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	<title>African Paper &#187; Jürgen Eberhard</title>
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		<title>NixNoise Festival Vol. 10: Zwei Tage Lärm, Drone und andere Klang-Wagnisse in Leipzig</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 02:36:36 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Jubiläum wird aus dem Leipziger NixNoise-Festival erstmals ein zweitägiges Ereignis. Am 2. und 3. Oktober versammelt sich im Kxnxor80 in der Torgauer Straße ein ausgesprochen vielseitiges Line-up zwischen Harsh Noise und Power Electronics, Drone und Industrial, elektronischer Musik, Echtzeit-Improvisation und audiovisueller Performance. Der Freitag beginnt mit Jan Van Hasselt, dessen Arbeiten zwischen Film, Literatur, Theater und experimenteller Performance angesiedelt sind. Danach folgt F.T.B.P.D., das bereits seit den späten 80er Jahren bestehende Bremer Projekt um Jürgen Eberhard mit einer Mischung aus Drone, Industrial und Noise &#8211; Eingeweihte wissen, wofür die snobistischen Initialen stehen. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/6W9rWR35.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52282" title="6W9rWR35" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/6W9rWR35.jpg" alt="" width="1311" height="1819" /></a><span id="more-52191"></span></p>
<p>Emerge widmet sich ruhigeren, offenen Klangstrukturen und atmosphärischen Drones, bevor NoGain NoPain und Rostiges Riesenrad die Lautstärke und physische Intensität zusammen deutlich nach oben schrauben. Mit dem Augsburger Audiokünstler und Lyriker Gerald Fiebig geht es anschließend in elektroakustisch-experimentelle Gefilde, während Mimi at Capricious mit kompromisslosem Harsh Noise aufwartet. Den Freitag beschließt Mvrowi mit glitchiger Elektronik zwischen IDM und Ambient. Der Samstag eröffnet mit Interim Dissonance, dem Berliner Projekt von Lilu Herlambang und Dr. Nexus, bei dem Bild und Klang ineinander übergehen. Hiraeth führt anschließend in düstere, ritualhafte Post-Industrial- und Noise-Landschaften. Mit Fatigue Suspecte aus Brest kommt eine gehörige Portion Harsh Techno hinzu, gefolgt vom deutschen Post-Industrial-Projekt Stahlwerk 9, das sein Set in Leipzig ausdrücklich in Richtung Harsh Noise verschieben wird. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/zEsQrU4t.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52281" title="zEsQrU4t" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/zEsQrU4t.jpg" alt="" width="1311" height="1819" /></a>Mit Onirolalia wird es anschließend elektronisch, ambient und dunkel, das Leipziger DörrFleisch Quintett bringt im Anschluss freie Improvisation ins Spiel. Wer einen längeren Urlaub in der Region plant oder gar dort wohnt, kann sich eine Woche vor dem festival bereits über ein Warm-Up freuen, das im Aquarium Leipzig stattfinden wird (siehe Flyer). Dort sorgen Grodock und U. Schwitters, Eggebert Langton, Helmi und Ludo sowie SuSu für ein Programm, das von Sinuswellen und experimentierfreudiger Elektronik über polyrhythmische Posaunenklänge bis zu lupenreinem Harsh Noise reicht.</p>
<p>NixNoise Festival Vol. 10</p>
<p>2./3.10.2026,<br />
Beginn jeweils 18 Uhr<br />
Kxnxor80<br />
Torgauer Str. 80<br />
04318 Leipzig</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1345981814259119"><strong>@ Facebook </strong></a></p>
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		<title>FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM: A Bug&#8217;s Life</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2016 14:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten &#8211; was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/09/29/feine-trinkers-bei-pinkels-daheim-a-bugs-life/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/ftbpdbugslife.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12425" title="ftbpdbugslife" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/ftbpdbugslife-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten &#8211; was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlänglich bekannt. <span id="more-12424"></span></p>
<p>Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips&#8217; und Hasegawa Hiroshis &#8220;Insect Apocalypse&#8221; oder &#8220;The Progeny of Flies&#8221; von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, ähm: Trinker Jürgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel &#8220;A Bug&#8217;s Life&#8221; zustande gebracht.</p>
<p>Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rückt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in Übergröße erkennt, während größere Zusammenhänge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monströße vergrößert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewände übergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine überdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flügenschlag gegen Ende zu hören ist, möchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflößend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten.</p>
<p>Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt für geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie für den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz überraschend eine Sängerin begleitet (die meisten Stimmbeiträge von Geneviève Pasquier, Allseits vs Troum,  Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies für monströses Brüllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt.</p>
<p>Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm groß erscheinen und brechen so mit gänigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, über den bloßen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem veränderten Blick auf das Tierreich münden. (J.G./U.S.)</p>
<p><strong>Label: Zoharum</strong></p>
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