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	<title>African Paper &#187; Mirt</title>
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		<title>RAFAŁ KOŁACKI: Ā’zan. Hearing Ethiopia</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2018 04:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gehört nicht nur ein gutes Ohr, sondern auch ein gutes Maß an Kunstfertigkeit dazu, die Seele eines Ortes, oder bescheidener ausgedrückt: das, was einen Ort ausmacht, anhand seiner Klänge wiederzugeben. Man sollte Realist sein beim Aufspüren und Auswählen von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/14/rafal-kolacki-a%e2%80%99zan-hearing-ethiopia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/rafalkolackiazan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14856" title="rafalkolackiazan" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/rafalkolackiazan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gehört nicht nur ein gutes Ohr, sondern auch ein gutes Maß an Kunstfertigkeit dazu, die Seele eines Ortes, oder bescheidener ausgedrückt: das, was einen Ort ausmacht, anhand seiner Klänge wiederzugeben. Man sollte Realist sein beim Aufspüren und Auswählen von charakteristischen Geräuschen, doch durch und durch Musiker, wenn es darum geht, diese so zusammenzusetzen, dass sie ohne allzu viel Verfremdung mit ästhetischem Gewinn gehört werden. Es gibt zahlreiche Künstler, die – ethnographische oder sonstige – Feldaufnahmen zu ermüdenden Slideshows reihen. Rafał Kołacki, ein <span id="more-14855"></span>weitgereister Klangjäger und nebenbei Mitglied der Ritualband HATI, gehört ähnlich wie Carlos Casas zu denen, die es verstehen, Orte auditiv erfahrbar zu machen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Nach dem aus kurzen Aufnahmeschnipseln zusammengesetzten Porträt des berüchtigten „Dschungels“ von Calais widmet sich Kołacki wieder der Audiosphäre einer Großstadt, und diesmal führte seine Reise ihn in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba, eine Metropole, die ethnisch, sprachlich und religiös so heterogen ist wie der ganze Vielvölkerstaat, der sie umgibt. Hier – so sagt es Kołacki in den Liner notes, und so klingt auch die CD – stößt der Besucher nicht nur mit der für geschäftige Orte typischen Vielzahl an Alltagsgeräuschen, sondern auch mit den unterschiedlichsten Sprachen und v.a. Musikarten zusammen, denn Musik, sei es religiöse oder weltliche, ist in dieser Stadt, deren Name auf deutsch neue Blume heißt, besonders allgegenwärtig. Die Gebete und liturgischen Gesänge, die auch zu ungewöhnlichen Zeiten aus den orthodoxen Kirchen dringen und westliche Ohren an den islamischen Gebetsruf erinnern, der Singsang der Passanten und arbeitenden Menschen auf den Straßen, die Lieder der einheimischen Populärmusik, die aus Radios und Smartphones ertönen – sie alle bilden zusammen mit dem typischen Straßenlärm eine Kulisse, die etwas musikalischer anmutet als die vieler anderer Städte. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">In den eröffnenden Szenen des Albums, dessen Titel „Ohr“ bedeutet, verschmelzen Gesänge, die ich ohne Information vielleicht als asiatisch eingeordnet hätte, und schwer zu definierende Instrumente, vermutlich aus einem Kneipenradio, ganz selbstverständlich mit Motoren, Schritten und Gesprächsfetzen. Es ist eine interessante Frage, was den Aufnahmen ihre alte Patina verleiht – vielleicht ist es die Distanz zahlreicher Geräusche, vielleicht auch das anfangs allgegenwärtige Vogelzwitschern, oder das rhythmische Klatschen einer vorbeiziehenden Menschengruppe, das sofort die Fantasie anregt: Wie würde eine Musik mit diesem Takt klingen, wenn eine traditionelle oder moderne Band sie spielte? Schnell bekommt die Darstellung etwas Panoramisches, führt das titelgebende Ohr an Straßenecken und in Bars. Und überall, bei dem Klang der fremdartigen Sprachen, bei den wunderschönen Flötenmelodien, bei all den akzentuierenden Details, bei denen das Ohr gerade so lange verweilt, dass die Eindrücke nicht verfliegen, vermischen sich all die Klischees, die man über Äthiopien hat, mit dem reichhaltigen Stoff: die oft exotisierte Jazztradition des Landes, seine mythische Aura für die Rastafaris in Jamaika, die lange Geschichte des äthiopischen Christentums mit seinen vielen jüdischen Elementen, das schwarze Gold namens Kaffee, dass hier seinen Ursprung hat, die stolze Anmut seiner Menschen, die Armut, deren Bilder man aus früheren Zeiten kennt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Kołacki hat ein versiertes Händchen für die Erzeugung von Stimmungen und Spannungskurven, und m.E. ist die Erkundung dann am interessantesten, wenn die Szenen etwas unruhiger und dramatischer werden, wenn die unterschiedlichen Gesänge von Hupen, Pfeifen und aufgeregten Dialogfetzen übertönt werden, wenn „exotischer“ Gesang für Momente hinter Peitschenknallen und plötzlichem Donner verschwindet und selbst die Vögel außer Rand und Band sind. Schwer zu sagen, ob diese Eruptionen, die eine folkloristische und zugleich urbane Handschrift tragen, spontanen Gemütserhitzungen oder einem Volksfest entspringen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Das Porträt der Stadt und der vielen namenlosen Beitragenden erscheint dreihundertmal im aufklappbaren Ecopak und ist, dank der Gestaltung von Mirt, auch optisch sehr ansprechend.</span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></span></strong></p>
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		<title>MIRT: Random Soundtrack</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2017 06:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmodrone]]></category>
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		<category><![CDATA[Tomek Mirt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Konzept ist hinlänglich bekannt: Ein Mensch nimmt einen Block und ein Schreibwerkzeug zur Hand und lässt seinen Assoziationen freien Lauf, lässt Ausdrücke, Formulierungen und sprachliche Bilder wie von selbst aus sich herausfließen, ungeachtet sprachlicher Korrektheit, inhaltlicher Logik und konzeptueller &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/01/14/mirt-random-soundtrack/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/mirtrandomsoundtrack.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13035" title="mirtrandomsoundtrack" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/mirtrandomsoundtrack-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Konzept ist hinlänglich bekannt: Ein Mensch nimmt einen Block und ein Schreibwerkzeug zur Hand und lässt seinen Assoziationen freien Lauf, lässt Ausdrücke, Formulierungen und sprachliche Bilder wie von selbst aus sich herausfließen, ungeachtet sprachlicher Korrektheit, inhaltlicher Logik und konzeptueller Stringenz. Écriture automatique, automatisches Schreiben, nennt man diese Praktik, die im späten 19. Jahrhundert zunächst im Rahmen der Psychotherapie entwickelt wurde, und eine Generation später durch<span id="more-13034"></span> Surrealisten wie André Breton Einzug in die Literatur fand. Die Bewusstseinströme, die so entsprangen, konnten es nicht alle mit der beeindruckenden schönheit des Monologs gegen ende von James Joyce&#8217; Ulysses aufnehmen, der einen solchen Vorgang nur wohlüberlegt simuliert.</p>
<p>Ich erwähne Joyce an der Stelle nicht ohne Grund, denn als der polnische Musiker Mirt im letzten Jahr das Album „Vanishing Landscape“ herausbrachte, präsentierte er so etwas wie die Simulation eines musikalischen Bewusstseinsstroms: unterschiedlichste Feldaufnahmen, Ausschnitte komponierten und improvisierten Materials zu einer Kollage mit teils unerwartbaren Brüchen montiert, all dies jedoch sorgsam auf eine passende Struktur hin verknüpft. Erst beim gerade erschienenen Nachfolger geht Mit alleatorisch zu Werke, lässt Material aus einem großen Pool wie zufällig miteinander interagieren.</p>
<p>Das Gros des verwendeten Materials besteht aus gesampelten Geräuschen und improvisierter, teils dröhnender Synthiemusik, zum Teil auch aus akustischen Instrumenten, doch oft kann man die Klangquellen auch nur bedingt zuordnen. Gequassel, Gerassel und Gepolter erscheint auf dem Plan, doch die Musik bewahrt meist ihre flächige Struktur (beim Nurse With Wound-artigen Straßenlärm in „Michael&#8217;s theme“ und „Rush on south“ funktioniert auch dies dann nicht mehr). Vieles darin verschwimmt miteinander zu flüchtigen Formen, löst sich auf und gebiert gleich wieder neue Strukturen. Sucht man darin eine Richtung, ein lineares Narrativ, dann stellt man schnell fest, dass vieles nur eine Vorstufe zur nächsten Vorstufe ist – zumindest über weite Strecken, denn das sogenannte „Main Theme“ gegen Ende wirkt schon wie ein musikalischer Kulminationspunkt. Doch letztlich steht auch hier dem hellen Sound ein Gefühl der Spannung entgegen.</p>
<p>Bis dahin aber ist es ohnehin noch ein weiter Weg, auf dem technoide Rhythmuspassagen auftauchen um wieder in der Versenkung zu verschwinden, laute und leise Passagen wechseln sich ab und künden vom steten Wechsel. Sehr raumorientiert sind viele Passagen, besonders jene voll verfremdeter Naturgeräusche, die mit musikalischen Bauformen verschmilzen. Das alles ist bislang nicht allzu spektakulär und vom Ergebnis her fast Standard in vielen Werken der Geräuschmusik, doch Mirts Alleinstellungsmerkmal ist die gelungene Kombination aus spontaner Sequenzenfolge und einer durchgehend filmischen Qualität, die sich sowohl dem Einsatz der Geräusche als auch der Kunst des Raumklangeffekts verdankt. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Kosmodrone</strong></p>
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		<title>MIRT: Rite Of Passage</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 01:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brasil and the Gallowbrothers Band]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn „kritische“, eher europäisch gesinnte Geister von einem schöneren Amerika reden, meinen sie damit in der Regel nichts aus dem kulturellen Hauptstrom, sondern schwelgen im Urtümlichen, referieren auf Dinge wie den Appalachian Folk oder den Delta Blues, die bei ihrem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/12/07/mirt-rite-of-passage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/mirtriteofpassage.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7991" title="mirtriteofpassage" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/mirtriteofpassage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn „kritische“, eher europäisch gesinnte Geister von einem schöneren Amerika reden, meinen sie damit in der Regel nichts aus dem kulturellen Hauptstrom, sondern schwelgen im Urtümlichen, referieren auf Dinge wie den Appalachian Folk oder den Delta Blues, die bei ihrem Einzug ins Popgeschäft schnell einen guten Teil ihrer ästhetische Unschuld einbüßen mussten. Wagt man sich doch in populärere Gefilde, dann zählt der Highway-Mythos, der Generationen von Outlaws und Geschichtenerzählern zu einem verlorengegangenen Traum von Freiheit inspirierte, zu den beliebtesten Themen. Andere, verwandte Gangster- und Desperadomythen, spielen meist ebenfalls unter freiem Himmel, oft desnachts. Die Weite des Landes und das Fortbewegungsmittel der Wahl schaffen<span id="more-7990"></span> Distanz zu all den sozialen und kulturellen Abhängigkeiten, die man mit dem Amerika der gepflegten Vorgärten assoziiert. Und stets beanspruchten Europäer ein Mitspracherecht bei der Mythenstiftung &#8211; „Paris, Texas“, „Psycho“, „Detour“ wurden von Deutschen, Briten und Österreichern gedreht. Durch die Entdeckung des Trash und Pulp in den 90ern wurde der Rahmen des Legitimen freilich um einiges erweitert.</p>
<p>Auch der polnische Ambientkünstler Tomek Mirt ist von solchen Mythen inspiriert, was schon im Rahmen <a href="http://www.discogs.com/artist/Brasil+And+The+Gallowbrothers+Band">seiner Stammkapelle, einer Galgenvogelband</a>, anklingt. In dem Aquarell, welches das Cover seiner neuen Soloplatte ziert und wie ein Edward Hopper-Pastiche aus dem Atelier von Tor Lundvall anmutet, haben sie merkliche Spuren hinterlassen. Wohin das ominöse Duo zu so später Stunde aufbricht und warum es sich so plötzlich zum Betrachter umdreht, muss Geheimnis bleiben. Die maskenhaften Gesichter unterstreichen das Gefühl, dass es sich um eine Flucht, eine Jagd oder ein konspiratives Treffen handelt, und das auf dem Album zweifach ertönende Froschkonzert verlegt das Ganze an einen entlegenen Ort.</p>
<p>Selbst ohne das Artwork wäre „Rite of Passage“ eine äußerst visuell anmutende Platte, das Label legt weitere Fährten, wenn es die Musik als Score zu einem imaginären Trashfilm bezeichnet. Der Titel, als Begriff aus der Ethnologie bekannt, ist obendrein einer „Miami Vice“-Folge entlehnt, und auch wenn die Musik keine direkte Nähe zu der bekannten Titelmusik von Jan Hammer aufweist haben die auf Synthies, Sinuswellen, Naturgeräuschen und seltenen Instrumenten basierenden Ambientstücke tatsächlich den verwegenen, aber auch etwas glatten Charme dieser in TV-Studios entworfenen Eighties-Kultur, die im Original blassbunt ist, bei Mirt allerdings nur bei Nacht zu &#8220;sehen&#8221; ist. Rhythmen sind ein integraler Teil des Klangbildes, doch fast durchgehend sind sie dezent und downtempo genug, um den relaxten Grundmodus drastischer Zeitlupenaufnahmen und pathetischer Close-ups zu wahren. Cool? Ja, aber auf eine gewollt spackige Art, die berührende, fast sentimental-kitschige Momente zulässt, die hier meist über die Melodie eingebracht werden. Aus einigen Motiven rhythmischer oder melodischer Art könnten Songs entstehen, doch gerade die „filmischen“ Momente – ambiente Soundtrack-Reminiszenzen, aber auch die gekonnt eingebauten Sounds von Motoren, Propellern und allerhand Geräuschen der Natur – weisen in eine andere Richtung.</p>
<p>„Rite of Passage“ ist ein dezentes, aber doch v.a. unterhaltsames Album voller Kolorit, das vielleicht am meisten dadurch gewinnt, dass es bei allem erzählerischen Realismus stets eine gewisse Künstlichkeit wahrt, ohne die der Mythos gestylter Schmuggler- und Dealer-Geschichten mit seinen Ferraris und perfekt schönen Frauen nicht bestehen könnte. Gelungene Hommage, die demonstriert, dass Gangster-Ambient auch ganz ohne Doomjazz funktionieren kann &#8211; zum Hören v.a. für schlaflose Spätsommernächte zu empfehlen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://catsun.monotyperecords.com/">Catsun/Monotype</a></strong></p>
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