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	<title>African Paper &#187; Jim Sclavunos</title>
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		<title>NICK CAVE AND THE BAD SEEDS: Push The Sky Away</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 23:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der erste Gedanke, der mir beim Hören der neuen Bad Seeds-Platte kam, lief auf die Frage hinaus, wie es wohl für die einzelnen Bandmitglieder sein mag, „nur“ Teil einer längst zur Institution gereiften Gruppe zu sein, von der hauptsächlich Frontmann &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/02/15/nick-cave-and-the-band-seeds-push-the-sky-away/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/cavebadseedspushsky.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6214" title="cavebadseedspushsky" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/cavebadseedspushsky-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der erste Gedanke, der mir beim Hören der neuen Bad Seeds-Platte kam, lief auf die Frage hinaus, wie es wohl für die einzelnen Bandmitglieder sein mag, „nur“ Teil einer längst zur Institution gereiften Gruppe zu sein, von der hauptsächlich Frontmann und Chefcharismatiker Nick Cave öffentliche Wahrnehmung genießt. Freilich, die Frage kommt von jemandem, dessen musikalische Sozialisation in Biotopen stattfand, in denen Musiker meist egozentrische „Projekte“ betreiben, sich untereinander zwar aushelfen, aber nur selten feste Bands mit klaren Hierarchien bilden. Darüber hinaus ist die Frage als Kompliment zu verstehen, denn wenn es etwas gibt, das auf „Push The Sky Away“ besonders überzeugt, dann ist es die<span id="more-6213"></span> Interaktion aller Beteiligten, die zusammen ein uriges, stellenweise improvisiert wirkendes und zugleich schöngeistiges Narrativ spinnen. Dass dieses nicht nur den Singer Songwriter-Künsten des Meisters ein sicheres Fundament gibt, sondern auch einige Durststrecken aufzufangen weiß, ist einer der Gründe, weshalb man auch heute noch außerhalb der Redanktionsstuben von Spex und Rolling Stone über die Combo aus dem sonnigen Brighton berichten kann.</p>
<p>Der Auftakt mit dem berufsjugendlichen Titel „We No Who U R“ wirkt mit seiner heimeligen Lounge-Orgel wie ein Gegenpart zum lauten Geschruppe von Grinderman, das ich dann doch mochte, auch wenn mich das ganze aufgesetzte Theater wohl immer an infantile Männerneurosen erinnern wird. Nick Cave ist ein guter Texter mit Gespür für das Zusammenspiel von Wort und Klang, und wird nicht müde seine Band zu loben, die im Studio regelmäßig zu einem symbiotischen Gebilde zusammenwächst (und man könnte hier noch die Komponente Bild dazunehmen, wenngleich Gaspar Noe in seinem Video einen Beitrag liefert, den sicher auch ein Filmstudent hinbekommen hätte). „The threes all stand like bleeding hands/We go down with the dew in the morning“ ist nur eine der Versgruppen, die pathetisch klingen würde, wären Gesang und Instrumentierung aufdringlicher. Viele der poppigeren Stücke des Albums sind nichts besonderes und wirken auch nicht so, als wollten sie das sein. Herausragende Momente – große Gesten im Refrain, tolle Melodien, kantiges Songwriting – fallen gerade deshalb so sehr ins Gewicht, weil sie in einen dezenten Rahmen gebettet sind, bzw. auf einem Fundament sitzen, in dem sich im Kleinen viel tut: ein grooviger Jazzbass, entgrenzte Trommelwirbel, hier und da fast noisiges Gefrickel auf den Gitarrensaiten – die Neubauten fabrizierten mit so etwas einst ausladende Stücke, hier fungiert es als kleines, grenzüberschreitendes Stilmittel einer Kammermusik, in der auch Bluesakkorde und Surfsounds ihre Momente haben, schließlich liegen die Wurzeln ja im typisch australischen Postpunk.</p>
<p>Darüber hinaus ist „Push The Sky Away“ so anglophil-akustisch wie keine Nick Cave-Platte mehr seit „Henry&#8217;s Dream“, und keine Komponente ist diesmal so stilprägend wie Warren Ellis&#8217; Violine, die in den nicht wenigen filmscoreartigen Momenten an Matt Howdens Beitrag zu einer bekannten Folkband erinnert. Im Zusammenspiel mit Klampfe und Piano entsteht bisweilen eine altbackene Stimmung verfallener viktorianischer Urbanität, rau und nostalgisch wie ein Fischerpub, das Rye Whiskey der alten Schule ausschenkt und schon bessere Tage gesehen hat. Textlich und musikalisch herausragend sind „Jubilee Street“, von dem es gleich noch das Making Of gibt, und „Water&#8217;s Edge“, bei dem der Geschichtenerzähler Cave zur Höchstform aufläuft. Nur ein Schöpfer von Murder Ballads kann einem von derber Erotik knisternden Song über „the will, thrill and chill of love“ eine derart unheilschwangere Atmosphäre verleihen, mit seinen zotigen Reinem müsste er in unserer auf Etikette so viel Wert legenden Zeit eigentlich persona non grata sein. Aber vielleicht ist man ja mit &#8220;Shaking their asses&#8221;-Lyrik schon längst wieder ein Rebell.</p>
<p>Zu mäkeln bleibt, dass das Album in der Mitte die eine oder andere Länge aufweist, an Stellen, wie beispielsweise bei „Mermaid“, wo die Melodien allzu nett ausfallen und die Stimmung vorübergehend ins Fade abgleitet und der Bogen zu den pastoralen Tönen zurückliegender Alben geschlagen wird. Das ist allerdings verschmerzbar.</p>
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		<title>GRINDERMAN: 2 RMX</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 06:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann konnte es mir Nick Cave einfach nicht mehr recht machen. Schon seit Jahren pastoral und selbstergriffen, wurden die Bad Seeds nach &#8220;No More Shall We Part&#8221; auch noch immer gefälliger, und als dann die erste Grinderman erschien, war mein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/04/21/grinderman-2-rmx/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/grinderman2rmx.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3957" title="grinderman2rmx" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/grinderman2rmx-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwann konnte es mir Nick Cave einfach nicht mehr recht machen. Schon seit Jahren pastoral und selbstergriffen, wurden die Bad Seeds nach &#8220;No More Shall We Part&#8221; auch noch immer gefälliger, und als dann die erste Grinderman erschien, war mein erster Eindruck der von schlecht gelaunten Männern jenseits der fünfzig, die über angebluesten Garagenrock einmal ordentlich das Tier rauslassen wollten. Interessant, dass mich dann doch am ehesten die Bad Seeds-nahen Stücke überzeugt hatten, <span id="more-3956"></span>&#8220;I Don&#8217;t Need You (To Set Me Free)&#8221; beispielsweise, und irgendwann kam dann auch der verrockte Primitivismus verspätet bei mir an. Als die vier Urgesteine irgendwann den Support für The White Stripes machen mussten, taten sie mir schon etwas leid, denn gewiss hatten die wenigsten der Kids im Publikum eine Ahnung, wen sie da eigentlich vor sich hatten. Beim zweiten Album wusste ich schon in etwa, was mich erwartet, und inzwischen bin ich dann doch irgendwie Fan geworden. Bei der Stiltreue hatte Grinderman 2 das zweifelhafte Glück, weder stark überraschen, noch groß enttäuschen zu können, doch mit der Zeit und den nötigen Hördurchgängen entdeckt man immer mehr Facetten in dem ungeschliffenen Rock &#8216;n&#8217; Roll, den Cave und seine Multiinstrumentalisten Warren Ellis, Martin Casey und Jim Sclavunos mal zu trockenen Stooges-Brettern, mal zu beinahe leichtfüßigen Balladen gerinnen lassen.</p>
<p>Es gibt wohl kaum ein approbateres Mittel, die Vielfalt im scheinbar einfachen und grobschlächtigen aufzuzeigen, als ein Remixalbum, dass ohne den Originalen Gewalt anzutun die wichtigsten Klangarrangements umstülpt und aus einzelnen Sounds gerade das macht, was sie noch nie und zugleich schon immer sein wollten. Wenn Robert Fripp aus dem „Heathen Child“ ein „Super Heathen Child“ macht, meint dies ein schnörkelloses und chaotisches Hardrockmonster, trotz des eher spartanischen Klanges, trotz der immer nur kurz beigemischten Gitarrensalven. Unter der Bearbeitung von Andy Weatherell wirkt es noch reduzierter, im Grunde fast Dub: Leichte Perkussion und diffuses Rasseln treiben sich gegenseitig voran und entfalten den leicht hypnotischen Effekt, für den in der Grinderman-Welt sonst primär die dreist-einfachen Akkordwiederholungen zuständig sind. Die meisten Versionen gibt es zu „Evil“ &#8211; wie schon auf dem Album eines der experimentellsten und zugleich soundverliebtesten Grinderman-Stücke. Sclavunos selbst fabriziert zusammen mit Matt Burger von The National eine eher trockene und grummelige Interpretation, der ein basslastiger Elektromix von Factory Floor und die eigene ungehobelte Demofassung gegenüber stehen. Die Hit-Single „Worm Tamer“ kommt nach der Bearbeitung von Unkle entspannt rockig daher und bringt Caves Stimme besonders zur Geltung. A Place To Bury Strangers machen etwas gewohnt Verrauschtes und Treibendes aus dem Song, der in der Form glatt ein eigenes Stück mit Gastsänger Nick Cave sein könnte. Jushua Homme von Queens Of The Stone Age liefert eine rifflastige Version des Micky Mouse-Songs ab, während Barry Adamsons „Palaces of Montezuma“ poppiger und beschwingter ist als das Original. Nick Zinner (Yeah Yeah Yeahs) macht aus „Bellringer Blues“ ein Folkstück mit schrägem Tremolo und schunkeligen Handclaps.</p>
<p>Die gelungensten Bearbeitungen erfährt aber meines Erachtens die Ballade „When My Baby Comes“. Sixtoes huldigen in ihrer Bearbeitung einem ethnolastigen Sound, der stilvoll mit Streichern und Klarinetten angereichert ist. Wird hier noch mit überschaubaren Mitteln beachtliches erreicht, geht Horrors-Sänger Faris Badwin zusammen mit Opernsängerin Rachel Zeffira auch formal in die Vollen: Etherisches entfaltet sich über postindustriellen Schrottplätzen, man meint eine von Metallklappern begleitete Isobel Campbell zu hören, bis das Ganze in einen rituell angehauchten Metalsound kulminiert.</p>
<p>Wenn es ein gemeinsames Element gibt, dann liegt es in der stufenweisen Struktur der Songs, die alle meist verhalten beginnen und sich zu einem Höhepunkt hin entweder sukzessive entwickeln oder aber zu einem plötzlichen Sprung ansetzen. Dass dies auf Albumlänge etwas vorhersehbar ist, ändert nichts an der Vielseitigkeit der Platte, die dem rauen Grinderman-Image durchaus zugute kommt.</p>
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