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	<title>African Paper &#187; Lavinia Blackwall</title>
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		<title>ANDREW LILES: Cover Girls</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2015 07:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/COVER_GIRLS_LILES-300x300.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10037" title="COVER_GIRLS_LILES-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/COVER_GIRLS_LILES-300x300-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Vergleich zu Steven Stapleton, den Liles seit Jahren sowohl live als auch im Studio unterstützt, ist letzterer sicher stärker am Song orientiert, an Songs interessiert und hat sich im Verlauf der Jahre an verschiedensten Genres/Musiken abgearbeitet, z.B.<a href="http://www.andrewliles.com/discography/andrew-liles-schmetaling-monster-of-rock/"> Metal</a>. Dabei ist man bei seinen (Re-)Interpetationen vielleicht versucht von Dekonstruktionen zu sprechen, wobei da der semantische Resonanzraum vielleicht zu groß ist. Aber dazu später mehr.<span id="more-10033"></span></p>
<p>Insgesamt 11 Sängerinnen lässt Liles auf „Cover Girls“ Stücke verschiedenster Epochen und Stile interpretieren. Auf „Morning Has Broken“ singt Katie Oswell den Text a capella mit glasklarer Stimme, bevor dann im weiteren Verlauf kristalline Drones dazukommen, die sich gegen Ende in atonale Fragmente verwandeln &#8211; kaputte Elektronik. „I Touch Myself”, die Masturbationshymne der australischen Divynyls, verwandelt sich von einer öden glattpolierten Rocknummer in ein düsteres, von Keyboardflächen und dezentem Pochen untermaltes Stück, auf dem Gena Netherwood den Text rezitiert. In den frühen 90ern hätte damit auch gut die eine oder andere Schwarzkitteltanzfläche beschallt werden können. Baby Dees Interpretation ihres eigenen „So Bad“ &#8211; auf ihrem zweiten Album eine melancholisch-traurige Ballade &#8211; überzeugt hier nicht ganz, zu disparat klingt das Stück, zu wenig scheinen Stimme und die musikalische Untermalung durch Akustikgitarre zueinander zu passen. Aus Tina Turners „Acid Queen“ wird eine Billigdisconummer, wobei Jess Roberts&#8217; Organ dem von Tina Turner in nichts nachsteht. David Essex&#8217; „Rock On“ interpretiert Cosey Fanni Tutti sinnlich kühl, während es im Hintergrund pocht und pluckert. Liles&#8217; Frau Melon trägt den Text von „Video Killed The Radio Star“ mit somnambuler Stimme vor verrauschter Klangkulisse vor, das exaltiert-hysterische „Oh-a oh“ des Originals (er)klingt nur als fernes Echo in einem Klangnebel und das Beklagen des Verlusts der Relevanz des Radios – heute fast schon wieder ein Anachronismus – bekommt hier eine ganz andere Stimmung. Dr Johns „I walk On Guilded Splinters“, nur sehr spärlich instrumentiert, klingt durch Lavina Blackwalls Sprechgesang leicht bedrohlich. „Zerstörte Zelle“ der Einstürzenden Neubauten ist musikalisch gar nicht so weit vom Original entfernt, wobei Miranda Kinkelaar den Text mit sehr starkem Akzent vorträgt, was durchaus als Verfremdungseffekt lesbar ist. Alizees „Moi&#8230; Lolitta“ ist unter Liles Ägide kein unbeschwerter französischer Pop mehr: Aus der treibenden glatten Oberfläche des Originals machen simple Klavierfolgen und der Vortrag von Alexandra Jako kein (unreflektiertes) Nabokovspiel, sondern hier erklingt eine erwachsene Frau in der Rolle der souveränen Femme fatale – das Original lässt Liles nur kurz am Ende aus dem Äther auftauchen. Vor karger Instrumentierung (Bass, Perkussion) macht Comus&#8217; Bobbie Watson aus dem treibenden „Rock Bottom“ von UFO ein sinnlich-schwüles Stück. „Lust For Death“ von Foetus (ver)wandelt sich von dem Übersteigerten, dem latent Hysterischen des Originals in eine von Jess Roberts vorgetragene Rock &#8216;n&#8217; Roll-Nummer. Hatte Liles sich schon<a href="http://www.andrewliles.com/discography/andrew-liles-murderers-maniacs-madmen-monsters"> an anderer Stelle</a> an den Sisters of Mercy mit seiner „Phantom“-Interpretation versucht, so wählt er auf &#8220;Cover Girls&#8221; „Never Land“, allerdings nicht in der regulären, das „Floodland“-Album abschließenden Version, deren Untertitel „A Fragment“ ist, sondern er orientiert sich an der erst vor einigen Jahren sicher ohne Eldritchs Zustimmung erschienenen vollständigen Version. Liles behält die reduzierte Instrumentierung des Originals weitgehend bei, während Elisabeth Oswell den Txet zurückhaltend und unterkühlt vorträgt.</p>
<p>Die Sisters-Interpretation führt uns zum Anfang des Textes zurück, denn inzwischen hat Liles anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von „First And Last And Always“ das Debüt der nach einem Leonard Cohen-Stück benannten Band vollständig als instrumentales elektronisches Album neu eingespielt, was bei den Fans nur <a href="https://www.myheartland.co.uk/viewtopic.php?t=24673">bedingt goutiert wurde</a> und er<a href="http://www.andrewliles.com/discography/first-monster-last-monster-always-monster/"> schreibt</a> auf seiner Website: „My version to some may be a travesty, deemed a novelty recording, even considered sacrilege by others, the devil may care but I don’t mind, those opinions do not concern me. This is my heartfelt homage to a moment in time and a wonderful album.“ Das illustriert ganz gut die Ambivalenz, die einer ganzen Reihe von seinen Arbeiten innewohnt: nämlich, dass man sie sie sowohl als verquere Hommage oder aber als augenzwinkernde Verballhornung lesen kann. (M.G.)</p>
<p><strong>Label:<a href="http://www.dirterpromotions.com/"> Dirter</a></strong></p>
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		<title>TREMBLING BELLS &amp; BONNIE &#8216;PRINCE&#8217; BILLY: The Marble Downs</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 05:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Duette zwischen Sängerinnen und Sängern sind wahrscheinlich so alt wie die Musik selbst. Im Pop hat sich dabei besonders das Schema „böser Bube, nettes Mädchen“ bewährt, bei dem ein verwegenes Raubein seine Prinzessin umgarnt und dabei in charakterisierender Stimmlagenverteilung zum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/05/26/trembling-bells-feat-bonnie-prince-billy-the-marble-downs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/themarbledowns.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4489" title="themarbledowns" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/themarbledowns-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Duette zwischen Sängerinnen und Sängern sind wahrscheinlich so alt wie die Musik selbst. Im Pop hat sich dabei besonders das Schema „böser Bube, nettes Mädchen“ bewährt, bei dem ein verwegenes Raubein seine Prinzessin umgarnt und dabei in charakterisierender Stimmlagenverteilung zum Ziel kommt oder auch nicht. Carter und Cash, Birkin und Gainsbourg, Campbell und Lanegan, you name it. Eine weitere, meist komödiantische, manchmal auch tragikomische Spielart davon inszeniert Kappeleien schon bestehender Paare. In nicht wenigen Fällen scheitert der männliche Part in seinen eitlen Bemühungen und wird<span id="more-4487"></span> von der Duettpartnerin abserviert, entweder in Form eines ätzenden Korbes, eines gepfefferten Laufpasses oder eben einer lebenslangen Karriere als belächelter Pantoffelheld, der sich im äußersten Fall nicht mal mehr losreißen kann. Anita Lane und Nick Cave haben in „Bedazzled“ die erste Variante mit beißender (Selbst-)Ironie inszeniert, Nancy Sinatra und Lee Hazlewood haben in Songs wie &#8220;Jackson&#8221; und &#8220;Big Red Balloon&#8221; das Pantoffelheldentum zu großem Slapstick heranreifen lassen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Im jüngst erschienenen Album „The Marble Downs“ liefern sich der bekannte Will Oldham alias Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy und Lavinia Blackwall, Sängerin der in Glasgow beheimateten Band Trembling Bells, ein paar großartige Wortschlachten solcher Art und lassen es bei dieser Qualität keineswegs bewenden, denn die Aufnahmen sind auch musikalisch äußerst gelungen. Eine wichtige Zusatzinformation impliziert schon die Anordnung der Interpreten auf dem Cover, denn es handelt sich bei „The Marble Downs“ nicht einfach um eine Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy-Platte mit neuer Begleitband. Die Trembling Bells entstammen einem musikalischen Biotop, dass sich irgendwann in Schottland und im Norden Englands herausbildete, und in dem traditionelle britische Musik einer Dekonstruktion unterzogen wird, die dem Wirken der ersten Freejazzer auf die afroamerikanische Musiktradition vergleichbar ist. Die Wurzeln dieses Millieus reichen bis in die 80er zurück. Traditionalisten wie Alasdair Roberts und Richard Youngs haben dieses Phänomen ebenso mitgeprägt wie der Musiker, Verleger und Autor David Keenan mit seinen avantgardistischen Projekten Taurpis Tula und Tight Meat. An denen wirkte auch der in Yorkshire geborene Alex Neilson mit, ein famoser Drummer, der außerhalb seiner schottischen Wahlheimat mit Größen wie Current 93, Baby Dee und Jandek zusammenarbeitet und daheim neben seinem (beinahe)-Soloprojekt Directing Hand eben auch die Trembling Bells ins Leben rief. Die spielen eine recht zugängliche Version zeitgemäßen Folkrocks und mussten auf Vergleiche mit allseits bekannten 60er Jahre-Größen nicht lange warten. Bei diversen Kollaborationen lernten sich Oldham und Neilson kennen, wurden Freunde, und nach einigen kleineren Projekten war dann der Grundstein zu „The Marble Downs“ gelegt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Die Platte enthält Titel wie „I Made a Date (With an Open Vein)“, die man sich nur in einer in Whisky und schwarze Galle getauchten Tom Waits-Stimmung ausdenken kann. Die Musik, die sich dahinter verbirgt, ist so dramatisch wie ein guter Western, an den man bei Oldhams Stimme sowieso gerne denken mag, und überdies schon durch die bedeutungsschwere Kirchenorgel und die feierlichen Bläser mit viel tragikomischer Ironie durchzogen. Auf dem schmalen Grad zwischen Ergriffenheit und Galgenhumor wandernd, verweist hier auch Neilsons Songwriting immer wieder auf die Absurdität im Abgründigen. Kommen nun Beziehungen direkt vor, dann sind sie meist gerade am Auseinanderbrechen, wie im musicalartigen „I can tell you&#8217;re leaving“, in dem der männliche Part, wohl ein trinkfreudiger Taugenichts, mit Nachdruck in der Stimme um seine Chance fleht. Die zum gehen entschlossene Dame, die einen Mann und kein Baby will, bleibt hart, ihr Gegner bemitleidet sich ja schließlich schon selbst. Fast zum Rundum-Bashing des metrosexuellen Männerbildes wird in dem Kontext das Traditional „My Husband&#8217;s Got No Courage In Him“, das die beiden in wunderschönem A Capella-Gesang vortragen. Unerbittlichkeit und Lieblichkeit gehen in diesem einzigen echten Folksong des Albums Hand in Hand.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Alle eigenen Lyrics stammen aus der Feder Neilsons. Dass sie von einem Mann geschrieben wurden, mag für einige interessant sein, dass Sänger Oldham als Typ darüber hinaus weder in die klassische Machoschiene, noch in die des gelackten androgynen Beau passt, verleiht dem Ganzen eine zusätzliche Spannung und untermauert den inszenierten Charakter der Duette – ihre Geschichten haben etwas gewöhnliches und vertrautes, wirken aber an vielen Stellen wie Ausschnitte des Alltags einer fremdartigen Welt. Interessant ist vor allem auch das Zusammenwirken des gegensätzlichen Stimmpaares Oldham und Blackwall, denn hier trifft ein klassisch ausgebildeter und an Mittelaltermusik geschulter Sopran auf eine zwar ungewöhnliche, aber auch weitgehend naturbelassene Stimme, die sich im Grunde keiner Gesangstechnik bedient – glasklar versus brüchig, um es in gängiges Vokabular zu packen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Musikalisch dominiert auf den meisten Songs der Rock über den Folk. Ausnahmen bilden – neben dem besagten Traditional – zwei weitere Adaptionen, nämlich eine fast kammermusikalische Dorothy Parker-Vertonung sowie das versöhnliche „Lord Bless All“, im Original von Bee Gee Robin Gibb (R.I.P.) und hier das Schlussstück mit einem letzten rasanten Spannungsbogen. Die dynamischen Rocknummern haben nicht selten einen Touch von gelöstem Sixties-Beat, dem bisweilen wie in „Ferrari in a Demolition Derby“ humorige Kirmesbläser beigemischt werden. Am meisten nach vorn prescht „Riding“, bei dem Oldham sich selbst covert, denn es ist ein Song der frühen Palace Brothers-Zeit. Unter treibenden Drums und kraftvollen Gitarrensoli wird der verzweifelt Liebende zum inzestuösen Untoten, die ebenfalls tote Sister Lisa zur einzig symbiotisch verfügbar zu machenden Frau.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Kurzum: Auf „The Marble Downs“ versteckt sich so mancher Abgrund, und dennoch ist es auf seine schwarzhumorige Art vor allem ein sehr unterhaltsames Werk. Zu hoffen bleibt zum einen, dass die Trembling Bells nun auch hierzulande über ihren Geheimtippstatus hinaus wahrgenommen werden, zum anderen, dass sie zusammen mit Oldham auch in Zukunft wieder gemeinsames aushecken werden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Label: <a href="http://www.honestjons.com/">Honest Jon&#8217;s </a></strong></span></span></p>
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		<title>TREMBLING BELLS: Abandoned Love</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:01:52 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/tremblingbells-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-708" title="tremblingbells-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/tremblingbells-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Alex Neilson ist ein Drummer vom Kaliber eines Emil Amos, und Lesern des Black ist er wahrscheinlich noch am ehesten vom jüngeren CURRENT 93-Lineup her bekannt. Neben seinen zahlreichen Beiträgen zu anderen renommierten Künstlern (zu nennen wären außerdem BABY DEE, JANDEK, THE RED KRAYOLA und das menschliche Theremin JOSEPHINE FOSTER) hat Neilson eigene Gruppen ins Leben gerufen. Nach dem Glasgower Folkkollektiv SCATTER ist dies vor allem das weniger experimentelle Songprojekt TREMBLING BELLS, welches im vorigen Jahr mit dem Album “Carbeth” debütierte. <span id="more-129"></span>Laut Label will Neilson mit seiner Fusion aus klassischem Rock, traditionellem Folk und mittelalterlichen Einflüssen die versteckten mythischen Landschaften Yorkshires und der Gegend um Glasgow erkunden.<!--more--></p>
<p>Beim ersten Hören des Nachfolgers “Abandoned Love” mag einem auffallen, dass die Musik weitaus weniger fragil und filigran daherkommt, als es der schon auf Akustisches anspielende Bandname nahelegt. Vielmehr spielen die TREMBLING BELLS eine pralle, sehr lebendige Variante englischen Folks, die sich auch sehr gut in der Zeit gemacht hätte, als Innovatoren wie PENTANGLE traditionelles angelsächsiches Liedgut mit modernen, elektronisch verstärkten Mitteln kombinierten, die den Grundstein späterer Rockmusik legen sollten. Ein Stilmittel, dass die vier Musiker gerne einsetzen, ist mehrstimmiger Chorgesang, der bei “September Is The Month Of Death” fast hymnische Züge trägt und auch beim Opener “Adieu, England” zu fesseln weiß. Zum Gesang, der am markanstesten vom Sopran Lavinia Blackwalls geprägt ist, gesellt sich zunächst eine verspielt vor sich hindröhnende Orgel, gegen Ende dann natürlich auch Neilsons Schlagzeug und das restliche Rockinstrumentarium, so dass man recht schnell in die Klangwelt der Schotten eingeführt ist. Wer die Künste Neilsons am Schlagzeug kennt und schon live erleben durfte und auch um dessen Liebe zu ekstatischem Freejazz weiß, mag sich wundern, wie sehr er sich hier zurückhält und sein solides Spiel in ausgewogener Relation zu den übrigen Instrumenten einbringt. Das ist ja nicht immer der Fall bei Bandprojekten, deren Kopf und Gründer ein Drummer ist. Die schönsten Passagen des Albums sind meines Erachtens dort zu finden, wo die Stimmarbeit dezent Züge eines Klagegesangs trägt, wie beispielsweise bei “Man Is As A Garden Born”, das im Unterschied zu einigen anderen Songs nie ins Freundlich-Betuliche tendiert, oder bei dem stimmungsvollen Lovesong “Darling”, der es schafft, trotz bekannter Strukturen immer noch berührend zu sein. Die Melodramatik einiger Songs umschifft gekonnt allzu liebliche Gefilde, wie man sie beispielsweise bei den Kollegen von THE OWL SERVICE findet, deren Musik immer wieder das Idyll sucht. Auch die dynamische Seite vom “Abandoned Love” weiß zu gefallen: So gibt es einige Ausflüge in simplen lebensfroh-angefolkten 60s-Beat, bei dem nach vorn preschende, poppige Drumarbeit und Kurzweil verbreitende Maultrommeln mit einem naiv-verträumten Glockenspiel eine nur schwer greifbare und gerade deshalb spannungsreiche Stimmung heraufbeschwören – da haben wir sie übrigens, die zitternden Glocken. Sicher haben gerade diese Songs das Zeug, recht unterschiedlichen Hörern zu gefallen, auch solchen, die wenig Bezug zu den ganzen musikgeschichtlichen Hintergründen einer solchen Band haben und sich einfach freuen, wenn mal wieder die BEATLES im Radio laufen. Dass die TREMBLING BELLS eine Musik spielen, die vor mehr als vierzig Jahren zum Innovativsten gehörte und heute als ein reiner Rückgriff betrachtet werden kann, ist eine Beobachtung, mit der die Band leben muss, und mancher Folkspezialist wird es ihnen vielleicht kritisch ankreiden. Dennoch ist nicht allein die banale Tatsache, dass derartige Musik immer wieder aus dem Bewusstsein einer größeren Hörerschicht zu verschwinden droht, aber prinzipiell auch noch heute funktionieren kann, Grund genug, ein Album wie “Abandoned Love” relevant erscheinen zu lassen.</p>
<p>Denn während vergleichbare Bands wie die Südengländer MARY JANE trotz des pittoresken Wohlklangs ihrer Folkrocksongs oftmals ins Museale abgleiten, erscheint mir Neilsons Band eher von Forscherdrang auf der Suche nach so etwas wie dem wahren Kern solcher Musik getrieben zu sein. Was sie auf ihren Expeditionen erkunden ist ein vom Dunst des frühen Morgens noch halb verhangenes Land voller tragisch-romantischer Geschichten und farbenfroher Turbulenzen, und bei längerem Aufenthalt entdeckt man sicher noch manch einen unerforschten Fleck.</p>
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