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	<title>African Paper &#187; Italo Calvino</title>
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		<title>AIDAN BAKER / GARETH DAVIS: Invisible Cities</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2018 06:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ein Album durch Titel und Hintergrundinformationen auf ein Werk beispielsweise der Literatur verweist, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Musik das Buch interpretiert oder im anderen Medium neu umzusetzen versucht. Das Buch kann aber, wenn es nicht völlig &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/12/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/bakerdavis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15081" title="bakerdavis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/bakerdavis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn ein Album durch Titel und Hintergrundinformationen auf ein Werk beispielsweise der Literatur verweist, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Musik das Buch interpretiert oder im anderen Medium neu umzusetzen versucht. Das Buch kann aber, wenn es nicht völlig quer zur Stimmung eines Albums liegt, einen Zusammenhang stiften, durch den die Musik eine weitere Bedeutungsnuance erhält.<span id="more-15080"></span></p>
<p>Der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der v.a. von Oiseaux-Tempetes her bekannte Bassklarinettist Gareth Davis haben sich zu ihrem ersten gemeinsamen Album „Invisible Cities“ von dem gleichnamigen Roman inspirieren lassen, in dem Italo Calvino den Entdecker Marco Polo auf Kublai Khan, den mongolischen Herrscher über das damalige China treffen lässt. Der Khan ist von den weiten Reisen seines Gastes fasziniert und bittet ihn um möglichst sinnliche Beschreibungen der zahlreichen Städte, die er auf seinem Weg durch Vorderasien durchquert hat. Zeitlebens ein verspielter Fabulierer, lässt Calvino auch die verbreitete Vorstellung anklingen, Polo sei ein Hochstapler gewesen, und die Frage, ob dem Herrscher die für ihn nicht sichtbaren Städte in der Illusion sichtbar werden, lässt er offen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund füllen sich die entspannten, teils meditativ anmutenden, teils aber auch tief melancholischen Soundscapes aus ambienten Dröhnflächen, unverschnörkelten Klarinettenfiguren und knapp bemessenen Field Recordings mit Leben &#8211; wenn man sich auf dem Subtext einlässt und die Fantasie die entsprechenden Assoziationen zulässt. Die meisten Passagen des Albums sind von getragener Gangart und von zahlreichen Spannungsmomenten durchzogen, so z.B. wenn der ambiente Hintergrundsound in hektisches Tremolieren gerät oder wenn Davis&#8217; ornamentale Figuren sich vom sicheren Dronefundament lösen, in Sirenenheulen oder freejazzige Sekundenfreakouts münden, und für Momente alles möglich scheint. Bei den dunklen Landeflügen vor in Nebel gehüllten Skylines und dem müden Gang durch düstere Gassen, die man hier in guter alter Doomjazzmanier assoziieren kann, muss das nicht unbedingt etwas Gutes heißen. Meist jedoch sind beide Musiker mit ihren Beiträgen im Einklang, wiegen Ohr und Gemüt in sicherer, mollastiger Abgeklärtheit. In manchen Momenten gerät die Musik so still, dass die Orte eher unhörbar werden – und vielleicht gerade deshalb vor dem geistigen Auge an Konturen gewinnen.</p>
<p>Im dritten der vier Abschnitte verlässt das Motiv der City sogar für einige Minuten den Bereich des Möglichen und manifestiert sich in einer greifbaren Straßenszene. Hier dominieren Aufnahmen von Motoren, Dialogfetzen und andere Klänge rühriger Geschäftigkeit das Bild, das dann auch gleich weniger abgedunkelt erscheint. Da Davis viel mit den Sturmvögeln unterwegs war, könnten die Aufnahmen theoretisch aus Istanbul oder Beirut stammen, doch dazu fehlen mir Informationen. Orientalisches, ganz ohne exotischen Kitsch, klingt aber ganz dezent in einigen der Bläserpassagen an, womit eine weitere Brücke zu den Reisen des berühmten Venezianers am Horizont auftaucht.</p>
<p>Am Ende bleibt der Eindruck eines intensiven Hörerlebnisses und einer für eine erste Kollaboration überraschend runden Sache, der auch diejenigen ein Ohr leihen sollten, die beim Werk des arbeitswütigen Baker nicht ganz zu Unrecht über die eine oder andere Repetition klagen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
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		<title>LUCRECIA DALT: Syzygy</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2013 06:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach all den traurigen Mädchen, die in den letzten Jahren von Musikindustrie und Presse wie Säue durch die Dörfer getrieben wurden, mag man kaum noch darauf hinweisen wollen, dass Lucrecia Dalt nicht nur eine virtuose Klangkünstlerin, sondern auch eine talentierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/11/16/lucrecia-dalt-syzygy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lucreciadaltsyzygy.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7890" title="lucreciadaltsyzygy" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lucreciadaltsyzygy-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach all den traurigen Mädchen, die in den letzten Jahren von Musikindustrie und Presse wie Säue durch die Dörfer getrieben wurden, mag man kaum noch darauf hinweisen wollen, dass Lucrecia Dalt nicht nur eine virtuose Klangkünstlerin, sondern auch eine talentierte Sängerin und Songschreiberin ist. Die Kolumbianerin mit Wohnsitz in Barcelona und Berlin hätte aus ihren Alben „Commotus“ und dem neuen „Syzygy“ makellos runde Popwerke mit Auteur-Anspruch machen können, doch ihr stand der Sinn nach mehr. Ihre reduzierte Elektronik könnte sehr kühl und trocken ausfallen, doch auch das wäre ihr vermutlich zu gewöhnlich und vorhersehbar gewesen. Das<span id="more-7889"></span> Besondere allerdings ist, dass all diese ungenutzten Stereotypen in jedem der neun „Syzygy“-Songs ihre Spuren hinterlassen, schemenhaft genug, um die Spannung zu halten, und doch deutlich genug, um die Musik nicht vollends im Abstrakten aufgehen zu lassen.</p>
<p>Ihre Stücke sind durchweg kompakt und von einem permanenten Pulsieren in Bewegung gehalten – schlichte Songs wären sie vermutlich schon dann, wenn ihr fragiler Sopran nur eine Idee mehr im Vordergrund stünde, statt ein integraler Teil des Soundmusters zu sein, in dem klein Klang, kein Akkord, kein Takt zu viel ist. Natürlich würde man auch dann den repetitiven Grundzug der Musik bemerken, der sich in unterschiedlichem Tempo durch das Album zieht und an gemessene Herzschläge erinnert. Auch dann noch würde man über die kleinen Kontraste stolpern, wenn die groovige Bassspur beispielsweise von dramatischen Streicherparts konterkariert wird und im Nu einen ganz eigenen ästhetischen Kosmos entstehen lässt. Doch viele der subtilen Eigenheiten würden dann weit mehr in den Hintergrund rutschen: merkwürdig surreale Klanggebärden, undefinierbares Vibrieren und befremdendes Knistern und Knacken und weitere kleine Grotesken. Öffnet man sich diesen Dingen, bekommt das Album eine ganz eigene Düsternis, in der immer auch Raum für comic relief vorhanden ist. Die Vocals, mal in Englisch, mal in Spanisch oder Catalan, fügen sich überraschend gut ein, das unwirkliche Sounderlebnis lässt sie sogar noch intimer wirken.</p>
<p>Triphop? Sicher nicht im Sinne der 90er, doch auch diesmal ist offenkundig, wie sehr Dalt den typischen Bristoler Harmonien, Klangfarben und Stimmungen verbunden ist. Doch ihre Weigerung, runde Songs zu machen, entfaltet nirgendwo eine solche Wirkung, wie in ihrem eigenwilligen Umgang mit diesen Bezügen. Triphop und verwandte Electronica werden auf einige wesentliche Elemente heruntergebrochen und zusammen mit diversen Filmreferenzen (Antonioni, Bergman, Godard u.a.) und literarischen Zitaten (Benjamin, Calvino u.a.) in den endlosen Fluss des Pochens, Summens und Tönens geschickt. Durch diese neue Bestimmung werden all diese Bezüge ihres musealen Status enthoben, und an der Stelle offenbart auch der Titel seinen Sinn: &#8220;Syzygy&#8221;, ein Begriff, der auch Troum jüngst zu einem Album inspiriert hat, steht in den unterschiedlichsten Wissenschaften für Verschmelzung.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://direkt.humanearmusic.de/">Human Ear Music</a></strong></p>
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