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	<title>African Paper &#187; Jodie Cornish</title>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Seaside Ghost Tales</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2020 03:38:48 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/trappistafterlandseasideghosttales.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22777" title="trappistafterlandseasideghosttales" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/trappistafterlandseasideghosttales-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Trappist Afterland haben in den letzten zehn Jahren auch ohne deutliche Stilwechsel eine enorme Wegstrecke zurückgelegt und gelten spätestens seit &#8220;Afterlander&#8221;, das vielleicht das Album zum Kennenlernen der Band ist, als einer der besten dunklen Folkacts unserer Zeit. Auf neun Studioalben, zwei Splits und zahlreichen kleineren Veröffentlichungen gibt es keinerlei kraftlose oder uninspirierte Momente, ganz gleich ob man eher die zerfledderten psychedelischen Konzeptalben des Frühwerks<span id="more-22772"></span> mit ihren fragilen akustischen Fantasiewelten in den Fokus rückt oder eingängigere Platten wie &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; oder &#8220;Insect in Amber&#8221;, bei denen Adam Coles sensitiv-entrückte Stimme demonstriert, dass sie auch die klassischeren Songformate beherrscht.</p>
<p>Jüngst kündigte Cole, der neben dem Gesang für zahlreiche Instrumente zuständig ist, das Ende des Projektes an, und da er keineswegs zur Schwätzerfraktion zählt, scheint es Trappist Afterland nun tatsächlich nicht mehr lange zu geben. Natürlich raten ihm viele Fans davon ab, verständlicherweise, weshalb ich mich da auch ohne Umschweife anschließe. Trappist Afterland sind jedoch derart aktiv gewesen in den letzten Jahren, dass man keine Sekunde an einem würdigen Nachleben zweifeln sollte &#8211; und das ist bei allem Bedauern besser als ein künstlich aktiv gehaltenes Projekt, das sich schwer tut, an früher Größe anzuknüpfen und doch nicht aufhören will.</p>
<p>Zu einem solchen Abschluss oder Übergang gehört m. E. auch so etwas wie eine Summa oder ein Opus Magnum, das noch einmal im großen Rahmen alle Besonderheiten einer Band in sich vereint und all den Dingen Ausdruck verleiht, die noch gesagt werden sollten. Etwas in der Art liegt jetzt mit &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; vor, das mit sechzehn auf zwei LPs verteilten Songs das bislang umfangreichste Trappist-Album geworden ist. In der Tat enthält das Werk (vielleicht ungewollt) einige Reminiszenzen an unterschiedliche Phasen der letzten zehn Jahre und bewahrt mit einem mehr als soliden Instrumentarium (u.v.a. Gitarren, Oud, Dulcitar, Tanpura, Bozouki, Bodhran, Harmonium, Mellotron, Flöten, Piano, Glöckchen) eine geschickte Balance zwischen eingängigen und herausfordernden Momenten.</p>
<p>Gerade in den ersten Stücken des Albums fühlt man sich auf merkwürdige Art an die experimentelleren Songs früher Aufnahmen erinnert, ebenso an die Tatsache, dass Coles musikalische Wurzeln zum Teil im Rock liegen. Das eröffnende &#8220;Serpent&#8217;s Isle&#8221; lässt mit orientalischen Klängen und raschelnden Becken einen spannungsgeladenen Fatalismus entstehen, der sich trotz Coles fragilem und zugleich leidenschaftlichem Gesang über die ersten Abschnitte hinweg hält &#8211; so beim darauffolgenden &#8220;Calling of the Quarters&#8221;, bei dem schmerzhaft bohrende Dröhnung den Hintergrund abgibt für ein gnostisches Gebet, bei dem Alan Davidson von Kitchen Cynics die Erzengel beschwört. Seine Rezitation wird leitmotivisch wiederkehren, doch zunächst leiten unruhige Ambientsounds in den ersten Folk-Ohrwurm &#8220;Paperboats&#8221; über. Hier begegnet einem erstmals wieder die entrückte Melodik, die in den letzten Jahren so viele Current 93- und In Gowan Ring-Fans von Trappist Afterland einnahm. Auch das Traditional &#8220;The Unquiet Grave&#8221; im Duett mit Lucy Roleff ist trotz Titel und Thema eher angenehm &#8220;cocooning&#8221;.</p>
<p>Gerade viele Stücke der zweiten Scheibe docken an die eingängigen Strukturen der letzten Jahre an, was das Album streckenweise wie eine Reise durch die Geschichte der Band anmuten lässt: Das auf einer apokryphen Geschichte basierende “Twelve Sparrows (In the Infancy of God)” ist schon der erste Höhepunkt von Coles immer märchenhaft anmutender gnostischer Erzählkunst, bei der Tiefe und eine gewisse Leichtigkeit in traumhafter Entrücktheit einen eigentümlichen Bund eingehen, Tracks wie das schon von einer 7″ her bekannte “Sacred Geometry”, “The Man Who Beded Time” oder “Travellers in the Mind of God” stehen dem in nichts nach. Dass sich dieses Stimmungsgemisch auch in der Musik spiegelt, tritt vielleicht am deutlichsten zutage, wenn die verspielte Melancholie in Adam Coles Gesang und Gitarrenspiel in Anthony Cornishs etwas schwererem Harmoniumspiel ihren geerdeten Gegenpart findet. Das dronige, asiatisch beeinflusste “Last Trip to the Sun”, das direkt aus einer hippiesken Folkplatte der 70er gefallen sein könnte, ist da vielleicht das beste Beispiel.</p>
<p>Dass das Album einen Ort und die Geister im Titel hat, scheint mir nicht zufällig gewählt, denn in den Songtexten, die sich stark um Fragen der Verbundenheit, um das Halten und Loslassen von Liebgewonnenem drehen, scheinen vertraute Orte, aber auch deren Geister eine große Rolle zu spielen. &#8220;Death Becomes Gold&#8221; kündet von dem Glauben an Transzendenz und liefert mit seinen hochtönenden Gesangspassagen und dem anrührenden Banjostrumming ganz nebenbei einen der Höhepunkte des Albums. Das schon erwähnte &#8220;The Man Who Bended Time&#8221;, das wehmütige &#8220;How Ricky Got His Wings&#8221; und v.a. das wunderschöne &#8220;God is a Black Dog&#8221; geben diesen Motiven eine noch persönlichere Dimension. Von Dankbarkeit durchdrungene Geisterarbeit bestimmt auch das ältere und aus der Feder Neil Sweeneys stammende &#8220;Golden Neighborhood Closing&#8221;, das der Liebe zu einem Ort ein wenig kitschiges, sondern ein eher gebrochenes Denkmal setzt.</p>
<p>Trotz dieser Fülle und des abschließenden Charakters haben sich Trappist Afterland mit &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; kein eigenes Denkmal gesetzt, sondern ein unprätentiöses Werk geschaffen, dass so lebendig wirkt, dass man auf künftige Arbeiten Coles nur gespannt sein kann. Mehr dazu bald im Interview. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sunstone Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=202815556/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/album/seaside-ghost-tales">Seaside Ghost Tales by Trappist Afterland</a></iframe></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Trappist and the Hare</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2020 07:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann musste es zu dieser Zusammenarbeit kommen: Der Schotte Grey Malkin und der im australischen Melbourne lebende Adam Cole sind seit langem befreundet und leidenschaftliche Schöpfer dunkler, folkiger Anderswelten, und doch könnten ihre Herangehensweisen, ihre Themenwahl und ihre musikalischen Handschriften &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/02/trappist-afterland-grey-malkin-the-trappist-and-the-hare/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/trappisthare.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20911" title="trappisthare" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/trappisthare-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwann musste es zu dieser Zusammenarbeit kommen: Der Schotte Grey Malkin und der im australischen Melbourne lebende Adam Cole sind seit langem befreundet und leidenschaftliche Schöpfer dunkler, folkiger Anderswelten, und doch könnten ihre Herangehensweisen, ihre Themenwahl und ihre musikalischen Handschriften kaum unterschiedlicher sein.<span id="more-20910"></span></p>
<p>Cole und seine Mitstreiter bei Trappist Afterland spielen auf klassischen Instrumenten ganz unterschiedlicher Musikregionen den derzeit vielleicht besten Psych Folk, der nicht nur aufgrund seiner christlich-esoterischen Texte, sondern auch aufgrund der filigranen Bannkraft auch cie Fans von Current 93 oder Stone Breath begeistert. Grey Malkin dagegen, dessen Name aus Macbeth bekannt ist und über dessen Person so geheimnisumwittert wie Thomas Pyncheon und die Residents ist, ist so etwas wie der dunkle Barde des englischen Folk Horror, dessen unheimliche cinematische Scores auf einem elektronischen Fundament stehen. Wie bei seinem früheren Projekt The Hare and the Moon ist sein Dark Folk auch heute noch überraschend gitarrenfrei.</p>
<p>Auf der vorliegenden Kollaboration feiern beide Acts ihre gegenseitige Wertschätzung, und in einigen Songs verschmilzen ihre jeweiligen Stilelemente zu einer stimmigen Einheit. Im eröffnenden &#8220;A Gilded Gleam&#8221; huschen eisige Saitengriffe wie galoppierende Schritte durch die glatte Fläche einer ambrierten Ambient-Landschaft, bis filmische Streicher das opulente &#8220;Insects in Amber&#8221; eröffene, ein Echo aus Trappists bislang jüngstem Album, bei dem aber selbst die Stimmen der beiden (Coles fragil und virtuos, Malkins introvertiert und rustikal) einen Zopf bilden.</p>
<p>Im Laufe des Albums offenbart diese Synthese ein großes Potenzial. &#8220;An Error this Time&#8221;, das mit einer &#8220;Greensleeves&#8221; wiedergebenden Spieluhr beginnt, mag formal noch mehr zu Trappist Afterland neigen, doch der ambiente Chrakter, der eher an Malkin erinnert, wirkt keineswegs aufgeklebt, eine noch größere Synthese erfahren beider Handschriften in den aufeinander bezogenen Tracks &#8220;Full Snow Moon&#8221; un &#8220;Full Crow Moon (Scarecrow Song)&#8221;. Gerade in ersteres mit seiner hexig-beschwörenden Aura und seiner deutliche Spannung, ist viel Malkinsches Heidentum geflossen, und die wie vor Angst zitternde Stimme Coles setzt all dem die Krone auf. Deutlicher nach the Hare and the Moon klingen das ebenfalls mit Hexenthemen spielende &#8220;Cailleach&#8221; und das rituelle &#8220;Corn Mother&#8221;: Hier wirkt Coles Stimme weitaus weniger fragil, wenn er zu donnernden Pauken und drähnenden Streichern den Kreislauf von Werden und Vergehen des Korns beschwört. Andere Stücke wiederum würden auf einem reinen Trappist Afterland-Platte nur bei genauerem Hinhören auffallen, und &#8220;Farewell Sundog&#8221; ist ja tatsächlich eine etwas nachdenklischer wirkende Version eines großartigen Songs vom letzten Album. &#8220;Amber Dwellers I&#8221; (dessen reprise das Album abschließt) ist ein weiterer Höhepunkt des Albums, der ganz die entrückte Atmosphäre heraufbeschwört, die untrennbar mit Trappist verbunden ist und hier mit einer Schicht Ambient verschmilzt.</p>
<p>Bei mehrmaligem Hören fällt immer mehr auf, dass Trappist Afterland und Grey Malkin hier etwas besonderes gelingt, nämlich die fast perfekte Gradwanderung zwischen Verschmelzung und Beibehaltung ihrer individuellen Signaturen. Ob sie diese dünne Linie bewusst gesucht haben ist ebenso schwer einzuschätzen wie die Frage, ob die diese Balance auf eventuell weiteren Zusammenarbeiten halten würden. Ganz unabhängig von diesr Frage sollte man beide Acts alle paar Jahre imemr mal für eine Zeitlang zusammen einsperren &#8211; auf einer kleinen Insel mit heimeligem Ambiente und einem soliden Studio. Die Fans wären garantiert begeistert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Insects in Amber</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2019 04:18:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn flüssiges Harz sich im Laufe einer sehr langen Zeit in Bernstein verwandelt, kann es passieren, dass lebende Objekte wie Pflanzen oder kleine Tiere in dem Material eingeschlossen werden und als besterhaltene Fosilien die Zeiten überdauern. Meist sind es Insekten. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/25/trappist-afterland-insects-in-amber/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/trappistafterlandinsectsinamber.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17663" title="trappistafterlandinsectsinamber" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/trappistafterlandinsectsinamber-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn flüssiges Harz sich im Laufe einer sehr langen Zeit in Bernstein verwandelt, kann es passieren, dass lebende Objekte wie Pflanzen oder kleine Tiere in dem Material eingeschlossen werden und als besterhaltene Fosilien die Zeiten überdauern. Meist sind es Insekten. In vielen Kulturen, die mit Bernstein in Berührung kamen, wurden diese Fossilien zu einem Symbol für einen alternativen Blick auf das Phänomen Zeit, und bezeichnenderweise wird Trappist Afterlands neues Album mit einer kurzen Meditation über den<span id="more-17662"></span> relativen Chrakter der Zeit eröffnet. Wenn im Verlauf der zehn Stücke immer wieder Themen der Komogonie aus christlich-gnostischer Perspektive anklingen, spielt dieser Konnex zwischen Spiritualität und Wissenschaft, Relativitätstheorie und Religion zwar keine vordergründige Rolle, dient allerdings als Rahmen, der all den folgenden Worten, Klängen, Melodien und Harmonien ihre spezielle Färbum verleiht.</p>
<p>&#8220;Insects in Amber&#8221; knüpft musikalisch an die Alben der letzten Jahre, an die etwas eingängigere Phase seit &#8220;Afterlander&#8221; oder spätestens &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; an und verknüpft einmal mehr ein meist folkiges Instrumentarium aus verschiedenen Kontinenten, verspielte Experimente und entrückten Gesang mit eingängigen Melodien, die jeden Psych- oder Dark Folk-Freund in Verzückung versetzten wird. Neben der Vielzahl an Instrumenten, die Bandchef Adam Cole selbst eingespielt hat, kommen schon bekannte Mitstreiter wie David Colohan und Anthony Cornish, dessen Frau Jodie, Neulinge im Trappist-Kosmos wie Ricky French, sowie Alan Davidson von den schottischen Kitchen Cynics zu Wort, der u.a. den Eingangsmonolog rezitiert.</p>
<p>In &#8220;God&#8217;s Dream&#8221;, dessen ekstatisches Strumming auf der giechischen Bouzouki und der gewohnt zisselige Trappistsound, v.a. aber die wunderbar melancholische Geangsmelodie es zu einem der mitreißendsten Stücke des Albums machen, wird die Welt in gnostischer Manier als Traum Gottes und der Akt des Träumens als Schöpfung dargestellt &#8211; ein Motivkomplex, der in einigen Stücken zur Sprache kommt: In &#8220;God&#8217;s Food&#8221;, in der über einer Klanggestalt, die fast ein wenige Velvet Underground anklingen lässt, die Frage nach der Manifestation von Wirklichkeit gestellt wird. Ebenfalls in diesen Bereich geht &#8220;Within a Dream&#8221;, das auf einem berühmten Edgar Allan Poe-Gedicht basiert. Wenn alles nur ein Traum in einem Traum ist, ist dann auch Vergänglickeit und Verlust weniger real und weniger schwer? fragt Cole mit Poe und lässt mit seinen mollastigen Vocals und dem entrückten Bouzoukispiel eine wehmütige Frage im Raum stehen. Der Sand jedenfalls rinnt aus der Hand und ist nicht aufzuhalten. In &#8220;I Will Not Ask&#8221; aus der Feder eines Mar Thomas, wird in Gebetform fast so etwas wie eine Theorie des Betens selbst aufgestellt, das als Dank und nicht als Bitte wirkungsvoll ist. Manch einen mag wundern, wie nah das gnostische Christentum z.T. an Vorstellungen ist, die man vielleicht mit dem Buddhismus und anderen außereuropäischen Arten der Spiritualität verbindet. Den Song mit dem säuselnden Sound der indischen Tanbura, einem sitarartigen Instrument, zu untermalen, mag auch dazu passen.</p>
<p>Einmal mehr lassen sich die Songs auch ohne den mystischen Überbau genießen, vorausgesetzt ist allerdings ein Faible für Mandolinen, Oud und Dulcitar, für Harmonium, Mellotron und Melodica und überhaupt für dunkeln, psychedelischen Folksound, der beispielsweise in dem bildreichen &#8220;Crippled Cross&#8221; auch mit rückwärtsgespielten Passagen und anderen verspielten Experimenten aufwartet oder das mit einem Gebet eingeleitete &#8220;Bishop of Arnagh&#8221; über den irischen Nationalheiligen St. Patrick. Ferner &#8220;GodDog&#8221;, das in fast unbekümmerter Spielweise die Empathie besingt, die sich zwischen Mensch und Tier abspielt und nach dem berührenden &#8220;Song for Sundog&#8221; für einen Neubeginn steht. &#8220;Song of the Pipis (A Jar of Mystics part 2)&#8221; entführt einen erneut an den zwischen Canberra und Sydney gelegenen Minnamurra oder Mystic&#8217;s Beach inmitten des Killalea Park, seine Glöckchen und der andächtige Gesang leiten über in den harmonischen Ausklang &#8220;Heirlooms in the Mist&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sugarbushrecords.com/">Sugarbush</a> / <a href="http://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
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