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	<title>African Paper &#187; Marcel Duchamp</title>
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		<title>JOHN CAGE: Complete Song Books</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2016 05:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/johncagecompletesongbooks.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13130" title="johncagecompletesongbooks" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/johncagecompletesongbooks-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>John Cage brachte seine drei „Song Books“ 1970 zunächst einzeln heraus, zwei Sammlungen mit zusammen zweiundneunzig Solostücken für Vocals sowie eine dritte, die lediglich aus Anweisungen bestand, Textmaterial, das aus Zitaten von Thoreau, Satie, Duchamp und anderen bestand und wohl auch in den Songs selbst vorkommt. Mit hundertprozentiger Sicherheit kann man das aber nicht sagen, denn die Vocals in den kurzen Stücken sind nicht gerade zum auswendiglernen und mitsingen gedacht, und überhaupt – wer John Cages offene<span id="more-13129"></span>, Konventionen durchbrechende musikalische Herangehensweise kennt, der ahnt, dass „Song“ hier ein sehr weit gefasster Begriff ist.</p>
<p>Die neueste Interpretation wurde dieses Jahr in Berlin eingespielt – Reinhold Friedl, Leiter des Solistenensembles zeitkratzer, steuert neben Vocals eine Vielzahl an Sounds bei, Rashad Becker kümmert ich um die Elektronik und fungiert zudem als Studiotechniker. Mit unterschiedlichen Mikros, eigens gebauten Instrumenten und verschiedenen Geräuschquellen aus der Schrottkiste halten sich die beiden zwar an die ursprüngliche Reihenfolge der Songs, setzen diese aber mit einem Höchstmaß an interpretatorischer Freiheit um.</p>
<p>Die Sammlung beginnt mit einem irritierenden Krächzen, das flugs in undefinierbare Sounds übergeht, und man braucht eine Weile, um Stimme und andere Klangquellen vollends zu separieren. Brüche, bisweilen harte Cuts, die anfangs noch etwas holprig wirken, leiten von Abschnitt zu Abschnitt. Dabei zieht ein Panorama an auf- und abschwellenden Motiven am Ohr vorbei: Tippen auf der Schreibmaschine, Ess-, Trink und Tiergeräusche, Bohren, Kratzen, Hämmern, Blubbern, Brummeln, Jaulen, Stöhnen. Alles wirkt sehr nah am Ohr, schafft eine gewisse Intimität, man fühlt sich beinahe hineingezogen in das hörspielartige Szenario, und wenn nicht, dann wird man zumindest zum aufmerksamen Hören verführt. Interessant ist, dass die Abfolge trotz allem nie hektisch wirkt, sondern in ihrer genauen Bemessenheit und der Übersichtlichkeit der Inhalte sogar einen eher entspannten Eindruck hinterlässt.</p>
<p>Was auf den ersten Blick noch wie ein wildes Sammelsurium anmutet, ist letztlich in einen stringenten Rahmen gepackt: Nie klingt die Musik nach metallener Kälte oder nostalgischer Gemütlichkeit, immer stehen wenige Soundereignisse, oft auch nur ein einziges, im Zentrum des Geschehens, der Ort ist keine Rumpelkammer, doch ebenso wenig eine weiträumige Maschinenhalle, und auf Wucht und Bombast wird sowieso verzichtet. Dramatik gibt es nur im Kleinen, und die geht oft Hand in Hand mit einer Portion Slapstick: Gurgeln, Grunzen und Keuchen, Pfeifen auf dem Kamm und ein feierliches Orgelspiel, dass durch den pathetischen Bassgesang wie eine Karikatur wirkt. Selbst die hohen Fiepstöne erscheinen eher wie kleine Streiche, als dass sie verstören.</p>
<p>Wer auf so etwas wie eine lineare Entwicklung hofft, tut gut daran, danach zu suchen – nicht dass man sie finden könnte, denn das Werk ist, wie es sich für ein Songbuch auch gehört, im simplen Reihungsstil komponiert, doch beim konzentrierten Hören fallen einem die gut konturierten Details noch besser ins Auge – und dieses ist ohnehin eine heimlicher Mithörer, denn die vielen gut im Raum choreografierten Ereignisse evozieren in ihrer Griffigkeit eine filmische Qualität.</p>
<p>Die originelle Neuinterpretation erscheint als Doppel-LP fünfhundertmal in der „Perihel Series“ auf Karlrecords, laut Label sind noch ein paar Dutzend Scheiben zu ergattern. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.karlrecords.net/">Karlrecords</a></strong></p>
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		<title>ÉTANT DONNÉS: Aurore</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2016 12:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eric Hurtado]]></category>
		<category><![CDATA[Étant Donnés]]></category>
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		<category><![CDATA[Penultimate Press]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie es scheint, widmen sich die Gebrüder Hurtado, die in den frühen Eighties die nach einem Spätwerk Duchamps benannte Band Étant Donnés gründeten, zur Zeit verstärkt der Zugänglichmachung vergriffener Aufnahmen. Nachdem vor kurzem einige alte Tape-Aufnahmen bei Vinyl on Demand &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/01/etant-donnes-aurore/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/etantdonnesaurore.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11384" title="etantdonnesaurore" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/etantdonnesaurore-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie es scheint, widmen sich die Gebrüder Hurtado, die in den frühen Eighties die nach einem Spätwerk Duchamps benannte Band Étant Donnés gründeten, zur Zeit verstärkt der Zugänglichmachung vergriffener Aufnahmen. Nachdem vor kurzem einige alte Tape-Aufnahmen bei Vinyl on Demand auf Schallplatte erschienen sind, steht nun &#8211; dankenswerterweise, muss man sagen &#8211; eines ihrer bekanntesten Alben wieder in den Läden.<span id="more-11383"></span></p>
<p>Das vor gut 25 Jahren bei Touch erschienene „Aurore“ ist vielleicht das bekannteste der überwiegend auf bearbeiteten Feldaufnahmen basierenden Alben, die die ursprünglich aus Marokko stammenden Franzosen v.a. in den frühen 90ern herausbrachten. Zu seinen besonderen Stärken zählt die Balance, in der organisch und elektronisch klingende Komponenten, natürliches und künstliches, sich stets die Waage halten. Feuer und Wasser sind die Hauptkomponenten des Klangmaterials, das in unterschiedlichen Graden der Verfremdung vorliegt und insgesamt in eine eher ambiente Form von plastischer Gestalt und meist auch übersichtlicher Struktur gebracht wird.</p>
<p>In besonders beeindruckenden Momenten fühlt man sich an das Summen von Insekten erinnert, denkt vielleicht an Aufnahmen von Dave Phillips oder klassische Aube-Arbeiten. Mit diesen Klängen verstehen es Étant Donnés, Spannung aufzubauen – einerseits durch die sich langsam, mit einigen retardierenden Momenten, steigernde Dynamik, die oft einen rhythmischen Einschlag bekommt und doch ohne echte Beats auskommt, zum anderen durch die spukhaften Vocals, deren Abgründigkeit durch simple Raumklangeffekte und plötzliches Variieren der Lautstärke an Intensität gewinnt.</p>
<p>Im zweiten der unbetitelten Stücke wird die Rhythmik aus einem Gewittersample gezaubert, das einen anfangs noch heimelig anmutenden Regenschauer übertönt, zusammen mit den geflüsterten Text, der sich gekonnt in den Takt des Donner(n)s einfügt, entsteht eine ausgesprochen düstere Atmosphäre, die ähnlich wie beim Glockenläuten in einem weiteren Stück an die Stimmung europäischer Gothic Horror-Filme erinnert.</p>
<p>Nachdem das Album jahrelang vergriffen war, sind nun 500 schwarze Vinylscheiben erschienen. <a href="http://www.thewire.co.uk/news/35510/penultimate-press-reissuing_tant-donn_s-trilogy">Zwei weitere Alben aus dieser Ära</a> sollen ebenfalls noch in diesem Jahr folgen.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://penultimate-press.blogspot.de/">Penultimate Press</a></strong></p>
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