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	<title>African Paper &#187; Lee &#8216;Scratch&#8217; Perry</title>
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		<title>ANDREW LILES: Ninki Nanka, Yumboes &amp; Monsters</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2017 07:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/lilesdub.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13307" title="lilesdub" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/lilesdub-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn es darum geht, Motive aus Rock, Pop und Alltagskultur in seiner Musik und seinen Illustrationen zu verwursten, macht Andrew Liles vor wenig halt, und sein Ideenfundus scheint unerschöpflich. Alles, was sich ins plakativ Monströse steigern lässt, Spaß macht und keinen biederen Ernst aufkommen lässt, riskiert, irgendwann in seine unaufhörlich rotierende Mischmaschine geworfen und so geadelt zu werden. Der zentrale Faktor ist wohl tatsächlich der Spaß an der Sache: Liles zieht ungern Dinge durch den Fleischwolf, die er nicht mag, und dies vermutlich nicht einmal aus einer<span id="more-13306"></span> besonderen Rücksicht heraus, sondern schlicht um seine Zeit nicht mit witzlosen Dingen zu vergeuden. Der Mann ist nämlich nicht nur ein großes Kind, sondern auch ein Fanboy ersten Ranges, und jede seiner eigenwillig launigen Bezugnahmen ist eine nerdige Liebeserklärung an Abwegiges aller Art.</p>
<p>Dub als Tradition und musikalische Mixtechnik mag in der einen oder anderen Arbeit Liles&#8217; schon angeklungen sein, doch seine Idee eines kompletten Dub-Albums hat eine Vorgeschichte. In der Zeit, als er zusammen mit Andrew WK in Current 93 spielte, produzierte letzterer gerade ein Album des berühmten Lee ‘Scratch’ Perry. Liles bat seinen Namensvetter um die Multi-Tracks, um für seine eigenen privaten Spielereien einen eigenen Dub-Mix davon zu erstellen, der am Ende in einer komplett eigens produzierten Musik zusammen mit Perrys Vocals resultierte. Anfängliche Veröffentlichungspläne verliefen leider im Sande, und erst Jahre später überarbeitete Liles die Versionen erneut, entfernte aus Copyright-Gründen sämtliche Vocals, und am Ende entstand mit „Ninki Nanka, Yumboes &amp; Monsters“ ein weiteres Werk seiner Monsterreihe.</p>
<p>Irgendwie Dub zu machen ist nicht schwer, und wie man es richtig und am besten macht, liegt außerhalb meiner Beurteilungsfähigkeit, mit anderen Worten, ich gehe nach dem Prinzip „was gefällt ist gut“. Liles jedenfalls kreiert einen soliden Schauplatz, der luftig elektrifiziert ist, einen geräumigen Klangraum, der hallt und vibriert. Rootslastige Dubklischees sind nur eines der vielen Objekte, die er wie eine Freakshow durch diesen Raum tanzen lässt. Eine Klapperschlange aus dem Western-Repertoire antwortet auf Rocksteady-Beats, aus griffigen Synthies windet sich im eröffnenden „Mbwiri“ das &#8211; natürlich monströse &#8211; Gebrüll des von zahllosen Rastafaris besungenen Lion in Zion (oder zumindest eines Löwen, man sehe mir die Überinterpretation nach). Einige Tierstimmen hätten auch auf „Animal Magick“ eine gute Figur gemacht, ein Glanzstück ist die gemischte Viehherde, die im dank allerlei Stereo-Effekten schwindeligen „Akazu Hyena Butter (Dub)“ so gekonnt mit Handdrums und orientalischem Saitenspiel verschmelzen.</p>
<p>Das alles ist allerdings nichts gegen „Qandisa (Dub)“, denn in diesem hat vor einer humorigen Soundkulisse ein besonderes Mädchen seinen Auftritt. Die stimmlich blutjung klingende Männerfantasie stellt sich als „gorgeous monster“ vor, dessen Ego von Zerstörung lebt, und berichtet recht offen von ihren Lieblingsbeschäftigungen: mit Vorliebe erschreckt die ihre Opfer zutode, saugt sie dann aus und isst von ihrem Kadaver, und ihr großer Traum ist es, wie der dicke Godzilla eine ganze Stadt zu zertrampeln. Man möchte ihr dabei fast helfen, so sympathisch trägt sie ihr Bekenntnis vor. Wie alle wahrhaft bösen Wesen neigt sie natürlich zu Selbstmitleid, was ihrem Reiz aber keinen Abbruch tut, und wenn sie ihre drei Glubschaugen und ihre acht leprösen Oktopusarme beschreibt, skippen auch nur Spaßbremsen weiter. Dagegen kann jetzt freilich nichts mehr anstinken, aber das abschließende „Ogboju Ode Ninu Lgbo Irunmale (Dub)“ ist ein solides, fast klassisches Stück, natürlich mit allerlei kleinen Späßen wie einem furzenden Saxophon und wildem Geschrei, das einer Diana Rogerson zur Ehre gereichen würde.</p>
<p>Wie immer das ursprünglich, auf Lee Perry bezogene Projekt einmal geklungen haben mag – es ist schade, dass es wohl für immer im Nirwana unrealisierter Arbeiten verschwunden ist, und zugleich auch nicht, dann anderenfalls wäre dieser große Spaß vielleicht nie zustande gekommen. Dieser erschien zuerst bei Dirter Promotions, ist nun vergriffen, aber seit kurzem als DL über <a href="https://andrewliles.bandcamp.com/album/ninki-nanka-yumboes-monsters"><span style="text-decoration: underline;">Liles&#8217; Bandcamp</span></a> zu erhalten. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dirter</strong></p>
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		<title>KING AYISOBA: 1000 Can Die</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Mar 2017 06:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arnold de Boer]]></category>
		<category><![CDATA[Glitterbeat]]></category>
		<category><![CDATA[King Ayisoba]]></category>
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		<description><![CDATA[Ghana gilt in der Wahrnehmung vieler Europäer als eine Art westafrikanischen Vorzeigeland, als &#8220;ein Land, dem es gut geht in einer Region, der es schlecht geht&#8221;. Der Lebensstandard ist verglichen mit den meisten Nachbarstaaten gut, The Economist bezeichnete das Land, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/03/11/king-ayisoba-1000-can-die/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/kingayisoba1000candie.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13366" title="kingayisoba1000candie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/kingayisoba1000candie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ghana gilt in der Wahrnehmung vieler Europäer als eine Art westafrikanischen Vorzeigeland, als &#8220;ein Land, dem es gut geht in einer Region, der es schlecht geht&#8221;. Der Lebensstandard ist verglichen mit den meisten Nachbarstaaten gut, The Economist bezeichnete das Land, das einmal Goldküste genannt wurde und als erster Staat südlich der Sahara unabhängig wurde, als &#8220;beste Demokratie&#8221; der Region. All diesen Nachrichten zum Trotz sind teurer werdende Mieten vor allem in den urbanen Zentren, die Verdrängug von Kleinbauern von ihrem angestammten Land und die generelle<span id="more-13365"></span> Kluft zwischen Arm und Reich nur ein Teil der Kehrseite, die in diesen Berichten oft etwas unter den Tisch fallen. Zu Wort kommen diese Themen immer wieder in den Arbeiten der rührigen kreativen Szene des Landes, zu der auch eine recht große Musik-Community zwischen experimentellem Underground und alternativer Popmusik zählt.</p>
<p>Eine der populärsten Figuren dieser Szene ist King Ayisoba, der in den letzten Jahren mit seiner Kologo, einem lautenartigen Instrument mit zwei Saiten, mehrsprachigem Gesang und unterschiedlicher Begleitung einige Alben auf den Markt gebracht hatte, die zunächst in seiner Heimat populär wurden, seit einiger Zeit aber auch in Europa immer bekannter werden. In seinen zwischen traditioneller Musik und kraftvollem Pop angesiedelten Songs deckt er stets ein breites Spektrum an Themen und Einflüssen ab, feiert die schönen Seiten seiner Gesellschaft, spart aber auch nicht mit Kritik. Sein letztes Album &#8220;Wicked Leaders&#8221; war &#8211; schon dem Titel nach &#8211; ein wütender, aber keinesfalls trübsinniger Abgesang auf Korruption, Intransparenz und Verantwortungslosigkeit einheimischer Eliten.</p>
<p>Auf seinem neuen Longplayer &#8220;1000 Can Die&#8221; knüpft er gleich zu Beginn an diese Kritik an, und behält ebenso die Themenvielfalt des Vorgängers bei. Zugleich spannt er aber auch in einer anderen Hinsicht einen weiten Bogen, indem er die Kontinuität von Tradition und modernen Einflüssen noch stärker als zuvor betont. Im Grunde ist dies ein Motiv, das seine Arbeit von Beginn an durchzieht, ist er mit dem Kologo-Spiel primär ein traditioneller Musiker, der den Konnex zu modernen Instrumenten und Spielweisen (wie der in Ghana populäre Hiplife, ein hybrider ghanaischer Hiphop-Stil) allerdings immer gesucht hat.</p>
<p>In den Liner-notes bezeichnet er die traditionellen Instrumente als die stärksten Ausdrucksmittel überhaupt, die durch die Kombination mit Neuem allerdings an Kraft gewinnen können. Dem entsprechend wirkt &#8220;1000 Can Die&#8221;, bei dem fast alle Songs in Kollaboration mit je anderen Musikern entstanden ist, auch sehr heterogen und experimentierfreudig. Das eröffnende &#8220;Africa Needs Africa&#8221; enthält einiges von dieser Vielgestaltigkeit im Kleinen: verspielter Computerkitsch und vertrackte Elektrobeats, erst nach einiger zeit Ayisobas Kologo, die wie ein mystisches Echo aus der Vergangenheit anmutet, über all dem ein wechselhafter, oft mehrstimmiger Gesang, der mal als Chor, mal als Rap, mal als aggressives Shouten den politischen Status quo attakiert und einen noch zu entdeckenden afrikanischen Weg einfodert.</p>
<p>Im Verlauf geben sich Protestattitüde und Zuversicht stets die Hand, textlich und auch stimmungsmäßig, wobei das Verhältnis natürlich von Song zu Song unterschiedlich ausfällt &#8211; auf der einen Seite eher mystich klingende, hoffnungsfrohe Lieder wie das in Zusammenarbeit mit Zea alias Arnold de Boer entstandene &#8220;Wekana&#8221;, das die Kunst des Zusammenführens feiert, auf der anderen Seite kämpferisch anmutende Stücke wie das auf Lee &#8216;Scratch&#8217; Perry-Samples aufbauende Titelstück, das im Klang und Polyrhythmus volle &#8220;Anka Yen Tu Kwai&#8221; und das hypnotisch perkussive &#8220;Yalma Dage Wanga&#8221;, bei dem Ayisobas Stimme forsch und zugleich humorvoll und jungenhaft klingt.</p>
<p>Die frohsinnigsten Momente sind interessanterweise den rein traditionellen Klängen (und Themen) vorbehalten: Im evokativen &#8220;Grandfather Song&#8221; begleitet sich der Sänger lediglich auf der Kologo, beim in einer der Landessprachen gesungenen &#8220;Ndeema&#8221; kommt eine Duettpartnerin hinzu &#8211; zusammen besingen sie, so Ayisobas Erklärung, das Haus der Schwiegereltern, in das sich eine Frau in Ghana immer bei Eheproblemen zurückziehen kann, bis dass diese ausgesessen sind. Und so klingt &#8220;1000 Can Die&#8221;, das als moderner Hybrid beginnt und die aktuellen gesellschaftlichen Übel anprangert, mit einem rein folkigen Stück aus, das einen überlieferten Brauch zur Problemlösung feiert. Sieht man diese Entwicklung programmatisch, dann ist King Ayisoba ein doch recht optimistisches Werk gelungen, bei dem die Tradition den integrierenden Rahmen bereitstellt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://glitterbeat.com/">Glitterbeat</a></strong></p>
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		<title>THE QUASI DUB DEVELOPMENT: Little-Twister Vs. Stiff-Neck</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 06:13:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann immer Menschen etwas schaffen und daraus ein Stil entsteht, erscheinen sie früher oder später auf der Bildfläche – die Puristen und die Spieler, die Meister des angelernten Könnens und die Freistil-Akrobaten mit der leichten Hand. The QDD-Gründer Luca Fadda &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/09/27/the-quasi-dub-development-little-twister-vs-stiff-neck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/qdd.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8990" title="qdd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/qdd-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wann immer Menschen etwas schaffen und daraus ein Stil entsteht, erscheinen sie früher oder später auf der Bildfläche – die Puristen und die Spieler, die Meister des angelernten Könnens und die Freistil-Akrobaten mit der leichten Hand. The QDD-Gründer Luca Fadda und F.S. Blumm sind seit Jahren in die Dub-Szene involviert, wo ihnen festgefahrene Strukturen und ihre saturierten Anhänger den Nerv rauben. Mit der Comicfigur des Little Twister, der seinen großen aber ungelenken Kontrahenten Stiff-Neck aufs Kreuz legt, brechen die beiden eine Lanze für mehr spielerische Unverkrampftheit im Dub.<span id="more-8989"></span></p>
<p>Zu den symbolträchtigen Gesten zählt dabei der Einbezug zweier Stimmen, die schon zu hören waren, als Musik dieser Art noch voller Aufbruchstimmung war: Lady Ann, deren Karriere begann, als man Danchall noch nicht mit Goldkettchen und Konsumramsch assoziierte, und Godfather Lee &#8216;Scratch&#8217; Perry, der keiner näheren Einführung bedarf.</p>
<p>Wer nach dieser Ausgangslage nun verquere Experimente erwartet, sieht sich schnell eines besseren belehrt, denn die Musik auf dem zweiten gemeinsamen Album ist im Schnitt simpel und kurzweilig. Frei und vital gebärdet sich v.a. das an keiner Stelle cleane und berechnete Soundbild, das auf den Primärkomponenten Bass (Blumm) und Trompete (Fadda) basiert und durch eine Reihe weiterer Klangerzeuger insklusive diverser Drumsets ergänzt wird. Spielzeugklänge und polyphone Beats mischen einige der Stücke auf, doch meist beherrschen einfache Riddims und unverquaste Tunes das Gesamterscheinungsbild.</p>
<p>„Biff, baff, buff/Buff, baff, biff“ resümiert David Tibet- und Sasha Grey-Kumpel Perry dieses Fundament, und auch Lady Ann toastet ihre empörten Rants im Einklang mit Melodie und Rhythmus. An einem der Höhepunkte echauffiert sie sich über die nervige Musikpresse – absolut verständlich, zumal sie ausdrücklich betont, dass das African Paper zu den rühmlichen Ausnahmen zählt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.pingipung.de">Pingipung</a>/<a href="http://www.kompakt.fm">Kompakt</a>/<a href="http://www.a-musik.com">A-Musik</a></strong></p>
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