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	<title>African Paper &#187; Martin Weinreich</title>
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		<title>MARTIN WEINREICH: White Flares</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 06:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Weinreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor gut zwei Jahren hatte uns der Kölner Martin Weinreich mit seinem Debütalbum „Points Of Entry (1989-1995)“ uns auf diesen Seiten begeistert: &#8220;Unter dem Motto &#8216;Channeling confusion and fear 1989 – 1995 &#124; This attempt to fix the trajectory was &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/21/martin-weinreich-white-flares/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/a1329196183_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44150" title="a1329196183_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/a1329196183_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor gut zwei Jahren hatte uns der Kölner Martin Weinreich mit seinem Debütalbum „<a href="http://africanpaper.com/2022/07/23/martin-weinreich-points-of-entry-1989-1995/">Points Of Entry (1989-1995)</a>“ uns auf diesen Seiten begeistert: &#8220;Unter dem Motto &#8216;Channeling confusion and fear 1989 – 1995 | This attempt to fix the trajectory was completed in 2020&#8242; wird das Album verstanden als <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;">&#8216;<a href="https://www.hauch-records.de/musikanten/martin-weinreich/">ein elektroakustisches Tagebuch im Nachhinein</a></span></span> – mit Einträgen über Entdeckungen, Verwirrung, vage Erwartungen und einige hartnäckige Geister, die sich bisher geweigert haben, zu gehen.&#8217;“<span id="more-44147"></span></p>
<p>Dieses komplexe Debüt arbeitete mit zahlreichen Verweisen und Zitaten, der Nachfolger „White Flares“, erschienen als erste Veröffentlichung auf Weinreichs eigenem kleinen Label Say Blind in einer Auflage von 100 Exemplaren, fällt kürzer (um die 22 Minuten, sieben Tracks), aber nicht weniger gehaltvoll, aus. Diesmal wird der überschaubarere Zeitraum von zwei Jahren („08 2021 &#8211; 08 2023“) genannt und die Musik wird verortet als „occult anarchist electronics“. Es geht auf &#8220;White Flares&#8221; aber weniger um ein so dichtes übergeordnetes Konzept wie noch auf dem Vorgänger, allerdings ist die musikalische Herangehensweise die gleiche geblieben, erzeugt Weinreich doch erneut Musik, die einzig und allein auf Samples basiert. Er schreibt, ihm gehe es um die &#8220;Transformation [dieser Samples] in andere Formen, Strukturen und Kontexte&#8221;. Diesem Ansatz hatten wir bzgl. des Vorgängers attestiert, &#8220;etwas (im positiven Wortsinne) Rätselhaftes&#8221; zu erzeugen.</p>
<p>Der Opener „Vent“ arbeitet mit brummenden, teils flächig-ambienten Sounds, die unter der Oberfläche aber immer wieder eine leichte Unruhe ausstrahlen. &#8220;Tunnelling&#8221; ist noch unruhiger mit knarzenden, hektischeren Momenten, ganz so, als würde ein Specht mit Atemnot kämpfen. Dann endet das Stück mit ein paar Beats. Die in der CD zu findende Beschreibung &#8220;blood poisoning done right&#8221; eröffnet weitere Fragen, Referenzpunkte. &#8220;Illumination Rounds“ ist geprägt von seltsam knisternden und knarzenden Geräuschen, melodischen Passagen im Hintergrund, Stimmen aus einer defekten Maschine. „Red Flares“ ist Reduktion: Minimal Techno meets Dark Ambient. „Vesparax“ ist ein dunkel-dräuend pulsierendes Stück. In den Linernotes dazu heißt es: &#8220;red devils. notverpflegung: drei büchsen bier, eine dose river cola, 15 tabletten vesparax.&#8221; &#8220;Tap Internal“ scheint in einer Höhle aufgenommen zu sein, vielleicht ist eine bearbeitete Stimme zu hören, die Seltsames summt. Diesem Stück haftet etwas völlig Außer-, Unterweltliches an. Den Abschluss bildet „The Flip Side Of The High“, das im Kontext dieses Albums vielleicht dissonanteste, industriellste Stück. Sehr schöne Veröffentlichung. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://martinweinreich.bandcamp.com/album/white-flares">Say Blind</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4205629433/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MARTIN WEINREICH: Points Of Entry (1989-1995)</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2022 00:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Hauch Records]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Fisher]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Weinreich]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Ligotti]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn (Auto-)Biographien oft den Eindruck vermitteln (wollen), die Vergangenheit ließe sich aus der Distanz problemlos wiederherstellen, ganz so, als könne man eine diffus-amorphe Masse von scheinbaren Erinnerungen in eine klar abgrenzbare Chronologie bringen, so handelt es sich dabei doch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/07/23/martin-weinreich-points-of-entry-1989-1995/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/a1336009822_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30637" title="a1336009822_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/a1336009822_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch wenn (Auto-)Biographien oft den Eindruck vermitteln (wollen), die Vergangenheit ließe sich aus der Distanz problemlos wiederherstellen, ganz so, als könne man eine diffus-amorphe Masse von scheinbaren Erinnerungen in eine klar abgrenzbare Chronologie bringen, so handelt es sich dabei doch eher um eine dem Wunsch nach besserer Lesbarkeit und Kontrolle geschuldete Re-Konstruktion.<span id="more-30636"></span> Das berühmte Zitat L.P. Hartleys „The past is a foreign country; they do things differently there” ist mehr als zutreffend,</p>
<p>Martin Weinreichs Herangehensweise auf seinem Debütalbum „Points of Entry (1989-1995)“  ist dann auch eine andere: Unter dem Motto „Channeling confusion and fear 1989 – 1995 | This attempt to fix the trajectory was completed in 2020“ wird das Album verstanden als <a href="https://www.hauch-records.de/musikanten/martin-weinreich/">„ein elektroakustisches Tagebuch im Nachhinein</a> &#8211; mit Einträgen über Entdeckungen, Verwirrung, vage Erwartungen und einige hartnäckige Geister, die sich bisher geweigert haben, zu gehen. “ Weinreich verweist im umfangreichen Booklet u.a. auf Mark Fisher, ordnet jedem Track ein Foto sowie Zitate (Auszüge aus Rezensionen etc.) zu, nennt Musiker, die er als „enablers“ versteht: von Cypress Hill zu Morbid Angel, Skinny Puppy zu Tricky, Public Enemy zu Throbbing Gristle, um daraus ein assoziativ-fragmentarisches Album zu konzipieren. Der Plural im Albumtitel weist vielleicht schon auf die zahlreichen, unterschiedlich(st)en Zugänge hin. Hier wird collagiert, werden Cut-Ups vorgenommen. Das ist (T.S. Eliot plagiierend) &#8220;a heap of broken images and sounds&#8221;.</p>
<p>Der erste Track „A Point Of Entry (13/03/1989) verweist auf einen Auftritt Front 242s: Man hört Beats und französiche Sprachsamples. „Two Instances Of British Funk“ spielt auf den „Grizzly, Essex funk“ von Nitzer Ebb an, „Chicago Trax (Deities/Rabies)“ evoziert Skinny Puppy, „Steady Diet (01/07/1992)“ ist mit Stimmenfragmenten ein atmosphärischer Dark Ambient-Track, auf „If You Want To Become“  ist Lungfish der Referenzpunkt. Es gibt das dissonante „Soul“, „Industrial Introduction“ thematisiert Videoaufnahmen von Throbbing Gristle. Auf 15 Stücken, die zwischen 30 Sekunden und sechs Minuten lang sind, bekommt der Hörer mehr Fragen als Antworten. Weinreich spricht von „processing, editing and composition“ und mit dieser Heransgehensweise erzeugt er etwas (im positiven Wortsinne) Rätselhaftes. Seine Methodologie spiegelt sich dann auch vielleicht in dem im Booklet zu findenden Zitat aus Thomas Ligottis Kurzgeschichte &#8220;The Troubles of Dr. Thoss&#8221; wider: „any cultural source of published material would do as long as its pictures spoke the language of dark lines and vacant spaces.“ (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.hauch-records.de/">Hauch Records </a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3221526563/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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