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	<title>African Paper &#187; Mike Patton</title>
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		<title>ARDECORE: Vecchia Roma</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2015 05:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn das Covermotiv vielleicht etwas anderes suggeriert, ist mit dem alten Rom, das Ardecore in ihrem dritten Studioalbum besingen, nicht die antike Weltstadt gemeint, sondern das Rom des frühen 20. Jahrhunderts. Ardecore haben in Deutschland bislang nie wirklich Fuß &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/16/ardecore-vecchia-roma/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/ardecorevecchiaroma.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10130" title="ardecorevecchiaroma" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/ardecorevecchiaroma-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch wenn das Covermotiv vielleicht etwas anderes suggeriert, ist mit dem alten Rom, das Ardecore in ihrem dritten Studioalbum besingen, nicht die antike Weltstadt gemeint, sondern das Rom des frühen 20. Jahrhunderts. Ardecore haben in Deutschland bislang nie wirklich Fuß gefasst, obwohl sie in ihrer italienischen Heimat eine bekannte Größe sind. Seit Jahren stehen sie bei einem großen „Indie&#8221; unter Vertrag, ihr Name fällt in einheimischen Feuilletons und prangt von glänzenden Titelseiten, einzelne Mitglieder standen bereits mit Leuten wie Mike Patton und Peter Brötzmann auf der Bühne.<span id="more-10129"></span></p>
<p>Als die Combo sich kurz nach der Jahrtausendwende aus Musikern der legendären Jazzcore-Band Zu rekrutierte, hielten viele ihr Konzept für eine einmalige Sache – auf ihrem Debüt „Chimera“ dokumentierten und reanimierten Ardecore alte, semifolkige Gassenhauer des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts, die alle aus Rom und dem römischen Umland stammten. Stil, Slang und die anekdotenreichen Texte wurden entgegen der gerade aufkommenden Retromode zwar der neuen Zeit angepasst und waren doch von dem ganz eigenen Flair der Region und der Zeit durchdrungen und klangen wahrscheinlich für die meisten Eingeweihten schon auf den ersten Takt nicht einfach italienisch, sondern spezifisch römisch. Es war eine Musik, die man hierzulande gerne mit dem in Italien eigentlich wenig gebräuchlichen Wort Chanson umschreibt, Giampaolo Felici trug seinen wehmütig-theatralischen Gesang mit einer derben Note vor, und nicht unpassend dazu war an vielen Stellen ein erdiger Schuss Blues zu hören.</p>
<p>Spätestens mit dem Doppelalbum „San Cadoco“ war klar, dass Ardecore als feste Band gelten darf, zumal ein paar Veränderungen die für langfristige Projekte typische Dynamik aufwiesen. Der Sound war etwas schwerer, die Stimmung feierlicher, neben Felici war die auch aus anderen Projekten bekannte Sängerin Sarah Dietrich sehr präsent, und eine Zeile lang durfte man sich sogar über die Stimme eines gewissen David Tibet freuen.</p>
<p>Das vor kurzem erschienene „Vecchia Roma“ soll hier mehr vorgestellt als beurteilt werden, denn für eine wirkliche Expertise sollte man viel mehr über die römische Songtradition wissen und v.a. die Sprache – auch in ihren regionalen und slanghaften Besonderheiten – beherrschen. Laut Eigenangabe geht es einmal mehr darum, einer im Verblassen befindlichen Songkultur und ihren typischen Themen und Diskursen ein Denkmal in der Erinnerung zu setzen, was ein Kollege andernorts mit dem Verdienst der seit langem etablierten Balkanmusik oder des Irish Folk vergleicht. Die Songs stammen größtenteils aus dem Rom der Zwischenkriegszeit, eine Zeit voll wirrer Umbrüche, voll tragischer Entwicklungen – wie sehr sich das Lebensgefühl zwischen den ockergoldbraunen Fassaden und die Selbstbilder der Einheimischen von den heutigen unterschieden, rechtfertigt für den Volksmund die Rede vom „alten“ Rom, die Ardecore für den Titel übernahmen.</p>
<p>Es mag überraschen, dass man gerade auf diesem Album – zuzüglich zu den gelungenen Interaktionen aus Akkordeon und mediterranen Zupfgitarren – besonders stark an amerikanische Musik erinnert wird, sei es durch die Jahrmarktsorgel im eröffnenden „Girasole“, durch einen Drummer, der in „Serenatella amara“ mit rumpeligem Groove gegen wehmütige Mandolinen ankämpft und die Schule des Jazz nicht verleugnen kann oder einmal mehr durch den rauen Bluestouch des Sängers. Ich weiß nicht, ob sich „Serenata a Maria“ auf einen gleichnamigen Film aus den Fünfzigern bezieht, jedenfalls ist dieses Stück mit seiner Mixtur aus Euphorie und Schwermut und seinen mitreisenden Tempowechseln für mich der Höhepunkt des Albums.</p>
<p>Die sehr unterschiedlichen kulturellen Einflüsse in ihrer Vermischung mit regionalen Eigenheiten entsprechen nicht nur dem Zeitgeist schon der klassischen Moderne, sie zeigen ein weiteres Mal, dass Ardecore nicht einfach eine Folkband sind &#8211; vielleicht beherrschen sie diese alte Musik gerade deshalb so gut, weil sie eben auch anderes können. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Goodfellas</strong></p>
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		<title>DÄLEK: From Filthy Tongue of Gods and Griots</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2015 06:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fraglos könnte ein Hiphop-Kenner ganz andere Sachen zu diesem lange vergriffenen Klassiker sagen, und gut möglich, dass es andere Alben dieser Art gibt, die mich ähnlich oder mehr beeindruckt hätten, wäre ihnen ein ebensolcher Sprung über szeneinterne Wahrnehmungsgrenzen gelungen wie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/02/dalek-from-filthy-tongue-of-gods-and-griots/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/dälekfronfilthy.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10231" title="dälekfronfilthy" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/dälekfronfilthy-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Fraglos könnte ein Hiphop-Kenner ganz andere Sachen zu diesem lange vergriffenen Klassiker sagen, und gut möglich, dass es andere Alben dieser Art gibt, die mich ähnlich oder mehr beeindruckt hätten, wäre ihnen ein ebensolcher Sprung über szeneinterne Wahrnehmungsgrenzen gelungen wie Dälek mit ihrem Zweitwerk, das kurz nach der Jahrtausendwende auf Mike Pattons Ipecac-Label erschienen ist. Schnell war die Combo aus Newark, New Jersey, in aller Munde, kollaborierte mit „exotischen“ Bands wie Faust und Zu. Während die regulären Alben meines Erachtens immer noch<span id="more-10230"></span> Hiphop auf untypische Art waren, entstanden auf den Kollaborationen (v.a. auf der mit Faust, auf der die Bands zu einer virtuellen Einheit verschmolzen) ganz eigene Stilhybride. Klischees ließen nicht lange auf sich warten, und so mancher Blog vergaß über den Fragen, ob Dälek nur noch von Hipstern und Intellektuellen gehört werden und ob hier ein Hiphop-Pendant zu Sunn O))) vorliege, beinahe den weiträumigen musikalischen Kosmos.</p>
<p>Dälek spielen einen Sound, der in guter Public Enemy-Tradition sehr auf Soundkollagen gebaut ist, zu ihren Charakteristika zählen ein organisches Klangbild, das rau belassen ist und doch einen gestalterischen Stilwillen erkennen lässt. Dazu kommt immer wieder eine weiträumige Suspendierung typischer Hiphop-Rhythmen durch allerlei kalkuliertes Chaos, in welchem sich dann auch das Andockpotential an zahlreiche „experimentelle“ Musikarten findet. Will Brooks alias MC Dälek ist ein Meister der effekstarken Zurückhaltung, lässt sich gerne in den vielsagenden Zwischenbereich zwischen Rampe und Hintergrund mischen und hat an Vokalakrobatik nur mäßiges Interesse. Zur abgeklärten Stimmung an der Grenze zum Downertum würde etwas anderes auch kaum passen.</p>
<p>War das in den 90ern entstandene „Negro, Necro, Nekros“ noch Ausdruck einer stilistischen Selbstfindungsphase, so hatte die Crew mit „From Filth&#8230;“ ihren Sound bereits gefunden und zur Variation freigegeben. Von den Producern Mike Swarmbots und rEK stets mit Sinn für Feinheiten aufbereitet, gebärdet er sich zeitgleich wie hinter einer matt eingefärbten Glasur, so im Opener „Spiritual Healing“ (das später im Zu-Mix ein Eigenleben bekam) oder in „Speak Volumes“, einem von mehreren Metatracks, die das Rappen und Scratchen nebst Attitüde selbst zum Thema haben. Zu den größten musikalischen Fähigkeiten zählt ihre Kunst, Kleinteiliges, Heterogenes, Vertacktes immer in Bewegung und so in Spannung zu halten, was aufeinanderprallt, lässt neue Klanggebilde entstehen, was auseinanderdriftet, endet vielleicht ganz plötzlich in einem wilden Strudel oder verbindet sich zu etwas überraschend neuem. Am meisten Spaß machen fraglos die besonders rumpeligen, unaufgeräumten Stücke wie „&#8230;From Mole Hills“, bei dem sich der Zeremonienmeister durch einen Schrotthaufen aus Metallklappern und hintergründigem Dröhnen windet, oder „Heads“, das wie eine NWW-Kollage startet und in einem puren Noisegewitter endet. Fast brav dagegen das Geschrammel a la My Bloody Valentine in „Classical Homicide“.</p>
<p>Ici d&#8217;ailleurs hat das gute Stück soeben in schön gestaltetem neuen Artwork neu herausgebracht, die LP enthält eine Bonus-Single mit unveröffentlichten Tracks, die auch auf der CD zu finden sind. Weitere Dälek-Titel werden folgen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.icidailleurs.com/">Ici d&#8217;ailleurs</a></strong></p>
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