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	<title>African Paper &#187; L’Ambassadeur des Ombres</title>
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		<title>L’AMBASSADEUR DES OMBRES: Star of Evil</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2025 03:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aufnahme + Wiedergabe]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal tauchen aus Archiven Aufnahmen auf, die nicht nur ein vergessenes Kapitel der Musikgeschichte freilegen, sondern auch ein ganzes Milieu wieder hörbar machen. &#8220;Star Of Evil&#8221; von L’Ambassadeur des Ombres gehört, ähnlich wie das bereits vor zwei Jahren wiederveröffentlichte &#8220;Strike &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/27/l%e2%80%99ambassadeur-des-ombres-star-of-evil/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/starofevil.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48054" title="starofevil" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/starofevil-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal tauchen aus Archiven Aufnahmen auf, die nicht nur ein vergessenes Kapitel der Musikgeschichte freilegen, sondern auch ein ganzes Milieu wieder hörbar machen. &#8220;Star Of Evil&#8221; von L’Ambassadeur des Ombres gehört, ähnlich wie <a title="Strike Me If I Shriek: Reissue des raren Tapes von L’Ambassadeur des Ombres" href="https://africanpaper.com/2023/10/17/strike-me-if-i-shriek-reissue-des-raren-tapes-von-l%e2%80%99ambassadeur-des-ombres/">das bereits vor zwei Jahren wiederveröffentlichte &#8220;Strike Me If I Shriek&#8221;</a> zu diesen Fundstücken: ein Relikt aus den späten Tagen der DDR, das gleichermaßen vom <span id="more-48053"></span>Eigensinn seiner Schöpfer wie vom kulturellen Klima der Zeit erzählt.</p>
<p>Schon das eröffnende Titelstück &#8220;Star Of Evil&#8221; setzt ein markantes Zeichen: groovige Takte, tiefwummernd, durchzogen von Tremoli. Aus geflüsterten Passagen schält sich ein bluesiger Gesang heraus, der den &#8220;bösartigen Stern&#8221; beschwört. Diese Mischung war typisch für eine Zeit, in der New Wave nicht nur mit Kraftwerk, Romantik und der Geradlinigkeit des Punk assoziiert wurde, sondern auch Unaufgeräumtes wie groovige, dubbige und bluesige Elemente aufnahm. Dass sich diese Varietät gerade auch in den Undergroundszenen der DDR zeigte, gehört zu den lange unterschlagenen Kapiteln der Geschichte populärer und alternativer Musik.</p>
<p>&#8220;In The Soft Nightfall&#8221; entfaltet eine schummerige Atmosphäre, getragen von kratziger E-Gitarre, die in einem fast surfrockhaften Solo gipfelt. Trotz des Titels wirkt der Rhythmus aufgeweckter, der Gesang aber bleibt trunkenschwer und verleiht dem Stück eine düstere Note. Im weiteren Verlauf werden so ziemlich alle Register eines experimentierfreudigen und nach allen möglichen und unmöglichen Seiten hin aufgeschlossenen Punk’n’Wave gezogen. Mal mit aufwühlenden Takten und fast lärmigen Gitarren, dann wieder mit Orgelparts, die an Dub erinnern. Handclaps, fatalistische Trommelwirbel, hauchende Stimmen wie aufgeklebte Samples, anrührende Pianoparts im Walzertakt – dazu pochende Percussion, die wie auf Metallplatten klingt. Vieles wirkt dumpf und verrauscht; ob dies Absicht oder technische Gegebenheit war, lässt sich heute kaum sagen. Der Gesang erinnert in seinen abgründigsten Momenten, etwa in &#8220;At The Beach&#8221;, an einen in Sirup eingelegter David E. Williams in seinen urigsten Momenten.</p>
<p>Triller auf dem Saxophon erzeugen hier und da eine gruselige Spannung. &#8220;Neon Neon Neon&#8221; und &#8220;Wake Up&#8221; mit seinem Echo and the Bunnyaen-Feeling wären seinerzeit ein riesiger Mittelfinger in einschlägigen Chartshows gewesen. &#8220;And My Sleep Has Gone&#8221; wirkt wie eine Pastiche auf einen veritablen Surfrock-Hit. Als Highlight ragt &#8220;Star Of Evil / Star Of Pain&#8221; hervor – ein monumentaler LoFi-Track, fast brachial, dessen Rhythmus wie in einen rauchigen, funkensprühenden Nebel gehüllt ist, während der Gesang etwas deutlicher hervortritt.</p>
<p>Die Kernbesetzung Joggy Müller und Rene Glofke entstammte der Ostberliner Postpunk-Szene, in deren Umfeld zahlreiche Projekte ineinandergriffen. Aus Sessions mit Taymur Streng entstand zunächst das Mahlsdorfer Wohnstuben Orchester, Glofke gründete mit Mike Sauer und Streng Neuntage Alt, von denen ebenfalls gerade eine Wiederveröffentlichung erschienen ist- Müller spielte später bei Die Vision. 1988 schließlich formierte sich L’Ambassadeur des Ombres, deren Name auf die Comicreihe &#8220;Valérian et Laureline&#8221; verweist. Dass die durchgehende Düsternis der Songs im Osten als politisch verdächtig galt, verlieh ihnen eine zusätzliche Schärfe.</p>
<p>Die Wiederveröffentlichung auch ihres zweiten Tapes zeigt einmal mehr auch, wie eigenständig und vielgestaltig die Musik im DDR-Untergrund war und bietet einen großartigen Einstieg in den Kosmos einer hochinteressanten Formation. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Tapetopia / Aufnahme + Wiedergabe</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1695939125/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Strike Me If I Shriek: Reissue des raren Tapes von L’Ambassadeur des Ombres</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2023 06:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aufnahme + Wiedergabe]]></category>
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		<category><![CDATA[Tapetopia]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Tapetopia erscheint zeitgleich zur Retrospetive des Mahlsdorfer Wohnstuben Orchesters die erste Vinyledition des 1989 aufgenommenen Tapes &#8220;Strike Me If I Shriek&#8221; der personell verwandten Band L’Ambassadeur des Ombres, deren Name auf den französischen Comic Valérian et Laureline zurückgeht &#8211; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/10/17/strike-me-if-i-shriek-reissue-des-raren-tapes-von-l%e2%80%99ambassadeur-des-ombres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Tapetopia erscheint zeitgleich zur <a title="M​.​W​.​O. 1987​-​1989: Compilation des Mahlsdorfer Wohnstuben Orchester" href="http://africanpaper.com/2023/10/13/m%e2%80%8b-%e2%80%8bw%e2%80%8b-%e2%80%8bo-1987%e2%80%8b-%e2%80%8b1989-compilation-des-mahlsdorfer-wohnstuben-orchester/">Retrospetive des Mahlsdorfer Wohnstuben Orchesters</a> die erste Vinyledition des 1989 aufgenommenen Tapes &#8220;Strike Me If I Shriek&#8221; der personell verwandten Band L’Ambassadeur des Ombres, deren Name auf den französischen Comic <em>Valérian et Laureline</em> zurückgeht &#8211; es handelt sich dabei auch um die erste Veröffentlichung in einem größeren Vertriebsrahmen des seinerzeit nur auf Nachfrage im engeren Umfeld kopierten Tapes. &#8220;The Ambassadors of the Shadows combined pop appeal and experimentation as the soundtrack to the zero hour of their generation in the GDR’s waning days&#8221;, heißt es im begleitenden Text. &#8220;The music was made in a children’s room, but the edifice of ideas was a demolition site&#8221;. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/strikemeifishriek.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37804" title="strikemeifishriek" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/strikemeifishriek.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-37803"></span></p>
<p>Im Vergleich zum undergroundigen M.W.O. haben die Stücke der Schattenbotschafter mit ihrem satten Ideenreichtum einen tatsächlich weitaus poppigeren Charakter, der auch bei durchgehender Dunkelheit nicht einzig dem Punk&#8217;n'Wave verpflichtet ist, sondern auch eine Brise Düsterglam und einen Schuss Americana enthält -  und dabei in den etwas weniger songhaften Momenten cinematische Qualitäten entfaltet. Wollte man einzelne Tracks hervorheben, dann könnte das je nach Gusto &#8220;Terrible Beauty Is Born&#8221; sein, das auf ein Gedicht von William Butler Yeats anspielt und musikalisch an countryesken Pop der frühen 60er im Stil von John Leyton (&#8220;Johnny Remember Me&#8221;, &#8220;Wild Wind&#8221; etc.) erinnert &#8211; oder der kraftvolle Ohrwurm &#8220;Man Has Created Death&#8221;, ganz zu schweigen vom surrealen Walzer &#8220;Ignorant&#8221;. L’Ambassadeur des Ombres waren Teil eines musikalischen Biotops, das in den Ostberliner Vororten eine ganze Reihe an Combos mit sich überschneidenden Mitgliedern hervorbrachte: &#8220;L’Ambassadeur des Ombres existed as a hybrid of the wave bands Die Vision and Neuntage. The open ensemble’s family tree can however be traced back to buried DIY projects such as the Mahlsdorfer Wohnstuben Orchester, Zerstörte Umwelt and dark-wave protagonists Fellini Prostitutes or Nontoxic&#8221;. Die Reissue erscheint, wie die meisten Tapetopia-Releases, beim Label aufnahme + wiedergabe und ist neben der LP auch als Tape und zum Download zu haben.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1374525230/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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