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	<title>African Paper &#187; Jay Kardong</title>
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		<title>STEVE VON TILL: A Life Unto Itself</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 05:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/SteveVonTillLifeUntoItself.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10693" title="SteveVonTillLifeUntoItself" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/SteveVonTillLifeUntoItself-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ob Drummer oder Gitarrist, jeder zweite Hardcore-Musiker, der nicht in seinen jugendlichen Gewohnheiten festgefahren ist, hat irgendwann das Bedürfnis, langsamer zu spielen und landet dann zielsicher beim Doom – dieses Klischee kursiert gelegentlich in den USA und ist natürlich hochgradig ignorant gegenüber den Ursprüngen des Doom Metal im Blues und psychedelischen Hardrock. Dennoch steckt darin ein Fünkchen Wahrheit insofern, dass ab den 80ern einige Karrieren einen solchen Weg gegangen sind, darüber hinaus verbindet beide Genres ein gewisser Bezug zum <span id="more-10692"></span>Protestantismus. Die spartanische Trockenheit einerseits, der niederdrückende Fatalismus andererseits, der wenig vom heidnischen amor fati, dafür umso mehr vom Bann einer Vorhersehung hat, in der sich keine Anstrengung mehr lohnt, es sei denn, es geht genau darum, nur noch dies zu verkünden. Und dann gibt es noch die so niederdrückende-schleppende zweite Seite von Black Flags „My War“.</p>
<p>Steve von Till ist nicht einfach ein Hardcore-Musiker und spielt auf seine reiferen Tage auch keinen Doom Metal, dennoch kam mir der Gemeinplatz beim Hören seiner vierten Solo-LP „A Life Unto Itself“ in den Sinn. Nach den ersten rauen Brettern auf Alternative Tentacles spielte von Till mit seiner Band Neurosis eine progressive Art des Metal, die sich Kategorisierungen entzieht und sich durch Schwere ebenso wie durch eine intuitive Komplexität auszeichnet. Auf seinen Soloarbeiten lässt er es wie bei Harvestman erdig dröhnen oder erkundet als an Americana geschulter Songwriter die Aporien und Fatalismen des Daseins, des eigenen wie den menschlichen schlechthin. Doch sind seine folkigen Songs stets von einer Schwere, an die weder Wovenhand noch der späte Man in Black heranreich(t)en. Es ist nicht nur die urig raue Stimme, auch nicht nur die ernste Nachdenklichkeit seiner Reflexionen, über die man endlos sinnieren kann, die aber immer auch eine gewisse Anziehungskraft auf Altkluge haben, die in viel zu jungen Jahren ein Abziehbild von Weisheit bemühen wollen. Auch in den schwermütigen Gitarrenmotiven, dem Gleiten der Pedal Steel und den warmen Hintergrunddrones findet sich etwas Bindendes, Erdendes, das allem flatterhaften Enthusiasmus entgegenwirkt.</p>
<p>All diese Dinge scheinen sieben Jahre nach seinem letzten Solowerk „A Grave Is A Grim Horse“ noch einmal merklich gesteigert, und es scheint, dass von Till die Schwere, die auch seinen folkigen Arbeiten seit jeher eignet, klanglich noch mehr untermalen wollte. „A Life Unto Itself“ ist mit seinen twanglastigen Americana-, Rock- und Country-Anleihen nicht nur stilistisch facettenreich, sondern auch klanglich breiter und dichter als alle Vorgänger, die Bratsche des in vielen Bands aktiven Eyvind Kang und die Drumsection seines alten Freundes Pat Schowe tragen einiges zum fülligen Sound und zum eigenen Charakter des Albums bei. Das rockigste und zugleich experimentierfreundigste Stück „Night of the Moon“, eine Umsetzung von Eichendorffs „Mondnacht“, dröhnt stellenweise wie Harvestman, und am Ende geht der tremolierende Soundteppich mit seiner bewegenden Melodie in eine raue Gitarrenwand über. Wie um die Reichhaltingkeit zu unterstreichen, folg gerade darauf das vielleicht noch luftigste Stück, die Folknummer „Black Bark Box“, bei der die Gitarre mit ergriffenen Pickings einfache, repetitive Ornamente zeichnet, wohingegen das daraufolgende „Chasing Ghosts“ als fast ambienter Klangteppich vor sich hin mäandert.</p>
<p>Auf solch dröhnenden Flächen entfalten auch die anderen Songs ihren jeweiligen Weg, einsame Akkorde schwören ein und begleiten von Till, der im Opener seine Stimme fast so gebrochen wie ein Will Oldham pessimistische Zeilen anstimmen lässt, oder sie bilden das Fundament für J. Kardongs Steelgitarren im Titelsong, in dem der Sänger sich ganz in die Einsamkeit der „Backside of the Mountains“ zurückgezogen hat, um das Leben aus der Totalen, aus reiner Distanz zu betrachten. Ein intuitives Wissen, gespeißt aus Erfahrung und nur vage bennenbar, scheint das Ergebnis seiner Meditation zu sein &#8211; „Known but not Named“, wie es der Titel des schlussgebenden Stückes sagt. Der von Leben gezeichnete muss selbst Zeichen setzen, der Vernarbte mit dem geritzten Antlitz muss selbst Zeichen in die Bäume am Weg einritzen und die Narben weitergeben, die das Leben schlug. Warum? Als Bollwerk gegen die Vergeblichkeit? Dass von Tills Songs danach nicht fragen, macht ihre Größe und Stärke aus und ist Teil des trotz aller Abgeklärtheit nicht zu übersehenen Hoffnungsschimmers, der sich an vielen Ecken des Albums aufspüren lässt. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.neurotrecordings.com/">Neurot</a></strong></p>
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		<title>MARISSA NADLER: July</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Feb 2014 07:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/MarissaNadlerJuly.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8204" title="MarissaNadlerJuly" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/MarissaNadlerJuly-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Marissa Nadler zählt zu den Sängerinnen, die vom verblichenen Wirbel um akustische Musik einigermaßen profitieren konnten und dabei &#8211; zum Glück, möchte man sagen &#8211; nie allzu sehr abgefeiert wurden. Deshalb entging sie auch dem Schicksal, nun ein Sternchen von ehedem zu sein, was angesichts ihrer Originalität und musikalischen Konsequenz auch ganz unverdient wäre. In Besprechungen war immer wieder von einer fast teenagerhaften Morbidität die Rede, ebenso fielen Begriffe wie „kontemplativ“ und „weltabgewandt“ &#8211; Klischees, in denen mehr als nur ein Körnchen Wahrheit steckt, weswegen sie auch von Beginn an eher für traditionsbewusste<span id="more-8203"></span> Americana-Fans und schwarzgewandete Mauerblümchen interessant war als für die Marktschreier der hippen Gazetten, die mitunter etwas Schlagerhaftes in ihren Liedern erkennen wollten. Fast überrascht es, dass sie ausgerechnet von Sacred Bones überredet wurde, aus ihrer lichtscheuen DIY-Nische herauszutreten und dem Musikgeschäft eine zweite Chance zu geben. Ihre fragilen Songs sind hochemotional und ohne falsche Abgeklärtheit, und doch fehlt ihnen jede pathetische Schwere, um echte Downer zu sein. Lichte, beinahe blumige Momente sind in ihren mittlerweile sechs Alben keine Seltenheit, und als sie dies in „Little Hells“ mit einem eher folkfernen Shoegazersound kombinierte, sorgte das hier und da für Irritation.</p>
<p>Insgesamt wurde ihre Musik über die Jahre vielschichtiger und opulenter, auch wenn man dies als tendenzielle Entwicklungen betrachten muss, denn der schlichte, unverquaste Folksong ist nach wie vor ihr Metier, und daran ändert sich auch in ihrem neuen Album „July“ nichts. Die ebenso schmerz- wie lustvolle Auslotung dunkler Gestimmtheiten, das Erleben von Dekadenz und Resignation sind auch diesmal ebenso prägend wie ein offenkundiges Ringen um Hoffnung. Thematisch ist „July“ das am ehesten autobiografische Album der Amerikanerin, denn im Unterschied zu den mythischen Alter Ego-Figuren ihrer frühen Balladen ist das lyrische Ich hier das Medium der Sängerin selbst, die ganz direkt, wenn auch in einer von Andeutungen lebenden Bildsprache, eine gescheiterte Beziehung und einen persönlichen Neustart zum Thema macht.</p>
<p>Eines der wiederkehrenden lyrischen Motive ist das – mal panische, mal gefasste – Nachdenken über die Zeit als Inbegiff des Vergehens und Zurücklassens, das in stets neuen Bildern des Zerfalls anklingt, aber auch im nostalgischen Ausmalen vergangener Ereignisse und lange verlassener Orte. Dass diese Bilder in einem leicht verblassten Sepiaton erscheinen, liegt sicher mit an dem etwas fülligeren Klangbild, das sich zum einen Produzent Randall Dunn verdankt, zum anderen den kaum direkt spürbaren Beigaben von Steve Moore, einem Keyboarder mit Sinn für dezent orchestrale Töne. Vom verrauschten Klang in „Little Hells“ ist dies ebenso weit entfernt wie vom rein akustischen Sound des Debüts. Mit seinen dichten Streicherklängen bekommt „1923“ den Beiklang alter, melodramatischer Filmepen, zugleich aber auch eine gewisse Reife, die in früheren Alben nicht denkbar gewesen wäre. Songs wie „We are coming back“ oder „Dead City Emily“ jedoch, die etwas luftiger gestaltet sind, hätten in ihrer gedrosselten Wehmut fast auf eine frühe Platte gepasst. Wie vermehrt in jüngeren Jahren finden sich auch hier Popstücke, die an Songs der 60er erinnern, „Was it a dream?“ könnte das Cover einer unbekannten Westcoast-Ballade sein und unterstreicht die musikalische Entdeckerfreude, mit der die Sängerin, deren Musik nach wie vor im Lande Hawthornes und Lovecrafts zuhause ist, zu Werke geht. Vielleicht am ehesten unverändert ist die vertraute Laidback-Atmosphäre, die sich immer wieder in Melodien und dem unakkuraten Klang der Steelgitarre ausdrückt und letztlich dem Countryelement geschuldet ist. Einem lyrisch unverblümten Song wie „Firecracker“nimmt dies einiges von seiner Düsternis.</p>
<p>Man kann sicher in den Chor vieler Kollegen einstimmen und den innovativen Charakter von „July“ betonen und darüberhinaus auf die bisher unerreichte Dunkelheit verweisen. Aber man muss es nicht, denn in Wirklichkeit bewegt sich Nadler viel eher kontinuierlich weiter, vermeidet radikale Brüche und baut Eigenschaften aus, die in der einen oder anderen Form schon immer Teil ihrer Musik waren. „July“ ist das selbsbewussteste und bislang reifste Werk der Musikerin, was zum Glück ohne komplette Neuerfindung gelungen ist.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sacredbonesrecords.com/">Sacred Bones</a></strong></p>
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