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	<title>African Paper &#187; Morc Records</title>
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		<title>LUSTER: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 03:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Annelies Monseré]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist und &#8220;Gut Ding&#8221; Weile haben will, muss nicht unbedingt eine hohle Floskel sein, zumindest wenn man sich den Werdegang der belgischen Luster vor Augen führt, deren Gründung bereits 10 Jahre zurückliegt. Eine Split-Single mit Hellvete &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/18/luster-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/lusterlusterluster.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30179" title="lusterlusterluster" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/lusterlusterluster-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist und &#8220;Gut Ding&#8221; Weile haben will, muss nicht unbedingt eine hohle Floskel sein, zumindest wenn man sich den Werdegang der belgischen Luster vor Augen führt, deren Gründung bereits 10 Jahre zurückliegt. Eine Split-Single mit Hellvete 2016 war eines der wenigen Lebenszeichen, die das aus Annelies Monseré und Mitgliedern von Mote und Joe Speedboat bestehende <span id="more-30177"></span>Dronefolk-Shoegaze-Kollektiv von sich hören ließ, ansonsten kümmerten sich die Beteiligten zunächst mehr um ihre anderen Projekte.</p>
<p>Während der Pandemiejahre fand man dann doch Zeit, ein etwas verspätet anmutendes Debütalbum einzuspielen, und das jüngst veröffentlichte Resultat ist beeindruckend. Im Grunde braucht es nur die ersten beiden Tracks, um das stilistische Terrain des gleichnamigen Longplayers abzustecken. Ohne viel Federlesens startet der Opener &#8220;All is dark inside&#8221; mit einem hypnotisch dröhnenden Harmonium und steten, langsamen Handtrommeln &#8211; sowie dem Gefühl, dass etwas Spannungsvolles ansteht. Doch netter folkiger Gesang in Monserés ungekünsteltem Sopran gibt dem Stück eine Wendung, die sofort an gängige Mittelalter-Versatzstücke denken lässt, die man auch von Gruppen wie The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud oder auch dem Punk&#8217;n'Wave von Astaron kennt. Bassläufe in knarriger Postpunkmanier leiten das folgende &#8220;L&#8217;idéal&#8221; ein, bei dem man zunächst eine Bauchlandung im profaneren Hier und Jetzt erwarten könnte, doch wenn der hochtönende Gesang diesmal eine noch märchenhaftere Melodie anstimmt, fühlt man sich überraschenderweise in ein Tableau entrückt, in dem Heroen um die Gunst präraphaelitischer Mädchen in wallenden Gewändern buhlen.</p>
<p>Gleichwohl sich bis zur sonnabolen Entrückung im finalen Gegenzoom von &#8220;Out of time&#8221; alles in diesem Rahmen abspielt, demonstrieren die einzelnen Stücke – zumindest bei wiederholtem Höhren – ihre jeweils individuellen Charakterzüge: eine kanonartig gekoppelte Stimme, deren märchenhafte Melodiebögen in &#8220;Archaeologist&#8221; erneut diese gebrochene präraffaelitische Atmosphäre entstehen lassen; das ungleich temperamentvollere Picking in &#8220;Espace&#8221;, das irgendwann von einer dunklen Ambientfläche gebremst wird, um Raum für einen Gesang zu schaffen, der wie ein Echo aus einer anderen Welt klingt; der höfische Tanz in &#8220;Crépuscule&#8221;, der wie ein Jugendstilmotiv mit versteckten morbiden Details anmutet; die heitere Melancholie im zuckersüßen &#8220;I Fall&#8221;; das düstere Harmonium in &#8220;Angst&#8221;, dem all die anderen Instrumente geschwungene Ornamente geben.</p>
<p>Dass alle Stücke auf die eine oder andere Art einen doppelten Boden haben, ist ein mindestens ebenso charakteristisches Merkmal der Musik wie das märchenhafte Setting, das sie entstehen lässt, und man darf gespannt sein, wann und wie die Reise für Luster weitergehen wird.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3485751857/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>HOLY SONS: My Only Warm Coals</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2013 05:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dolorean]]></category>
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		<category><![CDATA[Morc Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Wort Multiinstrumentalist wird etwas zu häufig verwendet und wirkt entsprechend prätentiös, impliziert es doch, dass jemand eine Vielzahl an Instrumenten gleichermaßen beherrscht und regelmäßig spielt. Emil Amos ist in erster Linie Drummer, ein ziemlich renommierter sogar. Seine bekannteste Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/06/22/holy-sons-my-only-warm-coals/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/holysons.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6992" title="holysons" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/holysons-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Wort Multiinstrumentalist wird etwas zu häufig verwendet und wirkt entsprechend prätentiös, impliziert es doch, dass jemand eine Vielzahl an Instrumenten gleichermaßen beherrscht und regelmäßig spielt. Emil Amos ist in erster Linie Drummer, ein ziemlich renommierter sogar. Seine bekannteste Band Grails wäre ohne seine Handschrift kaum denkbar, und dass er in Al Cisneros&#8217; idiosynkratischem OM-Kosmos das schwere Erbe Chris Hakius&#8217; anzutreten versteht, spricht ebenso sehr für ihn. Und damit sind längst nicht all seine musikalischen Allianzen aufgezählt. Sein Soloprojekt Holy Sons <span id="more-6991"></span>gerät oft etwas ins Hintertreffen, vielleicht weil die Alben stets eine Spur introvertierter wirken, verglichen mit der ästhetischen Kompromisslosigkeit der genannten Bands. Die Resultate sind zwangsläufig etwas bodenständiger als es im Zusammenspiel von Einzelinstrumentalisten dieses Kalibers ausfallen würde, und Amos hält sich im Interesse der Ausgewogenheit auch am Schlagzeug meist zurück. Stattdessen tritt eine nerdige Exzentrik in den Vordergrund, die sich nun schon seit mehr als zwanzig Jahren durchaus genießen lässt. Und wie rubriziert man das ganze eingentlich – Low Brow Psychedelic? Experimenteller (Post-)Rock? Da klingen die Social Media schon klischeefreier mit der Offerte Post-Beatles.</p>
<p>Auf „My Only Warm Coals“ finden sich Aufnahmen, die seit Mitte der 90er in Amos&#8217; Heimstudio entstanden sind und zunächst keinen Weg an die Öffentlichkeit fanden, bis das niederländische Morc-Label gut die Hälfte davon auf Lathe Cut 10&#8221; zugänglich machte. Mit seiner jüngst auf Important erschienenen CD-Neuauflage öffnet Amos die Archive erneut und erweitert die Sammlung um weitere neun Stücke. Aufnahmen, die spontan im Heimstudio mit geringem Aufwand entstehen, minimale Bearbeitung erfahren und nie wirklich zuende geführt werden, haben immer etwas von einem Einblick in die Arbeitsweise des Musikers, zeigen sie die Resultate doch in verschiedenen Stadien der Unvollständigkeit. Auch die hier veröffntlichten Stücke sind weit entfernt von dem Augenblick, an dem an so etwas wie Mastering überhaupt gedacht wird. Keine der neunzehn 4-Spur-Aufnahmen klingt soundmäßig besonders elaboriert, was zusammen mit der gedämpften Stimmung und der zum Teil etwas vernachlässigten Melodik einen trotzigen Loner assoziieren lässt, der verbumelt vor seinen Geräten abhängt und ein paar Regler bedient, wenn ihm danach ist. Wäre Ariel Pink nicht so ein Sonnyboy, dann gäbe es Holy Sons vielleicht zweimal. Die meisten Stücke sind recht kurz, was bei dem hypnotischen „Underdog Cringe“ durchaus schade ist. Dafür entschädigen die bislang unveröffentlichten Songs „Aged Wine“ und „Things on my Mind“ mit ungewohnt schrammeligem Morricone-Folk.</p>
<p>Raue Gitarren sorgen ansonsten momentweise für Doom-, Blues- oder Americana-Feeling, das stets in Andeutungen zum Zug kommt und durch den improvisierten DIY-Charakter eine deutliche Brechung erhält. Gelegentlich füllen zittrige Orgelspuren die Löcher des grobkörnigen Klangbildes, und Amos&#8217; eigentliches Handwerk, die Drums, sind an manchen Stellen auffallend nach vorn gemischt und erscheinen beinahe wie ein ironischer Selbstkommentar. Sehr persönlich ist wohl die Auswahl an Filmsamples, wozu es <a href="http://www.imposemagazine.com/bytes/holy-sons-the-fact-facer-mp3">hier einen ganzen Artikel</a> gibt. Dem Titel entsprechend müssten Amos&#8217; Achive jetzt leer sein. Doch Gerüchten zufolge existieren noch Unmengen an Outtakes, und sollte Amos ein weiteres mal ein so gutes Händchen beim Zusammenstellen beweisen, dann darf man – als passionierter High End-Verächter – weiterhin gespannt sein.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://importantrecords.com/">Important Records</a></strong></p>
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		<title>SHARRON KRAUS &amp; MICHAEL TANNER: In The Rheidol Valley</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 06:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Folk Rock]]></category>
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		<description><![CDATA[Sharron Kraus und Michael Tanner alias Plinth arbeiten nicht zum ersten mal zusammen, schon auf Sharrons Album „The Fox&#8217;s Wedding“, seinerzeit bei Durtro Jnana erschienen, hinterließ der Brite als zweiter Gitarrist seine Spuren. Beide Künstler sind einer modernisierten Auffassung des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/15/sharron-kraus-michael-tanner-in-the-rheidol-valley/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/rheidolvalley.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-2581" title="rheidolvalley" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/rheidolvalley.jpeg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sharron Kraus und Michael Tanner alias Plinth arbeiten nicht zum ersten mal zusammen, schon auf Sharrons Album „The Fox&#8217;s Wedding“, seinerzeit bei Durtro Jnana erschienen, hinterließ der Brite als zweiter Gitarrist seine Spuren. Beide Künstler sind einer modernisierten Auffassung des Folk verbunden, beide loten dies jedoch auf ganz unterschiedliche Weise aus.<span id="more-2580"></span></p>
<p>Kraus ist eine begnadete Sängerin und Songschreiberin, komponiert Stücke, die auf den ersten Blick sehr traditionell anmuten, sich beim genaueren Hinhören jedoch als feinsinnige Pastichen entpuppen. Sie offenbaren einen Blick auf die Tradition, der von historischem Einfühlungsvermögen ebenso zeugt wie von einem Bewusstsein für die Verankerung im Hier und Jetzt. Gerade dadurch gelingt ihr ein Zugang zu den &#8220;alten&#8221; Klängen und der im Englischen wie im Amerikanischen wurzelnden Balladentradition, der viel respektvoller (weil belebender) ist als jedes nostalgisch-museale Nachspielen, das seinen projektiven Zug nur umso stärker offenbaren muss. Tanners Musik dagegen zeigt ihren modernen Charakter viel offenkundiger, da sie trotz ihrer angenehmen Melodik meist abstrakter ist und herkömmlichen Songstrukturen eher abgeneigt. Tanner bezeichnet seine Soundscapes augenzwinkernd als &#8220;romantic reggae&#8221;, und ich bin nicht sicher, ob er mit der Folk-Assoziation zufrieden wäre. Falls ja, dann wäre Folk für ihn wohl kein Genre, in dessen Tradition man sich einreiht, und sei es spielerisch. Es scheint ihm vielmehr ein reichhaltiges Repertoire an musikalischen und atmosphärischen Versatzstücken zu sein, an dem man sich bedient und dessen Einzelteile man auf unterschiedlichste Weise neu kombinieren kann.</p>
<p>Für ihre erste gleichberechtigte Zusammenarbeit reisten die beiden Musiker in das walisische „Rheidol Valley“, um die Stimmung und die subtilen Geräusche des Landstriches einzufangen und möglichst unbearbeitet zu dokumentieren. Ausgehend von dem oben genannten Gegensatz könnte man nun zu dem oberflächlichen Schluss kommen, dass das Resultat eher ein Tanner-typisches Album geworden ist, denn es enthält keinen einzigen Song, stattdessen eine kleine Sammlung improvisierter akustischer Soundscapes. Doch auch Sharrons Handschrift ist unverkennbar.</p>
<p>Das Intro „Lambs“ eröffnet die kurze Impression zunächst mit Tierstimmen – ein Stilelement, dass man den beiden auch Jahre nach dem medialen Folkbrimborium zugesteht, da sie niemals an irgendeinem bescheuerten Hype beteiligt waren und damit weder weird noch hip sein wollen, stattdessen auf ungekünstelte Art einfach die Stimm(ung)en des Ortes einfangen. Auf den beiden „Waterfall“ genannten Stücken kommt Sharrons Gitarre am meisten zum Einsatz. Aus den repetitiven Akkorden, die an ihren großartigen Rusalnaja-Song „Wild Summer“ erinnern (der mit seiner paganen Hommage an das Rad des Jahres jede noch so konzeptuelle Neofolkband an die Wand spielt), kristallisiert sich ein verhaltenes Hauchen heraus, wird lauter und deutlicher und ist endlich als Sharrons markante Stimme zu erkennen, für die sich kaum Kategorien und Vergleiche finden, die weder herb noch süßlich noch biederer Durchschnitt ist und gerade deshalb so interessant klingt. Nur an dieser einen Stelle ist sie zu hören, kurz darauf überlässt sie den wenigen Instrumenten und den subtilen Geräuschen wieder das Feld.</p>
<p>Der Grundtenor der EP ist leise und introvertiert, die wesentlichen Arrangements minimalistisch und repetitiv, das Repertoire der musikalischen Motive hält sich in Grenzen. Doch obwohl die Klanggestalt meist lieblich ausfällt und Feldaufnahmen wie Vogelgezwitscher im Grunde romantische Klischees bedienen, scheint die Musik kaum auf Entspannung oder Besinnlichkeit anzuzielen. Dafür ist sie von zu vielen Brüchen durchzogen und neigt zu sehr zu spröden, monotonen Momenten. Hintergründiges Trommeln, spannungsvolle Triangel-Anschläge und perkussive Akkorde, die sich vor allem in der zweiten Hälfte sammeln, scheinen den Eindruck zu bestätigen. Und bei all dem sind die Intrumentalparts vor allem eines: Sound, der mit den Geräuschen der Umgebung verschmilzt.</p>
<p>Die Vinyl-EP in einer auf 250 Einheiten limitierten Stückzahl herauszubringen, geschah hier sicher nicht zum Zweck einer Forcierung von Rarität. Aufgrund ihres musikalisch sehr introviertierten Charakters, vor allem aber wegen ihrer stilistischen Eigenart, die sich vor allem von Sharrons recht opulenten Songalben stark unterscheidet, sollte sie als Projekt außer der Reihe verstanden werden. Die Klangfarben von Sharron Kraus treffen auf die Abstraktion Tanners, und in ihrer Kombination entfalten diese Komponenten eine Atmosphäre, die sich vielleicht nicht unmittelbar, mit der Zeit aber umso stärker entfaltet. (U.S.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.morctapes.com/">Morc Records</a></p>
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		<title>SOCCER COMMITEE &amp; MASCHINEFABRIEK: Drawn</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/soccer-commitee-maschinefabriek-drawn/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mariska Baars]]></category>
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		<description><![CDATA[SOCCER COMMITEE &#38; MASCHINEFABRIEK ist zunächst mal ein seltsamer Name für eine Kollaboration, und am allerwenigsten würde man mit ihm wohl filigrane Drones und Zeitlupenfolk assoziieren. Schließlich suggerieren die beiden Projektnamen, hinter denen sich die Musiker Mariska Baars und Rutger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/soccer-commitee-maschinefabriek-drawn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/drawn.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-63" title="drawn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/drawn.jpeg" alt="" width="150" height="134" /></a>SOCCER COMMITEE &amp; MASCHINEFABRIEK ist zunächst mal ein seltsamer Name für eine Kollaboration, und am allerwenigsten würde man mit ihm wohl filigrane Drones und Zeitlupenfolk assoziieren. Schließlich suggerieren die beiden Projektnamen, hinter denen sich die Musiker Mariska Baars und Rutger Zuydervelt verbergen, in erster Linie Dynamik und Lautstärke.<span id="more-62"></span></p>
<p>Man könnte das fast als auf Überraschung angelegte Ironie auffassen, wenn “Drawn“ denn nicht so still und bar jeden Effektgepolters daher käme. Die Stärke dieses Albums liegt in den im Grunde unspektakulären Momenten, wenn sich z.B. das Summen eines Harmoniums zu einem hypnotischen Drone verdichtet und sich zugleich auf der Akustikgitarre ein schöner Melodiebogen entfaltet. Wer kein Ohr für den subtilen Charakter solcher Momente hat, könnte das vielleicht als dröge empfinden – ich jedenfalls muss dabei unweigerlich an PANTALEIMON denken, an denen sich die Geister ja gerne wegen ganz ähnlicher Dinge scheiden. Doch die beiden Niederländer gehen verspielter zur Sache und vermeiden dadurch allzu entspannte Momente. Gelegentliche ätherische Passagen werden immer wieder durch skurrile Einfälle wie störende Breaks, zittrige Klangflächen und atonale Rückkopplungsgeräusche durchbrochen, auch der Gesang ist keineswegs gefällig – hätte ich den Titel “menschliches Theremin“ nicht schon an die Stimme von JOSEPHINE FOSTER vergeben, wäre Mariska Baars sicher eine Kandidatin dafür.</p>
<p>Doch all dies passiert, wie gesagt, in einem sehr verhaltenen Rahmen, so dass man “Drawn“ letztlich als sehr “leise“ und unaufdringliche Angelegenheit bezeichnen muss. Die LP-Version ist auf 200 Stück limitiert und erscheint in weißem Vinyl. (U.S.)</p>
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