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	<title>African Paper &#187; Mater Suspiria Vision</title>
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		<title>Screening und Performance: Mater Suspiria Vision im Berliner Urban Spree</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 04:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag, den 20. September holen Aufnahme + Wiedergabe den Cineasten und Producer Cosmotropia de Xam a.k.a. Mater Suspiria Vision für einen üppigen Themenabend ins Berliner Urban Spree. Zu sehen ist de Xams Film &#8220;Liaisons Dangereuses X&#8221;, der an dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/16/screening-und-performance-mater-suspiria-vision-im-berliner-urban-spree/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, den 20. September holen Aufnahme + Wiedergabe den Cineasten und Producer Cosmotropia de Xam a.k.a. Mater Suspiria Vision für einen üppigen Themenabend ins Berliner Urban Spree. Zu sehen ist de Xams Film &#8220;Liaisons Dangereuses X&#8221;, der an dem Abend Premiere feiert. &#8220;Lonely in her big city life, neurotic, increasingly paranoid, and under the influence of addiction our protagonist finds herself in a surreal labyrinth&#8221;, heißt es auf der Eventseite. &#8220;While bad things happen when she listens to the voices in her head, she is unable to ignore the ever growing power of the dark passenger within. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/matersuspiriavision.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42601" title="matersuspiriavision" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/matersuspiriavision.jpg" alt="" width="960" height="540" /></a><span id="more-42600"></span></p>
<p>She’ll do anything to find love — and she’ll go even further to make sure that love never escapes&#8230;&#8221; Zudem gibt es einen Auftritt seines Genres und Medien durchkreuzenden Elektronik-Projektes, an dem Mistress Bella Lugosi und Juju Christian, die die Hauptrollen im Film spielen, mitwirken werden. Im Programmtext heißt es: &#8220;Mater Suspiria Vision is a worldwide collective founded by producer, filmmaker and artist Cosmotropia de Xam. The band&#8217;s debut release, &#8220;Second Coming&#8221;, was released on Disaro in February 2010. Mater Suspiria Vision are often recognized as pioneers of the witch house genre and visual aesthetics&#8221;.</p>
<p>Freitag, 20.09.2024<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Urban Spree (RAW-Area)<br />
Revaler Str. 99<br />
10245 Berlin</p>
<p><strong>Weitere Infos und Tickets @ <a href="https://www.facebook.com/events/1166298941266770">Facebook</a> | <a href="https://shotgun.live/events/mater-suspiria-vision-live-film-premiere-urban-spree?fbclid=IwY2xjawFSK6lleHRuA2FlbQIxMAABHZmIiht2CLWjE660TOWDNUgqXq3oBYYx0iCXmKS33Ug32tcdK9WZlrX-Hw_aem_e-uAKzCM8FXFZztYRpDjkg">Shotgun</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2326844079/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1835634299/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/rcmuf1A9ePA?si=_G1f2Hly2VnM7I13" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>MUSHY: Breathless</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2013 07:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[A.R. Kane]]></category>
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		<category><![CDATA[Mannequin Records]]></category>
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		<category><![CDATA[Valentina F.]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina Fanigliulo]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob die enorme Retromaschine, die weite Teile der Musikwelt in den letzten zwei Jahrzehnten in Gang gehalten hat, alsbald den Geist aufgeben wird, ist schwer vorherzusagen. Freilich, der Vorrat an Wiederverwertbarem und Neukombinierbarem wird mit der Zeit kleiner werden, und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/01/26/mushy-breathless/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/01/mushybreathless.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6081" title="mushybreathless" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/01/mushybreathless-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ob die enorme Retromaschine, die weite Teile der Musikwelt in den letzten zwei Jahrzehnten in Gang gehalten hat, alsbald den Geist aufgeben wird, ist schwer vorherzusagen. Freilich, der Vorrat an Wiederverwertbarem und Neukombinierbarem wird mit der Zeit kleiner werden, und der „novelty“ effect, den Folkhippies im Web 2.0, Cold Wave ohne Kalten Krieg und die Durchmischung von Hiphop-Beats mit dem Trockeneis der Gruftiedisco einst auslösten, ist weitgehend in eine „business as usual“-Routine übergegangen. Das klingt ernüchternd, vor allem wenn man im Pop nach wie vor das Spektakel sucht<span id="more-6080"></span>, aber es hat ja vielleicht auch etwas Beruhigendes, wenn man der immer neuen Säue langsam überdrüssig ist, die in regelmäßigen Abständen durch die Dörfer getrieben werden. Sollten sich die musikalischen Vintagemoden tatsächlich in absehbarer Zeit überleben, so sollte man aber mit der Erwartung allzu gravierender Veränderungen vorsichtig sein. Eine echte Wiedergeburt des Neuen nach dem Ende des Hipsters? Oder doch eher der Rückfall in einen bräsigen Purismus, der viel öder wäre als all die geschichtsbewusste Musik der letzten Jahre? Gar der endgültige Abschied von der Popmusik als identitätsstiftender Kulturpraktik? Ich vermute eher, dass die zitathaften Rückgriffe, die im Kleinen ohnehin jeder Kunst inhärent sind, in Zukunft mit nocg größerer Selbstverständlichkeit vorgenommen und nicht mehr wie ein alleinseligmachendes Kriterium für zeitgemäße Musik gehandelt werden.</p>
<p>Dass jemand wie Valentina Fanigliulo, die sich lieber Mushy rufen lässt, im Zuge dessen nicht mehr als Retro-Sternchen rezipiert werden würde, sondern über die Wirkung ihrer Musik, wäre nur ein Beispiel, das für eine solche Veränderung spräche, auch wenn die Behauptung, ihr Gesang verhalte sich zu Liz Frazer wie der von Zola Jesus zu Siouxsie Sioux, positiv intendiert sein mag und sogar zutrifft. Die Italienerin, die nebenbei in der All Girl-Combo Winter Severity Index Keyboard spielt und über ihre Gastrolle bei Mater Suspiria Vision auch in Deutschland bekannter wurde, widmet sich in ihrem Soloprojekt einer kühlen Schwermut, die im selben Zug hochemotional ist und an manchen Stellen ein fast religiöses Pathos ausstrahlt. Eine Musik der trüben Tage im Plattenbau, vielleicht dem Schauplatz von Andrzej Zulawkis &#8220;Possession&#8221; vergleichbar, und zugleich eine Musik der verschüchterten Sehnsucht nach dem Idyll – ein vermeintlicher Widerspruch, den Mushy schon persönlich verkörpert: Ob sie auf der Bühne ernst, kühl, traurig oder eher stoisch wirkt, ist eine Frage, die sich spontan schwer beantworten lässt, außer in den Momenten, in denen sie aus der Rolle fällt und keinem der introvertierten Stereotypen mehr entspricht. Bei ihren ordentlich besuchten Konzerten, bei denen sich Grufties, Schuhgaffer, Flux.fm-Hörer und Angehörige der persischen Oberschicht stilvoll ignorieren, bricht sie schon mal mit einer der größten Unarten bei Wave-Gigs aller Art, indem sie kurzerhand die Bühne verlässt und unter den Ölgötzen der ersten Reihen ein spontanes Pogo anzettelt – selbstredend ohne dabei eine Miene zu verziehen. Punkige Uptempo-Nummern fehlen auf ihrem zweiten Album „Breathless“ jedoch ebenso wie auf dem technisch noch weniger ausfeilten Vorgänger „Faded Heart“. In Bewegung gehalten werden die Stücke eher von monoton pulsierenden Taktschlägen. Oder durch Spannung verheißende „Ice Machine“-Beats wie auf dem Opener „To be lost“, bei dem Propellergeräusche und eine Stimme wie hinter einer Glasur eine versteckte Emotionalität zum Ausdruck bringen – alles im tristen Grau, das für ihre Musik so typisch ist. Der Schwerpunkt auf die eher hellen Klänge analoger Synthies trägt sehr viel zu dieser Atmosphäre bei und ist eine der zentralen Veränderungen zum basslastigen und somit wärmer klingenden Frühwerk. Fülle hat ihr Sound dabei kaum eingebüßt, er ist nur um einiges klarer und vielschichtiger geraten. In manchen Stücken wie dem skelettierten „Night Dress“ gerät die Stimmung zur kalten Sinnlichkeit, und stets ist es dieses Wechselspiel zwischen Frost und Wärme, das die Songs prägt und in einer unlösbaren Spannung hält. Hier und da scheint sorgsam dosierte Ironie im Spiel zu sein: Wenn die trotz A.R. Kane-Auftritt lethargischste Nummer „My Life so far“ heißt, klingt das nicht gerade berauschend. Dem gegenüber trägt eines der anrührendsten Stücke den Titel „I don&#8217;t care“.</p>
<p>In einigen Songs gibt es Momente, in denen die Stimmung recht spontan aus der Lethargie erwacht und der Gesang fast abrupt vom Tagtraum zur Klage auffährt. „Scratch my skin“ hat dieses Moment, und ist ohnehin einer der Anspieltipps auf dem Album. In den unterschwellig fordernden Vocals und dem Goth-artigen Bassound klingen sowohl ganz alte Kirlian Camera als auch altehrwürdige 4AD-Zeiten an. Da war sie wieder, die Retrokiste, ganz kommt man eben auch bei „Breathless“ nicht an ihr vorbei. Dem entgegen steht die Beobachtung, dass Valentinas Stil stets kleinen Veränderungen unterliegt und und mehr und mehr in einem eigenständigen Sound resultiert, der sich durchaus noch stärker vom 80s-Label emanzipieren könnte. Wenn ihr das gelingt, wird ihre Musik vermutlich auch die derzeitigen Moden überdauern. Einen ähnlich großen Ruhm, wie er Zola Jesus zuteil wurde, gönne ich ihr schon jetzt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.mannequinmailorder.com/">Mannequin</a></strong><br />
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		<title>XXENA: Ápolis</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 05:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich zum ersten mal das Cover von &#8220;Ápolis&#8221; sah, musste ich sofort an die nordrheinwestfälische Formation Mater Suspiria Vision denken. Diese typischen um die Mittelachse zentrierten und feminin gestylten Motive im 70er Jahre-Stil, die bei mir immer Erinnerungen an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/05/26/xxena-apolis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/xxenaapolis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4469" title="xxenaapolis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/xxenaapolis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als ich zum ersten mal das Cover von &#8220;Ápolis&#8221; sah, musste ich sofort an die nordrheinwestfälische Formation Mater Suspiria Vision denken. Diese typischen um die Mittelachse zentrierten und feminin gestylten Motive im 70er Jahre-Stil, die bei mir immer Erinnerungen an Mario Bavas &#8220;Diabolik&#8221; und weitere poppige Genrefilme dieser Zeit evozieren, tragen jedenfalls eine vertraute Handschrift. Hinter dieser Fassade verbirgt sich aber zunächst die Römische Künstlerin Arianna Degni, die wiederum unter dem Pseudonym xXeNa aktiv ist. <span id="more-4468"></span>Selbst Grafikerin, arbeitete sie zunächst als Art Director für Zeitschriften und Verlage und begann irgendwann mit eigenen künstlerischen Arbeiten auf der Basis von Acryl on Canvas, Video und Mixed Media. Anfangs inspiriert von Popart und Konzeptkunst entwickelte sie nach und nach ihren eigenen seriellen Stil, und am bekanntesten sind vielleicht ihre eingängigen Fischmotive, die entfernt an Totemdarstellungen kanadischer Ureinwohner der Pazifikküste erinnern.</p>
<p>Über ihr Artwork kam sie dann irgendwann auch zur Musik, gestaltete die Tonträger ihres Partners Flavio Rivabella alias D.B.P.I.T., steuerte irgendwann Videoarbeiten bei und entwickelte zusammen mit Flavio ein ganz eigenes Performancekonzept, bei dem Actionpainting, Videoprojektion, Noise und Trompete kombiniert werden. Es sollte nicht lange dauern, bis sie auch in die musikalischen Arbeiten des längst als DBPIT &amp; XXENA fusionierten Projektes involviert war. Das Zusammenwachsen der bzw. des Fremden, die Alien Symbiosis, war vollzogen. Während dieser ganzen Zeit bastelte Arianna beständig an der Entwicklung eigener Musik, von der anfangs wohl konzeptuell nur feststand, dass sie digital sein sollte. Nun liegt erstmals ein Album vor, und mehr als je zuvor scheint das Thema der Fremdheit, das sich bereits in ihrem Künstlernamen ausdrückt, ein zentrales Motiv zu sein.</p>
<p>Fremdheit kann sich in (innerer wie äußerer) Ortlosigkeit ausdrücken, der Titel „Ápolis“ deutet dies schon an und kann auch als Staatenlosigkeit im politischen Sinne gedeutet werden. Der Heimatlose ohne Papiere kann natürlich auch einfach eine starke Metapher sein und wurde in Julia Kristevas Essay „Fremde sind wir uns selbst“ bereits als Sinnbild spätmoderner Existenz verstanden. In „Sirens“, dem mit platschenden Wassertropfen beginnenden Eröffnungsstück scheint die Ortlosigkeit vor allem ein Gefühl von Verlorenheit und Einsamkeit mit sich zu bringen – vielleicht die Verlorenheit der Seefahrer in der Odyssee, die sich aus Angst vor der Verführung für Momente taub gemacht haben, und denen das vermeintliche Schweigen der Sirenen vielleicht als ein ähnlich dumpfes Summen und Dröhnen erschienen sein mag, wie es in dem Stück zu hören ist. Wie eine Besucherin aus der Fremde erscheint auch die &#8220;Snow Woman&#8221; im gleichnamigen Track, die direkt einer Twin Peaks-Folge entsprungen scheint und sich – begleitet von Rhodesklängen, Ariannas sanften Vocals und der smoothen Trompete von DBPIT himself – recht unsicher in einer Welt bewegt, in der Schneefrauen nicht lange bestehen können. Deshalb vielleicht auch der schicksalsschwere Doomtouch, der dem langsam vor sich hin surrenden Stück innewohnt.</p>
<p>Doch „Apolis“ ist bei weitem keine Ambientplatte. Technoide Noise-Ausbrüche und verzerrter Takt, mal geradlinig, mal auch gerne etwas komplexer, sind Wegmarken im Inneren des Nichtortes und prägen ganze Stücke – so beispielsweise sehr snarig im vermeintlich masochistischen „Choke Me“ mit seinen zombifizierten Sounds, die wie apathische Stimmen anmuten und mit campigen SciFi-Zitaten und schwindeligen Stereoffekten garniert sind, oder in &#8220;Jellyfish Lost In Space&#8221;, das Spielkisten-Motive anklingen lässt, vor allem aber in „Ipetra“: Dieses Stück entstand im Zusammenhang ihres dancigen WHY-Projektes (ebenfalls mit Flavio) und lässt lockere Ethnorhythmen unter einem behäbigen Takt derart untergehen, dass man meinen könnte, sie würden unter feisten Gummistiefeln zermalmt.</p>
<p>Auf andere Weise stechen vokallastige Stücke heraus. Bei einer sehr schönen Hommage an Eric Satie trägt Arianna auf Spanisch eine Passage als seiner Biografie vor, in der es anscheinend um Schicksal („suerte“) und Tod („muerte“) geht &#8211; natürlich begleitet vom zu erwartenden Klavier, das hier natürlich nicht ohne den einen oder anderen Effekt anklingt. „Menhit“ huldigt der gleichnamigen ägyptischen Kriegsgöttin mit dem Löwenhaupt, es ist dann auch das aggressivste Stück. Nachdem sich der gedämpfte Textvortrag anfangs noch wie hinter einer beschlagenen Glasscheibe unter Klangstaub versteckt, bricht irgendwann wie aus einer Kanone geschossen eine Lavine zahlloser Soundpartikel in den Raum und begräbt die Szenerie unter einer tonnenschweren Schicht Vulkanasche.</p>
<p>Das Artwork von „Ápolis“ ist übrigens von Cosmotropia de Xam, und auch herausgebracht wurde die CDr unter dem Zeichen der invertierten Triangel – also doch MSV. Die Musiker lernten sich vor kurzem bei einem gemeinsamen Auftritt in Rom kennen. Dem dunklen, experimentierfreudigen Electropop xXeNas, der ganz ohne abgedroschene Web 2.0-Hypes auskommen sollte, verleihen die Visuals eine bonbonfarbene Retronote nach Lounge-Art, die ihm gut zu Gesicht steht. Bleibt zu hoffen, dass es nach der ultralimitierten Erstauflage irgendwann auch eine Zweitauflage geben wird.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://phantasma-disques.blogspot.de/">Phantasma Disques</a></strong></p>
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		<title>MUSHY: Faded Heart</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ob die junge Römerin Valentina F. mit ihrem Pseudonym MUSHY auf die etwas zotige Wirkung im Deutschen hin abzielt, ist mir nicht bekannt. Den Italienern ist ihr Name schon seit Jahren ein Begriff, denn die Künstlerin ist bereits seit 2003 &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/mushy-faded-heart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/mushyfadedheart.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-346" title="mushyfadedheart" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/mushyfadedheart.jpeg" alt="" width="150" height="148" /></a>Ob die junge Römerin Valentina F. mit ihrem Pseudonym MUSHY auf die etwas zotige Wirkung im Deutschen hin abzielt, ist mir nicht bekannt. Den Italienern ist ihr Name schon seit Jahren ein Begriff, denn die Künstlerin ist bereits seit 2003 im italienischen Underground aktiv. Als Musikerin, DJ und Grafikerin.<span id="more-345"></span></p>
<p>Groß geworden ist sie in der überschaubaren Post-Industrial-Gemeinde Roms, die seit Jahren in der stilistisch weit zerfransten Nachfolge von Gruppen wie AIN SOPH blüht und sich auf Veranstaltungen wie dem jüngst verblichenen „Post Romantic Empire“ trifft. Überregionalen Ruhm erntete sie zuletzt durch einen Gastbeitrag bei jener deutschen Band, die derzeit erfolgssicher auf der Witch House-Welle mitschwimmt und den Hype vermutlich sogar unbeschadet überleben wird: MATER SUSPIRIA VISION. Valentina selbst wird von dem Rummel wohl auch ein wenig profitieren können und ihn ebenso überleben. Schließlich wird sie schon als vielversprechende Künstlerin in der ZOLA JESUS-Nachfolge gefeiert. Ein sehr allgemein gehaltener Vergleich, der sich wohl langsam zu einem neuen Stereotyp entwickelt. Aber auch einer, der neugierig macht.</p>
<p>Was die Assoziation vermutlich begünstigt, ist der zum Teil rauschige, dumpfe Shoegazersound, der die überwiegend synthetisch erzeugte oder zumindest elektronisch bearbeitete Musik schon kurz nach dem dronigen Ambientintro dominiert und gelegentlich an die Aufnahmen zur „The Spoils“-Phase erinnert. Doch während bei der amerikanischen Kollegin die Elektronik mehr wie ein reines Ausdrucksmittel für ihre emotionalen Stimmungsbilder fungiert, scheint Valentina generell mehr am Sound selbst interessiert zu sein. Ein vielschichtiges Klangdesign, cold- und newwavige Anklänge und verfremdeter Gesang sind die Hauptzutaten ihrer von Schwermut und Angst erfüllten Message aus den Tiefen einer imaginären 80er-Jahre-Disco. Nur selten traut sich ihre Stimme unter den Effekten hervor, so als ob deren klangliche Wirkung das Sirenenhafte ihres Gesangs zumindest ein Stückweit im Zaum halten müsste.</p>
<p>Manche Rhythmen sind von fast rituell repetitiver Einfachheit, steigern sich mit der Hilfe von monotonem Gitarrenspiel schon mal zu markanten Postpunk-Auswüchsen. Generell überraschen Momente, bei denen auffallend „akustische“ Klänge an die Oberfläche kommen: Ein schleppender Rockrhythmus und ganz klare 4AD-Reminiszenzen, wenn monoton pulsierende Bässe hinzukommen. Manch einer wird an dieser Stelle an die frühen COCTEAU TWINS denken, deren Melancholie durch eine fast schon desolate Schwere ersetzt wird.</p>
<p>Die CD erscheint mit exklusiven Remixes von Künstlern wie SOFT METALS, CROSSOVER, NUCLEAR WAVES und Heinrich Dressel und liefert einen gelungenen Beitrag zum derzeitigen Wave-Revival, mit dem in ein paar Jahren (vgl. Weird Folk) sicher keiner mehr was zu tun gehabt haben will. (U.S.)</p>
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