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	<title>African Paper &#187; Nancy Wallace</title>
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		<title>SHARRON KRAUS: Friends and Enemies, Lovers and Strangers</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2015 06:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sharron Kraus hat in ihrer umfangreichen Diskographie Folk in verschiedensten Ausprägungen gespielt – ob sie als Interpretin ihrer eigenen Stücke „Lieder der Liebe und des Verlusts“ sang oder Traditionals („Songs for the Twins“) interpretierte, selbstgeschriebene („Right Wantonly A-Mumming“) und fremde &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/04/25/sharron-kraus-friends-and-enemies-lovers-and-strangers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/Sharron-Krausfront_lo_res3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10192" title="Sharron Krausfront_lo_res" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/Sharron-Krausfront_lo_res3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sharron Kraus hat in ihrer umfangreichen Diskographie Folk in verschiedensten Ausprägungen gespielt – ob sie als Interpretin ihrer eigenen Stücke „Lieder der Liebe und des Verlusts“ sang oder Traditionals („Songs for the Twins“) interpretierte, selbstgeschriebene („Right Wantonly A-Mumming“) und fremde (wie etwa auf „Winter Songs“ zusammen mit Harriet Earis) die Jahreszeiten thematisierenden Alben aufnahm oder mit Christian Kiefer auf „The Black Dove“ improvisierte, immer konnte man eine Musikerin erleben, die sich musikalischer Traditionen bewusst war – und sie deswegen auch aufbrechen konnte.<span id="more-10185"></span></p>
<p>Kraus ist stimmlich an verschiedenen Stellen mit Shirley Collins, der Grande Dame des englischen Folks, oder mit Vashti Bunyan verglichen worden &#8211; was natürlich auf ihre klare Stimme zurückzuführen ist, die zwar vielleicht in einem ähnlichen Kosmos angesiedelt ist wie die der beiden Genannten, aber etwas so Eigenständiges hat, dass man sie aus hunderten anderer Sängerinnen heraushören könnte.</p>
<p>Vor zwei Jahren veröffentlichte sie mit „Pilgrim Chants and Pastoral Trails“ ein weniger songorientiertes Album, das stärker von flächigen Passagen geprägt war – schon mit Tara Burke von Fursaxa hatte Kraus ein recht experimentelles Album unter dem Projektnamen Tau Emerald eingespielt &#8211; , das aber dennoch bedingt mit ihrem jüngst erschienenen Debüt für Clay Pipe Music zu tun hat, denn die Pilgergesänge waren stark von ihrer (temporären) Rückkehr nach Wales beeinflusst: So sprach sie von der „Magie“ des Ortes, die/der sie fasziniere und „Friends and Enemies; Lovers and Strangers“ ist dann auch fast schon unweigerlich von dieser Region geprägt, von ihrer Geschichte und ihren Geschichten, genauer gesagt, von den „Mabinogi“, einer Sammlung frühe(ste)r britischer Prosa. Kraus schreibt, dass ihre Songs eine Auseinandersetzung mit diesen Geschichten waren, für sie (auch) ein Versuch verwirrende Elemente dieser zu verstehen und in eine Songform zu (b)ringen.</p>
<p>Kraus&#8217; klarer Stimme wohnt immer ein Moment des Melancholischen inne, was das Eröffnungsstück des Albums „My Friend&#8217;s Enemy“ erneut zeigt: (Die von Harriet Earis gespielte) Harfe, Flöte und Kraus&#8217; Gesang erzeugen eine Art Klagegesang und auch das darauf folgende „The Hunter“, auf dem ihr Gesang von dezent gepickter Gitarre und Flöte(n) untermalt wird, ist von der Stimmung ähnlich. Nancy Wallace (von The Owl Service) unterstützt Kraus stimmlich auf „The Birds of Rhiannon“. Wer glaubt, ein Titel wie „A Hero&#8217;s Death“ redete einer naiven Kriegs(v)erklärung ins Wort, der höre auf Zeilen wie „I&#8217;ve a talent for destruction [...]/chaos is my only fun“, um eines Besseren belehrt zu werden. Kraus hatte auch schon auf „The Prophet“ von dem auf Durtro veröffentlichten Album „The Fox&#8217;s Wedding“ gezeigt, dass ihr Kritik an Autoritäten nicht fremd ist – mystifizierendes Raunen dann schon eher. „Branwen“ zeigt deutlich, welche Konsequenzen der Krieg der Männer für die Zuhausegebliebenen hat. Dass Kraus mit ihren Songs nicht so weit von den Gedanken der Ausgangstexte entfernt ist, zeigt sich, wenn man sich Bernhard Maiers Nachwort zur deutschen Übersetzung der „Mabinogi“ anschaut: „Mit ihrer nahtlosen Verbindung von Mythos, Märchen und zeitgenössischer Wirklichkeit, ihrer Veranschaulichung abendländisch-christlicher Werte durch Gestalten der vorchristlichen Überlieferung, ihrer subtilen Kritik überkommener heroischer Ideale und ihrem impliziten Votum für Besonnenheit und Mitmenschlichkeit gehören die<em> Vier Zweige der Mabinogi</em> zweifellos zum Schönsten, was die mittelalterlichen keltischen Literaturen hervorgebracht haben.&#8221; Dass das auf 500 Exemplare limitierte Vinyl mit einem <a href="http://1.bp.blogspot.com/-fbkWoE5KtNE/VSmOEhGybCI/AAAAAAAACKg/kJkNQODpv7Q/s1600/booklet.jpg">umfangreichen Booklet</a> ausgestattet ist, ist dann noch das sprichwörtliche i-Tüpfelchen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.claypipemusic.co.uk/">Clay Pipe Music</a></strong></p>
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		<title>SHARRON KRAUS: The Woody Nightshade</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die englische Folksängerin Sharron Kraus wurde vielen unserer Leser wohl durch ihr letztes Studioalbum „The Fox’s Wedding“ bekannt, das 2008 auf dem Durtro Jnana-Label von David Tibet und Mark Logan erschien. In dem kurz darauf geführten Interview vermittelte sie einen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sharron-kraus-the-woody-nightshade/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/woodynightshade.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-403" title="woodynightshade" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/woodynightshade.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>Die englische Folksängerin Sharron Kraus wurde vielen unserer Leser wohl durch ihr letztes Studioalbum „The Fox’s Wedding“ bekannt, das 2008 auf dem Durtro Jnana-Label von David Tibet und Mark Logan erschien. In dem kurz darauf geführten Interview vermittelte sie einen Einblick in ihre vielseitige Persönlichkeit, die ein leidenschaftliches Interesse an kulturellen Traditionen mit modernen Ansichten in sich vereint, ohne dass es wie ein Widerspruch anmuten würde.<span id="more-181"></span></p>
<p>Auch ihre Musik zeichnet sich durch einen derartigen Facettenreichtum aus, sei es solo oder auf ihren vielen Kollaborationen (von denen ich an dieser Stelle nur „The Black Dove“ zusammen mit Christian Kiefer hervorheben will, weil diese nämlich Kraus’ schönsten und poppigsten Song „On the Chase“ hervorbrachte). Auf die Einflüsse des englischen und amerikanischen Folk, die in ihren Aufnahmen zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen, wurde wiederholt hingewiesen. Ganz gleich ist es dabei, ob sie mit einer Gitarre oder einem Banjo den einzelnen Songs ihre Gestalt gibt. Ihr größtes Markenzeichen ist allerdings ihre Stimme, die zu beschreiben kein leichtes Unterfangen darstellt. Mag sie auch in der Tradition von Vashti Bunyan oder Shirley Collins stehen, so birgt sie dennoch Eigenheiten, die lediglich als „herb“ zu bezeichnen eventuell abwegige Assoziationen zu einem rauen, fast rauchigen Timbre wecken würde. Ihr Gesang ist jedoch glasklar. Fast erscheint ihre Stimmarbeit wie ein betont ungekünstelter Sopran, dem permanent eine Brise Alt beigemischt ist.</p>
<p>Zeigten „The Fox’s Wedding“ und der als Download erschienene Longplayer „Twin Songs“ Kraus’ Folksound von einer klanglich reduzierten Seite, so fällt das gerade erschienene „The Woody Nightshade“ durch eine etwas üppigere Klangfülle auf, an der eine ganze Reihe an Gastmusikern ihren Anteil haben. Ein kraftvolles Drone leitet das Album ein, versponnene Glöckchen gesellen sich hinzu, aber auch ungewohntes Gitarrenfeedback mischt sich unter das Klanggewebe, und letzteres stellt vielleicht die markanteste Neuerung dar. „Two Brothers“ ist das beeindruckendste Stück des Albums, eine im klassischen Volksballadenstil erzählte Geschichte, die von einer Entscheidung für die dunkle, morbide Seite des Lebens berichtet, eingepackt in eine allegorische Dreiecksbeziehung. Vielleicht sind es die geheimnisvolle Gesangsmelodie und die beschwörend langsamen Gitarren, die dieses Motiv gar nicht wie einen Gemeinplatz wirken lassen. Das Strumming erinnert hier übrigens sehr an RUSALNAJA, Kraus Projekt mit Gillian Chadwick, und deren großartig paganen „Wild Summer“-Song.</p>
<p>Im Kleinen hat jeder Song auf „The Woody Nightshade“ seine eigene Exzentrik, mögen es nun quietschende Saiten sein oder verspielt eingesetzte Backingvocals, an denen unter anderem auch Nancy Wallace von THE OWL SERVICE beteiligt ist. Die Geschichten, die sie erzählen, sind bisweilen von einer spukhaften Unruhe durchweht, nur um in nächsten Augenblick ganz überraschend eine vitale Sinnlichkeit zu versprühen. Mal erscheinen sie in bildreicher, hermetischer Gestalt, dann wieder überraschend simpel und klar. An der Liebe, so das lyrische Ich in „Recoice in Love“, soll man sich erfreuen, doch wer ihre Geheimnisse zu ergründen sucht, begeht womöglich einen Fehler, und letztlich ist es ohnehin die Freundschaft, der hier ein Loblied gesungen wird. Vielleicht ist das ja ein Ausweg aus dem Kreislauf von Liebe und Verlust, dem die Sängerin bereits ein ganzes Album gewidmet hat.</p>
<p>Mit ihrer Sammlung von zehn holzigen Nachtschattengewächsen durfte Sharron Kraus nicht nur ihren alten Fans eine Freude machen, sondern auch endgültig ihren Status als feste Größe innerhalb der genreübergreifenden Musikwelt sichern. Zu gönnen wäre es ihr. (U.S.)</p>
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		<title>THE OWL SERVICE: The View Fron A Hill</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 09:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alison O’Donell]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
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		<description><![CDATA[Man mag von Folkbands mit sehr starkem Rekurs auf die Jahre um 1970 halten, was man will – neben den bereits vorgestellten TREMBLING BELLS und Sängerinnen wie SHARRON KRAUS haben auch THE OWL SERVICE das Potenzial, Anhänger von Veteranen wie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/the-owl-service-the-view-fron-a-hill/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/owlser.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-854" title="owlser" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/owlser-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag von Folkbands mit sehr starkem Rekurs auf die Jahre um 1970 halten, was man will – neben den bereits vorgestellten TREMBLING BELLS und Sängerinnen wie SHARRON KRAUS haben auch THE OWL SERVICE das Potenzial, Anhänger von Veteranen wie THE PENTANGLE, TREES oder MELLOW CANDLE positiv zu überraschen. Nur soviel zu den obligatorischen Vergleichen, die man schlecht unter den Tisch fallen lassen kann, zumal Alison O’Donell von letztgenannter Band an den neuesten Aufnahmen mitgewirkt hat.<span id="more-177"></span></p>
<p>Nach einer EP namens „The Burn Comes Down“ ist „The View Fron A Hill“ der offizielle Nachfolger des Debütalbums „A Garland of Songs“ und zugleich der zweite Teil einer Reihe namens „The Pattern Beneath The Plough“, die mit einer 7” und einer weiteren EP zum Abschluss kommen soll. „The View…“ enthält ausschließlich Neuinterpretationen traditioneller englischer Songs, die bereits im besagten Folkrevival vor rund vierzig Jahren ihre Umsetzung fanden. Doch wenngleich die musikalischen Referenzen auf diese Zeit ebenso stark sind wie auf dem Debüt, fällt doch ein weniger süßlicher und angenehm unverkitschter Ton auf. Insgesamt lebt das Album sehr stark vom Spannungsgefüge aus sauberer Produktion und einer dennoch urigen Atmosphäre, welche die sieben Engländer und ihre Helfer (neben O’Donell u.a. Joolie Wood) ihrem üppigen Instrumentarium aus Streich-, Zupf-, Blas- und Perkussionsgeräten zu entlocken wissen.</p>
<p>Auf der einen Seite gibt es kraftvolle, beinahe feierliche Stücke, bei denen Sängerin Nancy Wallace klare Stimme besonders zur Geltung kommt. Sie rufen die Aufbruchstimmung in Erinnerung, die das große Folkrevival damals begleitet haben muss. Teilweise haben sie cineastische Qualitäten, wie beispielsweise das eröffnende „Polly on the Shore“, das die Sammlung mit erdigem Cello, Trommelrollen und erwartungsvoll stimmenden Rasseln einleitet, oder „Willy O’Winsbury“, das in zwei Versionen vorhanden ist, von denen man eine von Paul Giovannis Interpretation aus dem „Wiccer Man“-Film kennt. Andere Stücke weisen eine eher spröde Urigkeit auf, wie das sarkastische a capella-Stück „Sorry the Day I was Married“, ein vermutlich irisches Traditional über die Leiden und Monotonien der Zweisamkeit. Oder „Ladies, Don’t Go A-Thieving“, das viele Eigenschaften hat, die man gerne dem amerikanischen Folk der Apallachian-Tradition zuschreibt ohne zu ahnen, wie englisch sie eigentlich sind. Mit „The Loyal Lover“ gibt es jedoch auch Songs, die mit klarer Stimme und betörender Melodik an die harmonischen Highlights der ersten Stunde anknüpfen, an „North Country Maid“ oder ihre Version von „The Rolling of the Stones“. Mit „The Bold Poachers“ ist sogar so etwas wie eine Rockballade mit im Programm. In dieser Vielgestaltigkeit sollte „The View…“ ein reizvoller Anlass sein, in die Welt des englischen Folk einzutauchen. Gerade das schön gestaltete und informative Booklet machen die Platte vor allem als physischen Tonträger besitzenswert.</p>
<p>The Owl Service spielen eine Variante des Folk, die heutzutage über den reinen Hörgenuss hinausgehend auch eine stark bewahrende Funktion hat, allerdings nicht als Selbtzweck, denn die Ausdrucksstärke einer solchen Musik und ihre Fähigkeit, auch in neue Kontexte zu passen, ist auf “The View..” allerorts evident. Lobenswert daran ist zudem die angenehm unprogrammatische Umsetzung, die weder eine projektive Vergangenheit idealisiert, noch einem allzu verkitschten Scheinidyll erliegt. Das ist freilich noch lange nichts für Fachleute, für die die Brechung das Maß aller Dinge ist. Schön, dass Mojo und einige andere da eine Ausnahme bilden. (U.S.)</p>
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