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	<title>African Paper &#187; Lungfish</title>
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		<title>DANIEL HIGGS: The Fools Sermon, Part 1</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2016 05:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Daniel Higgs]]></category>
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		<description><![CDATA[Traditionell ist der Narr eine Figur, die ungestraft unangenehme Wahrheiten aussprechen darf. Der Deal ist, dass er als mehrdeutige Figur auftritt, deren Aussagen ebenso sehr als dumm, deren Haltung jederzeit auch als ironisch und scherzhaft aufgefasst werden kann. Wer sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/20/daniel-higgs-the-fools-sermon-part-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/danielhiggsthefoolssermonpart1.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12616" title="danielhiggsthefoolssermonpart1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/danielhiggsthefoolssermonpart1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Traditionell ist der Narr eine Figur, die ungestraft unangenehme Wahrheiten aussprechen darf. Der Deal ist, dass er als mehrdeutige Figur auftritt, deren Aussagen ebenso sehr als dumm, deren Haltung jederzeit auch als ironisch und scherzhaft aufgefasst werden kann. Wer sich nicht auf die Füße treten lassen will, der muss ihn nicht ernst nehmen. Geht es darum, unorthodoxe religiöse Wahrheiten zu verkünden, bedarf es mitunter Figuren, die sich im Grenzbereich von Prophetie und Narrentum aufhalten.<span id="more-12615"></span></p>
<p>Etwas derartiges hatte vielleicht auch Daniel Higgs – ehemals Sänger der amerikanischen Hardcore-Formation Lungfish und seit Jahren solo mit Banjo, Stimme und Harmonium für eigenwillige Textrezitationen mit spirituellen und philosophischen Inhalten bekannt – im Sinn, als er seine jüngste Arbeit „The Fools Sermon“ nannte. Deren erster Teil erschien vor Kurzem auf Stephen O&#8217;Malleys Ideologic Organ-Label.</p>
<p>Das Album enthält zwei episodisch aufgebaute und von einer hörspielartigen Dramaturgie geprägte Kompositionen von jeweils knapp zwanzig Minuten Länge, der musikalische Grundtenor, der Songansätze kurz andeutet, aber letztlich verneint, hat seinen Schwerpunkt in folkigen Klängen primär ost- und verderasiatischer Prägung: weltenthobene Melodien aus hölzernen Blasinstrumenten, stimmungsvolles Saitengeschrammel auf Gitarre und Banjo, perkussives Rasseln und vieles mehr, ab und an einen lauten Tusch wie von einer Bigband. Stets wandeln sich Tempo und Stimmung, oft mit textlichen Brüchen korrespondierend, doch vieles wirkt auf den ersten Blick erratisch und immer etwas Dada.</p>
<p>Was Higgs inhaltlich mit seiner durchdringenden Stimme in gedehnter Intonation zum Besten gibt, bezeichnete Anthony Sylvester als „a raw vision of the sacred and the profane, the physical and the metaphysical, The Proterozoic and the Present“ &#8211; die Vorstellung einer kosmischen und anthropologischen Heils- und Entwicklungsgeschichte, die zyklische Struktuen andeutet und scheinbar quer durch zahlreiche theologische Systeme ein assoziatives Gewebe knüpft: Die menschliche Seele, „coccooned and shrouded“, ist ein umherirrendes „pilgrim particle“, ein „atom in the void“, geht durch einen Zustand „humbler than vanity“ und fragt sich „how low must we sink“? Doch mit Invokationen wie dem mehrfach wiederholten „Lazarus come out“ geweckt, hat sie die Möglichkeit eines verheißungsvollen Aufstiegs, und es gilt: „human beings are the greatest vessel makers in the entire galaxy“.</p>
<p>Gleichwohl die Zuversicht „nightmares of bliss await you“ eine gewisse Ambiguität einräumt, heißt es unmissverständlich „theres a better world acoming, come and see“. Higgs Vortragsstil hat die seltene Eigenschaft, entspannt und fesselnd zugleich zu sein, und nicht selten haben seine Intonation und sein von markanten Alliterationen untermauerter biblischer Stil einen humoresken, fast schalkhaften Unterton – ganz nach Art des klugen Narren. Genau dies nimmt der Hermetik des Textes einiges an seiner Schwere, verhindert aber auch nicht, dass das orakelhaft Andeutende gepaart mit der oft ins gigantische ausufernden Bildsprache manchmal etwas prätentiös wirkt.</p>
<p>Aber wer weiß, vielleicht verflüchtigt sich dieser Eindruck mit zunehmender Erleuchtung, und die Erfahrung beschenkt den Suchenden dann reichlich mit „milk and honey for the wise“ (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://editionsmego.com/releases/ideologic-organ/">Ideologic Organ / Editions Mego</a></strong></p>
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		<title>THE SKULL DEFEKTS: Peer Amid</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Higgs]]></category>
		<category><![CDATA[Lungfish]]></category>
		<category><![CDATA[Psych Rock]]></category>
		<category><![CDATA[The Skull Defekts]]></category>
		<category><![CDATA[Thrill Jockey]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein Album als musikalischer Drogencocktail angekündigt und im selben Atemzug mit SONIC YOUTH vergleichen wird, dann verheißt das nicht unbedingt einen angenehmen Trip. Thrill Jockey ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach vom neuen Album der Schweden THE &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/the-skull-defekts-peer-amid/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/peeramid.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-239" title="peeramid" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/peeramid-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn ein Album als musikalischer Drogencocktail angekündigt und im selben Atemzug mit SONIC YOUTH vergleichen wird, dann verheißt das nicht unbedingt einen angenehmen Trip. Thrill Jockey ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach vom neuen Album der Schweden THE SKULL DEFEKTS als einer „Frustrationsablageplattform der düsteren Art“. Ich will nicht sagen, dass mich „Peer Amid“ als Gutelauneplatte überrascht hätte, aber die befürchteten Winterdepressionen blieben bislang aus.<span id="more-237"></span></p>
<p>Kollaborationen gegenüber waren die Herren Fagerström, Rylander, Huhta und Nordvall nie abgeneigt, wie einige Zusammenarbeiten mit WOLF EYES, PRURIENT und Carl Michael von Hausswolff bezeugen. Eine Ausnahmeerscheinung ist der neue Longplayer der Schweden aber dennoch – zum einen, weil die tatkräftige Unterstützung am Mikro von keinem geringeren als Daniel Higgs (optisch eine Mischung aus Karl Marx und Michelangelos Vision des Weltenschöpfers und bislang Sänger in einer Hardcoreband namens LUNGFISH) kommt und dem Album einen ganz markanten Stempel verpasst. Zum anderen weil die Band niemals einen derart dynamischen psychedelischen Crossover spielte. Nach einer im Verlauf des Albums mehrfach aufgegriffenen Urschreiübung geht das Quintett beim eröffnenden Titelsong gleich in die Vollen, was hier heißt, dass Higgs kehliges Tremolo und thrashige Gitarrenriffs einen funkig treibenden Stoner Rock zustande bringen, der eine Wut jenseits aller Frustration aufleben lässt.</p>
<p>The Skull Defekts haben eine Affinität zu ausgedehnten Wiederholungsfiguren und kreisförmigen Kompositionen, lieben die Dröhnung ohne diesmal wirklich Dronemusik zu spielen, und finden mit ihrer Kombination aus Rock, indischen Einflüssen und dem Minimalismus der 60er ihren eigenen Stil fern ab von allem Entspannenden, das man mit dem Vorzeigelabel „Psychedelic“ so gerne assoziiert. „Peer Amid“ ist in erster Linie eine dynamische, erhebende Angelegenheit. Dennoch, Momente, in denen die Schicksalsschwere des Doom in das rund 50minütige Kraftpaket hereinbricht, gibt es durchaus. „Gospel of the Skull“ beispielsweise, bei dem Higgs Gesangsbeitrag besonders gut zur Geltung kommt. Wer seine Soloaufnahmen kennt oder schon mal in den Genuss eines seiner Konzerte kam, der weiß um die mitreißende Wirkung (und auch um die gewollt komischen Effekte) seiner repetitiven Songs mit epischen Ausmaßen – schön zu wissen, dass das auch mit einem satten Rockinstrumentarium funktioniert. Auch das infernalische „The Silver River“ mit weiblichen Backing Vocals und einer Walze aus Metalgitarren lebt vor allem von Higgs Predigerstimme und seinem mantraartigen Vortrag.</p>
<p>Verspielte Rhythmen, funkadelisches Soundchaos, dumpfes Grollen im Hintergrund. Kehliger Gesang, der mitunter ganz ohne Text auskommt, ein Wilder am Saxophon – ein gefährlicher Cocktail ist „Peer Amid“ durchaus. Lenkt die Wut in die richtigen Bahnen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.thrilljockey.com/">Thrill Jockey</a></strong></p>
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