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	<title>African Paper &#187; Nils Frahm</title>
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		<title>BLACK TO COMM: Seven Horses for Seven Kings</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2019 04:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andreas Diefenbach]]></category>
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		<category><![CDATA[Marc Richter]]></category>
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		<description><![CDATA[Man mag es nicht glauben und zunächst für taktische Tiefstapelei halten, aber &#8220;Seven Horses for Seven Kings&#8221; ist das Resultat einer großangelegten Resteverwertung. Marc Richter, der Mann hinter dem seit Mitte des vorigen Jahrzehnts bestehenden Projekt Black To Comm und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/03/30/black-to-comm-seven-horses-for-seven-kings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/03/blacktocomm7.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17271" title="blacktocomm7" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/03/blacktocomm7-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag es nicht glauben und zunächst für taktische Tiefstapelei halten, aber &#8220;Seven Horses for Seven Kings&#8221; ist das Resultat einer großangelegten Resteverwertung. Marc Richter, der Mann hinter dem seit Mitte des vorigen Jahrzehnts bestehenden Projekt Black To Comm und nebenbei Chef des Dekoder-Labels, hat nach seinem noch eher ambienten selbstbetitelten Album (Type Records 2014) primär Auftragsarbeiten angewandter Musik produziert. Aus all denjenigen Passagen, die dafür<span id="more-17270"></span> zu dunkel und apokalyptisch ausgefallen sind, entstand der Rumpf dieses monumentalen Werks, das sich wie wenige andere soundorientierte Arbeiten kaum auf eine griffige Formel bringen lässt.</p>
<p>Aufwühlend und von einer erratischen Unruhe befeuert führen schon die ersten Takte von &#8220;Asphodel Mansions&#8221; ins Zentrum des Geschehens und in ein Setting, das mit seinen bildreichen Tracktiteln und den oft nur schwer zuzuordnenden Samples und Instrumentalbeiträgen eine mythische und zugleich bizarr-surreale Färbung trägt. Über rituell rasselnde Metallteile a la Xenakis und allerlei versteckte Karambolagen verbreitet sich eine unruhige Schicht schräger Bläser, die mal nach Horn, mal nach Saxophon klingen und sich wiedergängerhaft durch viele der dreizehn (bzw. beim Download vierzehn) Tracks ziehen &#8211; über heiseren Atem, Perkussions-Salven und tastendes Gitarrenpicking in &#8220;A Miracle No-Mother Child at your Breast&#8221;, selbst quietschende Salven herausstoßend über ein wie durch getöntes Glas vernommenes Rumoren in &#8220;Licking the Fig Tree&#8221;, in desolaten Molltönen über den rhythmisch verhallten Noisequadern in &#8220;Fly on You&#8221;.</p>
<p>Wie oft bei solcher Musik intensivieren sich die Stücke oft in Intensität, Fülle und Tempo, steuern auf echte und imaginäre Höhepunkte und Ausbrüche zu, doch Richter ist in all dem stets Meister des Trügerischen: Äußerst plötzlich kommt der lärmende Ausbruch im vermeintlichen Dronestück &#8220;Ten Tons of Rain in a Plastic Cup&#8221;, kaum über den Weg traut man dem entspannten Score in &#8220;Double Happiness in Temporal Decoy&#8221;, nachdem zuvor tiefe Klaviertasten die Nerven mit Spannung malträtiert haben. Trotz furioser Trommelwirbel entpuppt sich &#8220;Semirechye&#8221; als echter Downer.</p>
<p>Dunkler Ambient, organischer Drone, Ritualsound, abstrakter Noise, angejazzter Postrock: Alles trifft zu und ist zugleich blanker Hohn angesichts dieses Sturmes, der über ödes Land fegt. Mit Nurse With Wound wurde die Musik bereits vergleichen, was den Strudeln aus im Tempo und in der Richtung nie klaren Sounds durchaus gerecht wird, doch wären die Stücke dann eher so etwas wie das schockerstarrte Gesicht der englischen Kultformation, der alle Lust am Schlüpfigen verloren gegangen ist (und an der Stelle kann man beim Artwork von Andreas Diefenbach selbst in die Vergleichskiste greifen und an Francis Bacon (oder an Carmen Burguess) erinnern). Auch von Hauntology (irgendwo auf der Platte soll übrigens qua Sample Nils Frahm spuken) war die Rede, aber diese Referenz passt ja immer ein bisschen, sobald es subtil mehrschichtig und obendrein unheimlich zugeht.</p>
<p>M.E. ist &#8220;Seven Horses for Seven Kings&#8221; ein nur schwer zu fassendes Stimmungsbild und definitiv eine der größten Überraschungen des noch jungen Jahres. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.thrilljockey.com/index">Thrill Jockey</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3690510085/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1876094006/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RUTGER ZUYDERVELT: Stay Tuned</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2014 05:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aidan Baker]]></category>
		<category><![CDATA[Baskaru]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Kent]]></category>
		<category><![CDATA[Machinefabriek]]></category>
		<category><![CDATA[Nils Frahm]]></category>
		<category><![CDATA[Oren Ambarchi]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Youngs]]></category>
		<category><![CDATA[Rutger Zuydervelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Besuch eines Orchesterkonzertes ist im Schnitt eine eher frontale Angelegenheit und findet im Sitzen statt. Auf der einen Seite die konzentriert arbeitenden Musiker, auf der anderen die Zuhörer im Modus passiver Kontemplation. Rutger Zuydervelt, der normalerweise in der Elektroakustik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/05/rutger-zuydervelt-stay-tuned/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/zuyderveltstaytuned.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9066" title="zuyderveltstaytuned" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/zuyderveltstaytuned-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Besuch eines Orchesterkonzertes ist im Schnitt eine eher frontale Angelegenheit und findet im Sitzen statt. Auf der einen Seite die konzentriert arbeitenden Musiker, auf der anderen die Zuhörer im Modus passiver Kontemplation. Rutger Zuydervelt, der normalerweise in der Elektroakustik zuhause ist und bei seinen Solokonzerten unter dem Namen Machinefabriek recht flexibel mit seinen Settings umgehen kann, verwirklichte im letzten Jahr die schon länger entwickelte Idee eines begehbaren Orchesters. Was er unter dem Namen „Stay Tuned“ in Kanada un den Niederlanden aufführte, gehört allerdings eher in die Bereiche Installation und Environment als in den<span id="more-9065"></span> der Livemusik: Insgesamt 153 Intrumentalisten und Sänger intonieren mit ihrem jeweiligen Medium den Ton „a“, woraufhin Zuydervelt eine bestimmte Zahl an Beiträgen einer Gruppe zuordnete, die über jeweis einen Lautsprecher in einem Raum oder einem Abschnitt eines Geländes zu hören war.</p>
<p>In jeder der Gruppen waren diverse Saiten-, Tasten- und Blasinstrumente sowie Stimmen vereint, die als Endlosloop zu einer Einheit verschmolzen sind, dabei aber jedesmal ein eigenes charakteristisches Gepräge aufwiesen. Die Besucher konnten sich nun relativ frei an den Aufführungsorten bewegen, beliebig von Lautsprecher zu Lautsprecher weiterziehen und beliebig lange bei bestimmten Klängen verweilen. Das Fehlen von Melodie und der starke Fokus auf Klangfarben sowie die gleichzeitige Unabhängigkeit von vorgegebenen musikalischen Abläufen bewirkte für das Publikum v.a. eines – ein völlig anderes Zeiterleben als bei Orchestermusik üblich.</p>
<p>Die jüngst erschienene CD dazu bietet ein 50minütiges Dronestück, das vielschichtig und bei aller Monotonie auch wandlungsfähig ist. Als enormen Panoramaschwenk durch die bunte Welt des Kammertones „a“ lässt die Aufnahme die sublime Erfarhrung vor Ort an einigen Stellen deutlich erahnen. Natürlich könnte man monieren, dass die Hörer dabei wieder in die gewohnt passive Rezeptionsrolle zurückgeworfen werden, doch als Dokument erfüllt die vorgegebene Folge unterschiedlicher instrumenteller Einfärbungen ihren Zweck, wobei die Übergänge teilweise zu kunstvoll gestaltet sind, dass einem unweigerlich das geschliffene Sounddesign von Machinefabriek in den Sinn kommt. Angefangen mit einem sinuswellenartigen Pfeifen bewegt sich das Klangkontinuum immer mehr in die dunkel dröhnenden Bereiche tiefer Saiten, später dominieren helle Bläser oder sanftes Klingeln das Bild, um von grummeligem Stimmengemurmel abgelöst zu werden u.s.w.</p>
<p>Die Übergänge verlaufen niemals abrupt, doch gibt es zwischendrin immer wieder kleine Brüche, die das passive Gemüt irritieren und aus der Lathargie zu reißen verstehen. Überhaupt empfielt sich aufmerksames Zuhören, denn sonst könnte einem manches entgehen, was sich so an kleinen Ungereimtheiten unter der Oberfläche abspielt.</p>
<p>Unter den Beitragenden finden sich einige internationale Größen experimenteller Musik und avantgardistischer Popgenres. Oren Ambarchi zupft einen Ton auf der Gitarre, Aidan Baker tut es ihm gleich, Julia Kent streicht über ihre Cellosaiten, Nils Frahm und Magda Mayas lassen die entsprechende Klaviertaste ertönen, Richard Youngs seine Stimme, Nate Wooley steuert den gesampleten Klang einer Trompete bei – um nur einige Namen zu nennen, die bereits auf diesen Saiten gefallen sind. Statt werbewirksames namedropping – was es freilich auch ist – sollte man in der Auswahl primär ein Anknüpfen an die unterschiedlichsten Formen bekannter origineller Musik verstehen, denn weit davon entfernt ein abgehobenes Konzept für Spezialisten zu sein legt „Stay Tuned“ wichtigeTeile deren basaler Grundstruktur blos. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.baskaru.com/">Baskaru</a></strong></p>
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