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	<title>African Paper &#187; Les Rita Mitsouko</title>
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		<title>NOUVELLE VAGUE: Coleurs sur Paris</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/nouvelle.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-841" title="nouvelle" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/nouvelle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich bekenne mich schuldig, auch ich gehöre zu denen, die NOUVELLE VAGUE bereits öffentlich als abgenudelt bezeichnet haben. Es ist aber auch schwer, mit einem so griffigen und eingängigen Konzept wie ihrer Neuinterpretation von Eighties-Songs im Easy Listening-Stil aufzuwarten, ohne irgendwann die Frage aufzuwerfen, wann es denn nun mal etwas anderes geben wird. Es ist schlicht zu originell um es mehrmals hintereinander mit dem gleichen Begeisterungseffekt zu machen. Und dennoch lässt sich die Musik der Band auch in der vierten Runde noch irgendwie mögen.<span id="more-191"></span></p>
<p>Im letzten Jahr kündigte das Projekt um Marc Collin und Olivier Libaux einen konzeptuellen Kurswechsel an, was man sich aber dann wohl erst noch mal anders überlegt hat. Auf den drei bisherigen Alben coverten die Franzosen mit ihren ausgewählten Sängerinnen hauptsächlich englischsprachige (am Rande aber auch deutsche) Gassenhauer von den späten 70ern bis in die frühen 90er, machten weder vor den DEAD KENNEDYS noch vor JOY DIVISION halt, dekonstruierten BLONDIE und GRAUZONE in Bossanova-Manier, machten Lounge-Pop aus den unsterblichen Überresten von BAUHAUS und THE CURE, drehten DEPECHE MODE wie P.I.L. durch einen Fleischwolf aus Sommer, Sonne, Cabrio. Kaum ein Hit der Punk’n Wave-Ära war vor ihnen sicher, aber man muss ihnen zugute halten, dass der Stil ihrer Neuinterpretationen über die Jahre an Variationsbreite gewann, so gab es dann folkige Elemente und Ausflüge in die Welt von Electronica und Ska, die stets griffig waren und zum Tanzen und Mitsingen einluden. Ebenfalls griffig war auch das Wortspiel um den Bandnamen – Nouvelle Vague, New Wave, Bossa Nova heißt jeweils Neue Welle. Zu ihren größten Leistungen zählt, dass die Band auch immer wieder ein paar kaum bekannte Geheimtipps in ihr Sammelsurium integrierte und so erstmals einem etwas größeren Publikum näherbrachte.</p>
<p>Dass die Popgeschichte des eigenen Landes bei all dem fast unter den Tisch fiel, wurde den beiden wohl noch auf letzter Minute bewusst, und so war dann mit „Coleurs sur Paris“ noch ein weiteres Sequel geboren. Beim Anhören der zwölf Stücke wurde mir wieder einmal bewusst, wie schwer französische Popkultur zuweilen bis in unsere Breiten vorstößt. Es mag nicht für alle Kinder der 80er gelten, aber im Unterschied zu den anglophilen Vorgängeralben waren mir bislang nur drei der Songs im Original bekannt. Interessanterweise zählen dann auch gleich zwei der mitreißendsten Stücke des Albums dazu, nämlich „Marcia Baila“ von LES RITA MITSOUKO und „L’Aventurier“ von INDOCHINE. Ersteres verdankt seinen Verve zum großen Teil dem betont abgehalfterten Gesang von Gastsängerin Adrienne Pauly, aber auch ein paar rumpelige, bongoartige Drums und eine fetzige Gitarre sorgen für ein treibendes, beatlastiges Sixties-Flair – Komponenten, die dem ursprünglich sehr schrillen Song eine spürbare Erdung verpassen. Indochines stakkatohafte Hommage an den klassischen Abenteurer wird, wie oft bei Nouvelle Vague, wesentlich entspannter präsentiert. Helene Noguerras gehauchte Vocals und der sanfte Hintergrundgesang eines Brummbären namens Louis-Ronan Choisy bekommen allerdings Unterstützung durch kernige Gitarrenriffs, die selbst in diesem Rahmen dem Postpunk zu huldigen wissen.</p>
<p>Auch Charlie Winstons Version von KAS PRODUCTS “So Young But So Cold” rockt noch recht ordentlich, während der Rest der CD von Songs zum Zurücklehnen und den Winter vergessen geprägt ist. “Amoureux Solitarie”, im mädchenhaften Original von LIA einer der weiteren auch hierzulande bekannten Songs, fällt in diese Kategorie – mit Unterstützung von Hugh Coltman wurde der Song in eine unbeschwerte Ballade verwandelt. Mit Vanessa Paradis als prominenter Gastsängerin entführt „Week-end à Rome“ in einen Römischen Sommer und evozieren eine Welt aus Sehnsucht und Frohsinn herauf, die typisch für eine augenzwinkernd unbekümmerte Jetset-Kultur war, die es so nur in den Jahren um 1970 gab. Astrud Gilbertos Bossa Nova-Klassiker, aber auch Martinis, Brigitte Bardot, Sean Connery als unübertroffener Agent im Auftrag ihrer Majestät, Jess Franco in seinen besseren Filmen – eine Welt, die in dieser Stilsicherheit nie wieder Mainstream sein wird, nur noch Zitat, liebevoll selbstironisch vorgebrachte Pose von Leuten, die wissen, was zu retten wert ist. Einige Songs fallen ein wenig aus dem Rahmen, aber nur so stark, um diesen nicht zu sprengen. Dazu zählt das von Jungsschwarm Olivia Ruiz auf Spanisch gesungene „Mala Vida“ und das etwas experimentellere „Voila les Anges“. Mit beinahe traurigem Tonfall wird der Song durch einen wabernden Klangteppich eingeleitet, der Gesang von Beatrice Martin alias CEUR DE PIRATE dringt etwas verfremdet aus den Boxen, bis dass der Song sich voll entfaltet und poppig bis allzu poppig seinem Ende entgegenschallt.</p>
<p>Nouvelle Vague erfinden sich auch durch die sprachliche Wandlung nicht neu, und doch vermögen sie einiges. Sie inspirieren einen, sich endlich mal in die Welt der französischen Achtziger hineinzuknien, und haben mit „Coluers sur Paris“ eine nette, aber nicht allzu nette Konsensplatte geschaffen, die über den Winter hinwegtröstet – eine gute Alternative für alle, die nicht täglich „Somewhere Over The Rainbow“ als Sunshine-Reggae hören wollen. (U.S.)</p>
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		<title>LAETITIA SADIER: The Trip</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer den Namen Laetitia Sadier hört, denkt zunächst an STEREOLAB, jene experimentierfreudige Londoner Band, die mit als erste den Stempel „Post Rock“ verpasst bekam und sich bereits durch eine Gemeinschaftsarbeit mit NURSE WITH WOUND verdient gemacht hatte. Zu Beginn der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/laetitia-sadier-the-trip/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sadier.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-856" title="sadier" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sadier-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer den Namen Laetitia Sadier hört, denkt zunächst an STEREOLAB, jene experimentierfreudige Londoner Band, die mit als erste den Stempel „Post Rock“ verpasst bekam und sich bereits durch eine Gemeinschaftsarbeit mit NURSE WITH WOUND verdient gemacht hatte. Zu Beginn der 90er wurde die Band nämlich von Sadier und ihrem damaligen Partner Tim Gane aus der Taufe gehoben, und ihr etwas spröder Gesang galt seither als eines der Markenzeichen der Band. <span id="more-175"></span>Nach fast zwanzig Jahren legte die Gruppe letztes Jahr ihre Aktivitäten auf Eis, und auch Sadiers kurz zuvor gegründetes Seitenprojekt MONADE verkündete schon kurz darauf das Ende seiner Schaffenszeit. Mit „The Trip“ liegt nun das erste offizielle Soloalbum der gebürtigen Französin vor.</p>
<p>Ihre neuen Songs stellte Sadier erstmals vor einigen Monaten vor, indem sie einem neugierigen Konzertpublikum einige auf das Allerwesentlichste, nämlich E-Gitarre und Gesang, reduzierte Versionen ihrer neuen Songs präsentierte. Das Album allerdings wurde mit einer fünfköpfigen Band eingespielt, die dem Resultat eine satte, aber keineswegs überladene Materialität verpasst hat. Was stilistisch dabei herauskam, hat ein bisschen was von der leicht unterkühlten Version des „Pop für den Sommer“, versprüht einen wohlig-entspannten, aber nicht wirklich oberflächlichen Easy Listening-Charme, der allenthalben zitathaft wirkt, da der „alternative“ Hintergrund und die „sophisticated aura“ der Sängerin doch alle paar Takte zu spüren sind.</p>
<p>Um einem Eindruck entgegen zu wirken: „The Trip“ ist keineswegs kopflastig, die elf Songs passen eben vom Flair sehr gut in eine Zeit, in der loungiger Pop und Morricone-Scores mit dem einen obligatorischen Ohrwurm-Song eher von einem studierenden Indie-Publikum goutiert und verkultet werden, statt wie in ihrer Entstehungszeit als bloßes Entertainment zu gelten, und es tut der Leichtigkeit der Kompositionen keinen Abbruch. Gelungen konterkarierend wirkt dagegen die Tatsache, dass das Album in textlicher Hinsicht alles andere als nur netten Pop zu bieten hat. Viele der Stücke haben einen ausgesprochen persönlichen Charakter und sind von ernster Thematik, nämlich der Reflexion über den frühen Tod von Laetitias jüngerer Schwester Noelle. Einige der Songs behandeln das Thema sehr direkt, wie das fast punkig-treibende „One Million Year Trip“, andere wiederum sind sehr bildreich, wie etwa „Fluid Sand“ oder das berührende „Statues Can Bend“.</p>
<p>Sadier wirkt jedoch selbst in ihren ernsthaftesten Momenten kaum bitter, verknüpft Ehrlichkeit mit Daseinsfreude und trifft dabei mit ihrer leicht ins Herbe tendierenden Stimme immer den rechten Ton. Sternstunden der Populärkultur kommen ihr da als Referenzmaterial gerade recht, und LES RITA MITSOUKOs funkiger Tanzflächenfüller „Un Soir Un Chien“ fügt sich als Cover ebenso passend ein wie das mir unbekannte „By The Sea“ von WENDY &amp; BONNIE. Viele der Songs umweht dank des Gitarrenanschlages ein relaxter Bossa Nova-Charme, vielleicht beabsichtigt, vielleicht auch nicht, und mehr als einmal musste ich an eine ASTRUD GILBERTO in schwarzweiß und leicht verschwommen denken.</p>
<p>Eine empfehlenswerte Pop-Platte, die gerade zur rechten Zeit erscheint, in der die Vorboten des Herbstes längst vor den Toren stehen und die sommerliche Fülle ihre letzten Bastionen hält. (U.S.)</p>
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