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	<title>African Paper &#187; Japanoise</title>
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		<title>V.A.: Seitō: In the Beginning, Woman Was the Sun</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Aug 2019 05:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitō, das übersetzt Blaustrumpf oder blauer Strumpf bedeutet, war eine literarische Zeitschrift, die von 1911 bis zu ihrem Verbot 1916 in Tokyo herausgegeben wurde und sich zum Ziel setzte, der japanischen Frau eine Stimme zu geben bzw. diese aus ihrer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/08/17/v-a-seito-in-the-beginning-woman-was-the-sun/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/seito.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18295" title="seito" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/seito-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seitō, das übersetzt Blaustrumpf oder blauer Strumpf bedeutet, war eine literarische Zeitschrift, die von 1911 bis zu ihrem Verbot 1916 in Tokyo herausgegeben wurde und sich zum Ziel setzte, der japanischen Frau eine Stimme zu geben bzw. diese aus ihrer aufgezwungenen Marginalität zu befreien. Wie der Titel der Publikation schon nahelegt, war der Ansatz stark von der europäischen Frauenbewegung inspiriert, doch wenn die als leitende Herausgeberin fungierende Feministin Hiratsuka Raichō in einem zentralen Text auf den<span id="more-18294"></span> Shinto-Schöpfungsmythos verwies und schrieb &#8220;When Japan was born, woman was the sun, the true human being&#8221;, knüpfte sie auch an eigene Traditionen an und implizierte, dass die Frau in der japanischen Kultur nicht von Beginn an eine marginale Stellung innehatte. Die Ungleichbehandlung galt so als Verfallserscheinung.</p>
<p>Auch wenn man sich mit experimenteller japanischer Musik befasst, unter der das fettestgedruckte Schlagwort sicher nach wie vor Noise ist, könnte man den Eindruck bekommen, dass es sich dabei weitgehend um Männerdomänen handelt &#8211; eine Klischeevorstellung letztlich, denn sobald man sich unter der üblichen medialen Wahrnehmungsgrenze umschaut, wird man auch in den abseitigeren Klangkünsten einige interessante Musikerinnen finden. Vermutlich war es auch diese Unterrepräsentiertheit, die die Kuratoren der vorliegenden Compilation dazu bewegte, einen Querschnitt interessanter japanischer Experimentalmusikerinnen zu präsentieren. Titel und Untertitel erinnern an den vor hundert Jahren stattgefundenen Diskurs, und auch die Musik reicht auf Referenzebene bis in diese Zeit zurück.</p>
<p>Noise in brachialer Form, wie man ihn hierzulande gerne mit Japan assoziiert, findet sich kaum in der kleinen Anthologie, vielleicht um den Fokus mehr auf subtile Herangehensweisen zu legen. Als Stilmittel innerhalb einzelner Stücke spielt Lärm aber eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vielschichtiges Rauschen und Prasseln sowie hohe Sinustöne überdecken irgendwann den an einen Countertenor erinnernden Gesang Fuji Yukis, und auch wenn sich die verschiedenen Soundschichten immer neu verschieben, stellt sich irgendwann eine monumentale Wirkung ein. Auch bei Kiki Hitomi droht der schleppende Takt und der unheimliche, an ein zombifiziertes Weihnachtslied erinnernde Gesang unter einer Schuttlawine begraben zu werden. Eher verspielt wirken dagegen die Radiosamples und Effekte der in Düsseldorf lebenden Miki Yui.</p>
<p>Einige Beiträge beinhalten Referenzen auf ältere Musik klassischer oder populärer Art, was selbst durchaus Tradition hat, wenn man bedenkt, dass Künstler wie die Group Ongaku schon in den 60ern im Zeichen des Fluxus traditionell japanische Klänge mit Geräuschen des Alltags kombinierten. Mikado Kiko etwa samplet eine Aufnahme des bekannten Songs „Fukagawa Bushi“ aus den 20ern, bei der die Sängerin und Geisha Fumikichi Fujimoto (1897-1976) in anrührender Art und mit Saitenspiel begleitet eine Kriegsgeschichte in einen Song packt. Exotik, die man in die alte Aufnahme projizieren könnte, wird in Mikado Kikos Palimpsest jedoch nicht durch lärmende Verfremdung, sondern durch groovige Dubstep-Rhythmen durchbrochen. Kakushin Nishihara kontrastiert monotones Saitengeschmetter mit drängenden Vocals und einem Fundament aus rauem Noiserock, wohingegen Kuunaki – ein Trio, zu dem die Noise-Musikerin Yuko Araki zählt – mit Rasseln, Pauken und einem kraftvoll-melodischen Gesangspart zum Kampf trommeln. Martialisch geht es auch in Keiko Higuchis Version des traditionellen Songs „Okesa Bushi“ zu, dass übersetzt „Nähende Kriegerinnen“ heißt. Schleppende Klavierakkorde und eindringlicher Gesang steigern sich zu einem furiosen Crescendo, dass all die Kämpfe, von denen diese Musik kündet, noch einmal Revue passieren lässt.</p>
<p>Thematisch knüpft der Sampler ganz gut an die Anthologie „Art of the Muses“ (Syrphe Records 2012) an, die z.T. ähnlich geartete Musikerinnen aus ganz Ostasien vorstellte. Mehr noch im Fokus auf die Geschichte weiblicher Kreativität eines bestimmten Landes liegt die Besonderheit von „Seitō“ aber in der forschen, kämpferischen Ausrichtung der ansonsten recht unterschiedlichen Musik, die dann auch ganz gut zu dem passt, was man sich hierzulande unter einem Blaustrumpf vorstellt. Der einzige Wermutstropfen ist die Kürze der Veröffentlichung, denn zu dem Thema hätte sich bestimmt noch mehr finden lassen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.akuphone.com ">Akuphone</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=36849367/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>CONTROLLED DEATH: Evil Discharge</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2019 02:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sucht man ein Äquivalent zu Napalm Deaths „You Suffer“ &#8211; das es als kürzestes Stück ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat &#8211; im Bereich von Performances, so ist man mit den Auftritten Masonnas sicher nicht schlecht bedient, ist/war doch nach &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/11/controlled-death-evil-discharge/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/controlledeath2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17697" title="controlledeath" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/controlledeath2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sucht man ein Äquivalent zu Napalm Deaths „You Suffer“ &#8211; das es als <a href="https://web.archive.org/web/20120929203844/http://www.ocweekly.com/2006-03-09/music/extreme-extremeness/">kürzestes Stück</a> ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat &#8211; im Bereich von Performances, so ist man mit den<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ylDuOmEoZx0"> Auftritten Masonnas</a> sicher nicht schlecht bedient, ist/war doch nach drei, vier Minuten alles gesagt/geschrien/zerstört/versehrt. Selbst im Kontext von anderen Japanoise-Acts war das Einmannprojekt Maso Yamazakis noch einmal übersteigerter.</p>
<p><span id="more-17683"></span>Zieht man zum Beispiel als Vergleich ein besonders rabiates Merzbow-Album heran (<a href="https://merzbow.bandcamp.com/album/dharma">nicht notwendigerwiese immer eine Tautologie</a>) &#8211; für den prädigitalen Merzbow ist das jüngst<a href="https://merzbow.bandcamp.com/album/venereology"> remasterte „Venereology“</a>  immer noch ein Referenzwerk- so sind die von irren Schreien durchzogenen, oft kurzen und chaotischen Stücke Masonnas um einiges manischer, hysterischer und eruptiver.</p>
<p>In den letzten Jahren gab es wenig neue Studioaufnahmen – zuletzt <a href="https://www.discogs.com/Masonna-Bursting-Absolute-Moods/release/13524143">erschien unveröffentlichtes frühes Material</a>. Stattdessen begann Yamazaki <a href="https://www.facebook.com/masonnaofficial/photos/a.1187996254556905/1515927908430403/?type=3&amp;theater">2017</a> mit Controlled Death ein neues Projekt, das bezogen auf Namen, Klang und Ästhetik nicht mehr so viel mit Masonna zu tun hat, sondern sich eher am Death Industrial orientiert.</p>
<p>Nach der umfangreichen, aus CD, LP und zwei Tapes bestehenden und auf Throbbing Gristle anspielenden <a href="https://www.discogs.com/Controlled-Death-Journey-Through-A-Dead-Body-Deathwish-Tapes-1-3/release/13116321">„Journey Through A Dead Body/Deathwish Tapes“</a>-Veröffentlichung  gibt es nun als kurzes Gegenstück mit &#8220;Evil Discharge&#8221; eine One-Track Flexidisc. Die Aufnahmen von Controlled Death basieren primär auf<a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/32/Korg_MS-20.jpg/1024px-Korg_MS-20.jpg"> Korg MS-20</a> und auf dieser fünfminütigen „bösen Entladung“ hört man ein zähflüssiges analoges Dröhnen und inmitten dieser Soundmasse eine Stimme, die zwischen Bedrohung (so ungefähr wie man sich Pazuzu nach durchzechter Nacht vorstellt) und Leid(en) changiert. Das Manische ist zur Depression geworden. Das ist dunkelste, äußerst unangenehme Musik, die zurecht nicht den Eindruck erweckt, als könne der Tod kontrolliert werden. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://oxen-label.com/">Oxen</a></strong></p>
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		<title>TORTURING NURSE VS. GOVERNMENT ALPHA: Split</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dieser lakonisch „Split“ genannten Doppel-CD treffen zwei gestandene Größen fernöstlicher Lärmkunst aufeinander. Der japanische Harshnoiser Yasutoshi Yoshida alias Government Alpha wurde hier bereits mehrfach vorgestellt, Torturing Nurse ist eine vierköpfige Band aus Shanghai und sicher die bekannteste Noisekapelle der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/02/11/torturing-nurse-vs-government-alpha-split/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/es611.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3713" title="es61" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/es611-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf dieser lakonisch „Split“ genannten Doppel-CD treffen zwei gestandene Größen fernöstlicher Lärmkunst aufeinander. Der japanische Harshnoiser Yasutoshi Yoshida alias Government Alpha wurde hier bereits mehrfach vorgestellt, Torturing Nurse ist eine vierköpfige Band aus Shanghai und sicher die bekannteste Noisekapelle der Volksrepublik China. Bekannt sind sie unter anderem für wütende Liveshows, die an Hijokaidan denken lassen, für ätzendes Gitarrenfeedback und eine visuelle Gestaltung, die gern mit Motiven spielt, die in weniger abgeklärten Zeiten als provokativ galten.<span id="more-3711"></span> Es ist nicht das erste mal, dass dieser Austausch zwischen Tokio und Shanghai stattfindet, und das simple wie durchschlagende Konzept scheint sich zu bewähren. Brutales japanisches Noisehandwerk trifft auf Unberechenbarkeit und – Achtung Klischee – Transgression aus der Stadt der Global Player. Was beide Projekte verbindet, ist die Lust an der unvermittelt eruptiven Klanggewalt und am Schrei.</p>
<p>Dem Eindruck nach ist die Vorliegende 2CD die Persiflage eines Konzeptalbums, und selbst das im ganz basalen Sinne, wie es der unverquasten Direktheit der Akteure entspricht: Dunkle Leidenschaften, ganz kurz angeschnitten – so oder schlimmer ließe sich der thematische Rahmen grob fassen, und dass man um die Musik keine allzu großen Worte machen muss, ist keinesfalls abwertend zu verstehen und spricht im Harsh Noise ohnehin meist für die Sache. Auf der ersten Seite tobt sich die jüngere Gruppe (Torturing Nurse ging 2004 aus diversen Experimental/Post Punk/No Wave-Bands hervor) auf knapp hundert Noisefragmenten aus, die erwartungsgemäß in keinem Fall die Minutengrenze erreichen. „95 Songs of Sin“ bietet schrille Feedbacks, ultraverzerrte Schreikrämpfe, Brüche, die wie der Auftakt zu einem (selbstredend verweigerten) Breakcore-Stück anmuten, und wenn es etwas Konsequentes gibt, dann dass die Band durchweg an-archisch (un-beherrscht) zu Werke geht. Und natürlich der Tick mit der Kürze der Stücke, die immer ganz unvermittelt enden – so ähnlich müssen sich einst die Psychoanalyse-Patienten bei Jacques Lacan gefühlt haben, der aus therapeutischen Gründen seine Sprechstunden oft schon nach Minuten abrupt abbrach (einige Patienten brachten sich um). Ex negativo brachte Mastermind Junky Cao sein Konzept mal in einem lustigen Interview auf den Punkt: „I hate all kinds of rhythm and melody!“ Und Dauer hasst er im Moment wohl ganz besonders.</p>
<p>Auch die von Government Alpha unter dem Titel „32 Souls With Dark Desire“ bestrittene Seite zeichnet sich nicht gerade durch komplexe Rhythmik, melodische Vielfalt und epische Längen aus. Etwas mehr klangliche Varianz und Entwicklung, raue, flächige Sounds, die einem wie eine Splitlawine entgegen prasseln, deutlicheres Gebrülle. Eben Government Alpha, wie man ihn kennt und hören will. Und auf gewisse Weise löst er auch ein, was die erste Seite nur verspricht, nämlich das eine oder andere Noisebad, in das man für ein oder zwei Minuten abtauchen kann. Dass Yoshida auch als bildender Künstler und Illustrator einiges vorweisen kann, belegt die optische Gestaltung, für die zwei seiner gelungensten Kollagen Verwendung fanden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.geocities.jp/xerxes_alpha2001/">Xerxes</a></strong></p>
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		<title>MERZBOW: Marmo</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was schreibt man nach gut dreißig Jahren Bandbestehen über MERZBOW? Vorstellen muss man Masami Akita sicher niemandem, auch die wichtigsten Wegmarken seiner Karriere sind oft beschrieben worden. Bekannt sind seine Wandlungen vom analogen zum digitalen Kracherzeuger, seine Ausflüge in tanzbare &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/merzbow-marmo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/merzbowmarmo.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-208" title="merzbowmarmo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/merzbowmarmo.jpg" alt="" width="143" height="108" /></a>Was schreibt man nach gut dreißig Jahren Bandbestehen über MERZBOW? Vorstellen muss man Masami Akita sicher niemandem, auch die wichtigsten Wegmarken seiner Karriere sind oft beschrieben worden. Bekannt sind seine Wandlungen vom analogen zum digitalen Kracherzeuger, seine Ausflüge in tanzbare Gefilde, seine unzähligen Remix-Projekte. Ebenso die zahllosen Wiederholungen und Selbstzitate, die schiere Masse an Alben und kleineren Releases.<span id="more-207"></span></p>
<p>Teil seines Kultes ist die fließbandartige Veröffentlichungspraxis, die einem Begriff wie Industrial fast mehr zur Ehre gereicht als der Sound des Künstlers. Ohne mindestens ein Album pro Quartal wäre Merzbow nicht Merzbow, die Fans lieben ihn dafür, die Kritiker stöhnen auf, wohl wissend, dass sie sich der Wiederholungspenetranz nur anpassen können, wenn sie das Thema nicht gleich ganz umgehen wollen. Fand Autismus – und das ist hier keineswegs abschätzig oder auch nur flapsig zu verstehen – jemals sein perfektes künstlerisches Pendant, dann im unermüdlichen Schaffen des Japaners. Eine Spezialität seiner Arbeiten der letzten Jahre ist der Einbezug “akustischer” Instrumente in das kraftvolle metallische Rauschen. Was zum Beispiel in “Anicca” (2008) ein freejazzig bearbeitetes Schlagwerk war, ist im Opener von “Marmo” ein nach Ethno klingendes Holzblasinstrument, das sich aber nur eine Zeitlang gegen die Flut grobschlächtiger Metallbrocken und die unterschwelligen Perkussionsansätze durchzusetzen weiß.</p>
<p>„Marmo“ ist der italienische Begriff für Marmor, und laut Labelinfo ist das Album als Hommage an den venezianischen Marmor zu verstehen, für den sich der Musiker bei einer Konzertreise ebenso begeisterte wie für das Werk des Naturwissenschaftlers Leo Lionni, nach dessen Werk „Botanica Parallela“ die Stücke des Albums “Merzbotanica-parallela 1,2+3?&#8221; benannt sind. Sollte man die beiden Themen, auf die lediglich in den Titeln angespielt wird, auf die Musik übertragen, so dominiert allerdings wie erwartet der harte Stein über das durchaus vorhandene Organische.</p>
<p>Eine Schwachstelle Merzbow’scher Kunst ist bisweilen Akitas Abdriften in Richtung eines Sounds, der hierzulande mit Rhythm Noise assoziiert wird. Aber das passiert ihm eher aus Versehen, denn an die Klischees elektronischen Tanzkrachs wird in Akitas Universum sicher kein Gedanke verloren. Im weiteren Verlauf zieht Merzbow so manche Register seiner Standardkünste: Hintergründige Ambientteppiche, Spielereien mit dem Tempo, witzige Einsprengsel wie aus einem Glücksspielautomaten, und dann zuguterletzt auch wildes Getrommel auf Metallplatten und Bongos, wohl wie gewohnt vom Meister selbst traktiert.</p>
<p>“Marmo” erschien jüngst bei Old Europa Café, einem der zahllosen Labels der Band, und belohnt den Hörer zudem mit einem schön “psychedelischen” Faltcover, das mit seinen Federornamenten an Akitas derzeitiges Engagement für bedrohte Vogelarten erinnert. Auf weitere dreißig Jahre! (U.S.)</p>
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		<title>MERZBOW: Anicca</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/merzbow-anicca/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der japanische Noisefabrikant MASAMI AKITA ist so etwas wie das musikalische Pendant zum unlängst für sein Lebenswerk ausgezeichneten Filmemacher JESS FRANCO, und das verbindende Element ist beider Ruf als Rekordbrecher. Durch unermüdliches Dilettieren und Improvisieren bringen solche Leute ein enormes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/merzbow-anicca/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/merzbowanicca.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18" title="merzbowanicca" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/merzbowanicca-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der japanische Noisefabrikant MASAMI AKITA ist so etwas wie das musikalische Pendant zum unlängst für sein Lebenswerk ausgezeichneten Filmemacher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jess_Franco">JESS FRANCO</a>, und das verbindende Element ist beider Ruf als Rekordbrecher. Durch unermüdliches Dilettieren und Improvisieren bringen solche Leute ein enormes Werk zustande, das letztlich im Einzelnen rau und fragmentarisch bleiben muss und gerade dadurch an Reiz gewinnt. <span id="more-16"></span>An dieser Stelle kommt in der Regel der etwas naserümpfende Hinweis darauf, dass man bestimmt nicht alles von derartigen Künstlern kennen und besitzen muss. Zu Recht? Gewiss, jedoch gibt es auf diesem Planeten sicher mehr als eine Handvoll liebenswerter Verrückter, die jeden verfügbaren Schnipsel eines solchen Künstlers sammeln und sämtliche Informationen darüber wie ein Schwamm in sich aufsaugen – und schon solche Passionen rechtfertigen ein Werk in dieser Größe.</p>
<p>Gemeint ist damit in Akitas Fall ein Output von teilweise über zehn MERZBOW-Alben pro Jahr – und das seit 1980, die inoffiziellen Tonträger, von denen es Gerüchten zufolge mehrere hundert geben soll, nicht mitgerechnet. Möglich war dies anfangs natürlich nur im Kassettenformat, das wegen der bequemen Reproduzierbarkeit von Tapes unter Geräuschmusikern dieser Tage sehr beliebt war. Ab dem Ende der 80er stieg Akita dann nach und nach auf Vinyl und vor allem auf CD um, und die Liste seiner Labels liest sich mit <em><a href="http://www.xtr.com/"><span style="font-size: xx-small;">EXTREME</span></a></em>, <em><a href="http://www.alien8recordings.com/"><span style="font-size: xx-small;">ALIEN8</span></a></em>, <em><a href="http://www.dirter.co.uk/"><span style="font-size: xx-small;">DIRTER PROMOTIONS</span></a></em>, <em><a href="http://www.coldspring.co.uk/"><span style="font-size: xx-small;">COLD SPRING</span></a></em> und vielen anderen wie ein Who Is Who der (Post-)Industrial-Geschichte. Ich möchte den summarischen Teil über das Gesamtwerk möglichst kurz halten – zum einen, weil meine MERZBOW-Sammlung gemessen am Oeuvre bescheiden ist, vor allem aber, weil sich zum Genre des sogenannten „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Japanoise">Japanoise</a>“, zu Akitas Verwendung von Abfallgegenständen als Tonerzeuger, zu seiner Verknüpfung von extremer Musik und Sadomasochismus und nicht zuletzt zu einzelnen Tonträgern Vieles im Netz findet. Ledigleich den immer wieder kursierenden Redundanzvorwürfen möchte ich eine Hörprobe einiger seiner Klassiker wie &#8220;Music For A Bondage Performance&#8221;  oder das von <a href="http://www.myspace.com/johnzorn">JOHN ZORN</a> veröffentlichte &#8220;1930&#8243; entgegenhalten. Diese zeigen nämlich, dass selbst innerhalb eines Einzelwerks ganz unterschiedliche MERZBOW-Motive ein recht vielgestaltiges, wenn auch nicht immer innovatives Mosaik ergeben können: chaotische Lärmkaskaden, Synthieklänge, provisorischer Clubnoise, Dronefragmente, Metallperkussion, herkömmliche Instrumente, kuriose Sänger und einiges mehr.</p>
<p>Die in drei rund zwanzigminütige Abschnitte unterteilte CD „Anicca“ ist nicht nur exemplarisch für die dynamischeren Ambitionen des Künstlers, der seine Hörer in gewissen Abständen gerne einem rhythmischen Hochgeschwindigkeitsrausch aussetzt. Sie gehört auch wieder zu den Aufnahmen, bei denen Akita zeitweise über seinen heute meist elektronisch erzeugten Standardnoise hinausgeht und akustische Klangerzeuger integriert. Im Fall des Openers „Anicca Part.1“ ist dies ein selbst eingespieltes Schlagzeug, dessen unkontrolliert wirkende Bearbeitung an die extremen Momente des Freejazz erinnert. Passend zu den hintergründigen Geräuschloops kommt es dabei allerdings zu keinen unberechenbaren Breaks und Tempuswechseln, was dem ekstatischen Rhythmus angesichts der schnellen Gangart einen umso hypnotischeren Effekt verleiht. Dieser Geradlinigkeit dankt sich einmal mehr auch der Eindruck des Vitalen und des gewollt Primitiven, der MERZBOW seit jeher anhaftet, und auf den auch die vegetative Natur anspielen mag, die sich auf dem Coverartwork der bedeutungslosen Ruinen menschlicher Zivilisation bemächtigt. Weitere (handgemachte) Instrumente werden in den Liner Notes erwähnt, sind aber kaum in ihrem individuellen Klang zu erkennen und gehen in der rauschigen Lärmwolke auf. Gerade dieses Stück, dessen Mixtur aus Verzerrtheit und Schnelligkeit der Noise-Hörer wohl eher noch bei Akitas Kollegen von <a href="http://www.artnotart.com/gero/">THE GEROGERIGEGEGE</a> suchen würde, ruft die von Beginn an intendierte physische Wirkung dieser Musik, über die man sich u.a. bei <a href="http://www.sterneck.net/musik/sound-culture/index.php">WOLFGANG STERNECK</a> informieren kann, ins Bewusstsein: Wen es nicht mitreißt, der wird niedergetrampelt.</p>
<p>Beim zweiten Teil, der klanglich homogener ist und vielleicht noch am ehesten an frühere Arbeiten anknüpft, könnte man kurzzeitig der akustischen Täuschung einer manipulierten Gitarre auf den Leim gehen. Ansonsten bleibt der Lärm hier eher abstrakt und regt kaum zu Spekulationen über seinen Ursprung an, was den Track in seiner etwas verhalteneren Gangart hinter das erste Stück zurückfallen lässt. Die Körpererfahrung reduziert sich hier wieder auf den Hörsinn und verweist auf den tautologischen Charakter der Forderung nach einer physischen Musik-Erfahrung. Der etwas komplexer aufgebaute Schlusspart dagegen ergänzt das verzerrte Klangbild durch Hochfrequenztöne und analoge Synthieklänge – alles bei gleichbleibendem Tempo und konsequenter Hektik, die das Ganze dann doch zu einer runden Sache machen.</p>
<p>Insgesamt ist „Anicca“ ein Album, das zumindest partiell eine Hervorhebung verdient, da es zunächst in Sachen Brutalität und Geschwindigkeit viele bekannte Veröffentlichungen aus der Bandgeschichte überragt. Dass es nach dem ersten Drittel Altbekanntes bietet, ist schade, musikalisch aber durchaus nicht reizlos. Die Hardliner unter den Fans jedenfalls wird es nicht stören.</p>
<p>Übrigens: Wer Akita mal von einer ganz anderen Seite kennen lernen will, dem empfehle ich seine Zusammenarbeiten mit den derzeit so beliebten Rockern von <a href="http://homepage1.nifty.com/boris/top.html">BORIS</a>. Zum Herunterfahren der entfesselten Lebensgeister nach sechzig Minuten „Anicca“ eignet sich vor allem das verrauschte Mammut-Drone &#8220;Sun Baked Snow Cave&#8221;.</p>
<p>(U.S.)</p>
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