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	<title>African Paper &#187; Joanna Quail</title>
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		<title>JO QUAIL: Five Incantations</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2016 04:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jo Quail hat wie viele Musiker, die mit traditionellen Instrumenten etwas mehr oder weniger Experimentelles machen, eine klassische Musikausbildung genossen und ist dann später &#8211; durch die Begegnung mit etwas schägeren Subkulturen &#8211; &#8220;auf Abwege&#8221; gekommen. Auf diesen Abwegen hinterlässt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/07/jo-quail-five-incantations/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/joquailfiveincantations.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11958" title="joquailfiveincantations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/joquailfiveincantations-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jo Quail hat wie viele Musiker, die mit traditionellen Instrumenten etwas mehr oder weniger Experimentelles machen, eine klassische Musikausbildung genossen und ist dann später &#8211; durch die Begegnung mit etwas schägeren Subkulturen &#8211; &#8220;auf Abwege&#8221; gekommen. Auf diesen Abwegen hinterlässt sie nun seit einigen Jahren interessante Spuren, ihre Signatur dabei ist ein erdiger, bisweilen bodenständiger und doch immer auch eine gewisse Weite implizierender Sound auf dem E-Cello. <span id="more-11957"></span></p>
<p>Auf ihrer letzten Tour duch Australien hat die Musikerin ihr aktuelles Album Five Incantations als ein zusammenhängendes Stück aufgeführt, und in der Tat wirken die fünf Tracks wie Teile eines größeren Ganzen. Zugleich aber hat man das Gefühl, dass man es mit Ausschnitten eines größeren Narrativs zu tun hat, das geheimnisvoll bleibt und im Idealfall im Kopf des Hörers zur Vollendung gelangt. Dies ist nur eine der Doppelbödigkeiten des Werks, denn auch der abstrakte Eindruck täuscht, entfalten die Stücke nach mehrmaligem Hören durchaus subtile Songqualitäten. Mit den fünf Ausschnitten aus einem beim genauerem Hinsehen nur scheinbar abstrakten Gemälde spiegelt sich all dies schon auf dem Cover des Albums.</p>
<p>Mit seiner monumental anmutenden und zugleich wehmütigen Melodie, die gut in einen von vielen kleinen Spannungsmachern durchzogenen Filmscore passen würde, verkörpert der Opener  &#8220;White Salt Stag&#8221; schon diesen Ort zwischen allen Stühlen, denn trotz aller Hintergründigkeit entsteht immer wieder der Eindruck, dem Auftakt eines Rocksongs zu lauschen, und stets überrascht die Tatsache, dass die ganze dramatische Wucht lediglich auf einem Instrument beruht &#8211; es ist eine von vielen Stellen in Quails Werk, bei dem eine größere Nähe zu ihrem RASP-Kollegen Matt Howden in den Sinn kommt als zu anderen Cellistinnen wie Julia Kent oder Hildur Gudnadottir.</p>
<p>Nicht alle der fünf &#8220;Incantations&#8221; geben sich derart straight, &#8220;The Breathing Hand&#8221;, das den Cello streckenweise kaum mehr erkennen lässt, führt lediglich die melancholische Seite des Openers fort und lässt sie in dronig-flächiger Gestalt manifest werden. Einige unsichere Momente gegen Ende des Stücks ändern nichts daran, dass in seiner tastenden Langsamkeit eine starke meditative Ruhe liegt.</p>
<p>Die vorsichtig herantastenden Bewegungen leiten über in das aufgewecktere &#8220;Salamander&#8221;, das fast heiter und verspielt anmutet. Irgendwann kommt wie selbstverständlich Aufgewühltheit in die rhytmische Bewegung, die sich zu Wellen aus Bombast steigert und am dramatischen Ende in luftigen Höhen kulminiert. Die heruntergrbrochene Langsamkeit von &#8220;Between two Waves&#8221; könnte damit nicht stärker (und passender) kontrastieren. Das sanfte Abklingen jedoch ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn in allen Ritzen des Stücks braut sich etwas zusammen, es rumort unterschwellig bis sich plötzlich die schönste Schwermut Bahn bricht &#8211; an keiner Stelle klingt das Cello mehr nach sich selbst. Im ambienten &#8220;Gold&#8221; schließt sich der Kreis, denn die hypnostischen Striche wirken wie ein Zoom und kulminieren in einem furiosen Rocksolo. (J.G.)</p>
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		<title>RASP:  Radiate Power Words</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2014 08:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Entstehungsgeschichte des ersten Rasp-Albums liest sich wie eine Wette – schaffen es zwei Musiker, ein komplettes Album an zwei Abenden, in nur zwei kurzen Sessions zu improvisieren und aufzunehmen, ohne akribische Vor- und Nachbereitung und ohne Erfahrung in derart &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/12/20/rasp-radiate-power-words/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/12/raspraiatepowerwords.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9670" title="raspraiatepowerwords" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/12/raspraiatepowerwords-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Entstehungsgeschichte des ersten Rasp-Albums liest sich wie eine Wette – schaffen es zwei Musiker, ein komplettes Album an zwei Abenden, in nur zwei kurzen Sessions zu improvisieren und aufzunehmen, ohne akribische Vor- und Nachbereitung und ohne Erfahrung in derart spontaner Arbeit? Nun, „Radiate Power Words“ ist eine Antwort auf diese Frage, und was dabei herausgekommen ist, klingt eigenwilliger als alles, was man bisher von den beiden Beteiligten zu hören bekam.<span id="more-9669"></span></p>
<p>Hinter Rasp verstecken sich der bekannte Geiger und Sänger Matt Howden alias The Mighty Sieben sowie die Cellistin Jo Quail, die neben ihrer Bandaktivität bei SonVer und Gastbeiträgen bei so unterschiedlichen Größen wie IRM und Black Eyed Peas bisher zwei Soloalben veröffentlicht hat. Beide sind Meister der Looptechnik, die die Wiederholung lieben und dabei zwar spontan, aber doch stets auf ein musikalisches Ziel hin komponieren. Trotz des experimentierfreudigen Charakters ihrer Musik sind beide einer Ästhetik des Schönen verpflichtet, ganz gleich ob es sich dabei um soundtrackartige Klanglandschaften handelt oder, wie z.B. im Fall von Howdens songorientierten Arbeiten, um eine Art Pop. Auch Rasp ist schön, doch von einer Art, die vom Hörer erforscht, wenn nicht gar bezwungen werden will.</p>
<p>Entgegen ihrer ansonsten eher komponierenden Herangehensweise stand die Idee zu „Radiate Power Words“ ganz im Zeichen der Improvisation. Jo und Matt trafen sich am ersten der beiden Abende auf einer Sheffielder Theaterbühne und jammten vor den Augen eines interessierten Publikums – nur ihre Instrumente und Pedale im Gepäck sowie eine handvoll musikalischer Ideen, die nicht miteinander abgesprochen waren. Dabei entstand das Rohmaterial des Albums quasi in Echtzeit. Am Abend drauf wurden die Aufnahmen in einem benachbarten Studio ohne viel Planung abgemischt, und auch diese Session fand „under the eye of the beholder“ statt.</p>
<p>In den ersten Minuten erinnert die Musik vielleicht am ehesten an Matts soundtrackartige Werke und offenbart neben einigen vertrauten Strukturen eine Mehrschichtigkeit, die bei der spontanen Herangehensweise überrascht. Doch schnell registriert man, dass trotz allem kein Song und schon gar kein Ohrwurm daraus entstehen will. Auch für folkig angehauchten Ambient wäre die Musik zu herb, und wenn Matt wiederholt die Vokabel „Breathe“ ins Mikrofon haucht, bekommt die Stimmung einen leicht rituellen Zug. Die warmen Klänge von Jos tieferen Cellosaiten vermögen das Ganze fast heimlich zu erden – heimlich deshalb, wei es eine Weile braucht, bis man sie erkennt und ortet. So sehr die Musikerin mit ihrem skelletartigen E-Cello live ins Auge fallen muss, steuert sie hier zunächst die subtileren Parts bei.</p>
<p>Das Vage, Unbestimmte, das ledigliche Andeuten einer musikalischen Stoßrichtung sind wohl die deutlichsten Effekte des spontanen Livecharakters, der durch den Applaus und gelegentliches Murmeln des Publikums nur noch unterfüttert wird. Auch wenn Repetition, Klangfarben und einzelne Motive an frühere Arbeiten der beiden erinnen und auch die herbstliche, nebelverhangene Verwunschenheit vertraut anmutet, sucht man hier jede „runde“ Kompaktheit. Schlimm? Nur wenn man Pop erwatet un dem attraktiven Reiz des Fragmentarischen nichts abgewinnen kann. Umso schöner dennoch einzelne Momente, in denen sich vorübergehend alles auf wenige markante Elemente konzentriert. Da wären einige rhytmische Passagen zu nennen, in denen die Saiten beider Instrumente perkussiv gespielt werden oder der durch schöne Melodiebögen illustrierte lyrische Vortrag in „Rain Falls“.</p>
<p>Auf gewisse Weise offenbart „Radiate Power Words“ die subtilen Strukturen der Musik Jo Quails und Matt Howdens, gerade weil so vieles offen und heterogen bleibt und nicht zu einem runden Werk synthetisiert worden ist, und es zeigt, wie ähnlich und unähnlich eine Musik klingen kann, wenn die Musiker einmal ganz anders als sonst vorgehen. Bei den beiden Sessions wäre ich gerne im Publikum gewesen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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