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	<title>African Paper &#187; Lloyd James</title>
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		<title>MAN EAT MAN EAT MAN: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2024 05:43:27 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23653" title="maneatmaneatman" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dieser Veröffentlichung hatten vor knapp vier Jahren wahrscheinlich nur wenige noch gerechnet: Das Debütalbum von Man Eat Man Eat Man, dem gemeinsamen Projekt von Lloyd James, Hunter Barr und Ben McLees, wurde vor mehr als zehn Jahren aufgenommen und verschwand aus ungeklärten Gründen in der Versenkung, lediglich ein Song fand damals seinen Weg auf einen physischen Tonträger. Vielleicht gab es immer wieder Nachfragen, so<span id="more-23651"></span> dass die drei Beteiligten sich 2020, in dem so viel Zeit für Unerledigtes war, dazu entschlossen, dem Werk doch noch eine späte Geburt zu verpassen.</p>
<p>James, Barr und McLees tanzen seit langem auf vielen Hochzeiten und sind oder waren mit Stammprojekten wie Naevus, KnifeLadder, Oblivion Guest oder This is Radio Silence in so unterschiedlichen Gebieten wie Postpunk, Folk, Industrial und diverser Electronica unterwegs. Man könnte Man Eat Man Eat Man nun als verruchten Wechselbalg all dieser auch nicht gerade braven Unternehmungen bezeichnen, und die Kollegen von Compulsion liegen durchaus richtig in der Feststellung, dass die Band weit mehr in sich vereint als eine Stilkombination der bekannteren Projekte.</p>
<p>&#8220;The Stomach&#8221;, das die erste Seite eröffnet, ist wohl das bekannteste der sechs Stücke, denn es erschien seinerzeit auf der Tursa- und Karpate-Compilation <a title="V.A.: With Friends Like These" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-with-frieds-like-these/">&#8220;With Friends Like These&#8221;</a> und wurde zudem in einer um einigeres luftigeren Version von Naevus umgesetzt. Es leitet das Album mit einer Schwere ein, die vielleicht wegen des kratzigen Saitengefrickels mehr an Swans und Godflesh erinnert als an das, was man für gewöhnlich mit Industrial assoziiert, und die nur dank des interessanten Polyrhythmus nicht erdrückend wirkt. Diese Arbeit erledigt James&#8217; melancholischer Gesang, der in einfachen Worten einen resignativen Hilfeschrei ausstößt (falls das Sinn ergibt) und fragt, wieviel der titelgebende Magen wohl noch verdauen muss &#8211; eine eindringliche Klage ob der Sisyphosarbeit der Alltagsbewältigung.</p>
<p>Ein Unterschied zu Naevus besteht in dem Kontrast, den James&#8217; Gesang zur dystopischen Atmosphäre der Musik bildet, denn fast immer verströhmt sie die Aura einer fast andächtigen Erdung. Im bassknarzigen Uptempo von &#8220;Carmarthen&#8221; wirken die nur leicht melodisch eingefärbten und dezent nach hinten gemischten Spoken Words geradezu cool angesichts der unaufgeräumten Hektik und der rotzigen Gitarren, die wie Blitze durch das ohnehion stroboskopische Szenario zucken, und die Aussicht auf einen Trip nach Wales, wo Teile der Band herstammen, scheint in den Lyrics auch nicht gerade heimelig zu stimmen. In &#8220;Details&#8221;, wo dem Teufel mit dem Mikroskop nachgestellt wird, bilden die Gesangsparts einen schöngeistigen Gegenpart, den man im Gerumpel des betongrauen Goth Punk nicht erwarten würde. In der ersten Version des Doppelstücks &#8220;Pectin&#8221; geraten sie zu einer apokalyptischen Einheit mit der gitarrigen Schrottlawine. Vor der ruhigeren Kulisse des zweiten Mixes werden sie wie klare Schriftzüge auf eine Leinwand projiziert und entfalten so ihre ganze Drastik.</p>
<p>Die manifestiert sich vollends im finalen Höhepunkt des zwölfminütigen Titeltracks, einem kathartischen Kracher, der dem hypnotisierten Hörer den Bandnamen derart maschinell einhämmert, das man ihn kaum mehr vergisst. Ein gutes Omen, das eine Fortstetzung in Aussicht stellt? Ich bin da skeptisch aufgrund der langen Wartezeit auf das Debüt, aber wer weiß, man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend verfluchen.</p>
<p><strong>Label: Wooden Lung / Retina II Records / Disconnected Music</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=986851885/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DAVID E. WILLIAMS: Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2022 02:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30749" title="fotor_1659265513429" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; ist die Versuchung allerdings groß, denn es handelt sich bei diesem Album – so viel vorweg – um einen ganz großen Wurf.<span id="more-30748"></span></p>
<p>Zählt man kleinere Tape-Releases dazu, dann ist Williams bereits seit über 30 Jahren auf dem musikalischen Parkett präsent, und seine klassischen Alben enthalten eine interessante Mixtur aus Death Rock-Downern, launigen Polka-Stücken und Klavierballaden im Cabaret-Stil. Atmosphärisch rangieren die darauf enthaltenen Songs zwischen einer bizarren Herzigkeit, die an Daniel Johnston in seinen besten Momenten heranreicht, derber Exploitation und einer Schwarzgalligkeit, wegen der Michel Houellebecq eigentlich sein größter Fan sein müsste. Zu den frühen Highlights zählt das treibende &#8220;Pumpernickel Crust&#8221; mit seiner stilvollen Klezmerklarinette. Aufgrund persönlicher Freundschaften wurde zunächst die Neofolk- und Industrial-Gemeinde auf ihn aufmerksam, mit der ihn rein musikalisch gar nicht einmal so viel verband.</p>
<p>Die bereits in den vergangenen Jahren zu beobachtende Hinwendung zu mehr Synthesizer-Einsatz wird auf dem aktuellen Album endgültig zum zentralen stilprägenden Element und entpuppt sich als z.T. beinahe brachiale Elektronik. Nach einem spannungsgeladenen Intro, das wie eine mit unruhiger Kamera inspizierte abgedunkelte Szenerie Zwiespältiges erwarten lässt, wirft einen der Titeltrack gleich ins Zentrum des Geschehens: Hektische Takte, die wie Faustschläge in alle Richtungen ausschlagen und doch mehr als EBM sind, bilden die wuchtige Kulisse für ein männlich-weibliches Duett, bei dem kein vertrautes Nancy und Lee-Feeling mehr aufkommt, und doch schaffen es cinematisch Synthieflächen, die Szene in ein weites nächtliches Panorama zu entrücken.</p>
<p>Das kein Song wie der andere geraten ist, erweist sich als eine der größten Stärken der Platte. Da sind tanzbare Clubtracks wie das bereits vorab veröffentlichte &#8220;Bodyparts in Birdbaths&#8221; mit dem kraftvoll-stoischen Gesang von Lloyd James oder &#8220;Plane Crash People&#8221;, das auch einen stimmungsvollen Pianotrack abgegeben hätte, dessen Eingängigkeit aber irgendwann unter einer Schuttlawine begraben wird. Neben akustisch(er) ausgerichteten Balladen, die mit herausfordernden Texten an Altbekanntes anknüpfen (&#8220;Gangrenous Nebula&#8221;) gibt es heiteren B52s-Postpunk mit Schrammelgitarren und launigen Orgelparts: &#8220;The man who invented Ketchup&#8221; erzählt von der kindlichen Fantasie über den Ursprung der leckeren roten Sauce, ohne die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht dieselbe gewesen wäre, und ist Kurzweil pur. &#8220;Hats off to William Frawley&#8221;, das von der amerikanischen Sitcom <em>I Love Lucy</em> und einer ganzen Affenbande erzählt, gibt der kindlichen Seite des Albums eine berührende Ernsthaftigkeit.</p>
<p>&#8220;Girl, go forth!&#8221; mit seinen groovigen Luftpistolentakten a la The Normal und &#8220;A Seed is Scurrilous&#8221; mit seiner schwindeligen Trunkenheit stehen vielleicht für das schlüpfrige Mysterium der Pubertät, das in Williams Werk bereits das Etikett Pseudo Erotica bekommen hat. In der zweiten Hälfte des Albums treten nach und nach immer mehr schwermütige Motive und auch ein gewisses Grauen in den Vordergrund. Die tolle, an die frühen 80er erinnernde Synthesizermelodie in &#8220;We the ill are not so well&#8221; täuscht nicht darüber hinweg, dass das schleppende Piano und der zäh vorankriechende Gesang von der Hinfälligkeit des Körpers künden. Mag der gothinfizierte Kopfhänger &#8220;Testosterone as Poison?&#8221; noch Schonung bieten, so geht es in den abschließenden Stücken ans Eingemachte bzw um letzte und vorletzte Dinge: Der hörspielhafte Body Horror von &#8220;Throat Wound&#8221; geht in Wirklichkeit kaum stärker an die Substanz wie das anrührend-feierliche &#8220;Eucharist vs. Leukemia&#8221;, dessen Inhalt man aus Respekt nicht kommentieren sollte. Ein diffuses Knarren leitet daraufhin ein besonderes Finale ein, bei dem kein Geringerer als Andrew King mit John Donnes Holy Sonnet &#8220;This is my Play&#8217;s Last scene&#8221; dem Körper Lebewohl sagt und sich ganz der Transzendenz anvertraut. Der ins Grab gebettete Körper gehört nun gewissermaßen zu den &#8220;Things&#8221;, die dem abschließenden Track den Namen gibt, einem lichtdurchfluteten Gegenzoom, der noch einmal alles von Sorrow bis Joy enthält.</p>
<p>Man sollte die Songs auf &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; und ihre Reihenfolge freilich nicht überinterpretieren, und doch beschleicht einen am Ende das Gefühl, ein ganzes Leben in all seiner Tragikomik mit seinen freudvollen, neugierigen, leidenden, friedvollen Seiten quer durch alle wichtigen Abschnitte miterlebt zu haben. Was &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; dabei merklich fehlt, ist ein einziger Moment der Langeweile. (U.S.)</p>
<p><strong>Vertrieb: <a href="https://www.oldeuropacafe.com/catalog/category/get-me-a-ladder...-get-me-a-ladder-.html">Old Europa Cafe</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220731_130754_344.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3441564331/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Body Parts in Birdbaths: Neues von David E. Williams</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2022 03:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[David E. Williams kündigt noch für diesen Sommer sein neues Album &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; an. Bereits digital erhältlich ist die One Track-Single &#8220;Body Parts in Birdbaths&#8221;, bei der sein Freund Lloyd James (Naevus, Crisis u.a.) &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/14/body-parts-in-birdbaths-neues-von-david-e-williams/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>David E. Williams kündigt noch für diesen Sommer sein neues Album &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; an. Bereits digital erhältlich ist die One Track-Single &#8220;Body Parts in Birdbaths&#8221;, bei der sein Freund Lloyd James (Naevus, Crisis u.a.) die Lead-Vocals übernimmt, während der Meister selbst fast schüchtern im Hintergrund zu hören ist. Das Artwork basiert auf einem die Lyrics illustrierenden Aquarell der Künstlerin Alison Lee Chapman, die auch das Album gestalten wird. Williams Stil als Musiker und Songwriter ist schwer in gängige Begriffe zu packen, weshalb in der Vergangeheit öfter verbale Neuschöpfungen wie Demented Chamber Pop aufpoppten. In frühen Longplayern wie &#8220;I Have Forgotten How to Love You&#8221; und &#8220;A House for the Dead and a Porch for the Dying&#8221; fanden sich noch zahlreiche Spuren einer melancholischen Death Rock-Variante, die zusammen mit einem surrealen Cartoon-Charakter nie ganz aus seiner Musik verschwinden sollten. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/bodypartsinbirdbaths.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30158" title="bodypartsinbirdbaths" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/bodypartsinbirdbaths.jpg" alt="" width="1142" height="1200" /></a><span id="more-30157"></span></p>
<p>Ein mit Cabaret-, Revue &#8211; und Chanson-Elementen spielender Singer Songwriter-Stil war bereits in diesen frühen Werken angelehnt und trat im Laufe seiner Karriere, bisweilen reduziert auf Piano und Gesang, immer mehr ins Zentrum des Geschehens. Vielleicht ist es dieser Zug, der Williams Musik auch immer für Independent-Filme interessant machte, so waren zwei seiner Songs in einem Werk des erst kürzlich verstorbenen Dean Galanis zu hören. Für die oben genannte Phase stehen v.a. Alben wie &#8220;Every Missing Duck is a Duck Missed&#8221; oder &#8220;Trust No Scaffold Built of this Bone&#8221;, auf denen die exzentrischen Lyrics, die nicht immer stubenrein und auch nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet sind, mit feinfühligen Momenten eine interessante Symbiose eingingen. In jüngeren Veröffentlichungen wird streckenweise wieder mehr auf Elektronik gesetzt, und die neue Single führt diesen Weg fort: &#8220;Body Parts in Birdbaths&#8221; ist ein fast schon monumentaler Clubtrack mit stampendem Takt und Ohrwurmmelodie, der zusammen mit dem launigen Splattertext auf alles weitere gespannt macht.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1326035202/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>NAEVUS: Time Again</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 06:27:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lloyd James war in der jüngsten Zeit derart aktiv mit anderen Bands wie Crisis, Lark Blames und der von wenigen noch erwarteten Veröffentlichung des Man Eat Man Eat Man-Debüts, dass man kaum mit einem neuen Lebenszeichen seines Stammprojektes Naevus gerechnet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/06/naevus-time-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/naevustimeagain.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23603" title="naevustimeagain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/naevustimeagain-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Lloyd James war in der jüngsten Zeit derart aktiv mit anderen Bands wie Crisis, Lark Blames und der von wenigen noch erwarteten Veröffentlichung des Man Eat Man Eat Man-Debüts, dass man kaum mit einem neuen Lebenszeichen seines Stammprojektes Naevus gerechnet hätte. Anscheinend hat er und sein solides Aufgebot an Musikern die unberechenbare Situation im vorigen Jahr bestens genutzt, denn seit einiger Zeit geistert &#8220;Time Again&#8221; durch die gestreamte Welt und ist nun auch als CD erhältlich.<span id="more-23602"></span></p>
<p>Es ist nicht nur James&#8217; charakteristische Stimme, die einem gleich in den ersten Minuten ein vertrautes Naevus-Gefühl vermittelt, sondern auch die Mischung aus drängenden, punkigen Drums und geschrammelten Akustikgittaren, die dem umgekünstelten Ohrwurm &#8220;Ode to Rind&#8221;, einer obskuren Botschaft aus dem Sarg, ein stabiles Fundament geben. Nachdem der Opener (und im Laufe des Albums einige weitere Songs wie &#8220;Do it Twice&#8221;, &#8220;Shoe me Boat&#8221; und das schwermütige &#8220;The Endless Winter&#8221; mit seiner resignativen Klage über die mühsame Suche nach dem Licht am Ende des Tunnels) auf die vertraute Art daherkommen, die Rezensenten immer wieder zu Vergleichen mit so unterschiedlichen Kollegen wie Echo and the Bunnymen, Death in June oder New Model Army verführten, so stechen einige Tracks mit einem leichten Touch von Americana heraus. So der rockige Titeltrack und besonders &#8220;Not a Word&#8221;, dessen pappschachtelige Drums zunächst einfach wirken, dessen Dialog elektrischer und akustischer Gitarren aber ein feinsinniges Gewebe entstehen lässt, das mehr sagt als die Worte, deren Fehlen im Text so eindrücklich beklagt wird. Worte kommen (nicht nur) hier u.a. als hintergründiger Gesang von Aurora Lee, die zusammen mit James einen weiteren Zopf flechten. Wer sich entsprechend auskennt, kann zudem die Beiträge von Tony Wakeford, David E. Williams und Andrew Trail heraushören.</p>
<p>Viele der Songs überraschen durch halbversteckte kleine Ideen, die unerwartete Farben ins Bild bringen und so auch die belohnen, denen der Reiz der bei Naevus wichtigen Monotonie unzugänglich bleibt, und die auch die Tatsache, das sich die Songs fast immer im Verlauf wandeln, nicht entschädigt. &#8220;Fearing&#8221;, das eine alles verschlingende Angst mit Orgel, Gitarre und stoischem Gesang in ein poetisches Bild packt, wäre nicht jedem gelungen. &#8220;120 Days of Sediment&#8221;, dessen Dark Folk sich mit der Zeit immer mehr als nowaviges Monster entpuppt, projiziert nicht nur den vermeintlich göttlichen Marquis und Pasolini an eine nassgraue Betonwand, sondern entrückt die ganze Szene in die vielleicht trügerische Welt einer wunderschönen Klaviermelodie. Das schnöde Hier und Jetzt verlangt freilich seine älteren Rechte gleich in &#8220;Shame&#8221;.</p>
<p>Schön, dass Naevus zurück sind, und &#8220;Time Again&#8221; mit dem Artwork von Daniele Santagiuliana ist ein mehr als gelungenes Lebenszeichen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Hau Ruck!</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=958994634/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Inanis Yoake debütieren auf SPQR</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 05:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hinter dem Bandnamen Inanis Yoake verbergen sich das in London ausäsige Duo Simone Skeleton und Risa Hara, deren Namen zum Teil bereits im Umfelnd von Naevus und des Wooden Lung-Labels aufgetaucht sind. Auf ihrem Debütalbum &#8220;In A Summer&#8217;s Silence&#8221; präsentieren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/12/05/inanis-yoake-debutieren-auf-spqr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem Bandnamen Inanis Yoake verbergen sich das in London ausäsige Duo Simone Skeleton und Risa Hara, deren Namen zum Teil bereits im Umfelnd von Naevus und des Wooden Lung-Labels aufgetaucht sind. Auf ihrem Debütalbum &#8220;In A Summer&#8217;s Silence&#8221; präsentieren die beiden eine interessante Mixtur aus retrolastigem Punk&#8217;n'Wave und neofolkig eingefärbtem Gitarrenpop. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/inasummerssilence.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23331" title="inasummerssilence" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/inasummerssilence.jpg" alt="" width="1657" height="1502" /></a><span id="more-23328"></span><br />
Befreundete Musiker wie Lloyd James und Tony Wakeford, der sogar als Sänger einen Auftritt hat, runden das Album stilistisch ab und machen es auf eine gewisse Weise zur Schwester-Platte der aktuellen Naevus-CD. &#8220;In A Summer&#8217;s Silence&#8221; erscheint als CD bei SPQR.</p>
<p><a href="http://spqrlabel.com/inanis-yoakel-in-a-summers-silence-cd-digipack-spqr-lviii/"><strong>@ SPQR</strong></a></p>
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		<title>NAEVUS: Stations (2CD inkl. Bonus Disk „Others“ lim. 111)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Sep 2013 07:28:30 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7623" title="naevusstations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Lloyd James von Naevus hat eine angenehme Stimme und wenn es sein muss auch ein Händchen für schöne Melodien. Wahrscheinlich verstören seine Songs deshalb niemals direkt, auch wenn die Musik stets das Gefühl vermittelt, von etwas Ernstem, mitunter Drastischem zu künden. Erst mit der Zeit registriert man, dass die eingängigen Stücke einen doppelten Boden haben. Heterogene Elemente harmonieren nie ganz miteinander, oft wirken die Drums wie Versatzstücke einer Kollage, die dem Gesang und den restlichen Spuren kurzerhand aufgeklebt wurden. In die Melodik schleicht sich immer wieder eine Verweigerungshaltung ein, die dem Wohlklang eine spröde Monotonie entgegenhält. Den Songtexten<span id="more-7622"></span> mag oft ein Element von Trost innewohnen, und doch künden sie nicht selten von Sackgassen. Der Bandname, den James zusammen mit seiner früheren Partnerin Joanne Owen wählte, passt ganz gut zu dieser Doppelbödigkeit, verweist er doch auf etwas Unangenehmes, das auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt wie der eigene Klang.</p>
<p>In vielen Naevus-Rezensionen geht es um Aspekte der stilistischen Einordnung, konkreter um die Frage, ob die Musik nun zur weiten Welt der Postpunk-Retromanie zählt oder doch eher einer eigenwilligen Spielart des Folk entspricht. Schon weil man beides zugleich bejahen und verneinen kann wirken solche Fragen immer etwas langweilig. Und doch gibt es bei Naevus bestimmte Songtypen, deren Abgrenzung sich zum Großteil entlang solcher Stilfragen abzeichnet. Das kann man ganz gut anhand einer respektablen Werkschau aufzeigen, die vor kurzem unter dem bezeichnenden Titel &#8220;Stations&#8221; erschienen ist. &#8220;Stations&#8221; ist keine Best-of, auch wenn die Band nach fünfzehn Jahren und sieben Alben im adäquaten Alter dafür wäre, sondern eine Sammlung fast aller Tracks, die nicht auf Alben, sondern auf Compilations, Singles oder Split-Veröffentlichungen erschienen sind, ergänzt von einigen unveröffentlichten Aufnahmen.</p>
<p>Wollte man Naevus-Songs nun in Schubladen packen, müsste man Akustiksongs von solchen mit aggressivem Punkverve unterscheiden, eine weitere Kategorie würden schunkelige Seemannslieder mit Akkordeon bilden, eine kleinere zuguterletzt wären soundscapeartige Experimentalstücke. Schematisch wäre das, weil die Songs solchen Kategorien nur selten in Reinform entsprechen, so beginnt &#8220;The Orchard&#8221; mit sanftem Folkpathos, um irgendwann kurzerhand den Schauplatz zu wechseln: Was im beschaulichen Obstgarten beginnt endet in einen düsteren Gothkeller der verwahrlosten Metropole. Auch die Urversion von &#8220;Body Speaks in Tongues&#8221; ist bloß dann ein netter Folksong, wenn man sich das atonale Quietschen und Jaulen wegdenkt, bei dem neueren „Oracle, Oracle“ zerstört noisiges Gitarrenfeedback jeden Gedanken an einen Ohrwurm. Freilich gibt es auch lupenreine Songwriterballaden, doch alle warten mit ihren eigenen Extras auf: das hier als Titelstück fungierende „Stations“ mit einem whiskeyseligen Honky Tonk-Piano, „Untold“ mit stimmungsvollen Surf-Twangs oder „Kill deep“ aus der rauen Frühzeit mit ritueller Repetition.</p>
<p>Durch Joannes Akkordeon bekommen einige Stücke einen starken Sea Shanty-Charakter, exemplarisch hervorgehoben seien hier das frühe „Torn Wheat Deap“ oder „Recovery is not Permitted“ von der Split-EP mit Spiritual Front. Für viele sind sie das Sahnehäubchen der Bandkarriere, ich persönlich bevorzuge allerdings die härteren, agressiveren Stücke mit der oft leicht atonalen Handschrift der Drummer John Murphy und Hunter Barr. „Occasion Table“, ursprünglich auf einem musikalisch durchwachsenen Sampler erschienen, ist auch hier eines der Highlights und verbindet Noise mit einer rumpeliger Perkussion, die einer ganze Reihe an Stücken ihren Stempel verpasst. Gallopierende, fast westernartige Stücke sind nicht das, was man als erstes mit Naevus in Verbindung bringt, umso mehr mag das neuere Uptempo-Stück &#8220;The Beast&#8221; all die überraschen, die „The Devil“ vom Split mit KnifeLadder noch nicht kannten.</p>
<p>James hatte stets ein Faible für Neuinterpretationen, und so bilden Coverversionen eine Kategorie für sich. Auf der limitierten Bonus-CD „Others“ sind sämtliche Cover, meist Beiträge zu Tribute-Samplern, zusammengetragen. James nimmt auch die Herausforderung an, große Namen zu covern, und zum Teil handelt es sich dabei um Songs, denen man nicht einfach im Handumdrehen eine neue Gestalt verleiht. Die eigenständige Interpretation (und Übersetzung) von Ain Sophs „Uomini Perduti“ oder die nur subtil veränderte Version von Tom Waits&#8217; „Walking Spanish“ sind jedoch mehr als gelungen, ebenso die im Rahmen seines Seitenprojektes Retarder aufgenommene Akustikversion von Fine Young Cannibals&#8217; „Johnny Come Home“. Zwei Scott Walker-Songs und eine Hommage an die seit Jahren überschätzten Joy Division dagegen betrachte ich als solide Fingerübungen. Neben einigen Traditionals und einer Umsetzung von Sol Invictus&#8217; &#8220;Oh What Fun&#8221; (bei der das Wort „Fun“ mit einer äußerst ironisch wirkenden Langsamkeit kontrastiert) stechen ein paar Songs über grausame Mädchen und feistes Essen hervor, die aus dem Repertoire von James Freund David E. Williams stammen.</p>
<p>Naevus ist durchaus eine Art Konsensband, insofern, dass sie Hörer ansprechen könnten, die klassischen World Serpent-Neofolk ebenso gemocht haben wie New Model Army, Echo and the Bunnymen oder die Smiths. Wären sie frühzeitig bei einem hippen Label gelandet, wäre zuletzt weit weniger Wind um Gruppen wie Cult of Youth gemacht worden. „Stations“ und „Others“ dürften sich zum Kennenlernen der Band eignen, da viele Songs den Albumtracks in nichts nachstehen.</p>
<p><strong>Label: Tourette</strong></p>
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		<title>DAVID E. WILLIAMS: Trust No Scaffold Built Of This Bone</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jun 2013 05:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[David E. Williams taucht zuverlässig in jedem Dark Folk- und Dark Cabaret-Kanon auf und liegt konsequent quer zu allen Standards solcher Musik. Gleich zweimal das Wort „dark“ in den ersten Satz zu packen war nicht einmal beabsichtigt, aber als allgemeines &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/06/29/david-e-williams-trust-no-scaffold-built-of-this-bone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/davidewilliamsbrentley.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7158" title="davidewilliamsbrentley" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/davidewilliamsbrentley-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>David E. Williams taucht zuverlässig in jedem Dark Folk- und Dark Cabaret-Kanon auf und liegt konsequent quer zu allen Standards solcher Musik. Gleich zweimal das Wort „dark“ in den ersten Satz zu packen war nicht einmal beabsichtigt, aber als allgemeines Attribut ist es mehr als legitim. Williams ist ein Unikat, will man ihn dennoch charakterisieren, dann vielleicht am ehesten als schwarzgalligen Zwillingsbruder von Daniel Johnston, als idealen Star sämtlicher Houellebecq-Verfilmungen, als liebenswürdig-verbiesterten Anti-Crooner, der einem selbstverliebten<span id="more-7157"></span> Zeitgeist seine verqueren Schlager mit viel Zynismus und Galgenhumor entgegen schleudert. Das de Sade&#8217;sche Spiegelvorhalten, manche mögen es einseitig finden, beherrscht er besser als jede Industrial-Combo, und ich wüsste niemanden aus der Riege, der aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FUO7tS3KZ_I">dem berüchtigten „General Dada“</a> je eine derart überzeugende Monty Python-Figur gemacht hätte.</p>
<p>Seiner Mischung aus Clownerie und Sarkasmus hat er nie wirklich abgeschworen, ebensowenig seinem ambivalenten Spiel mit Tabus. Dennoch gab es über die Jahre einige Veränderungen: Irgendwann verschwanden die Post Punk-Reste des Frühwerks und ließen den kabarettistischen Elementen vollends das Feld. Auch die Stimmung differenzierte sich aus, und der Bösartigkeit gesellte sich ein ernsthaftes und ebenso anrührendes Moment zur Seite, das typisch für reifere Solowerke ist. Bei Williams fand dies seinen Höhepunkt im Album „Every Missing Duck Is A Duck Missed“, in welchem er die Trauer um seine verstorbene Frau verarbeitete. „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Eutk-lLueWw">Summer Wasn&#8217;t Made for you and me</a>“ war vielleicht sein bis dato bester Song.</p>
<p>Nach vier Jahren ist nun mit „Trust No Scaffold Built Of This Bone“ sein sechster Longplayer erschienen und Williams und seine Mitstreiter sind in Hochform. Es gibt typische Stücke, bei denen man Williams sofort erkennt:„Heats Down the Seeding Missile“ zum Beispiel, bei dem er auf seine unverkennbare Art in die Tasten seines E-Pianos haut, oder das schon von Auftritten her bekannte „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=_uFExTzZWvg">What&#8217;s Your Scene, Jellybean?</a>“ im Duo mit Jane Elisabeth, auch bekannt als Tesco-Jane. Der cartoonige Kleinkunst-Charme des Songs verdankt sich u.a. auch ihrem Gesang, der lange verschüttete Erinnerungen an Singübungen im Schulchor wachruft. Dominanter als zuvor sind die orchestralen Elemente, die meist für angemessenes Melodrama sorgen und besonders erhabene Textstellen akzentuieren, wie z.B. der Auftritt des Weihnachtsmannes bei „A Patch of Fog in Purgatory“. Der lupenreine Torch Song, den Williams und Band aus Wallace Stevens&#8217; „The Emperor of Ice Cream“ gezaubert haben, wäre ohne die herzzerreißende Violine nur ein Schatten seiner selbst.</p>
<p>Neben Jane gibt es weitere Gäste am Mikro, und sie sind es letztlich, die den Gesamteindruck des Albums am stärksten ausdifferenzieren. Lloyd James schmettert einen Song, der aufgrund seines charakteristischen Gesangs auch auf ein Naevus-Album gepasst hätte, und wer dachte, dass nur Helge Schneider und Jello Biafra übers Essen singen können, wird nicht nur hier eines besseren belehrt. Auch Andrew King darf sich nach seiner eigenen Facon austoben: „Relapse“, auf dem er auch sein Harmonium dröhnen lässt, lässt mit sakraler Würde einen besonderen Moment entstehen, was keineswegs mit der Frage steht und fällt, wie viel Selbstironie da mit im Spielt sein mag. Komik der etwas offensichtlicheren Art gibt es reichlich, so singt der Meister zu Polkaklängen auf deutsch über seine Schwester, die Krankenschwester, wie einst Elvis über&#8217;s Städele, und auch das Covergirl Brentley hat seinen Auftritt. Keinem außer Williams würde man einen Song namens „Quackadoodledoo“ nachsehen, weniger tolerant bin ich allerdings bei den Old School-Synthies in „Dashing Harbour“, zu stark sind die Assoziationen zu Karottenjeans, die nicht besser werden, seit manche sie ironisch tragen.</p>
<p>Die Synthieelemente sind vielleicht das offenkundigste Novum, doch „Trust No Scaffold&#8230;“ überzeugt auch und vor allem durch Altbewährtes: durch originelles Songwriting, doppeldeutigen Humor und eine mehr als solide Begleitband, bei der auch Williams&#8217; Langzeit-Kopilot Jerome Deppe nicht fehlen darf. Bleibt zu hoffen, dass Williams nun endlich die lange überfällige Anerkennung auch außerhalb gewisser Szenekreise zukommt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Old Europa Café</strong></p>
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