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	<title>African Paper &#187; N.U. Unruh</title>
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		<title>Faust präsentieren Blickwinkel in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Feb 2025 02:14:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Faust treten bald in der Berliner Venue Neue Zukunft auf und bringen dabei die energiegeladene Radikalität ihres aktuellen Albums &#8220;Blickwinkel&#8221; mit auf die Bühne. Das im Herbst vergangenen Jahres erschienene Werk ist eine Weiterführung der ursprünglichen Faust-Idee – ein offenes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/04/faust-prasentieren-blickwinkel-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Faust treten bald in der Berliner Venue Neue Zukunft auf und bringen dabei die energiegeladene Radikalität ihres aktuellen Albums &#8220;Blickwinkel&#8221; mit auf die Bühne. Das im Herbst vergangenen Jahres erschienene Werk ist eine Weiterführung der ursprünglichen Faust-Idee – ein offenes Kollektiv unter der Leitung von Gründungsmitglied Zappi Diermaier, das Veränderung nicht nur zulässt, sondern zum Prinzip macht. Mit dabei sind Musikerinnen und Musiker wie Jochen Arbeit und Andrew Unruh von den Einstürzenden Neubauten, Dirk Dresselhaus alias Schneider TM sowie <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/blickwinkel.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44834" title="blickwinkel" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/blickwinkel.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-44833"></span></p>
<p>Gunther Wüsthoff, ebenfalls ein Faust-Urgestein. Ebenfalls dabei sind Elke Drapatz, Sonja Kosche und Uwe Bastiensen. Ihr Zusammenspiel ist rau, dynamisch und treibend, voller überraschender Details, die niemals verkopft wirken. Die sechs Stücke des Albums bewegen sich zwischen industriellen Rhythmen, verzerrten Texturen und psychedelischen, hypnotischen Sequenzen, die live noch einmal eine ganz eigene Wucht entfalten können. Das Konzert verspricht, Krautrock nicht als nostalgisches Echo der Vergangenheit zu präsentieren, sondern als eine Musik, die sich immer weiterentwickelt.</p>
<p>Mittwoch, 02.04.2025<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Neue Zukunft<br />
Alt-Stralau 68<br />
10245 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/8564873003608947/"><strong>@ Facebook mit Tickets</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2936491112/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN: Rampen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 02:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alexander Hacke]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter einer Rampe versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch eine Übergangsvorrichtung zur Überbrückung zweier räumlich getrennter Objekte oder auch eines Höhenunterschiedes wie z.B eine Verladerampe oder auch einen Bühnenrand, an dem der Bereich der Performance in den Bereich des Publikums übergeht. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/13/einsturzende-neubauten-rampen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/einstürzendeneubautenrampenapm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40549" title="einstürzendeneubautenrampenapm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/einstürzendeneubautenrampenapm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter einer Rampe versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch eine Übergangsvorrichtung zur Überbrückung zweier räumlich getrennter Objekte oder auch eines Höhenunterschiedes wie z.B eine Verladerampe oder auch einen Bühnenrand, an dem der Bereich der Performance in den Bereich des Publikums übergeht. Man kann den Begriff natürlich vielfach <span id="more-40547"></span>metaphorisch verwenden und auf Dinge beziehen, bei denen es weniger um räumliche Abstände, sondern um andere Arten von Überbrückung geht.</p>
<p>Unter den Fans der Einstürzenden Neubauten hat sich längst herumgesprochen, dass mit Rampen die zahlreichen improvisierten Interludien gemeint sind, mit denen bei ihren Live-Shows einzelne Stücke miteinander verbunden werden. Gerade bei diesem Abschnitten steht das perkussive Element, das aufgrund seiner Verwendung von Metallteilen gerne als experimentell bezeichnet wird, besonders im Zentrum, sie bilden einen deutlichen Gegenpart zum Songformat, das bei Konzerten eine ebenso wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Teile dieser Rampen wurden in der Vergangenheit immer wieder als Ausgangsmaterial für eine nächste Schicht einzelner Stücke genommen, die dann auf kommenden Alben erschienen sind. Für das neue Album &#8220;Rampen (apm: alien pop music)&#8221;, das in alamierendem Gelb, der wahren Farbe erscheint, hat man sich entschieden, in Gänze auf dieses Rampenmaterial zurückzugreifen und es zum Soundfundament jedes der fünfzehn Stücke zu machen. Die Entscheidung, das von vielen wahrscheinlich als tendenziell marginal begriffene ins Zentrum des Geschehens zu holen, findet ihre Entsprechung noch in einer weiteren Idee, denn das Resultat sollte eine Musik sein, in der die Aliens – die Fremden, Außenseiter, Außerirdischen im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne – etwas finden, das in einer Vielzahl gängiger Popmusik ein leeres Versprechen bleiben sollte. Um welche möglichen Funde handelt es sich da, und wie viel von einen Alien steckt in einem selbst, wenn man meint, darauf eine vage Antwort gefunden zu haben? Auch ohne diese beiden thematischen Rahmungen ist das Album ein ungemein reichhaltiges Werk geworden, bei dem sich zahlreiche weitere musikalische und lyrische Themen ausfindig machen lassen.</p>
<p>Allein das wiederholte Aufgreifen von Fragen des Seins, der Zeitlichkeit, der Veränderung und der Vergänglichkeit in den Songtexten zusammen mit dem pulsierenden Hinsteuern der Musik auf deutliche und weniger deutliche Höhepunkte oder zumindest Plateaus, in denen die Stücke so etwas wie ihren wesentlichen Charakter offenbaren, würde für eine markante Signatur reichen, doch tauchen wir zunächst ein. Auf eine gewisse Weise enthält das eröffnende &#8220;Wie lange noch?&#8221; so manche Essenz des Albums in a nutshell: Trippelnd hypnotisches Pulsieren gibt den flinken Takt vor, in den sich kleinteilig scheppernde Metallklänge und organische Gitarrenfigurinen einflechten, kurz darauf ebenso Blixa Bargelds kräftig ins Zentrum gemischte Stimme, die nachdenklich an der Grenze zum Sprechen und so nur leicht melodisch die schon im Titel aufgeworfene Frage präzisiert. Während es immer stärker scheppert und elektronisches Geschnippe hinzukommt, entfaltet sich ein zumindest dem Anschein nach protoapokalyptisches Szenario, in dem alle wesentlichen Dinge erledigt sind, und doch keine Sicht, das ist gut war, anklingt, sondern lediglich Akzeptanz und die Frage, wie lange all dies noch andauern mag. Im<a href="https://taz.de/Blixa-Bargeld-spricht/!6000961/"> taz-Interview</a> erfahren wir, dass es hier primär um die Antizipation des Endes der Studioarbeit geht, doch spielen Implikationen eines Endpunktes immer wieder eine neue Rolle im Verlauf von &#8220;Rampen&#8221;.</p>
<p>Das folgende <a title="Ist Ist: Neue Einstürzende Neubauten-Single" href="http://africanpaper.com/2024/03/23/ist-ist-neue-einsturzende-neubauten-single/">und bereits vorab veröffentlichte &#8220;Ist Ist&#8221; ist</a> von ähnlicher Machart und doch weitaus weniger harmonisch, stattdessen kratzender, detonierender. Nach diesen beiden Openern, die wahrscheinlich viele an klassische Neubauten-Momente der Vergangenheit erinnern werden, gibt sich das folgende &#8220;Pestalozzi&#8221; schleppender. Was zunächst flächig wie ein schwebender Klangteppich beginnt, wird zum Substrat, aus dem zahlreiche kratzende, rumorende und bimmelnde Sounds herauswachsen, alles in gemächlicher Vorwärtsbewegung, in der auch ein paar zaghafte Paukenschläge ihren Raum finden. Was immer das lyrische Ich vor dem Hintergrund eines dezenten Chorgesangs an Übereinstimmungen mit dem bekannten Schweizer Reformpädagogen &#8211; falls dieser wirklich gemeint ist &#8211; entdeckt, es wird mit einer für dieses Album typischen Genügsamkeit quittiert, die nichts verwundertes mehr zulässt, vielleicht einen kleinen Touch erträglicher Resignation, zugleich aber nichts kaltes und abgeklärtes. Auch dieser Song entwickelt sich auf seine Art zu einem deutlichen Höhepunkt hin, doch es gibt hier nicht den einen Moment, in welchem sich die Musik klar erkennbar steigert, es passiert graduell, wird kontinuierlich dichter, wirbelnder, etwas braut sich im Laufe des Stücks mehr und mehr zusammen.</p>
<p>&#8220;Rampen&#8221; ist trotz seiner rund 75 Minuten Spieldauer ein Album mit wenigen bis gar keinen Längen, und so fällt es durchaus nicht leicht, einzelne Höhepunkte hervorzuheben. Vielleicht &#8220;Es könnte sein&#8221;, ein großartiger Song über die Möglichkeiten des Seins und des Verschwindens, Verblassens, sich Verflüchtigens – und von der Möglichkeit des Akzeptierens, der sich von einem fast folkig bimmelnden Lullaby mit anheimend krautiger Orgelkulisse diesmal relativ abrupt in ein zisselndes und dreschendes Freakout verwandelt, aus dem der Song nicht mehr herausfinden kann und muss. Oder das Stück über den schattenlosen, verregneten Planeten Umbra, dessen von lieblichen Gitarren und handdrumartigen Takten gezeichnetes Setting eine ähnlich halbtrügerische Enklave abgibt wie seinerzeit ein fiktives Bergkarabach. Oder vielleicht &#8220;Besser Isses&#8221;, bei dem in lakonischer Prosa die Geschichte einer Trennung, einer Häutung erzählt wird. Die auf &#8220;Rampen&#8221; immer wieder aufgeworfene Frage des Seins kehrt hier in Form einer Selbstfiktion, einer Hochstapelei wieder. Doch um wessen Prätention es sich hier handelt, wessen Lügen der Sprecher hinterherrennt, bleibt offen, und man fragt sich vielleicht im Übermut zur Überinterpretation, ob es hier auch um eine kritische Selbstreflexion geht, und wir alle dieses Sprechersubjekt sind. Der Umgang mit der Sprache erscheint in &#8220;Rampen&#8221; ohnehin als ein heikler, immer wieder riskanter Akt, dessen Medium sich in gleich zwei Songs &#8211; &#8220;The Pit of Language&#8221; und &#8220;Tar &amp; &#8220;Feathers&#8221; &#8211; als abgründiges Verließ entpuppt, dem man nur geteert und gefedert entkommt.</p>
<p>Geteert und gefedert zurück an der Erdoberfläche ist der schreibende Rezensent begeistert und der noch kommenden Entdeckungen, die sich beim wiederholten Hören ergeben werden, noch lange nicht überdrüssig. Dass es, wie Leser von Magazinen wie dem unseren wissen, neben einer Menge an Pseudoaußenseitertum bereits viel an Alienpopmusik gibt, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Einstürzende Neubauten diese auf eine ungemein frische, gehaltvolle und niemals ermüdende Weise ins Werk gesetzt haben, und dies trotz oder vielleicht sogar wegen seiner zahlreichen Rückgriffe auf früheres Material und schon vormals gestellte Fragen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Potomak</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=811971752/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>JASON VAN GULICK: Entelechy</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 06:56:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Solo-Album, das diese Bezeichnung wirklich verdient, könnte kaum einen besseren Begriff zum Titel wählen wie die Entelechie, womit die antiken Philosophen eine aus eigener Kraft generierte Entwicklung verstanden, etwas Selbstschöpferisches, das ganz ohne Zugriff auf Systemfremdes auskommt. Man sollte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/03/01/jason-van-gulick-entelechy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/02/jasonvangulickentelechy.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8319" title="jasonvangulickentelechy" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/02/jasonvangulickentelechy-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Solo-Album, das diese Bezeichnung wirklich verdient, könnte kaum einen besseren Begriff zum Titel wählen wie die Entelechie, womit die antiken Philosophen eine aus eigener Kraft generierte Entwicklung verstanden, etwas Selbstschöpferisches, das ganz ohne Zugriff auf Systemfremdes auskommt. Man sollte Jason van Gulicks Debüt nicht ausschließlich über diese Referenz begreifen, doch der Bezug drängt sich aus zweifachen Gründen in den Vordergrund.<span id="more-8318"></span></p>
<p>Zum einen markiert van Gulick hier einen Bruch zu seinen vorherigen Arbeiten, die allesamt Kollaborationen waren und häufig im Zeichen großer Namen (Stephen O&#8217;Malley, Carla Bozulich, N.U. Unruh) standen. Zum anderen sind die live an unterschiedlichen Orten in Belgien eingespielten Improvisationen ausgesprochen fokussiert und beruhen zumindest dem Eindruck nach ausschließlich auf van Gulicks ureigenem Instrument, dem Schlagzeug.</p>
<p>Van Gulicks Spielweise ist klassisch und von jener Art, die eine Verbindungslinie von Freejazz zu avantgardistischen Metal-Sparten zieht. Innerhalb dessen vollführt er ein solides Spektrum an Techniken, die gerade deshalb so erhaben klingen, weil komplexere Muster auf wenige Momente reduziert bleiben. Infernalische Trommelwirbel und martialische Paukenschläge zählen zu den reißerischen Höhepunkten, helle Snares, auch mal mit Jazzbesen bearbeitet, gleichen das Dunkle, Drohende aus.</p>
<p>Die interessantesten Seiten dieser Musik wirken unterschwelliger und sind oft auch schwerer zuzuordnen, fast unterdrücktes Grollen der Tomtoms oder dezent eingesetzte Hall- und Raumklangeffekte, bei denen man auf van Gulicks Herkunft aus der Architektur kommen könnte. Zudem alles Meditative durchkreuzende Metallschläge, die bei bestimmter Lautstärke schmerzhaft sein können, sowie allerhand Drones, bei denen – v.a. wenn man meint, Männerchöre zu hören – immer mal Zweifel aufkommen, ob sie nur auf Feedback und Klangeffekten basieren, oder dem Titel doch hier und da ein Streich gespielt wird.</p>
<p>Ein Kommentar wir vermutlich öfter fallen – dass man mit der Zeit völlig vergessen könnte, dass dies alles von einer Person an einem Instrument vollführt wurde, trotz der Fülle und Kraft. Dem soll auch hier nichts entgegen gesetzt werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Idiosyncratics</strong></p>
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		<title>V.A.: Schlagstrom! Vol. 5</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Schlagstrom-Festival ist eine Berliner Konzertreihe, die sich verschiedenen Spielarten elektronischer Musik widmet und alten Szeneveteranen und Newcomern die Möglichkeit gibt, sich die Bühne zu teilen. Innerhalb der elektronisch erzeugten oder zumindest bearbeiteten Musik ist so ziemlich alles möglich, ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-schlagstrom-vol-5/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/schlagstrom5.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-383" title="schlagstrom5" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/schlagstrom5.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Schlagstrom-Festival ist eine Berliner Konzertreihe, die sich verschiedenen Spielarten elektronischer Musik widmet und alten Szeneveteranen und Newcomern die Möglichkeit gibt, sich die Bühne zu teilen. Innerhalb der elektronisch erzeugten oder zumindest bearbeiteten Musik ist so ziemlich alles möglich, ein weiteres Kriterium ist natürlich die Attraktivität der meisten Acts für schwarzgekleidetes Publikum jedweder Art, also eher Elektro als Electro, um es auf die Korinthentour zu sagen.<span id="more-381"></span></p>
<p>Was selbst einen Elektrobanausen wie den Verfasser dieser Rezension zum diesjährigen Schlagstrom locken konnte, war u.a. ein Auftritt von Steven Stapleton und Andrew Liles, die – mit David Tibet im Schlepptau – ein kraftvolles Dreiviertelstunden-Set zum besten gaben, das überwiegend exklusiv war, aber auch einige CURRENT 93-Zitate in petto hatte. Gelohnt hatte es sich, die beiden Haudegen in Aktion hinter ihren Turntables zu sehen, und die dronig-noisige Breitseite, die sie zum besten gaben, ließ auch nach der kurzen Darbietung keine Wünsche mehr offen. So ungewöhnlich Tibet auf einem Elektro-Konzert auch wirken mag, seine zwei kurzen Gastauftritte begeisterten durchweg, und das Gros des Publikums starrte wie elektrifiziert auf die Bühne, als er mit der bekannten Koboldstimme seinen „Maldoror“ intonierte. Da das Festival auf zwei Bühnen verteilt war, konnte man unmöglich alles mitbekommen und wollte das vielleicht auch gar nicht. Zu den Highlights des ersten Abends zählten weiterhin die (sich personell überschneidenden) Klangbastler von KUNST ALS STRAFE und MERCYDESIGN, die jeweils gute Konzerte gaben, auch wenn ich mir bei letzteren gewünscht hätte, die Abmischung wäre den einzelnen InstrumentalistInnen an Cello, Saxophon, Akkordeon und Singender Säge noch etwas gerechter geworden. Aber es war ja ein Elektro-Festival, vielleicht passte es dann ganz gut, dass eher die elektronischen Aspekte zur Geltung kamen, und die konnten sich allemal hören lassen.</p>
<p>Insgesamt war viel Herumlaufen angesagt, die Performance von N.U.Unruh (EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN), die auf einem Loop aus LIAISON DANGEREUSES’ „Los Ninos del Parque“ und einem mit allerlei Schlaggeräten bewaffneten Publikum basierte, zog sich für nicht Mittrommelnde ohnehin etwas in die Länge, und der Rest war wie so oft Geschmackssache. Also das übliche – Bekannte treffen, Smalltalk, am Merchandisestand die eigene NWW-Sammlung aufstocken und ja – eine Promo namens „Schlagstrom Vol. 5“ entgegen nehmen. Um diese nun angemessen würdigen zu können, müsste man idealerweise ein alter Noise- und Elektrohase sein. Da dies nicht der Fall ist nun das ganze im Schnelldurchlauf: Unter den rund fünfzundsiebzig Minuten voller Licht und Schatten findet sich verzerrt Analoges (SKRODER), natürlich einige Vertreter des sogenannten Rhythm’n Noise, was für mich als Banausen immer so etwas wie ESPLENDOR GEOMETRICO auf Vollgas bedeutet (WINTERKÄLTE, SONAR, EUCLID), Tanzbares für Bodystyler der alten und natürlich besseren Schule (PORTION CONTROL), jede Menge vertrackter Beats (WIEROLYB, TWINKLE, YURA YURA), Erhabenes aus der Ambientecke (JOB KARMA), und zuguterletzt ein paar experimentelle Klangkollagen mit allerhand schrägen Sounds (KUNST ALS STRAFE, HAVBLIK AUDIO, SUDDEN INFANT).</p>
<p>Wer also auf tanzbare Elektronik steht, und dabei auch schon mal über den Tellerrand schaut, der dürfte hier auf jeden Fall etwas für seinen Geschmack finden, ein Großteil der Beiträge soll zudem exklusiv sein. Stapleton und Liles sind nicht vertreten, und irgendwie hätte es auch nicht wirklich gepasst. (U.S.)</p>
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