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	<title>African Paper &#187; Jörg Buttgereit</title>
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		<title>HERMANN KOPP: Cantos Y Llantos</title>
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		<pubDate>Sat, 06 May 2017 06:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf seiner inzwischen vierten Veröffentlichung für Galakthorrö knüpft Hermann Kopp, der auf seiner Webseite seine Musik als „haunting sounds for extreme visions“ bezeichnet, an sein bisheriges Werk an. Schon auf seinem 1983 veröffentlichten lapidar „Pop“ betitelten Fulltime-Debüt ging es weniger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/05/06/hermann-kopp-cantos-y-llantos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Hermann-Kopp042_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13720" title="Hermann Kopp042_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Hermann-Kopp042_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf seiner inzwischen vierten Veröffentlichung für Galakthorrö knüpft Hermann Kopp, der auf seiner <a href="http://www.hermannkopp.com/">Webseite</a> seine Musik als „haunting sounds for extreme visions“ bezeichnet, an sein bisheriges Werk an. Schon auf seinem 1983 veröffentlichten lapidar „Pop“ betitelten Fulltime-Debüt ging es weniger um denselben, sondern fand man am „Nudistenstrand“ nicht Begehrliches als vielmehr eine „öde Fleischlandschaft“. Kopps thematische Interessen verorteten ihn zwischen<a href="https://www.discogs.com/de/Hermann-Kopp-Mondo-Carnale-Best-Of-1981-1989/release/436907?ev=rr"> „Mondo Carnale“</a> und <a href="https://www.discogs.com/de/Hermann-Kopp-Nekronology/master/201792">„Nekronology“</a> – so der Titel einer Auswahl seiner Arbeiten für Jörg Buttgereits Filme. Körperlichkeit konnte hier eigentlich nur als fortwährender, akzelerierender Verfallsprozess gesehen werden. <span id="more-13719"></span>Kopp residiert schon lange in Spanien – etwas das sich bei der Sprachwahl auf „Cantos Y Llantos“ niederschlägt -, aber von der Stimmung, die seine Musik erzeugt, könnte man ihn sich auch gut in einem von Schimmel befallenen Palazzo in der Lagunenstadt vorstellen, in der man nicht auf den Trost von Fremden hoffen sollte und Kinder in roten Mänteln nicht das sind, was sie zu sein scheinen.</p>
<p>Auf dem die EP eröffnenden „La Frontera“ dröhnt für knapp zwei Minuten Kopps E-Violine eine fast sakrale Hymne. „La Muerte“ &#8211; zu dem es auch ein offizielles, in Schwarzweiß gehaltenes stimmungsvolles <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FQyHT4cjWmo">Video</a> gibt &#8211; wird bestimmt von der immer an der Grenze zur Dissonanz streichenden Geige und dem Gesang, der „diabolica divina“ intoniert. Ab der Hälfte kommt monotone Perkussion hinzu. „El Odio“ ist im Gegensatz zum Vorgänger weniger songorientiert, klingt ganz so, als wolle Kopp eine ganz eigene Version des Backward Maskings kreieren. Die Geige klingt noch dissonanter, scheint zwischendurch zu verstummen, Wortfetzen lassen sich nur erahnen. Nach Grenze, Tod und Hass wird die EP mit „La Melancholía“, der Schwarzgalligkeit, beendet. Traurige Streicher werden durch in der Ferne hallendes Klopfen und Dröhnen untermalt.</p>
<p>Natürlich könnte man bei Kopps Themen und der Bildlichkeit, derer er sich z.B. für das  „La Muerte“-Video bedient (Friedhöfe, Schädel, Leichenhallen, Kreuze), kurz denken, hier benutze jemand abgegriffene Topoi, um den einen oder anderen WGT-Besucher zu begeistern, aber Kopp verfolgt seine Themen mit solcher Konsequenz und Konsistenz und zudem geht seiner Musik jedweder hohle Pathos und Kitsch ab, dass man diesen Gedanken sehr schnell verwirft. Kopp spielt eine authentische Musik des Ver- und Zerfalls, die sich wohltuend von all den allzu glatt produzierten Weltschmerzhymnen abhebt. Wenn man etwas pointiert konstatiert, dass sich die Conditio humana mit zwei, drei Gedichten Philip Larkins adäquat zusammenfassen lässt, so gelingt Kopp auf dieser 7&#8242; ähnliches. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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		<title>HERMANN KOPP: Zyanidanger</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 08:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bataille]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Kopp]]></category>
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		<description><![CDATA[Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/25/hermann-kopp-zyanidanger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7074" title="hermann Kopp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen Jörg Buttgereits machten deutlich, dass Kopp sich gerne dem Abseitigen, Morbiden, Heterogenen (Bataille) widmete. Das zweisprachige Portmanteauwort, das dem neuen Album seinen Titel gibt, macht das erneut deutlich. Inspiriert wurde „Zyanidanger“ von dem im 19. Jahrhundert veröffentlichten Werk <em>Die</em> <em>Geschichte</em> <em>der</em> <em>Chemie</em> des deutschen Chemikers, mit dem der Künstler seinen Namen teilt und das in Braunschweig veröffentlicht wurde. Koinzidenzen überall.<span id="more-7073"></span></p>
<p>Laut Booklet verweist der Begriff „Black Chemistry“ &#8211; ein Stück gleichen Namens ist auf dem Album vertreten – auf eine Zeit, als (wissenschaftliche) Experimente noch als Ketzerei betrachtet werden konnten und als Wissen und Formeln kodiert waren und entziffert werden mussten.</p>
<p>Musikalisch steht meistens Kopps elektrische Geige im Zentrum. Als William Breeze Ende der 90er Coil bei einigen Aufnahmen unterstütze, so sorgte seine E-Geige für einen warmen, organischen Klang, Kopp hingegen lässt – wie schon früher &#8211; sein Instrument immer bewusst am Rande der Dissonanz spielen, wie etwa beim Opener „An die Chemie“ oder aber auf „Raven&#8217;s Head“. Insofern erinnert das, was er (schon lange)  macht, eher an das leicht atonale Streicherspiel von D. Smolken. Die Stücke haben dadurch (und auch bedingt durch die Produktion) etwas Archaisches. Man meint, die Aufnahmen seien in einem Haus entstanden, in dem Roderick Usher gleich um die Ecke schaut. Auf „Jabir Ibn Hayyan“ werden neben Streichern auch Piano und seltsame Geräusche eingesetzt, die an den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hex8Z0V4Ca4">legendären Trailer </a>erinnern, mit dem vor vielen Jahren das ZDF seine phantastischen Filme einleitete. Auf „Mutus“ dominiert das Piano, das den sakralen Gesang Kopps untermalt, der einen lateinischen Text des böhmischen Mönches Johann von Tetzen vorträgt. „So bin ich Gift und bleibe Gift “ flüstert Kopp auf „Arsenicum“ (damit den im 15. Jahrhundert lebenden Alchemisten Basilius<strong> </strong>Valentinus zitierend) und man glaubt ihm das sofort. Auf „Tabula“ spricht Dorothee Schwarz einen Text, während im Hintergrund die Geige stöhnt und ächzt. Einen Moment der Melancholie bietet „Gas hinter Glas“. Abgeschlossen wird das Album von „The Gold Bug“, basierend auf Poes Kurzgeschichte gleichen Namens, aus der Kopp mit teils verfremdeter Stimme zitiert. Thematisch passt das durchaus zum Rest des Albums, geht es doch in Poes Text (auch) um das Entziffern, das Dekodieren, wird hier Poes Interesse an Kryptogrammen virulent.</p>
<p>Verglichen mit dem Vorgänger klingt „Zyanidanger“ in sich geschlossener. Auf seiner Website spricht Kopp von seiner Musik als „Haunting sounds for extreme visions“ und das ist sicher eine angemessene Beschreibung. Ebenso könnte man auch aus einer Geschichte des „Einsiedlers von Providence“ zitieren: „I heard the shrieking viol swell into a chaotic babel of sound; a pandemonium which would have led me to doubt my own shaking sanity“. Großartige Platte.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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