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	<title>African Paper &#187; Jean Genet</title>
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		<title>Feasting With Panthers: Wiederveröffentlichung des Albums von Marc Almond und Michael Cashmore</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 06:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 25. April erscheint &#8220;Feasting With Panthers&#8221; von Marc Almond und Michael Cashmore erstmals in einer erweiterten Doppel-LP-Edition bei Cherry Red Records. Die ursprünglich 2011 veröffentlichte Zusammenarbeit der beiden Künstler verbindet Almonds expressiven Gesang mit Cashmores feinsinnigen Kompositionen. Das Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/03/feasting-with-panthers-wiederveroffentlichung-des-albums-von-marc-almond-und-michael-cashmore/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. April erscheint &#8220;Feasting With Panthers&#8221; von Marc Almond und Michael Cashmore erstmals in einer erweiterten Doppel-LP-Edition bei Cherry Red Records. <a title="MARC ALMOND &amp; MICHAEL CASHMORE: Feasting With Panthers" href="http://africanpaper.com/2011/09/04/marc-almond-michael-cashmore-feasting-with-panthers/">Die ursprünglich 2011 veröffentlichte Zusammenarbeit der beiden Künstler</a> verbindet Almonds expressiven Gesang mit Cashmores feinsinnigen Kompositionen. Das Album basiert auf Vertonungen von Gedichten aus der literarischen Tradition der Spätromanteik und Decadence und ihrer Folgen, namentlich Werke von Jean Genet, Jean Cocteau, Gerard de Nerval, Arthur Rimbaud, Paul Verlaine, Jeremy Reed, einem gewissen Zebulon Xanter und Count Eric Stenbock. Mit seinem Schwerpunkt auf französische Autoren knüpft die Sammlung auch partiell an Almonds &#8220;Absinth&#8221;-Album an, sein nach &#8220;Jacques&#8221; zweiter Longplayer mit Übersetzungen französischer Songs. Die Texte, z.T. geprägt von homoerotischen Motiven, opiumgetränkter Traumwelt und dunkler Melancholie, entfalten in Cashmores Kompositionen eine eigentümliche Eleganz zwischen Zartheit und Abgründigkeit. Die musikalische Umsetzung, die in einem rein digitalen Austausch zwischen Berlin und London entstand, zeugt von erstaunlicher Kohärenz: Cashmore komponierte und spielte alle Instrumente (u.a. Gitarre, Piano, Keyboard, Percussion) selbst ein, während Almond seine Gesangsspuren separat aufnahm. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/feasting-with-panthers.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44811" title="feasting-with-panthers" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/feasting-with-panthers.jpg" alt="" /></a><span id="more-44810"></span></p>
<p>Trotz dieser räumlichen Trennung entstand ein Werk von intensiver atmosphärischer Geschlossenheit. Almonds langjährige Auseinandersetzung mit der Ästhetik der Dekadenz, die sich bereits mehrfach in früheren Werken zeigte, findet auf &#8220;Feasting With Panthers&#8221; eine konsequente Fortführung. Der Bezug zu Stenbock, einem im viktorianschien London lebenden Dichter mit Hang zu Okkultismus, Alkohol und inszenierter Exzentrik, entstand durch David Tibet (Current 93), der Almond mit dessen Werk bekannt machte. Als erstes hatten Almond und Cashmore mit der EP &#8220;Gabriel and the Lunatic Lover&#8221; erste Stenbock-Vertonungen veröffentlicht, die den Grundstein für dieses Album legten. Mit der neuen Edition erscheint &#8220;Feasting With Panthers&#8221; erstmals auf Vinyl und enthält neben einer Variante des Original-Artworks auch vier Bonus-Tracks: zwei neu orchestrierte Instrumentalversionen von &#8220;Gabriel&#8221; und &#8220;The Man Condemned to Death&#8221; sowie zwei offizielle Live-Bootleg-Aufnahmen. Die Wiederveröffentlichung bringt ein mittlerweile länger vergriffenes Album zurück in den Katalog und unterstreicht seinen besonderen Platz in der gerade für Almond wichtigen diskografischen Schnittmenge von Kunstlied, Dark Folk und dekadenter Lyrik. Marc Almond hat vor einigen Monaten <a title="MARC ALMOND: I’m Not Anyone" href="http://africanpaper.com/2024/10/19/marc-almond-im-not-anyone/">ein weiteres furioses Album mit Coverversionen einiger seiner Lieblingssongs des 20. Jahrhunderts</a> herausgebracht, von Michael Cashmore erschien eine erweiterte <a title="MICHAEL CASHMORE: The Snow Abides Completely" href="http://africanpaper.com/2024/12/07/michael-cashmore-the-snow-abides-completely/">Neuauflage seines Albums &#8220;The Snow Abides&#8221; </a>unter Mitwirkung u.a. von Anohni und David Tibet.</p>
<p><a href="https://www.cherryred.co.uk/marc-almond-and-michael-cashmore-feasting-with-panthers-2lp-expanded-edition?"><strong>@ Cherry Red</strong> </a></p>
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		<title>BORGHESIA: Un Chant d&#8217;Amour</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2022 06:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als die Slowenen Borghesia 1986 einen Soundtrack zu Un chant d&#8217;amour, dem einzigen Film des gerade verstorbenen Autors Jean Genet komponierten, existierte dieser bereits seit mehr als dreißig Jahren. Kurz nach seiner Fertigstellung 1950 landete er für ganze zwanzig Jahre &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/12/borghesia-un-chant-damour/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/borghesiaunchantdamour.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28968" title="borghesiaunchantdamour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/borghesiaunchantdamour-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als die Slowenen Borghesia 1986 einen Soundtrack zu Un chant d&#8217;amour, dem einzigen Film des gerade verstorbenen Autors Jean Genet komponierten, existierte dieser bereits seit mehr als dreißig Jahren. Kurz nach seiner Fertigstellung 1950 landete er für ganze zwanzig Jahre auf dem Index, der Grund war die damals verpönte offene Darstellung von <span id="more-28966"></span>Homosexualität und einzelne pornografische Szenen.</p>
<p>Der 26minütige Kurzfilm, der hierzulande unter dem Titel Ein Liebeslied oder Ein Liebesgesang geführt wird, erzählt die Geschichte der beiden Sträflinge Bravo und Lucien, die durch ein geheimes Loch in der Zellenwand ein halbvirtuelles Liebesverhältnis beginnen, dabei aber von einem eifersüchtigen Wachmann beobachtet und schikaniert werden.</p>
<p>Mitte der 80er, als Borghesia den Film für sich entdeckten, lebten sie im Zentrum eines zwiespältigen Umfeldes. Einerseits war Ljubljana damals eine subkulturelle Hochburg, in der mehr &#8211; auch sexuell &#8211; nonkonformes Leben stattfinden konnte als in den meisten anderen Orten im Südosten Europas. Auf der anderen Seite existierte auch dieses Biotop vor dem Hintergrund eines allgegenwärtigen repressiven Systems. Auch diese Ambiguität könnte, ohne allzu große Analogien und Kausalitäten konstruieren zu wollen, das Interesse am Stoff des Films erklären.</p>
<p>Im Zusammenspiel von Film und Musik hat das Ganze durchaus Züge eines langen Videoclips, denn Borghesia begegnen den eher langsam ablaufenden Szenen und der oft nur mit Andeutungen arbeitenden Erzählweise mit einem opulenten und trotz eines gewissen Minimalismus bisweilen monumentalen Score, in dem auf eine Einführung mit flächigen Synthies, die so etwas wie ein Panorama implizieren, nicht nur unverständlich murmelnde Stimmen, sondern alsbald feierliche Orgelklänge und sperriger Lärm folgen. Spätestens wenn irgendwann Rhythmisches (z.B. handclapartige Takte einer Drummachine) hinzukommt, wird die Entstehungszeit Mitte der 80er deutlich, wobei die Musik mehr Spuren der elektronischer Avantgarde als des Pop in sich trägt.</p>
<p>Ganz gleich, ob Casio und Roland deutlich im Zentrum des Geschehens stehen, oder ob sich in einigen Momenten orchestrale Samples oder zumindest ähnlich klingendes in dubbigen Hallräumen bemerkbar machen &#8211; Spannung ist eine der Grundeigenschaften der an retardierenden Momenten und aufwühlenden kleinen Höhepunkten reichen Komposition. Weitere 35 Jahre später haben Borghesia das Original-Tape aus der Kiste geholt, neu editiert und so diese Arbeit, deren Ursprünge weit ins 20. Jahrhundert zurückreichen, erneut zugänglich gemacht.</p>
<p>Label: Final Muzik</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=590193204/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Borghesia veröffentlichen Soundtrack von 1986</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/04/06/borghesia-veroffentlichen-soundtrack-von-1986/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 03:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die (mit Unterbrechungen) seit den frühen 80ern bestehende slowenische Electro/Wave-Band Borghesia bringt Ende Mai einen bisher unveröffentlichten Soundtrack zu Jean Genets einzigem Film Un Chant d&#8217;Amour heraus. Der 1950 produzierte Kurzfilm zeigt &#8220;durch ein winziges Loch in der Mauer zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/06/borghesia-veroffentlichen-soundtrack-von-1986/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die (mit Unterbrechungen) seit den frühen 80ern bestehende slowenische Electro/Wave-Band Borghesia bringt Ende Mai einen bisher unveröffentlichten Soundtrack zu Jean Genets einzigem Film <em>Un Chant d&#8217;Amour</em> heraus. Der 1950 produzierte Kurzfilm zeigt &#8220;durch ein winziges Loch in der Mauer zwischen ihren Zellen miteinander in Kontakt zu kommen – beobachtet und sanktioniert durch einen eifersüchtigen Gefängniswärter&#8221; (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Liebeslied">Wikipedia</a>), und durfte aufgrund seiner homoerotischen Tendenz und teils pornografischer Einstellungen über 20 Jahre lang nicht gezeigt werden. Der von Borghesia eingespielte Score entstand 1986 im Rahmen einer Vorführung in Ljubljana, das damals eine der Hochburgen verschiedener Subkulturen (nicht nur Ost-)Europas war.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/borghesiaunchantdamour.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24849" title="borghesiaunchantdamour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/borghesiaunchantdamour.jpg" alt="" width="843" height="778" /></a><span id="more-24848"></span></p>
<p>&#8220;The music on Borghesia’s “Un Chant d’Amour” is the product of jam sessions recorded directly to a cassette tape with very basic equipment: a Roland 707 drum machine, a Casio CZ1000 synthesizer, a Solton tape echo and a mixing table. The result is brutal minimalism echoing filthy prison cell walls, culminating in an hallucinatory just-under-20-minute delirium. The gay topic is here merely a metaphor for the control over pleasure taken by a repressive state apparatus&#8221;, heißt es bei Final Muzik, die das Album auf CD herausbringen.</p>
<p><a href="http://www.finalmuzik.com/"><strong>@ Final Muzik</strong></a></p>
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		<title>PHAROAH CHROMIUM: Jean Genet Quatre Heures à Chatila</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/02/02/pharoah-chromium-jean-genet-quatre-heures-a-chatila/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2019 07:39:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick erinnert Shatila nicht unbedingt an ein Flüchtlingslager im Nahen Osten. Es stehen dort keine Zelte und Bretterbuden, sondern drei- bis vierstöckige, wenn auch windschiefe Häuser, und wenn es nur darauf ankäme, könnte man es für ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/02/02/pharoah-chromium-jean-genet-quatre-heures-a-chatila/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/Chatila_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16675" title="Chatila_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/Chatila_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf den ersten Blick erinnert Shatila nicht unbedingt an ein Flüchtlingslager im Nahen Osten. Es stehen dort keine Zelte und Bretterbuden, sondern drei- bis vierstöckige, wenn auch windschiefe Häuser, und wenn es nur darauf ankäme, könnte man es für ein weiteres Stadtviertel in den südlichen Vororten Beiruts halten, in denen es, wie oft in Ballungszentren, immer noch innenstädtisch zugeht. <span id="more-16674"></span></p>
<p>Allerdings registriert man recht früh, v.a. wenn man auch in den umliegenden Bezirken zu Fuß unterwegs war, dass man durch einen kleinen Eingang gewissermaßen den Libanon verlassen und in dem palästinensischen Camp eine Welt für sich betreten hat. Die Menschen sind anders gekleidet, die Schilder und Wandmalereien wirken wie aus der Zeit gefallen, alles ist katakombenartig eng. Die verwinkelten Gassen mit ihren zahlreichen Läden sind mit Menschen und Motorrollern überfüllt, und im Unterschied zum restlichen Beirut sieht man kaum westlich aussehende Passanten. Trotz der offensichtlichen Armut und der geringen Perspektiven (den Geflüchteten und ihren Nachkommen steht keine Einbürgerung in Aussicht, Benachteiligung bei Arbeit- und Wohnungssuche außerhalb der Lager ist die Regel) strahlen die Bewohner eine Gelassenheit aus, die den Besucher dazu verleiten könnte, dem favelaartigen Charme des Ortes zu erliegen &#8211; eine nachvollziehbare, aber auch etwas ignorante Haltung, ist verklärender Exotismus dem Blick für die Situation doch eher abträglich.</p>
<p>Es gibt an diesem Ort auch mehr Kriegsruinen und vernarbte Hauswände als in den angrenzenden Gegenden. Während des libanesischen Bürerkriegs von 1975-90 war Shatila und das benachbarte Lager Sabra Schauplatz eines der schlimmsten Massaker des späten 20. Jahrhunderts. Der Krieg brach im Zuge des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern aus, in den der Libanon durch die Präsenz der PLO auf seinem Territorium und israelische Angriffe hineingezogen wurde. Schnell bildeten sich meist auch durch religiöse Unterschiede markierte Parteien, die entweder den Israelis oder den Palästinensern die Verantwortung zuwiesen und zugleich um ihre Vorherrschaft im Land kämpften. Als 1982 der libanesische Präsident Baschir Gemayel, der den damals mehrheitlich mit Israel sympathisierenden christlichen Maroniten angehörte, einem Attentat zum Opfer fiel, überfiel die christliche Phalange-Miliz die beiden Camps in einem Racheangriff, da man die PLO für den Mord verantwortlich machte. Bei dem Angriff, den auch die israelische Militärpräsenz nicht verhinderte, kamen mehrere hundert Zivilisten ums Leben.</p>
<p>Nur wenige Tage nach dem Überfall besuchte der französische Schriftsteller Jean Genet den Ort und gab einen erschütternden Bericht über den zerstörten Ort, seine Toten und Überlebenden zu Protokoll. Genet setzte in seinem Bericht v.a. auf emotionale, atmosphärische Eindringlichkeit und vermochte durch seine Wortwahl und die Fähigkeit, seine Emotionalität nur leicht anklingen zu lassen, die desolate Situation wenn schon nicht erfahrbar, dann aber doch ahnbar zu machen. Die vorliegende 7&#8243; des Pharoah Chromium-Kollektivs um Ghazi Barakat führt dieses Konzept quasi weiter und unterstreicht die Beklommenheit des Berichtes mit passenden auditiven Mitteln. Die beiden Tracks basieren auf von Schauspielerinnen rezitierten Textauszügen, untermalt von einer elektroakustischen Soundkollage.</p>
<p>Wenn Ellie Medeiros in &#8220;Une Photographie a Deux Dimensions&#8230;&#8221; im Stil eines ernsten, bitteren Radioberichtes aus dem Text liest und sich raue und klirrende Geräusche wie ein Mantel um den Vortrag legen, ist die Anspannung mit Händen greifbar. Man spürt das Unheil, das sich zusammenbraut, und obwohl film(musikal)ische Spannungsmittel wie Osman Arabis herumtastende Tonfolgen auf der Gitarre vorkommen, ist die Spannung alles andere als trivial, auch ohne Hintergrundwissen und ohne dass man jedes Wort versteht. &#8220;Saint Genet à Chatila&#8221;, das auf eine Monografie Sartres über den Autor anspielt, steigert die bedrückende Atomsphäre noch in verschiedene Richtungen, wirkt mit seinen klirrenden Melodien fast lieblich und vielleicht gerade dadurch noch aufwühlender. Der Kontrast zu den unruhigeren Hintergrundsounds und zum hier betont stoischen Vortrag tut dabei sein übriges. Ein plötzlicher Bruch, die immer mehr einem Strudel gleichenden Sounds und das atemlose Hecheln der zweiten Vokalistin Rahel Preisser reißen einen endgültig aus der Zuhörerrolle heraus und stoßen einen in ein Kabinett zerbrochener Spiegel, in dem jedes Deteil der retrofuturistischen Kakophonie sagt, dass dies kein Traum ist.</p>
<p>Wer von Pharoah Chromium mehr als die auf den beiden Tracks enthaltenen Auszüge zu dem Thema hören will, dem sei <a href="https://pharoahchromium.bandcamp.com/album/eros-massacre">&#8220;Eros + Massacre&#8221; empfohlen, ein extensives Album, das bislang einzig als Download über Bandcamp zu haben ist</a>. Dort kann auch die 7&#8243; erworben werden. (U.S.)</p>
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		<title>HOLOTROP / VRNA: Enkoimesis</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2018 06:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit es die moderne Psychologie gibt, ist die Grenze zu spirituellen Praktiken unscharf, und viele Diagnose- und Therapiemethoden haben eine lange Vorgeschichte in rituellen Handlungen alter Kulturen oder den mystischen Strömungen der Weltreligionen. Ein besonders augenfälliges Beispiel dafür ist die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/26/holotrop-vrna-enkoimesis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/holotropundvrna.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16559" title="holotropundvrna" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/holotropundvrna-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit es die moderne Psychologie gibt, ist die Grenze zu spirituellen Praktiken unscharf, und viele Diagnose- und Therapiemethoden haben eine lange Vorgeschichte in rituellen Handlungen alter Kulturen oder den mystischen Strömungen der Weltreligionen. Ein besonders augenfälliges Beispiel dafür ist die sogennannte Trauminkubation, also das willentliche Hervorrufen von Träumen zu psychotherapeutischen Zwecken. Diese steht in einer langen Tradition von Kulthandlungen, bei denen in verschiedenen<span id="more-16558"></span> Teilen der Welt Geister und Götter um Antworten in Form von Träumen erbeten wurden. Aus dem antiken Griechenland ist der Tempelschlaf bzw. die Enkoimesis überliefert, bei der im Schlaf, der nach umfangreichen Riten im Heiligtum verbracht wurde, oraktelhafte Antworten und Instruktionen erhofft wurden.</p>
<p>Die Betreiber der befreundeten Ritual-Acts Holotrop (De) und Vrna (It) haben in der Vergangenheit mehrfach Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht und geben diese auf je zwei Onirokons &#8211; Schlafberichten &#8211; musikalisch wieder, was zum vorliegenden Split-Album mit vier numerierten Tracks führte. Holotrop, dessen Instrumentarium Gong, Didgeridoo, Trommeln und diverse elektronische Geräte umfasst, eröffnet das Werk mit einer hintergründigen, wie aus der Tiefe herüberhallenden Klanglandschaft. Die Idee, dass da etwas aus einer fernen Dimension übermittelt wird &#8211; in Wellen mit unberechenbaren Brocken an schrillen, grummelnden, flüsternden, fauchenden, detonierenden Sounds &#8211; drängt sich hier regelrecht auf, und alles bleibt so vage und dunkel, wie man sich eine orakelhafte Traumbotschaft vorstellt. Alles macht einen bedrohlichen Eindruck, und wenn man das Freudsche Diktum bemühen will, dass der Traum eine Wunscherfüllung sei, bleibt nur zu sagen: Be careful, what you wish for.</p>
<p>Der erste Vrna-Track beginnt mit einem anderen Aspekt, der den Schlaf zumindest häufig begleitet &#8211; Stille. Was in den nächsten Minuten den Ohren näherkommt, ist eine ebenso enigmatische Abfolge von hintergründig dröhnenden Klangwellen und geheimnisvollem Flüstern &#8211; ein Sound, der sich immer wieder an den Rand des Wahrnehmbaren zurückzieht. Wer sich aktiv darauf einlässt, wird in der zweiten Hälfte mit einer opulenten musikalischen Antwort belohnt. Holotrop arbeitet beim folgenden Stück mit Sprachfetzen und perkussiven Soundeffekten und erzeugt eine intensive, entrückte Atmosphäre. Vrna geht im finalen Onirikon direkt zur Sache und präsentiert ein aufwühlendes, von Noisewellen und abgründigem Fauchen getriebenes Traumgesicht. Ob die Glocken und Handtrommeln da noch etwas Zuversicht einbringen? Vielleicht, aber letztlich ist das Dunkle hier Programm, wie auch das Genet-Zitat im chicen Booklet unterstreicht: &#8220;A man must dream a long time in order to act with grandeur, and dreaming is nursed in darkness.&#8221;</p>
<p>Für ein Split-Album ist &#8220;Enkoimesis&#8221; erstaunlich homogen, alle Tracks entführen die Hörer in Traumgefilde, die sich langsam, aber stetig entfalten und in ihrer Dunkelheit aussagekräftig sind. Wie schon beim letzten Holotrop-Album bereichert der inhaltliche Rahmen die Wirkung der Musik noch um eine Vielzahl an Assoziationen und kann als Einstieg in ein interessantes Thema fungieren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://holotrop.bandcamp.com/">Qualia</a></strong></p>
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		<title>MARC ALMOND &amp; MICHAEL CASHMORE: Feasting With Panthers</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 10:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Festmahl mit Raubtieren &#8211; eine ebenso reizvolle wie bedrohliche Situation, bei der es zwangsläufig vom Wesen des einzelnen abhängen muss, welche der beiden Empfindungen als stärker wahrgenommen wird. Im spätviktorianischen England, als dekadente Ausschweifungen vor der Fassade bürgerlicher Prüderie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/04/marc-almond-michael-cashmore-feasting-with-panthers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/feastingpanthers.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-370" title="feastingpanthers" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/feastingpanthers-150x142.jpg" alt="" width="150" height="142" /></a>Ein Festmahl mit Raubtieren &#8211; eine ebenso reizvolle wie bedrohliche Situation, bei der es zwangsläufig vom Wesen des einzelnen abhängen muss, welche der beiden Empfindungen als stärker wahrgenommen wird. Im spätviktorianischen England, als dekadente Ausschweifungen vor der Fassade bürgerlicher Prüderie gerade einen rebellischen Geist versprühten, bezeichnete man mit dieser Wendung eine konkrete Situation. Es ging um die Neigung reiferer Herren, sich die Gunst weniger betuchter Jünglinge zu erwerben. Und um das Risiko, dadurch Opfer eines Skandals zu werden.<span id="more-369"></span></p>
<p>Schließlich konnten die Eskapaden schneller ans Licht der Öffentlichkeit kommen, als dem Gentleman lieb war. Und oft war es gerade die Angst und der Nervenkitzel, die dabei als besonders erregend empfunden wurden. Oscar Wilde, dem eine ähnliche Situation bekanntermaßen einmal zum Verhängnis werden sollte, betonte gerne, wie belanglos ihm der herablassende Spott seiner konservativen Zeitgenossen war, und gebrauchte die Formulierung &#8220;Feasting with Panthers&#8221; an einer Schlüsselstelle seines Werks. Poptheoretiker weisen gelegentlich darauf hin, wie sehr in den vielzähligen Folgeerscheinungen des Punk etwas von der ästhetizistischen Dandykultur des späten 19. Jahrhundert neu zum Leben erwacht ist. Die filigrane Weiblichkeit des Jugendstils, der androgyne Charme des versnobten Flaneurs; in Absinth getränkte Schmerzlust und ein Befinden zwischen ausschweifender Regression und dem Bewusstsein einer drohenden Endzeit. Wenn es in den letzten dreißig Jahren musikalische (Gegen)-Kulturen gab, in denen dieser Geist des Dandys erneut zu spüren war, dann in dem weiten Feld zwischen New Romantic, Wave und endzeitlich dunkler Folklore. Ein Sänger, dessen Wurzeln unter anderem in jenen Genres zu finden sind, hat sich immer wieder mit den Mythen der Dekadenz und ihren Spuren im 20. Jahrhunderts befasst: Marc Almond. Er nahm ein Album mit dem Titel &#8220;Absinth&#8221; auf, vertonte dabei unter anderem Baudelaire und Rimbaud. Spuren der Decadence finden sich zuhauf in seinen eigenen Texten, für eine gewisse Zeit liebäugelte er gar mit dem Satanismus.</p>
<p>Es war David Tibet, der ihn vor einigen Jahren mit dem Werk des aus Litauen stammenden Dekadenzdichters Eric Count Stenbock bekannt machte, einer schillernden Figur, die die Themen der eigenen Poesie auch im Alltag auslebte und somit die Grenze zwischen Kunst und Lebenskunst verwischte. Alkohol und Opium, okkulte Obsessionen, homoerotische Abenteuer. Eine Holzpuppe, an deren Beseeltheit er glaubte, als ständiger Begleiter. Ein frühes Ende nach einem rauschhaften und zugleich lichtscheuen Dasein. All dies sind Aspekte seines Werks und Eckpunkte einer Biografie, die wie geschaffen schien, einmal das Interesse Almonds zu wecken. Vor zwei Jahren erschien dann eine kleine EP namens &#8220;Gabriel and the Lunatic Lover&#8221;, in der zwei merkwürdige Liebesgedichte Stenbocks vertont wurden, seltsam meditative Akustiksongs, in denen es um wahnhaftes Begehren und kleine „orale“ Paradiese ging. Almond nahm das kleine Juwel mit prominenter Unterstützung auf &#8211; mit auf dem Cover stand der in Friedrichshain lebende Michael Cashmore, Gitarrist und Schöpfer impressionistischer Klänge, dessen einst tragende Rolle bei Current 93 längst legendär ist.</p>
<p>Bei der EP sollte es nicht bleiben, und schon kurz darauf sprachen beide von der Idee eines ganzen Albums, auf dem dekadente Gedichte von Paul Verlain, Jean Genet, Jeremy Reed und anderen in Kunstlieder verwandelt werden sollten. In einem Zeitraum von über zwei Jahren widmeten sich Almond und Cashmore nun räumlich getrennt ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Lyrik &#8211; während der Sänger in London die Texte einsang, feilte der Komponist in Berlin am musikalischen Rahmen. Immer wieder schickten sie sich die Zwischenergebnisse zu, und am Ende ist dieses Album dabei heraus gekommen, bei dem man sich wundert, wie stimmig es trotz der räumlichen Distanz doch ausgefallen ist. Obwohl es bei &#8220;Feasting With Panthers&#8221; keineswegs um musikalische Perfektion geht, fällt die Stimmigkeit nicht nur von Gesang und Begleitung, sondern auch der einzelnen Instrumente untereinander auf. Cashmore hat nicht nur die komplette Musik komponiert, er hat auch alle Parts selbst eingespielt. Ja &#8211; gewissermaßen ist das Puzzlearbeit, Reisbrettmusik, aber das Tolle daran ist, dass man es dem Endresultat kaum anhört.</p>
<p>In Genets &#8220;The Thief and the Night&#8221; vermag Cashmore ein kleines Trio zu ersetzen, liefert Piano, Drums und einen dunklen Dronesound ab, als perfekte kammermusikalische Grundierung für Almonds manierierten Gesang. Das Piano klingt hell, fast wie auf Cashmores Kollaboration mit Antony Hegarty, und doch bekommt es durch Almonds leidenschaftliche Schwermut eine andere Farbe, wirkt kraftvoll trotz aller Schwärze. Wenn in der Mitte des Songs das Schlagzeug einsetzt, scheint es dies untermauern zu wollen. Setzt die Schwermut hier an einigen Stellen recht plötzlich ein, so ist die Gitarrenballade, die aus Stenbocks &#8220;Sonnet XI&#8221; entstanden ist, durchgehend lieblich. Jahre der Sehnsucht, ein endlich in Erfüllung gehender Wunsch, das sind die Themen, die der Marc Almond-Fan zur Genüge kennt. Und wer dessen ganz eigene Melodramatik liebt, der weiß längst, dass der Sänger ihr eine Tiefe zu verleihen versteht, die über peinlichen Kitsch erhaben ist. Das fängt auch die euphorisierte Traurigkeit in Paul Verlains „Crimes of Love“ auf, bei der Almond Versen wie „the countyside blooms with roses, the night is a diamond“ seine Stimme leiht &#8211; typische Zeilen des vielleicht romantischsten der französischen Dekadenzdichter. Aus dem provokanten Paradiesvogel der Soft Cell-, Mambas- und Willing Sinners-Zeit ist jedenfalls längst ein lebenserfahrener, freundlicher Ironiker geworden, selbstverständlich jung wie eh und je &#8211; &#8220;the eternal boy&#8221;.</p>
<p>Aber nicht nur die bekannte Stimme prägt das Pantherfest, auch die Musik hat ihre ganz eigene Qualität. Wenn immer ich Kompositionen von Cashmore höre, bekomme ich den Eindruck eines Menschen, der sich sehr für feine Muster interessiert, kollagenhafte Muster, die trotz ihrer Schlichtheit eine Vielzahl winziger Details enthalten und am Ende den Eindruck einer gewissen Symmetrie erwecken &#8211; einer faszinierenden Symmetrie, weil sie nur an der Oberfläche existiert und ihre Vielgestaltigkeit gar nicht zu leugnen sucht. Das offenkundigste Zeugnis dafür sind Cashmores selbstgestaltete Cover einiger Solo-Alben. Sie scheint von einem vordergründig introvertierten, im Kern aber aufgeschlossenen Charakter zu zeugen, von einem Menschen, der sich hinter dem glamouröseren Sänger Almond keineswegs verstecken muss. Gerade mit diesem Gespür und der Leidenschaft für Details hat der Komponist auch dieser CD ihren Stempel aufgedruckt. Schon die Anordnung der Songs zeugt von einem Sinn für sensible Strukturen, was manchen sicher nur unbewusst auffällt, anderen vielleicht pedantisch erscheinen mag. Letztlich schafft sie aber eine Kohärenz, die einigen der hitverdächtigeren Alben von Almond fehlt. Colin Potter (u.a. Nurse With Wound) war es dann, der als Produzent für den finalen Feinschliff sorgte.</p>
<p>Es wäre sicher übertrieben, die Stücke in Songtypen einzuordnen – romantische Kunstlieder, die sich mit Songs von Antony oder Rufus Wainwright messen können, sind sie alle. Doch die unterschiedlichen Komponenten treten von Song zu Song verschieden stark hervor. So gibt es rockige Momente wie in Reeds „Boy Cesar“ oder dem finalen Titelsong aus der Feder eines Rob Zander. Dann schlicht Wohlklingendes, wie das schon bekannte „Gabriel“ Stenbocks oder „The Patron Saint of Lipstick“ (Reed), dessen Umsetzung an Bill Fay denken lässt, den beide schätzen. Entspannte Singer Songwriter-Balladen sind „Hotel de France and Poetry“ (Cocteau) und „The Sleeper in the Valley“ (Rimbaud), bei dem Almond ein weiteres mal eine seiner Lieblingsfiguren, den Beautiful Loser besingt. Sie wechseln sich ab mit emotional aufwühlenden Chansons wie „The Song of the Unweapt Tear“ und „El Desdichado“ (beide nach Jean Cocteau). Diese Komponenten bilden die größeren Eckpunkte einer Klanglandschaft, in der jeder Ton an der richtigen Stelle ist, und ein einzelner Klang bisweilen wie ein bitterer Tropfen Wermut einen ganzen Song verwandelt und verzaubert.</p>
<p>&#8220;Feasting With Panthers&#8221; braucht seine Zeit, es bietet weniger Kurzweil als das letztjährige „Varieté“. Ist man bereit, sich auf die Musik und die Texte einzulassen, so entfaltet sich ihre Schönheit nach und nach und wächst mit jedem Hören. In Almonds Diskografie wird es vielleicht einen Platz einnehmen wie einst &#8220;Jacques&#8221; oder &#8220;Absinth&#8221; – als Ausdruck eins introvertierteren, dunkleren Almond, den man weniger auf Hitalben wie &#8220;Tenement Symphony&#8221; und &#8220;The Stars We Are&#8221; fand. Eine Neuerung ist die ausdrückliche Hervorhebung eines einzelnen Weggefährten, und dies zurecht. Michael Cashmore hat mit diesem Album den Beweis erbracht, dass er weit mehr ist als eine graue Eminenz. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.cherryred.co.uk/">Cherry Red Records</a></strong></p>
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		<title>OTHON &#8211; Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im vergangenen Jahr wurde auf Durtro das Debütalbum des griechischen Pianisten OTHON Mataragas veröffentlicht, auf dem als Gastsänger Marc Almond, David Tibet und (seine Muse) Ernesto Tomasini zu hören waren. “Digital Angel” war in seiner Exzentrik, Emotionalität und Originalität einer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/othon-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/othon2-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1565" title="othon2-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/othon2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im vergangenen Jahr wurde auf Durtro das Debütalbum des griechischen Pianisten OTHON Mataragas veröffentlicht, auf dem als Gastsänger Marc Almond, David Tibet und (seine Muse) Ernesto Tomasini zu hören waren. “Digital Angel” war in seiner Exzentrik, Emotionalität und Originalität einer der Höhepunkte des letzten Jahres. Momentan arbeitet OTHON an zwei weiteren Alben und auf dem im Oktober in Rom stattfindenden PRE Final Fest wird er einen neuen Soundtrack zu Jörg Buttgereits Klassiker “Nekromantik” vorstellen. <span id="more-1563"></span></strong></p>
<p><strong><em>Ich denke, dass du bezüglich deines Albums in den letzten Monaten Feedback bekommen hast. Bist du zufrieden mit dem, was bisher über das Album bzw. über dich geschrieben wurde? </em></strong></p>
<p>Ja, sehr. Zuerst dachte ich, dass es die Leute nicht verstehen würden, da es eine ziemlich seltsame und ungewöhnliche Platte ist, auf der sich verschiedene Stile mischen. Aber es sieht so aus, als sei das der springende Punkt gewesen. Es ist eine sehr ehrliche Platte, die sich mit all den verschiedenen Facetten von mir beschäftigt und irgendwie könne die Leute das nachvollziehen. Ich glaube daran, so viele Facetten unserer Persönlichkeit wie möglich zum Ausdruck zu bringen ohne dabei notwendigerweise einen Konflikt zu erzeugen.</p>
<p><strong><em>Auf “Digital Angel” singt David Tibet COILs “The Dreamer Is Still Asleep” (ein Lied, das in dieser Form auch für den neuen Soundtrack zu Derek Jarmans “The Angelic Conversation” verwendet wurde). Du hast einmal gesagt, dass dich primär die Musik dieses Films inspiriert hat (die von COIL stammt). Wie stark bist du von CURRENT 93 und COIL beeinflusst worden? </em></strong></p>
<p>Ich bin u.a. mit der Musik von COIL und CURRENT 93 aufgewachsen, deswegen ist der Einfluss ziemlich stark. Aber ich denke, dass mich diese Bands hauptsächlich auf einer energetischen Ebene und weniger auf einer musikalischen beeinflusst haben. Sie sind sich selbst und ihrer Kunst gegenüber von Anfang an ehrlich gewesen und diese Ehrlichkeit war für mich und andere ansteckend.</p>
<p><strong><em>Das bringt mich zu der nächsten Frage: Wie ist die Idee einen neuen Soundtrack für “The Angelic Conversation” zu machen? Was für Erinnerungen hast du daran? </em></strong></p>
<p>Ich telefonierte gerade mit Tibet und er fragte mich, ob ich mit ihm und Sleazy in Turin im Rahmen des Filmfestivals auftreten wolle. Ich war natürlich begeistert. Es war eine großartige Veranstaltung: Durch und durch “low beat” und anders als die Auftritte, die ich bis dahin gemacht hatte. Für mich war wahrscheinlich der beste Moment, als Sleazy zu mir kam, nachdem wir “The Dreamer [is Still Asleep”] geprobt hatten und meinte, dass er habe weinen müssen, und dass er (zu meiner Überraschung!) denke, dass diese Version dem Anlass angemessener sei als das Original. Peter ist ein wundervoller Mensch und es war für mich eine Ehre mit ihm zu spielen. Ich denke, ein Traum mehr ist an diesem Tag wahr geworden!</p>
<p><strong><em>Es heißt, Ernesto Tomasini sei deine Muse. Was kannst du uns über eure Beziehung sagen? </em></strong></p>
<p>Wo anfangen und wo aufhören? Ernesto ist eins der größten Geschenke, die Gott, der Universelle Agent oder das Flüssige Licht (wie man es auch immer nennen mag) mir gegeben hat. Abgesehen vom Performer, der er ist, kann Ernesto meine Musik so verstehen als sei sie ein Teil von ihm selbst. Sein Antrieb, seine Energie und sein Enthusiasmus sind unübertroffen und mit ihm zu arbeiten ist eine reine Freude. Er ist ein Mit-Reisender, Mit-Erforscher und Mit-Partykämpfer in diesen schwierigen, aber auch aufregenden Zeiten!</p>
<p><strong><em>Lass uns zu deinem Debüt kommen. Auf “Digital Angel” hast du Crowleys “The Tango Song” vertont und du hast mal in einem Interview gesagt, dass dich einige seiner Schriften faszinieren, aber dass du kein totaler Anhänger bist. Warum hast du “The Tango Song” ausgewählt? War es diese Zelebrierung von Leidenschaft und Ekstase? </em></strong></p>
<p>Um genau zu sein habe ich das Stück nicht wirklich selbst ausgewählt. Es wurde sozusagen viel eher für mich ausgewählt. Ursprünglich bat mich Hymenaeus Beta vom O.T.O. darum, einige Demoaufnahmen von Liedern von Frater Achad (Charles Stansfeld Jones) und Crowley für die O.T.O.-Archive zu machen. Marc (Almond) sollte zwei der Crowleysongs mit einem Verwandten von Crowley aufnehmen und ich sollte ihm dabei helfen, sie zu lernen. Was geschah, war, dass Marc es vorzog, nur “The Tango Song” zu singen, weil er dachte, dass “Viva La France” besser von einem Franzosen gesungen werden sollte. Ich nahm eine Version [von “The Tango Song”] auf, die Marc sehr gefiel und wir dachten uns dann, warum sollen wir es nicht einfach zusammen aufnehmen? Das machten wir dann und ich bin froh darüber, da uns beiden das Ergebnis sehr gefällt.</p>
<p><em><strong>Würdest du sagen, dass zumindest ein Teil des Albums eine Apotheose des Sex&#8217; ist?</strong></em></p>
<p>Auf gewisse Weise schon, obwohl ich daran nie bewusst gedacht habe. Es gibt eine starke sexuelle Strömung auf der CD, eine Art ursprünglicher Energie, wenn man so will, aber das mag daran liegen, dass ich selbst eine sehr sexuelle Person bin. Mich interessieren hauptsächlich die zerstörerischen und schöpferischen Elemente des Sex’ und das spiegelt sich in meiner selbst zerstörerischen und selbst erschaffenden musikalischen Figur wider.</p>
<p><strong><em>In William Blakes “The Marriage Of Heaven And Hell” heißt es: “Energy Is Eternal Delight”. Stimmst du dem zu? </em></strong></p>
<p>Ich könnte nicht mehr zustimmen!</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Othon1-270x300.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1564" title="Othon1-270x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Othon1-270x300.jpg" alt="" width="270" height="300" /></a>Ich habe mich gefragt, ob du die Texte mit dem einen Sänger im Hinterkopf gechrieben hast, da die Texte ideal zum jeweiligen Vortragenden zu passen scheinen (z.B. “Tonight”). </em></strong></p>
<p>Ja. Bei allen Stücken hatte ich die Sänger im Kopf, wobei ich zu dem Zeitpunkt als ich “Tonight” und “The Epitaph of God” schrieb, nicht wusste, ob Marc sie singen würde oder nicht. Ich habe nur insgeheim gehofft, dass er es machen würde!</p>
<p><strong><em>Du hast in einem anderen Interview erwähnt, dass die Titel gebende Trilogie zumindest partiell von Überwachung (durch digitale Implantate) handelt. Was kannst du uns über das Konzept verraten? </em></strong></p>
<p>Dieses Konzept breitet sich fortwährend in meinem Kopf aus. Ich verbringe genauso viel Zeit damit, all diesen Kram zu recherchieren wie mit dem Schreiben oder Spielen von Musik. Das Cover des Albums ist der Inbegriff dieser Ideen, wenn auch versteckt hinter den “kitschigen” Elementen – wie es jemand nett formuliert hat. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr wird mir klar, dass nicht nur die Menschheit, eine Einweltregierung oder die neue Weltordnung dahinter steckt. Das ist nur die Fassade. Es sieht so aus, als ob da komplexere Mächte, die transdimensional sind, am Werk sind. Es gibt hyperdimensionale Wesen, die die Erde als Quelle betrachten und es gibt andere, die versuchen uns zu warnen und zu beschützen. Uns wird langsam bewusst, dass wir nicht alleine im Kosmos sind und Enthüllungsprojekte dienen diesem Zweck. Da wir uns dem Jahr 2012 nähern, denke ich, dass wir noch mehr Enthüllungen und Ufosichtungen haben werden. Die Realität wird bald eine neue Form haben. Im Augenblick schreibe ich für nächstes Jahr ein Theaterstück/eine Performance zu diesem Thema. Ich kann jedem empfehlen, der sich nur im Entferntesten für diese Themen interessiert, zu kommen und es sich anzusehen. Es wird nächsten Mai in Manchester beim “Queer Up North”-Festival aufgeführt werden und Ernesto wird sehr daran beteiligt sein.</p>
<p><strong><em>Denkst du, dass durch die allgegenwärtige Kameraüberwachung, den immer stärker werdenden Verlust der Privatsphäre und die teilweise Rückkehr zu traditionellen Vorstellungen von “Normalität” transgressive Kunst mehr denn je notwendig ist? </em></strong></p>
<p>Transgressive Kunst war immer wichtig um die Dinge etwas in Aufruhr zu versetzen. Dennoch scheint es für mich so, als sei es nie so nötig gewesen wie heute, aber Leute aus anderen Zeiten, z.B. aus den 50ern oder 60ern würden wahrscheinlich sagen, dass transgressive Kunst damals ebenso notwendig, wenn nicht notwendiger, war. Das ist also schwer zu beantworten.</p>
<p><strong><em>Kostüme scheinen für dich eine wichtige Rolle zu spielen. Hast du eine Kunstfigur erschaffen? Gibt es eine enge Verbindung zwischen dir als Person und dir als Künstler? </em></strong></p>
<p>Es handelt sich nicht wirklich um eine Kunstfigur, sondern um einen Aspekt meiner Person. Als Kind bin ich oft als Konzertpianist aufgetreten, und ich habe mir noch immer die Ernsthaftigkeit und den Schick eines klassischen Performers bewahrt. Ich mag die Kraft, die von guten Anzügen oder anderer schöner Kleidung ausgeht. Es ist nur so, dass ich diesem Formalen gewisse Ecke und Kanten hinzufüge, damit es näher an mir selbst ist. In Wirklichkeit sehe ich etwas exzentrisch aus, ob auf der Bühne oder auf der Straße!</p>
<p><strong><em>Gibt es schon Pläne für weitere Aufnahmen und wirst du mit den gleichen oder anderen Sängern arbeiten? </em></strong></p>
<p>Ich arbeite gerade an zwei Alben, die beide fast fertig geschrieben sind und ich bin wahnsinnig aufgeregt. Ich weiß aber noch nicht, wann ich mit den Aufnahmen beginnen werde. Es hängt davon ab, wann ich ein geeignetes Label finden werde, das mich unterstützen kann, damit ich das nötige Geld zum Weitermachen habe.</p>
<p><strong><em>Wie sieht für dich der ideale Auftritt aus? </em></strong></p>
<p>Ein Auftritt mit einem Orchester, das eine große Perkussionssektion hat, einen Chor und einen Kinderchor irgendwo auf Arcturus, Sirius oder dem Sternbild der Leier – das scheint ein ziemlich ideales Szenario zu sein. Ah ja, ich möchte, dass meine engsten Freunde dabei sind und irgendwie mitmachen. Um das zu erreichen, brauche ich wohl mehrere Leben, aber ich bin mir sicher, dass es möglich ist!</p>
<p><strong><em>Wie bist du mit Durtro in Kontakt gekommen? </em></strong></p>
<p>Ich habe immer davon geträumt, mein erstes Album auf Durtro zu veröffentlichen. Ich hätte Durtro-Jnana jedem anderen Label vorgezogen – egal wie groß oder einflussreich. Es ist solch eine warme und einen willkommen heißende Heimstätte, um seine Kariere zu starten. Ich denke, ich hatte das Glück, dass David und ich Freunde wurden und ich zuerst mit CURRENT [93] aufgetreten bin.</p>
<p><strong><em>Hat Jean Genet eine Rolle in deinem Leben gespielt? Bist du von ihm oder anderen Autoren beeinflusst worden? </em></strong></p>
<p>Ich bete Jean Genet an und seine Bücher haben mich sehr beeinflusst. Jedes Mal, wenn ich in Paris bin, bleibe ich im Place du Clichy und laufe durch die Gegend, von der “Notre-Dame-des-Fleurs” beeinflusst wurde. Es gibt viele Schriftsteller, die bei mir ihre Spuren hinterlassen haben, aber wenn ich ein paar auswählen müsste, wären das Oscar Wilde, Timothy Leary, Kostas Karyotakis und natürlich Jeremy Reed.</p>
<p><strong><em>Bist du von Bruce la Bruce angesprochen worden, einen Song zu seinem Film “Otto” beizusteuern? </em></strong></p>
<p>Bruce hat mich über myspace kontaktiert, nachdem er meine Musik gehört hatte. Das war solch eine schöne Überraschung, da ich immer wieder etwas über ihn gehört, aber nie wirklich seine Welt erforscht hatte.</p>
<p><strong><em>Gibt es noch etwas, das du sagen möchtest? </em></strong></p>
<p>Ich denke, dass ich schon zuviel gesagt habe!</p>
<p>-M.G. &amp; D.L.-</p>
<p><a href="http://www.othonmataragas.com">othonmataragas.com</a></p>
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