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	<title>African Paper &#187; Kologo</title>
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		<title>AYUUNE SULE: We Have One Destiny</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 06:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14985" title="ayuunesulewehaveonedestiny" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows mit einem kleinen Soloset und drückte Arnold de Boer von The Ex, der auch ein Label betreibt, sein Demo in die Hand. So nahm alles seinen Lauf, und zwei Jahre später erschien eine Single mit zwei Songs, beide in einem<span id="more-14984"></span> recht abgespeckten musikalischen Gewandt aus den repetitiv gespielten zwei Saiten des banjoartigen Geräts und einer angenehm samtigen Stimme.</p>
<p>Einer davon, „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“, avancierte in Belgien zu einem Hit, der andere, das hypnotische „Who Knows Tomorrow?“, fand seinen Weg auf die Compilation „This is Kologo Power“. Seit kurzem ist das Albumdebüt des Musikers draußen, der in der südlichen Ashanti-Region des Landes, in der Stadt Kumasi, aufgewachsen ist – einem Teil Ghanas, in dem die Kologo-Tradition erst Einzug erhielt, nachdem sie vor ein paar Jahren zum lokalen Popphänomen avancierte. Man sagt, dass die dort populären Genres Asonto und Hiplife gut aus den Stücken herauszuhören sind, ein Hybridphänomen also, das in unseren Breiten sicher der vereinheitlichenden Vorstellung als „afrikanisch“ zum Opfer fallen wird.</p>
<p>Ayuune Sule ist der bislang poppigste der mir bekannten Kologo-Virtuosen, zumindest wenn er es will, und so warten einige Tracks mit einer anspruchsvollen Produktion und fabelhaften Arrangements auf. Die beiden ersten Songs liefern den Beweis: „Two Wrongs Don&#8217;t Make a Right“, ein politischer Song mit einer simplen Message an afrikanische Politiker: kooperiert!, besticht durch ein sauberes Klangbild, das den besten PAs standhalten sollte, und gekonnt eingesetzten Chorpassagen, die sich um die zwar hochtönende, und doch sanfte Stimme schmiegen. „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“ wurde für&#8217;s Album in einen elektronischen Popsong verwandelt und besticht mit einem steppenden Rhythmus, zu Spielereien mit dem Vocoder gesellen sich weibliche Backing Vocals – passend zu Text und Kontext, denn der Song wurde ursprünglich für einen Event geschrieben, bei dem es um die Einforderung von mehr Arbeitsrechten für ghanaische Frauen ging.</p>
<p>Alle Tracks dieser Art haben einen freundlichen Sound, der sie immer auch kompatibel für&#8217;s massentaugliche Radio macht, und vermutlich klingen sie auch nur für nördliche Ohren so exotisch und immer noch leicht schräg. Etwas markanter ein Song wie „Keleke“, bei dem man die Kologo viel deutlicher heraushört, wozu allerdings auch ein leichter Dub-Effekt kommt, der den Track noch wesentlich hypnotischer macht. Für mich allerdings stellen ohnehin die Akustikstücke die Höhepunkte des Albums dar, denn wenn Sule will, spielt er die folkige Karte perfekt. „How to Get There“ und „Say Yine Ma“ sind extrem mitreißend in ihrer Deklamatorik und ihrem monotonen Minimalismus, das noch aus dem Ayisoba-Fundus stammende „Senyaane“, dessen Instrumentarium nur aus einer mit getrockneten Beeren gefüllten Rassel besteht, gehört in die gleiche Kategorie.</p>
<p>Sule, der sich auf den Fotokollagen im Digipack auch als Crossdresser und Veralberer von Geschlechterklischees präsentiert, singt auf Englisch und in (mindestens) einer der Landessprachen Ghanas, weswegen es nur ein Eindruck ist, dass er ähnlich politisch ist wie sein Kollege Atamina. Mehr noch als dieser verbindet er die Protesthaltung mit Popappeal, und vielleicht kommt ihm die Rolle des großen Genre-Verweigerers zu. Wie wenige andere seiner bekannten Zeitgenossen streckt er seine Fühler in alle möglichen Richtungen lokaler und überlokaler Pop- und Folkrichtungen aus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.makkumrecords.nl/">Makkum Records</a> / <a href="https://www.rebelup.org/">Rebel Up Records</a></strong></p>
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		<title>ATAMINA: Sycophantic Friends</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jan 2018 04:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atamina]]></category>
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		<description><![CDATA[Im westafrikanischen Ghana erfreut sich die Kologo seit Jahren einer großen Beliebtheit: ein altes zweisaitiges Instrument, das als einer der Vorläufer des amerikanischen Banjo gilt und bis zum Hype um Musiker wie King Ayisoba und Prince Buju zu den regionalen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/06/atamina-sycophantic-friends/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/MR21_front1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14637" title="MR21_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/MR21_front1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im westafrikanischen Ghana erfreut sich die Kologo seit Jahren einer großen Beliebtheit: ein altes zweisaitiges Instrument, das als einer der Vorläufer des amerikanischen Banjo gilt und bis zum Hype um Musiker wie King Ayisoba und Prince Buju zu den regionalen Standardinstrumenten in den Dörfern der Nordprovinzen gehörte. Kologo spielt man nicht, weil man es durch mühsames Studium gelernt hat, sondern weil man seinen Klang, seinen Groove und den Sinn für die Spieltechniken im Blut hat. Dabei gehen die Vorstellungen weit über die Genieästhetik etwa der europäischen Sturm und Drang-Epoche hinaus, denn<span id="more-14635"></span> Kologo ist nicht nur ein Instrument, sondern ein spirituelles Wesen, das zu einem Klan oder einer Familie gehört. Ist man Teil einer solchen Gemeinschaft, kann es passieren, dass einen dieses Wesen auswählt, und so wird man ein Kologo-Spieler. So zumindest berichtet es Atamina.</p>
<p>Atamina, der im Norden unweit der Grenze zu Burkina Faso geboren und aufgewachsen ist, ist im bürgerlichen Leben Arzt, spürte aber irgendwann den Drang der Kologo in sich und begann seine zweite Karriere als Musiker – eine Berufung, die er, wo er schon mal Medizin studiert hat, ebenfalls als eine Heilertätigkeit auffasst. Seine Freundschaft zu King Ayisoba, einem der Stars der Szene, bescherte ihm gleich ein größeres Publikum und die Möglichkeit, auf größeren Bühnen aufzutreten. Auf der für den internationalen Markt zusammengestellten <a href="http://africanpaper.com/2016/04/30/v-a-this-is-kologo-power/">Compilation „This is Kologo Power!“</a> war er mit einem Track vertreten, dessen Vocals noch Ayisoba übernahm. Westliche Politiker, Ökonomen, Entwicklungshelfer, die Guten wie die Bösen, bekommen auf dem Stück ihr Fett weg, um ihren eigenen Kehricht sollen sie sich scheren und die afrikanischen Gesellschaften ihren eigenen Weg finden lassen.</p>
<p>Auf seinem vorliegenden Debüt nimmt er das Mikro selbst in die Hand und entpuppt sich als humorvoller und unterhaltsamer Frontmann mit einem Faible für kontroverse politische Themen, was ihm bereits den Ruf als die „Ein Mann-Sleaford Mods“ von West-Afrika einbrachte. Ähnlich wie Buju und Ayisoba zählt Atamina zu den Künstlern, die die Kologo nur selten solo verwenden, sondern je nach Song mit unterschiedlichen Begleitungen arbeiten. Das kann eine Art Bigband sein, die z.B. das zunächst hypnotisch monotone „Enjoy Yourself“ ebenso wie das mystisch angehauchte „Guhumenga“ in ausgelassene Festakte verwandeln. Es kann aber auch ein Chor oder ein einzelnes Begleitinstrument sein, und für eine landestypische Flöte, die schon im Opener zu hören ist, scheint er eine besondere Vorliebe zu haben. Der einleitende Titelsong enthält vieles von der folkigen Seite des Atamina-Style in Reinkultur: Verspielte Zupfer, die stimmungsvolle Flöter und seine ausgelassene, hochtönende Stimme sorgen für eine frohsinnig anmutende Kulisse, vor der sich immer mehr eine gewisse Grantigkeit zu erkennen gibt, auch im Text, einem Rundum-Rant gegen falsche Freunde und Liebhaber aller Art, bei dem mir der amerikanische Folksong „The Cockoo“ in den Sinn kam.</p>
<p>Nicht alle Texte haben derart einfache Messages, „When Two Elephants Fight“ mit seiner tänzelnden Handdrum arbeitet da schon eher mit der atmosphärischen Wirkung starker poetischer Worte. Bei dem bewusst elektronischer gestalteten „Rubber Song“ wird es dagegen sehr konkret – über den enervierenden Plastikbeats entfaltet sich Ataminas aggressive Forderung an seine Landesregierung, wie andere afrikanische Staaten Plastiktüten zu verbieten, um dadurch der Verschmutzung der Gewässer mit Müll Herr zu werden. „No One Wants To Die“ klingt für westliche Ohren etwas nach Bossa Nova, aber vielleicht ist das auch ein Einfluss lokaler Moden, interessant ist hier v.a., wie der Sänger elegant von heiteren Spoken Words zu schrillem Gesang und zurück wechselt.</p>
<p>Die Begeisterung für die, wie es scheint, ausgesprochen vielgestaltige Kologo-Musik hält an, und da außerhalb West-Afrikas nach wie vor überwiegend Spezialinteressierte von dem Hype überhaupt Wind bekommen haben, ist das durchaus gut so. Atamina, der wohl bewusst auf ein breites Spektrum an Sounds und Instrumentierungen setzt, hat in jedem Fall das Zeug, der dritte Popstar und der größte Protestsänger dieses Genres zu werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Makkum Records</strong></p>
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