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	<title>African Paper &#187; Northgate</title>
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		<title>NORTHGATE / MALATO: Vnion</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2021 00:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zumindest für die Römer von Malato war das auf der ersten Seite des vorliegenden Tapes dokumentierte Konzert bei der Destination Morgue ein Heimspiel, und das nicht nur wegen des Aufführungsortes, sondern weil Alessandro Marchettini sowohl zur Band gehört, als auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/04/northgate-malato-vnion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/vnionngml.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17226" title="vnionngml" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/vnionngml-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zumindest für die Römer von Malato war das auf der ersten Seite des vorliegenden Tapes dokumentierte Konzert bei der Destination Morgue ein Heimspiel, und das nicht nur wegen des Aufführungsortes, sondern weil Alessandro Marchettini sowohl zur Band gehört, als auch das Festivals organisiert. Aber wie der Titel schon sagt, treten sie und der unter dem Namen Northgate firmierende Mailänder Evor Ameisi in der knappen Dreiviertelstunde als Einheit auf.<span id="more-17225"></span></p>
<p>Dem dunkler, postidustrieller Musik gewidmeten Abend entsprechend zeigen sich beide von einer Seite, die für Freunde harscher, schicksalsschwerer Ambientklänge keine Wünsche offen lassen sollte. Dass der Track dennoch mehr als düstere Flächensounds zu bieten hat, ist sicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass beide Acts einen kaum in Genrebegriffen zu fassenden Hintergrund haben. Ameisi, der das experimentelle Elektronikprojekt Northgate (oft auch als Kürzel NG) seit über zwanzig Jahren betreibt, frönt in Almaghest! Poesie und verspielter Klangkunst und in Camerata Mediolanense alter und neoklassischer Musik. Malato, deren bisherige Studioaufnahmen wie die Mod-Variante eines harten Elektro-Wave anmuteten, entstanden vor rund zehn Jahren im Umfeld und mit Musikern der stets wandelbaren Ain Soph, der Noiserocker Circus Joy und der Surfrocker Sentinels.</p>
<p>Wenn der gemeinsame Track eines versteht, dann Spannung aufzubauen. Gleich voll da mit knarzender Dröhnung kann sich das dunkle Soundgebilde problemlos Zeit lassen bei der Intensivierung seiner Lärmdichte, weiß immer wieder abrupte Kollisionen, kleine schrille Monumente und kurze Brüche genau an der richtigen Stelle einzubauen. Der Durchbruch, den man erwartet &#8211; weil er dazugehört, aber auch, weil er sich die ganze Zeit über im Kleinen ankündigt &#8211; erfolgt durch eine mit schweren Stiefeln über einen verödeten Planeten marschierende Zombiearmee, die beinahe im aufgewirbelten Staub versinkt.</p>
<p>Die zweite Seite enthält splitmäßig einen langen Northgate-Track und vier kompakte Stücke von Malato. Ersterer ist eine Studioversion von Ameisis Beitrag zum Live-Track: Leiser, luftiger und dennoch rauschend und knarrend unterscheidet das Stück sich nicht nur durch grummelige Stimmeinsprengsel von der Liveversion. Malato (mittlerweile übrigens ohne Barbara &#8220;Black Bonbon&#8221; Bonnardo und somit eine reine Boygroup) erkennt man sofort: Nervöse Takte, monoton und minimal, jagen über aufgekratzte Fundamente, nostalgischer Synthiewave hält lauten Brüllstimmen stand, dystopisches Gebrumm folgt auf Hochfrequentes, und wessen Stimme im technoiden &#8220;Cefalu Sea&#8221; von einer alten Platte zu hören ist, dürfte für jeden okkult interessierten Sizilienfreund außer Frage stehen.</p>
<p><strong>Label: DDEM</strong></p>
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		<title>ALMAGEST!: Messier Objects</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 00:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gruppe Almagest! wurde erst im letzten Jahr gegründet, doch man muss nicht einmal besonders italophil sein, um dem Lineup zu entnehmen, dass es sich um eine Allstar-Combo aus gestandenen Musikern handelt. Im Zentrum des Geschehens steht Sänger und Performer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/10/19/almagest-messiers-objects/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/almagestmessierobjects.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7681" title="almagestmessierobjects" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/almagestmessierobjects.jpeg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Gruppe Almagest! wurde erst im letzten Jahr gegründet, doch man muss nicht einmal besonders italophil sein, um dem Lineup zu entnehmen, dass es sich um eine Allstar-Combo aus gestandenen Musikern handelt. Im Zentrum des Geschehens steht Sänger und Performer Ernesto Tomasini, der – vermutlich eher aufgrund als trotz seines Charismas – nie ein Soloalbum herausgebracht hat, sondern die Zusammenarbeit mit ebenso markanten Musikern bevorzugt. Hinlänglich bekannt sind zudem die Turiner Fabrizio Palumbo und Paul Beauchamp, deren Stammbands Larsen und Blind Cave Salamander ebenfalls von dynamischen Konstellationen zehren. Ebenfalls kein unbekannter ist der Mailänder Evor Ameisi, dessen Soloprojekt Northgate<span id="more-7680"></span> nur einen Teil seiner Aktivitäten abdeckt. Alle vier Virtuosen (die noch von zwei Studiomusikern an der Elektronk unterstützt werden) haben bereits zusammen gearbeitet, vor allem die „Canes Venaciti“-Kollaboration zwischen Palumbo und Tomasini kann als Vorläufer von Almagest! betrachtet werden.</p>
<p>Das Albumdebüt „Messier Objects“, benannt nach einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Katalog">vom Astronomen Charles Messier zusammengestellten Katalog an Himmelskörpern</a>, ist ein merkwürdiger, aber keinesfalls reizloser Hybrid aus poppigen, melodramatischen Songsansätzen und gewagten Klangexperimenten, bei denen Musical-Pathos, dröhnende Klangflächen und deftiger Bluesrock keine Gegensätze darstellen. Dass alle Beteiligten in unterschiedlichen Kontexten aktiv sind, mag seinen Teil zu dem beeindruckenden Stilhybriden beitragen, mehr noch allerdings scheint mir der Spaß am Zerlegen von Songstrukturen der Hauptgrund für das irgendwie dann doch harmonische Durcheinander zu sein. Der Titel des Openers „Dolci Momenti“ ist dabei nicht einmal ironisch zu verstehen, denn trotz des schrägen Bläsereinsatzes ist der Auftakt ein schönes Variete-Stück, der sirenenhafte Gesang zeichnet Tomasini einmal mehr als großartigen Falsettsänger aus. Die Reminiszenzen an Kleinkunst, bei Tomasini ohnehin nichts seltenes, kommen mehrfach zum Zug, vielleicht am Gelungensten im balladesken, ja fast hippiesken „Under Here“, dessen trauriger Text in der ergriffenen Stimmung paradoxerweise etwas Erhebendes bekommt.</p>
<p>Dass es auf „Messier Objects“ u.a. um die Dekonstruktion von Popstrukturen geht, wird am deutlichsten in zwei Coverversionen, die zudem zeigen, dass das Zerlegen und Neu-Zusammensetzen von bekanntem Material zu ganz unterschiedlichen Resultaten führen kann. Die Interpretation von Duran Durans „The Chauffeur“ verleiht dem Song vor allem etwas Überreales. Von der Klangfülle her wirkt der Song gewollt unfertig, und auch kompositorisch meint man Züge eines verfremdend Provisorischen zu erkennen. Wenn sich die klanglichen Leerräume mit Palumbos psychedelischem Orgelspiel und den stets nur ein Stück überdreht wirkenden Falsettpassagen Tomasinis füllen, entsteht der Eindruck, dass durch Reduktion und gleichzeitige Überzeichnung das Wesentliche des Songs herausgekitzelt wird, dass man beim stylishen Original eher zu überhören neigt &#8211; man müste auch ein trauriger Geselle sein, wenn man angesichts des <a href="http://vimeo.com/9976137">Videos</a> dazu über Strukturen nachdenkt. Ein einlullendes Interludium, das nur mit Walzertakt noch beschaulicher ausfallen könnte, leitet sogleich über in den drogengeschwängerten Jefferson Airplane-Hit „White Rabbit“. Ich will hier keine Intention unterstellen, doch meines Erachtens dokumentiert die Version vor allem die bedauerliche Obsoletheit eines einst mutigen (gegen)kulturellen Entdeckergeistes: Der Trip wirkt mittelmäßig, die Phrasen scheinen verbraucht und die Transgression – die die Welt zwar prägte, doch längst nicht in dem Maße, wie sie es sich erträumte – ist zu einer Altherrensache herabgekommen. Dies ist keineswegs als Kritik gemeint, denn gerade auch angesichts <a href="http://www.youtube.com/watch?v=89OT7R3KQoA">eines früheren „Breaking the Law“-Covers</a> halte ich diese Musiker für berufen, sich auf originelle Weise an der klassischen Ära des Rock mit all ihrer Größe und Banalität abzuarbeiten. Ein Bad Trip ganz anderer Art verschafft einem – nomen est omen – „Night Mares“, bei dem Beauchamps singende Säge des schönsten Blues zersägt, bis das ganze zu einem geschwätzigen Hörspiel verkommt, aus dem man mit Händel geweckt wird.</p>
<p>Mir ist nicht bekannt, ob Almagest! weiterhin in Erscheinung treten wird, oder ob es doch bei dem temporären Projekt bleiben wird. Nicht nur aus Geschmacksgründen würde ich mich über eine Fortführung freuen, denn dafür gäbe es durchaus Relevanzkriterien. Das stichhaltigste ist wohl, dass sich alle vier Musiker unverkennbar einbringen, „Messier Objects“ jedoch kaum wie irgendeines ihrer anderen Projekte klingt. Gerade von Tomasini wird gelegentlich behauptet, dass es sich bei der Intensität seines Gesangs fast erübrige, ob ihm Othon Mataragas&#8217; Klavierspiel oder beispielsweise die Soundart Andrew Liles&#8217; zur Seite steht. Bei manchen Stücken mag man das so sehen können, vergleicht man aber das zerfledderte Klangbild Amalgest!s mit der elaborierten Klanggestalt von Othon und Tomasinis „Impermanence“, dann werden die Unterschiede überdeutlich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://touretterecords.com/">Tourette</a></strong></p>
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