<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Jhonn Balance</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/jhonn-balance/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 16 May 2026 05:22:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>MYRNINEREST: „Jhonn“, Uttered Babylon</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Sep 2012 05:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Liles]]></category>
		<category><![CDATA[Coil]]></category>
		<category><![CDATA[Coptic Cat]]></category>
		<category><![CDATA[Current 93]]></category>
		<category><![CDATA[David Tibet]]></category>
		<category><![CDATA[James Blackshaw]]></category>
		<category><![CDATA[Jhonn Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Madge Gill]]></category>
		<category><![CDATA[Myrninerest]]></category>
		<category><![CDATA[The Spheres]]></category>
		<category><![CDATA[the.bricoleur]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Ligotti]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=5163</guid>
		<description><![CDATA[Myrninerest, unter dem Namen, den die Outsider-Künstlerin Madge Gill dem sie kreativ leitenden Geist gab, und der im Current 93-Kontext erstmals auf dem ersten Teil der „InmostLight“-Trilogie, der Maxi „Where the Long Shadows Fall“, 1995 auftaucht, veröffentlicht Tibet, der sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/Myrinerrest.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5164" title="Myrinerrest" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/Myrinerrest-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Myrninerest, unter dem Namen, den die Outsider-Künstlerin Madge Gill dem sie kreativ leitenden Geist gab, und der im Current 93-Kontext erstmals auf dem ersten Teil der „InmostLight“-Trilogie, der Maxi „Where the Long Shadows Fall“, 1995 auftaucht, veröffentlicht Tibet, der sich auf diesem Album wieder David Michael nennt, zusammen mit James Blackshaw ein Album, das im Booklet als „Hallucinatory Cartoon Channelling of my Love for Jhonn Balance“ beschrieben wird. Für Tibet gibt es kein Stillstehen, wobei vielleicht die Gründung dieses neuen Projekts<span id="more-5163"></span> (und des extra dafür ins Leben gerufenen Labels The Spheres) auch pragmatischen Gründen geschuldet ist, ergibt sich doch so die Möglichkeit, in einem personell kleineren Rahmen aufzutreten als mit dem oft expansiven Current 93-Lineup der letzten Jahre. James Blackshaw gehört seit einigen Jahren zu eben diesem, hatte auf Konzerten bislang aber selten die Chance, sein exquisites Fingerpickung zu zeigen &#8211; etwas das er auf „&#8217;Jhonn&#8217;, Uttered Babylon“ nachholt. Bis auf drei Stücke, auf denen er Harmonium spielt, werden die Texte Tibets von seiner Akustikgitarre untermalt.</p>
<p>Vielleicht braucht es eine gewisse Distanz, um Trauer künstlerisch fruchtbar zu machen. Unmittelbar nach dem Tod Balances hatte Tibet das Gedicht „Moonbird“ geschrieben, acht Jahre später folgt ein komplettes Album. Bei solch einem konzeptionell dichten Werk steht natürlich – letztlich wie bei den meisten Arbeiten der letzten Jahre &#8211; der Text im Vordergrund und seit einiger Zeit schon führen die Textkonvolute (natürlich) zu einer anderen Art des Vortrag(en)s. Eine konventionelle Vers-Chorus Struktur, die bei Current 93 sowieso selten eine Rolle spielte, fehlt völlig, stattdessen werden die sich aus einer immer komplexer und hermetischer werdenden Privatmythologie Tibets speisenden Texte (in denen die verstorbenen Katzen Tibets ebenso Platz finden wie Tiny Tim, Shirley Collins oder Thomas Ligotti; auf Kairo im Jahr 1904, als Aiwass Crowley das Buch des Gesetzes offenbarte, ebenso verwiesen wird wie auf Jerusalem; Logarithmen ebenso wie Keilschrift auftauchen) mehr rezitiert als gesungen. In einer kürzlich veröffentlichten Besprechung des Myrninerest-Auftritts auf dem von Antony kuratierten Meltdown Festival sprach der Rezensent von Tibets „surrealen“ Texten, wobei das ein Adjektiv ist, das Tibet selbst weit von sich weisen würde, denn „&#8217;Jhonn&#8217;, Uttered Babylon“ ist vielmehr der Entwurf einer individuell als kohärent erscheinenden Kosmologie jenseits einer Phantasmagorie. Exemplarisch für die (nur) scheinbar assoziative Aneinanderreihung von auf den ersten Blick disparaten Bildern seien folgende Zeilen aus „The Dog is Unwell“ (die Titel beziehen sich auf die CD-Version, auf der LP tragen alle Stücke andere Namen, dieses heißt dort „Meanwhile The Helocopter“) zitiert: „I heard the Time/Spill Drinks whilst/The BarMaid Bakes/At that specific Island/The Chiffre was marked/Not known by the Vulva who/Showered You with Armageddon/And Tetragrammaton/And lottery winners“. Wie auf den Alben der letzten Jahre steht hier erneut Heiliges neben Profanem und insofern ist es nicht nur ein Album über Balance und über Tibets Freundschaft zu ihm, sondern auch ein Album über Tibet selbst, wobei sich in den Texten natürlich immer wieder Anspielungen an Stücke von Coil finden: so ist u.a. die Rede von „limnal bats“, gegen Ende wird die Frage „WHERE ARE YOU“ gestellt, man gedenkt der von Blake entliehenen „Rose“ und nennt die „Time Machine&#8221;. Auch werden immer wieder die von Alkoholabusus geprägten letzten Lebensjahre des Freundes angesprochen: „There were no stars left/Towards the end“, „He stared too long into the /Abyss“; aber auch das eigene Werk wird verfremdet angesprochen: „Under the Rain and/Grit and Dogs/Under the Pain of/Keeping Hooded Eyes“ heißt es auf „CatNip Pastures“.</p>
<p>Das kontemplative „Chaos In His ChoirBoy“ gehört zu den zugänglicheren Stücken, am beeindruckendsten &#8211; wenn auch für diejenigen, die mit dem Ouevre Tibets nicht vertraut sind, irritierendsten &#8211; sind die Stücke, auf denen der Vortrag sich zur völligen Selbstoffenbarung steigert und Tibet kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen scheint, so etwa auf „Roadworks For TinkerBell“, „The Green Sothis Bottles“,  „BadLuckClock“ (mit fast schon atemlosen Vortrag) oder besonders auf dem Abschlusstrack „Long Home Sick Tonight“.</p>
<p>Halluzinatorisch ist diese Reise tatsächlich, wieviele bereit sind, daran teilzunehmen, ist eine andere Frage, denn nach diesen zwölf Stücken und dieser Thematik kann es dem Hörer wie im letzten Stück beschrieben gehen: &#8220;Drowning/In Language and/Exhaustion&#8221;.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label:The Spheres/<a href="http://www.copticcat.com">Coptic Cat</a></p>
<p><a href="http://www.myrninerest.com/">Myrninerest</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ELECTRIC SEWER AGE: In Final Phase</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/02/18/electric-sewer-age-in-final-phase/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/02/18/electric-sewer-age-in-final-phase/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 06:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aural Rage]]></category>
		<category><![CDATA[Coil]]></category>
		<category><![CDATA[Danny Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Jhonn Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Christopherson]]></category>
		<category><![CDATA[Sleazy]]></category>
		<category><![CDATA[SoiSong]]></category>
		<category><![CDATA[The Threshold Houseboys Choir]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=3757</guid>
		<description><![CDATA[In meiner Rezension zu „The Ape of Naples“, die gleichzeitig (auch) eine Art Nachruf auf Jhonn Balance war, schrieb ich, dass Trauer oftmals etwas Egoistisches ist, man darüber betrübt sei, nicht mehr in den Genuss weiterer künstlerischer Werke der Verstorbenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/02/18/electric-sewer-age-in-final-phase/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Electric-sewer-age.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3760" title="Electric sewer age" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Electric-sewer-age-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>In meiner Rezension zu „The Ape of Naples“, die gleichzeitig (auch) eine Art Nachruf auf Jhonn Balance war, schrieb ich, dass Trauer oftmals etwas Egoistisches ist, man darüber betrübt sei, nicht mehr in den Genuss weiterer künstlerischer Werke der Verstorbenen zu kommen. Dabei wurde das 2005 bekannt gegebene Ende Coils durch die postumen Veröffentlichungen verzögert. Nach Sleazys Ableben hat das alles nun eine endgültige, eine finale Note und man sucht verzweifelt nach noch ungehörten und unerhörten Stücken. <span id="more-3757"></span><br />
Als Coil 1998 den Reigen der Equinox/Solstice Singles begannen, die später als „Moon’s Milk (In Four Phases)“ auf einer Doppel-CD zusammengefasst wurden, war das für viele nach den Experimenten unter anderen Namen (ElpH, Black Light District, The Eskaton) eine Rückkehr zu alter Form, leiteten diese vier Singles doch die produktive Spätphase der Band ein, die für viele zur stärksten der Bandgeschichte zählt. Die teilweise improvisierten Stücke bekamen durch William Breezes E-Geige einen organischeren Klang, und das Korsett des Zyklischen gab Coil den äußeren Zwang, den sie scheinbar brauchten. David Keenan nannte das Ergebnis in „England’s Hidden Reverse“ etwas umständlich „a weird Anglo-American polyglot of traditional folk and contemporary avant theory“. Dies wie auch die magisch-okkulten (Unter)Töne mögen Nicolas Roeg dazu bewogen haben, sich dieses musikalischen Materials extensiv für den Soundtrack seines ziemlich holprig inszenierten Films „Puffball“ zu bedienen.</p>
<p>2002 veröffentlichten Sleazy und Balance einen mit Hilfe des inzwischen zur Band gestoßenen Thighpaulsandra (ohne den die Neu(er)findung als Liveband wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre) aufgenommenen weiteren Teil auf handgestalteten CD-Rs. Die drei darauf enthaltenen Tracks knüpften atmosphärisch durchaus an den Ursprungszyklus an, wobei durch das Fehlen von William Breezes E-Geige die musikalische Ausrichtung etwas anders war, auch das die CD-R abschließende Instrumental „Ü Pel (Intense Offering)“, das wahrscheinlich hauptsächlich von Thighpaulsandra eingespielt wurde, erinnert eher an die Synthie-Space-Tracks („Red Birds&#8230;“, „Tiny Golden Books“), die sich auf den beiden Teilen von „Musick to Play in the Dark“ fanden, als an die Musik der ersten vier Singles.</p>
<p>Die letzten Jahre hatten gezeigt, dass Sleazy sich nach seinem Umzug nach Thailand sowohl solo (als Threshold HouseBoys Choir) als auch mit Ivan Pavlov (als SoiSong) wesentlich weniger mit dem beschäftigte, was bei Coil als dunkel wahrgenommen wurde &#8211; die „vibrant rays of spiritual psychosis“ lagen weitgehend in der Vergangenheit; ein Stück auf der Amulettedition des THHBC mit dem Titel „Be Happy“ dürfte paradigmatisch für diese neue und lichtere Version seiner Visionen gewesen sein. Dies schlägt sich zum Teil auch auf den um 2006 entstandenen und jetzt unter dem Namen Electric Sewer Age veröffentlichten Stücken nieder, die mit dem langjährigen Tonmann Danny Hyde entstanden sind und ursprünglich einer erweiterten Neuauflage von „Moon’s Milk“ beiliegen sollten. „Moon’s Milk (Waxing)“ lässt sowohl Einflüsse von THHBC und SoiSong erkennen (die Ethno-Elemente, die nach Xylophon klingende Instrumentierung, die leicht verzerrten Bläsersätze) als auch von rhythmischeren Coil-Tracks. Insgesamt klingt das Stück in meinen Ohren allerdings atmosphärisch weniger dicht als die stärksten Stücke von Sleazys Coilnachfolgeprojekt(en), auch wenn – oder gerade weil – im Verlaufe des Tracks immer wieder weitere Sounds hinzugefügt werden. „Moon&#8217;s Milk (Waning)“ ist von der Stimmung wesentlich (be)drückender, es wird völlig auf die rhythmischen Momente des Openers verzichtet und der Track nähert sich dem Ambient: Eine verfremdete Stimme scheint inmitten der Klangschichten auf- und abzuschwellen. Das erinnert etwas an Sleazys Solobeitrag zu Throbbing Gristles „Part Two: The Endless Not“ mit dem doppeldeutigen Titel „After the Fall“. Nimmt man „Moon’s Milk“-Aufnahmen als Referenzpunkt, erinnert es vielleicht noch am ehesten an „The Coppice Meat“, der Vertonung eines Angus MacLise-Texts, die auf der 2002 veröffentlichten Bonus-CD enthalten war. Das ist beileibe kein schlechtes Stück, aber natürlich war ein Merkmal der ursprünglichen Tracks, dass endlich wieder Balances Stimme zum Einsatz kam, insofern ist allein schon durch ihre Abwesenheit ein Vakuum da, das nur bedingt gefüllt werden kann. „Moon’s Milk (Eternal Phase)“ knüpft wieder an den Anfang an, verbindet leichte Ethnomomente mit rhythmischen Elementen und ein paar flirrenden Sounds, die man auch bei einigen Liveaufnahmen Coils hören konnte. Als nicht genannter Track findet sich ein 2004 entstandenes Stück, das laut Hyde „Therebealiensoutthere“ heißt und zu dem Balance ursprünglich Gesang beisteuern wollte. Der Track erinnert durch seine vertrackten Rhythmen stark an Hydes Arbeit mit Coil Mitte der 90er und an seine Soloarbeiten als Aural Rage. Stimmungsmäßig ist das (sehr) weit von den restlichen Tracks entfernt (es erinnert noch am ehesten an „Fire of the Green Dragon“ von „The New Backwards“) und man kann sich fragen, warum man das nicht auf eine separate Veröffentlichung gepackt hat.</p>
<p>Insgesamt also eine etwas durchwachsene EP, die qualitativ deutlich von den anderen Teilen abfällt, gleichzeitig aber auch Momente aufleuchten lässt, die einem bewusst machen, wie sehr Coil fehlen. Auf „In Final Phase“ wird sicher kein „astrales Feuer“ („A Warning From the Sun“) entfacht, aber es ist beileibe auch kein „vergifteter Kelch“ („Rosa Decidua“). Vielleicht könnte man als Fazit die folgenden ambivalenten Zeilen aus „A White Rainbow“ zitieren, um das zu beschreiben, was die Hörer vielleicht empfinden mögen: „Laughing like skeletons clattering at midday“<br />
(M.G.)</p>
<p>Label:<a href="http://www.divinefrequency.com/"> Divine Frequency </a></p>
<p>Bestellen bei <a href="http://www.auralrage.com/infinalphase.htm">Danny Hyde</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/02/18/electric-sewer-age-in-final-phase/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
