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	<title>African Paper &#187; Martin Wurmnest</title>
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		<title>Electroacoustic Works: Box-Set zum 100. Geburtstag von Iannis Xenakis</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 04:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karlrecords, die bereits &#8220;La Légende d’Eer&#8221; und &#8220;Persepolis&#8221; in neu gemasterteter Version herausbrachten, kündigen eine fünf Tonträger umfassende Box mit elektroakustischen Arbeiten zum hundertsten Geburtstag von Iannis Xenakis (1922-2001) an. Auf wahlweise fünf LPs oder CDs mit Booklet sowie digital &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/23/electroacoustic-works-box-set-zum-100-geburtstag-von-iannis-xenakis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karlrecords, die bereits &#8220;La Légende d’Eer&#8221; und &#8220;Persepolis&#8221; in neu gemasterteter Version herausbrachten, kündigen eine fünf Tonträger umfassende Box mit elektroakustischen Arbeiten zum hundertsten Geburtstag von Iannis Xenakis (1922-2001) an. Auf wahlweise fünf LPs oder CDs mit Booklet sowie digital erscheinen neu abgemischte und gemasterte Aufnahmen aus dem Zeitraum von 1957-1992, das Herzstück bilden die unter dem<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/Iannis-Xenakis-C-courtesy-of-the-Xenakis-family.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26006" title="Iannis Xenakis (C) courtesy of the Xenakis family" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/Iannis-Xenakis-C-courtesy-of-the-Xenakis-family.jpg" alt="" width="535" height="480" /></a><span id="more-26005"></span></p>
<p>Begriff &#8220;Les Polytopes&#8221; gefassten Arbeiten, zu denen neben den ebenfalls enthaltenen &#8220;Persepolis&#8221; (1972) und &#8220;La Légende d’Eer&#8221; (1978) die Werke &#8220;Hibiki Hana-Ma&#8221; (1969), &#8220;Mycenae Alpha&#8221; (1978) und &#8220;Polytope de Cluny&#8221; (1972) zählen. Die Box erscheint im Januar 2022 in der von Reinhold Friedl kuratierten Perihel-Reihe, desweiteren sind einige Aufführungen in verschiedenen europäischen Städten geplant.</p>
<p>Foto © mit freundlicher Genehmigung der Familie Xenakis</p>
<p><a href="https://karlrecords.bandcamp.com/"><strong>Karlrecords</strong></a></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/tag/iannis-xenakis/"><strong>La Légende d’Eer und Persepolis @ African Paper</strong></a></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/1071328687&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="166"></iframe></p>
<div style="font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;"><a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Karlrecords" href="https://soundcloud.com/karlrecords" target="_blank">Karlrecords</a> · <a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="IANNIS XENAKIS - Mycenae Alpha" href="https://soundcloud.com/karlrecords/iannis-xenakis-mycenae-alpha" target="_blank">IANNIS XENAKIS &#8211; Mycenae Alpha</a></div>
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		<title>IANNIS XENAKIS: Persepolis</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2018 10:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über den Entstehungskontext und die Erstaufführung von Iannis Xenakis&#8217; elektroakustischer Komposition „Persepolis“ ist einiges geschrieben worden. Das knapp einstündige Werk basiert auf diversen 8-Spur-Tapes und wurde 1971 von Mohammed Reza Pahlevi, dem letzten Shah des Iran für das Shiraz Art &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/26/iannis-xenakis-persepolis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/kr044-Sleeve-front_1500.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15411" title="kr044 Sleeve front_1500" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/kr044-Sleeve-front_1500-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über den Entstehungskontext und die Erstaufführung von Iannis Xenakis&#8217; elektroakustischer Komposition „Persepolis“ ist einiges geschrieben worden. Das knapp einstündige Werk basiert auf diversen 8-Spur-Tapes und wurde 1971 von Mohammed Reza Pahlevi, dem letzten Shah des Iran für das Shiraz Art Festival in den Ruinen der alten Hauptstadt Persepolis in Auftrag gegeben. In dieser Aufführung war es Teil einer Multimedia-Performance namens „Polytopes“ &#8211; „viele Räume“: Entsprechend der Topografie der Ruinen wurden <span id="more-15410"></span>neununfünfzig Lautsprecher auf dem Gelände so platziert, dass verschiedene Abschnitte der Komposition Räume bilden, die die Zuschauer nacheinander betreten konnten. So entstand die antike Stadt im künstlerischen Medium virtuell neu.</p>
<p>Choreografische sowie licht- und pyrotechnische Elemente bildeten einen weiteren Teil der Aufführung und schlugen die Brücke zu den Feuerritualen und der Licht und Schatten-Symbolik der zoroastrischen Religion, die besonders in der Gegend um die Ruinen, in Städten wie eben Shiraz oder Yazd, bis heute überlebt hat, und auf deren vorislamisches Erbe die damalige Regierung in identitätsstiftender Absicht zurückgriff.</p>
<p>Man findet in der Rezeptionsgeschichte des Werks wenig Kritisches über die pompösen Selbstinszenierungen des damals umstrittenen Despoten, der heute, in Zeiten der autoritären islamischen Regierung, für einige wie ein Symbol für Freiheit und Fortschritt anmutet, dessen Herrschaft in Wirklichkeit aber der Urheber mancher Institutionen ist, die zu den Grundlagen des heutigen Regimes zählen – so, als müsste man eher verschämt zur Kenntnis nehmen, dass große Kunst auch in fragwürdigen Kontexten entstehen kann. Darüber hinaus findet man auch vergleichsweise wenig über die Musik.</p>
<p>Was da in unregelmäßigen Intervallen ins Ohr dringt, kann man als kollagierte Abfolge von schleifenden, kratzenden, ratternden, tief dröhnenden und dunkel grollenden Geräuschen beschreiben, die wie Gewitter und Klagelied zugleich immer mal die Grenze zum Noise durchbrechen und dann wie eine Geröllawine auf die Gehörgänge niederprasseln. Ab und an schreckt Schrilles auf, mit Vorliebe dann, wenn der Fluss der Klänge schon eine Weile ins Stocken geraten ist und gerade etwas leiser daherkommt. Doch ähnlich wie in „La Légende d’Eer“ gibt es auch hier vereinzelt lieblich anmutende, folkloristisch klingende Details, und sei es die Illusion eines wie auch immer erzeugten Glöckchenregens.</p>
<p>Eine solide Anzahl an Klangerzeugern sollen in den verwendeten Tapes zum Einsatz gekommen sein, neben metallenen Objekten sind verschiedene Saiten- sowie Blech- und Holzblasinstrumente vertreten, deren Klang oft nur dem geübten Ohr erkennbar ist. Interessanter noch als die Bearbeitung der Sounds ist aber ihr z.T. unberechenbarer, keinem vorhersehbaren Schema folgender Verlauf, der das Gefühl vermittelt, einer Naturgewalt und einem enormen Energiefluss ausgesetzt zu sein. Schon deshalb ist „Persepolis“, das nun seit langem mal wieder als LP und in einer neuen, auf den ursprünglichen Mastertapes basierenden Version vorliegt, eine Pionierarbeit nicht nur der experimentellen, sondern auch der rituellen Musik. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
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		<title>IANNIS XENAKIS: La Légende d&#8217;Eer</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/07/09/iannis-xenakis-la-legende-deer/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 04:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ersten sechs Minuten dieses Werks sind nichts für Whitehouse-geschädigte Ohren: Ein auf- und abebbender Ton von hoher Frequenz entfaltet sich über einen längeren Zeitraum, um irgendwann in eine Art Zwitschern überzugehen, das von Zeit zu Zeit von metallischem Rasseln &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/09/iannis-xenakis-la-legende-deer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/iannisxenakislalegendedeer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12381" title="iannisxenakislalegendedeer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/iannisxenakislalegendedeer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die ersten sechs Minuten dieses Werks sind nichts für Whitehouse-geschädigte Ohren: Ein auf- und abebbender Ton von hoher Frequenz entfaltet sich über einen längeren Zeitraum, um irgendwann in eine Art Zwitschern überzugehen, das von Zeit zu Zeit von metallischem Rasseln übertönt wird. Ab hier wird&#8217;s dann schön: Immer dichter und maschineller gestaltet sich das klangliche Material mit der Zeit, offenbart eine Fülle an Details, die in den dramatischsten Momenten wie eine Schuttlawine auf den Hörer einprasseln.<span id="more-12380"></span></p>
<p>Die Rede ist von „La Légende d&#8217;Eer“, zusammen mit „Persepolis“ eine der längsten elektroakustischen Arbeiten, die der Komponist Iannis Xenakis in den 70er Jahren komponierte. Das Werk wurde gerade neu gemastert und herausgebracht und blickt auf eine umfangreiche Geschichte zurück.</p>
<p>„La Légende d&#8217;Eer“ ist der musikalische Teil eines im Rahmen der Eröffnung des Pariser Centre Georges Pompidou konzipierten Multimedia-Events „Diatope“, das außerdem Texte, Arbeiten mit Licht und – wen wundert es bei Xenakis, der neben der Musik die Baukunst studierte und mit Le Corbusier arbeitete – Architektur beinhaltete. Die Musik wurde zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk in Köln produziert und zuerst separat im Bochumer Planetarium uraufgeführt. Sie gilt als eine der klassischen Wegmarken der Tapemusik und hat sowohl im akademischen Musikkontext als auch in der DIY-Welt der Subkulturen ihre Spuren hinterlassen.</p>
<p>Xenakis arbeitete mit diversen 8-Spur-Tapes, auf denen neben computererzeugten Sounds etliche Klänge aus seinem Archiv an Aufzeichnungen enthalten waren – hinzu kamen Klangspuren, die im Studio des WDR aufgenommen wurden. Bei diesen Aufnahmen wirkten mehrere Studiomusiker mit, u.a. am Bass und an Synthies, so steuerte der Toningenieur Volker Müller den enervierenden Fiepston bei, der das Werk auch wieder zum Abschluss bringen wird.</p>
<p>Die technischen und musiktheoretischen Seiten dieser Musik müssen – wie mehrfach geschehen – andere beurteilen, was mich als Nerd beeindruckt, ist wie überraschend und unberechenbar diese Musik auch nach vierzig Jahren und hunderten von Merzbow-Platten noch ist. Während sich dichte und lichte Passagen, lautes und reduziertes Volumen in erwartbarer Unregelmäßigkeit abwechseln, ist das Tempo nie ganz greifbar, da sich immer wieder andere der vielschichtigen Spuren als vorantreibend erweisen. Auch die Spannung aus maschinell-synthetischen und organischen Klängen bleibt gewahrt, wenngleich es immer Momente gibt, in denen die Musik ausgesprochen technoid anmutet oder regelrecht in Harshnoise kippt. Archaisch anmutende Abschnitte von beinahe folkig-ritueller Prägung bilden den Gegenpart dazu.</p>
<p>Die neue Version, auf Stereo abgemischt von Martin Wurmnest und gemastert und geschnitten von Rashad Becker, basiert auf der 8-Spur-Version, die Xenakis selbst bei einer Aufführung in Darmstadt 1978 verwendet hatte. Erstmals ist das Werk nun als LP und Download zu haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.karlrecords.net/">Karlrecords</a></strong></p>
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