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	<title>African Paper &#187; Jah Wobble</title>
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		<title>HOLGER CZUKAY: Der Osten Ist Rot_Rome Remains Rome</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 07:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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<div><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/czukayostenrome.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9097" title="czukayostenrome" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/czukayostenrome-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit einem knappen Jahr widmet sich Groenland Records der löblichen Aufgabe, wesentliche Teile des Werks von Holger Czukay wieder zugänglich zu machen, und so erschienen letzten Herbst die Wiederveröffentlichungen des Albums &#8220;On the Way to the Peak of Normal&#8221; und des einmaligen Projektes Les Vampyrettes. Dass seine klassischen LPs &#8220;Der Osten ist rot&#8221; und &#8220;Rome Remains Rome&#8221; im Zuge dessen nicht komplett neu aufgelegt werden, ist sicher dem Bekanntheitsgrad des Materials und somit dem weniger großen Nachholbedarf geschuldet.<span id="more-9094"></span></div>
<p>Auf den beiden 10&#8221;-Scheiben findes sich lediglich eine Auswahl der ursprünglichen Albumtracks, die allerdings durch drei aktuelle Remixe aus Czukays eigener Hand ergänzt worden ist. Diese Neuinterpretationen bilden auch gleich den Auftakt des Releases, und wenn die Versionen von &#8220;Music in the Air&#8221;, &#8220;Sudetenland&#8221; und &#8220;Der Osten ist Rot&#8221; eines teilen, dann den noch offenkundigeren Kollagencharakter der Stücke. Der markante Titelsong ist dabei recht einfach und unverquast gestaltet &#8211; der Osten ist rot wie die aufgehende Sonne und die kommunistische Heilslehre, so rot wie eine Quelle der Kraft, vor der man sich gleichsam fürchtet. Bei den anderen Mixes sieht man sich einem mosaikartigen Klänge- und Stimmengewirr gegenüber, das auf Dramatik setzt und nur gelegentlich der Harmonisierung Raum gibt. Der slawische Frauenchor in &#8220;Sudetenland&#8221; unterstreicht den biografischen Tenor, der, wenngleich oft latent, an vielen Stellen von Czukays Werk zur Sprache kommt.</p>
<p>Der in seinen urspünglichen Formen belassene Rest ist gröber und kantiger. Wer die Originale zum ersten mal hört, lernt hier eine große Bandbreite an Komponenten kennen, die nicht zuletzt auch dem Zusammenspiel mit einer Gruppe an Kollaborateuren geschuldet ist: CAN-Kollege Jaki Liebezeit, Dub-Waver Jah Wobble (u.a. P.I.L.) sowie diverse Stimmen bringen eine krude Mischung an sakralen, jazzrockigen, cabaretartigen und nicht zuletzt new-wavigen Elementen zustande, die nicht nur überraschend stimmig ist, sondern den in gerade in Deutschland so interessanten Übergang von den krautigen 70ern zu den NDW-geprägten frühen 80ern illustriert.</p>
<p>Schade dennoch, dass nicht beide Alben komplett neuveröffentlicht worden sind. Alles in allem also eine interessante Einführung in eine der wichtigen Werk- und Umbruchsphasen des Musikers.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Groenland</strong></div>
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		<title>HOLGER CZUKAY: On The Way To The Peak Of Normal</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 01:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/holgerczukaypeakofnormal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7825" title="holgerczukaypeakofnormal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/holgerczukaypeakofnormal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit einigen Jahren macht sich Herbert Grönemeyer als Verleger mit der Wiederveröffentlichung bekannter und obskurer Releases aus den Annalen des Krautrock verdient. Zu den diesjährigen Wegmarken zählt u.a. das von großen Namen gespickte Conny Plank-Tribute, alsbald sollen die wenigen Aufnahmen des kurzlebigen Bandprojektes Les Vampyrettes wieder zugänglich gemacht werden, das der Produzent zusammen mit CAN-Bassist Holger Czukay betrieb. Auch von Czukay selbst ist die Neuauflage vergriffener Musik geplant, und den Auftakt macht sein zweites Soloalbum „On The Way To The Peak Of Normal&#8221;, das 1981 bei Electrola erschienen ist.<span id="more-7824"></span></p>
<p>Was immer Czukay sich in den frühen 80ern unter dem Gipfel des Normalen vorgestellt hatte, wenn der Weg dahin derart entspannt verläuft wie die improvisierten Stücke des Longplayers, kann ich mir darunter keinen allzu trostlosen Ort vorstellen. Alle Zeichen stehen auf langsamen Grooves, benahe friedvollen Jazzgitarren und psychedelisch tremolierenden Surftwangs, Conny Planks begleitende Echospielereien tun ihr übriges, um eine in sich ruhende Gelöstheit aufkommen zu lassen. Zusammen mit der schlichten Wiederholungsstruktur einiger Passagen lässt dies die Länge der Stücke nahezu irrelevant erscheinen. Wer sich darunter allerdings Hippies kleine Nachtmusik vorstellt, den muss der verspielte Jamcharakter überraschen, mit dem Czukay und Kollegen, allen voran Drummer Jaki Liebezeit, derart stimmige Tempowechsel, Brüche und Umwege hinbekommen, wie sie nur in spontaner Unbekümmertheit entstehen können. Auch die verstreuten stimmlichen Äußerungen – ekstatisches Stöhnen und Jammern, das sich aus zunächst kaum hörbaren Flüsterstimmen herauskristallisiert – ist Teil der eher frickelig verspielten Seite der Musik und geht wohl auf die obskursten Gäste, die NDW-Kapelle S.Y.P.H. (Saufender Yankee Prügelt Homo) zurück.</p>
<p>Seltsam unscheinbar ist diese Musik auf den ersten Eindruck, doch ist man erst einmal von ihrer geheimen Wucht erfasst, fragt man sich, ob man vielleicht nur durch dreißig weitere Jahre Popgeschichte abgstumpt ist, um nicht beim ersten Ton zu bemerken, dass hier mehr als entspanntes Geklimper im Gange ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://groenland.com">Groenland</a> </strong></p>
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