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	<title>African Paper &#187; Nikolaos Lymperopoulous</title>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Man, Creator Of His Own Universe</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 04:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Man, Creator Of His Own Universe&#8221; bringen Alan Trench und Steve Robinson alias Temple Music ein Album heraus, das sich weniger als eine Sammlung von Stücken im klassischen Sinne versteht, denn als ein zusammenhängende inneres Erlebnis, als eine klangliche &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/04/temple-music-man-creator-of-his-own-universe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/templemusicman.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50595" title="templemusicman" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/templemusicman-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Man, Creator Of His Own Universe&#8221; bringen Alan Trench und Steve Robinson alias Temple Music ein Album heraus, das sich weniger als eine Sammlung von Stücken im klassischen Sinne versteht, denn als ein zusammenhängende inneres Erlebnis, als eine klangliche Meditation über Wahrnehmung, Kreation und die porösen Grenzen zwischen Innen und Außen. Entstanden im griechischen Euböa, trägt die <span id="more-50594"></span>Veröffentlichung zudem eine persönliche Widmung: Der titelgebende Gedanke geht auf lange philosophische Gespräche Trenchs mit seinem Freund und gelegentlichen Kollaborateur, dem Autor und Hermetiker Nikolaos Lymperopoulos zurück – eine Spur, die sich durch das gesamte Album zieht.</p>
<p>Der über zwanzigminütige Titeltrack bildet dabei das Herzstück. Ein organisch dröhnendes und durchaus vielschichtiges Setting öffnet sich, getragen von einer geheimnisvollen, beinahe erdenden Melodie, die sich gemächlich entfaltet. Trotz seiner dunklen Grundfärbung besitzt das Stück eine eigentümliche Leichtigkeit. Verfremdete, flächige Gitarrenparts durchziehen das Geschehen, während sich hohe, fast klingelnde Tonlagen immer weiter entrücken, während tieferliegende Schichten den Fluss stabilisieren. Diese hypnotische Qualität wirkt nicht bloß einlullend: Die scheinbare Passivität, in die man hineingleitet, entzieht sich bewusster Kontrolle und eröffnet gerade dadurch einen Raum innerer Bewegung. Zur Mitte hin erfolgt ein Bruch – die Szenerie wird leiser, ritueller, beinahe hörspielartig fragmentiert. Wenn sich der Fluss erneut entfaltet, wirkt das vorangegangene Aufwachen wie ein Perspektivwechsel: Man hört bewusster, reflektierter und vielleicht näher an der Idee, die der Titel formuliert. In der zweiten Hälfte treten zudem klarere, melodische Gitarrenmotive hervor, während ferne, gongartige Resonanzen dem Ganzen eine fast sakrale Tiefe verleihen.</p>
<p>&#8220;Arcadia: A Touch Of Pan&#8221; knüpft daran mit subtiler Verschiebung an. Sanftes Dröhnen und leicht kratzende Geräuschtexturen bilden den Boden für eigentümliche Tierlaute, Vogelstimmen vielleicht, oder etwas nur entfernt Naturhaftes. Eine weibliche Stimme rezitiert ruhig den Text, der, wie man aus den Liner Notes erfährt, vor Jahren im arkadischen Levidi entstand und hier erstmals seine klangliche Form findet. Allmählich verdichtet sich das Stück, gewinnt an Spannung, als würde sich etwas Verborgenes Gehör verschaffen. Mit &#8220;Regina Naturae Intra Me Est&#8221; tritt dann deutlicher ein literarischer Bezug hervor: Der Text stammt von Victor Benjamin Neuburg, einem Dichter mit Nähe zu esoterischen und theosophischen Strömungen und Weggefährten Aleister Crowleys. Entsprechend verschiebt sich die musikalische Sprache in Richtung eines archaisch-folkigen Ausdrucks: Flöten, Handtrommel, glockenspielartige Akzente. Die rezitierende Stimme – tief, beinahe beschwörend – verleiht dem Stück eine Schwere, die sich im Verlauf zunehmend verdichtet, ohne das zugrunde liegende Tempo aufzugeben.</p>
<p>Das abschließende &#8220;If We Could We Would&#8221; arbeitet noch stärker mit Kontrasten. Zunächst scheint ein fast harmonischer, orchestral anmutender Klangraum aufzuziehen, doch bald durchbrechen verzerrte, krächzende Stimmen wie durch eine akustische Membran gedämpft diese Oberfläche. Gerade dieses Spannungsverhältnis zwischen scheinbarer Harmonie und unterschwelliger Bedrohung, zwischen Fließen und Störung trägt das Stück. Im Verlauf verschmelzen die Ebenen zunehmend, durchzogen von metallischen Texturen, die sich weder ganz integrieren noch vollständig herauslösen. Das Ende bleibt entsprechend ambivalent und vielleicht bewusst unentschieden &#8211; so mysteriös und gleichsam ahnungsvoll wie das von Algernon Blackwood entlehnte Motto des Albums: &#8220;In the distance she heard the roaring of the Forest&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sombre Soniks</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1984514117/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 07:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
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		<category><![CDATA[Nikolaos Lymperopoulous]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Loftiss]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24415" title="poemandres" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es war damals die Rede von einer geplanten Vertonung der restlichen Teile, die bislang nicht realisiert wurde. Die gute<span id="more-24159"></span> Neuigkeit ist aber, dass die Zusammenarbeit nach wie vor besteht, und das neue Lebenszeichen geht in eine ganz ähnliche Richtung, denn hier interpretieren die drei das erste, &#8220;Poemandres&#8221; genannte, Traktat des Corpus Hermeticum.</p>
<p>Die bekannte Sammlung an z.T. in Dialogform verfassten Abhandlungen, als deren Verfasser lange Hermes Trismegistos angenommen wurde, ist die wahrscheinlich wirkmächtigste Quelle okkulten Wissens der Antike und ein wichtiges Fundament hermetischer Geheimlehren. In den Ausführungen über Mystik, Reinkarnation und Opferpraktiken klingt das Echo damals einflussreicher Denkschulen des Platonismus, Neoplatonismus und des Stoizismus an, aber auch Spuren jüdischer, persischer und (in der Eigendarstellung besonders wesentlich) ägyptischer Traditionen finden sich. Zum ersten Traktat Poemandres berichtet ein Erzähler von einer offenbarungsgleichen Vision, in welcher ihm eine Gottheit die Ursprünge alles Seienden und dessen Bestimmung erklärt.</p>
<p>In der knapp einstündigen Umsetzung bildet ein melierter, kreisender, niemals nur mäandernder Dronesound das Fundament eines bedächtig beginnenden Vortrags im ungeschliffenen Ton des Altgriechischen, der zu melodisch ist für reine Spoken Words und doch zu rezitativ für klassischen Gesang. Schon zu Beginn finden sich kleine Details wie leises Bimmeln in den Wellen der Dröhnung, leichte Veränderungen deuten Szenisches an. Auch die Stimmarbeit, die sich immer wieder einem liturgischen Charakter annähert, ist keineswegs so monoton wie es vordergründig scheinen mag. Mir ist die Sprache fremd und der Originaltext somit unbekannt, doch die gelegentlichen Sprechpausen und manche Einwürfe, die wie Fußnoten und Regieanweisungen erscheinen, wie kurze Erklärungen, bevor der Sprachfluss weitergeht, scheinen der Eigenart des Textes zu entsprechen.</p>
<p>Veränderungen in der Dynamik des Gesangs sowie der Fülle der Musik, bei denen das hypnotische Kreisen deutlicher zutage tritt und Obertöne und weitere Details &#8211; Rasseln und deutlichere Perkussion, Knistern und Knacken wie Feuer, etwas, das wie Vogelstimmen klingt &#8211; hinzukommen, scheinen immer subtil aufeinander abgestimmt. Doch ebenso sehr verändert sich auch das Hören, wenn man sich in die Musik hinenziehen lässt und so etwas wie eine Innenperspektive einnimmt. Es ist die knarrende Stimme, die gegen Ende auffallend emotional wird und fast zu brechen scheint, die einen aus dem semihypnotischen Zustand holt. Dass all dies auch ohne Sprachkenntnisse funktionieren kann, spricht nur für die Umsetzung.</p>
<p><strong>Label: Sombre Soniks</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2344380484/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://sombresoniks.bandcamp.com/album/poemandres">Poemandres by Howling Larsons &amp; N Lymperopoulos</a></iframe></p>
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		<title>HOWLING LARSENS / NICOLAOS LYMPEROPOULOUS: Parmenides Proem</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 03:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor zirka zweieinhalb Jahrtausenden befasste sich im süditalienischen Elea, das damals dem griechischen Kulturraum angehörte, ein Weiser namens Parmenides mit Reflexionen, die man später, vielleicht aber auch schon damals Philosophie nannte. Wie viele Aufzeichnungen es von ihm oder über ihn &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/23/howling-larsens-nicolaos-lymperopoulous-parmenides-proem/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/parmenidesproem.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12421" title="parmenidesproem" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/parmenidesproem-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor zirka zweieinhalb Jahrtausenden befasste sich im süditalienischen Elea, das damals dem griechischen Kulturraum angehörte, ein Weiser namens Parmenides mit Reflexionen, die man später, vielleicht aber auch schon damals Philosophie nannte. Wie viele Aufzeichnungen es von ihm oder über ihn gegeben hat, ist ungewiss, ein (eventuell fragmentarischer) Text allerdings existiert und zählt bis heute zu den wichtigsten Traktaten der Geistesgeschichte. Unter dem Titel „Über die Natur“<span id="more-12420"></span> geht der Denker auf kurzem Raum der Frage nach, welchen Weg der Mensch auf sich nehmen muss, um Einsicht in die Verbundenheit aller Dinge und das Wesen des Seins zu erlangen.</p>
<p>Der Text ist reich an Bildern und Symbolen, hat einen stark spirituell ausgerichteten Grundzug und wirkt aus heutiger Sicht eher wie ein Prosagedicht als wie eine Erörterung von Erkenntnisfragen. Im ersten der drei Teile, genannt „Proem“, begibt sich das Bewusstsein des Menschen auf eine Wagenfahrt ins Ungewisse, lässt alle Kontrolle los und überlässt die Richtung den Pferden, die gemeinhin als die Gedanken interpretiert werden. Auf seinem emotional fordernden Weg hat der Suchende, motiviert von als Jungfrauen allegorisierten Musen, Schwellen zu passieren und Türen mit dem richtigen Schlüssel zu öffnen – ist er im Einklang mit sich und der Natur der Dinge, so öffnen sich ihm die Tore, und Dike, die Göttin der Gerechtigkeit, empfängt ihn.</p>
<p>Fragen des Seins, philosophisch gesprochen der Onthologie, und die Vorstellung der Einheit aller Dinge haben den Menschen des abendländischen Kulturraumes nie losgelassen, und wenngleich eine Lehre wie die des Vorsokratikers Parmenides seit Platon an den Rand gedrängt wurden, ließ da Interesse an seiner Schrift nie nach – Romantiker und Symbolisten, Denker wie Heidegger, an östlicher Spiritualität und am Okkulten interessierte Rezipienten haben sich immer wieder mit ihm befasst, und jüngst kam es in Griechenland zu einer musikalischen Umsetzung namens „Parmenides Proem“.</p>
<p>Die Geschichte dieser Aufnahme begann genau genommen bereits vor einigen Jahren, als Rebecca Loftiss und Alan Trench, die neben einigen anderen Projekten zusammen die Howling Larsens bilden, auf die südlich von Athen gelegene Insel Euböa zogen, wo sie den einheimischen Okkultisten Nikolaos Lymperopoulous kennenlernten. Mit ihm zusammen entstand die Idee, den Text in drei Teilen zu vertonen, wovon der erste Abschnitt nun in einer interessanten Umsetzung vorliegt. Konzipiert wurde die Interpretation zunächst für rituelle Performances – eine fand im Haus der Theosophischen Gesellschaft in Athen statt, eine weitere in einer Schule in Aliveri. Erst danach entschieden die drei sich, das Stück für eine Veröffentlichung aufzunehmen.</p>
<p>Während es in den letzten Jahren schien, dass Howling Larsens eher die folkig songorientierte Seite der beiden ausdrückt, ist „Parmenides Proem“ wieder abstrakter gestaltet, besteht die Musik doch aus einer gut 45minütigen Klangreise, die man, wenn man sie genremäßig verorten solle, wohl irgendwo zwischen Gitarrenambient und Progressive einordnen müsste, mit Folk, den man gemeinhin mit Loftiss und Trench in Verbindung bringt, hat die Musik eher wenig zu tun. Lymperopoulous&#8217; Vocals und Trenchs Gitarre wurden zunächst live aufgenommen, später steuerte Loftiss Glocken und diverse Sounds bei.</p>
<p>Eine gleitende Fläche bildet den Hintergrund für ein interessantes Duett zwischen Lymperopoulous und Loftiss: In einer langgezogenen, vokallastigen Weise trägt Lymperopoulous den griechischen Originaltext in einem evokativen Gesang vor, der besondere Stellen durch (auch von der Musik durch einen Wechsel der Tonarten untermalte) Dramatik akzentuiert und an schamanischen Singsang erinnert. In den Pausen setzt Loftiss auf ihre charakteristische Art mit der englischen Übersetzung ein. Durch den warmen Klang und den gleitenden Grundzug erinnert das Album streckenweise an eine Traumsequenz, doch sich davon einlullen zu lassen, wäre ein Weg, der ins Leere führt – erst mir einer gewissen Konzentration vermag man bis in die tieferen Schichten der Musik und der Worte vorzudringen.</p>
<p>Es gibt Pläne, die beiden folgenden Teile des Textes ebenfalls zu vertonen, was sicher ein interessantes Unterfangen ist, denn textlich gestalten diese sich wesentlich komplexer. Dann würde &#8220;Parmenides Proem&#8221; in seiner originellen Umsetzung vielleicht auch musikalisch wie ein Prolog anmuten. Man darf gespannt sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sombresoniks.com/">Sombre Sonics</a></strong></p>
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