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	<title>African Paper &#187; No=Fi</title>
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		<title>TRANS UPPER EGYPT: Tue</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2018 07:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter den nicht gerade wenigen italienischen Bands mit dem Prädikat &#8220;psychedelisch&#8221; beanspruchen die Römer von Trans Upper Egypt mit ihren punkig nach vorn preschenden Songbrettern ihr eigenes Terrain, und unter den Fans so unterschiedlicher Kapellen wie Moon Duo, In Zaire &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/11/24/trans-upper-egypt-tue/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TUE-Cover-jpg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16415" title="TUE Cover jpg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TUE-Cover-jpg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter den nicht gerade wenigen italienischen Bands mit dem Prädikat &#8220;psychedelisch&#8221; beanspruchen die Römer von Trans Upper Egypt mit ihren punkig nach vorn preschenden Songbrettern ihr eigenes Terrain, und unter den Fans so unterschiedlicher Kapellen wie Moon Duo, In Zaire und A Place to Bury Strangers gelten sie auch international längst als Geheimtipp. Nach vierjähriger Pause und mit einem neuen Schlagzeuger im Gespann haben sie vor kurzem ein Album eingespielt, das ihren Sound heterogener als je zuvor präsentiert. <span id="more-16414"></span></p>
<p>Die alte Handschrift scheint konsequent durch: treibende Drums, oft in kantigen Stakkatos, derbe Riffs und Bassläufe, die an vielen Stellen an eine Gitarre erinnern, nach hinten gemischte Vocals, retrofuturistische Synthies &#8211; so kennt man den Stil, der gerne an der Schnittstelle zwischen krautiger Psychedelia und Postpunk anknüpft, wie es sonst nur Bo Ningen vermögen. Wenn beim eröffnenden &#8220;Atonement&#8221; kernige Bassläufe das elektrifizierten Windrauschen aufmischen, ist das der Auftakt zu einem schmissigen Psych Rock-Song, bei dem die Synthies so grobkörnig wie ein Gitarrenriff tönen und weit nach hinten gemischte, dumpfe Shouts dennoch voller Leidenschaft stecken. &#8220;Fists&#8221; verknüpft diesen Stil mit NDW-Gefrickel und einer Gesangsspur, die entfernt an afrikanische Sänger erinnert, und stets kämpfen rumorende Bässe und bedrogte Synthieparts um die Vorherrschaft. In den furiosesten Momenten kommt sogar die eine oder andere Pogonummer dabei heraus.</p>
<p>Neu dazugekommen sind etliche Anleihen an Dub und Rootsmusik in den Rhythmen, aber auch in der Produktion einiger Tracks. Was bei &#8220;Heart of Gold&#8221; (kein Neil Young-Cover) noch trotz hektisch auf der Stelle tretender Drumarbeit eher zaghaft wirkt, entpuppt sich in &#8220;Double Reggae&#8221; als infektuöser Groove, der mit der Zeit immer mehr an Fahrt gewinnt. In &#8220;Turk&#8221; wird diese Richtung am konsequentesten verfolgt, denn neben den entspannten Rhythmen eröffnet der Song immer wieder luftige Räume, in denen die dreckigen Bass- und Gesangsklumpen noch stärker hervortreten.</p>
<p>Trotz der Bandbreite an Stilreferenzen wirkt das Album ausgesprochen stimmig, und gerade die Kombination aus mitreißender Energie und derbem Sound macht das mit &#8220;Tue&#8221; aufgeschlagene neue Kapitel der Band interessant. Live sollte eigentlich eine Lofi-Version von Jonathan Richmans &#8220;Egyptian Reggae&#8221; drin sein &#8211; wenn Trans Upper Egypt das nicht covern sollen, wer dann? (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: NO=FI Recordings / My Own Private Records</strong></p>
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		<title>HEROIN IN TAHITI: Canicola</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/19/heroin-in-tahiti-canicola/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9126" title="HITCANICOLA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg" alt="" width="150" height="206" /></a>Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, dass sie unter exotischem Charme etwas anderes verstehen, denn ihre im Zeitlupen-Surfsound beschworenen Südseesettings strahlten eine dreckige Düsternis aus, die mehr mit einem Neo Noir-Streifen gemein hat als mit einem auf Hawaii spielenden Elvis-Schinken. Wer die römische Band in den Jahren ihres Bestehens etwas genauer verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht daran, dass sie sich auch schon ihrer italienischen Heimat gewidmet haben. <span id="more-9125"></span>Erst im letzten Jahr lieferten sie die Musik zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ewVfM8tk2g">einem grobkörnig verwaschenen Kurzporträt der Region Basilicata</a>, das vom sporadisch filmenden Noisemusiker Torba gedreht wurde. Mit seinen unberechenbaren Schnitten und seinem Fokus auf Marginalia ist dieses dekonstruierte Idyll keineswegs an den Durchschnittstouri adressiert.</p>
<p>Auf dem neuen Tape widmet das Duo sich erstmals konzeptuell dem Thema Italien und folgt dabei den Spuren des hierzulande nur Spezialisten bekannten Anthropologen und Religionsforschers Ernesto de Martino (1908-1965), dessen Themen von antiken Kulten bis hin zu volkstümlichen Bräuchen und den mythisch-religiösen Subtexten des modernen italienischen Lebens reichen. &#8220;Canicola&#8221; ist nach eigenen Angaben der Sonne, dem Aberglauben und dem gelbgoldenen Korn Italiens gewidmet und macht schon im ersten Stück klar, dass die Hitze hier siedend ist und die porträtierte Kultur einen obsessiven, wahnhaften Unterton aufweist. Beim Titelstück, das die erste Seite komplett ausfüllt, offenbaren sich Heroin in Tahiti erst mit der Zeit, wenn sie irgendwann nach diversen Breaks mit doomigen Zeitlupenriffs und den vertrauten WahWahs jeden Zweifel ausräumen, dass sie es sind. Weite Strecken des Stücks jedoch bedienen einen Computersound mit 80er Jahre-Charme, den man vielleicht noch eher beim Kollegen Mai Mai Mai erwartet hätte. Im groben Soundbrei der kreisenden Elektronik erscheint die Sonne kaum lichtspendend, die Hitze, die sie verbreitet, hat eher etwas von drückender Schwüle als von maritimer Frische, und die einzigen unmissverständlich italienisch anmutenden Details scheinen die versteckten Giallosounds zu sein, die sich zwischen Dröhnen und funkigen Einsprengseln finden (oder überhört werden). Willkommen also in einem modernen Italien, das einem hier keinesfalls auf dem Serviertablett des Fremdenverkehrs präsentiert wird. Etwas mehr Abwechslung tut sich in den kurzen Fragmenten der zweiten Tapeseite auf. Eine verfremdete Spieluhr greift die cineastischen Assoziationen des ersten Teils auf und kombiniert sie mit nicht weniger filmisch konnotierbaren Desert Rock-Gitarren. Ihr fatalistische Picking taucht an einigen Stellen erneut auf, verschmilzt mit nervigen Vögeln und allerhand noisigem Dröhnen, in “La Madonna” verwandelt es sich vollens in eine Klangwand, die zusammen mit einer gesampleten Arie und einem monoton-schleppenden Rhythmus den größten Kracher des Tapes hervorbringt.</p>
<p>Nach dem Longplayer-Debüt “Death Surf” (Boring Machines), dem Split mit Ensemble Economique (No=Fi) und der Single auf Yerevan Tapes demonstrieren Heroin in Tahiti mit “Canicola” erneut ohne Pause, dass sie sich kaum auf ihreen Lorbeeren ausruhen und ihren Sound v.a. zu variieren wissen. Der leicht hörspielartige Grundtenor des Tapes gelingt ebenso gut wie die Evokation eines für viele ungewöhnlichen, mythischen Italiens. Sollte demnächst wieder ein rockiger Slow Tempo-Nachfolger von “Death Surf” auf dem Plan stehen, wäre das dennoch zu begrüßen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nofirecordings.blogspot.com">No=Fi</a></strong></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Theta</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jan 2014 09:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/LPfront.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8072" title="LPfront" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/LPfront.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Toni Cutrone, der sein Soloprojekt Mai Mai Mai nennt, ist eine umtriebige Person und hat der Undergroundszene Roms schon in jungen Jahren seinen Stempel aufgedrückt. Gerüchte künden von einer Kindheit in der griechischen Ägäis und Reisen quer durch Europa und den mittleren Osten. Italiener rollen allerdings mit den Augen, wenn das zur Sprache kommt. Ein moderner Münchhausen? Das wäre bei jemandem, der meist mit Maske auftritt, nicht so verwunderlich, doch einige seiner Taten sind offiziell verbrieft: Sein rühriger <a href="http://dalverme8.tumblr.com/">Club</a>, sein <a href="http://nofirecordings.blogspot.de/">Label</a> und die Bands Hiroshima Rocks Around und Trouble Vs. Glue, mit denen er Noiserock und ein <span id="more-8071"></span>Stilungetüm namens Spastic Pop spielt.</p>
<p>Ein vielbeschäftigter Mann also, bei dem die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit fließend ist – was würde da besser passen als eines der vielen Chill-, Witch-, Ghost- oder Drag-Genres, die ich nie wirklich zu unterscheiden gelernt habe, weil es auch ohne Belang ist. Toni sah das ähnlich und hat mit „Theta“ ein Album aufgenommen, mit dem er vor zwei oder drei Jahren mit all den Salems und Ritualz in einem Satz genannt worden wäre. Was rechtfertigt nun heute noch ein Album dieser Art, was sind die Alleinstellungsmerkmale des maskierten Mannes?</p>
<p>Es wäre mühsam, an der Stelle die asiatisch anmutende Perkussion in einem der rhythmischeren Stücke anzuführen, die schon bald mit Lärmsalven verschmilzt, bevor sie von einem hauchigen Frauenchor begleitet (vermutlich Toni selbst) hinter der beschlagenen Glasscheibe eines geschmeidigen Drones verschwindet. Ähnliches gilt für die kräftigen, testosteronhaltigen Vocals, die dem atonalen Chaos des „Muo“ betitelten Stücks die Krone aufsetzen. Auch die unpolierte Metallperkussion, bei der man unentschlossen bleibt, ob man an die Neubauten oder Offizine Schwartz, oder doch eher an ein Pop-Quartett aus dem englischen Basildon denken soll, bilden da kein Kriterium – zu sehr zählt das Anverwandeln von so ziemlich allem, was die Regale des popgeschichtlichen Warenhauses füllt, zu den Standards solcher Musik, auch das Passendmachen von (vermeindlich) Unpassendem. Vielmehr demonstriert „Theta“ mit diesen und anderen Zutaten, dass es auch bei einer gestern gehypeten Musik nicht immer um die Frage der immer noch möglichen Innovation gehen muss. Mit allzu Typischem – glatte, verhallte Synthies, Eispickel-Rhythmen und monotone Handclaps – hält er sich ohnehin nur wenig auf, und so sind es auch eher die urigeren Momente, die überzeugen. In „Noeo“ weiß er, wie man mit Reduktion Spannung erzeugt, nervt zwischendrin ein wenig mit trashigen Plastiksounds und belohnt mit einer Fabriksymphonie, bei der man unweigerlich an einschlägige französische Industrial-Pioniere denken muss. Und wer weiß, vielleicht sind die mythologisch/astronomischen Anspielungen ja viel ernster gemeint, als man denkt.</p>
<p>Das Album wurde mit kompetenter Unterstützung von Jamie Stewart (Xiu Xiu) fertiggestellt und ist in einer Auflage von 300 schwarzen Scheiben erschienen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it">Boring Machines</a></strong></p>
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		<title>ENSEMBLE ECONOMIQUE / HEROIN IN TAHITI: Split LP</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 06:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Surfrock der frühen 60er ist an sich cool genug, dass man ihn gut dreißig Jahre später auch mal eins zu eins kopieren konnte, ohne gleich peinlich zu wirken, und die zahllosen Tarantino-Parties waren sicher nicht der schlimmste Hype aus den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/EE_HITcover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6741" title="EE_HITcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/EE_HITcover.jpg" alt="" width="306" height="153" /></a>Surfrock der frühen 60er ist an sich cool genug, dass man ihn gut dreißig Jahre später auch mal eins zu eins kopieren konnte, ohne gleich peinlich zu wirken, und die zahllosen Tarantino-Parties waren sicher nicht der schlimmste Hype aus den Annalen der 90er Jahre. Seinen Niederschlag in späterer Musik fand dieser Sound hauptsächlich bei<span id="more-6740"></span> Rockabillies und Psychobillies unterschiedlicher Qualität. Im letzten Jahr machte eine italienische Combo namens Heroin in Tahiti mit einer stark verlangsamten, geradezu doomigen Variante dieser Musik von sich reden, bei der die Grundkomponenten zum Material cineastischer Klangwelten umfunktioniert wurden. Ihr Erstling &#8220;Death Surf&#8221;, der weit mehr zu bieten hatte als die üblichen Twangs bloß auf Valium, wurde sehr positiv aufgenommen &#8211; zurecht, weswegen er auch bei uns seine Würdigung fand. Jetzt sind die beiden Römer zurück mit einer Split-LP, die sie sich mit einem Geistesverwandten aus dem Lande der Beach Boys teilen: dem Kalifornier Brian Pyle mit seinem Projekt Ensemble Economique, das er solo neben Bands wie den Starving Weirdos betreibt.</p>
<p>Wenn sich Musiker eine LP teilen, kann das in vielfacher Weise schief gehen, der Stil der jeweiligen Beiträge kann zu nah beieinander liegen, oder eben bezugslos wirken, wobei sehr unterschiedlich geartete LP-Seiten auch einen reizvollen Kontrast bilden können. Heroin in Tahiti und Ensemble Economique ähneln sich vom Stil, bei beiden groovt es düster, und beide haben offensichtlich einen äußerst kreativen Zugang zu älterer, psychedelisch konnotierter Musik und zu nerdigem Kino jenseits der großen Filmtheater. Doch die Stücke sind im Aufbau und von der Stimmung her unterschiedlich genug, um eigene Handschriften herauszuhören. Das bringt natürlich mit sich, dass man sie aneinander misst. Heroin in Tahiti sind mit einer längeren Komposition vertreten. Das Stück ist in mehrere Abschnitte unterteilt, deren Aufbau die fiktive Reise in ein düsteres Südsee-Setting widergibt. Die &#8220;Black Vacation&#8221; beginnt unter dem Titel &#8220;Departure&#8221; am einem Flughafen, dessen Geräusche neugierig machen, bis spontane Lärmattacken, die einen fast so sehr erschecken wie der schwarze Mann bei &#8220;Mulholland Drive&#8221;, der kurzen &#8220;Music for Airports&#8221; ein jähes Ende bereiten. &#8220;Welcome to Paradise Island&#8221; heißt es nun, doch die Kitsch-Möven sind so trügerisch wie die derweil noch smoothe Musik, werden bald lauter und bedrohlicher und geleiten einen an die &#8220;Edge of the Jungle&#8221;, wo drogengeschwängerte Surfmelodien und skurrile Ethnobeats mit einem Klangteppich aus verzerrten Schreien verschmilzen. Vielleicht sind dies die &#8220;Whispers from the Quicksand&#8221;, die einen in ihren Bann schlagen, bevor unter dem Motto &#8220;Blood before Dawn&#8221; groovige Rhythmen und futuristische Sounds der Geschichte ein ungewisses Ende bereiten.</p>
<p>Ensemble Economique steuert drei Stücke bei, die insgesamt wie aus einem Guss wirken. Zusammen sind sie weit weniger auf einem Verlauf hin ausgerichtet, vielmehr fokussieren sie den besonderen Moment und ziehen ihn so sehr in die Länge, wie es eine LP-Seite zulässt. Das hat definitiv seinen Reiz, vor allem wenn man die drei Stücke unabhängig von der ersten Seite hört, doch ist man erst einmal der Dynamik des römischen Kopfkinos erlegen, kann einem der atmosphärische Wechsel ziemlich ausbremsen. Insgesamt sind Pyles Beiträge härter, perkussiver und von der Wirkweise her direkter, zudem wirken gelegentliche Stimmbeiträge zusammen mit exotischen Instrumentaleinlagen jeder Abstraktheit entgegen. Bewegung gibt es also auch hier, aber sie ist eher rhythmisch als narrativ. Zur finalen Entgrenzung kommt es dann im dritten Stück &#8220;Désir, DESIRE&#8221;, wenn spacige Synthis der elektronischen Avantgarde huldigen und auch diese Seite im Ungewissen enden lassen.</p>
<p>Schön dass es solche Musik gibt, und dass sie sich auch optisch zu präsentieren weiß. Die Hommage an die Südsee, den Twang und das klassische Pinup-Girl wird sicher weiter gehen, diesmal warten 500 schwarze Scheiben auf den geneigten Vinyl-Fetischisten.</p>
<p><strong>Label: Sound of Cobra/No=Fi</strong></p>
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		<title>EXPO &#8217;70 &amp; ANCIENT OCEAN: Split</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2012 05:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sich in der Welt der Drones und Soundscapes für Spuren von Psychedelia, Krautrock und diversen Synthiepionieren der 70er Jahre interessiert, der kann sich heutzutage über ein zufriedenstellendes Angebot freuen und hat schlimmstenfalls sogar ein kleines Auswahlproblem. In der Menge &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/10/20/expo-70-ancient-ocean-split/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/expo70ancientocean.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5569" title="expo70ancientocean" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/expo70ancientocean-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer sich in der Welt der Drones und Soundscapes für Spuren von Psychedelia, Krautrock und diversen Synthiepionieren der 70er Jahre interessiert, der kann sich heutzutage über ein zufriedenstellendes Angebot freuen und hat schlimmstenfalls sogar ein kleines Auswahlproblem. In der Menge an Erzeugnissen geht manches zwangsläufig unter, und besonders betroffen ist davon sicher diejenige Musik, die über weite Strecken dezent hintergründig und gewollt introvertiert ist. Vor allem ersteres trifft auf viele Arbeiten zu, die die beiden Amerikaner Justin Wright und John Bohannon in den letzten Jahren unter ihren Projektnamen Expo &#8217;70 und Ancient Ocean aufgenommen haben. Allerdings <span id="more-5568"></span>sind die beiden derzeit so rührig, dass sie auch diesseits des alten Ozeans ihren Geheimtippstatus bald abgeschüttelt haben dürften. Konzerte mit großen Namen wie Tom Carter (Charalambides), Wooden Shjips, White Hills und Psychic Ills tun ihr übriges. Ist man erst einmal dem Reiz ihrer Harmonien und Melodien erlegen, bedarf es solcher Tags ohnehin nicht mehr. Das jüngste Lebenszeichen ist ihre erste gemeinsame Split-LP, die zwei sonore Zeitmaschinen mit doppeltem Boden enthält.</p>
<p>Wright bezeichnet die Musik von Expo 70 als „late midnight improvisation“, und der Name des Projektes, das anfangs noch als Trio in Erscheinung trat, referiert auf eine Weltausstellung im japanischen Osaka, die 1970 unter dem Motto „Progress and Harmony for Mankind“ stattfand. Beide Sschlagworte fassen die Musik ganz gut zusammen: Die etwas kühle, stets dunkle Klanggestalt der Sci Fi-artigen Stücke, die oft einen recht freien, verspielten Verlauf nehmen und einen ganz eigenen eskapistischen Kosmos entwerfen, in dem jedes Gestirn an seinem Ort ist, in dem Raum und Zeit jedoch zugleich bedeutungslos geworden sind. Entgegen seiner Gewohnheit tritt Expo &#8217;70 auf seinem rund zwanzigminütigen Beitrag „Waves in Caverns of Air“ nicht primär als Gitarrist, sondern als Keyboarder in Erscheinung und baut das cinematische Drone, das sich anfangs noch nicht so recht entscheiden mag, ob es nun lieber organisch oder doch eher „technisch“ klingen will, mit einem altehrwürdigen Moog Synthie, dessen weicher und zugleich körniger Sound irgendwann an Fülle gewinnt und, trotz sporadischer Sirenensounds und weiterer Überraschungen, durch langsame Repetition das Klassenziel nahezu aller Drones erreicht: eine hypnotisch-einlullende Wirkung.</p>
<p>Im Gegensatz zur kosmischen Abgehobenheit von Expo 70 erscheint die Parallelwelt von Ancient Ocean erdverhafteter, ihr Klang ist wärmer und basslastiger, und kontrastiv zum eher europäisch anmutenden Krautambient der ersten Seite hallt hier – wenn auch verhalten – die Tradition amerikanischer Psychedelia nach. „Decomposition Decay“ beginnt mit einem sehr leisen Auftakt und fordert zunächst Konzentration, die recht bald mit einer unheimlichen Atmosphäre belohnt wird. Dem eher leichtfüßigen Klang Wrights stellt Bohannon hier eine ernstere und zugleich wechselseitigere Klanglandschaft gegenüber, in der melodisches, beinahe pastorales Gitarrenpicking auf doomige Zeitlupenriffs trifft.</p>
<p>Dass Musik dieser Art heute keine Revolution mehr auslöst ist klar, und im Hinblick auf sonore Weltgegenden ist die Zeit großer Entdeckungen ebenfalls gezählt. Gerade spacige, futuristische Musik vollzieht heutzutage eine paradox anmutende Vorwärts-Rückwärts-Bewegung in der Geschichte, indem sie nachzuvollziehen sucht, wie man sich gestern das Übermorgen vorstellte. Dabei kann immer noch Interessantes wiederentdeckt und hin und wieder auch mal eine Kleinigkeit hinzu erfunden werden. Dennoch ist solche Musik heute primär eine Musik der Genießer und Sammler. Die sollten aber, wenn sie Geschmack haben, die spacige Nachtmusik von Expo &#8217;70 und Ancient Ocean nicht übergehen und zusehen, dass sie noch eines der fünfhundert Exemplare ergattern.</p>
<p><strong>Label: Sound of Cobra/No=Fi</strong></p>
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