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	<title>African Paper &#187; Moan</title>
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		<title>Gemeinsames Tape von Moan und Dead Factory</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 06:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zoharum bringt zwei bislang digital erhältliche EPs &#8211; &#8220;Onset Of Oblivion&#8221; (2021) und &#8220;Abandoned Heritage&#8221; (2023) &#8211; der aus Oberschlesien stammenden Projekte Moan und Dead Factory auf einer gemeinsamen Kassette heraus. Während die beiden Projekte auf der älteren der beiden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/10/20/gemeinsames-tape-von-moan-und-dead-factory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zoharum bringt zwei bislang digital erhältliche EPs &#8211; &#8220;Onset Of Oblivion&#8221; (2021) und &#8220;Abandoned Heritage&#8221; (2023) &#8211; der aus Oberschlesien stammenden Projekte Moan und Dead Factory auf einer gemeinsamen Kassette heraus. Während die beiden Projekte auf der älteren der beiden Veröffentlichung als Einheit agieren, ist &#8220;Abandoned Heritage&#8221; mit seinen beiden längeren Stücken als Split-Release konzipiert, gleichwohl der zwischen Dark Ambient, postindustriellem Lärm und Musique Concrète zu verortende Sound über viele Passagen hinweg kohärent wirkt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/moandeadfactory.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37814" title="moandeadfactory" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/moandeadfactory.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-37812"></span></p>
<p>&#8220;The material contained therein is the result of cooperation, in which each project had an equal impact on its final shape. The publication is a great addition to the discography of both DEAD FACTORY and MOAN, revealing the nature of their work from a slightly different perspective, because it is filtered through the filter of interaction, which to some extent forces the deconstruction of the originally conceived ideas and a change of concept already at the post-production stage. As a result, we are dealing with very interesting, jointly developed musical material, based on the dialogue of artists who come from a similar environment, sometimes inspired by similar phenomena, and at the same time able to maintain an individual language, which translates into colours, emotions, and sources of generated sounds. , clearly leaving its mark on these five long, coherent and atmospheric compositions including both sides of the cassette&#8230;&#8221; (Zoharum)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3039564359/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MOAN / GENETIC TRANSMISSION: Dedicated to Luigi Russolo</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 05:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spätestens seit der Musique Concrète taucht der Name Luigi Russolo in jeder Generation der Geräuschmusik auf, der Komponist, Maler und Verfasser von Manifesten wird als Insprationsquelle gefeiert und hat, durchaus im Widerspruch zum futuristischen Geschichtsverständnis, längst seine eigene Folklore bekommen. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/04/07/moan-genetic-transmission-dedicated-to-luigi-russolo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/moangtrussolo.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14523" title="moangtrussolo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/moangtrussolo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Spätestens seit der Musique Concrète taucht der Name Luigi Russolo in jeder Generation der Geräuschmusik auf, der Komponist, Maler und Verfasser von Manifesten wird als Insprationsquelle gefeiert und hat, durchaus im Widerspruch zum futuristischen Geschichtsverständnis, längst seine eigene Folklore bekommen. Ob es seine Techniken in der Kombination heterogener Geräusche und Instrumentalklänge ist, sein Bruch mit Traditionen oder seine originellen Instrumente wie dem Russolophon oder Rumorarmonio, einem Geräuschharmonium, nach dem<span id="more-14522"></span> Novy Svet damals ihr erses Album benannten &#8211; man verehrt seine Radikalität und gibt sich dem Reiz der Ambivalenz hin, die in einem Gestus des radikal Neuen steckt, welches heute selbst &#8220;Vintage&#8221; anmutet.</p>
<p>Industrial und Post Industrial in einem Sinne, der nicht nur dem dystopischen Überbau, sondern auch der industriellen Klangästhetik verbunden ist, weist diese Eigenschaft fast immer auf, und als versteckter Subtext findet sie sich auch in der vorliegenden Hommage aus zwei ausladenden Soundimprovisationen, die 2004 erstmals auf einer Split-CDr veröffentlicht wurde. Anders als auf der ebenfalls vor kurzem wiederveröffentlichten &#8220;Collaboration 1&#8243; sind die beiden Tracks hier ohne Zusammenarbeit der beiden Musiker Rafal Sadej (Moan) und Tomasz Twardawa (Genetic Transmission) entstanden, der Moan-Track &#8220;Men at Work&#8221; war ursprünglich Teil einer Installation im Rahmen der Ausstellung &#8220;People at Work&#8221;. Dennoch gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen den Stücken.</p>
<p>Moans &#8220;Men at Work (Ludzie Przy Pracy)&#8221; beginnt mit einem weithin hörbaren Donnerknall und zieht einen unmittelbar in ein dunkel ausgeleuchtetes industrielles Setting, das mit seinen geheimnisvollen Schleifgeräuschen und seinen Metallobjekten, die anscheinend über einen unebenen Boden gezogen werden, ein bisschen an die Tape-Arbeiten von Xenakis erinnert. Von Schaben über Behauen, Rasseln, Streichen und Kratzen lassen die Metallteile einiges über sich ergehen, irgendwann verdichten sich die Sounds, und ein ritueller Unterton ist kaum zu überhören. Leicht kann man sich in dieser für allerlei Interpretationen offenen Bewegung, die als Teil einer Multimedia-Arbeit nicht allzu viel Information preisgibt, verlieren, bis man durch helle, herausstechende Sounds aus dem Traum gerissen wird. Laut Moan ist der Track für eine endlose Wiederholung konzipiert, und es wäre vom Effekt her interessant, dieser Idee auch losgelöst von der Installation für ein paar Stunden nachzukommen.</p>
<p>Genetic Transmission beginnt diesmal wie dunkler, hintergründiger Ambient, auf dessen Fläche subtil Infernalisches anklingt: Radiosamples, metallisch polternde Geräusche in einiger Entfernung und etwas, das an monströse Stimmen erinnert. Der Track wurde wohl schon in den 90ern aufgenommen, aber nach dem Verlust der Mastertapes neu rekonstruiert und nun für die Wiederveröffentlichung remastert. Im Verlauf erweist sich der Beitrag als etwas dumpfer und schemenhafter als der des Kollegen, Sounddetails erscheinen weniger exponiert, und wenn sich die Intensität steigert, werden die metallischen Sounds steckenweise so heftig, dass sich alles im Rauschen auflöst &#8211; für Momente, denn der rotierende Sound steht noch lange nicht still, verrückte, dadaistiche Soundideen und zerschliffener Rhythm Noise und andere Episoden wechseln sich ab.</p>
<p>Trotz individueller Handschriften passen die Tracks gut zusammen. Dem großen Idol versuchen die Künstler hier nicht durch ein allzu deutliches Anknüpfen an den Klang der bekannten Dokumente zu huldigen, sondern stellen ihren typischen Stil eher vage in die Tradition des großen Anti-Traditionalisten. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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		<title>GENETIC TRANSMISSION / MOAN: Collaboration 1</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 06:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tomasz Twardawa]]></category>
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		<description><![CDATA[Man kann Tomasz Twardawa alias Genetic Transmission als vielleicht etwas späte, aber durchaus würdige polnische Antwort auf Acts wie De Fabriek und Vivenza betrachten, deren Musik den Begriff des Industrial nicht nur in gesellschaftsbezogener, sondern auch in klanglicher Hinsicht ernst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/04/genetic-transmission-moan-collaboration-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/genetictransmissionmoancollaboration1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14479" title="genetictransmissionmoancollaboration1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/genetictransmissionmoancollaboration1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man kann Tomasz Twardawa alias Genetic Transmission als vielleicht etwas späte, aber durchaus würdige polnische Antwort auf Acts wie De Fabriek und Vivenza betrachten, deren Musik den Begriff des Industrial nicht nur in gesellschaftsbezogener, sondern auch in klanglicher Hinsicht ernst nahmen: Das Maschinelle, die verinnerlichte und bis in die Traumsphäre hineinreichende akustische Kombination aus Metall und Stein, das Echo von Platten, Stangen, Riemen und Federn zieht sich wie ein graubrauner leitmotivischer Faden durch die Arbeiten des seit<span id="more-14478"></span> Mitte der 90er arbeitenden Musikers und schlägt sich auch in dessen Kollaborationen nieder.</p>
<p>Zoharum ist seit einiger Zeit dabei, den Backcatalogue von Genetic Transmission erneut zugänglich zu machen und bezieht Zusammenarbeiten mit ein. Auf &#8220;Collaboration 1&#8243; arbeitete Twardawa mit dem bislang außerhalb Polens weniger bekannten Rafal Sadej alias Moan in Mailart-Manier, indem beide am Fließband Soundfragmente erstellten und sich diese zur freien Bearbeitung zuschickten, bis alles in einem finalen Mix verrührt wurde. Letztlich dominierte aber doch in jedem der Stücke die Handschrift eines der beiden Musiker, so dass die Tracks dann jeweils nur einen Urheber bekommen sollten.</p>
<p>Die unter Genentic Transmission firmierenden Stücke, es sind ihrer drei, eröffnen mit unregelmäßigem Hämmern oder kreisendem Schaben ein Panorama an Arbeitsgeräuschen, die jedesmal ein originelles plastisches, doch jedesmal auch cinematich anmutendes Szenario für sich bilden. Oft zurückhaltend vom Tempo, was der Exponiertheit der einzelnen Klänge und so auch der Atmosphärik entgegen kommt, entfaltet sich jedesmal ein wahres Sammelsurium kleiner Geräusche, es zirpt, federt, rasselt, schabt, reibt, brummt, darunter bleibt vieles leise und subtil, hervor stechen vibrierende Tremolo-Soundeffekte, wie sie bspw. auch ein NWW-Fan mag. Der Schwerpunkt an Sounds ändert sich immer wieder, was die Soundkollagen in Bewegung hält, gelegentliche Tempowechel und v.a. kleine, aufschreckende Stakkato-Sounds untermauern den Effekt.</p>
<p>Die Kunst von Moan besteht hier eher in der Kreation äußerst harmonischer Ambient-Hüllen, die er dann mit vielen kleinen Soundschnipseln, die dem Charakter nach dann von GT kommen. Gerät dies in dem ersten unter seinem Namen laufenden Track noch so creepy wie ein Horrorhörspiel, so entfacht das ultralangsame Auf- und Abebben der Flächen im zweiten Stück, trotz mysteriöser Schritte, eine sehr angenehme Schönheit. Auf die Intensivierung von Fülle und Spannung wartet man dem Charakter des Stücks entsprechend zwar etwas länger, aber sie kommt: Viele kleine, unaufgeräumte Details digitaler und gesampleter Herkunft füllen den Rahmen, Rhythmen deuten sich an und versigen wieder &#8211; der fließende, flächige Ambientrahmen bleibt gewahrt, doch auf der Binnenebene gibt es keinen Halt, und nach einem abrupten Bruch beginnt die Geschichte von neuem und endet ein weiteres mal im hektischen Tumult.</p>
<p>Die Arbeit erschien vor nunmehr vierzehn Jahren auf einer seit langem vergriffenen CDR und ist nun zweihundertmal in einem chicen Ecopack und natürlich auch zum Download zu bekommen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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