<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Mauricio Bianchi</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/mauricio-bianchi/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>V.A.: Antimateria</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/19/v-a-antimateria/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/19/v-a-antimateria/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2023 05:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Coalminer]]></category>
		<category><![CDATA[Grodock]]></category>
		<category><![CDATA[Grubenwehr Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Many Blessings]]></category>
		<category><![CDATA[Mauricio Bianchi]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Ramirez]]></category>
		<category><![CDATA[Unsignified Death]]></category>
		<category><![CDATA[Zenabi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36409</guid>
		<description><![CDATA[Schon vor etlichen Jahren haben Kernphysiker verschiedene Untersuchungen zu den Klängen von Antimaterieteilchen durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile vermutlich Legion und mir weitgehend unbekannt. Wenn im Zuge dessen allerdings so etwas wie der Sound auf der vor einigen Monaten erschienenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/19/v-a-antimateria/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/antimateria.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36417" title="antimateria" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/antimateria-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon vor etlichen Jahren haben Kernphysiker verschiedene Untersuchungen zu den Klängen von Antimaterieteilchen durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile vermutlich Legion und mir weitgehend unbekannt. Wenn im Zuge dessen allerdings so etwas wie der Sound auf der vor einigen Monaten erschienenen Compilation &#8220;Antimateria&#8221; möglich ist, dann wäre ich prinzipiell dafür.<span id="more-36409"></span></p>
<p>Auf der LP &#8220;Antimateria&#8221;, die wenn man genau sein will ein zwischen Kollaboration, Compilation und Split-Release angesideltes Objekt darstellt, arbeitet auf der ersten Seite das hierzulande hoffentlich bald wesentlich bekanntere philippinische Harsh Noise-Duo Coalminer mit einer Reihe an Acts zusammen, die trivial formuliert fast wie ein Who is Who internationaler Lärmkünste anmuten. Die Resultate offenbaren einen starken verbindenden Rahmen, unterscheiden sich aber im Detail sowohl in der klanglichen Beschaffenheit (Rauheit versus relativ glatte Politur, oder besser leicht abgemilderte Rauheit) als auch in der Struktur (Fluss versus Stakkato und alle Zwischenstufen).</p>
<p>Den Auftakt bildet ein Track, den die beiden (wie vermutlich in fast allen Stücken) in Mail Art-Manier zusammen mit der ursprünglich mal als Band gegründeten und heute von Junkie im Alleingang betriebenen Shanghaier Institution Torturing Nurse und dem deutschen Noise- und Experimental-Act Grodock aufgenommen haben. Nach wenigen brummenden Sekunden bricht eine Lawine aus Schutt und Geschrei auf die Ohren nieder, und was anfangs noch eher wie im Fluss wirkt, in welchem man die Schreie von Kindern und Schmerzgeplagten hört, wird irgendwann von einem ohrenbetäubenden Donnern und Rattern und Rumpeln zerstampft. Anschließend geht es in Zusammenarbeit mit Richard Ramirez und dem Landsmann Zenabi zunächst etwas zurückgenommener zur Sache, man hört verhaltenes Brodeln und Kratzen, bei dem sich zum einen die vielzitierte Noise-Wall mit rauer Tapete abzeichnet, aber auch das, was ungeübte Ohren gerne einen &#8220;Kaputte Boxen-Effekt&#8221; nennen. Das ist aber nur die Kulisse, auf der sich viele andere zum Teil entgrenzte Dinge wie schwindelerregender Drehungen oder höllisches Gekeife aus einem riesigen Mund ereignen.</p>
<p>Die qualvollen Schreie zeigen sich am eindrücklichsten in dem Track, den Coalminer zusammen mit dem aus dem experimentellen Black Metal stammenden niederländischen Projekt Gnaw Their Tongues und dem Amerikaner Ethan Lee McCarthy alias Many Blessings aufgenommen hat. Hier mischen sich die Todesschreie in ein furioses ambientes Rauschen, das mit der Zeit immer mehr zu einem kleinteiligen, schnellen Flickerbild mutiert. Zusammen mit Toshiji Mikawa (seines Zeichens Mitgründer der Incapacitants) und dem von Bangkok aus operierenden Polwach Beokhaimook alias Unsignified Death schließt die erste Seite mit einem Track, in welchem eine anfangs fast noch angenehm klingende Wall durch hochtönendes Feedback, beängstigendes Lachen und herausgekotzte Vocals zum Einsturz gebracht wird. So wird Antimaterie zu einem Fest für die Ohren.</p>
<p>Zu einem kompletten Tapetenwechsel (ohne Raufaser, pun intended) kommt es beim Auflegen der zweiten Seite, denn die beiden jeweils rund zehnminütigen Stücke, die Maurizio Bianchi hier unter seinem Kürzel M.B. abliefert, könnten zum bisher gehörten kaum eindrucksvoller kontrastieren. Was vom Label als &#8220;sounds of iluminescent and rushing keyboard clusters&#8221; beschrieben wird, erweist sich als Labsal von flirrender ambienter Struktur, deren helle, obertonreiche Gestalt immer in Bewegung bleibt. Im Verlauf der beiden Stücke entfalten sich &#8211; beim zweiten &#8220;Yangnay&#8221; mehr noch als beim eröffnenden &#8220;Gnayang&#8221; &#8211; leisere und lautere Abschnitte, in denen kleine Unregelmäßigkeiten, die manchmal wie Tonstörungen anmuten, für eine im besten Sinne unspektakuläre Dynamik sorgen. Und durchgehend sorgt eine sonnengeblendete Flimmerästhetik für ein fast nostalgisches Deja-Vu zu klassischen Synthesizer-Kompositionen besserer Zeiten.</p>
<p>Weit davon entfernt den Veröffentlichungsturnus v.a. im Harsh Noise zu überblicken schätze ich, dass &#8220;Antimateria&#8221; zu den herausragenden Releases in diesem Bereich zählt. Das betrifft natürlich primär die Coalminer und seinen Kollegen gewidmete Seite, aber auch in dem hier adressierte Dunstkreis tut ein Blick über den Tellerrand, hinter dem Bianchi seine sanften Keyboardsounds spielt, sicher ganz gut. Tolle Platte, die hoffentlich nochmal neu aufgelegt werden wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Grubenwehr Freiburg</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230710_165216_947.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1315797890/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/19/v-a-antimateria/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MAURIZIO BIANCHI, MASSIMO CROCE, DBPIT &amp; XXEENA: Isometrie Sonore</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/11/30/mauricio-bianchi-massimo-croce-dbpit-xxeena-isometrie-sonore/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/11/30/mauricio-bianchi-massimo-croce-dbpit-xxeena-isometrie-sonore/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2013 05:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arianna Degni]]></category>
		<category><![CDATA[Arte Nel Rumore]]></category>
		<category><![CDATA[DBPIT]]></category>
		<category><![CDATA[Der bekannte postindustrielle Trompeter]]></category>
		<category><![CDATA[Flavio Rivabella]]></category>
		<category><![CDATA[Massimo Croce Dische Gatto Alieno]]></category>
		<category><![CDATA[Mauricio Bianchi]]></category>
		<category><![CDATA[MB]]></category>
		<category><![CDATA[Osky E-Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Sacher-Pelz]]></category>
		<category><![CDATA[xXeNa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=7925</guid>
		<description><![CDATA[Maurizio Bianchi ist ein Beispiel dafür, dass ein legendärer Status auch seine Nachteile haben kann. Denn immer wieder trifft man durchaus an Industrial intressierte Hörer, die auch Jahre nach seinem Comeback davon ausgehen, dass der Norditaliener mit dem Kürzel MB &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/11/30/mauricio-bianchi-massimo-croce-dbpit-xxeena-isometrie-sonore/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/isometriesonore.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7926" title="isometriesonore" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/isometriesonore-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Maurizio Bianchi ist ein Beispiel dafür, dass ein legendärer Status auch seine Nachteile haben kann. Denn immer wieder trifft man durchaus an Industrial intressierte Hörer, die auch Jahre nach seinem Comeback davon ausgehen, dass der Norditaliener mit dem Kürzel MB der Musik bereits Mitte der 80er komplett abgeschworen habe und bestenfalls eine posthume Existenz als Wiederveröffentlicher führe. Das hat sicher damit zu tun, dass sein Image stark an die Zeit von Sacher-Pelz, Come Org. und die Jahre der frühen DIY-Releases gekoppelt ist. Ein Blick in seine Diskografie zeigt jedoch, dass er gerade in den letzten Jahren außerordentlich produktiv war und eine große Affinität zu Kollaborationen entwickelt hat.<span id="more-7925"></span></p>
<p>Für die LP „Isometrie Sonore“, die dem Titel nach der Auslotung räumlicher und körperlicher Sounderfahrung gewidmet ist, hat der Mailänder sich mit drei Klangbastlern aus Rom zusammengetan, die zugleich für die große Produktivität der jüngeren Generation italienischer Experimentalmusiker stehen. Auf der ersten Seite gibt es drei Duette mit MB als Konstante, die zweite enthält ein ausgedehntes Jam, an dem alle Beteiligten mitwirken. Als Bonus liegt den ersten dreißig Exemplaren ein Tape bei, das von allen Teilnehmern ein Solostück enthält. Den Auftakt bildet ein entspanntes Ambient-Duett mit der Musikerin und Künstlerin Arianna Degni alias xXeeNa. Mit Wellenrauschen und dem manipulierten Klang eines Tasteninstruments ist das leicht mediterran angehauchte Stück einer Ästhetik des Schönen verpflichtet, ein geheimnisvoller Flötenklang verleiht ihm ein exotisches Flair. Nur kleine Geräuschdetails, die entfernt an Küsse erinnern, sorgen für Minimalverfremdung.</p>
<p>Das Zusammenspiel mit Flavio Rivabella (DBPIT) liefert dazu einen markanten Kontrast. Eine virtuelle Splitlawine, die im steten Takt immer lauter gegen eine Wand kracht, lässt Vivenza- und De Fabriek-Zeiten aufleben, bevor das übersichtliche Klangbild vom breiigen Soundchaos verschlungen wird. Gleitenden, fast feierlich gestimmten Ambient bietet das Duett mit Massimo Croce, das mit der Zeit etwas grobkörniger wird und die Illusion verzerrter Stimmen anklingen lässt. An dieses Stück knüpft auch das rund fünfzehnminütige Quartett an, das die zweite Seite füllt, ein infernalischer Höhenflug voll mit babylonischem Stimmengewirr und anderen Überraschungen.</p>
<p>Fast ist es etwas schade, dass die auf Tape gebannte Compilation en miniature nur dreißig Abnehmer finden wird, denn auch die Solostücke wissen zu gefallen. MBs „Biiettiva“ basiert auf einem wie aus der Ferne wahrgenommenen Fabrikhallensound, stetes Donnern, Schleifen und Rauschen verdecken nur notdürftig den geheimnisvollen Klang undefinierbarer Instrumente. Rivabellas „People“ gebärdet sich – inklusive der obligatorischen Trompete – ebenso subtil. Trotz Titel und Vocals handelt es sich um keine Coverversion, auch soll hier kein amerikanischer Kapitalismus vor den Nutzlosen gerettet werden. XxeNa überzeugt mit forschen Spoken Words über einem frickeligen Klanggerüst, Croce huldigt zuguterletzt einem großen literarischen Helden, dem Anti-Sisyphos Oblomov, durch feingemusterten, gleichtenden Ambient, dessen gläserne Flächen dem Thema entsprechend auch mal etwas verspielt und „regressiv“ daher kommen dürfen.</p>
<p>„Isometrie Sonore“ ist sicher nicht das einzige, aber ein durchaus gutes Beispiel dafür, dass Musik in der Industrial-Tradition sich weiterentwickeln kann, ohne die Ursprünge komplett hinter sich lassen. Geht die Entwicklung in Richtig Ambient, ist weit mehr möglich als pure Entspannungsmusik oder pseudocineastischer Düsterkitsch. Ob bei Tesco und Final Muzik noch Exemplare des Tapes zu finden sind, kann ich nicht garantieren, aber zumindest gingen die letzten Gerüchte in diese Richtung. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dischi Gatto Alieno/Arte Nel Rumore/Ozky E-Sound</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/11/30/mauricio-bianchi-massimo-croce-dbpit-xxeena-isometrie-sonore/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
