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	<title>African Paper &#187; Limbo</title>
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		<title>GIANLUCA BECUZZI: We Can Be Everywhere [2014-2023]</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 07:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit den frühen 80ern ist der aus der Toskana stammende Gianluca Becuzzi ein musikalischer Workaholic, und vielen hierzulande ist er vermutlich am ehesten durch sein frühes New Wave- und Postpunk-Projekt Limbo bekannt, mit dem er bis ins neue Jahrtausend hinein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/23/gianluca-becuzzi-we-can-be-everywhere-2014-2023/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/fotor_1679770552869.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34715" title="fotor_1679770552869" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/fotor_1679770552869-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit den frühen 80ern ist der aus der Toskana stammende Gianluca Becuzzi ein musikalischer Workaholic, und vielen hierzulande ist er vermutlich am ehesten durch sein frühes New Wave- und Postpunk-Projekt Limbo bekannt, mit dem er bis ins neue Jahrtausend hinein zahlreiche Alben herausbrachte. Die Zeit um die Jahrtausendwende markierte auch eine Schwerpunktverschiebung von den zwar bisweilen experimentell eingefärbten, aber vom Hauptfokus her dennoch eher songorientierten Arbeiten hin zu <span id="more-34713"></span>abstrakteren Klangwelten, die er mit Projekten wie Kinetix, seinen Arbeiten mit dem Dröhner Fabio Orsi und nicht zuletzt auch solo herausbrachte. &#8220;We Can Be Everywhere&#8221;, das vor zehn Jahren bei Final Muzik auf CDr erschienen ist, stellte damals eine besondere Wegmarke im Rahmen seiner Soloarbeiten dar, wobei solo in dem Fall nicht heißt, dass Becuzzi das Album im Alleingang produziert hätte. Drei besondere Acts unterstützten ihn dabei in den meisten der Aufnahmen. Das eröffnende &#8220;From this Poem of Void&#8221; entstand in Zusammenarbeit mit Raimondo Gaviano alias Swart1. Hier brechen in unregelmäßigen Abständen prasselnde Noise-Kaskaden in eine Welt der Stille und scheinen andere kleinteilige Geräusche zum lauter werden zu ermutigen. Erst nach einiger Zeit wird das Ganze durch ein hintergründiges Brummen eingehegt, dennoch ist der Track atmosphärisch eher Doom-Industrial als Ambient. Einige der Klänge hier sind so gut versteckt, dass man sie leicht überhören könnte, so die hechelnden Frauenstimmen, die sich &#8211; wenn sie denn keine Fata Morgana sind &#8211; ganz tief unter der Oberfläche abhetzen. Der gleichen Zusammenarbeit entstammt &#8220;The Screaming Torso&#8221;, das gleich mit einer infernalischen Feedback-Lawine beginnt. Gefühlt hundert Details fliegen so schnell durch den Raum, dass das Resultat schon wie ein homogener Fluss wirkt, wenn man nicht innerlich das Tempo herunterschraubt &#8211; bis raues Kratzen die Illusion durchbricht. Nach einer kurzen, aber intensiven Klangwelt voll frunkensprühender Glöckchen führt die Reise durch zwei beklemmende Tracks, die zusammen mit dem neapolitanischen Duo Retina.it entstanden sind. Stetig pulsierendes Pauken, das sich zunächst im Hintergrund hält und dann von einer wuchtigen Dröhnwelle nach vorne gedrückt wird, darüber Stimmen, vermutlich von einer Lautsprecherdurchsage, abstrakte Sound-Mixturen, aus denen immer wieder Glocken an die Oberfläche dringen, dunkles Gemurmel, zirpende Insekten: Alles wird dichter mit der Zeit und offenbart eine große Vielschichtigkeit, und am Ende kulminiert alles in einer prasselnden Lärmsalve. Nach einem weiteren solo eingespielten Interludium beginnt der zusammen mit dem Klangkünstler Deison produzierte Schlussteil, der das experimentierfreudigste Material des Albums bereithält: Das Stück &#8220;Headless shadows&#8221; beginnt mit zum Teil rückwärts eingespieltem Material, das aber nur notdürftig die hypnotische Perkussion und die verquere Melodik dahinter verdeckt. Das lange &#8220;All the ghosts of my life&#8221; schließt das ursprüngliche Album noch um einiges subtiler ab, denn hier meint man eine nur leicht elektrifizierte Naturszenerie mit heranbrandendem Wasser und Vogelstimmen zu hören. Doch irgendwann bricht auch hier noch einmal die Dunkelheit in Form schriller Hochtöner, dunklem Grollen und mysteriösem metallenden Hantieren ein. Was passiert hier? Lässt hier jemand ein Geisterschiff vom Anker gehen?</p>
<p>Als Überraschung hat sich Becuzzi das mittlerweile fast ein Jahrzehnt alte Material erneut vorgenommen und ausgehend von einigen Samples daraus im Alleingang vier eigenständige Kompositionen gebaut, die vier Tracks mit den Titeln &#8220;We&#8221;, &#8220;Can&#8221;, &#8220;Be&#8221; und &#8220;Everywhere&#8221; umfasst. Doch was sich zum Auftakt noch wie ein Rework anmuten mag, entpuppt sich als eine weitgehend eingeständiges Bonusalbum, das mit dem ursprünglichen Longplayer nur durch Referenzen verbunden ist. Das Erkennungszeichen dieser Kompositionen ist ihr schleppender und bleischwerer Doomcharakter, dessen Infernalik nicht nur sägenden Gitarrenwänden, höllischen Twangs, wahrwitzigem Gemurmel und schleppenden Takten zu verdanken ist, sondern auch knarrenden Türen, krächzenden Flüstervocals, einzelnen Freekout-Ansätzen, trügerischen Glöckchen, gezielt eingesetzten lichten Momenten und einigem mehr. Becuzzis Repertoir ist offenkundig breit gefächert.</p>
<p>Die Reissue erschien bereits vor einem Dreivierteljahr und einigen der CDs sind noch erhältlich. Selbstredend empfehlen wir sie. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Final Muzik</strong></p>
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		<title>LAURENT PERRIER: Plateforme #1</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2014 07:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bascaru]]></category>
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		<category><![CDATA[Gianluca Becuzzi]]></category>
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		<description><![CDATA[In den nie endenden Debatten über Formen der Kreativität ist die Frage nach dem künstlerischen Dialog und die damit verbundene Frage nach Eigenständigkeit ein verlässlicher Dauerbrenner. Die großen Theorien dazu, deren Echos ungebrochen kollidieren, wurden freilich vor langer Zeit verfasst. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/19/laurent-perrier-plateforme-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/laurentperrierplateforme1.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8451" title="laurentperrierplateforme1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/laurentperrierplateforme1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den nie endenden Debatten über Formen der Kreativität ist die Frage nach dem künstlerischen Dialog und die damit verbundene Frage nach Eigenständigkeit ein verlässlicher Dauerbrenner. Die großen Theorien dazu, deren Echos ungebrochen kollidieren, wurden freilich vor langer Zeit verfasst. An einem der Pole begegnet einem das lange totgesagte, in Wahrheit aber vital-untote Gespenst des Genies, das seine Alleinstellung auf Talent begründet und wohl auch noch im luftleeren Raum schöpferisch wäre. Dem entgegen steht der Künstler als Aneigner, der sich nicht nur im steten Austausch mit anderen befindet, sondern selbst das Fundament seiner Arbeiten im Rückgriff auf fremde Schöpfungen sieht – sei dies in Form<span id="more-8450"></span> freundlicher Übernahme oder durch dreiste parasitäre Freibeuterei. Vielleicht war Burroughs sein entschiedenster Propagandist, unter den Kopflastigen war es Harold Bloom, der die diebische Anverwandlung zu den Grundlagen jedes künstlerischen Werdegangs zählte und dem kreativen Einzelkämpfer schlicht Einflussangst bescheinigte.</p>
<p>Laurent Perrier, der nur zufällig wie eine berühmte Champagnermarke heißt, ist seit seinen Anfangstagen ein begeisterter Kollaborateur, hat solo, unter Pseudonymen und im Bandkontext immer wieder das Einverleiben von Fremdmaterial praktiziert. In seiner gerade begonnenen „Plateforme“-Reihe macht er dies zum Programm. Das Konzept ist so konsequent wie simpel: Perrier fragt jeweils drei Musiker, ihm eigenes Rohmaterial zu schicken, das er durch eine Vielzahl an Umformungen zu drei fertigen Stücken Elektroakustik vollendet. Der Unterschied zum Remix ist dabei weniger technischer Natur als eine Frage des Status der jeweiligen Bearbeitungsstufen, denn hier ist das sekundäre Medium das eigentliche Werk, während das nie veröffentlichte „Original“ wie die unterste Schicht eines Palimpsestes nur noch vage erkennbar ist und Anlass zum Spekulieren gibt. Wie um diese liebevoll anmaßende Haltung gegegenüber den Urhebern zu unterstreichen, werden die Kollaborateure auf den Status von Tracktiteln reduziert. Liebevoll ist das Ganze schon deshalb, weil es fraglos auch Züge einer Hommage hat.</p>
<p>Ergebnisoffenen war das Anliegen beim ersten Teil schon insofern, dass die drei Mitwirkenden – Felix Kubin, Lawrence English und Gianluca Becuzzi – sich nicht nur untereinander stark unterscheiden, sondern auch selbst auf ein jeweils sehr heterogenes Werk zurückblicken. Für Felix Kubin und Gianluca Becuzzi gilt, dass beide über die Jahre sowohl im Soundart- und Multimedia-Bereich als auch im Wave und seinen sperrigeren Spielarten aktiv waren. An manchen Stellen des ersten Stücks meint man, die leicht dadaistischen SciFi-Züge zu erahnen, die man v.a. mit Kubins Frühwerk(en) assoziiert. Was sich in jedem Fall den Weg ins Resultat bahnen konnte, ist seine Vorliebe für Analoges und seinen weiten, für allerlei Unberechenbarkeiten offenen Horizont. In den mal montierten, mal durchmischten Geräuschfragmenten steckt eine Bandbreite, die für einige Ambient- und Noisestücke gereicht hätte. In den unruhigen Mikrokosmos des von Perrier bearbeiteten Materials gibt es kaum Wegweiser, und doch stellt sich nie das Gefühl ein, einem reinen Klangpanorama zuzuhören.</p>
<p>Gianluca Becuzzi, bekannt durch seine Post Punk-Arbeiten mit Limbo und Noise Trade Company, steuert das atmosphärisch düsterste Material bei – ambiente Klangsequenzen, durchsetzt mit (Perriers?) Spiel mit Feedback. Aus den Hochfrequenzen kristallisiert sich mit der Zeit ein Klingeln und Bimmeln heraus, das sich immer mehr verdichtet und der Brachialität des ersten Stückes eine ebenso kraftvolle Konzentriertheit entgegensetzt. Das nach Lawrence English benannte Stück hält die introvertiertesten Momente bereit. Mehrere Drone-Schichten liegen nie ganz passgenau übereinander, generieren an den Schnittstellen knisternde Soundpartikel und Zufallsperkussionen.</p>
<p>Wer am Ende das Perrier&#8217;sche Minimum sucht, findet es am ehesten in seiner Kunst, etwas Wesentliches aus dem Material herauszuholen, ohne sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu drängen, und so gilt selbst in diesen Dekonstruktionen noch das Blake&#8217;sche Teufelsdiktum: „Die erhabenste Tat ist es, einen anderen vor sich zu setzen“. Man darf gespannt sein, wie er das beim nächsten Teil mit Francisco Lopez und anderen machen wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Bascaru</strong></p>
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