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	<title>African Paper &#187; Jota Solo</title>
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		<title>LÄUTEN DER SEELE: Unterhaltungen mit Larven und Überresten</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 06:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49271" title="umluü" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, und schon ist man mittendrin in diesem seltsamen Raum zwischen Ankunft und Abschied, zwischen Larven, die sich regen, und Überresten, die <span id="more-49270"></span>noch flüstern. Dann winken einem dieselben Stimmen am Ende aus der Ferne zu, als wären sie längst hinausgetreten und hätten nur kurz hereingeschaut.</p>
<p>Das Album, das der hinter dem Projekt stehende Christian Schoppik, bekannt auch von seinem Stammprojekt <a title="BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht" href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Brannten Schnüre</a>, diesmal zusammen mit <a title="JOTA SOLO: Nessuno" href="https://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">Jota Solo</a>, bekannt von <a title="NOVÝ SVĚT: DeGenerazione" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Nový Svět</a> und vielen weiteren Abenteuern, aufgenommen hat, besteht aus vierzehn meist kurzen Stücken, die wohl primär aus Feldaufnahmen, Instrumentalsamples und Jotas selbst im Flüsterton markanter Stimme zusammengesetzt sind. Die Musik bewegt sich im weiten Feld zwischen kollageartigen Szenarien, bisweilen fragmentiertem Gesang und plötzlichen Brüchen, Verschiebungen, Richtungswechseln. Kinderstimmen, Vögel, Wind, summende und fiepende Sounds und Musikzitate, die von alten Platten gesamplet scheinen, reichen sich die Klinke in die Hand und lassen die Musik wie ein surreales Hörspiel anmuten, das nie richtig greifbar wird, aber dennoch – vielleicht durch eine organisch wirkende Grundstruktur &#8211; wie von Gespensterhand zusammengehalten wird.</p>
<p>Das eröffnende &#8220;Anklopfen&#8221;, passend betitelt, beginnt mit besagter Frauenstimme und kippt alsbald mittels dissonanter werdender Hintergrundgeräusche ins Unheimliche, vielleicht auch, weil das anklopfende Wir unklar bleibt. Das die zweite Seite eröffnende &#8220;Hinaustreten&#8221; nimmt den Faden später wieder auf: &#8220;Wir sind die, die schon lange zur Tür hinausgegangen sind und wir winken euch aus der Ferne zu&#8221; – nun weht Wind durch leere Schalen und Schneckenhäuser, ein Sommer wird erinnert, doch alles entpuppt sich als Traum und endet in offenen Mündern voller Sand und Erde.</p>
<p>Dazwischen und drumherum entfalten sich die eigentlichen Unterhaltungen. &#8220;Wir Zwei Allein&#8221; und &#8220;Das Alles Dass&#8221; verbinden barock anmutenden Mezzosopran, Kinderstimmen, Walzerfragmente, Akustikgitarre und allerlei hoch piepende Sounddetails mit Jotas grummelndem Wiener Hochdeutsch. &#8220;Du bist alles, was ich brauch&#8221; und &#8220;Du bist die Luft und das Immergrün&#8221;  heißt es schwebend über summenden, fiependen und tempomanipulierten Geräuschen. &#8220;Keinen Mund&#8221; stapelt exotische Flöten, brummende Dröhnung und heiteres Vogelzwitschern zu einem reizvollen Durcheinander, das Jotas Geständnis (&#8220;Ich will dich küssen&#8221;) trägt. &#8220;Schiffbruch&#8221; steigert sich ins Bedrohliche, mit fernem Klagen und allen Anzeichen wachsender Furcht.</p>
<p>&#8220;Komplette Fragmente&#8221; setzt dem Thema Vergänglichkeit, das sich wie ein roter Faden (nicht nur) durch diesen Track zieht, eine leise Pointe voran: &#8220;Alles wie immer&#8221; – die ständige Veränderung wird zur einzigen Konstante, Gitarren, Violinen und vielleicht Klarinetten hüllen die Zeilen &#8220;das Leben ist vergangen als hätte ich nie gelebt&#8221; in eine anrührende Hülle. &#8220;Letzte Lichter&#8221; lenkt die versteckte Kamera, anfangs noch unter Kratzen und Rauschen, auf die dunkel werdende Nachbarschaft vor dem Fenster, während &#8220;Grüne Fassaden&#8221; hektisches Geraschel und Zeitraffereffekte in eine besinnliche Melodie münden lässt und Stadtflucht beschwört: Hamburg, Berlin, Betonwüsten hinter einer vital scheinenden Fassade – wir ziehen davon. Das zwischen Fremdscham und ehrlicher Trauer changierende &#8220;Schein und Haben&#8221;, das mich vielleicht durch Zufall an Nový Světs &#8220;Got it!&#8221; von der &#8220;Fin.Finito.Infinito&#8221;-Reissue denken ließ, schunkelt gebrochen zwischen Streichern, Möwenschreien und Glockenspiel.</p>
<p>Im kurzen, schwindelerregenden &#8220;Sal&#8221; krächzt und keift sich Jota, wie man ihn von früher her kennt, auf Spanisch die verwundete Seele aus dem Leib, &#8220;Augen Auf!&#8221; kontrastiert heitere Kinderstimmen mit melancholischem Brummen und Sätzen wie &#8220;die Felle, sie schwimmen dir davon&#8221;. &#8220;Ondas&#8221; tastet sich mit fragmentierter Stimme, klimpernden Geräuschen und einer gedämpften Trompete voran, die sich in eine Duduk oder Nej zu verwandeln scheint. Das chorartige &#8220;Ein Englisches Lied&#8221; bäumt sich noch einmal (melo)dramatisch auf und setzt, begleitet von einem strömenden Akkordeon und motorischen Brummen den Schlusspunkt.</p>
<p>Margot Benetti beschreibt das Album in den Liner Notes als eine Art Live-Übertragung aus einem Riss in einer Mauer – aus jenen schmalen Spalten, in denen eine andere, höchst feinsinnig fabrizierte Wirklichkeit steckt. Die Musik fühlt sich tatsächlich so an: als würde man in winzige, verborgene Zwischenbereiche hineinhören, in denen sich etwas regt, das längst vergangen oder noch nicht ganz entstanden ist. Überreste eben und Larven.</p>
<p>&#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; ist vom leisen Anklopfen ein intensives, trotz seiner anrührend-organischen Klanggestalt oft beunruhigendes Werk, das aus Fragmenten eine eigene, geschlossene Welt baut. Wer die früheren Läuten der Seele-Veröffentlichungen kennt, findet hier durch Jota Solos Stimme eine neue Direktheit und eine andere Art emotionaler Tiefe, ohne dass der typisch &#8220;angefolkte&#8221; Schleier aus Stimmungen, Geräuschen und instrumentellen Details verloren geht.</p>
<p><strong>Label: World of Echo</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2768115246/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Zwei neue Veröffentlichungen auf Quirlschlängle</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/06/14/zwei-neue-veroffentlichungen-auf-quirlschlangle/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 03:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das kleine Label Quirlschlängle, das Christian Schoppik und Katie Rich von Brannten Schnüre betreiben, hat jüngst zwei hochkarätige Alben herausgebracht: Da ist einmal die Splitveröffentlichung von Militia Aurora &#38; Jota Solo, die den Titel „Lebensglut“ trägt. Beide Musiker vertonen auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/14/zwei-neue-veroffentlichungen-auf-quirlschlangle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das kleine Label <a href="http://africanpaper.com/tag/quirlschlangle/">Quirlschlängle</a>, das Christian Schoppik und Katie Rich von<a href="http://africanpaper.com/tag/brannten-schnure/"> Brannten Schnüre</a> betreiben, hat jüngst zwei hochkarätige Alben herausgebracht: Da ist einmal die Splitveröffentlichung von Militia Aurora &amp;<a href="http://africanpaper.com/tag/jota-solo/"> Jota Solo</a>, die den Titel „Lebensglut“ trägt. Beide Musiker vertonen auf dem Album Texte von Trakl, George, Julius Sturm und Karl Wolfskehl. Der zweite Tonträger ist von Brannten Schnüre und trägt den letztlich in mehrerlei Hinsicht passenden Titel „Landschaft aus Tränen&#8221;, ist er doch sowohl der Abschluss einer mit „Erinnerungen an Gesichter“ begonnenen und „Das Glück vermeiden“ fortgesetzten Trilogie als auch das Ende der Arbeit der beiden unter diesem Bandnamen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/coversplit.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46674" title="coversplit" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/coversplit.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a><span id="more-46672"></span>„The Austrian split album Lebensglut (English: Life’s Glow) explores the work of four poets in very different ways: Karl Wolfskehl, Stefan George, and Georg Trakl, all active in the early 20th century. The selection is rounded out by Julius Sturm, who had been active a century earlier and can be regarded as an early pioneer of Symbolist expression.</p>
<p>Wolfskehl and George were not only close collaborators, but also key figures in a literary scene that could be described as neo-Romantic, stylistically close to Jugendstil. Their poetry was marked by formal Symbolism, aiming for a kind of elevated, almost sacred use of language. Georg Trakl, a unique figure of his time, also wrote in a Symbolist style, but served as a link between Symbolism and Expressionism, which sought to confront the chaos of the era with raw emotional force. His admirer Ernst Jünger once wrote: “His poetry resembles the turning of a dream kaleidoscope that, behind frosted glass in the shimmer of moonlight, repeats few but genuine stones in monotonous patterns”- a beautiful image for the hypnotic quality of Trakl’s verses.</p>
<p>While only one poem by each of the other poets is set to music, there are two by Trakl, a clear sign of how deeply his work resonates with the overall atmosphere of Lebensglut. The title itself is well chosen, as it speaks of intense inner fire, and also of a dangerous kind of ecstasy, close to life weariness and a fascination with decay.</p>
<p>Jota Solo and Militia Aurora bring their own unique voices and approaches. Each interpreted three poems in their own way, using their characteristic styles and vocal expressions. The two Trakl settings, however, were created together as a joint effort.</p>
<p>That both musicians, like Trakl, come from Austria, just a coincidence? Or does a shared cultural background help them grasp and express this fragile, haunted mood with such precision?</p>
<p>The artist behind Militia Aurora released music as one half of Glasberg, while the one behind Jota Solo had released music as part of Nový Svět. Both of these widely respected projects follow an approach that could be described as characteristically Austrian. Their music is built from striking sample based collages in a post industrial style, enriched with folkloristic elements. One might recall The Moon Lay Hidden Beneath a Cloud in this context. Glasberg drew on themes from Brothers Grimm and the Nibelungenlied, while Nový Svět distilled the essence of various artistic sources into a vivid and surreal kind of magical realism.</p>
<p>Now, two experienced artists are at work, and the ambivalent energy of Lebensglut is shaped with steady, confident hands. Militia Aurora moves in slow motion across blood soaked battlefields, where the gasps of the dying and the fading echoes of war drums still linger. In contrast, Jota Solo’s bittersweet synthesizers release strange scents, somewhere between sweet decay and intoxicating lilac.</p>
<p>All in all, a work that moves between healing and unease, between excitement and pulling back, between burning bright and slowly dying down.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/coverschnüre.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46676" title="coverschnüre" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/coverschnüre.jpg" alt="" width="500" height="501" /></a></p>
<p>&#8220;If you will, the albums <em>Brannten Schnüre </em>released in three-year intervals form a kind of trilogy of psychological processing. With <em>Landschaft aus Tränen</em>, this cycle finds its conclusion. But what kind of conclusion is it?</p>
<p>In 2019’s <em>Erinnerungen an Gesichter</em>, memories were still veiled in a soft glow, gently idealised and wrapped in nostalgia. By 2022, with <em>Das Glück vermeiden</em>, the tone had shifted. The words turned more bitter, more resigned, searching for language to grasp a personal fate that had grown heavier.</p>
<p><em>Brannten Schnüre</em> have long cultivated an unmistakable initial sound. Their music is built from collaged fragments, creating a blurred, homely atmosphere – abstract, yet strangely close to something familiar. Listeners often reached for the term folk, though it never quite fit. Dark folk or weird folk were frequently mentioned, yet both labels felt completely inappropriate. They were never really weird, and rarely dark. If anything, there was always a sense of gentle clarity in their work and a kind of subtle healing quality beneath the surface. They also seemed to keep a deliberate distance from the aesthetics and codes of such genres and their surrounding scenes.</p>
<p>With <em>Landschaft aus Tränen</em>, however, something changes. This time, they<em> </em>edge closer to a more recognisable genre language, perhaps echoing the acoustic introspection that emerged in mid-1980s post-punk England, when some artists moved toward a sound that was more organic and yearning. Katie and Christian take that impulse and transform it entirely into their own. The chords of the campfire guitar drift off in shoegazy tones, while a sampled girl sobs and groans rather than raising her arms in a dubious gesture of solemn devotion toward the sun.</p>
<p>Still, the album seems to openly acknowledge late-80s/early-90s <em>Current 93</em>, both in sound and spirit. On <em>Streitlust</em>, they even tread unmistakable paths of Martial Industrial. Yet thematically, they remain far removed. The lyrics deal with biographical detours, with tears that never found their way out, tears that have since hardened into stone.</p>
<p>This is where the brooding and self-questioning of the earlier albums come to rest. Not in resolution, perhaps, but in the quiet acceptance of a profound sadness – a sadness that has always been the fragile, glowing core of <em>Brannten Schnüre</em>’s music.</p>
<p>It is no secret that this album is not only the final part of a trilogy, but also the final chapter of <em>Brannten Schnüre</em> itself. The project has come to an end. And yet, we are not left empty-handed. A new collaboration between Katie and Christian is already on the horizon. The folk-inflected paths of <em>Landschaft aus Tränen</em> offer a glimpse of where that path might lead.&#8221;</p>
<p>Bestellen kann die beiden Alben direkt beim Label: quirlschlaengle@web.de</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>NOVÝ SVĚT: DeGenerazione</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 04:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste) Duo über dem Hörer ausschüttet(e). Nový Svět bedienten sich all die Jahre an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41665" title="a3028379758_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am<a href="https://soundcloud.com/jotasolo/25452-complete"> 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste</a>) Duo über dem Hörer ausschüttet(e).<a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/"> Nový Svět </a>bedienten sich all die Jahre an so vielen Genres, dass man wohl eher fragen müsste, was bisher noch nicht von ihnen berührt wurde.</p>
<p><span id="more-41664"></span>Die Entstehungsgeschichte von „DeGenerazione “ ist eine für das Duo so typsiche: Das Album wurde ursprünglich sofort nach <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">„Desde Infiernos De Flores“</a> aufgenommen, sollte der letzte Teil der mit &#8220;Fin Finito Infinito&#8221; begonnenen, so genannten &#8220;Spanish trilogy&#8221; werden. Als die beiden von Spanien zurück nach Wien zogen, wurden die Aufnahmen aber als <a href="https://novsvt.bandcamp.com/album/degenerazione">&#8220;too spanish&#8221;</a> verworfen und archiviert. Stattdessen erschien dann damals mit „Todas Las Últimas Cosas&#8221; 2008 das wahrscheinlich elektronischste Album der Band. Erst vor einiger Zeit machte Weber  auf <a href="https://soundcloud.com/jotasolo">seinem Soundcloudaccount</a> das Album verfügbar, das jetzt von Quindi Records, die vor einigen Monaten Webers großartiges Soloalbum <a href="http://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">&#8220;Nessuno&#8221;</a> veröffentlicht haben, auf auf 150 Exemplare limitiertes Vinyl gepresst worden ist.</p>
<p>Dass &#8220;Desde Infiernos De Flores&#8221; ebenfalls erst viele Jahre nach der Fertigstellung endlich veröffentlicht werden sollte, ist <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">eine andere Geschichte</a>. Letzt genanntes Album und &#8220;DeGenerazione&#8221;  sind durchaus unterschiedlich, was sie aber beide auszeichnet, ist die Reduktion, die Kürze der Stücke, die partiell durchaus etwas Fragmentarisches haben (können): „Tibidabo“ beginnt so, als schalte jemand ein Tape zum Aufnehmen ein, man mag das als Authentizitätsmarker lesen oder aber als bewusstes Reflektieren über den eigenen Aufnahmeprozess. Man hört ein paar Töne auf dem Glockenspiel (?), Weber flüstert die Worte lediglich &#8211; und dann geht das Stück im Rauschen unter. Auch„Raja“ ist minimal und reduziert: Etwas Gitarre, auch hier ist die Stimme ein Sprechflüstern und verkündet: „la paranoia del momento es la verdad del futuro“. „Ciudacanta“ ist mit dem Strumming der Akustikgitarre ein echter Ohrwurm, der vielleicht auch nicht schlecht auf die Zusammenstellung „The Flies In Dreams And Reality“ oder auf das 2011 erschienene englischsprachige Album <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/novy-svet-%e2%80%a6into-your-skies/">„Into Your Skies“ </a>gepasst hätte. „Suenos, Anos, Despues“ kombiniert das Geräusch von fließendem Wasser mit dissonanten Momenten und schleppender Perkussion, auf dem instrumentalen „Alarma“ erklingen Geräusche wie von einem Specht und Metallrohre scheinen über den Boden zu rollen. Ein Gegenpol dazu ist „Rexistencia“, ein weiterer schmissiger Song auf der Akustikgitarre. Am Ende singt Weber „rexistencia no es possible no no no“ und lacht dämonisch. Vielleicht ist ein Titel wie „Solo Un Sueno“  programmatisch zu lesen. Musikalisch hört man hier etwas Bass und schleppendes Schlagzeug: Das ist Nový Svět als Jazzcombo. „Torbellinos“ beginnt mit Backwardmasking, Knistern, man hört Geräusche wie von Kinderspielzeug. Ich erinnere mich noch, wie Jürgen Weber einmal in einem vor sehr vielen Jahren mit ihm gemachten Interview zu uns meinte, dass bei &#8220;En posesion de te&#8221; vom „Chappaqua“-Album der irrititierende Sound, der das Stück durchzieht, &#8220;das wichtigste [ist]. Er <em>ist </em>das Lied.&#8221;</p>
<p>Auf insgesamt 15 zwischen einer und knapp fünf Minuten langen Stücken zeigt das Duo erneut seine Sicht auf die Welt und vielleicht zeigen diese Miniaturen, dass Musik, Leben, <em>Existieren</em> nur fragmentarisch gedacht werden kann und darf. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=749734646/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>JOTA SOLO: Nessuno</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jan 2024 05:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Raffaele Cerroni]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Jahr erschien das bisher unveröffentlichte Album Nový Světs &#8220;Desde Infiernos De Flores&#8221;, wurde nach vielen Jahren dem Limbus glücklicherweise entrissen. Das war ein Album der Zurückhaltung und Reduktion. Zwar wurden Nový Svět in ihrer Anfangsphase aufgrund ihres Labels primär in der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/R-29242108-1702946104-8117.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39095" title="R-29242108-1702946104-8117" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/R-29242108-1702946104-8117-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Letztes Jahr erschien das bisher unveröffentlichte Album <a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/">Nový Světs </a><a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/)„Desde...“(http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">&#8220;Desde Infiernos De Flores&#8221;</a>, wurde nach vielen Jahren dem Limbus glücklicherweise entrissen. Das war ein Album der Zurückhaltung und Reduktion. Zwar wurden Nový Svět in ihrer Anfangsphase aufgrund ihres Labels primär in der (Post-)Industrial- und Neofolkszene rezipiert, aber das war von Anfang an nur sehr bedingt passend, zu sehr sprengte die Musik, vielleicht sollte man sogar eher von Musiken sprechen, von Jürgen Weber und Frl. Tost (Genre-)Grenzen – musikalisch wie thematisch. <span id="more-39094"></span>Man braucht nur einen Blick auf die umfangreiche Diskografie zu werfen, auch auf die kleinen Veröffentlichungen abseits der Alben. Darüber hinaus erschienen über all die Jahre Neben- und Seitenrojekte, teils unter Pseudonym, die Legion sind.</p>
<p>Nun ist unter dem Namen Jota Solo mit „Nessuno“ so etwas wie das erste Soloalbum Webers, zumindest dem Namen nach, erschienen. Versucht man für &#8220;Nessuno“ Referenzen zu finden, so wird sehr schnell deutlich, dass das Album von Reduktion, von scheinbarer Zurückhaltung – gerade, was den Gesang anbelangt – geprägt ist.</p>
<p>Das Titelstück gibt die Richtung zumindest partiell vor: seltsame Geräuschen, die wie elektronische Zikaden klingen, ein zerhäckseltes Sprachsample, Sprechgesang, dann flüsternd, nur untermalt von leicht dissonanten, leiernden Momenten. „Giorni 1“ knüpft daran an: eine Frauenstimme, tastende, vereinzelte, leicht melancholische elektronische Geräusche, die so klingen, wie ein Specht in einer Kristallhöhle. „Nientenienteniente&#8221; ist mit vereinzelten Stimmsamples und elektronischem Vogelzwitschern fragmentiert. Auf „Canzone della vita“ hört man Weber anfangs kurzzeitig a capllela singen, dann lacht er, bricht ab, fast so, als wolle er spielerisch eine Metareflexion vornehmen. Dann singt er mit dunkler Stimme zu flächigen elektronischen Sounds „solo monotonia“. Raffaele Cerroni hat dazu ein Schwarzweiß-Video mit Passagen aus „The Last Man on Earth“ mit Vincent Price zusammengestellt. Der auf <span style="color: #131313;">Richard Mathesons Roman „I Am Legend“ basierende Stoff wurde</span> später noch zweimal verfilmt. Die hier zu sehende fast entvölkerte Erde bietet vielleicht angemessene Bilder für diese Musik, die auch irgendwo aus einer nebulösen Zwischenwelt zu kommen scheint, in der immer mal wieder jemand an einem alten Radio dreht, um einen Sender zu finden. <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/dDoqdjfCu7w?si=om4BXnWWK1Qgsa9r" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auf „Freddo 1“ wird Webers dunkle Stimme mit in der Ferne (ver-)hallenden Sounds unterlegt. „6 il 6“ wird von Radiorauschen eingeleitet, als suche jemand einen Sender, man hört Vogelgezwitscher, Glockengeläut, Husten. Auf dem instrumentalen „il mare“ finden sich Aufnahmen von Meeresrauschen, die melancholische Ballade „sacrifiZio vittime“ ist im Kontext des Albums fast schon ein konventioneller Song. Das verspielte &#8220;giorni 2&#8243; beendet das Album.</p>
<p>Man könnte, um einen etwas zu trendigen Begriff leicht abgewandelt zu verwenden, sagen, dass diese Musik, diese insgesamt elf Stücke, sowohl <em>haunting</em> als auch <em>haunted</em> zu sein scheint. &#8220;Nessuno&#8221; ist letztlich trotz aller Fragmentierung ein (im doppelten Wortsinne) unheimlich kohärentes Werk, das in einem ganz eigenen Kosmos existiert, wenn ihn nicht gar konstituiert. Trotz aller Referenzen und Verweise klingt &#8220;niemand&#8221; so. (MG)</p>
<p><strong>Label:<a href="https://www.quindirecords.it/"> Quindi Records</a> / The Nekofutschata Musick Cabaret</strong></p>
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