<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Mannequin</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/mannequin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>MUSHY: Breathless</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/01/26/mushy-breathless/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/01/26/mushy-breathless/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2013 07:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[A.R. Kane]]></category>
		<category><![CDATA[Alessandro Adriani]]></category>
		<category><![CDATA[Mannequin]]></category>
		<category><![CDATA[Mannequin Records]]></category>
		<category><![CDATA[Mater Suspiria Vision]]></category>
		<category><![CDATA[Mushy]]></category>
		<category><![CDATA[Newclear Waves]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina F.]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina Fanigliulo]]></category>
		<category><![CDATA[Winter Severity Index]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6080</guid>
		<description><![CDATA[Ob die enorme Retromaschine, die weite Teile der Musikwelt in den letzten zwei Jahrzehnten in Gang gehalten hat, alsbald den Geist aufgeben wird, ist schwer vorherzusagen. Freilich, der Vorrat an Wiederverwertbarem und Neukombinierbarem wird mit der Zeit kleiner werden, und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/01/26/mushy-breathless/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/01/mushybreathless.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6081" title="mushybreathless" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/01/mushybreathless-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ob die enorme Retromaschine, die weite Teile der Musikwelt in den letzten zwei Jahrzehnten in Gang gehalten hat, alsbald den Geist aufgeben wird, ist schwer vorherzusagen. Freilich, der Vorrat an Wiederverwertbarem und Neukombinierbarem wird mit der Zeit kleiner werden, und der „novelty“ effect, den Folkhippies im Web 2.0, Cold Wave ohne Kalten Krieg und die Durchmischung von Hiphop-Beats mit dem Trockeneis der Gruftiedisco einst auslösten, ist weitgehend in eine „business as usual“-Routine übergegangen. Das klingt ernüchternd, vor allem wenn man im Pop nach wie vor das Spektakel sucht<span id="more-6080"></span>, aber es hat ja vielleicht auch etwas Beruhigendes, wenn man der immer neuen Säue langsam überdrüssig ist, die in regelmäßigen Abständen durch die Dörfer getrieben werden. Sollten sich die musikalischen Vintagemoden tatsächlich in absehbarer Zeit überleben, so sollte man aber mit der Erwartung allzu gravierender Veränderungen vorsichtig sein. Eine echte Wiedergeburt des Neuen nach dem Ende des Hipsters? Oder doch eher der Rückfall in einen bräsigen Purismus, der viel öder wäre als all die geschichtsbewusste Musik der letzten Jahre? Gar der endgültige Abschied von der Popmusik als identitätsstiftender Kulturpraktik? Ich vermute eher, dass die zitathaften Rückgriffe, die im Kleinen ohnehin jeder Kunst inhärent sind, in Zukunft mit nocg größerer Selbstverständlichkeit vorgenommen und nicht mehr wie ein alleinseligmachendes Kriterium für zeitgemäße Musik gehandelt werden.</p>
<p>Dass jemand wie Valentina Fanigliulo, die sich lieber Mushy rufen lässt, im Zuge dessen nicht mehr als Retro-Sternchen rezipiert werden würde, sondern über die Wirkung ihrer Musik, wäre nur ein Beispiel, das für eine solche Veränderung spräche, auch wenn die Behauptung, ihr Gesang verhalte sich zu Liz Frazer wie der von Zola Jesus zu Siouxsie Sioux, positiv intendiert sein mag und sogar zutrifft. Die Italienerin, die nebenbei in der All Girl-Combo Winter Severity Index Keyboard spielt und über ihre Gastrolle bei Mater Suspiria Vision auch in Deutschland bekannter wurde, widmet sich in ihrem Soloprojekt einer kühlen Schwermut, die im selben Zug hochemotional ist und an manchen Stellen ein fast religiöses Pathos ausstrahlt. Eine Musik der trüben Tage im Plattenbau, vielleicht dem Schauplatz von Andrzej Zulawkis &#8220;Possession&#8221; vergleichbar, und zugleich eine Musik der verschüchterten Sehnsucht nach dem Idyll – ein vermeintlicher Widerspruch, den Mushy schon persönlich verkörpert: Ob sie auf der Bühne ernst, kühl, traurig oder eher stoisch wirkt, ist eine Frage, die sich spontan schwer beantworten lässt, außer in den Momenten, in denen sie aus der Rolle fällt und keinem der introvertierten Stereotypen mehr entspricht. Bei ihren ordentlich besuchten Konzerten, bei denen sich Grufties, Schuhgaffer, Flux.fm-Hörer und Angehörige der persischen Oberschicht stilvoll ignorieren, bricht sie schon mal mit einer der größten Unarten bei Wave-Gigs aller Art, indem sie kurzerhand die Bühne verlässt und unter den Ölgötzen der ersten Reihen ein spontanes Pogo anzettelt – selbstredend ohne dabei eine Miene zu verziehen. Punkige Uptempo-Nummern fehlen auf ihrem zweiten Album „Breathless“ jedoch ebenso wie auf dem technisch noch weniger ausfeilten Vorgänger „Faded Heart“. In Bewegung gehalten werden die Stücke eher von monoton pulsierenden Taktschlägen. Oder durch Spannung verheißende „Ice Machine“-Beats wie auf dem Opener „To be lost“, bei dem Propellergeräusche und eine Stimme wie hinter einer Glasur eine versteckte Emotionalität zum Ausdruck bringen – alles im tristen Grau, das für ihre Musik so typisch ist. Der Schwerpunkt auf die eher hellen Klänge analoger Synthies trägt sehr viel zu dieser Atmosphäre bei und ist eine der zentralen Veränderungen zum basslastigen und somit wärmer klingenden Frühwerk. Fülle hat ihr Sound dabei kaum eingebüßt, er ist nur um einiges klarer und vielschichtiger geraten. In manchen Stücken wie dem skelettierten „Night Dress“ gerät die Stimmung zur kalten Sinnlichkeit, und stets ist es dieses Wechselspiel zwischen Frost und Wärme, das die Songs prägt und in einer unlösbaren Spannung hält. Hier und da scheint sorgsam dosierte Ironie im Spiel zu sein: Wenn die trotz A.R. Kane-Auftritt lethargischste Nummer „My Life so far“ heißt, klingt das nicht gerade berauschend. Dem gegenüber trägt eines der anrührendsten Stücke den Titel „I don&#8217;t care“.</p>
<p>In einigen Songs gibt es Momente, in denen die Stimmung recht spontan aus der Lethargie erwacht und der Gesang fast abrupt vom Tagtraum zur Klage auffährt. „Scratch my skin“ hat dieses Moment, und ist ohnehin einer der Anspieltipps auf dem Album. In den unterschwellig fordernden Vocals und dem Goth-artigen Bassound klingen sowohl ganz alte Kirlian Camera als auch altehrwürdige 4AD-Zeiten an. Da war sie wieder, die Retrokiste, ganz kommt man eben auch bei „Breathless“ nicht an ihr vorbei. Dem entgegen steht die Beobachtung, dass Valentinas Stil stets kleinen Veränderungen unterliegt und und mehr und mehr in einem eigenständigen Sound resultiert, der sich durchaus noch stärker vom 80s-Label emanzipieren könnte. Wenn ihr das gelingt, wird ihre Musik vermutlich auch die derzeitigen Moden überdauern. Einen ähnlich großen Ruhm, wie er Zola Jesus zuteil wurde, gönne ich ihr schon jetzt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.mannequinmailorder.com/">Mannequin</a></strong><br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/2GTZpR8CUU0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/01/26/mushy-breathless/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SIXTH JUNE: Back For A Day</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/09/sixth-june-back-for-a-day/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/09/sixth-june-back-for-a-day/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 04:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Laslo Antal]]></category>
		<category><![CDATA[Lidija Andonov]]></category>
		<category><![CDATA[Mannequin]]></category>
		<category><![CDATA[Sixth June]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=1827</guid>
		<description><![CDATA[Irgendwann vor ein paar Jahren waren sie da, die Achziger als positive Bezugsgröße derzeitiger Popmusik. Schnell waren sie allgegenwärtig, zuletzt so selbstverständlich, dass man sie bald kaum noch hervorheben musste. Mittlerweile kann man die Frage, inwiefern sie nur Vorstufe von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/09/sixth-june-back-for-a-day/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sixthjunebackforaday.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1828" title="sixthjunebackforaday" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sixthjunebackforaday.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwann vor ein paar Jahren waren sie da, die Achziger als positive Bezugsgröße derzeitiger Popmusik. Schnell waren sie allgegenwärtig, zuletzt so selbstverständlich, dass man sie bald kaum noch hervorheben musste. Mittlerweile kann man die Frage, inwiefern sie nur Vorstufe von etwas waren, das noch kommen sollte, unter veränderten Vorzeichen neu stellen. Ein großes Novum, das sich im New Wave und seinen musikalischen Ausdrucksformen abzeichnete, war eine neue Sprache über Liebe<span id="more-1827"></span> – wie niemand sonst beschrieb Martin Büsser wiederholt, wie sie nach dem vorläufigen Scheitern von Peace and Love heikler, diffiziler, doppelbödiger und auch verklemmter wurde. Alles nur Schöne dagegen, jedes einfache Happy End, war nur noch dort legitim, wo es schmonzettig und trivial zuging.</p>
<p>Sixth June, das aus Lidija Andonov und Laslo Antal bestehende serbische Duo greift diese Entwicklung auf, und dies so vollkommen stilecht, dass man meinen könnte, sie hätten die frühen 80er mit ihren poppigen New Romantic-Discos und ihrer unterkühlten Emotionalität hautnah miterlebt. Bereits vor vier Jahren brachte das Pärchen, das irgendwann beschloss, in Deutschland zu leben, eine 12&#8221; LP voll mit knarzigem Synthie Wave heraus, als Vorgeschmack auf ihr angekündigtes CD-Debüt erschien vor kurzem das vorliegende Minialbum.</p>
<p>Der Titelsong ist gleich der Ohrwurm, und könnte auf den ersten Eindruck fast ein „Sweet Dreams“-Zitat sein. Einfach, dynamisch, verträumt, berührend. „Today“ rockt sogar, aber nur dezent unter einer starken Schicht aus tagträumerischer Lethargie. Vergleiche mit DAF oder Soft Cell, die anderswo gezogen wurden, überzeugen wenig: Mag der Rhythmus auch der gleiche sein, so war deren Vorstellung von New Wave doch bei allem Morbiden lebensfroher, vitaler, dekadenter, die Bands waren Sanguiniker durch und durch. Sixth June dagegen besingen eher die stilvolle, kühle Tristesse, die man von Visage oder Boytronic her kennt. „Come Closer“ klingt oberflächlich betrachtet nach kühler Distanz: Natürlich spricht die sanfte Stimme Lydias bereits eine andere Sprache. Von der Gesangstechnik her könnte sie von Dave Gahan der „Some Great Reward“-Phase geprägt zu sein, in den dunkleren Momente weckt ihre Stimme Assoziationen zu Nico. Ist der Beat erst einmal im Uptempo-Bereich angekommen, erscheint er fast ein bisschen zu einfach, erinnert an klassischen EBM. Irgendwann ist der Song dann auch einfach fertig, ausgefaded, man fragt sich, ob da nicht noch was hätte kommen können. „Inside“ ist einsames, abgeklärtes Driften durch eine kühle Jim Jarmush-Welt, eine Sehnsucht nach Bedeutung, die nicht zum Ausdruck gebracht wird, aber als Frage umso mehr nachhallt. Am meisten beeindruckt das abschließende „82“, dessen melancholische Diskobeats an den Nerven zerren, während die gehauchten, wortlosen Vocals zum Tanz animieren &#8211; „with tears in my eyes“.</p>
<p>Sixth June wollen Retro sein und haben kein Interesse, das Rad der Musik neu zu erfinden. Das ist legitim, aber ein paar überraschende Wendungen mehr in der Gestaltung der Songs wären auch nicht schlecht gewesen. Vielleicht tut sich da ja noch was auf dem Longplayer, für den ich mir wieder den etwas raueren Klang des Debüts wünschen würde.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.mannequinmailorder.com/label.html">Mannequin</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/09/sixth-june-back-for-a-day/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MUSHY: Faded Heart</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/mushy-faded-heart/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/01/mushy-faded-heart/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Crossover]]></category>
		<category><![CDATA[Mannequin]]></category>
		<category><![CDATA[Mater Suspiria Vision]]></category>
		<category><![CDATA[Mushy]]></category>
		<category><![CDATA[Nuclear Waves]]></category>
		<category><![CDATA[Soft Metals]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina F.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=345</guid>
		<description><![CDATA[Ob die junge Römerin Valentina F. mit ihrem Pseudonym MUSHY auf die etwas zotige Wirkung im Deutschen hin abzielt, ist mir nicht bekannt. Den Italienern ist ihr Name schon seit Jahren ein Begriff, denn die Künstlerin ist bereits seit 2003 &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/mushy-faded-heart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/mushyfadedheart.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-346" title="mushyfadedheart" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/mushyfadedheart.jpeg" alt="" width="150" height="148" /></a>Ob die junge Römerin Valentina F. mit ihrem Pseudonym MUSHY auf die etwas zotige Wirkung im Deutschen hin abzielt, ist mir nicht bekannt. Den Italienern ist ihr Name schon seit Jahren ein Begriff, denn die Künstlerin ist bereits seit 2003 im italienischen Underground aktiv. Als Musikerin, DJ und Grafikerin.<span id="more-345"></span></p>
<p>Groß geworden ist sie in der überschaubaren Post-Industrial-Gemeinde Roms, die seit Jahren in der stilistisch weit zerfransten Nachfolge von Gruppen wie AIN SOPH blüht und sich auf Veranstaltungen wie dem jüngst verblichenen „Post Romantic Empire“ trifft. Überregionalen Ruhm erntete sie zuletzt durch einen Gastbeitrag bei jener deutschen Band, die derzeit erfolgssicher auf der Witch House-Welle mitschwimmt und den Hype vermutlich sogar unbeschadet überleben wird: MATER SUSPIRIA VISION. Valentina selbst wird von dem Rummel wohl auch ein wenig profitieren können und ihn ebenso überleben. Schließlich wird sie schon als vielversprechende Künstlerin in der ZOLA JESUS-Nachfolge gefeiert. Ein sehr allgemein gehaltener Vergleich, der sich wohl langsam zu einem neuen Stereotyp entwickelt. Aber auch einer, der neugierig macht.</p>
<p>Was die Assoziation vermutlich begünstigt, ist der zum Teil rauschige, dumpfe Shoegazersound, der die überwiegend synthetisch erzeugte oder zumindest elektronisch bearbeitete Musik schon kurz nach dem dronigen Ambientintro dominiert und gelegentlich an die Aufnahmen zur „The Spoils“-Phase erinnert. Doch während bei der amerikanischen Kollegin die Elektronik mehr wie ein reines Ausdrucksmittel für ihre emotionalen Stimmungsbilder fungiert, scheint Valentina generell mehr am Sound selbst interessiert zu sein. Ein vielschichtiges Klangdesign, cold- und newwavige Anklänge und verfremdeter Gesang sind die Hauptzutaten ihrer von Schwermut und Angst erfüllten Message aus den Tiefen einer imaginären 80er-Jahre-Disco. Nur selten traut sich ihre Stimme unter den Effekten hervor, so als ob deren klangliche Wirkung das Sirenenhafte ihres Gesangs zumindest ein Stückweit im Zaum halten müsste.</p>
<p>Manche Rhythmen sind von fast rituell repetitiver Einfachheit, steigern sich mit der Hilfe von monotonem Gitarrenspiel schon mal zu markanten Postpunk-Auswüchsen. Generell überraschen Momente, bei denen auffallend „akustische“ Klänge an die Oberfläche kommen: Ein schleppender Rockrhythmus und ganz klare 4AD-Reminiszenzen, wenn monoton pulsierende Bässe hinzukommen. Manch einer wird an dieser Stelle an die frühen COCTEAU TWINS denken, deren Melancholie durch eine fast schon desolate Schwere ersetzt wird.</p>
<p>Die CD erscheint mit exklusiven Remixes von Künstlern wie SOFT METALS, CROSSOVER, NUCLEAR WAVES und Heinrich Dressel und liefert einen gelungenen Beitrag zum derzeitigen Wave-Revival, mit dem in ein paar Jahren (vgl. Weird Folk) sicher keiner mehr was zu tun gehabt haben will. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/01/mushy-faded-heart/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
