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	<title>African Paper &#187; Lilacs &amp; Champagne</title>
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		<title>GRAILS: Chalice Hymnal</title>
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		<pubDate>Sat, 13 May 2017 01:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/grailschalicehymnal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13288" title="grailschalicehymnal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/grailschalicehymnal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kann man hier schon von einem Comeback reden? Ganz früh in diesem Jahrzehnt machten Grails als Grails zuletzt von sich reden, nach ihrem von Fans und Journaille gefeierten „Deep Politics“ richteten sie ihren kreativen Fokus aber zunächst auf andere Bandprojekte wie Om, Watter, das fast poppige Songwriter-Projekt Holy Sons und den seltsamen, aber reizvollen Hybriden Lilacs &amp; Champagne. Es scheint, als haben all diese Exkurse Alex Hall, Emil Amos und Zak Riles gut getan, denn „Chalice Hymnal“ klingt um einiges frischer und unverbrauchter<span id="more-13287"></span> als das letzte Opus, auf das sie hier ganz demonstrativ mit dem Songtitel „Deeper Politics“ referieren.</p>
<p>Experimentierfreudig waren die Portlander seit eh und je, und in vieler Hinsicht sind sie sich auch nach einer Pause von über sechs Jahren treu geblieben. Unabhängig von der Länge sind die ausschließlich instrumental gehaltenen Tracks episch, entfalten stets in sich abgeschlossene, umfangreiche Erzählstränge, die hier und da durchaus komplex ausfallen können, auch wenn man das aufgrund der harmonisierenden Stimmigkeit nicht immer sofort bemerkt. Auch dem Stimmungsgemisch von Verspieltheit bis mystischer Ergriffenheit, von gelegentlich doomiger Schwere bis hin zu erdiger Americana und nerdigen Trashfilm-Anleihen bleiben sie treu. Doch es kam etwas Unberechenbareres hinein in das hier und da von Jazz und Funk aufgelockerte Psych Rock-Gerüst, so als ob die gerade von ihren Exkursen heimgekehrten Musiker das Abschweifen und Zusammenführen nun auch auf der Binnenebene zu einer Tugend gemacht hätten.</p>
<p>Viele der Stücke starten von einem recht entspannten Ausgangspunkt und setzen zunächst auf wenige, aber effektvolle Details – traurig tremolierende Klangteppiche aus miteinander verschwimmenden Gitarren und Synthies, einfache, unprätentiöse Takte aus dem Fundus Emil Amos&#8217;, der, wie er gerade auch bei OM beweist, den entgrenzten Freakout ebenso wie den vitalen Kraftakt beherrscht, aber auch in der Kunst der Zurücknahme bewandert ist. Solche Zutaten prägen oft das Ausgangssetting, das wunderbar in einen verregneten Nachmittag in jeder Jahreszeit passt. Ein zufriedener Fatalismus prägt den Longplayer über viele Strecken und lässt die Hörer wie auf sanften Wellen dahintreiben, und je nach dem, wie gut man sich in dem Setting eingerichtet hat, registriert man vielleicht erst mit der Zeit, wie massiv die unterschiedlichsten neuen Komponenten aus allen Richtungen dazu kommen, die Rhythmen aufgewühlter und auch mal deftiger werden, und sich immer markantere Melodien (wenn man es nicht besser wüsste, würde man das eine oder andere Gitarrensolo für ein Temorsaxophon halten) in den Vordergrund spielen. Irgendwann wird unmissverständlich klar, dass „Chalice Hymnal“ auch durch Opulenz heraussticht.</p>
<p>Was ich „zufriedenen Fatalismus“ genannt habe, entpuppt sich als ein meditativer Zug, der viele divergierende, unterschwellig hektische Details, die v.a. Amos gekonnt von der Hand gehen, zusammenhält. In „Pelham“, einem der stärksten Songs, werden diese vom Gitarren- und Elektronik-Sound wie von einer Welle aus Dunkelheit verschluckt und bis zur Verschmelzung versöhnt – was bleibt, ist eine sanft melancholische Westcoast-Stimmung, die den Song wie ein dezentes Progstück enden lässt. Bei all dem ist in jedem Stück und in jeder der wechselhaften Stimmungslagen die Energie zu spüren, mit denen das Trio zu Werke gegangen ist – es bleibt zu hoffen, dass diese Vitalität nicht vollends aufgebraucht wurde, und das nächste Kapitel Grails nun weniger lange auf sich warten lässt. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Temporary Residence</strong></p>
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		<title>HOLY SONS: My Only Warm Coals</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2013 05:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Important Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Wort Multiinstrumentalist wird etwas zu häufig verwendet und wirkt entsprechend prätentiös, impliziert es doch, dass jemand eine Vielzahl an Instrumenten gleichermaßen beherrscht und regelmäßig spielt. Emil Amos ist in erster Linie Drummer, ein ziemlich renommierter sogar. Seine bekannteste Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/06/22/holy-sons-my-only-warm-coals/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/holysons.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6992" title="holysons" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/holysons-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Wort Multiinstrumentalist wird etwas zu häufig verwendet und wirkt entsprechend prätentiös, impliziert es doch, dass jemand eine Vielzahl an Instrumenten gleichermaßen beherrscht und regelmäßig spielt. Emil Amos ist in erster Linie Drummer, ein ziemlich renommierter sogar. Seine bekannteste Band Grails wäre ohne seine Handschrift kaum denkbar, und dass er in Al Cisneros&#8217; idiosynkratischem OM-Kosmos das schwere Erbe Chris Hakius&#8217; anzutreten versteht, spricht ebenso sehr für ihn. Und damit sind längst nicht all seine musikalischen Allianzen aufgezählt. Sein Soloprojekt Holy Sons <span id="more-6991"></span>gerät oft etwas ins Hintertreffen, vielleicht weil die Alben stets eine Spur introvertierter wirken, verglichen mit der ästhetischen Kompromisslosigkeit der genannten Bands. Die Resultate sind zwangsläufig etwas bodenständiger als es im Zusammenspiel von Einzelinstrumentalisten dieses Kalibers ausfallen würde, und Amos hält sich im Interesse der Ausgewogenheit auch am Schlagzeug meist zurück. Stattdessen tritt eine nerdige Exzentrik in den Vordergrund, die sich nun schon seit mehr als zwanzig Jahren durchaus genießen lässt. Und wie rubriziert man das ganze eingentlich – Low Brow Psychedelic? Experimenteller (Post-)Rock? Da klingen die Social Media schon klischeefreier mit der Offerte Post-Beatles.</p>
<p>Auf „My Only Warm Coals“ finden sich Aufnahmen, die seit Mitte der 90er in Amos&#8217; Heimstudio entstanden sind und zunächst keinen Weg an die Öffentlichkeit fanden, bis das niederländische Morc-Label gut die Hälfte davon auf Lathe Cut 10&#8221; zugänglich machte. Mit seiner jüngst auf Important erschienenen CD-Neuauflage öffnet Amos die Archive erneut und erweitert die Sammlung um weitere neun Stücke. Aufnahmen, die spontan im Heimstudio mit geringem Aufwand entstehen, minimale Bearbeitung erfahren und nie wirklich zuende geführt werden, haben immer etwas von einem Einblick in die Arbeitsweise des Musikers, zeigen sie die Resultate doch in verschiedenen Stadien der Unvollständigkeit. Auch die hier veröffntlichten Stücke sind weit entfernt von dem Augenblick, an dem an so etwas wie Mastering überhaupt gedacht wird. Keine der neunzehn 4-Spur-Aufnahmen klingt soundmäßig besonders elaboriert, was zusammen mit der gedämpften Stimmung und der zum Teil etwas vernachlässigten Melodik einen trotzigen Loner assoziieren lässt, der verbumelt vor seinen Geräten abhängt und ein paar Regler bedient, wenn ihm danach ist. Wäre Ariel Pink nicht so ein Sonnyboy, dann gäbe es Holy Sons vielleicht zweimal. Die meisten Stücke sind recht kurz, was bei dem hypnotischen „Underdog Cringe“ durchaus schade ist. Dafür entschädigen die bislang unveröffentlichten Songs „Aged Wine“ und „Things on my Mind“ mit ungewohnt schrammeligem Morricone-Folk.</p>
<p>Raue Gitarren sorgen ansonsten momentweise für Doom-, Blues- oder Americana-Feeling, das stets in Andeutungen zum Zug kommt und durch den improvisierten DIY-Charakter eine deutliche Brechung erhält. Gelegentlich füllen zittrige Orgelspuren die Löcher des grobkörnigen Klangbildes, und Amos&#8217; eigentliches Handwerk, die Drums, sind an manchen Stellen auffallend nach vorn gemischt und erscheinen beinahe wie ein ironischer Selbstkommentar. Sehr persönlich ist wohl die Auswahl an Filmsamples, wozu es <a href="http://www.imposemagazine.com/bytes/holy-sons-the-fact-facer-mp3">hier einen ganzen Artikel</a> gibt. Dem Titel entsprechend müssten Amos&#8217; Achive jetzt leer sein. Doch Gerüchten zufolge existieren noch Unmengen an Outtakes, und sollte Amos ein weiteres mal ein so gutes Händchen beim Zusammenstellen beweisen, dann darf man – als passionierter High End-Verächter – weiterhin gespannt sein.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://importantrecords.com/">Important Records</a></strong></p>
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