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	<title>African Paper &#187; Language of Light</title>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Εποχές (Vol. lI)</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2019 07:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor knapp zwei Jahren haben Temple Music bereits zwei Tracks, die auf rituellen Performances basierten, unter dem Titel &#8220;Εποχές&#8221;/&#8221;Epoxes&#8221; herausgebracht &#8211; Stücke, die ganz auf den jeweiligen Darbietungsort und die okkulten Implikationen des Zeitpunktes zugeschnitten waren und in ihrer musikalischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/02/02/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-li/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/templemusicepoxes2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17006" title="templemusicepoxes2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/templemusicepoxes2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor knapp zwei Jahren haben Temple Music bereits zwei Tracks, die auf rituellen Performances basierten, unter dem Titel <a href="http://africanpaper.com/2017/03/04/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-l/">&#8220;Εποχές&#8221;/&#8221;Epoxes&#8221;</a> herausgebracht &#8211; Stücke, die ganz auf den jeweiligen Darbietungsort und die okkulten Implikationen des Zeitpunktes zugeschnitten waren und in ihrer musikalischen Gestalt ausladender und abstrakter ausgefallen sind als die meisten Aufnahmen, die man von ihren meist zwischen Psych Folk und Space Rock rangierenden Alben her kennt. Nach dem derben und<span id="more-17004"></span> leider viel zu wenig beachteten Studioalbum &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; haben Alan Trench und seine Mitstreiter nachgelegt und einen zweiten Teil von &#8220;Εποχές&#8221; herausgebracht.</p>
<p>Teil II beinhaltet zwei längere Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und wer auf den ersten tatsächlich Eindruck denkt, zwei verschiedene Acts zu hören, liegt genau genommen nur formal falsch. Temple Music tritt in ganz unterschiedlichen Konstellationen in Erscheinung, und auf dem von Alan Trench erstmals solo bestrittenen &#8220;Summer Dominoes&#8221; ist nicht einmal Steve Robinson vertreten &#8211; entsprechend dezent und in sich gekehrt gibt sich das Stück so auch musikalisch: Ein sachtes, hintergründiges Dröhnen kosmischer Provenienz deutet durch leichte perkussive Anschläge, geheimnisvolles Bimmeln und subtile Halleffekte immer wieder den Ausbruch an, der allerdings ausbleibt, denn hier hat v.a. das Kleine, Dezente seinen Raum.</p>
<p>Immer deutlicher wird die kreisende Gestalt der Dröhnung, eine berührende, leicht orientalisch anmutende Melodie windet sich ganz langsam aus dem Fundament und deutet eine mystische Entrücktheit an, und wenn irgendwann nach Momenten der systolischen Sammlung tatsächlich etwas mehr Bewegung ins Spiel kommt, ist man bei entsprechender Konzentration schon derart involviert, dass es den Fluss der Klänge nicht stört. Der Track wurde vor ein paar Jahren in Gent aufgenommen und ist ein dreilagiges Palimpsest: An der Basis schlummert Syd Barrets &#8220;Dominoes&#8221;, von dem hier nur die Orgel zu hören und die melodische Grundstruktur zu erahnen ist, darüber breitet sich als Kern des Stücks die gitarrendronige Liveversion aus, von der v.a. die Loops und Samples in den finalen Track transponiert und mit Synthies ergänzt wurden.</p>
<p>&#8220;Laughing in the Towers&#8221;, das vor etwa einem Jahr in einer Kirche in Gainsborough aufgenommen wurde, beginnt laut und furios und zeigt Temple Music von seiner üppigen Seite, neben Trench und Robinson sind Orchis-Sängerin Tracy Jeffery sowie Mitglieder von Language of Light und ein Kinderchor zu hören. Nach Hall und einer enormen Weite klingen die zeitweise noisigenFeedbackspuren und die gesampelten Geräusche &#8211; düstere Glocken und allerlei metallenes klappern und Rumpeln, das für Momente ein Szenario zwischen Current 93s &#8220;Dawn&#8221; und Xenakis&#8217; &#8220;Persepolis&#8221; aufflackern lässt. Der stärkste Bruch, der in eine besinnliche Orgeldröhnung führt, wird durch lieblich Glöckchen eingeleitet, die den schönen, fast ozeanischen Charakter des restlichen Stücks einleiten. Die wellenförmig hallende Landschaft, bei der nur noch eine Ocean Drum fehlt, hat jedoch einen surrealen Twist, bei dem das Quietschen vom Gummivögeln, dunkles Gemurmel und papiernes Gefetze sind noch dessen vordergründigste Indikatoren sind. Trotz allem wirkt das Stück sehr gleitend und kontinuierlich, nur durch willkürliches Zippen bemerkt man, wie veränderlich und dynamisch das alles ist.</p>
<p>Mit dem zweiten Teil ist die Εποχές-Reihe nun wohl abgeschlossen, mit der Temple Music trotz einiger atmosphärischer und auch humoresker Gemeinsamkeiten demonstrieren, wie unberechenbar sie als Live-Act sein können. Selbstredent so intensiv wie ein reguläres Album. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sombresoniks.com/sombre-soniks">Sombre Sonics</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1296599696/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>HOWLING LARSENS: Fool of Sound and Furry</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 06:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
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		<description><![CDATA[Stellt man die Howling Larsens als eine Band vor, deren Hauptbesetzung ansonsten bei Orchis und The Gray Field Recordings aktiv ist, dann rechnen viele wohl erst einmal mit akustischen Gitarren, ätherischem Gesang und allen möglichen Begleiterscheinungen, die dunkle, entrückte Folkmusik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/18/howling-larsens-fool-of-sound-and-furry/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/howlinglarsensfoolofsoundandfurry.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6981" title="howlinglarsensfoolofsoundandfurry" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/howlinglarsensfoolofsoundandfurry.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Stellt man die Howling Larsens als eine Band vor, deren Hauptbesetzung ansonsten bei Orchis und The Gray Field Recordings aktiv ist, dann rechnen viele wohl erst einmal mit akustischen Gitarren, ätherischem Gesang und allen möglichen Begleiterscheinungen, die dunkle, entrückte Folkmusik so mit sich bringt. Bei den hörspielartigen Dialogen, die vor kunstvoll arrangierten Klanglandschaften voll plastischer Alltagsgeräusche geführt werden, denkt man vielleicht sogar an die berühmte falsche Platte, die man versehentlich im Player hat. Selbst ab dem Moment, wenn<span id="more-6980"></span> das Album einen ganz anderen, songorientierteren Verlauf nimmt, erinnern die Stücke nicht offenkundig an das, was man ansonsten von den Protagonisten kennt. Doch besonders kohärent und übersichtlich soll die Platte auch gar nicht sein, lautet doch ihr Titel bereits „Fool of Sound and Furry“. King Lears wandelnder Schatten, das ziellose Leben mit all seinen wahnsinnigen Klängen, wird hier noch einmal ordentlich durcheinandergewirbelt und auf ungewöhnliche Art neu zusammengefügt.</p>
<p>Alan Trench integrierte wiederholt Lyrik in seine Musik, so zum Beispiel die noch etwas zaghaften Walter de la Mare-Rezitationen auf „A Thousand Winters“. An den Robert Herrick-Beitrag auf der letzten Orchis-EP knüpft auch die erste Hälfte des vorliegenden Albums an und baut dessen Qualitäten zu einem zusammenhängenden Konzept aus. Aus dem sanft dröhnenden Klang rustikaler Holzblasinstrumente kristallisiert sich eine bedrohliche Soundkulisse heraus, die zu organisch ist, um als Dark Ambient durchzugehen. Ein aus vielen Filmscores vertrauter Flötenklang und verrücktes Affengelächter katapultiert den Hörer in ein Kolonialszenario des 19. Jahrhunderts, das – wenn man die lyrischen Beiträge als verlässlich betrachten will – von Monstern und Dämonen bevölkert ist. Furchteinflösend auch die kindliche Frauenstimme, die plötzlich auf den Plan tritt, und Erinnerungen an Current 93 zum Ende ihres kollagenhaften Frühwerks weckt. Jede Station der szenischen Klangreise formt ein gut ausgearbeitetes Bild, in das man stundenlang eintauchen könnte, um immer neue, filigrane Details zu entdecken. Aus Gluckern und Windrauschen winden sich seltsame Americana-Experimente heraus, ein dunkler (Klarinetten?)-Klang leitet über in orientalisch anmutende Klangornamente. Eine A Capella-Passage in „Sunblind“ leitet dann den songorientierteren zweiten Teil ein, der sich zunächst noch zaghaft gegen hartnäckiges Feedbackrauschen behauptet. Das dies letztlich gelingt, verdankt sich v.a. Rebecca Loftiss&#8217; Gesang und ihrem Talent für simple Melodien von starker Wirkkraft. Es folgen nette verbummelte Balladen und kraftvolle Stücke, die auf den ersten Eindruck wie eine Hommage auf besseren Zeiten eines hippiesken Folkrock anmuten, Jefferson Airplane und Fairport Convention lassen grüßen, doch nur für Momente, und ihr Frühwerk, wohlgemerkt. Doch auch der zweite Teil des Albums ist keineswegs homogen und simpel geordnet, Frauenchöre und Metallperkussion, Schiffssirenen und Falsettgenöle machen auch diesen Teil zu einem verstörenden kleinen Epos.</p>
<p>„Fool of Sound and Furry“ ist der limitierte Longplayer-Einstand dieser Band, von der ich vermute, dass sie trotz der räumlichen Entfernung der Musiker kein kurzzeitiges Unterfangen ist. Gerüchten zufolge soll schon ein weiteres Album in Planung sein.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.reverbworship.com">Reverb Worship</a></strong></p>
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		<title>STONE BREATH/MIKE SEED WITH THE LANGUAGE OF LIGHT: The Aetheric Lamp</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 07:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Before the many, there were the few“ schreibt Jeanette Leech in Seasons They Change &#8211; ihrer Abhandlung über die Geschichte des Acid- und Psychedelicfolk &#8211; im Kapitel, das sich den drei Bands widmet, die lange bevor Free/Weird/Wyrdfolk ein Thema der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/12/03/stone-breathmike-seed-with-the-language-of-light-the-aetheric-lamp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/SB-LOL.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3263" title="SB LOL" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/SB-LOL-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„<span style="font-family: Arial,sans-serif;">Before the many, there were the few“ schreibt Jeanette Leech in </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>Seasons They Change &#8211; </em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> ihrer</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> Abhandlung über die Geschichte des Acid- und Psychedelicfolk &#8211; im Kapitel, das sich den drei Bands widmet, die lange bevor Free/Weird/Wyrdfolk ein Thema der Mainstreammedien werden sollte, Musik spielten, die von der Incredible String Band und Comus beeinflusst war, nämlich Stone Breath, In Gowan Ring und The Iditarod. B&#8217;ee hat sich nach vier Alben als In Gowan Ring mit Birch Book stärker am amerikanischen Folk orientiert und drei hervorragende Alben veröffentlicht, wird aber immer noch primär von denen rezipiert, <span id="more-3262"></span>die sein Werk aus dem World Serpent-Umfeld kennen, The Iditarod und auch das Nachfolgeprojekt Jeffrey Alexanders Black Forest/Black Sea sowie das Label Secret Eye als auch das von ihm betriebene Café scheinen nicht mehr zu existieren bzw. aktiv zu sein (wobei Carin Wagner Sloan auf dem gerade erschienenen Stone Breath-Album mitwirkt, das den gleichen Titel wie die hier besprochene Split-LP trägt). Stone Breath wurden von Timothy Renner vor einigen Jahren aufgelöst, um dann aber mit „The Shepherdess and the Bone White Bird&#8221; wieder aufzuerstehen und scheinen augenblicklich produktiver denn je zu sein. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Renners Werk war immer ein Spiegel seiner persönlich(st)en (theologischen) Obsessionen; man könnte fragen, ob das vielleicht einen breiteren Erfolg verhindert hat, aber das allein kann es nicht sein, schließlich haben über die Jahre die alttestamentarischen Feuer-und-Schwefel-Texte von David Eugene Edwards auch wenige davon abgehalten, 16 Horsepower oder Woven Hand zu hören. Vielleicht liegt es einfach an der größeren Sperrigkeit seines Werkes, denn Renners Musik hatte oft atonale Momente und war gleichzeitig ähnlich idiosynkratisch wie das Oeuvre David Tibets. Als er einige Jahre nach dem vorläufigen Ende Stone Breaths das Projekt Crow Tongue ins Leben rief, bei dem er von dem Perkussionisten AE Hoskins unterstützt wurde, hatte man den Eindruck, er genieße es, dass endlich einmal sein Mitmusiker in der Nähe wohnte, schließlich gab es immer eine ziemliche räumliche Distanz zwischen Renner, Sarada und vor allem Prydwynn. Inzwischen hat Renner ein so genanntes „lokales Lineup“ der Band gefunden: Brooke Elizabeth und Don Belch spielen mit Renner auf „The Aetheric Lamp“. Das sehr kurze „Beautiful and Terrible“ wird von Brooke Elizabeth gesungen und dient als Intro, bevor mit „Scorpion Tears“ ein typisches apokalyptisches Stück folgt und Renner intoniert: „see the face of fire gazing down“. Das ist ein Beschwören der „kommenden Feuer“ (wie es in einem anderen neuen Stück heißt). Zu Banjo und Flöte kommt Don Belchs Gitarrenspiel, durch das „Scorpion Tears“ zu einem der vitalsten und dynamischsten Stone Breath-Stücke der letzten Zeit wird. Dabei nimmt Brooke Elizabeth als zweite Stimme die Rolle ein, die Sarada bislang innehatte. Das lange „The Sky&#8217;s Red Tongue“ knüpft an das Vorgängerstück an, ist hochdramatisch und als Hörer fühlt man sich in eines von John Martins Gemälden versetzt: Es brechen große Tage des Zorns an, an denen die „Flügellosen sich nach Flügeln sehnen und die Geflügelten nach Wind“. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Renners Verknüpfung von Christentum und animistischen Ideen spiegelt sich im Artwork wider: auf der Vorderseite ein Hybrid aus Engel und Baum, aus Göttlichem und Natur, auf der Rückseite ein Skelett mit ausgestreckten Armen, das inzwischen Vögeln als Nistplatz dient, die Nachwuchs haben: Geburt und Tod liegen hier nah beieinander.  </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Language of Light, mit denen sich Renner schon mit Crow Tongue einen Tonträger geteilt hatte, arbeiten hier mit Mike Seed zusammen und klingen etwas weniger schwer: „Commit to Water“ wird anfangs fast a capella vorgetragen, bevor sich das Geräusch einer Kutsche und Drones hinzugesellen, der Gesang erinnert entfernt an einen etwas weniger fragil klingenden Martyn Bates (der sich auf den drei Teilen der „Murder Ballads“ zusammen mit Mick Harris intensiv an Folktraditionen abgearbeitet hat). „Grendel at Long Mynd“ ist ein mit brüchiger Stimme vorgetragener Folksong, dem die Geige eine leicht melancholische Note gibt; aber es gibt auch Stücke, die in einem Feedbackgewitter untergehen („Abraham&#8217;s Guest“). Normalerweise würde keiner auf die Idee kommen, diesen teils experimentellen, manchmal gebrochenen Folk als „leicht“ zu charakterisieren, aber im direkten Vergleich mit der Schwere Stone Breaths („Stone Breath is part of the earth. Metal, hair, wood, skin, flesh, leaf, breath, and bone make our songs. We sing hymns to God and the green wood. Stone Breath is not new. It is cracked. Broken. Imperfect. Hidden. Weathered by the seasons“ heißt es im Faceboook-Profil), ist die Musik dann doch – wie es der Name verheißt &#8211; l(e)ichter. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">(M.G.)</span></p>
<p>Label: <a href="http://www.darkhollerarts.com">Hand/Eye</a></p>
<p>Label: <a href="http://www.anticlock.net/"> Anticlock Records</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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