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	<title>African Paper &#187; Leonard Cohen</title>
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		<title>LEONARD COHEN: Thanks For the Dance</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 04:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adam Cohen]]></category>
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		<description><![CDATA[Oftmals wird mit dem Nachlass von Künstlern bestenfalls nachlässig, häufig aber fahrlässig umgegangen: Es wird sich noch zeigen, wie nach den ersten Veröffentlichungen weiter mit Prince&#8217; gigantischem Archiv verfahren wird, über eine ganze Reihe von Coil-Tonträgern der letzten Zeit bette &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/30/leonard-cohen-thanks-for-the-dance/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/leonard-cohen-thanks-for-the-dance-206011.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19576" title="leonard-cohen-thanks-for-the-dance-206011" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/leonard-cohen-thanks-for-the-dance-206011-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Oftmals wird mit dem Nachlass von Künstlern bestenfalls nachlässig, häufig aber fahrlässig umgegangen: Es wird sich noch zeigen, wie nach den ersten Veröffentlichungen weiter mit Prince&#8217; gigantischem Archiv verfahren wird, über eine ganze Reihe von Coil-Tonträgern der letzten Zeit bette man besser den Mantel des (Ver-)Schweigens.<span id="more-19573"></span></p>
<p>Leonard Cohen war nach seiner ursprünglich erzwungenen Rückkehr auf die Bühnen, die der Veruntreuung seiner Ersparnisse durch seine Managerin geschuldet war, sehr umtriebig. Er konnte riesige Arenen füllen und hätte seine Rentenkasse sicher mit den Erträgen dieser Konzerte und dem einen oder anderen Livealbum locker füllen können, stattdessen begann eine der produktivsten Phasen seiner langen Karriere und es entstanden in – für ihn – relativ kurzer Zeit drei Studioalben, die das mediokre „Dear Heather“-Album schnell vergessen ließen. <a href="http://africanpaper.com/2016/10/29/leonard-cohen-you-want-it-darker/">„You Want it Darker“</a>, im Herbst 2016 zwei Wochen vor seinem Tod veröffentlicht, war ein – dem Titel entsprechend – dunkle(re)s Album, das die Trias klimaktisch abschloss und auf dem der Schnitter omnipräsent war: „At first he touched on love/But then he touched on death“, hieß es dort, ein Synagogenchor erklang und Cohen sang „I am ready my Lord“. Was kann also nach so einem in jedem Wortsinne verstandenen Abschied noch kommen, was nicht antiklimaktisch wäre?</p>
<p>Sein Sohn Adam hat einige halbfertige Stücke aus den letzten Aufnahmesessions mit einer Reihe von ehemaligen Weggefährten seines Vaters fertiggestellt. Adam Cohen hatte schon „You Want It Darker“ produziert und war maßgeblich am Klangbild dieses Albums beteiligt, insofern ist er vielleicht nicht der Ungeeignetste, um letzte Verse und ein letztes Singen musikalisch untermalen zu lassen.</p>
<p>Was auffällt, ist dass zwar auch hier die brutale Faktizität des Alter(n)s und Sterbens thematisiert wird, wie z.B. auf dem im Vorfeld veröffentlichten einminütigen „The Goal“: „I can’t leave my house/Or answer the phone/I’m going down again“. Hier wird der Tod als etwas Unvermeidliches gesehen: „As for the fall – it began long ago/Can’t stop the rain/Can’t stop the snow“ (schon Philip Larkin schrieb bezogen auf das, was uns alle erwartet: „Most things never happen/This one will“). Auf “The Hills” heißt es: „I’m living on pills/For which I thank G-d“. Dabei lässt sich auch der Albumtitel durchaus im übertragenen Sinne lesen, als Abschluss eines Lebens, über das es in den ersten Zeilen des Albums -in typischer Cohen&#8217;scher Manier selbstironisch &#8211; heißt: “I was always working steady/But I never called it art/I got my shit together/Meeting Christ and reading Marx”.</p>
<p>Viel stärker als auf dem Vorgänger geht es aber auf &#8220;Thanks For The Dance&#8221; um das, was Cohens Texte von Anbeginn an durchzogen hat: Eros, Sex, um das, was mit dem Herzen geschieht, wie es im Opener „Happens To The Heart“ beschrieben wird: „There’s a mist of summer kisses/Where I tried to double-park/The rivalry was vicious/The women were in charge“. An anderen Stellen wird der physische Aspekt des Liebens und Begehrens noch deutlicher: „I touched her sleeping breasts/They opened to me urgently/Like lilies form the dead“ („The Night Of Santiago“ – eine<a href="https://www.theguardian.com/music/2019/nov/24/leonard-cohen-adam-thanks-for-the-dance-interview"> Adaption eines Gedichts</a> seines großen Heroen Lorca, nach dem er auch seine Tochter benannte). Wenn er auf dem Titelstück singt &#8220;It was fine it was fast/We were first we were last/In line at the Temple of Pleasure”, dann wird hier auch der Geschlechtsakt quasi metaphysisch aufgeladen.</p>
<p>Die Instrumentierung ist fast durchgängig behutsam. Der langjährige Gitarrist Javer Mas lässt mit seiner gezupften spanischen Laute an Teile des Frühwerks denken, gerade auf dem starken Opener &#8220;Happens To The Heart&#8221;. Die griechisch anmutenden Gitarren zu Beginn von „Moving On“ lassen an Cohens Zeit auf Hydra denken und den Text <a href="https://www.cbc.ca/radio/q/leonard-cohen-s-son-adam-on-his-father-s-first-posthumous-album-thanks-for-the-dance-1.5368294">änderte er wohl auch leicht ab</a>, nachdem er vom Tod der ehemaligen Geliebten Marianne Ihlen erfahren hatte. Der Chor seiner Synagoge untermalt &#8220;Puppets&#8221;, das politischste Stücke des Albums, auf dem Cohen singt: &#8220;German puppets burned the Jews&#8221;. Das karge Piano auf „The Goal“ passt zu Zeilen wie „No one to follow/And nothing to teach/Except that the goal/Falls short of the reach“. Das wären eigentlich passende Schussworte gewesen, allerdings endet das Album mit „Listen To The Hummingbird“, das auf einer Gedichtrezitation Cohens während seines letzten öffentlichen Auftritts basiert.</p>
<p>Insgesamt erreicht das 29-minütige Album sicher nicht diese finale Dichte von „You Want It Darker“, aber als Coda zum letzten Album ist es sicher nicht das schwächste posthume Album eines Künstlers. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.columbiarecords.com/">Columbia </a></strong></p>
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		<title>THE LAST SHADOW PUPPETS: The Dream Synopsis EP</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2016 07:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arctic Monkeys]]></category>
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		<category><![CDATA[The Last Shadow Puppets]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Ende des letzten Jahrzehnts die Welle der vielen Pseudogaragenbands mit den bestimmten Artikel im Namen so langsam abebbte, erschienen im Umfeld der Arctic Monkeys plötzlich The Last Shadow Puppets mit einer doppelbödigen Antwort dazu auf der Bildfläche. Ihre Songs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/11/26/the-last-shadow-puppets-the-dream-synopsis-ep/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/lastshadowpuppetsdreamsynopsis.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12961" title="lastshadowpuppetsdreamsynopsis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/lastshadowpuppetsdreamsynopsis-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Ende des letzten Jahrzehnts die Welle der vielen Pseudogaragenbands mit den bestimmten Artikel im Namen so langsam abebbte, erschienen im Umfeld der Arctic Monkeys plötzlich The Last Shadow Puppets mit einer doppelbödigen Antwort dazu auf der Bildfläche. Ihre Songs strotzden vor Esprit und versprühten einen eleganten Sixties-Charme, der so noch nicht wiederbelebt wurde. Was ein Indie- und Hypemuffel wie mich anfixte, war die melancholisch eingefärbte Euphorie von Songs wie<span id="more-12960"></span> „Standing next to me“ und „I don&#8217;t like you anymore“, die mich immer an die etwas schmissigeren Stücke des späten Marc Almond erinnerten.</p>
<p>Über die Jahre beseitigte das Duo alle Bedenken, nur ein Seitenprojekt zu sein, und mit „Everything you&#8217;ve come to expect“ ein weiteres Album mit euphorischen englischen Hooklines und feurigem Geschrammel. Die gerade veröffentlichte EP ist ein Bonus, denn neben zwei neu eingespielten Albumtracks – dem dynamischeren „Aviation“ und dem schleppenden Titelstück mit einem Schuss Melodrama in der Melodie – vier Coversongs enthält, die bereits zum Konzertrepertoire der Band gehören.</p>
<p>Die Auswahl der gecoverten Stücke scheint mir konzeptueller als nur den Geschmacksvorlieben der Band geschuldet, decken sie doch die Jahre um 1970 und um 1980 zwei popgeschichtlichen Referenzepochen der Puppets ab. Den Klassiker „Les Cactus“ von Jacques Dutronc, den viele sicher auch von Vanessa Paradis kennen, setzen sie von britischen Akzent abgesehen recht originalgetreu um, bei „Totally Wired“ (The Fall) und „This is your Life“ (Galaxo Babies) setzen sie allerdings einiges an Schrägheit drauf, verleihen der abgeklärten Postpunk-Coolness beinahe einen Hauch von „Rocky Horror Picture Show“. Die eigenständigste Interpretation gibt es von „Is this what you wanted?“ des schmerzlich vermissten Leonard Cohen, und ich vermute, dass die leicht twanggy Version der getragenen Nummer mehr als die anderen Tracks eine Hommage ist.</p>
<p>Dies ist freilich Legitim und macht „The Dream Synopsis“ zu einer kleinen bunten Sammlung, die dafür sorgt, dass die Stimmung des letzten Albums noch etwas länger in der Luft liegt. (J.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dominorecordco.de/">Domino Records</a></strong></p>
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		<title>LEONARD COHEN: You Want it Darker</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/10/29/leonard-cohen-you-want-it-darker/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 08:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Cohen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wohl wenige (ursprünglich) der ökonomischen Notwendigkeit geschuldeten Comebacks – die Veruntreuung von Cohens Ersparnissen durch seine Managerin während seines Aufenthaltes im buddhistischen Kloster ist gut dokumentiert  -, die künstlerisch so ertragreich gewesen sind wie das des inzwischen 82-jährigen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/10/29/leonard-cohen-you-want-it-darker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/Cohen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12900" title="Cohen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/Cohen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt wohl wenige (ursprünglich) der ökonomischen Notwendigkeit geschuldeten Comebacks – die Veruntreuung von Cohens Ersparnissen durch seine Managerin während seines Aufenthaltes im buddhistischen Kloster ist <a href="http://www.theglobeandmail.com/arts/judge-grants-leonard-cohen-multimillion-dollar-judgment-against-ex-manager/article4100082/">gut dokumentiert</a>  -, die künstlerisch so ertragreich gewesen sind wie das des inzwischen 82-jährigen Kanadiers – und zwar qualitativ wie quantitativ: Schließlich hat Cohen seit 2012 alle zwei Jahre ein neues Studioalbum veröffentlicht, etwas, das ihm seit seinen ersten drei Alben nicht mehr gelungen ist.<span id="more-12899"></span> Die<a href="http://www.rollingstone.com/music/videos/flashback-bob-dylan-covers-leonard-cohens-hallelujah-w444773"> Anekdote</a>, dass er dem diesjährigen Nobelpreisträger gegenüber behauptet habe, für „Hallelujah“ habe er nur zwei (statt der tatsächlichen fünf) Jahre benötigt, während Dylan sagte, „I and I“ habe er in 15 Minuten geschrieben, sagt viel über seinen<a href="https://www.facebook.com/leonardcohen/videos/10154701139089644/"> Arbeitsprozess</a> aus.</p>
<p>Auf dem Cover des von seinem Sohn produzierten Albums blickt Cohen aus dem Licht ins Dunkel und seine Hand reicht schon hinein. Man kann das natürlich als Abgesang, als Blick Richtung Schnitter lesen. Man denke auch an den weithin Widerhall gefundenen <a href="https://www.theguardian.com/music/2016/aug/07/so-long-marianne-leonard-cohen-writes-to-muse-just-before-her-death">Brief</a>, den Cohen an seine im Sterben liegende ehemalige Partnerin verfasste: „Marianne, it’s come to this time when we are really so old and our bodies are falling apart and I think I will follow you very soon. Know that I am so close behind you that if you stretch out your hand, I think you can reach mine.“ Im<a href="http://www.newyorker.com/magazine/2016/10/17/leonard-cohen-makes-it-darker"> New Yorker</a> sprach er davon, er sei bereit zu sterben. Auf dem Titelstück heißt es „I’m ready my Lord“ und „I’m broken and lame“. Auf „Steer Your Way“ singt er: “Steer your way through the pain/that is far more real than you/That has smashed the Cosmic Model,/that has blinded every View”. Es werden Abschiede thematisiert: „I’m leaving the table/I’m out of the game“ hört man auf „Leaving the table“ oder “I’m traveling light/It’s au revoir ” auf “Traveling light”. Dennoch: Wenn das in vielen der Rezensionen der Standardinterpretationsansatz wird, dann ist das vielleicht manchmal eine etwas (zu) eindimensionale Lesart, schließlich hat es Tod, Dunkelheit und Enden im Werk Cohens schon immer gegeben (und als 54-Jähriger thematisierte er im inzwischen paradigmatisch gewordenen „Tower of Song“ schon den schmerzenden Körper). Man sollte bei der Exegese auch nicht vergessen, dass z.B. „It Seemed the Better Way“ auf einem schon 2008 veröffentlichten Gedicht aus Cohens „Book of Longing“ basiert und eben kein aktueller Text ist.</p>
<p>Allerdings kann man zumindest sagen, dass die Transformation vom agilen Endsiebziger, der nach einem Dreistundenkonzert noch in der Lage war, auf der Bühne in die Knie zu gehen, in einen fragilen 82-Jährigen, der im Booklet des Albums seine Rückenprobleme, die ihn fast von der Fertigstellung des Albums abgehalten hätten, thematisiert, ein Zeichen der brutalen Faktizität des Alter(n)s ist. „[O]ur flesh/ surrounds us with its own decisions“, heißt es schon in Larkins Gedicht „Ignorance“.</p>
<p>Ob das Album als <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/pop/leonard-cohen-sein-testament-14499076.html ">“Testament”</a> zu lesen ist, wird sich zeigen, schließlich verkündete Cohen jüngst augenzwinkernd entgegen seinen Äußerungen im oben angesprochenen Interview, er plane 120 Jahre alt zu werden und wolle noch zwei weitere Alben aufnehmen.</p>
<p>Wie auch schon die beiden Vorgänger bietet das behutsam instrumentierte „You Want it Darker“ weit mehr als <a href="http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-10/leonard-cohen-madness-james-arthur-fewjar-nighthawks-soft-hair-tontrager">“gediegene[…] Ereignislosigkeit”</a> (die ein Rezensent scheinbar wohlwollend attestierte). Da gibt es das dezent von Piano und Bass untermalte „Treaty“, „Leaving the Table“ mit seiner Pedalsteelgitarre, das reduzierte Pochen des Titelstücks, die im Hintergrund dröhnende Orgel auf „If I Didn’t Have Your Love“, das Mandolinenspiel auf „Travelling Light“, das vielleicht eine Reminiszenz an Cohens Zeit auf Hydra ist. Auf „Steer Your Heart“ (ein Stück, auf dem Cohen tatsächlich in Passagen singt) lassen sich gar musikalische Anspielungen auf seine Anfänge in einer Countryband finden. Die Stücke am Ende des Albums, auf denen den Streichern eine größere Rolle zukommt, sind besonders überzeugend und weisen vielleicht in eine leicht neue Richtung: Auf “It Seemed The Better Way” gibt das Zusammenspiel von Geige und dem Synagogenchor, der auch schon auf dem Titelsong zu hören ist, dem Stück eine fast transzendentale Größe (auch wenn Cohens Beziehung zu etwas Höherem immer von Ambivalenz geprägt war: &#8220;A million candles burning/For the love that never came&#8221;). Auf der das Album abschließenden „String Reprise“ wird „Treaty“ noch einmal aufgenommen. Das ist fast eine Form von Kammermusik, die zur Begleitung von Cohens Bariton sicher geeigneter ist als die teils arg <em>cheesy</em> klingende Keyboarduntermalung einiger anderer Alben. Und auch der Synagogenchor passt zu Stimme und Stimmung besser als die Backgroundsängerinnen, die Cohens Alben und Auftritte so lange begleitet haben (und die sich hier u.a. bei „On the Level“ noch einmal finden).</p>
<p>Wenn tatsächlich das unausgegorene „Dear Heather“, von dem sich bezeichnenderweise (ebenso wie von Cohens Album mit Phil Spector ) kein Stück auf Setlists der letzten Jahre gefunden hat, sein Schwanengesang geworden wäre, dann wäre sein Abtritt von der Bühne sicher antiklimatisch gewesen, aber mit den drei Alben der letzten Jahre hat er ein Spät(est)werk geschaffen, das beeindruckend ist.„I’m angry and I’m tired all the time“ heißt es auf „Treaty“. Man kann hoffen, dass der Ärger über die Müdigkeit triumphiert und Cohen die Energie gibt, ein neues Testament aufzunehmen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.columbiarecords.com/">Columbia</a></strong></p>
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		<title>I believe each one of us has to deal with a personal void. Interview mit Father Murphy</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2014 06:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Die italienische Band Father Murphy, die jüngst vom Trio zum Duo geschrumpft ist, lässt sich nicht leicht in gängige Begriffe fassen &#8211; zumindest, wenn man damit ihre Musik unmittelbar kategorisieren will. Ihre lärmenden, basslastigen Klanglandschaften, die manchmal ganz plötzlich etwas &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-mit-father-murphy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fm1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8412" title="fm1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fm1.jpg" alt="" width="209" height="155" /></a>Die italienische Band Father Murphy, die jüngst vom Trio zum Duo geschrumpft ist, lässt sich nicht leicht in gängige Begriffe fassen &#8211; zumindest, wenn man damit ihre Musik unmittelbar kategorisieren will. Ihre lärmenden, basslastigen Klanglandschaften, die manchmal ganz plötzlich etwas Meditatives bekommen, ihre wuchtigen, eruptiven Klagelieder, strafen jede subkulturelle Spartenlogik Lügen. Die Konturen ihrer Welt werden deutlicher, wenn man sich ihr über Inhalte nähert und den Worten folgt, die Freddy Murphy und Chiara Lee selbst immer wieder in Songs und Liner notes fallen lassen. Im Zentrum ihres Denkens erscheinen<span id="more-8409"></span> Begriffe des Scheiterns, der Schuld und der Introspektion. In ihren Texten offenbart sich die Welt als ein Ort, an dem der Einzelne stets dem Druck der Entscheidung ausgesetzt ist. Für platten Optimismus und die Betriebsblindheiten des Alltags ist bei Father Murphy wenig Raum, umso mehr für unaufgesetzte, manchmal ironisch gefärbte Freundlichkeit. Father Murphy touren derzeit mit der jazzfunkigen Formation oAxAcA durch Europa und <a href="http://www.lastfm.de/event/3838586+Father+Murphy+-+oAxAcA+">sind gerade in unseren Breiten unterwegs</a>. Dies war Anlass zum folgenden Interview, bei dem nicht nur um die letzte EP, sondern auch um das religiöse Erbe Italiens, um Amps und William S. Burroughs Feier des Parasitären ging. </strong></p>
<p><a title="I believe each one of us has to deal with a personal void. Interview with Father Murphy" href="http://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-with-father-murphy/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><em><strong>Father Murphy gibt es nun schon seit mehr als zehn Jahren, und es dauerte ein paar Jahre, bis die deutsche Presse (wir eingeschlossen) wirklich Notiz von euch nahm. Was könnt ihr uns über diese frühe Zeit erzählen? Welche Umstände und Impulse führten zur Gründung der Band?</strong></em></p>
<p>Wir verbrachten diese frühe Zeit wie eine durchgeknallte Tributeband für die beiden Künstler, die wir mehr als alle anderen liebten, Syd Barrett und Os Mutantes. Die Impulse, das waren hautsächlich ein Drang nach Ausdruck und der Wunsch, eine Spur zu hinterlassen. Wir waren jung, aber hatten dennoch Angst vor dem Tod. Jetzt, wo wir älter werden, finden wir mehr und mehr unseren Frieden, so als ob wir Medien wären, die Sounds reproduzieren, die in der Natur ohnehin schon existieren. Nur dass es uns wichtig ist, diese Klänge und Atmosphären zu verdauen und komplett anders wiederzugeben.</p>
<p>Wir nahmen “&#8230;And He told us to turn to the Sun“ auf und dachten, es könnte ein letztes Father Murphy-Album sein, eine Art Requiem für die Jahre, die wir zusammen verbrachten. Doch wir merkten schnell, dass wir einfach weitermachten mit unserem Leben &#8211; als das eine zusammenhängende Ding, das wir waren, zusammen mit der Musik, die wir wiedergeben wollten.</p>
<p>Damals führten uns verschiedene Wege zum gleichen Punkt, weshalb wir entschieden, dass es Zeit sei, auf die Zufälle zu achten, als wären sie Zeichen, die auf verschiedene Optionen/Routen/Möglichkeiten deuten. Es wurde Zeit, uns zu positionieren, deshalb begannen wir, uns in endloser Wiederholung an uns selbst zu wenden: vergiss nie, dass du die Wahl hast. Zögere nicht, Zweifel sind schöner, nachdem du dich entschieden hast.</p>
<p><em><strong>Falls ihr davor noch in anderen Bands wart, wie hörten die sich an und welche Spuren haben sie in Father Murphy hinterlassen?</strong></em></p>
<p>Die wenigen Erfahrungen, die es in der Zeit davor gab, waren insofern nützlich, dass wir Leute trafen, die uns lehrten, wie wichtig die Haltung hinter deinem Werk ist. Für mich, glaube ich, lag die bemerkenswerteste Erfahrung in dem Schluss, keine Amps zu benutzen, sondern einfach alles in den Mischer zu stöpseln. Statt an einem sauberen Amp-Sound zu arbeiten entschieden wir uns für einen vorsintflutlichen Fake-Gitarren oder -Orgelsound.</p>
<p>Es war nicht einfach nur ein jugendlicher Drang, eine Art &#8220;teenage kick&#8221;, Musik zu machen, diese unbefriedigenden ersten Erfahrungen zwangen uns, bessere Wege des Selbstausdrucks zu finden.</p>
<p><em><strong>Erzählt uns bitte, ob ihr euch wirklich nach der gleichnamigen NBC-Serie benannt habt, oder – was wahrscheinlicher sein könnte – nach dem berüchtigten Priester Father Lawrence Murphy, der viele Kinder meisbrauchen konnte, da seine Taten lange Zeit von der Kirche verschleiert worden sind.</strong></em></p>
<p>Die Frage wird uns oft gestellt&#8230; Es ist tatsächlich keine dieser Referenzen. Unser Name stammt aus einer Kurzbeschichte von William Seward Burroughs, erschienen als 10“ mit einem Soundtrack von Kurt Cobain, unter dem Titel „The Priest they called him“. Es ist ein netter Text, ein typischer Burroughs, und ich bin sicher, Cobain war sehr glücklich, dass er die Gelegenheit hatte, mit einem seiner Idole zu arbeiten. Für uns ebenso, der Name Father Murphy war eine Möglichkeit, gleich zweien unserer frühen Idole Dank auszusprechen, und zugleich einen unserer Haupteinflüsse im Leben und der Musik zu benennen, nämlich dass wir als (katholische) Christen zur Welt gekommen sind.</p>
<p><em><strong>Gibt es bei euch eine Art Rollentrennung innerhalb der Band, die über das Instrumentarium hinaus geht &#8211; beispielsweise was eure Art, Songs zu schreiben oder zu improvisieren betrifft?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8414" title="fathermurphy1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy1-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a> Von „…and He told us to turn to the Sun“ an begannen wir zuerst, an der Atmosphäre der Songs zu arbeiten, erst danach kümmerten wir uns um die Noten. Jeder Veröffentlichung ist ein Konzept für sich, ein weiterer Schritt in Father Murphys steter Abwärtsspirale, um etwas zu erreichen, vielleicht die Wahrheit, oder besser eine Methode, um ein respektvolles und wahrhaftiges Leben zu führen. Wir haben von &#8220;Heresy&#8221; bis zum jüngsten Konzept des Scheiterns [auf der "Pain is on our side"-EP] haben wir so gearbeitet, dass wir hauptsächlich mit Input begonnen haben, der mit Klängen in bestimmten Situationen zu tun hat, um dann zu versuchen eine bestimmte Atmosphäre zu beschreiben oder ein Gespräch zwischen uns auch für den Hörer verständlich zu machen.In jedem kleinen Schritt versuchen wir, den Zeichen um uns herum zu folgen, auf der Suche nach Eingebungen, in welche Richtung es weiter gehen soll. Anfangs mögen es die Medien von dieser und der anderen Welt gewesen sein, doch seit C.Lee mit dabei ist und schon an den ersten Arbeitsschritten neuer Kompositionen beteiligt ist, erscheint mir alles viel harmonischer und weniger künstlich. Das ist gut, aber auf sehr seltsame Weise, denn auf der anderen Seite wollen wir gerade artifiziell sein und die vorhandenen Dinge und Klänge musikalisch imitieren.</p>
<p><em><strong>Ihr sagtet einmal in einem Interview, dass ihr euch Father Murphy nur schwer ohne Texte und Gesang vorstellen könntet. Welche Rolle spielen Worte/Gesang im übergeordneten Konzept der Band?</strong></em></p>
<p>Jemand sagte einmal, singen sei wie dreimal beten. Vielleicht ist es sogar ein Zitat aus der Bibel, ich bin nicht sicher (und muss leider zugeben, wie schlecht meine Erinnerung manchmal ist). Wir wollen unsere Stimmen als Instrument benutzen, sie sind das beste Mittel, um Klänge direkt mit dem Körper auszudrücken. Doch selbst wenn Worte in erster Linie Sounds sind, haben sie dennoch Bedeutung, und wir suchen jedes Wort, das wir singen, mit Bedacht aus. Wir meinen alles so, wie wir es sagen. Es gibt nur wenige Beispiele, wo wir weder Worte noch Stimmen benutzt haben, hauptsächlich weil wir fanden, dass ein Fehlen von Stimmen nötig war, oder weil ein anderes Mittel benutzt wurde, um eine Stimme zu imitieren (wie z.B. die Bläser in „Let the wrong rise with you“, die unserer Meinung nach Engelsstimmen sind).</p>
<p><em><strong>Es ist meiner Meinung nach schwer, Father Murphy nicht als ein eigenes Paralleluniversum zu betrachten, als eine Erzählung in Episoden, die Schritt für Schritt einen eigenen Mikrokosmos entwirft. Wenn Father Murphy ein Film oder ein Buch wäre, wie müsste man sich die Geschichte vorstellen?</strong></em></p>
<p>In zyklischer Folge wird jeweils ein neuer Autor wichtig für uns, neben Burroughs, den wir als eine Art Schutzengel betrachten. Das war so mit Don DeLillo, mit Cormac McCarthy und, erst kürzlich, Ballard. Ich beantworte diese Frage direkt nachdem C.Lee und ich 14 Ballard-Bücher in Folge gelesen haben, so dass ich mir Father Murphy heute als eine Summe der Charaktere in Ballards<em> The Crystal Forest</em> [World?] und <em>The Drowned World</em> vorstelle, die in einem von Cormac McCarthy entworfenen Naturszenario agieren..</p>
<p><em><strong>Würdest du sagen, dass die Band eine Art Rollenspiel für die Mitglieder ist, streng getrennt von euren anderen Aktivitäten, oder seid ihr immer ein stückweit Father Murphy?</strong></em></p>
<p>Father Murphy in Aufnahmesessions, das sind wir, wie wir versuchen, verschiedene Sounds zu nutzen, um zu zeigen, was wir sehen, und welche Erfahrungen wir machen, sei es in uns oder in der äußeren Welt. Father Murphy auf der Bühne, das sind wir, wie wir all den schwarzen Teer, den wir in uns haben, auskotzen, um bessere Menschen zu werden, und ehrlich gesagt, um das zu repräsentieren, was wir um uns herum sehen. Wir sind keine traurigen Menschen, aber, auch wenn wir jedem wünschen, ein friendvolles Leben zu führen, ist es nicht das, was wir sehen (frei nach einem schönen Will Oldham-Song). Ich denke, ich würde sagen, dass wir immer irgendwie Father Murphy sind.</p>
<p><em><strong>Was könnt ihr uns über die Entstehung eurer letzten Veröffentlichung „Pain Is On Our Side Now“ erzählen? Wie kam es dazu, dass ihr Teile davon auf diesem schönen Schloss in Lazio aufgenommen hattet?</strong></em></p>
<p>„Pain Is On Our Side Now“ handelt lyrisch und klanglich von unserer Idee des Scheiterns. Es kostete uns Monate, bis wir soweit waren, überhaupt zusammenzufassen, was Scheitern für uns bedeutet, und wie wichtig es für Father Murphy ist, das Scheitern an diesem Punkt des Weges zu finden.</p>
<p>Was den Klang betrifft, wollten wir mit etwas arbeiten, das etwas &#8220;natürlichere&#8221; Sounds mit einer kalten und toten Synthese aus perkussiven Klängen vermischt, gefiltert durch unterschiedliche Klangräume. Um das auf die Beine zu bringen, arbeiteten wir an zwei unterschiedlichen Orten.</p>
<p>Das war zum einen Bombanella Soundscapes, ein sehr gutes Studio/Soundlabor in der Nähe von Bologna, wo du mit benutzerdefiniertem Equipment arbeiten und zeitgleich analog und digital aufnehmen kannst, und wo wir uns darauf konzentrieren konnten, eine Menga an &#8220;Fake&#8221;-Sounds zu generieren. Auch wenn es vielleicht nicht das richtige Wort ist, haben wir vor allem versucht, hinter die Grenzen dessen zu gehen, was man als einen spezifischen Sound erkennt.</p>
<p>Der andere Ort war das Schloss Itri, eine schöne mittelalterliche Festung, wo wir 2010 schon die Gelegenheit hatten, auf dem Muviments Festival zu spielen. Das Festival (das zu unseren absoluten Lieblingsfestivals gehört!) wird von den Leuten von Brigadisco Records organisiert, die uns die Gelegenheit gaben, für künftige Aufnahmen im Schloss zu arbeiten. Es gibt dort schier unendliche Räume, und wir wählten den größten im letzten Trakt, um so das beste aus dem natürlichen Hall herauszuholen. Die Stimmen, die wir <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8415" title="fathermurphy2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy2-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a>dort aufnahmen, sind zusammen mit den Bläsern das einzige, das komplett ohne Effekte auskommt.</p>
<p>Es ist witzig, dass der erste, der uns empfohl, dort aufzunehmen, Arrington De Dyonyso war, nachdem wir eine Show zusammen in seiner Heimatstadt gespielt hatten. Wir waren nur ein paar Meter entfernt von den Dub Narcotics-Studios, dennoch erkannte er das Schloss in Itri als den richtigen Platz für uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Wie in vorherigen Veröffentlichungen spricht die Diversität der Musik für ein Interesse an den Möglichkeiten von Musikgenres, aber zugleich für eine Zurückweisung eines jeglichen Dogmatismus. Würdet ihr zustimmen?</strong></em></p>
<p>Ich stimme dem zweiten Teil absolut zu, Dogmatismus ist steril. Was die Möglichkeiten von Musikgenres angeht, wir sind eher interessiert daran, verschiedenartiges Input in eigene musikalische Stimmungen zu übertragen, als in Genres. Wir können nicht von vornherein abschätzen, wie das Input transformiert wird, und wie das am Ende klingt, und so arbeiten wir uns einfach immer näher und näher an die Impulse heran.</p>
<p><em><strong>Die beiden Seiten von „Pain“ sind so gedacht, dass man sie sowohl nacheinander als auch simultan abspielen kann, was zu einem anderen, aber nicht weniger kohärenten Werk führt. In den liner notes betont ihr die Wahl der Hörer, die Musik ihren eigenen Vorlieben entsprechend zu &#8220;vollenden&#8221;. Was war die grundsätzliche Idee dahinter? Würdet ihr sagen, dass eine zu passive Haltung ein Hauptproblem unserer Zeit darstellt?</strong></em></p>
<p>Die Idee soll mehr die Tatsache unterstreichen, dass die Leute einen Grund und vor allem das Recht haben, zu Wählen, aber auch dass dies mit einem Aufwand verbunden ist. Im Grunde laden wir die Leute einfach zum Mitmachen ein, während sie sich unserer Musik annähern, und so werden sie Teil des Vorgangs. Ich denke irgendwie nicht, dass es ein spezielles Problem unserer Zeit/Gesellschaft ist, weil es wahrscheinlich schon immer so war, aber allgemein gesprochen kann ich es nicht leiden, wenn ich die Qual der Wahl haben. Ich treffe gewiss die falsche Wahl und kann dann nur mir selbst die Schuld geben.</p>
<p><em><strong>In welchem Maß beeinflusst die politische Situation in Italien eure Musik?</strong></em></p>
<p>Es ist unmöglich, nicht durch die Umwelt beeinflusst zu sein, in der du lebst, manchmal bahnt es sich seinen Weg durch die unterschiedlichsten Ausdrucksweisen. Wir tun aber alles, um dies möglichst auf das allerbasalste zu begrenzen. Father Murphys Welt ist ein Mittel, der realen Welt zu entkomen, auch wenn es ebenfalls von dieser beeinflusst ist.</p>
<p><em><strong>Einige eurer Stücke (z.B. “Go sinister“) haben einen beinahe religiösen, metaphysischen Beiklang. Sind das Aspekte, die ihr mit eurer Musik erreichen wollt?</strong></em></p>
<p>Wenn wir unsere Musik komponieren, beschäftigen wir uns andauernd mit Zweifeln, es gibt lange und tiefe Reisen ins unser Selbst. In dieser Abwärtsspirale, selbst wenn du dir vorgenommen hast, abzusteigen, brauchst du immer ein wenig Licht an deiner Seite. Manchmal fühlen wir, dass jeder Klang, den wir hervorbringen, an ein tiefes, uns eigenes Gefühl von Religiosität gebunden ist.</p>
<p>In manchen Track übertragen wir diese Gefühle von Religiosität mehr als in anderen in die Sounds.</p>
<p><em><strong>Ihr schreibt ja, dass ihr den &#8220;Sound der katholischen Idee von Schuld&#8221; verkörpert. Denkt ihr also, dass in euren Arbeiten auch eine schwierige Konfrontation stattfindet mit euren christlichen Erbe und dem eures Landes?</strong></em></p>
<p>Ununterbrochen. Es ist stark verwurzelt in unserer Kindheit. Father Murphy ist unser Weg, das auszudrücken, die Zweifel auszudrücken, die konsequente Schuld, aber vor allem ist es ein Weg, all diese Gefühle zu repräsentieren, um ihnen einen Namen zu geben, der nur mit uns zu tun hat. Und das ist der Punkt, an dem wir heretisch sein mussten, um eine eigene Religiosität zu finden, weil wir nicht mehr an die Religionen glauben konnten, aber zugleich immer noch das religiöse Gefühl haben.</p>
<p>Was die Konfrontation mit unserem Herkunftsland betrifft, Italien ist ein großartiges Land, wo man eine gewisse Zeit verbringen kann, aber absolut keines, um dort zu leben. Dies brachte uns dazu, mehr und mehr Energie in unsere Musik zu stecken. Unter diesem Gesichtspunkt hat uns Italien sicher dabei geholfen, das zu tun was wir tun.</p>
<p><em><strong>Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber es scheint, als ob Religion heute zurückkehrt aus den unterschiedlichsten Ecken und in allen Größen und Formen. Seht ihr eine solche Entwicklung auch?</strong></em></p>
<p>Leute haben immer in der Religion nach Hilfe und Zuflucht gesucht, vor allem, wenn sie das Andere fürchteten (im Sinne von anderen Menschen, als auch im Sinne des Anderen an sich = des Unbekannten). Ist dies der Fall, dann wächst auch die Abwesenheit von Empathie. Ich denke, dass jeder von uns das kennt, diese Situationen, in denen die Abwesenheit von Empathie wächst. Ich denke, dass sich jeder von uns in verschiedenem Maß und zu unterschiedlicher Zeit mit seiner eigenen persönlichen Leere beschäftigen muss, und wenn es soweit ist, sind Religionen in der Regel da, um zu Zeigen, wie man dies macht.</p>
<p><em><strong>In einer Besprechung eurer Labelkollegen Mamuthones in The Wire werdet ihr ebenfalls erwähnt, der Autor bezeichnet euch beide als “Italiens erste okkulte Psychedeliker“. Ist das ein Schlagwort, mit dem ihr leben könnt, bzw. etwas, das eure Musik angemessen repräsentiert?</strong></em></p>
<p>Schlagworte werden dazu benötigt, Dingen Namen zu geben. Ich mag sie nicht unbedingt, aber ich sehe auch ihren Nutzen. &#8220;Okkult&#8221; und &#8220;Psychedelia&#8221; sind Begriffe, die beide unsere Arbeit irgendwie/allgemein beschreiben können. Der beste Weg allerdings, ist, direkt zur Quelle zu gehen, und das ist immer die Musik.</p>
<p><em><strong>Diese Frage ist ziemlich nah an der vorherigen: Über &#8220;Italian occult psychedelia“ wurde mittlerweile viel geschrieben, und einige betrachten das Phänomen als Italiens Gegenstück zu &#8220;Hauntology&#8221;, nur wesentlich dunkler und weniger poppig. Denkst du, dass das stimmt, und wenn ja, wie würdest du es erklären, dass die Musik einiger so bezeichneter Künstler etwas derart Düsteres und Verstörendes an sich hat?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy42.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-8421" title="fathermurphy4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy42.jpg" alt="" width="249" height="376" /></a>Ich denke &#8211; wenn ich einmal von mir und einigen Bekannten ausgehe, die unter diesem Label gefasst werden &#8211; dass ein gemeinsamer Hintergrund unsere Herangehensweise an Musik beeinflusst hat. Wir sind alle zirka um die 30/40 Jahre alt, wir verbrachten unsere Jugend in einer Gesellschaft, in der die Angst vor einer nuklearen Kathastrophe zwar zurückging, aber immer noch da war, einer Gesellschaft mit immer noch rigiden katholischen Normen und Heuchelei. Wir haben eine gemeinsame Angst und zugleich Faszination gegenüber dem Tod und eine ähnliche Liste an Orten (mentale ebenso wie physische), um uns zu verstecken.</p>
<p>Es stimmt, wir alle hörten uns die Soundtracks zu den Giallo-Filmen der 70er an, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich, dass ich noch besessener war von italienischen Jingles und den Soundtracks japanischer Zeichentrickserien, als von Goblins. All dies hatte einen starken Beigeschmack des Scheiterns, als ob Helden die einzige Hoffnung auf bessere Zeiten wären, wohl wissend, dass dies nicht ausreichen würde.</p>
<p>In Italien schleppen wir immer noch die Dekadenz des Römischen Reiches mit uns herum, und dies ist eine schwere Bürde, die jede mögliche Wende erstickt &#8211; mit einem falschen und dummen Stolz, und mit Faulheit. Und Bigotterie ist dort immer noch weit verbreitet.</p>
<p>Ich denke, dass die Künstler in diesem Millieu die Musik als ein Medium gewählt haben, um sich vom Alltag abzugrenzen, um sich selbst zu isolieren und eine notwendige und stimulierende Alternative zu schaffen. Meist passierte das, wenn man andere Kumpanen getroffen hat, um einfach zusammen etwas zu spielen und zu sehen, wie die Tage kommen und gehen. Aber sobald die meisten dieser Bands zu touren anfingen, wurden sie auf ganz ähnliche Situationen um sie herum aufmerksam und erlangten nach und nach ein Bewusstsein dafür, was man dann auch in der Musik hören konnte. Sie hinterlassen ihre eigenen merkwürdigen Spuren, indem sie ihr Leben leben und gerade durch diesen Drang ihren eigenen Ort finden.</p>
<p><em><strong>Ihr schreibt, dass ihr gerne auf den “Grund der Höhle geht, um dann [...] noch tiefer zu graben“. Habt ihr euch schon mal in einer Situation wiedergefunden, wo ihr das Gefühl hattet, zu tief gegraben zu haben?</strong></em></p>
<p>Schuldgefühle treiben mich zum Graben an, wenn ich das Gefühl hatte, zu tief gegraben zu haben, dann weil ich die Schuld gefunden hatte. Der Schuld gegenüber zu stehen offenbart all meine Grenzen, vor allem dann, wenn es mir schwer fällt, die Verantwortung dafür zu übernehmen.</p>
<p><em><strong>Spielt die “No room for the weak“-EP auf Joy Divisoins “Day of the Lords“ an?</strong></em></p>
<p>Ja, das tut sie. Einer meiner ewigen Lieblingssongs. Wir hatten einmal die Gelegenheit, den Song live zusammen mit Deerhoof und Xiu Xiu zu spielen, alle zusammen auf der Bühne. Als Jamie diese Zeile sang, zeigte er auf mich und reichte mir das Mikrophon. Es ist eine meiner Lieblingserinnerungen aus all unseren Konzerttouren.</p>
<p><em><strong>In euren Internetauftritten erwähnt ihr eine Reihe an Musikern als Einflüsse. Wie (und wie direkt) funktioniert Inspiration bei euch, und kann es manchmal auch eine Last sein? Gibt es Momente, wo ihr andere Musik leisedrehen müsst, um kreativ zu sein?</strong></em></p>
<p>Ich zitiere hier direkt von unserem geschätzten W.S. Burroughs: „Aus den Toiletten und in die Museen, Bibliotheken, Baudenkmäler, Konzerthallen, Buchhandlungen, Ton- und Filmstudions der Welt hinein. Alles gehört dem inspirierten und engagierten Dieb. Alle Künstler der Weltgeschichte, von den Höhlenmalern bis Picasso, alle Poeten und Schreiber, die Musiker und Architekten, bieten ihre Werke an, bedrängen ihn wie Straßenhändler. Sie flehen ihn aus den gelangweilten Köpfen der Schulkinder, aus den Kerkern unkritischer Ehrfurcht, aus toten Museen und staubigen Archiven heraus an. Bildhauer strecken ihre Kalkarme aus, um die lebenspendende Transfusion zu erhalten, während ihre abgeschlagenen Glieder Mister America aufgepropft wurden. Mais le voleur n&#8217;est pas presse&#8217; &#8212; der Dieb hat keine Eile. Er muss sich selbst der Qualität der Ware und ihrer Zweckmäßigkeit versichern, bevor er die große Ehre und den Segen seines Diebstahls erhält.“</p>
<p>Und wenn wir kreativ sein müssen, werden wir sogar noch durstiger nach neuen Einflüssen!</p>
<p><em><strong>Auf der oben erwähnten EP interpretiert ihr &#8220;There is a war&#8221; von Leonard Cohens (einem Künstler, in dessen Werk Spiritualität durch all die Jahrzehnte seiner Karriere zu finden ist). Habt ihr den Song wegen der Lyrics, der Musik oder beidem ausgewählt?</strong></em></p>
<p>Ich würde sagen wegen beidem. Wir verwendeten allerdings nur ein paar Zeilen aus den Lyrics, und wir veränderten sie ein wenig. Es war der erste Song, bei dem Ving Ngo (der Künstler, der sich um all unsere Plattencover und Bilder kümmert) mit uns sang.</p>
<p>Ich finde Leonard Cohens Original unheimlich obsessiv mit dem Rhythmus, der sich im Hintergrund aufbaut, während seine Stimme fast zurückhaltend ist, bis zu dem Punkt, wenn der besungene Krieg ausbricht, und er gar nicht berührt davon ist. Unsere Idee war, unser Cover mehr als ein Mantra zu gestalten, um die Leute dazu zu bringen, durch einen Rückfall in den Krieg ein tieferes Bewusstsein zu erlangen. Der Taxt sagt „going back“, als wäre der Krieg eine permanente Situation, an die wir bloß die Erinnerung verloren haben.</p>
<p><em><strong>Manche Musiker machen eine starke Unterscheidung zwischen dem Aufnehmen und der Performance. Hat eines von beidem eine größere Bedeutung für euch?</strong></em></p>
<p>Wir lieben das Auftreten, aber wir lieben ebenso das Aufnehmen. Wir schätzen den Prozess des Abmischens nicht so sehr, weshalb wir angefangen haben, mit Greg Saunier zu arbeiten. Wenn wir mit den Aufnahmen fertig sind und eine kleine Vorabmischung fertig haben, schicken wir alle Tracks zu ihm und warten die Ergebnisse ab. Es begann, weil wir es uns nicht leisten konnten, für die Abmischung nach NYC zu fliegen, aber so mögen wir es dann auch. Wir sind sicher, das Greg weiß, wo er unsere Sounds anbringt. Und wir lieben die Vorstellung, jemandem all unser Vertrauen entgegen zu bringen.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/uLoMiPI2Pu4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ihr habt gerade in Italien, Frankreich und auf der Iberischen Halbinsel gespielt. Wie waren eure Erfahrungen?</strong></em></p>
<p>Wir haben gerade neun Wochen Tournee durch ganz Westeuropa hinter uns. Es hat Spaß gemacht, und es war das erste mal, dass wir als Duo zusammen gespielt haben.</p>
<p>Manchmal denke ich, dass Touren schon das ist, was wir am besten können. Irgendwie vergessen wir dabei, wo wir herkommen im alltäglichen Sinne, und alles dreht sich ums Schlafen und ums gut Essen, darum stark und vorbereitet zu sein für die nächste Performance, wo wir dann mit uns selbst beschäftigt sind und unserem Versuch, etwas durch unsere Musik zu kommunizieren.</p>
<p>Wir haben nun drei Wochen Ost- und Mitteleuropa vor uns, danach geht es für sieben Wochen in die Staaten und nach Kanada. Nach dem Sommer dann sogar nach Mexico. Wenn das alles vorbei ist, unterhalten wir uns über all das Feedback und fangen wieder von vorn an.</p>
<p><em><strong>Dummer Vittorio Demarin hat vor kurzem die Band verlassen. Welche Veränderungen bringt das mit sich?</strong></em></p>
<p>Der Hauptunterschied besteht wohl unterm Strich darin, dass wir uns entschieden haben, „implosiv“ zu werden statt „explosiv“. Als Duo graben wir nun tief in uns hinein, werfen alles in die Mitte und versuchen, rein voreinander zu stehen: Die Live Performances werden persönlicher, man merkt, wie etwas passiert bzw. sich materialisiert in der Mitte, in dem Raum auf der Bühne zwischen uns beiden.</p>
<p><em><strong>Macht ihr schon Pläne für neue Aufnahmen und weitere Aktivitäten?</strong></em></p>
<p>Neben all dem Touren arbeiten wir gerade an einem neuen Album, das wir im Mai aufnehmen werden, auf dem Höhepunkt unserer Tour in New Mexico zusammen mit dem Gitarristen von Deerhoof (und Powerdove und Gorge Trio&#8230;), John Dieterich. Wir können die Arbeit mir ihm kaum erwarten, er hat so frische Ideen zu unserem Sound, er ist ein großer Fan davon, keinen Amp für eine Gitarre zu benutzen. Er hat uns immer unterstützt, seit wir einmal eine Show zusammen in der Bay Area hatten, wo er Gitarre für unsere geliebte Carla Bozulich spielte. Greg Saunier (wieder Deerhoof) wird den Mix machen. Es bekommt den Titel &#8220;Croce&#8221;, was auf Italienisch &#8220;Kreuz&#8221; heißt. Wir haben uns für den italienischen Titel entschieden wegen des Klangs, wie lieben den Klang des harten &#8220;c&#8221; und des &#8220;r&#8221;. Und weil es eines der Wörter ist, die du in diesem Land am meisten hörst. Sind wir ein bisschen besessen? Definitiv!</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Bandfotos: Elena Toniolo, Visuelle Bearbeitung: Caratteri Nobili, Sara Xiayu</p>
<p><a href="http://fathermurphy.bandcamp.com/">Father Murphy @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/fathermurphyband">Father Murphy @ Facebook</a></p>
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		<title>I believe each one of us has to deal with a personal void. Interview with Father Murphy</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2014 06:06:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Father Murphy exist now for more than a decade, and it took a couple of years until the German media (including folks like us) really took notice of you. What can you tell us about those early years? Which were &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-with-father-murphy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/fathermurphybirch2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8530" title="fathermurphybirch" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/fathermurphybirch2.jpg" alt="" width="843" height="519" /></a>Father Murphy exist now for more than a decade, and it took a couple of years until the German media (including folks like us) really took notice of you. What can you tell us about those early years? Which were the impulses and circumstances that lead you to form the band?</strong></em></p>
<p>We spent those early years as if we were a weird combo/tribute band for two of the projects we love the most, Syd Barrett and Os Mutantes. The impulses were mostly an expressive urge, together with the idea of leaving a track. We were younger, but we were somehow afraid of Death. Now that we’re growing old, we’re finding ourselves more at peace, as if we were somehow medias for reproducing sounds already existing in Nature, but giving clues in order to digest those sounds and atmosphere differently.</p>
<p>We recorded “&#8230;And He told us to turn to the Sun“ thinking it could have been a possible last Father Murphy album, kind of a requiem for the years we did spend together. We found out we were just starting over with our lives as one whole thing together with the music we were trying to reproduce.</p>
<p>Back then, different paths led us toward the same point, so we decided it was time to take notice of coincidences, like if they were signs pointing at different options/routes/possibilities to take. It was time to take a side, and we started repeating endlessly to ourselves: never forget you have a choice. Never hesitate, doubts are more beautiful after you choose than before.</p>
<p><em><strong>If you were in other bands before, how did they sound and what kind of traces have they left in Father Murphy?</strong></em></p>
<p>The few experiences there have been before were useful because we met people who taught us how important is the attitude behind your work. I believe, for me, the most notable trace is the idea to not use amps but simply plug everything into the mixer. Instead of working on a proper amp sound we decided to go for a dead and long/almost fake guitar/organ sound.</p>
<p>It wasn’t only a teenage kick, the push we felt for doing music, those unsatisfying first experiences urged us to find other possible ways to express ourselves.</p>
<p><em><strong>You have to tell us if you are really named after the NBC-series of the same name or – which may be more likely – after the notorious priest Father Lawrence Murphy who was able to abuse many childen as his actions were covered up by the church for a very long time.</strong></em></p>
<p>That’s a question we’re asked often&#8230; Actually, for none of these reasons. Our name comes from a short story by William Seward Burroughs, released as 10“ with soundtrack by Kurt Cobain, titled „The Priest they called him“. It’s a nice piece, typically Burroughs, and I think Cobain was very happy when he had the chance to work with one of his idols. For us as well, the name Father Murphy was a way to express gratitude to two of our youth idols, and at the same time to quote one of the main influences in our life/music, being that the fact we were born (Catholic) Christian.</p>
<p><em><strong>Is there a seperation of roles inside the band, which goes beyond the playing of certain instruments &#8211; let&#8217;s say in the way how you write, compose or improvise songs?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy11.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8423" title="fathermurphy1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy11-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a>Starting from „&#8230;and He told us to turn to the Sun“ we began to work first on the songs‘ atmospheres, and only after that on songs‘ notes. Each release is a concept, a different step in Father Murphy&#8217;s downward spiral to reach something, the truth maybe, or, better, a method to follow in order to live a respectful and truthful life. From the Heresy to the latest concept on Failure, we’ve been working starting mostly from inputs related to sounds, in peculiar situation, for then trying to describe a peculiar atmosphere, or to make something like a conversation among us understandable/clear to the listener as well. In every little step we always tried to follow signs around us, trying to find inputs about which way to go. I may have been, mostly at the beginning, the media from this world and the other in order to do so, but since C.Lee joined me in the first real level of work on new compositions, I have to confess I find everything more harmonic and less artificial, which is weirdly good because, at the same time, we like the idea of going artificial with our music, as imitation of things and sounds that already exist.</p>
<p><em><strong>You once mentioned in an interview that you would find it hard to imagine Father Murphy without lyrics/vocals. What role do words/the singing play in the overall concept of the band?</strong></em></p>
<p>Singing is like praying ten times, someone said. It may even be a quote from the Bible, not sure (so sorry for showing how bad my memory is turning to be). We want to use our voices as instruments, they’re the first way to espress sounds with our bodies. Even if sometimes words are mostly sounds, they still have a meaning. And we choose carefully each word that we sing. We mean everything we say. There are only few examples of movements of ours with no words nor vocals, mainly because we felt a lack of voices was needed, or because a different media was used to fake a voice or such (like the horns in „Let the Wrong rise with you“ that in our minds are Angels‘ voices).</p>
<p><em><strong>In my opinion, it&#8217;s hard not to regard Father Murphy as a universe of it&#8217;s own, as a narrative in episodes that step by steps creates an own parallel microcosm. If Father Murphy were a movie or novel, how would you imagine it to be?</strong></em></p>
<p>Cyclically a new writer become a referential writer for us, besides Burroughs that we consider something like our guardian angel. This happened with Don Delillo, with Cormac McCarthy, and, recently, with Ballard. I answer to your question right after C.Lee and I read 14 Ballard books in a row, so I would say I imagine Father Murphy to be a summa of characters you can find in Ballard’s <em>The Crystal World</em> and <em>The Drowned World</em> playing in a Cormac McCarthy idea of Nature scenario..</p>
<p><em><strong>Would you say that the band is a role play for the members, stricty seperated from your other activities, or are you always somehow Father Murphy?</strong></em></p>
<p>Father Murphy in recording sessions is us trying to use different sounds in order to describe what we see and experience, being that around us or inside us. Father Murphy in live sets is us throwing up all the black tar we have pushed inside, in order to be better people, and to be honest in representing what we see around us. We are not sad people, but, even if we would love for everyone to have peace in their lives, this isn’t what we see (this last line is kind of a quote from a beautiful Will Oldham song). So, I’d say, somehow we’re always Father Murphy.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the development of your latest release „Pain Is On Our Side Now“, and for what reason did you choose this beautiful castle in Lazio for some of the recordings?</strong></em></p>
<p>„Pain Is On Our Side Now“ deals lyrically and sonically with our idea of Failure. It took us months to be able to summize what Failure means to us and how important it is for Father Murphy to find Failure at this point of his Path.</p>
<p>Sonically, we wanted to work with something that could mix more „natural“ sounds with a cold and dead synthesis of percussive sounds filtrated through different sonic rooms. In order to do so, we worked in two different places.</p>
<p>Bombanella soundscapes was one, a great studio/research lab nearby Bologna, where you can work with mostly custom machines and record simultaneously in analog and digital, and where we had the chance to focus on capturing more „fake“ sounds, even it’s probably not the right word, we basically tried to go beyond the boundaries of what you can recognize as a specific sound.</p>
<p>The other place was Itri Castle, an amazing medieval fortress where we had the chance to play for Muviments Festival in 2010. Now, the Festival (among our favourite festivals ever!) is run and organized by Brigadisco Records folks who offered us the chance to work in the Castle for future recordings. There are infinite rooms, and we chose the biggest in the last <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy21.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8424" title="fathermurphy2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy21-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a>floor, so to get the most out of the natural reverb. The voices we recorded there are the only tracks, together with the horns, that have no effects at all.</p>
<p>It is funny to think that the first one who suggested to record there was Arrington De Dyonyso, after playing together a show in his home town. We were playing just few meters away from Dub Narcotics studios, nonetheless he recognized the castle in Itri to be the right place for us.</p>
<p><em><strong>As in many releases before, the diversity of the music seems to speak for an interest in the possibilities of music genres, but at the same time for a disregard to any dogmatism. Would you agree?</strong></em></p>
<p>I absolutely agree with the second part of your sentence. Dogmatism is simply sterile. As for the possibilities of music genres, we’re more interested in translating different inputs into sonic atmospheres of our own than into musical genres. We can’t determine in advance how the imputs will be transformed and how they will sound, so our work goes by attempting to get closer and closer to those stimuli.</p>
<p><em><strong>The two sides of „Pain“ are conceived to be played in sequence or simultaneously, which leads to a different, but no less coherent work. In the liner notes you stress the choice of the listener to „finish“ the music according to her or his own preference. What was your basic idea behind this decision? Would you say that a too passive attitude is a major problem in today&#8217;s culture/society?</strong></em></p>
<p>The idea is to underline more the fact that people have the chance of choosing and the right of doing so, but that this comes with an effort. In a way it is only us asking people to participate while approaching to our music in order to become part of the process. Somehow though, I don’t know if it’s a major problem in today’s culture/society because it may have always been like this, but, generically speaking, I can’t stand when I have to suffer a decision. I‘d rather make the wrong choice, and have only myself to blame.</p>
<p><em><strong>To what extent does the political situation in Italy influence your music?</strong></em></p>
<p>It is impossible not to be influenced by the environment where you live, somehow it always filters through the most different way of expression. We are doing everything we can to limit this to the most basic though. Father Murphy&#8217;s world is a way to escape from the real world, even if it’s also influenced by that.</p>
<p><em><strong>Some of your tracks (so for instance “Go sinister“) nearly have a metaphysical/religious quality. Are these aspects that you want to achieve with your music?</strong></em></p>
<p>When composing our music, we constantly deal with doubts, there are long and deep journeys into ourselves. In this downward spiral, even if you’re bound for going down, you still need some light to be on your side. Sometimes we feel every sound we ever make will always be tied up to a deep feeling of religiousness which we feel to represent us.</p>
<p>In some tracks more than in others we translated those feelings or religiousness into sounds.</p>
<p><em><strong>You write that you are “the sound of the Catholic sense of Guilt“. Do you think that in your work/art there is a kind of constant confrontation with your Christian heritage and that of the country you were born?</strong></em></p>
<p>Constantly. It is rooted mostly in our childhood. Father Murphy is our way to express this, to express the doubts, the consequent Guilt, but, most of all, the journey to represent all these feelings, in order to give them a name for then owning them in our own way. And that’s the point where we needed to go heretical for finding a religiousness of our own, when we got to the point were you cannot believe in religions, but you still have the religious feeling inside.</p>
<p>As for the confrontation with the country where we were born, Italy is a great place to spend some time, but absolutely not a place to live. This made us spend more and more energies in doing music, so at least, under this point of view, living in Italy really helped us to do what we do.</p>
<p><em><strong>I don&#8217;t know if you agree but it seems that nowadays religion is returning from many different angles and in all shapes and sizes. Do you see such a development, too?</strong></em></p>
<p>People have always been trying to find help and shelter in religions, especially when they fear the Other (as other people and as other = unknown) and, when this happens, the lack of empathy also grows. I believe each one of us has to deal at different levels and in different times with a personal Void, and when it’s time to do it, religions are usually there, trying to tell you how to do it.</p>
<p><em><strong>In a review of your labelmates Mamuthones in The Wire you are mentioned with them and both of you are described as “Italy&#8217;s forermost occult psychedelians“. Is that a tag you can live with or which adequately represents what you try to do and achieve with your music?</strong></em></p>
<p>Tags are needed for people to give names to things. I don’t necessarily like them, but I see their importance. Occult and psychedelia are both terms that can somehow/generically describe our work. Of course then you need to go deeper. And the best way to do it is to go directly to the source, that’s always the music.</p>
<p><em><strong>This question is closely related to the last one: Much has been written about “Italian occult psychedelia“ and some consider it to be Italy&#8217;s counterpart to hauntology but much darker and with less poplike qualities. Do you feel that it&#8217;s true and if yes what would your explanation be why the music of some of the artists that bear that label has such a dark and disturbing quality?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy43.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-8425" title="fathermurphy4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/fathermurphy43.jpg" alt="" width="249" height="376" /></a>I believe, talking about me and people that I know tagged with this label, that the common background probably influenced our approach to music. We are mostly all around 30/40 years old, we spent our youth in a society where the fear of the nuclear disaster was decreasing but was still there, a society with still rigid catholic rules and hyprocrisy. We have a common fear/fascination of Death, a similar list of places (mental or physical ones) where to hide.</p>
<p>It is true, we all listened to the soundtrack music from the 70’s giallo horror music, but, being completely honest, I remember being more obsessed by the Italian jingles and soundtracks for Japanese cartoon series than by Goblins. There was a big sense of Failure in that, as if heroes were the only hope in brighter days, knowing though that it wouldn’t been enough.</p>
<p>In Italy we’re still tied up to the decadence of the Roman Empire, and this is a heavy feeling that soffocates any possible wind of change, because it starts from false and stupid pride, and from lazyness. And Bigotry is still huge down here.</p>
<p>I think the artists involved in this community chose music as a media to separate from their everyday life, in order to isolate themselves and to create a needed and stimulating alternative. Most of the times this happened when meeting other mates for simply playing and watching the days going in and out. But as soon as most of these bands started touring, the more they linked with similar situations around them, the more they created a unique (at least in one&#8217;s own experience) sense of consciousness, which can be heard in their music. It is peculiar, and it’s them leaving a track, living their life even through this urge of finding their own place.</p>
<p><em><strong>You also write that you like to go to the “bottom of the hollow, and then dig[...] even deeper“. Have you ever found yourselves in a situation when you felt that you had indeed dug too deep?</strong></em></p>
<p>Feelings of Guilt pushed me digging hard, when I felt I went too deep it was because I found the Guilt. Meeting the Guilt showed all my limits, mostly when I had hard time in taking responsibility for it.</p>
<p><em><strong>Does the “No room for the weak“-EP allude to Joy Divisoin&#8217;s “Day of the Lords“?</strong></em></p>
<p>Yes, it does. One of my favourite songs ever. We had the chance once to play it live with Deerhoof and Xiu Xiu, all together on a stage, when Jamie got to that line he pointed at me and then handed over the microphone. It’s one of my favourite memory of all our touring seasons.</p>
<p><em><strong>On your „social media“ you name a number of musicians as influencial. How (and how direct) does inspriation function for you, and can it also sometimes be a burden? Are there moments, when you have to turn down other music, to be creative?</strong></em></p>
<p>I directly quote our dear W.S. Burroughs here, „Out of the closet and into the museums, libraries, architectural monuments, concert halls, ,bookstores, recording sudios and film studios of the world. Everything belongs to the inspired and dedicated thief. All the artists of history, from cave painters to Picasso, all the poets and writers, the musicians and architects, offer their wares, importuning him like street vendors. They supplicate him from the bored minds of school children, from the prisons of uncritical veneration, from dead museums and dusty archives. Sculptors stretch forth their limestone arms to receive the life-giving transfusion of flesh as their severed limbs are grafted onto Mister America. Mais le voleur n&#8217;est pas presse&#8217; &#8212; the thief is in no hurry. He must assure himself of the quality of the merchandise and its suitability for his purpose before he conveys the supreme honor and benediction of his theft.“</p>
<p>And when we need to be creative, we become even more thirsty of new inputs!</p>
<p><em><strong>On that EP mentioned above you covered Leonard Cohen&#8217;s (an artist in whose work spirituality can be found thoughout the decades of his career) “There&#8217;s a war“. Did you choose to cover that song for its lyrics or music or both?</strong></em></p>
<p>I would say both. We took only a few lines of the lyrics though, and we changed them a bit. It was the first song where Ving Ngo (the artist who takes care of all our covers and imaginery) sang with us.</p>
<p>I find Leonard Cohen&#8217;s original version to be very obsessive with the rhythm that buils up in the back, and his voice being almost reluctant, to a point where the War of the title is there but in a way he’s not affected by at all. Our idea was our cover to be more like a mantra to push people get to a deeper consciousness through going back to the War. The Lyrics say „going back“, as if the war was a permanent situation of which we only lost memory.</p>
<p><em><strong>Some musicians make a strong divide between recording and performing. Has one of both a stronger significance for you?</strong></em></p>
<p>We love performing, but we also love to work on records. We’re not that fond of the mixing process though, that’s why we started working with Greg Saunier. Now, once we’re done with the recording and after doing a quick pre mixing, we send all the tracks to him, and we wait to hear the results. It started like that because we couldn’t afford to fly to NYC for the mixing process, but it’s something we love now. We are sure Greg knows where to bring our sound. And we love the idea of putting all our trust on someone else.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/uLoMiPI2Pu4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>You have recently played in Italy, France and the Iberian peninsula. How were your experiences?</strong></em></p>
<p>We just completed a 9 weeks tour all around Western Europe. We had fun, it was the first time we were experincing the live shows as duo.</p>
<p>Sometimes I think touring is becoming the thing we do best. We forget somehow where we come from in terms of daily life, and everything seems to point to sleeping and eating well, be strong and ready each night for a new performance, where it is us dealing with ourselves and our attempt to comunicate something with our music.</p>
<p>We are facing now 3 weeks around Eastern and Central Europe, for then going 7 weeks to United States and Canada. After the Summer even Mexico. Once all the touring will be done we will talk about all the feedback, and we’ll start again from there.</p>
<p><em><strong>Dummer Vittorio Demarin has recently left the band. What kind of changes does this mean for your music and performance?</strong></em></p>
<p>The main difference, overall, is probably that we decided to go „implosive“, instead of „explosive“. As duo now we dig deep down into ourselves, we then throw up everthing in the middle, and we try to go clean one in front of the other. Live performances became somehow more personal, you can feel there is something happening/materializing in the middle, in that space on stage between thee two of us.</p>
<p><em><strong>Are you already making plans for new recordings or other activities in the nearer future?</strong></em></p>
<p>Besides all the touring, we’re now working on a new album which we’ll be recording in May in a hiatus of the tour in New Mexico with Deerhoof guitarist (and Powerdove and Gorge Trio&#8230;) John Dieterich. We can’t wait to work with him, he has so fresh ideas about our sound, he’s a big fan of not using an amp for the guitar, and he’s always supported us since we did a show together in the Bay Area where he was playing guitar with our beloved Carla Bozulich. Greg Saunier (Deerhoof again) will be mixing it. It’ll be titled Croce, that in Italian means Cross. We decided to go for the Italian title because of its sound, we love the sound of the strong C and R together. And because it’s one of the words you hear the most in this country. Are we a bit obsessed? Of course!</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Band photos: Elena Toniolo, post production Caratteri Nobili, Sara Xiayu</p>
<p><a href="http://fathermurphy.bandcamp.com/">Father Murphy @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/fathermurphyband">Father Murphy @ Facebook</a></p>
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