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	<title>African Paper &#187; Langham Research Center</title>
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		<title>LANGHAM RESEARCH CENTRE / JOHN BUTCHER: Six Hands At An Open Door</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Apr 2023 04:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/PS009_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34434" title="PS009_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/PS009_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;Sounds are searching for sense&#8221; lautet eine der treffenden Beschreibungen, mit der das Label Persistence of Sound die gemeinsamen Aufnahmen der Hauscombo Langham Research Centre, das diesmal nur aus Iain Chambers und Robert Worby besteht, und dem Saxophonisten John Butcher zu charakterisieren versucht. Das aus der Zusammenarbeit hervorgegangene Album &#8220;Six Hands At An Open Door&#8221; hat mit einem <span id="more-34429"></span>reizvoll erratischen Grundgefühl eine ganz eigene Handschrift.</p>
<p>Die schwindelige Freiheit im eröffnenden &#8220;Giddy Liberty&#8221; lässt nicht lange auf sich warten: Vielleicht ist es nur vom Titel suggeriert, aber irgendwo in schwindelnder Höhe ertönen kratzige Geräusche als bekäme der Himmel Risse. Ein exponiertes Saxofon, das zunächst genügsam kleckst, bald jedoch ekstatische Triller durch die Luft wirbeln lässt, scheint sich von dem bedrohlichen Auftakt nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, und auch der kurze Stimmbeitrag (ein Radiosample?) zwischendurch wirkt eher stoisch und unbeteiligt. Fast meint man, das kurze Barszenario mit dem jazzigen Piano könnte so etwas wie eine Richtung vorgeben, doch alles erscheint wie noch unentschiedenes, verirrtes Tasten im Dunklen. Im Verlauf des Albums zeichnet sich in gerade dieser Verlorenheit und den häufigen Richtungswechseln aber so etwas wie ein gemeinsamer Stil ab. Ein allgegenwärtiges Kratzen und Schaben, metallener Klang und trippelnde perkussive Unebenheiten bilden mehrfach den Hintergrund für das Blasinstrument, das jedoch immer mal fast überraschend ins Lärmen kommt und mit den anderen Sounds zusammenprallt. Rückwärts eingespielte Passagen und allerhand kaputte Details tauchen auf, um all dies scheinbar zu bestätigen.</p>
<p>Später, im kurzen Interludium &#8220;Everything in Immanent&#8221; entwickelt sich aus dem Zusammenspiel von jazzigem Barpiano, ekstatischem Geprattel und elektrifiziertem Summen fast so etwas wie die Illusion einer Balance, aber das ist nur ein kleines Relief vor den hohen Frequenzen, den Noiselawinen, dem bedrohlichen Fauchen und anderen Irritationen, die in den folgenden Stücken jeden Wohlklang unterwandern, aber letztlich ebenso wie dieser in den Sackgassen eines großangelegten Labyrinths verschwinden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Persistence of Sound</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3888103831/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>IAIN CHAMBERS: Concrete Paris</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 05:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iain Chambers]]></category>
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		<description><![CDATA[Während der Vorbereitungen zu &#8220;Tape Works, Vol. 2&#8243;, dem zweiten Studioalbum des Langham Research Centre, erforschte deren Mitglied Iain Chambers einige Orte in Paris und der Umgebung, die besonderes von moderner und sogenannter burutalistischer Architektur und dem Baumaterial (Sicht-)Beton geprägt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/03/13/iain-chambers-concrete-paris/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/concreteparisbyiainchambers.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24288" title="concreteparisbyiainchambers" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/concreteparisbyiainchambers-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Während der Vorbereitungen zu &#8220;Tape Works, Vol. 2&#8243;, dem zweiten Studioalbum des Langham Research Centre, erforschte deren Mitglied Iain Chambers einige Orte in Paris und der Umgebung, die besonderes von moderner und sogenannter burutalistischer Architektur und dem Baumaterial (Sicht-)Beton geprägt sind, um der spezifischen Akustik und dem Klang einiger ortstypischer Objekte auf die Spur zu kommen. <span id="more-24287"></span>So basierte der Track &#8220;A Return to Spacial Futures&#8221; auf Aufnahmen in und um Gebäuden von Le Corbusier, Renée Gailhoustet und Jean Renaudie. Es entstanden dort jedoch, meist in Kooperation mit der Kollegin Dinah Bird, weit mehr Aufnahmen, die nicht ihren Weg auf das Album fanden, und die Chambers nun im Rahmen einer eigenständigen Komposition herausgebracht hat.</p>
<p>Die von Gailhoustet und Renaudie entworfenen Siedlungen, die in den 70er Jahren als Sozialwohnungen konzipiert waren und aufgrund des kommunistischen Hintergrundes Banlieues Rouges genannt wurden, liegen außerhalb der ringförmigen Pariser Stadtautobahn Peripherique und bilden vom Stadtkern weitgehend entkoppelte Satellitenorte. Damals zählten sie zu den (bspw. klimatechnisch) modernsten Bauprojekten und waren dennoch so erschwinglich, dass es dem Wohnungmarkt unserer Tage die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte. Man darf sich allerdings nicht von der hierzulande verbreiteten Konnotation irreführen lassen, die das Wort Banlieue oft mit Problembezirk gleichsetzt. Die Banlieues des Vorortes Ivry-sur-Seine, um die es hier geht, sind alles andere als desolate Wohnsilos, bei denen das Wort &#8220;Funktion&#8221; nur das Existenznötigste bezeichnet, sondern auch nach herkömmlichen Vorstellungen wohnlich getaltet und beherbergen eine heterogene Bevölkerung zwischen einer gewissen Bohème und Familien aus unterschiedlichen Einkommensgruppen.</p>
<p>Sichtbarer Beton ist dort ein das Stadtbild prägendes Material, und stilistisch herrscht dort bei vielen Wohn- und Funktionsgebäuden ein deutlicher Statement-Charakter mit oft waghalsig verwinkelten und verschachtelten Formen vor. Solche Bauweisen, die alles offenlegen, die sich nicht leicht &#8220;schlucken&#8221; lassen und auch nach einem gewissen Gewöhnungseffekt noch einer Ästhetik des Fremden (Herbert Grabes) verhaftet bleiben, überdauern den Wechsel ästhetischer Moden oft relativ unbeschadet. Eine gewisse Exotisierung in der Wahrnehmung solcher Bausubstanzen (die sich eventuell ihrer Rolle als Stilelement in Filmen &#8211; <em>A Clockwork Orange, Brazil, Dark Waters</em> u.v.m. &#8211; verdankt) ist sicher ein kontroverses Thema unter ihren Befürwortern. Etwas neutralere, dezentere Brutalismus-Formen dagegen erwiesen sich als kurzlebiger und erschienen vielen als trist und seelenlos, sobald die Geschmäcker sich wieder mehr dem klassische Schönen zuwendeten.</p>
<p>Auch wenn Architektur in ihrer unmittelbaren Erfahrung plurimedial wirkt und Akustik so ihre Wirkung gar nicht getrennt von Hand und Auge entfalten kann, geht es hier primär um die dokumentierten Sounds der Orte. Das in Beton gegossene Paris nähert sich leise wie von weitem hergeweht, eingefangen mit einem Blick, der sich aus der totalen über einen langsamen Zoom nähert. Gesprächsfragmente in hallenden Hallen sind die ersten deutlichen Zeichen, bimmelnde Metallobjekte und vibrierende Loops kommen hinzu, und all dies gewinnt an Charisma, wenn man sie sich als Teil einer Szenerie in Ivry-sur-Seine mit seinen verschachtelten Bauten vergegenwärtigt. Wenn man sich ganz mit dem Mikrofon einszuwerden vornimmt, mag man sich beim legitimen Stalking des alltäglichen Flanierens erwischen, wenn plötzlich die aus einem Fenster oder einer offenen Balkontür dringenden Übertragungen eines Nachrichtenformats das Ohr und das Interesse erreicht. Zwitschernde Vögel, soviel Klischee sei erlaubt, nehmen dem Banlieu jeden dystopischen Anstrich, und warum sollte gelegentlicher Verkehrslärm etwas daran ändern? Zur oftmals grünen Wohnlage in Ivry passt dies ohnehin, und es verträgt sich gut mit der meist aufs Filigrane fokussierten Soundauswahl.</p>
<p>Die Perspektive, der Standort des Beobachters ist immens wichtig, was besonders in den Momenten deutlich wird, wenn sich das Mikro den eingefangenen Sounds graduell annähert und der Hörer durch den Raum geführt wird. Auch bei den großen, gemächlichen Panoramaschwenks, bei denen die unterschiedlichsten Klangfarben &#8211; auch jenseits der Assoziationen von Beton und Metall &#8211; wie beiläufig eingefangen werden. Der Eindruck von Passivität, vom interesselosen Aufzeichnen, der dabei entstehen kann, wird jedoch immer dann als Täuschung entlarvt, wenn die Handschrift des elektronischen Musikers deutlich wird, der sich so gerne hinter dem Material versteckt, das man ihn beinahe vergessen könnte: beim Spiel mit Hall, bei konzentrierten Loops, die Teile des Soundmaterials besonders hervorheben etc. Und natürlich auch dann, wenn Geschichten erzählt bzw. angedeutet werden: Auf Schulhöfen, an hektischen Kreuzungen, in schattigen Ecken und sonstigen Orten, an denen sich Spannung und Drama ereignet.</p>
<p>Zwei Dinge machen den geheimen Reiz von &#8220;Concrete Paris&#8221; aus: zunächst die Einladung zum hemmungslosen Projizieren, wobei schon ein rudimentäres Wissen über das Setting reicht, um die Leerstellen kreativ zu füllen; zum anderen die Tatsache, dass Chambers und seine Kollegen vom Lanham Research Center mit Tondokumenten dieser Art erst angefangen haben. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2005467565/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LANGHAM RESEARCH CENTRE: Tape Works, Vol. 2</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2021 06:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Langham Research Center]]></category>
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		<description><![CDATA[Das vom Namen her wie ein Institut klingende Langham Research Centre ist eines der profiliertesten Musique Concrète-Ensembles Großbritanniens und der Welt. In der Tradition des BBC Radiophonic Workshop produzieren die Mitglieder Felix Carey, Iain Chambers, Philip Tagney und Robert Worby &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/20/langham-research-center-tape-works-vol-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/NONCLSS043_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24285" title="NONCLSS043_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/NONCLSS043_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das vom Namen her wie ein Institut klingende Langham Research Centre ist eines der profiliertesten Musique Concrète-Ensembles Großbritanniens und der Welt. In der Tradition des BBC Radiophonic Workshop produzieren die Mitglieder Felix Carey, Iain Chambers, Philip Tagney und Robert Worby seit fast zwanzig Jahren Musik mit altem Equipment wie Reel-to-Reel-Tapes, die bereits zum &#8220;Gesicht&#8221; der Band wurden, und dies meist im<span id="more-24283"></span> Rahmen von Aufführungen, bei denen Architektur und Akustik ausgewählter Orte und der Einbezug weitere Musiker eine wichtige Rolle spielen.</p>
<p>Erst vor wenigen Jahren wurden Studioarbeiten wichtiger, und 2017 entstand mit &#8220;Tape Works, Vol. 1&#8243; ein hörspielartiges Album mir Soundminiaturen auf der Basis analoger Elektronik und einer Vielzahl weiterer klangerzeugender Objekte. &#8220;Vol. 2&#8243; knüpft mit sechs neuen und diesmal ausladenderen Kompositionen daran an. Alle Aufnahmen wurden in spezifischen Gebäuden, vornehmlich in England und Frankreich, gemacht, die dem sogenannten Brutalismus zugerechnet werden und aus sichtbarem Beton gebaut sind – ein Aspekt, der natürlich auch den Begriff Musique Concrète eine doppelte Konnotation gibt.</p>
<p>&#8220;Zugzwang&#8221;, das wohl eine Soloarbeit Chambers&#8217; ist, beginnt mit leicht perkussivem Rattern und Schaben meist metallener Objekte, die mal tastend, mal dynamisch losbrechend ihren Bestimmungen folgen. Doch recht bald bereiten Effekte, die deutlich in Tempo und Richtung eingreifen, dem rein dokumentarischen Ansatz ein Ende. Wahrscheinlich wäre der so entstandene Klangstrudel noch verstörender, wüsste man weniger über die verwendeten Klangquellen und Bearbeitungstechniken. Oft nur angedeutet bedrohliche Szenarien, die sich im leisen Knistern über schleifenden Sounds immer wieder annähern und zurückziehen und sich am Ende in atemlosem Hecheln deutlicher offenbaren, demonstrieren ein ebenso gutes Händchen für subtile Dramatik wie die plötzlich einbrechende infernalik im anfangs eher gemächlichen Narrativ des Tracks &#8220;Nachholbedürfnis&#8221;.</p>
<p>Die Stücke der zweiten Seite zeigen eine noch opulentere Seite und bleiben doch ungreifbar, wie beim in der Turbinenhalle des Londoner Tate Modern aufgenommenen &#8220;Terminal Voltage Traces&#8221; mit seinen plötzlich einbrechenden Distortions über &#8220;organisch&#8221; anmutendem Knistern. In &#8220;Return to Spacial Futures&#8221;, das an mehreren Pariser Gebäuden u.a. von Le Corbusier aufgenommen wurde, entfaltet sich im Vorbeigehen an Fenstern, Türen und Straßenecken ein Narrativ, bei dem klassische Instrumente aus einem nahen Lautsprecher, ein Countertenor (?), angeregte bis forsche Stimmen und Sinusklänge für eine chaotische Dynamik sorgen, bis ein französischer Vortrag ganz zufällig ein eine Art &#8220;Making of&#8221; daraus macht.</p>
<p>Ein interessantes Palimpsest und somit zugleich Highlight und Bonus stellt &#8220;Dinotique&#8221; dar, das wie ein szenischer und von spontanen Wendungen geprägter Dialog um einige Auszüge aus Luc Ferraris Spätwerk &#8220;Les Anecdotiques&#8221; (2002) herum gebaut wurde. Ein abgehacktes Stimmfragment, vielleicht Ferrari selbst, besteht gegenüber einer Soundkulisse, die wie Straßenlärm und Maschinenpark zugleich klingt und vom LRC vermutlich am Barbican Centre in London aufgenommen wurde, doch schon bald versinkt alles im Strudel eines anekdotischen Hörspiels mit ungeahnter Richtung.</p>
<p>Diese Inszenierung des &#8220;Ungeahnten&#8221; zeigt eine besondere Stärke des Kollektivs und passt bestens zu den vielen Lücken und Leerstellen, die solche Aufzeichnungen bestimmter Umgebungen zwangsläufig mit sich bringen und die Rezeption zu einer besonders kreativen Angelegenheit macht. Bei den Vorbereitungen zu &#8220;Tape Works, Vol. 2&#8243; ist viel Material angefallen, das keinen Weg in die fertige Komposition fand und bereits &#8211; mehr dazu bald &#8211; und eine weitere interessante Arbeit hervorgebracht hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Nonclassical</strong></p>
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