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	<title>African Paper &#187; Joseph Curwen</title>
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		<title>Adventures in atmospheric sound design: Interview mit Joseph Curwen</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2015 06:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[H.P. Lovecraft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das nach einer Figur aus H. P. Lovecrafts Roman The Case of Charles Dexter Ward benannte und in Newcastle upon Tyne beheimatete Einmannprojekt situiert sich selbst im weiten Feld von „Post-Rave Hauntology Rituals and Radiophonic Occult Synth Horror Soundtracks“ (die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/02/adventures-in-atmospheric-sound-design-interview-mit-joseph-curwen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/JC.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10163" title="JC" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/JC-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></em><strong>Das nach einer Figur aus H. P. Lovecrafts Roman The Case of Charles Dexter Ward benannte und in Newcastle upon Tyne beheimatete Einmannprojekt situiert sich selbst im weiten Feld von „Post-Rave Hauntology Rituals and Radiophonic Occult Synth Horror Soundtracks“ (die Genese des Begriffs wird im Interview erläutert), man könnte auch sagen im Spannungsfeld von (ewigen) Drones und melodischen Soundcapes, die inzwischen auch schon mal von Beats durchzogen werden. Dabei sprengen die (meist digitalen) Veröffentlichungen manchmal den Rahmen eines herkömmlichen Tonträgers, etwa dann, wenn<span id="more-10161"></span> „Lurking Fear“ &#8211; auch hier stand der „Einsiedler von Providence“ bei der Titelgebung Pate &#8211; aus 24 „Szenen“ von jeweils 30 Minuten Länge besteht. Im folgenden Interview geht es u.a. um (musikalische wie außermusikalische) Einflüsse, die Art des Komponierens, Ästhetik, Liveauftritte und Seitenprojekte.</strong></p>
<p><a title="Adventures in atmospheric sound design: Interview with Joseph Curwen" href="http://africanpaper.com/2015/05/02/adventures-in-atmospheric-sound-design-interview-with-joseph-curwen/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Lass uns mit den Hintergründen deines Projektes beginnen. Ist Joseph Curwen dein erstes Projekt oder hast du vorher bereits in irgendwelchen Bands gespielt? Mit welcher Musik/welchen Sounds bist du aufgewachsen?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich hatte das Glück in einem musikalischen Haushalt aufzuwachsen. Ich bin inmitten von 70er-Rock und Psychplatten aufgewachsen und einem alten Klavier. Ich bin in einem winzigen Dorf in County Durham in den frühen 90ern aufgeachsen und war schon früh der Ravekultur ausgesetzt. Die meisten Kinder, mit denen ich zur Schule gegangen bin, hatten ältere Geschwister und Eltern, die regelmäßig auf Raves gegangen sind, insofern liefen immer Techno- und Ravetapes, wenn ich jemanden besucht habe. Ich erinnere mich noch an den Schock, den ich hatte, als es in dem Dorf einen Ecstasytoten gab. Das begründete in mir eine Dichotomie zwischen Euphorie und Nostalgie, die es oft in tanzbarer Musik gibt. Ich habe mich immer für schwere, basslastige Musik interessiert, dazu gehört auch eine lebenslange Faszination für Heavy Metal. Ich habe jahrelang in vielen Bands Bass gespielt und bemerkt, dass das Publikum auf tiefe Frequenzen sehr unmittelbar reagiert, von niederdrückenden Doombands bis hin zu Hochzeitskapellen, die Physikalität des Basses ist immer dabei. Alles andere ist die Summe unserer Erfahrungen, und so vermischte ich meine Liebe zu Drone und Rave/Dance zu etwas, das ich Post-Rave Hauntology Rituals nenne. Ich nenne das so, um damit meinen persönlichen und musikalischen Erfahrungen früherer Jahre wie in einer Inszenierung zu begegnen. Als Joseph Curwen spiele ich ebenfalls in The Dead End Street Band und CHONYID. Ich genieße es wirklich, allein zu arbeiten, weil ich dabei sorgfältig planen kann, wie einzelne Sounds miteinander interagieren, aber wenn ich mit anderen arbeite, schätze ich es, Sounds in Echtzeit zu bearbeiten und auf die Klänge um mich herum zu reagieren. Beides gibt mir sehr viel. Mein jüngstes Album “A Key To The Origin” ist wie mir scheint am dichtesten an einem reinen Post-rave hauntology ritual, seit ich Joseph Curwen vor ein paar Jahren erstmals ins Auge fasste, deshalb der Titel.</p>
<p><em><strong>Ich denke, bei deinem Projektnamen und Titeln von Veröffentlichungen müssen wir über H.P. Lovecraft sprechen. Wie bist du erstmals mit seinen Werken in Berührung gekommen?  Bei deinem Interesse an dem Mann aus Providence habe ich mich gefragt, ob du die jünsgte, sehr hitzige Debatte darüber verfolgt hast, ob die World Fantasy Award-Figur, die ihn zeigt, wegen seiner Ansichten (zu Rasse etc.) durch die von jemand anderem ersetzt werden sollte, und S.T. Joshis Posts, in denen er Lovecraft verteidigt. Wie stehst du zu der Diskussion?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich bin mit HP Lovecraft erstmals als Teenager in Berührung gekommen, als ich entdeckt habe, dass viele meiner Lieblingsmetalmusiker von seinen Werken beeinflusst waren.Ich habe eine Zusammenstellung seiner Werke namens “Necronominocon” gekauft und voller Freude verschlungen. Ich hatte den Eindruck, dass meinen anfänglichen Experimenten mit Drone ein unheimlicher Sinn von Grauen innewohnte, weswegen es natürlich erschien, das Projekt nach seiner Herangehensweise an das zu benennen, was wir nie  von unseren Halbträumen und Erinnerungen wirklich wissen können.</p>
<p>Ich persönlich halte nichts von Lovecrafts Ansichten zu Rasse, aber ich bin intelligent genug, einzusehen, dass er ein Kind seiner Zeit war, denn eine Menge Leute aus dieser Ära hatten Ansichten über andere Menschen, die aus heutiger Sicht rückständig und nutzlos erscheinen.</p>
<p><em><strong>Denkst du, dass es so etwas wie ein Kernelement oder eine Essenz von Lovecrafts Fiktion gibt (Joshi würde vielleicht das Kosmische nennen), und falls ja, wie würdest du es beschreiben? Was macht seine Geschichten so herausragend für dich im Vergleich zu anderen Autoren? Wie kamst du auf die Idee, deine Faszination für das Übernatürliche und für Lovecraft in einem eigenen Werk umzusetzen?</strong></em></p>
<p>Ich habe immer Lovecrafts Sinn für das echte Unbekannte in seinen Gesichten geschätzt, und ich denke, dass niemand den Kosmos auf eine derart seltsame Weise beschrieben hat. Es gibt bedeutende Vorgänge im Universum, die wir als menschliche Wesen nie verstehen werden, ob wir nur an Monster am Himmel glauben oder dem anerkannten wissenschaftlichen Denken beipflichten. Ich versuche, diese Art von unbehaglicher Atmosphäre in meine Musik einzubauen, so als ob du der Aufnahme eines Traumes über eine musikalische Erinnerung zuhörst. Viele seiner Geschichten handeln von scheinbar normalen Menschen, die in aufwühlende Situationen gestoßen werden, zu so etwas hatte ich immer einen Bezug.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11171519_893101237379521_1962140740_o.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10166" title="11171519_893101237379521_1962140740_o" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11171519_893101237379521_1962140740_o-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><em><strong>Wie stehst du zu den Versuchen der HPL-Historical Society, Filme und Hörspiele zu machen, die die Zeit widerspiegeln, in denen die Geschichten entstanden sind, z.B. durch das Medium des Stumm- oder des Schwarzweißfilms? Ich frage, weil du eine ziemlich auffällige Ästhetik hast. Ich denke, man erkennt deine Veröffentlichungen wegen der Art, wie Farben benutzt werden. Und du hast dich nicht für ein Retrodesign entschieden. Kannst du etwas dazu sagen?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich verstehe den Reiz des Versuchs, eine Stimmung hervorzubringen, die HP Lovecraft vielleicht gefallen hätte, und manchmal sind selbstauferlegte künstlerische Beschränkungen ein großartiger Weg, kreativ mit einem Stoff umzugehen. Ich war immer ein großer Technikfan, und meine Arbeit als Joseph Curwen reflektiert dies. Es freut mich, dass du meine Ästhetik als auffällig hervorhebst, ich habe ziemlich viel Zeit mit jedem Cover verbracht, um sicher zu gehen, dass es die Musik angemessen wiedergibt. Mein Gebrauch von Farbe kommt von meiner Liebe zu ihr. Ich stelle mir meine Musik gerne als ebenso strahlend wie mein Artwork vor.</p>
<p><em><strong>In deiner Selbstbeschreibung benutzt du auch den populären Begriff Hauntology. Der Philosoph Derrida hatte diesen Begriff eingeführt, um eine gewisse Ambivalez in der heutigen westlichen Mentalität zu beschreiben &#8211; politische Ideologien scheinen aus unserem Mainstream verschwunden zu sein, und suchen dennoch das Unbewusste des westlichen menschen heim. Gibt es bei dir einen Bezug zu diesem Begriffsgebrauch, oder steht er für dich in einem eher allgemeinen Bezug zu Aspekten des Spuks und der Heimsuchung?</strong></em></p>
<p>Ich habe erst vor Kurzem mal einen Bllick in Derridas Schriften geworfen, aber ich denke, er vertritt eine spannende Idee. Jeder wird in irgendeiner Weise heimgesucht, von Erinnerungen aus einer fernen Vergangenheit, von Geschichten, die man von anderen erzählt bekommen hat, von unterbewussten Überlebenstricks, die wir von unseren Vorfahren mitbekommen haben. Wir sind alle eine Schnittmenge aus Genetik und Geschichte, mit tatsächlichen und angenommenen Erfahrungen, die uns jeden Tag begegnen, wer mag also sagen, was das Unbewusste tatsächlich verbirgt? Der Begriff Hauntology wurde von vielen Leuten aus unterschiedlichen Gründen bastardisiert. Mein persönlicher Ansatz ist es, zurückzuschauen auf musikalische Bewegungen, die in meinem Leben wichtig waren und sie als Türen zu meiner eigenen Vergangenheit zu erkunden, mittels experimentellem Sounddesign und durch die Erfahrung von heute. Mit vielen meiner jüngeren Arbeiten spüre ich meiner Liebe für Tanzmusik nach, besonders der Revekultur der frühen 90er, um der Idee nachzuspüren, dass euphorische Musik leicht von etwas dunklem und bösartigem heimgesucht werden kann. Als Kind in den frühen 90ern kam es mir vor, als sei alles möglich, und viele Musik, der ich in dieser Zeit ausgesetzt war, fühlte sich an wie die neue Morgenröte der Utopie für die Menschheit. Offensichtlich ist das, was diese Leute anstrebten, nie eingetreten, und so wird jeder, der es damals genüsslich auslebte, heute (in irgendeiner Form) davon heimgesucht. Ich hoffe, es ist mir gelungen, eine Musik zu schaffen, die den Geist der Tanzmusik auf eine Art abbildet, welche die vergangene Euphorie in etwas Beklemmendes und Verstörendes auflöst.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über deine Art Musik zu schreiben, zu improvisieren und aufzunehmen sagen? Verfolgst du einen spontanen Ansatz oder ziehst du es vor auf eine Weise zu komponieren, die dir größere Kontrolle erlaubt?<br />
</strong></em></p>
<p>Die Anfänge des Projekst waren sehr strukturiert und waren hauptsächlich Experimente  in digital bass weight. Ich bin stolz auf dieses frühe reine Dronematerial, aber ich habe den Eindruck, dass ich das so weit ich konnte ausgereizt habe. Mit der Weiterentwicklung des Projekts habe ich mehr und mehr über digitale Audiotechnik gelernt und mein Ansatz hat jetzt Aspekte, die viel spontaner sind. Ich plane noch immer ganz genau ziemlich viel von der Struktur und überlege mir sorfältig, wie die einzelnen Drones miteinander interagieren sollen, aber mittlerweile kann ich kleine Ausschnitte der Musik in Echtzeit bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten und sie als cinematische und evokative Elemente zu den Drones hinzufügen. Bei meiner Arbeit in The Dead End Street Band und CHONYID habe ich viel darüber gelernt, wie man Texturen schichtet und eine Atmosphäre mit sich entwickelnden und unterschiedlichen Klängen erzeugen kann. Joseph Curwen ist ein sich ständig entwickelnder Prozess und kann als meine Erforschung von Audiotechnologie und Sounddesign betrachtet werden. Ich bin ein Mathematikfan, der einen Abschluss hat, deswegen kommt viel von meiner Freude davon, sicherzustellen, dass meine Wahl bezüglich Effekten und Kompressoren etc. mathematisch solide ist, um die maximale klangliche Wucht oder Wirkung zu erzeugen. Ich bin ein Anhänger der Idee, dass die maximale Lautstärke maximale Ergebnisse erzielt und ich schätze es, dass manches von meinem Material ziemlich brutal werden kann, aber ich hoffe, dass die Hörer meine Alben als Abenteuer in atmosphärischem Sounddesign genießen können.</p>
<p><em><strong>Wie lange brauchst du, um ein Album wie beispielsweise &#8220;Lurking Fear&#8221; aufzunehmen? Einige deiner Aufnahmen kommen in ganz kleiner Stückzahl (auf Tape) heraus, andere wie eben “Lurking Fear“ oder “Blasphemous Alliance“ werden ziemlich sicher nie auf einem physischen Tonträger erscheinen. Denkst du, dass unser digitales Zeitalter Künstler von den Beschränkungen der (pysischen) Medien befreit hat? Ich vermute, dass wenige Hörer ein solches Album komplett konzentriert durchhören. Funktioniert ein so langes Release auch als eine Art Hintergrundambiente?</strong></em></p>
<p>Für &#8220;Lurking fear&#8221; habe ich ungefähr 36 Stunden realer Zeit gebraucht, um es zu schreiben, aufzunehmen und zu bearbeiten. Es war ursprünglich als Kunstinstallation geplant, die sich schließlich zu &#8220;Lurking Fear2: Starling Shadows&#8221; entwickelte. Ich schätze es, dass einige meiner jüngeren digitalen Veröffentlichungen unerträglich lang sind, aber Dronemusik soll Atmosphäre heraufbeschwören und ich denke, dass sowohl &#8220;Blasphemous Alliance&#8221; als auch &#8220;Lurking Fear&#8221; das tun. Ich weiß, dass gewisse Teile meiner Fans beide komlett gehört haben. Mir gefällt es, dass digitale Anbieter es Künstlern ermöglicht, Alben zu präsentieren &#8211; so lang sie auch sein mögen. Aber physische Formate wie Kassetten ermöglichen eine persönlichere Verbindung zwischen Künstler und Hörer. Ich benutze Bandcamp, da es zulässt, dass ich meine Musik sofort hochladen und vertreiben kann, so dass ich meine Fans direkt ansprechen kann.</p>
<p><em><strong>Ich habe den Eindruck, dass manche deiner Arbeiten von der Stimmung ähnlich sind, wie z.B. The Caretaker. Spürst du eine (Art von) Verbundenheit mit anderen Künstlern, die in einem ähnlichen Bereich arbeiten? </strong></em></p>
<p>Ich bin schon vorher mit The Caretaker verglichen worden, ebenso mit Künstlern wie Lustmord und Aphex Twin. Ich schätze es immer, wenn ich mit Künstlern verglichen werde, die ich respektiere und ebenso wie mit anderen, die ich neu entdecken kann. Ich fühle mit all denen eine Verbundenheit, die musikalisch kreativ sind. Ich strebe nicht an jemand anderes zu werden. Ich mache Musik als Joseph Curwen, weil es die Musik ist, die ich hören möchte. Die Tatsache, dass andere sie wirklich schätzen und sie hören, ist   ein fantastischer Bonus.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11180192_893104360712542_1050360858_n1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10165" title="11180192_893104360712542_1050360858_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11180192_893104360712542_1050360858_n1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><em><strong>Was ist die Beziehung zwischen denjenigen Aufnahmen, die eine Art Beat enthalten und denen, die sich mehr auf Soundscapes fokussieren? Auf deiner Bandcampseite kann man ein paar Liveaufnahmen finden. Gibt es so etwas, wie einen typischen Joseph Curwen-Auftritt? Benutzt du visuelle Elemente?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich begann damit, reine Soundscapes zu machen, weil ich Textur und Timbre innerhalb von Drone untersuchen wollte. Ich bin schon immer ein großer Technofan gewesen, deswegen fing ich an mit Beats zu experimentieren, damit die Drones leichter verdaulich waren. Ich denke, wenn es etwas für die Hörer gibt, an dem sie sich festhalten können, einen roten Faden, der sich durch die &#8220;Erzählung&#8221; zieht, dann werden sie eher in die Atmosphäre gezogen, die ich erzeugen will. Seit ich Beats und rhythmische Texturen in Curwen integriert habe, habe ich angefangen Musik als Granite Portal zu machen, damit ich meiner Begeisterung für Jungle- und Gabbarhythmen freien Lauf lassen kann und ich benutze sich wiederholdende Phrasen und Strukturen, die stärker an der Tanzfläche orientiert sind.</p>
<p>Wenn ich live spiele, möchte ich die Leute mit dem konfrontieren, was Joseph Curwen darstellt, so laut wie möglich. Zu einem typischen Curwen-Gig gehöre ich, wie ich Material für spätere Bearbeitung vorbereite, dann DJe ich meine eigenen Drones und mische als Reaktion auf das Publikum und den Raum, in dem ich bin, in den Mix verschiedene Timbres und Scherben rein und raus. Ich kann in Echtzeit Effekte bearbeiten, um Extratimbres und -effekte zu bekommen. Ich neige dazu, in einen Urzustand zurückzukehren, wenn ich live auftrete und lasse mich komplett in den Lärm fallen. Manche Sets sind ähnlich wie Trainingsläufe, andere führen zu ganz anderen Ergebnissen. Ich denke, dass man das den ritualistischen Aspekt der Musik nennen könnte. Mir gefällt es, Visuals zu benutzen, um das Publikum noch näher an die Atmosphäre zu bringen, die ich mit der Musik erzeugen will. Ich fühle mich auch wohl ohne Visuals aufzutreten, aber ein begleitendes Video ist unterhaltsamer als einen Mann hinter einem Laptop anzuschauen.</p>
<p><em><strong>Letzte Worte?</strong></em></p>
<p>Bitte schaut euch <a href="https://josephcurwen.bandcamp.com/">https://josephcurwen.bandcamp.com/</a> an und wenn euch etwas gefällt, überlegt euch, ob ihr mich unterstützen wollt. Wenn euch gefällt, was ihr hört oder wenn ihr mich kontaktieren wollt, ich bin auf Twitter als <a href="https://twitter.com/curwendrone">@curwendrone</a>.</p>
<p>Der ganze digitale Krach ist intendiert, danke fürs Zuhören.</p>
<p>Ebenfalls:</p>
<p>Granite Portal: <a href="https://graniteportal.bandcamp.com/">https://graniteportal.bandcamp.com/</a><br />
Dead End Street Band: <a href="https://thedeadendstreetband.bandcamp.com/">https://thedeadendstreetband.bandcamp.com/</a><br />
CHONYID: <a href="https://chonyid.bandcamp.com/">https://chonyid.bandcamp.com/</a></p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2015 06:15:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Let&#8217;s start with the origin of your project. Is Joseph Curwen the first project or have you played in other projects/bands before? What kinds of music/sound did you grow up with? I was lucky enough to be raised in a &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/02/adventures-in-atmospheric-sound-design-interview-with-joseph-curwen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/JC.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10163" title="JC" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/JC-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><em><strong>Let&#8217;s start with the origin of your project. Is Joseph Curwen the first project or have you played in other projects/bands before? What kinds of music/sound did you grow up with?</strong></em></p>
<p>I was lucky enough to be raised in a musical household. I grew up surrounded by 70s rock and psych records, and an old upright piano. I grew up in a tiny village in County Durham in the early 90s, and was exposed to rave culture at a young age. Most of the kids I went to school with had older siblings and parents that regularly went raving, so techno and rave tape packs would always be playing when I went to people’s houses. I remember the sense of shock felt when there was an ecstasy death in the village. This instilled in me the dichotomy between euphoria and nostalgia inherent in a lot of dance music. I’ve always been interested in bass heavy music of all genres, including a life long fascination with heavy metal. I played bass for years in many many bands, and was aware that audiences react to low frequencies in primal ways, from crippling doom bands to wedding function bands, the physicality of bass is always there. All any of us are is the sum of our experiences, so I’ve assimilated my love of drone and rave/dance into something I call post-rave hauntology rituals. I call it this as a way of visiting my personal and musical experiences of the past in a performative way. As Joseph Curwen I’ve also worked with The Dead End Street Band and CHONYID. I really enjoy creating by myself as I can plan meticulously the way sounds weave and interact with each other, but when playing with others I appreciate the opportunity to manipulate sounds on the fly, and react to those around me. I have a great satisfaction doing both. My latest album “A Key To The Origin” is I feel the closest I’ve got to a pure post-rave hauntology ritual since I first envisaged Joseph Curwen a couple of years ago, hence the title.</p>
<p><em><strong>I think given your project name and titles of releases we have to talk about HPL. How was your first encounter with his works? Given your interst in the man from Providence I was wondering if you&#8217;ve followed the recent heated debate whether the World Fantasy Award statuette that portrays him should be replaced by somebody else beause of his views (on race etc.) and S.T. Joshi&#8217;s recent posts in which he tries to defend Lovecraft. How do you feel about that discussion?</strong></em></p>
<p>I first encountered HP Lovecraft as a teenager, when I discovered a lot of my favourite heavy metal musicians were inspired by his writings. I bought a compilation of his works called “Necronominocon” and devoured it with relish. I felt like my initial experiments with drone had a weird sense of dread to them, so dedicating the project to his take on what we can never genuinely know from half-dreams and memories felt natural.</p>
<p>I personally don’t subscribe to Lovecraft’s views on race, but I am wise enough to appreciate he was of his time, and a lot of people from that era would have held views on other people that today seem backward and unnecessary.</p>
<p><em><strong>Do you think there is something like the core substance or essence of Lovecraft&#8217;s fiction (Joshi would maybe emphasize his cosmicism), and if yes, how would you describe it? What makes his fiction outstanding for you, compared to other writers? How did you come up with the idea of handeling your fascination for supernatural horror and Lovecraft in a work of its own?</strong></em></p>
<p>I have always appreciated Lovecraft’s sense of the genuine unknown in his stories, and think that no one has come close to describing the cosmos in such a weird way. There are significant activities in the Universe we as human beings will never understand, whether you believe in monsters in the sky or subscribe to accepted scientific thought. I try to instill this sort of uncomfortable atmosphere in my music, like you’re listening to a recording of a dream you had about a musical memory. A lot of his stories feature seemingly normal people thrown into berserk situations, and I’ve always related to that.</p>
<p><em><strong>What is your attitude towards the attempts of the HPL-historical society to create films and</strong></em> <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11171519_893101237379521_1962140740_o.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10166" title="11171519_893101237379521_1962140740_o" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11171519_893101237379521_1962140740_o.jpg" alt="" width="1000" height="1000" /></a><em><strong>radioplays that reflect the times when the stories were written, i.e. using a</strong> <strong>medium like the silent film or the black-and-white film? I&#8217;m asking because you have a very striking aesthetic. I think one immediately recognizes your releases due to their use of colour(s). And you certainly did not go for some kind of retrodesign. Can you say a few words about that?</strong></em></p>
<p>I can see the appeal of trying to emulate an atmosphere that HP Lovecraft would recognise, and sometimes putting artistic restrictions on yourself is a great way of being creative with what you are working with. I have always been a fan of technology, and my work as Joseph Curwen is a reflection of this. I appreciate that you’ve mentioned I have a striking aesthetic, as I spend a long time on each cover, ensuring it reflects the corresponding music properly. My use of colour is from my love of colour. I like to think my music is as vivid as the album covers.</p>
<p><em><strong>In your self description you use the popular term hauntology. The philosopher Derrida once invented this term to describe a certain ambivalent twist in contemporary western mind &#8211; political ideologies seemed to have disappeared from our mainstream, but secretly they still haunt the subconscious of western man. Do you have a relation to this use of the term, or does it rather refer to a more general interest in aspects of haunting?</strong></em></p>
<p>I’ve only recently looked into Derrida’s writings, but I do think he puts forward a compelling idea. Everyone is haunted in some way, from memories of the distant past, to stories they’ve been told by other people, to subconscious survival stuff passed down by our ancestors. We’re all a blend of genetics and history, with actual and perceived experiences passing us by every day, so who is to say what the subconscious mind actually holds? The term Hauntology has been bastardised for all sorts of reasons by many people. My personal take on it is to look back at musical movements important to me throughout my life, and explore them as doorways to my own past, through exploratory sound design using the wisdom of who I am now. A lot of my recent material has explored my love of dance music, in particular the rave culture of the early 90s, and investigates the idea that euphoric music can often be haunted by something dark and evil. As a child in the early 90s I felt like anything was possible, and a lot of the music of that time that I was exposed to felt like it was heralding a new dawn of utopia for mankind. Obviously what those people were aiming for never transpired, so everyone who enjoyed it at the time is now haunted (in some form) by it. I hope I’ve managed to create music that emulates the ghost of dance music in a way, the euphoria of the past have dissolved into something anxious and unnerving.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about your way of writing, improvising and recording music? Do you follow a spontaneous approach, or do you prefer to compose in a way that allows you more control?</strong></em></p>
<p>The earliest days of the project were very structured, and were mainly experiments in digital bass weight. I’m proud of the early pure drone material, but feel like I took it as far as I could. As the project has evolved, and I’ve learnt more and more about digital audio technology, my writing approach has developed aspects that are a lot more spontaneous. I still meticulously plan out a lot of the structure, and carefully map out how the drones interact with each other, but now I can take small samples of music, and manipulate them beyond recognition in real time, adding them to the drones as a means to be more cinematic and evocative. My work in The Dead End Street Band and CHONYID has taught me a lot about layering textures, and creating atmosphere with more evolving and varied sounds. Joseph Curwen is a constantly evolving process, and can be viewed as my research into audio technology and sound design. I am a degree carrying devotee of Mathematics, so a lot of my enjoyment comes from ensuring my choice of effects and compressors etc. are mathematically sound for maximum sonic impact or effect. I subscribe to the idea that maximum volume yields maximum results, and appreciate that some of my material can get quite brutal, but I hope listeners can enjoy my albums as adventures in atmospheric sound design.</p>
<p><em><strong>How long does it take you to record an album like for instance &#8220;Lurking Fear&#8221;? Some of your recordings are released in tiny quantities (of tapes), others like the abovementioned “Lurking Fear“ or “Blasphemous Alliance“ most certainly defy any possibility of releasing them in a physical format. Do you feel that our digital age has freed artists from the constraints of the (physical) medium? I guess the number of listeners that play such an album as a whole in full concentration is limited. Would such a long release serve as a background ambience?</strong></em></p>
<p>Lurking fear took about 36 hours in real time to write, record, and process. It was originally intended as an art installation, which eventually mutated into Lurking Fear 2: Starling Shadows. I appreciate that some of my recent digital releases have been obnoxiously long, but drone music is supposed to invoke an atmosphere, and I am certain that both Blasphemous Alliance and Lurking Fear do that. I know certain members of my core fan base have listened to both of them in their entirety. I like that digital outlets such as Bandcamp allow artists to present albums as long as they see fit, but physical formats such as cassettes allow a more personal connection to occur between the artist and listener. I use Bandcamp as it allows me to instantly upload and distribute my music to my fans, allowing me to directly contact them.</p>
<p><em><strong>I feel that some of your music is similar to the mood that e.g. somebody like The Caretaker tries to create. Do you feel a (kind of) kinship to other artists who work in a similar field?</strong></em></p>
<p>I have been likened to The Caretaker before, as well as artists like Lustmord and Aphex Twin. I always appreciate being compared to artists I respect, as well as others I can newly discover. I feel kinship to anyone that is being musically creative. I don’t aspire to be like anyone else. I make music as Joseph Curwen because it is the music I want to listen to, the fact that others have really bonded with it and listen to it as well is an awesome bonus.</p>
<p><em><strong>What is the relationship between those recordings that have some kind of beat and those that focus more on soundscapes? On your bandcamp site you can find some live recordings. Is there something like a typical Joseph Curwen performance? Do you make use of visuals?</strong></em></p>
<p>I started out purely doing soundscapes because I wanted to explore texture and timbre within drone. I’ve always been a massive fan of techno so started to experiment with beats as a means of making the drones easier to digest. I think if there’s something for the listener to grasp, a thread that runs throughout the “narrative”, they’re more likely to get pulled into the atmosphere I’m trying to create. Since introducing beats and rhythmic textures in Curwen I’ve started making music as Granite Portal so I can fully explore my enthusiasm for jungle and gabba rhythms, and utilise repeating phrases and more dance floor orientated structures.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11180192_893104360712542_1050360858_n1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10165" title="11180192_893104360712542_1050360858_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/11180192_893104360712542_1050360858_n1.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a>When performing live, I like to expose people to what Joseph Curwen is, as loud as possible. A typical Curwen gig involves me preparing some material in advance for further exploration, then in effect DJing my own drones, bringing different timbres and shards in and out of the mix as a reaction to the audience and the room I’m in. I can then manipulate effects in real time for extra timbres and effects. I tend to revert to a primal state when performing live, and let myself get completely lost in the noise. Some sets are very similar to practise runs, other have come out completely differently. I guess that could be called the ritualistic aspect to the music. I enjoy the use of visuals as a means of further filtering the audience towards the atmosphere I’m trying to create with the music. I am comfortable performing without visuals, but an accompanying video is a lot more entertaining to watch than a man behind a laptop.</p>
<p><em><strong>Any final words?</strong></em></p>
<p>Please check out <a href="https://josephcurwen.bandcamp.com/">https://josephcurwen.bandcamp.com/</a> and if you like any of it, please consider supporting me.</p>
<p>If you like what you hear or fancy getting in touch, I’m on Twitter as <a href="https://twitter.com/curwendrone">@curwendrone</a>.</p>
<p>All digital noise intended, thank you for listening.</p>
<p>Also:</p>
<p>Granite Portal: <a href="https://graniteportal.bandcamp.com/">https://graniteportal.bandcamp.com/</a><br />
Dead End Street Band: <a href="https://thedeadendstreetband.bandcamp.com/">https://thedeadendstreetband.bandcamp.com/</a><br />
CHONYID: <a href="https://chonyid.bandcamp.com/">https://chonyid.bandcamp.com/</a></p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
]]></content:encoded>
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