com/2017/08/26/diamanda-galas-at-saint-thomas-the-apostle-harlem/"> Livealben</a> wie auch Neuauflagen von „The Litanies Of Satan“, „Diamanda Galás“ und zuletzt noch „The Divine Punishment“, dem ersten Teil ihrer <span id="more-31255"></span>sogenannten &#8211; aus diesem, „Saint Of The Pit“ und „You Must Be Certain Of The Devil“ bestehenden &#8211; „Masque Of The Red Death“-Trilogie, die sie später live in der New Yorker Cathedral of St. John the Divine als „Plaque Mass“ aufführen sollte – als eine vehemente Anklage gegen den Umgang mit HIV-Positiven in der amerikanischen Gesellschaft.</p>
<p>Immer wieder thematisierte sie auf ihren Alben psychische und physische Deformationen (so etwa auf „Schrei X“ oder „Vena Cava“), aber dazu gab es auch (beginnend mit „The Singer“) (Live- wie Studio-)Alben mit ihren ganz eigenen Interpretationen von Blues, Gospel- und Soulstücken. So konzeptionell dicht wie auf der oben genannten Trilogie sollte Galás erst wieder auf dem 2003 erschienenen Doppelalbum „Defixiones, Will and Testament“ arbeiten, ihrer Auseinandersetzung u.a. mit dem Genozid an den Armeniern, auf dem sich eine wahrlich beklemmende Interpretation von Paul Celans „Todesfuge“ fand.</p>
<p>Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich Galás mit Georg Heyms Gedicht „Das Fieberspital“, woraus schließlich das neue Album „Broken Gargoyles“ entstand. 2020 erschien die instrumentale EP „De-formation: Piano Variations”, die Bezug auf Heym nahm, 2021 wurde „Broken Gargoyles“ als <a href="https://kestnergesellschaft.de/de/ausstellung/42">Klangnstallation in der Nikolaikapelle in Hannover </a>aufgeführt und schließlich erscheint nun das langerwartete komplette Studioalbum.</p>
<p>Das lyrische Werk des früh verstorbenen Heym ist formal zwar recht konventionell (regelmäßiges Reimschema und Metrum, häufig die Sonettform), modern aber in der in ihrer Konsequenz und Konsistenz beeindruckenden Thematik und Bildlichkeit: In seinen mythischen Personenallegorien wie „Der Gott der Stadt“ oder in seiner Abarbeitung an Selbstmördern, Kranken, <a href="https://www.projekt-gutenberg.org/heym/gedichte/chap024.html">„Irren“</a>, Versehrten oder dem Opheliamotiv präsentierte sich ein wahrer Visionär des Todes, der in seinem kurzen Leben wie manisch hunderte von Gedichten sowie Dramen und Prosa verfasste.</p>
<p>Aufgeteilt in zwei lange Stücke, beginnt das Album mit dem ursprünglich schon 2012/2013 aufgenommenen „Mutilatus“, auf dem Galás „Das Fieberspital“ und „Die Dämonen der Städte“ vertont. Klavier verhallt, Galas&#8217; Stimme rezitiert die Texte, als sei sie von den titelgebenden Entitäten besessen, man hört Wehklagen, eine Evokation der „dünne[n] Marionetten“: „Das Fieber donnert. Ihre Eingeweide/Brennen wie Berge“. Galás&#8217; Stimme wird vervielfältigt, wie eine biblische Plage, wie ein Schwarm Heuschrecken bricht sie über den Hörer hinein, vielleicht ist das auch nur das Geräusch der „Moskitos [, die] summen“. Dann am Ende, unter keckerndem Lachen, unter Schreien, die Beschreibung der Geburt eines kopflosen Kindes, das der Mutter den „Schoß“ entzweireißt. Auf dem zweiten Teil „Abiectio“ interpretiert sie Heyms Gedichte „Der Blinde“ und „Der Hunger“ und zeigt auch hier den Menschen in all seiner Kreatürlichkeit. Die Stimme wird zum Schrei, zum Gestammel, ist verzerrt, verfremdet und lässt an einen Patienten mit Kehlkopfkrebs denken. Hier wird das ganze Grauen des Nicht-sehen-Könnens deutlich: „Stets durch Grabesnacht/Und rote Dunkelheit werd ich gebracht/In grauenvollem Fasten und Karenz.“ Dazu tönen Drones wie Sirenen. Im Sonett „Der Hunger“ heißt es: „Drin Feuer sickert, langsam, tropfenweis,/Das ihm den Bauch verbrennt.“ Diese beiden Texte zeigen, wie sehr der Mensch doch Fleisch ist. Während der erste Teil des Albums durch Pianopassagen gerahmt wird, arbeitet der zweite Teil noch stärker mit Dissonanzen, nähert sich in Teilen fast schon dem Industrial. Der Titel des Albums verweist auf Ernst Friedrichs Fotoband<a href="http://davidmhart.com/liberty/WarPeace/Books/Friedrich/Images/Friedrich_Krieg-33.jpg"> „Krieg dem Kriege“,</a> der die Gesichter derer zeigt, die im Krieg verstümmelt und entstellt worden sind.</p>
<p>Jetzt kann man zu Recht einwenden, dass irritierende, extreme, verstörende Musik letztlich trotz aller Drastik auch nicht nur ansatzweise das Grauen und den Schmerz der Verstümmelten und Versehrten wiedergeben kann, denn „Schmerz entzieht sich der Empathie“ (Trutz von Trotha) und letztlich auch der angemessenen künstlerischen Repräsentation. Das, was das Resultat „der finsteren Wolfsnatur der Menschen“ (Wolfgang Sofsky) ist, lässt sich nicht (er-)fassbar machen: Der Mensch ist Fleisch und dieses Fleisch ist fortwährend der Möglichkeit des Schlachtens und des Zerrissenwerdens ausgesetzt. Es gibt wahrscheinlich kaum weniger dumme Äußerungen als den Ausruf „Das ist ja unvorstellbar“ angesichts der Verheerungen und Grausamkeiten, denen sich der Homo sapiens schuldig gemacht hat und fortwährend macht. Der obige Satz mag der Psychohygiene dienen, ist aber letzten Endes unfassbar naiv, denn die Massaker und Grauen haben stattgefunden – und zwar gerade deswegen, <em>weil</em> sie vorstellbar waren.</p>
<p>Wenn man der Kunst aber nicht aufbürdet, eine völlig adäquate Repräsentation der Wirklichkeit zu sein, dann nähert sich „Broken Gargoyles“, das vielleicht stärkste Album Galás&#8217; seit langem, sehr stark einer zumindest im Ansatz angemessenen Vertonung des Schmerze(n)s, die so beeindruckend wie irritierend und beängstigend ist. (MG)</p>
<p>Label: <a href="http://diamandagalas.com/">Intravenal Sound Operations</a><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3439691601/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Broken Gargoyles: Neues Album von Diamanda Galás im August</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2022 05:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Diamanda Galás]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Heym]]></category>
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		<description><![CDATA[Im August erscheint „Broken Gargoyles“, das neue Studioalbum von Diamanda Galás. Schon seit einigen Jahren arbeitet Galás an ihrer Interpretation von Georg Heyms Gedicht „Das Fieberspital“.  2020 erschien „De-formation: Piano Variations“, ein Minialbum für Solopiano, die auf eben diesem Gedicht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/17/broken-gargoyles-neues-album-von-diamanda-galas-im-august/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im August erscheint „Broken Gargoyles“, das neue Studioalbum von<a href="http://africanpaper.com/tag/diamanda-galas/"> Diamanda Galás</a>. Schon <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4XinQtAQwLI&amp;ab_channel=SkilU">seit einigen Jahren</a> arbeitet Galás an ihrer Interpretation von Georg Heyms Gedicht „Das Fieberspital“.  2020 erschien <a href="http://africanpaper.com/2020/05/20/neue-ep-von-diamanda-galas-erscheint-ende-juli/">„De-formation: Piano Variations“</a>, ein Minialbum für Solopiano, die auf eben diesem Gedicht basierte. Eine finale Version wurde im Juli 2021 in Hannover als Klanginstallation<a href="https://kestnergesellschaft.de/de/veranstaltung/172"> aufgeführt.</a></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30198" title="attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/attachment-diamanda-galas-broken-gargoyles.jpeg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-30195"></span>„Broken Gargoyles“ besteht aus zwei langen Teilen („Mutilatus“ und „Abiectio“) und basiert auf vier Gedichten des früh bei einem Schlittschuhunfall verstorbenen Expressionisten Georg Heym. Im oben erwähntem Fieberspital wird das Leiden der an Gelbfieber Erkrankten geschildert: „Das Fieber donnert. Ihre Eingeweide/Brennen wie Berge.“ Damit knüpft Galás an die Thematisierung des Umgangs mit Kranken an, wie sie es in ihrer „Masque of the Red Death“-Trilogie bzgl. an AIDS Erkrankten <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hgQCsPmlwMA&amp;ab_channel=TOLOATZIN">beeindruckend</a> illustrierte.</p>
<p>Das zweite Gedicht ist „Die Dämonen der Städte“, eine von Heyms „mythischen Personenallegorien“ (S. Vietta), in denen die titelgebenden Dämonen am Ende apokalyptischen Reitern gleich eine Spur der Verwüstung ziehen: „Doch die Dämonen wachsen riesengroß./Ihr Schläfenhorn zerreißt den Himmel rot./Erdbeben donnert durch der Städte Schoß/Um ihren Huf, den Feuer überloht.“ Heyms Gedichte, die sich fast immer einer recht konventionellen Form bedienen, sind in ihrer rabiaten und radikalen dunklen Bildlichkeit modern. „Fürchterliche Dinge sieht er“, konstatierte 1910 der Rezensent, der das Treffen des Neopathetischen Cabarets, bei dem auch Heym Gedichte vortrug, besprach. „Der Blinde“ und „Der Hunger“ sind zwei weitere Texte, die sich in dieses Panorama des Leidens und Schmerzens einpassen.</p>
<p>„Employing a vast array of advanced vocal and instrumental techniques, <em>Broken Gargoyles </em>is arguably Galas’ most intellectually, sonically and viscerally formidable work to date. The album finds the visionary artist deftly probing the weaving, warping transformation on the nervous systems of her post-traumatic soldiers and dying diseased.“</p>
<p>Seitdem Galás die Rechte an ihrer Musik wieder hat, zwischenzeitlich hatten EMI sie an BMG verkauft, hat sie frühere Alben über ihr eigenes Label Intravenal Sound Operations wieder verfügbar gemacht: „The Litanies of Satan“, „Diamanda Galás“ und jüngst noch „The Divine Punishment“, den ersten Teil ihrer „Masque of the Red Death“-Trilogie.</p>
<p>„Broken Gargoyles“ erscheint am 26. August auf Intravenal Sound Operations als CD und Download. Das Vinyl folgt 2023.</p>
<p><a href="https://diamandagalas.myshopify.com/">@ Diamanda Galas<br />
</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3439691601/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Wiederveröffentlichung des selbstbetitelten Albums von  Diamanda Galás im Oktober</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/09/06/wiederveroffentlichung-des-selbstbetitelten-albums-von-diamanda-galas-im-oktober/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 03:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Diamanda Galás]]></category>
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		<description><![CDATA[Diamanda Galás hat seit einigen Jahren wieder die volle Verfügung über ihren Backkatalog. 2020 erschien auf ihrem Label Intravenal Sound Operations die Wiederveröffentlichung ihres ursprünglich 1982 erschienenen Minialbums „The Litanies Of Satan“, jetzt folgt im Oktober ihr 1984 herausgekommenes selbstbetiteltes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/06/wiederveroffentlichung-des-selbstbetitelten-albums-von-diamanda-galas-im-oktober/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/tag/diamanda-galas/">Diamanda Galás</a> hat seit einigen Jahren wieder die volle Verfügung über ihren Backkatalog. 2020 erschien auf ihrem Label Intravenal Sound Operations die Wiederveröffentlichung ihres ursprünglich 1982 erschienenen Minialbums „The Litanies Of Satan“, jetzt folgt im Oktober ihr 1984 herausgekommenes selbstbetiteltes Album, das zwei Stücke enthält und schon sehr lange lange nicht mehr verfügbar ist. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/E-POVlJWUAgE3SN2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26813" title="E-POVlJWUAgE3SN" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/E-POVlJWUAgE3SN2.jpg" alt="" width="667" height="680" /></a><span id="more-26809"></span></p>
<p>Galás beschäftigt sich schon auf dieser frühen Veröffentlichung mit Themen, die auch später immer wieder eine zentrale Rolle in ihrem Werk spielen sollten: „PANOPTIKON“ ist beeinflusst von dem autobiographischen Text „In the belly of the beast“ des Mörders Jack Henry Abbott, in dem es um seine Erlebnisse im Gefängnissystem geht. Der Titel „Panoptikon“ spielt an ein von Jeremy Benthams konzipiertes Gefängnis, in dem es der Wache möglich war, die Gefangenen ununterbrochen zu beobachten. Entscheidenden Einfluss hatten Benthams Überlegungen auf Michel Foucaults Werk „Überwachen und Strafen“. Das zweite Stück &#8220;ΤΡΑΓΟΥΔΙ ΑΠΟ ΤΟ ΑΙΜΑ ΤΩΝ ΔΟΛΟΦΟΝΗΜΕΝΩΝ &#8221; („Song from the Blood of Those Murdered“) ist all den politischen Gefangenen gewidmet, die zwischen 1967 und 1974 von der griechischen Militärjunta gefoltert und getötet wurden.</p>
<p>„PANOPTIKON is a cry of rage by a caged prisoner against his jailer who is concealed from his victims by an impenetrable wall of technology. The title of the work derives from a design for a new kind of prison, proposed in 1843 by Jeremy Bentham. This edifice consisted of a central observation tower, ringed by multiple tiers of cells. Each prisoner could be kept under continual observation by his keepers, yet he would see neither them nor his fellow inmates. Such a polarization of power, manifested through architectural constraint and omnipresent surveillance, would leave an indelible mark upon the victim, even after release. In Galás’ piece, the architecture of the Panoptikon is a model for the architecture of the performance work. The observation tower is aurally present as a continuous pulse, placed behind the audience and in opposition to the performer/victim through whose ranting can be seen the progressive psychosis of one buried alive. The walls of his prison become increasingly monolithic as layer upon layer of sound is built up around him &#8211; each one a transformation of the sound of her voice.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/241132651_389124212582217_6347295231095322308_n1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26819" title="241132651_389124212582217_6347295231095322308_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/241132651_389124212582217_6347295231095322308_n1.jpg" alt="" width="600" height="914" /></a></p>
<p>SONG FROM THE BLOOD OF THOSE MURDERED (ΤΡΑΓΟΥΔΙ ΑΠΟ ΤΟ ΑΙΜΑ ΤΩΝ ΔΟΛΟΦΟΝΗΜΕΝΩΝ) is as ancient as the hills of Greece. There is a tradition among the women of the Maniates, from whom Galás is descended, of spontaneous and ecstatic lament on the death of one of their people. This is especially associated with blood-feud among the villages, the tradition of vendetta. SONG FROM THE BLOOD OF THOSE MURDERED is dedicated to the victims of the Greek junta, those tortured and killed during the dictatorship of 1967-74. The power of the piece is drawn from the blood-soaked earth. It is channeled through the witch/shaman persona of Galás. As the piece progresses, one experiences the rage and grief of the victims’ kin, the invocation of the goddess, the swearing of vengeance and casting of the curse. Whereas the many voices of SONG FROM THE BLOOD OF THOSE MURDERED are raised with a common purpose, the single performer of PANOPTIKON is diffracted into a multiplicity of personalities, often in conflict with each other. The opposition between these characters, with their distinctive emotive states, modes of vocal production and manner of declamation is further underscored by the use of contrasting electronic signal processing and spatial distribution.&#8221;</p>
<p>Erscheinen wird das Album Ende Oktober erstmalig auf CD. Eine Vinylversion wird Ende des Jahres folgen.</p>
<p>Hören kann man das gesamte Album auf Soundcloud<a href="https://soundcloud.com/virtuallabel/sets/diamanda-galas-diamanda-galas/s-6rE1USaXPJl"> hier</a>.</p>
<p>@ <a href="https://diamandagalas.com/">Diamanda Galás</a></p>
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		<title>Diámánda Galás bringt frühes Album The Litanies of Satan neu heraus</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 04:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Diamanda Galás]]></category>
		<category><![CDATA[Intravenal Sound Operations]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Mai bringt Diámánda Galás ihr Album &#8220;The Litanies of Satan&#8221; auf ihrem eigenen Intravenal Sound Operations-Label neu heraus. Das zwei längere Tracks umfassende Werk, das zum Teil auf dem Gedicht &#8220;Les Litanies de Satan&#8221; aus Charles Baudelaires Les &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/17/diamanda-galas-bringt-fruhes-album-the-litanies-of-satan-neu-heraus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Mai bringt Diámánda Galás ihr Album &#8220;The Litanies of Satan&#8221; auf ihrem eigenen Intravenal Sound Operations-Label neu heraus. Das zwei längere Tracks umfassende Werk, das zum Teil auf dem Gedicht &#8220;Les Litanies de Satan&#8221; aus Charles Baudelaires <em>Les Fleurs du Mal</em> basiert, erschien erstmals 1982 by Y Records und wurde für die neue Auflage neu gemastert. Für Sommer sind außerdem neue Arbeiten angekündigt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/litanies.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-20149" title="litanies" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/litanies.jpg" alt="" width="596" height="600" /></a></p>
<p><a href="http://diamandagalas.com/"><strong><span id="more-20131"></span>Diámánda Galás @ Home</strong></a></p>
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		<title>DIAMANDA GALÁS: At Saint Thomas the Apostle Harlem</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Aug 2017 06:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Cesare Pavese]]></category>
		<category><![CDATA[Diamanda Galás]]></category>
		<category><![CDATA[Ferdinand Freiligrath]]></category>
		<category><![CDATA[Intravenal Sound Operations]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Brel]]></category>
		<category><![CDATA[Saint Thomas The Apostle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganze neun Jahre nach „Guilty, Gultiy, Guilty“, einer Sammlung von Konzertmitschnitten aus Neuseeland und den USA, ist Diamanda Galás in diesem Jahr mit gleich zwei Longplayern zurückgekehrt. Während &#8220;On All the Way&#8221; sowohl Live-Aufnahmen von verschiedenen Konzerten als auch Studiotracks &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/26/diamanda-galas-at-saint-thomas-the-apostle-harlem/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/galasatsaintthomas.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14068" title="galasatsaintthomas" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/galasatsaintthomas-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganze neun Jahre nach „Guilty, Gultiy, Guilty“, einer Sammlung von Konzertmitschnitten aus Neuseeland und den USA, ist Diamanda Galás in diesem Jahr mit gleich zwei Longplayern zurückgekehrt. Während &#8220;On All the Way&#8221; sowohl Live-Aufnahmen von verschiedenen Konzerten als auch Studiotracks enthält, ist die vorliegende Veröffentlichung ein etwas gekürzter Mitschnitt eines im letzten Jahr in New York gespielten Konzerts. Auf beiden Platten basiert Galás&#8217; Gewaltmusik wieder nur auf Gesang und Piano, auf beiden finden sich zudem nur Stücke, die nicht<span id="more-14067"></span> aus ihrer eigenen Feder stammen, sondern Coverversionen und literarische Vertonungen, denen die für ihre einschüchternde Expressivität bekannte Sängerin eine eigene, ihrer intendierten Aussage entsprechende Gestalt verliehen hat.</p>
<p>Für Galás selbst haben die neuen Stücke eines gemein, sie sind &#8211; wie im Grunde fast alle ihre vorherigen Arbeiten &#8211; &#8220;Death Songs&#8221;, die den zentralen menschlichen Konflikt, auf den sich jede Sehnsucht und jede tragische Anstrengung herunterbrechen lässt, zum Thema haben &#8211; das Ringen des Menschen mit dem Tode, aber auch mit dem Leben, dem Weiterleben angesichts der Sterblichkeit und ihrer untrüglichen Zeichen. Gálas ist also im Grunde bei ihrem zentralen Thema, aber sie geht dieses allgemeiner und umfassender an als auf vielen der früheren Alben. Ein durchgehender Zug und m.E. das Charkteristikum, dass das tragische Ringen am deutlichsten illustriert, ist der stete Widerstreit zwischen einem genügsamen, fast friedvollen Einvernehmen und einem gleizeitig vorhandenen Aufruhr, dem stets lodernden und in regelmäßigen Abständen eskalierenden Gefühl von Wut und Verzweiflung, das so mitreißend ist, dass Gálas&#8217; Handschrift schon dadurch den Ursprung der Songs im Werk anderer fast vergessen macht.</p>
<p>Schon im Operner, einem kunstliedartig vertonten Gedicht von Cesare Pavese, zeigt sich dieses Gefühlsgemisch. Die anfangs zaghaften Klavieranschläge und die lyrische Schönheit der melodischen Passagen passen zu dem genügsamen Sprachfluss des Textes, dessen Titel auf deutsch &#8220;Der Tod wird kommen und deine Augen haben&#8221; bedeutet. Doch Gálas&#8217; tremolierender Sopran wird schnell gepresster, schriller und zeigt, dass manche Schönheit ihren Preis hat und einer emotionalen Tortur gleichkommen kann. Ich fragte mich an vielen solchen Stellen, wie viel Galgenhumor da mitschwingen mag &#8211; die wenigen Momente, wo ich diesen auszumachen glaubte, erschien er in Form kleiner Enklaven eines comic relief, der die kompromisslose Ernsthaftigkeit der Songs nur umso mehr hervorhebt.</p>
<p>Es ist schwer, einzelne Stücke herauszupicken, den alle haben etwas Episches, und von der leicht hallastigen Aufnahme kann man auf eine beeindruckende Liveerfahrung in dem mittelgroßen, heute wohl als Musik-Location fungierenden Kirchengebäude schließen. Das griechische &#8220;Anoixa Petra&#8221; switcht von rollenden Pianosoli zu tiefen Stimm-Beiträgen, von fast heiteren zu erschöpften Momenten und zeigt, das die Sängerin dann am überwältigendsten ist, wenn sie selbst überwältigt wirkt. Auf dem Jazzsong &#8220;Angels&#8221; immitiert sie Albert Aylers Saxophon mit einer stimmlichen Echolalie. Das einzige Stück in deutscher Sprache ist zugleich eines der berührendsten &#8211; Gálas machte aus Ferdinand Freiligraths eindringlichen &#8220;Oh lieb, so lang du lieben kannst&#8221; den elegischen Song &#8220;Die Stunde Kommt&#8221; &#8211; mit eigenwilligen Phrasierungen formt sie, mehr als durch die Wirkung ihres Akzents, die Sprache des Gedichtes um und macht dieses zu einem enormen Plädoyer für die Kraft des Verzeihens.</p>
<p>Dass Gálas auch eine fähige Rollenspielerin ist, fällt auf, wenn sie zwischendrinn immer wieder von der exaltierten in eine eher derbe Ausdrucksweise fällt. Dies hat seine größten Momente in einem schon von früheren Performances her bekannten Song, nämlich in dem von hämmernden Klaviertasten vorangetragenen Gospel-Stück &#8220;O Death&#8221;, bei dem sich ihre Stimme guttural im tiefsten Schlamm wälzt, sowie bei zwei Jacques Brel-Interpretationen. Ich bin angesichts der Versionen von Scott Walker und John Denver eher gegen weiteren &#8220;Amsterdam&#8221;-Cover, aber Gálas tendentiell monoton-kehlige Version ist so weit vom Original entfernt, das sie jeden überflüssigen Hommage-Charakter verliert, und wenn der Song gegen Ende dann doch noch melodisch wird, scheint ein Damm gebrochen und der furiosen Klage über Verfall und Absurdität kein Halt mehr gegeben.</p>
<p>Man kann &#8220;At Saint Thomas The Apostle, Harlem&#8221; und &#8220;On All the Way&#8221;, das aus Gálas&#8217; Repertoire bekannte Songs wie &#8220;The Thrill is Gone&#8221; und &#8220;Round Midnight&#8221; enthält, als Geschwisteralben betrachten, aber ich gebe dem reinen Konzertmitschnitt aufgrund seines kohärenten emotionalen Narrativs den Vorzug, aufgrund seiner Bandbreite an Stimmungen ist es außerdem ein Album, das sich für den Einstieg lohnt. Der anfangs genannte Widerstreit zwischen Wut und besinnlichem Einvernehmen &#8211; im Laufe des Konzertes wird klar, dass beides immer mehr zu einem einzigen Gefühl wird, vielleicht weil man in den blanken Emotionen diffus spürt, wie sehr auch die eruptive Emotionalität ganz selbstverständlich angenommen wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Intravenal Sound Operations</strong></p>
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