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	<title>African Paper &#187; Jota</title>
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		<title>LÄUTEN DER SEELE: Unterhaltungen mit Larven und Überresten</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 06:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49271" title="umluü" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, und schon ist man mittendrin in diesem seltsamen Raum zwischen Ankunft und Abschied, zwischen Larven, die sich regen, und Überresten, die <span id="more-49270"></span>noch flüstern. Dann winken einem dieselben Stimmen am Ende aus der Ferne zu, als wären sie längst hinausgetreten und hätten nur kurz hereingeschaut.</p>
<p>Das Album, das der hinter dem Projekt stehende Christian Schoppik, bekannt auch von seinem Stammprojekt <a title="BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht" href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Brannten Schnüre</a>, diesmal zusammen mit <a title="JOTA SOLO: Nessuno" href="https://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">Jota Solo</a>, bekannt von <a title="NOVÝ SVĚT: DeGenerazione" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Nový Svět</a> und vielen weiteren Abenteuern, aufgenommen hat, besteht aus vierzehn meist kurzen Stücken, die wohl primär aus Feldaufnahmen, Instrumentalsamples und Jotas selbst im Flüsterton markanter Stimme zusammengesetzt sind. Die Musik bewegt sich im weiten Feld zwischen kollageartigen Szenarien, bisweilen fragmentiertem Gesang und plötzlichen Brüchen, Verschiebungen, Richtungswechseln. Kinderstimmen, Vögel, Wind, summende und fiepende Sounds und Musikzitate, die von alten Platten gesamplet scheinen, reichen sich die Klinke in die Hand und lassen die Musik wie ein surreales Hörspiel anmuten, das nie richtig greifbar wird, aber dennoch – vielleicht durch eine organisch wirkende Grundstruktur &#8211; wie von Gespensterhand zusammengehalten wird.</p>
<p>Das eröffnende &#8220;Anklopfen&#8221;, passend betitelt, beginnt mit besagter Frauenstimme und kippt alsbald mittels dissonanter werdender Hintergrundgeräusche ins Unheimliche, vielleicht auch, weil das anklopfende Wir unklar bleibt. Das die zweite Seite eröffnende &#8220;Hinaustreten&#8221; nimmt den Faden später wieder auf: &#8220;Wir sind die, die schon lange zur Tür hinausgegangen sind und wir winken euch aus der Ferne zu&#8221; – nun weht Wind durch leere Schalen und Schneckenhäuser, ein Sommer wird erinnert, doch alles entpuppt sich als Traum und endet in offenen Mündern voller Sand und Erde.</p>
<p>Dazwischen und drumherum entfalten sich die eigentlichen Unterhaltungen. &#8220;Wir Zwei Allein&#8221; und &#8220;Das Alles Dass&#8221; verbinden barock anmutenden Mezzosopran, Kinderstimmen, Walzerfragmente, Akustikgitarre und allerlei hoch piepende Sounddetails mit Jotas grummelndem Wiener Hochdeutsch. &#8220;Du bist alles, was ich brauch&#8221; und &#8220;Du bist die Luft und das Immergrün&#8221;  heißt es schwebend über summenden, fiependen und tempomanipulierten Geräuschen. &#8220;Keinen Mund&#8221; stapelt exotische Flöten, brummende Dröhnung und heiteres Vogelzwitschern zu einem reizvollen Durcheinander, das Jotas Geständnis (&#8220;Ich will dich küssen&#8221;) trägt. &#8220;Schiffbruch&#8221; steigert sich ins Bedrohliche, mit fernem Klagen und allen Anzeichen wachsender Furcht.</p>
<p>&#8220;Komplette Fragmente&#8221; setzt dem Thema Vergänglichkeit, das sich wie ein roter Faden (nicht nur) durch diesen Track zieht, eine leise Pointe voran: &#8220;Alles wie immer&#8221; – die ständige Veränderung wird zur einzigen Konstante, Gitarren, Violinen und vielleicht Klarinetten hüllen die Zeilen &#8220;das Leben ist vergangen als hätte ich nie gelebt&#8221; in eine anrührende Hülle. &#8220;Letzte Lichter&#8221; lenkt die versteckte Kamera, anfangs noch unter Kratzen und Rauschen, auf die dunkel werdende Nachbarschaft vor dem Fenster, während &#8220;Grüne Fassaden&#8221; hektisches Geraschel und Zeitraffereffekte in eine besinnliche Melodie münden lässt und Stadtflucht beschwört: Hamburg, Berlin, Betonwüsten hinter einer vital scheinenden Fassade – wir ziehen davon. Das zwischen Fremdscham und ehrlicher Trauer changierende &#8220;Schein und Haben&#8221;, das mich vielleicht durch Zufall an Nový Světs &#8220;Got it!&#8221; von der &#8220;Fin.Finito.Infinito&#8221;-Reissue denken ließ, schunkelt gebrochen zwischen Streichern, Möwenschreien und Glockenspiel.</p>
<p>Im kurzen, schwindelerregenden &#8220;Sal&#8221; krächzt und keift sich Jota, wie man ihn von früher her kennt, auf Spanisch die verwundete Seele aus dem Leib, &#8220;Augen Auf!&#8221; kontrastiert heitere Kinderstimmen mit melancholischem Brummen und Sätzen wie &#8220;die Felle, sie schwimmen dir davon&#8221;. &#8220;Ondas&#8221; tastet sich mit fragmentierter Stimme, klimpernden Geräuschen und einer gedämpften Trompete voran, die sich in eine Duduk oder Nej zu verwandeln scheint. Das chorartige &#8220;Ein Englisches Lied&#8221; bäumt sich noch einmal (melo)dramatisch auf und setzt, begleitet von einem strömenden Akkordeon und motorischen Brummen den Schlusspunkt.</p>
<p>Margot Benetti beschreibt das Album in den Liner Notes als eine Art Live-Übertragung aus einem Riss in einer Mauer – aus jenen schmalen Spalten, in denen eine andere, höchst feinsinnig fabrizierte Wirklichkeit steckt. Die Musik fühlt sich tatsächlich so an: als würde man in winzige, verborgene Zwischenbereiche hineinhören, in denen sich etwas regt, das längst vergangen oder noch nicht ganz entstanden ist. Überreste eben und Larven.</p>
<p>&#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; ist vom leisen Anklopfen ein intensives, trotz seiner anrührend-organischen Klanggestalt oft beunruhigendes Werk, das aus Fragmenten eine eigene, geschlossene Welt baut. Wer die früheren Läuten der Seele-Veröffentlichungen kennt, findet hier durch Jota Solos Stimme eine neue Direktheit und eine andere Art emotionaler Tiefe, ohne dass der typisch &#8220;angefolkte&#8221; Schleier aus Stimmungen, Geräuschen und instrumentellen Details verloren geht.</p>
<p><strong>Label: World of Echo</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2768115246/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>NOVÝ SVĚT: DeGenerazione</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 04:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste) Duo über dem Hörer ausschüttet(e). Nový Svět bedienten sich all die Jahre an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41665" title="a3028379758_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am<a href="https://soundcloud.com/jotasolo/25452-complete"> 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste</a>) Duo über dem Hörer ausschüttet(e).<a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/"> Nový Svět </a>bedienten sich all die Jahre an so vielen Genres, dass man wohl eher fragen müsste, was bisher noch nicht von ihnen berührt wurde.</p>
<p><span id="more-41664"></span>Die Entstehungsgeschichte von „DeGenerazione “ ist eine für das Duo so typsiche: Das Album wurde ursprünglich sofort nach <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">„Desde Infiernos De Flores“</a> aufgenommen, sollte der letzte Teil der mit &#8220;Fin Finito Infinito&#8221; begonnenen, so genannten &#8220;Spanish trilogy&#8221; werden. Als die beiden von Spanien zurück nach Wien zogen, wurden die Aufnahmen aber als <a href="https://novsvt.bandcamp.com/album/degenerazione">&#8220;too spanish&#8221;</a> verworfen und archiviert. Stattdessen erschien dann damals mit „Todas Las Últimas Cosas&#8221; 2008 das wahrscheinlich elektronischste Album der Band. Erst vor einiger Zeit machte Weber  auf <a href="https://soundcloud.com/jotasolo">seinem Soundcloudaccount</a> das Album verfügbar, das jetzt von Quindi Records, die vor einigen Monaten Webers großartiges Soloalbum <a href="http://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">&#8220;Nessuno&#8221;</a> veröffentlicht haben, auf auf 150 Exemplare limitiertes Vinyl gepresst worden ist.</p>
<p>Dass &#8220;Desde Infiernos De Flores&#8221; ebenfalls erst viele Jahre nach der Fertigstellung endlich veröffentlicht werden sollte, ist <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">eine andere Geschichte</a>. Letzt genanntes Album und &#8220;DeGenerazione&#8221;  sind durchaus unterschiedlich, was sie aber beide auszeichnet, ist die Reduktion, die Kürze der Stücke, die partiell durchaus etwas Fragmentarisches haben (können): „Tibidabo“ beginnt so, als schalte jemand ein Tape zum Aufnehmen ein, man mag das als Authentizitätsmarker lesen oder aber als bewusstes Reflektieren über den eigenen Aufnahmeprozess. Man hört ein paar Töne auf dem Glockenspiel (?), Weber flüstert die Worte lediglich &#8211; und dann geht das Stück im Rauschen unter. Auch„Raja“ ist minimal und reduziert: Etwas Gitarre, auch hier ist die Stimme ein Sprechflüstern und verkündet: „la paranoia del momento es la verdad del futuro“. „Ciudacanta“ ist mit dem Strumming der Akustikgitarre ein echter Ohrwurm, der vielleicht auch nicht schlecht auf die Zusammenstellung „The Flies In Dreams And Reality“ oder auf das 2011 erschienene englischsprachige Album <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/novy-svet-%e2%80%a6into-your-skies/">„Into Your Skies“ </a>gepasst hätte. „Suenos, Anos, Despues“ kombiniert das Geräusch von fließendem Wasser mit dissonanten Momenten und schleppender Perkussion, auf dem instrumentalen „Alarma“ erklingen Geräusche wie von einem Specht und Metallrohre scheinen über den Boden zu rollen. Ein Gegenpol dazu ist „Rexistencia“, ein weiterer schmissiger Song auf der Akustikgitarre. Am Ende singt Weber „rexistencia no es possible no no no“ und lacht dämonisch. Vielleicht ist ein Titel wie „Solo Un Sueno“  programmatisch zu lesen. Musikalisch hört man hier etwas Bass und schleppendes Schlagzeug: Das ist Nový Svět als Jazzcombo. „Torbellinos“ beginnt mit Backwardmasking, Knistern, man hört Geräusche wie von Kinderspielzeug. Ich erinnere mich noch, wie Jürgen Weber einmal in einem vor sehr vielen Jahren mit ihm gemachten Interview zu uns meinte, dass bei &#8220;En posesion de te&#8221; vom „Chappaqua“-Album der irrititierende Sound, der das Stück durchzieht, &#8220;das wichtigste [ist]. Er <em>ist </em>das Lied.&#8221;</p>
<p>Auf insgesamt 15 zwischen einer und knapp fünf Minuten langen Stücken zeigt das Duo erneut seine Sicht auf die Welt und vielleicht zeigen diese Miniaturen, dass Musik, Leben, <em>Existieren</em> nur fragmentarisch gedacht werden kann und darf. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=749734646/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Ô PARADIS / NOVY SVET: Entre Siempre Y Jamás Suben Las Mareas, Duermen Las Ciudades</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/01/30/o-paradis-novy-svet-entre-siempre-y-jamas-suben-las-mareas-duermen-las-ciudades/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2021 05:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Ô Paradis und Nový Svět kurz nach der Jahrtausendwende ein gemeinsames Album ankündigten, musste das in den kleinen Fangemeinden, die sich schon damals überschnitten, Interesse wecken. Da gab es einiges, das beide verband: eine Melancholie, die den Sinn für &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/30/o-paradis-novy-svet-entre-siempre-y-jamas-suben-las-mareas-duermen-las-ciudades/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/Oparadis-NovySvet.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23880" title="Oparadis-NovySvet" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/Oparadis-NovySvet-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Ô Paradis und Nový Svět kurz nach der Jahrtausendwende ein gemeinsames Album ankündigten, musste das in den kleinen Fangemeinden, die sich schon damals überschnitten, Interesse wecken. Da gab es einiges, das beide verband: eine Melancholie, die den Sinn für Lust und Leben nicht verleugnete; eine Stilmixtur aus alten und neuen, populären und nischigen Zutaten, deren roter Faden vielleicht<span id="more-23878"></span> die Entschleunigung ist; spanische Texte, was für Österreicher ungewöhnlich und für Katalanen zumindest nicht selbstverständlich ist.</p>
<p>Es gab aber auch immer deutliche Unterschiede: Die Musik Ô Paradis&#8217; strahlt eine meditativ anmutende Gelassenheit aus, die mit einem offen spirituellen Charakter einhergeht und sich musikalisch in einem deutlich hörbaren Rahmen äußert, der alle Details hegt und umfasst. Novy Svet dagegen verströmen eine Aura des Tragischen, und ihre kauzige Emotionalität würde in den eruptivsten Momenten jeden Rahmen sprengen. Eine unberechenbare Ambiguität umgab Nový Svět von Anfang an, Ô Paradis wirkte immer greifbarer. Obwohl sich beide für immer wieder neue Sound-&#8221;Konzepte&#8221; entscheiden, würde sich Ô Paradis durchaus mit radiotauglichen Produktionen vertragen, Nový Svět würden sich in den hintersten Lofi-Ecken zuhause fühlen. Was immer also in dem gemeinsamen Heimstudio am Fuße der Pyrenäen fabriziert werden sollte, konnte nicht uninteressant werden.</p>
<p>Zum oben Gesagten passt, dass die basale Soundkulisse von &#8220;Entre Siempre&#8230;&#8221;, das dann 2003 beim Nekofutschata Musick Cabaret erschien, zumindest auf den ersten Eindruck eher nach Ô Paradis klang. Es ist ein warmer, breiter Sound, der die Geschichten um ein Land einhüllt, das im Schlaf vom (tatsächlichen oder metaphorisch verstandenen) Meer verschluckt wird. Das Meer und seine sanften Wellen sind auch mit das erste, das man im Intro hört, und nur ein Blick auf die an Land gespülte Tierleiche, die das Cover ziert, bricht wie ein unheilvolles apokalyptisches Omen in das Idyll der heiteren Vögel und sanft wabernden Harmoniumklänge ein.</p>
<p>Im Verlauf des Albums treten die Sänger Demian und Jürgen in fast abwechselnder Reihenfolge an den vorderen Bühnenrand, aber das ist nicht das einzige, das Abwechslung in die rund 45 Minuten bringt, denn jeder Song hat seine eigenen Stimmungen und Gangarten, und mit der Zeit kommen immer neue Facetten des Sounds hinzu, bei dem sich Akustisches und Elektronisches die Waage hält. Ziemlich zum Anfang gibt es gleich ein paar &#8220;Hits&#8221;, allem voran natürlich &#8220;Iberia Sumergida&#8221;, das Webers erschöpft wirkenden Gesang in bombastische Pauken und Rasseln hüllt und der besungenen Sintflut die Dramatik eines Monumentalfilms gibt. Ein ähnlicher Kracher ist &#8220;Barcelona!&#8221;: Hier führt erneut Weber mit nur leicht melodischem Gesang und einem knorrigen Basslauf durch die Gassen und Kneipen der Stadt, die sich als Schauplatz eines grauen und tristen Blues offenbaren. Der mysteriöse Tristan Sasao fiedelt dazu eine launige Melodie, unter der sich quakende Stimmen notdürftig verstecken. Garantiert sagen die nichts Gutes.</p>
<p>Entrückte Momente gibt es v.a. in den Stücken mit Demian am Mikro, der Walzer &#8220;La Cuna&#8221; wirkt wie ein anheimelnder Totentanz aus der &#8220;Llega el Amor&#8221;-Phase, und die wundervoll einlullende Zwischenwelt von &#8220;Tierra Gastada&#8221; mit seinem geflüsterten Text über schönen Pianoparts zählt zu den großartigsten Momenten des Albums. Nicht wenige Stücke auf &#8220;Entre siempre&#8230;&#8221; haben den Charme verkappter Popsongs, teils verlangsamt, immer zerlegt und absichtlich falsch zusammengesetzt, wie es sonst nur Coil auf ihren songorientierteren Alben konnten. Besonders das zweite der beiden &#8220;Distancia&#8221;-Stücke entpuppt sich als echter Ohrwurm, wenn man erst einmal durch die introvertierte Exzentrik geschaut hat und zum schönen Kern vorgedrungen ist. Auch in &#8220;Siento Sensacion&#8221;, in &#8220;Las Cosas Invisibles&#8221;, das wohl auf einen früheren Nový Svět-Song bezug nimmt, und im entspannten &#8220;Lluvias&#8221; findet sich diese Gradwanderung, während der Popcharakter im von Demian gecroonten &#8220;Te Vi Pasar&#8221; am deutlichsten zutage tritt.</p>
<p>Gut siebzehn Jahre später erscheint &#8220;Entre Siempre..&#8221; fast wie die Handlung eines vor langer Zeit gesehenen Films, die in der verschwommenen Erinnerung schon längst eine sepiafarbene Tönung bekommen hat. Und das betrifft alles damit zusammenhängende: das Zusammentreffen der beiden Acts, die noch ein weiteres Album aufnehmen sollten, die für viele Hörer neue Idee eines mediterranen Underground, der nicht als große Bewegung wie etwa Hauntology oder Italian Occult Psychedelia in die Annalen experimentierfreudiger Musik eingehen sollte, denn all das spielte sich unter der Wahrnehmungsgrenze der Bobo-Magazine ab, und die Mehrheit der Industrial- und Neofolk-Grufties verstand ohnehin nur Bahnhof. So wurde die diffuse Geschichte ebenfalls vom Meer verschluckt.</p>
<p>Dem Reiz des Halbverblassten indes tut das Album als Tondokument keinen Abbruch, und so ist die Wiederveröffentlichung als LP durch den Enfant Terrible-Ableger Vrystaete nur zu begrüßen. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_210128_082438_958.sdoc--></p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.enfant-terrible.nl/releases/o-paradis-novy-svet-%e2%80%8e-entre-siempre-y-jamas-suben-las-mareas-duermen-las-ciudades/">Vrystaete</a></strong></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/964134304&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="166"></iframe></p>
<div style="font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;"><a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="EnfantTerribleNL" href="https://soundcloud.com/enfantterriblenl" target="_blank">EnfantTerribleNL</a> · <a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Ô Paradis &amp; Nový Svět  - Barcelona!" href="https://soundcloud.com/enfantterriblenl/o-paradis-novy-svet-barcelona" target="_blank">Ô Paradis &amp; Nový Svět &#8211; Barcelona!</a></div>
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		<title>Ô PARADIS: Weiter Weg</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/11/28/o-paradis-weiter-weg/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2020 07:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf musikalische Überraschungen sind die meisten Fans bei Ô Paradis längst gefasst, denn in einem gewissen Rahmen erfindet sich Demians Musik immer wieder neu, gibt sich schwerer oder luftiger, elektronischer oder akustischer, eingängiger oder herausfordernder. Die spanischen Texte im mollastigen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/28/o-paradis-weiter-weg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/oparadisweiterweg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23125" title="oparadisweiterweg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/oparadisweiterweg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf musikalische Überraschungen sind die meisten Fans bei Ô Paradis längst gefasst, denn in einem gewissen Rahmen erfindet sich Demians Musik immer wieder neu, gibt sich schwerer oder luftiger, elektronischer oder akustischer, eingängiger oder herausfordernder. Die spanischen Texte im mollastigen Ton und vorgetragen mit warmer Baritonstimme gelten eigentlich als verbindende Konstante &#8211; &#8220;eigentlich&#8221; deshalb, da es bereits ein Album zusammen<span id="more-23124"></span> mit <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/val-denham-o-paradis-transform-thyself/">Val Denham</a> gab, bei dem Demian nur kurz zu hören war und alle Texte auf Englisch gesungen wurden. Und dann waren da zwei Alben mit <a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/">Nový Svět</a>, auf denen beide Acts wie zu einer temporären Band verschmolzen sind und Demian nur die Hälfte der Gesangsbeiträge bestritt. Das jüngst erschienene &#8220;Weiter Weg&#8221; knüpft an all diese Sachen an, denn zum einen überlässt Demian wieder einmal zwei anderen Stimmen den vorderen Bühnenrand, zum anderen steht fast das ganze Album diesmal im Zeichen der deutschen Sprache.</p>
<p>Dass die Stimmung des Albums eher schwermütig ist und der Soundcharakter unaufgeräumt, offenbart sich gleich beim Opener &#8220;No One&#8221;. Raues, von Störgeräuschen durchdrungenes Brummeln öffnet die Tür zu einem Raum, in dem ein niederdrückender Fatalismus mit wunderschönen Melodien gefeiert wird, die man leicht zwischen den rumpelnden Ecken und Kanten ausmachen kann. Irgendwer murmelt etwas, aber vielleicht ist es auch nur eine Maschine, mit anderen Worten &#8220;no one&#8221;? Das hier entfaltete Gemisch aus einer gewissen Unordnung, eines damit kontrastierenden, klammheimlichen Minimalismus und einer starken Emotionalität, die ohne große Gesten auskommt, wird in der folgenden guten halben Stunde jedenfalls Programm sein.</p>
<p>Auf &#8220;Abrigo&#8221;, dem einzigen komplett auf Spanisch gesungenen Stück, tritt mit Rosa Solé eine gute Bekannte aus früheren Ô Paradis-Tagen auf die Bühne und plaziert mit heller Stimme eine anrührende Weise auf den Schichten der vibrierenden und von einem simplen Takt noch ein bisschen mehr bewegten Sounds. Neben Solés Backing Vocals für Ô Paradis gab es und gibt es vielleicht noch immer ihr neoklassisches Soloprojekt Circe, dessen Schmachtfetzen &#8220;Piel&#8221; sie hier auf deutsch neu interpretiert: &#8220;Haut&#8221; entfaltet sich in gebrochenen Worten und im Kampf mit der eigenen Zaghaftigkeit über ein von Demian kongenial entworfenes Setting aus scheinbar ohne Muster verstreuten Soundbrocken &#8211; ein Kontrast, der im intensiven Finale des Stücks eine würdige Auflösung findet. Ihren früheren Aufnahmen am nächsten kommt die Vertonung von Arthur Schopenhauers &#8220;Sonnet, Weimar 1808&#8243;, &#8220;Zu Hause&#8221; dagegen ist am weitesten entfernt von ihrer leicht an Gurdjieff und De Hartmann erinnernder Klaviermusik. Diese Unterschiede sind natürlich zu einem großen Teil Demians Werk, der sich hier als graue Eminenz in den dunklen Ecken seiner klanglichen Rumpelkammer versteckt und mit frechem Augenzwinkern die Fäden zieht.</p>
<p>Stehen Rosas Beiträge eher für die zaghafte, wehmütige Seite von Ô Paradis, so sorgt ein anderer Freund des Hauses für die mitreißendsten, eruptivsten Momente des Albums. Bei Jota handelt es sich um keinen Geringeren als Jürgen Weber von Nový Svět, und wer sich mit seinen nicht auf Spanisch gesungenen Songs etwas schwer tut (oder generell mit sehr leidenschaftlichen Vocals in deutscher Sprache), der hat hier die Gelegenheit, sein Vorurteil zu revidieren. Die drei Songs zählen mit zum schwermütigsten, dass man von Ô Paradis und Nový Svět kennt, und sie fordern u.U. mehrmaliges Hören. &#8220;Alter Tage Glanz&#8221; ist das vielleicht unscheinbarste, aber auch das zugänglichste der drei Lieder und entwirft ein Selbstbild als zerbombte Ruine, deren Zerstörtheit auch die Erinnerung an den Glanz früherer Tage nicht schönzufärben vermag. Es gibt schwelgerische Momente bei Ô Paradis, auch auf dieser Platte, aber hier würde man sie vergeblich suchen.</p>
<p>Die beiden anderen Jota-Tracks sind schmissiger, aber m.E. auch vieldeutiger zu verstehen. Wieviel Rollenspiel steckt in den Posen des lyrischen Ichs, wie weit geht das Spiel mit Ambivalenz und Selbstironie in &#8220;Die Krone Wiegt Schwer&#8221;, dessen schwermütiges Lamento über ratternden Soundbrocken und einem tänzelnden Takt dank der ungehobelten Stimme nicht lamoryant wirkt. Man könnte dutzende Songs aus der Diskografie von Nový Svět (oder Nový Svět und Ô Paradis) nennen, bei denen dieser Tom Waits-artige Whiskey und Tobak-Flair wie auch hier die berührenden Melodien nur umso mehr hervorgehoben hat. Beschreibt &#8220;Weiter Weg&#8221; eine verzweifelte Suche, eine raslose Flucht oder beides zugleich? Besingt es eine spirituelle oder eine zwischenmenschliche Krise oder keines von beiden? Jota wäre nicht Jota und Regisseur Demian wäre nicht Demian, wenn sich diese Fragen leicht beantworten ließen. Fast etwas Naives haftet dem Song an, und dass er mit seinem an &#8220;Naciemento&#8221; erinnernden Groove und dem launigen Gekrächze <a href="https://www.blackmagazin.com/?p=23451">ein veritabler Ohrwurm ist, bemerke ich nicht als erster</a>.</p>
<p>Man tut dem Album im Grunde Unrecht, wenn man die Stücke Rosas und Jotas separat beschreibt, denn atmosphärisch bildet &#8220;Weiter Weg&#8221; eine vielfach verschlungene Einheit. Deutlich wird das nicht erst bei dem geerdeten Instrumentalstück &#8220;Ein Zettel unter den Augenliedern&#8221;, das die derangierte Soundmatrix des Albums wie in einem perfekten Trailer komprimiert, oder bei der zweiten, finalen Coverversion: Für &#8220;Strawberry Fields Forever&#8221; betritt Meister Recio endlich den sichtbaren Bereich der Bühne und zelebriert auf Englisch über tremolierenden Synthieflächen eine grandiose Feier des Dilletantischen. Im besten Sinne, falls man das ergänzen muss.</p>
<p>Ein Ô Paradis-Album, das aus der Reihe fällt, und ein Wiederhören mit einer lange verschollenen Sängerin und einem nur noch selten an die Öffentlichkeit tretenden Sänger &#8211; all das spricht für &#8220;Weiter Weg&#8221;, das seine eigenwillige Aura erst mit der Zeit offenbart und damit ein ganz eigenes, reizvolles kleines Universum eröffnet. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Wrotycz Records</strong></p>
<p><strong>Interview mit Ô Paradis auf <a href="http://africanpaper.com/2016/03/26/das-opium-der-schonheit-interview-mit-demian-von-o-paradis/">deutsch</a> und <a href="http://africanpaper.com/2016/03/26/the-opium-of-beauty-an-interview-with-demian-of-o-paradis/">englisch</a></strong></p>
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		<title>Das Opium der Schönheit. Interview mit Demian von Ô Paradis</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 06:44:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt Attribute, mit denen man sparsam umgehen sollte, wenn man über Musik spricht, und eines davon ist sicher das Wort einzigartig. Man sollte aber nicht allzu erschrocken sein, wenn es einem im Bezug auf Ô Paradis ab und an herausrutscht, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/26/das-opium-der-schonheit-interview-mit-demian-von-o-paradis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/demian.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11786" title="demian" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/demian.jpg" alt="" width="262" height="170" /></a>Es gibt Attribute, mit denen man sparsam umgehen sollte, wenn man über Musik spricht, und eines davon ist sicher das Wort einzigartig. Man sollte aber nicht allzu erschrocken sein, wenn es einem im Bezug auf Ô Paradis ab und an herausrutscht, denn für einen solchen Fauxpas gäbe es Anlässe genung: Die Kunst, mit gesampleten Sounds originelle Kollagen zu zaubern, die gekrönt mit einer<span id="more-11782"></span> warmen Baritonstimme dann doch oft eingängige Songwritermusik ergeben; ein Händchen dafür, all dies mit dem erdigen Klang von Folkinstrumenten zu verbinden und ein magisches Gefühl entstehen zu lassen, das mehr ist als Romantik; ein Set an Stimmungen, das Sehnsuchtsvolles mit meditativer Entspannung zusammenbringt und so immer ein vertrautes Ô Paradis-Feeling entstehen lässt, dem der Gestaltwandel der stets in Entwicklung begriffenen Musik kaum etwas anhaben kann &#8211; all dies versteht der in der Nähe von Barcelona lebende Demian Recio mit seinen Mitstreitern auf eine Art umzusetzen, die meines Wissen kein Pendant hat. </strong></p>
<p><strong>Demian, der im Alltag Catalan spricht, aber auf Spanisch singt, betreibt sein Projekt nun seit mehr als fünfzehn Jahren, in denen es nie zu einem Stillstand kam. Auf jedem seiner Alben überwiegen bestimmte Spielweisen, Stimmungen oder der Klang bestimmter Instrumente, so wie die Orgel im Frühwerk oder die akustische Gitarre auf dem aktuellen <em><strong>„</strong></em>Llega el Amor, Asoma la Muerte&#8221;. Dazwischen fanden sich eher experimentell ausgerichtete Werke wie das feinsinnige „Cuando El Tiempo Sopla&#8221; oder das verstörend raue „La Bocca Del Infierno&#8221;, aber auch nahezu poppige Songalben wie „Pequenos Canziones De Amor&#8221; oder das reife „Naciemento&#8221; von 2014. Wie die meisten Musiker mit einem breiten stilistischen Repertoire hat Demian einen guten Sinn für kreative Dialoge, und so kam es im Laufe der Zeit zu zahlreichen Kollaborationen, Gastbeiträgen, Produzentenarbeiten und Splits. Das Tribute <a href="https://www.discogs.com/de/Various-Nada-Que-Perder-Una-Celebraci%C3%B3n-De-Paradis/release/6354150">„Nada Que Perder&#8221;</a>, auf dem fünfzehn Musiker aus verschienenen Ländern seine Songs interpretieren, ist auch dafür ein Dankesbeweis.<br />
</strong></p>
<p><strong>Viele seiner Alben haben inhaltlich einen zuminest ansatzweisen Konzeptcharakter, und doch scheint mir seine größere Stärke in großartigen Songs zu liegen. Das berührende „El Fin Del Mundo&#8221; vom „Naciemento&#8221;-Album, das entrückte „Tierra Preguntas&#8221; aus einer Kollaboration mit <strong>Nový Svět</strong>, „Las Vias Del Viento&#8221; v.a. in diversen Live-Umsetzungen und nicht zuletzt einige Stücke seines aktuellen Albums sind nur einige der unentdeckten Schätze, die wahrscheinlich weit mehr Menschen verzaubern würden, wenn die Band die verdiente Aufmerksamkeit hätte. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, dass das irgendwann eintritt, und v.a. seinen kleinen Teil dazu beitragen. Ein Interview mit dem Musiker war also seit langem überfällig.</strong></p>
<p><a title="The Opium of Beauty. An Interview with Demian of Ô Paradis" href="http://africanpaper.com/2016/03/26/the-opium-of-beauty-an-interview-with-demian-of-o-paradis/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Da es hierzulande nur wenige Interviews mit dir gibt, würde ich gerne mit etwas allgemeinem anfangen. Was kannst du uns über deine Anfänge als Musiker berichten? Hast du vor Ô Paradis in anderen Bands gespielt?</strong></em></p>
<p>Ja, ich spielte in Perdita Durango, einer Art Post Punk-Duo, ebenfalls in einer Tex Mex-Band namens Dusminguet und in Los Sencillos, einer populären spanischen Popgruppe. Ô Paradis kam nicht nach, sondern bereits während all dieser Unternehmungen, aber dann beschloss ich irgendwann, dass ich nur Ô Paradis brauche. Mein einziges und eigenes Projekt, wo ich niemandem Rechenschaft schuldig bin.</p>
<p><em><strong>Wie ist Ô Paradis letztlich entstanden und welche neuen Dinge konntest du dort ausleben?</strong></em></p>
<p>Ô Paradis ist, was ich schon immer in anderer Musik finden wollte, aber nur selten fand. Eine nackte, aufrichtige Idee. Wie japanischer Minimalismus, aber vermischt mit englischem Folk und einem lateinischen Herzen. Ich denke immer, dass jeder einzigartig ist, wenn er nur ehrlich mit seiner Kunst ist.</p>
<p><em><strong>Welche Dinge inspirieren dich und geben dir Ideen für deine Musik? Kommen dir Ideen, wärend du Musik machst? Oder beginnst du auch manchmal mit einem ausgearbeiteten Konzept?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, dass alles gleichzeitig passiert. Du bemerkst, dass alles, was du ließt, die Filme, die du schaust, was deine Freunde mit dir teilen, dass all dies zusammen ein Bild in deinem Geist erschafft, ein Bild von der Welt, und dabei zählt es nicht, ob es um Liebe oder den Tod geht, um Engel oder Teufel, sondern dass das Bild eine konkrete Farbe hat. All dies wird zu dem, was du glaubst, und es verändert sich ständig, denn es unterliegt dem Einfluss der Zeit, welche die Ideen erodiert wie das Wasser den Stein. Ein bestimmter moment kommt das zum Ausruck, wenn jemand den Wind oder die Wellen hört, aber es sind die Wellen, die zu dir kommen und nicht umgekehrt.</p>
<p><em><strong>In deinen Texten und dem Artwork finden sich immer wieder religiöse und spirituelle Motive ganz unterschiedlicher Herkunft. Ist das für dich ein wesentlicher Bestandteil von Ô Paradis? Welche Rolle spielt Spiritualität in deiner eigenen persönlichen Suche?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11788" title="oparadismirame" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a>Ich glaube an die spirituelle Erfahrung als eine Form des Verstehens, und dass uns nur eine Empathie, die zur Liebe führt, für Spiritualität empfänglich macht. Die Liebe für einen anderen Menschen ist nur ein Abbild der Liebe für das Ganze. Gott ist Liebe, und alle Religionen in ihrer erhabensten Philosophie akzeptieren dies, und so beziehe ich mich auf sie alle. Für mich ist die basalste Form der Religion das Ritual. Natürlich ist meine Musik voll von all diesen Gedanken. Auf der anderen Seite sehe ich mich aber auch als jemand, der im Konflikt mit all diesen Dingen steht, und so inspirieren mich ebenso die Schatten, die wir werfen, wenn wir uns diesem Licht aussetzen.</p>
<p><em><strong>Du hast vor einiger Zeit das Album „Llega el Amor, Asoma la Muerte” veröffentlicht. Was kannst du uns über seine Hintergründe erzählen?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich denke, es ist ein sehr freies Album, das stark vom meinen persönlichen und musikalichen Erfahrungen zehrt. Man findet dort Pop, Latin, Folk, Experimentelles, Wave … das Witzige ist, dass ich irgendwann anfing, mit der spanischen Gitarre zu liebäugeln, und das gibt dem Album einen etwas einheitlicheren Sound. Was das Konzept angeht, alle Geschichten in den Songs handeln davon, wie wir durch Raum und Zeit gehen, und dass überall, wo uns die Liebe begegnet, auch der Tod wartet.</p>
<p><em><strong>Ich hatte immer den Eindruck, dass Ô Paradis hauptsächlich dein Projekt ist, an dem verschiedene Gäste mitwirken. Ist das nach wie vor so, oder gibt es mittlerweile so etwas wie eine Bandstruktur?</strong></em></p>
<p>Ja, so ist es, ich machte Ô Paradis von Anfang an allein, und das ist auch heute noch so. Wenn ich Instrumente brauche, die ich selbst nicht spielen kann, dann wende ich mich an Kollaborateure. In jedem dieser Fälle kamen reichhaltigere Harmonien und Melodien zustande, und somit ein vollständigeres Werk.</p>
<p><em><strong>Kannst du etwas zu den Leuten sagen, die bei dem neuen Album mitgemacht haben?</strong></em></p>
<p>Auf dem neuen Album hatte ich die Ehre mit Aloma Ruiz Boada zu spielen, einer Violinistin, die auch bei einigen Konzerten von Current 93 dabei war, sowie J., der bei einem Stück singt. Ich liebe seinen Gesang und sein Verständnis von Musik. Es ist großartig, mit Leuten zu arbeiten, die du magst oder liebst.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11789" title="todoslossantos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos.jpg" alt="" width="845" height="479" /></a></p>
<p><em><strong>Ich spreche deine Sprache nicht, aber das bisschen, das ich verstehe, scheint sehr stark vom Zusammenhang von Liebe und Tod zu handeln, du sprichst es ja gerade schon an. Falls es da eine Art Konzept gibt, wie würdest du es umschreiben?</strong></em></p>
<p>Die Jugend impliziert in vielen Kulturen einen Sinn von Unsterblichkeit. In meinem Fall kommt eine Ahnung von Unendlichkeit hinzu. Ich betrachtete die Welt tatsächlich als eine bewegliche Masse schwingender Energie, die uns die gleiche Schwingung erfahren lässt und uns von all dem wegholt, was wir zurücklassen. Später verlor ich allerdings diesen „Glauben&#8221; an die Ordnung hinter dem Chaos. Dies schien ein chemischer Wandel in meinem Gehirn zu sein, der mich für einige Jahre ausfüllte, gepaart mit einem Bewusstsein dafür, dass der einzige wirkliche Wandel das Altern ist, und dass der Tod uns immer häufiger besucht. Gleichzeitig bekam ich jedoch auch ein viel verfeinertes Verständnis dafür, was es bedeutet, zu lieben. All dies brachte mich dazu, ein Album aufzunehmen mit dem Titel „Kommt die Liebe, folgt der Tod.” Wir sind wieder menschlich geworden und nur wir bekamen ein Bewustsein für die Begrenzungen des Sterblichen.</p>
<p><em><strong>Der Zusammenhang von Liebe und Tod hat die Menschen immer wieder fasziniert, aus Literatur und Kunst kennt man das Motiv vom Liebestod, es gibt die Umschreibung vom „Kleinen Tod&#8221; für den sexuellen Höhepunkt. Interessieren dich solche Themen? Wie denkst du gehören sie zusammen in der tragischen Existenz des Menschen?</strong></em></p>
<p>Der Orgasmus ist einer der wenigen Momente, in denen wir das Bewustsein verlieren, ich denke, dass da etwas sehr schönes zum Akt hinzu kommt, eine magische Erfahrung. Ich denke nicht, dass die Existenz tragisch ist, denn Existenz ist alles. Aber es ist klar, dass es auch nicht unsere Bestimmung ist, das Glück im unmittelbaren Vergnügen zu suchen. Wenn wir nur für den Augenblick leben, dann werden wir sehr oft sterben, nach jedem Orgasmus zum Beispiel, wie du es erwähnst. Obwohl wir wissen, dass der Tod kommen wird, denke ich, wir sollten diesen Gedanken beiseite schieben in unserem Projekt des Lebens.</p>
<p><em><strong>Ein Song wie „El Opio de tu Belleza” klingt für mich beinahe heiter, aber ich bin sicher dass es um wichtiges geht. Wie würdest du das Opium als Element der Schönheit beschreiben?</strong></em></p>
<p>Ich werde dir einen teil des Songs übersetzen:</p>
<p>Das Opium deiner Schönheit füllt den Nebel der Straßen der Vernunft.<br />
Ich gebe mein Wesen preis durch das Lächeln, das du meinem Herzen gibst.<br />
Ich verkaufe mein Leben für eine Nacht ohne Dornen.<br />
Der Tod folgt mir aufmerksam, und seine Tochter, die Vernunft, zupft am Ärmel.<br />
Am Boden wandelt die Lust, der Boden ist, was der Wind wischen wird…</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11790" title="10609455_709436972465949_2279979132994759572_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Welcher symbolische oder geografische Osten ist es, den du in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VlWUtmRPPxo">„Por el Este”</a> besingst?</strong></em></p>
<p>Meine Frau ist aus der Ukraine, und als wir uns aus der Ferne unterhielten, jeder in seinem eigenen Land, ging es natürlich auch um den Konflikt mit Russland. Ich fand es traurig, dass der Ostwind dieses mal nur Feuer brachte. Das inspirierte mich zu dem Lied.</p>
<p><em><strong>Im Vergleich zu früheren Aufnahmen hat das Album einen starken Fokus auf akustischen Gitarren. Ist das eine Richtung, die du auch in Zukunft weitergehen willst?</strong></em></p>
<p>Ich hab keine Ahnung von meiner Zukunft oder der von Ô Paradis. Wenn ich ein Album aufnehme, gibt es da meist ein prägendes Instrument oder eine bestimmte Intention. Veränderung motiviert mich, vielleicht hat die Band deshalb heute viel weniger Anhänger, da die Leute gerne wissen wollen, wie es weiter geht, damit sie Sachen kategorisieren können.</p>
<p><em><strong>Gesampelte und verfremdete Sounds sind immer noch typisch für Ô Paradis. Wo findest du normalerweise deine Sounds, und wie arbeitest du mit ihren? Neigst du mehr zum Improvisieren oder zum Komponieren?</strong></em></p>
<p>Ich spiele mit Sounds wie ein Kind, und ich hab Geräusche an den ungewöhnlichsten Orten aufgenommen. Das Komponieren ist schon eine eher aufwendige Arbeit, es macht nicht immer so viel Spaß, denn du musst dabei ja dem Spiel einen Sinn geben, aber es ist notwendig, wenn du mit dem fertigen Werk zufrieden sein willst. Was das Angenehme und das Schwierige angeht, ich mag letztlich beides, den Spaß beim Arbeiten, aber auch das fertige Ergebnis. Ich denke, anfangs war alles improvisierter, heute dagegen eher kompositorisch. Es ist schwierig, die Balance zu finden zwischen cool und elaboriert, zwischen emotional und zufrieden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11791" title="llega" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega.jpg" alt="" width="785" height="478" /></a></p>
<p><em><strong>Im Unterschied zu vieler „experimenteller” Musik sind deine Soundkollagen meist sehr eingängig und letztlich das Fundament von fast poppigen Songs. Manchmal ist das Klangmaterial regelrecht versteckt hinter der schönen Musik. Was macht für dich den Reiz aus, schöne Melodien und Harmonien zu erzeugen und dabei nicht auf ein herkömmliches Instrumentarium zu setzen?</strong></em></p>
<p>Man könnte sagen, dass ich versuche, eine gute Komposition mit unkonventionellen Mitteln zu erschaffen. Es kann leicht passieren, dass man sich in der Produktion verliert und eine gute Atmosphäre erzeugt, was legitim ist, aber ich schaue gerne dahinter oder davor, und dort kann ein Pop- oder Folksong sein.</p>
<p><em><strong>Kannst du was damit anfangen, wenn man deiner Musik eine „alchemistische” Eigenschaft nachsagt?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11792" title="11403386_858044630938515_638481905278679115_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich denke nicht, dass meine Musik diese transformative Qualität besitzt, aber das hängt natürlich von der Person ab, die es hört. Wenn jemand einen Song aufnimmt, der die Saiten der Seele einer anderen Person berührt, dann bewegt das vielleicht die Sensibilität dieser Person und eröffnet ihr neue Wege der Wahrnehmung. Wie dem auch sei, eine echte Transformation sollte für den Rest des Lebens sein, aber wenn sie so lange wie ein Song dauert, ist es ebenfalls nett.</p>
<p><em><strong>Wie groß ist das lokale oder regionale Element in deiner Musik? Ich frage das, da deutsche Hörer dich oft als iberischen, spanischen oder katalanischen Musiker bezeichnen…</strong></em></p>
<p>Ich identifiziere mich nicht mit den Leuten in meiner Umgebung. Weder mit den Spaniern, noch mit den Katalanen, noch mit den Europäern. Kulturell natürlich, und mehr noch in der Musik, habe ich Wurzeln im spanischen Pop, im englischen Folk, in deutscher und japanischer Electronica, in afrikanischen Rhythmen, im Rock und im amerikanischen Country, in südamerikanischer Melancholie, in den Landschaften Kataloniens&#8230; kurz gesagt, ich denke ich trinke aus jeder Quelle, aber ich tue es in den Stunden, wenn niemand sonst es tut.</p>
<p><em><strong>Du scheinst Kollaborationen sehr zu mögen, und wenn ich Escama Serrada, Thomas Nöla, Nový Svět oder Val Denham erwähne, ist das nur eine Auswahl an besonders wichtigen Musikern, mit denen du über die Jahre gearbeitet hast. Was macht für dich eine gute Kollaboration aus, und gibt es da eine, die du als besondere Wegmarke betrachtest?</strong></em></p>
<p>Es ist wunderschön, zu kollaborieren, wenn es passt. Ich kann sagen, dass mich fast alle Erfahrungen beim Aufnehmen mit anderen enorm bereichert haben. Die intensivste Kollaboration war die mit Nový Svět, denn ich fühle eine besondere Verbindung zu J. Außerdem halte ich die Arbeit mit Val Denham für großartig, mit der ich ein ganzes Album aufgenommen habe. Escama Serrada ist auch das Resultat einer großartigen Freundschaft, und Thomas Nöla ist eine Person, die ich bedingungslos bewundere.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11787" title="naiemento" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento.jpg" alt="" width="803" height="483" /></a></p>
<p><em><strong>Arbeitest du schon wieder an neuem Material? Was steht auf dem Plan für die nächste Zeit?</strong></em></p>
<p>Ich würde gerne eine Pause machen mit Ô Paradis. Mein Leben hat einige Veränderungen erfahren, seit das letzte Album aufgenommen wurde, als ob jemand eine dieser Kugeln mit einer weihnachtlichen Landschaft umgedreht hätte. Ich lasse erst einmal den Rest des Kunstschnees fertig auf die Plastikfiguren fallen und schaue dann, wie die Szenerie aussieht. Währenddessen würde ich gerne ein Album mit den für mich vierzig besten Song von Ô Paradis herausbringen, eine Compilation, die all den Menschen gewidmet sein soll, die da waren.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></em></p>
<p>Ich danke dir, mein Freund!</p>
<p><strong><a href="http://oparadis.es">Offizielle Webseite von Ô Paradis</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/oparadis.official/">Ô Paradis @ Facebook</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_1nxl-f_9ec" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Yl8xgB95G80" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>The Opium of Beauty. An Interview with Demian of Ô Paradis</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 06:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[As there are only a few interviews with you in German, I would start with something common. What can you tell us about your first creative endeavors as a musician? Did you play in bands before Ô Paradis? Yes, I &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/26/the-opium-of-beauty-an-interview-with-demian-of-o-paradis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>As there are only a few interviews with you in German, I would start with something common. What can you tell us about your first creative endeavors as a musician? Did you play in bands before Ô Paradis?</strong></em></p>
<p>Yes, I was playing with Perdita Durango, a project which was kind of a post-punk duo, with Dusminguet, a band of Tex-Mex style and with Los Sencillos, a quite famous Spanish pop band. Ô Paradis didn&#8217;t come after, but during all these approaches, yet at some point I decided I just needed Ô Paradis. My one and only project where I don’t need to answer to anyone.</p>
<p><em><strong>What was your impulse to form Ô Paradis, and what do you regard as new, compared to the things you did before?</strong></em></p>
<p>Ô Paradis is what I tried to find in other music but rarely found. A naked, sincere idea. Like Japanese minimalism, but mixed with English folk and Latin heart. I always thought that if you are honest with your art, then you&#8217;l be unique, because everybody is just different.</p>
<p><em><strong>Which are the things that inspire you or give you ideas for creating new music? Do you get your ideas while playing? Or do you rather tend to start with the concepts or subjects you sing about?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x1801.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11892" title="oparadismirame-300x180" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x1801.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a>I believe that everything happens at the same time. You realize that everything you read, the movies you watch, what your friends share with you, everything is gestating an image in your mind, a picture of the world. It doesn&#8217;t matter if its about love or death, about angels or devils, this image has a concrete color. All this turns into what one believes, and it changes constantly, cause it obeys time, which erodes any idea like the water does to the stones. The very moment is expressed through someone when a person hears the wind or watch the waves come, but it is the waves that come to you, and not the other way around.</p>
<p><em><strong>Your lyrics and imagery are full of religious or spiritual motifs from various sources. Do you see this as an integral part of Ô Paradis? What role do spiritual or esoteric subjects play in your personal quest?</strong></em></p>
<p>I believe that spiritual experience is born of understanding, therefore only from empathy that leads to love can comel flashes of spirituality. Love for another person is just a human replica of love for the whole. God is love, and all religions in their most sublime philosophy accept this, so I like to peck them all. For me, the most primitive aspect of religion is ritual. Of course, my music is full of all these thoughts. On the other hand I also consider myself a person in conflict with this/his life, so its also the shadows that inspire me, the shadows we project, when we&#8217;re exposed to this light.</p>
<p><em><strong>You just have released a new album named “Llega el Amor, Asoma la Muerte”. What can you tell us about its background and development? Which particular elements does it show compared to previous works?</strong></em></p>
<p>I think it’s a very free album, that drinks so much of my personal as well as my musical experiences. We can find pop, Latin, folk, experimental, wave … the funny thing is that I started flirting with the Spanish guitar, and this has given a more uniform sound to the work. As to the concept, all stories end from the point of view in which we believe that we walk through time and space, so when love comes, death always hovers.</p>
<p><em><strong>In the past I had the impression that Ô Paradis is mainly your project with changing contributors. Is this still the case or is there a band structure nowadays?</strong></em></p>
<p>You are right, from the beginning I worked alone in Ô Paradis, and this remains until today. When I need instruments that I can&#8217;t play, I call collaborators. In any case I have been enriched harmonies and melodies to enjoy a more complete work.</p>
<p><em><strong>Can you introduce the people who joined you in creating the new album?</strong></em></p>
<p>On the new album I had the honor of having Aloma Ruiz Boada on the violin, who had joined Current 93 in some concerts, and J. voice in a song, I love his vocal art and the way he understands music. Its a pleasure to work with people you like or you love.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11893" title="todoslossantos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos1.jpg" alt="" width="845" height="479" /></a></p>
<p><em><strong>I don’t speak your language, but as far as I get some meaning, the new album deals with the connections between love and death, you have already mentioned this subject. As far as there is a (clear or vague) concept, what is the main idea behind it?</strong></em></p>
<p>In many cultures, youth implies a sense of immortality. In my case, an intuition of infinity is added. In earlier years, I really perceived the world as a shifting mass of vibrating energy, which brings us to experiences the same vibration, and moves us away from what we were leaving behind. Later on I lost this “faith” in the order behind the chaos. This was a chemical change in my brain, I guess, subject to fulfilling past years go, and awareness that the only thing that changes is our aging, and that death will visit us more often every time. At the same time I developed a more refined understanding of what it means to love. All this led me to record an album whose title is “Comes love, pokes death.” We have become humans again and only we become aware of the limitations of mortality.</p>
<p><em><strong>The context of love and death fascinated humans for ages, be it literary motifs like “love-death” or an idiom like “the little death” for the sexual climax. What fascinates you in this connection? How do you think do they belong together in the tragic existence of man?</strong></em></p>
<p>When we have an orgasm, it is one of the few times that we lose consciousness, I personally think this is a lovely thing added to the act, a magical experience. I do not think existence is tragic, cause existence is everything, but what is obvious is our mission that is not to be happy from immediate pleasures. If we think just in the moment, we will die very often, after every orgasm as you mention for example. Although we know that death will come, I think we should set aside this thought of our vital project.</p>
<p><em><strong>A song like “El Opio de tu Belleza” sounds quite uplifting in my ears, yet I’m sure the lyrics are rather sincere. How would you describe the “opiate” element in beauty itself?</strong></em></p>
<p>I will try to translate a part the song to you:</p>
<p>The opium of your beauty filled the fog of the streets of reason.<br />
I abandom my nature by a smile that you sell to the heart.<br />
I trade with my life for a night without thorns.<br />
Death follows me closely with curiosity, and her daughter, the truth, pulls her sleeve.<br />
On the ground walks pleasure, the floor is what the wind came to sweep …</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x3001.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11894" title="10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x3001.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Which symbolic or geographic east is it that you evoke in “Por el Este”?</strong></em></p>
<p>My wife is Ukrainian, and as we spoke to each other from the distance, each of us in our own country, of course we tried the conflict with Russia. To me it was sad that the eastern wind just brought fire this time. This inspired the song.</p>
<p><em><strong>The album has a strong focus on acoustic guitars compared to most of your previous works. Is this a direction where you will go more often in the future?</strong></em></p>
<p>I have no idea about my future and the future of Ô Paradis. Usually, whenever I record an album, there is a predominant instrument or a specific will. Change motivates me a lot, maybe that’s why the band has far fewer followers now, I think people need to know where things will go, so they can label them.</p>
<p><em><strong>Still, sampled and treated sounds are sort of a trademark of Ô Paradis. Where do you normally find your sounds and in which way do you (technically) work with them? Are you more an improvisor or a composer?</strong></em></p>
<p>With the sounds I play like a kid, and I’ve taken noises at the most unlikely places. The composition is a more laborious task, not always great fun, because it imposes to make sense to the game, but its necessary if you want to feel more satisfied when the work is finished. Between comfortable and hard I choose both, to enjoy when working, but also to hear the final result and give it almost over. I guess at first were more improvisational and now we&#8217;re more compositional. It is difficult to find the balance between cool and sophisticated, between emotional and content.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11895" title="llega" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega1.jpg" alt="" width="785" height="478" /></a></p>
<p><em><strong>In contrast to many other “experimental” musicians your sound collages are never difficult to listen too, but integrated in often poplike song structures. Sometimes the various sound material is almost hidden beneath the beauty of the music. What is the appeal for you to create lovely melodies and harmonies not only by keyboard or the usual rock instruments?</strong></em></p>
<p>You can say I try to create a good composition without using conventional means. It’s easy to get lost in the production and create a good atmosphere, which is completely legitimate, but I&#8217;m more focused on what&#8217;s behind or in front it, and this might be a pop or folk song.</p>
<p><em><strong>Is it ok for you if one attests your music an “alchemical” quality for this?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x2251.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11896" title="11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x225" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x2251.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>I do not think my music has that transformative quality, but this depends on the listener. If someone records a song, and it touches the strings of the soul of another person, then it can perhaps stir the sensitivity of the person and open new ways for him or her to perceive. In any case, a real transformation should be for the rest of a life, but if lasts as long as a song, it is also nice.</p>
<p><em><strong>How big is the local or regional aspect in your music? I ask this because German listeners often call you the Iberian, Spanish, Catalan musician…</strong></em></p>
<p>I do not identify with the people around me. Neither the Spanish nor the Catalans, nor with Europeans. Of course culturally, and more specifically in music, I have roots in Spanish pop, English folk, German and Japanese electronics, African rhythms, rock and American country, South American melancholy, the landscapes of Catalonia … in short, I think I drink from any source, but I try to do it in hours when no one else is doing it.</p>
<p><em><strong>Seems you like collaborations a lot, and when I quote Escama Serrada, Thomas Nöla, Nový Svět or Val Denham, they are just a small number of musicians you have worked with over the years. What makes a collaboration a good one, and is there on project or album that you regard a a special milestone?</strong></em></p>
<p>To collaborate is beautiful, to tell the truth. In my case, almost any the experiences I’ve had in recording with others have enriched me enormously. The most intense collaboration was with Nový Svět, because I feel a special connection with J. I Also enjoyed working with Val Denham, with whom I recorded a great album, as I think. To work with Escama Serrada I also consider as the result of a great friendship, and Thomas Nöla is a person I admire unconditionally.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11897" title="naiemento" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento1.jpg" alt="" width="803" height="483" /></a></p>
<p><em><strong>I’m sure you are working on new stuff again. What’s on your plan for the next months?</strong></em></p>
<p>I would like to take a break from Ô Paradis. My life has undergone many changes since the last recording, as if someone had moved a Christmas ball, those that have a snowy landscape. I’ll let the false snow rest again over the plastic figurines and see how the scene will look like. While this happens, I would like to release an album with the forty best songs from Ô Paradis, in my criteria, and launch a compilation dedicated to the people who were there.</p>
<p><em><strong>Thank you very much for the interview!</strong></em></p>
<p>Thanks to you my friend!</p>
<p><strong><a href="http://oparadis.es">Website of Ô Paradis<br />
</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/oparadis.official/">Ô Paradis @ Facebook</a></strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
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