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	<title>African Paper &#187; Not Not Fun</title>
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		<title>YAYOBA: A Maze of Glass</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 07:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/amazeofglass.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42831" title="amazeofglass" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/amazeofglass-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;A Maze of Glass&#8221; entführt das von den Soundbastlern Paul Wilson (F.Ampism, Bolide, Triple Heater), Jani Hirvonen (Uton, Grykë Pyje) und Johannes Schebler (Baldruin, Freundliche Kreisel, ebenfalls Grykë Pyje) gegründete Trio Yayoba seine Hörer mit einem Mosaik aus modularen Synthiesounds, vielgestaltiger Perkussion und bearbeiteten Field Recordings auf eine klangliche Odyssee durch ferne Regionen. Dass es sich dabei <span id="more-42830"></span>um die fantastischen Landschaften eines abenteuerlustigen Geistes handelt, steht jedoch von Beginn an außer Frage. Wollte man Phrasen erfinden, dann wäre surreale Exotica wohl das Schlagwort der Stunde.</p>
<p>Schon der Opener &#8220;Radiant Reflections&#8221; versetzt den Hörer in eine fremdartige Welt aus Flöten und Synthies, die streckenweise an ein Pfeifkonzert tropischer Vögel erinnern. Die Klänge wirken, als würden sie durch einen Urwald hallen, während die rhythmischen Elemente dezent und hypnotisch an eine Kamerafahrt durch eine Fantasielandschaft erinnern. Dieser exotische, entrückte Ansatz zieht sich durch das gesamte Album und wird durch allerlei echte und gefühlte Referenzen an zahllose Musiktraditionen jenseits der westlichen Kernländer immer wieder neu umgesetzt. Das ist &#8211; auch &#8211; Musik für den einen Typen, der den ganzen Arte Tetra-Labelkatalog besitzt und daneben das Cover von Nurse With Wounds &#8220;A Sucked Orange&#8221; an die Wand gepinnt hat.</p>
<p>Immer wieder besticht die Musik durch nostalgische Synthieparts, die in manchen Passagen mit launig blubbernden Details, mit rhythmischen Klickern und sanftem Gerumpel angereichert sind. Feinste Geräusche klopfen sanft aneinander und lassen eine Atmosphäre entstehen, die trotz der dichten Klangschichten niemals aufdringlich wirkt. Bisweilen bringen filigrane Details, die auf entrückten Klangfundamenten entstehen, frische rhythmische Strukturen hervor. Immer wieder flattert und zwitschert und quiekt und quakt es, zwischendrin trillert eine Flöte, klingeln Glöckchen, singen himmlische Chöre, brummt eine herzige Tuba oder pocht eine organisch pulsierenende Handtrommel, wobei man vermuten darf, dass ein großer Teil dessen sich einer erfolgreichen Illusionsbildung verdankt oder schlicht eine Fata Morgana in den Gehörgängen des Publikums ist. Nicht selten kommt auch eine gehörige Portion Spannung in die Musik, wenn es leiser und tastender und zögerlicher wird.</p>
<p>Besonders intensive Momente finden sich in &#8220;Uniformity and Dispersal&#8221;, das u.a. durch ein sanft gespieltes, an ein Saxophon erinnerndes Blasinstrument eine neue, kaum greifbare Atmosphäre entstehen lässt. Hier schafft es das Trio, sich in den Schichten der Klänge zu verlieren, bis diese wie in dem vielleicht zerbrochenen Glas des Albumtitels unzählige Male gespiegelt werden. Das Stück entwickelt sich weiter zu einem fesselnden Mix aus sirenenartigen Klängen und rhythmischen Elementen, die Erinnerungen an einen venezianischen Saltarello wachrufen.</p>
<p>Das Album als Ganzes ist wie ein Labyrinth aus Klangstrukturen, in dem jede Ecke und jede Wendung neue Überraschungen bereithält und oftmals nur ganz kurz anklingen lässt, wie um zu zeigen, dass die Geschichte an jeder Weggabelung auch einen ganz anderen Verlauf nehmen könnte. Von der fast orchestralen Opulenz in &#8220;Strange Morning&#8221; bis hin zu den flächigen, fast traumverlorenen Klängen von &#8220;Shapeshifter’s Dream&#8221;, zeigt sich die Wandelbarkeit der Musik – oftmals im Einklang mit dem, was die Titel der Stücke ankündigen. Und gerade dass sich viele der Sounds als sanft und doch plastisch erweisen, demonstriert, dass hier drei Musiker mit einem feinsinnigen Gehör am Werk sind.</p>
<p>Doch dieses Können ist längst nicht alles, denn ein großer Teil der Qualitäten von &#8220;A Maze of Glass&#8221; verdankt sich den Ideen und wahrscheinlich auch dem Geschmack, den Schebler, Hirvonen und Wilson offenkundig teilen, denn auch wenn man das Album nicht auf den Aspekt Exotica reduzieren muss, darf man festhalten, dass Fernweh seit dem europäischen Genrefilmen der 70er selten so unverkrampft umgesetzt und in surreale Psychedelik gepackt wurden wie auf diesem Tape.</p>
<p><strong>Label: Not Not Fun</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=206826198/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Phi</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2016 04:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor Jahren hob Toni Cutrone, der bislang in diversen noisigen Rockformationen spielte, sein Soloprojekt aus der Taufe und beglückte die Musikwelt als Mai Mai Mai mit der „Mediterranean Trilogy“, die die Frühzeit des griechisch-römischen Kulturkreises als maritime Lebenswelt erforschte. Teil &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/11/19/mai-mai-mai-phi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/BM070_LP.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12829" title="BM070_LP" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/BM070_LP-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor Jahren hob Toni Cutrone, der bislang in diversen noisigen Rockformationen spielte, sein Soloprojekt aus der Taufe und beglückte die Musikwelt als Mai Mai Mai mit der „Mediterranean Trilogy“, die die Frühzeit des griechisch-römischen Kulturkreises als maritime Lebenswelt erforschte. Teil dieses archaischen Symbolkosmos war ein zwischen rhythmischem Lärm und retrolastiger Elektronik verorteter Sound, der dem südlichen Setting einen kühlen, aquatischen Beigeschmack verpasste. Nach „Tetra“ und „Delta“ erschien noch<span id="more-12828"></span> das Tape „Petra“, das offenbar nicht Teil der Trilogie war, obwohl die Thematik gepasst hätte. Aber wer weiß, vielleicht wurde das Konzept auch erweitert. Jedenfalls kommt dieses nun mit „Phi“ zum Abschluss.</p>
<p>Vergleicht man „Phi“ mit den vorherigen Releases, dann stellt man fest, dass die Entwicklung hin zu lärmender Opulenz weitergeführt wird, dass das Klangbild trotz harscher Aggression jedoch immer weniger ungeschlachte Züge trägt. Gleich bleibt das weiträumige maritime Kolorit in der Stimmung und der Wahl der field recordings. So beginnt schon der Auftakt mit beschaulichen Wellen und Möwen, die die unterschiedlichsten Narrative romantischer Abenteuer channeln. Doch über die bald folgenden hektischen Samples und mit Hilfe des Folkmusikers Luca Venitucci geht das Ganze schnell in reißerisches Dröhnen über, üppig gespickt mit Ethnobeats und Noispartikeln.</p>
<p>Auf der ersten Seite gebärdet sich die Reise durchaus holprig und anstrengend, angsteinjagende Schreie und aggressive Beats zerren an den Nerven, oft erweisen sich verschiedene Takte als nicht im Einklang mit einander, erstrecht nicht mit den Vocals und den Soundwellen, die sie umgeben. Das langgezogene „Bakkois“ ist hypnotisch wie das Atmen eines Biestes, das besser nicht erwacht, das fatalistische Gemurmel drumherum macht es auch nicht beruhigender. Trotz Zerfledderung gibt es Passagen reinsten Rhythm Noise&#8217;, der allerdings nicht stumpf stampfend maschinenhaft daherkommt, sondern durch exotische Zitate und afrikanischen Gesang alle Klischees umgeht.</p>
<p>Eine weitere Überraschung zuguterletzt gibt es in den beiden finalen Tracks, denn dort tritt als weiterer Gast kein Geringerer als Lino Capra Vaccina hinzu, der in den 70ernin Progbands wie Telaio Magnetico und Aktuala (manche nennen sie die italienische Third Ear Band) seine Meriten verdiente. Mit ekstatischen Ritualtrommeln und wahnwitzigem Gehämmer verschafft er dem Album, das als LP bei Boring Machines und als Tape bei Not Not Fun erscheint, einen furiosen Schlusspunkt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it/">Boring Machines</a> / <a href="http://www.notnotfun.com/">Not Not Fun</a></strong></p>
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		<title>Occulto Fest 2014: Indeterminacy im West Germany, Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 12:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Titel „Indeterminacy“ findet am 2. und 3. Mai zum vierten Mal das Berliner Occulto Fest statt, bei dem sechs internationale Acts aus verschiedenen experimentellen Musiksparten auftreten. Genre- und Mediengrenzen werden weitgehend umgangen, dafür eine solide Bandbreite an eingängigen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/25/occulto-fest-2014-indeterminacy-im-west-germany-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel „Indeterminacy“ findet am 2. und 3. Mai zum vierten Mal das Berliner Occulto Fest statt, bei dem sechs internationale Acts aus verschiedenen experimentellen Musiksparten auftreten. Genre- und Mediengrenzen werden weitgehend umgangen, dafür eine solide Bandbreite an eingängigen und sperrigen Sounds geboten. Unter dem Namen Ensemble Economique stellt Komponist Brian Pyle neue Drones vor, basierend auf präzise verfremdeten Geräuschen seiner Heimat im nördlichen Kalifornien. Die in Berlin lebende Künstlerin Marta Zapparoli, bekannt durch zahlreiche Installationen und Multimedia-Performances, präsentiert eine dichte, emotionsgeladene Musik, die ebenfalls auf Geräuschen und dem Live-Einsatz von Tapeloops basiert und ungleich noisiger klingen wird.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/occulto141.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8646" title="occulto14" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/occulto141.jpg" alt="" width="300" height="424" /></a><span id="more-8466"></span></p>
<p>Ruins of Krüger spielen eine dynamisch-dilettantische Lofi-Musik in der Tradition schmissiger Punk&#8217;n'Wace-Acts. Dunkle, hintergründige Dröhnung gibt es von Malte C. Jantzen unter dem Projektnamen Rvnes. Nach der audiovisuellen Show „U M C B (Ultra Magnetic Crystal Bleed)“ von Klangbastler Von Tesla und der Videokünstlerin Sara Bonaventura beschließen Jackie-O Motherfucker das Programm: Das 1994 gegründete Kollektiv blickt auf zwei Jahrezehnte, über 35 Kollaborationen und gut tausend Auftritte zurück und bildet heute eine sechsköpfige Band, deren Einflüsse auf Freejazz, Noise, Space Rock, Folk und einiges mehr zurückgehen.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/AmKt4bjIPl0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Abgerundet werden die beiden Konzertabende durch das DJ-Programm von JD Zazie und Mat Pogo (Burp Enterprise) sowie einer Filmvorführung von Adi Gelbart.</p>
<p>2-3 May 2014 @WestGermany, Skalitzerstr. 133, 10999 Berlin</p>
<p><a href="http://occultofest.com">Occulto Fest</a></p>
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		<title>PEAKING LIGHTS: Lucifer in Dub</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 05:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/peakinglightsluciferindub.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5961" title="peakinglightsluciferindub" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/peakinglightsluciferindub-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist nicht das erste mal, dass ich erst über eine Dub-Version so richtig auf ein Album aufmerksam geworden bin, so zum Beispiel erschloss ich mir einige jüngere Aufnahmen von Grace Jones erst durch ihre Remixversionen, allen voran die auf der kongenialen CD „Hurricane Dub“. Ein Grace Jones-Album zu übergehen ist selbstredend nur schwer zu sühnen, nur die immense allmonatliche Veröffentlichungsflut mag sich schuldmindernd auswirken. Genau die ließ mich auch über Peaking Lights&#8217; „Lucifer“ hinwegsehen, dessen Cover mit der Typographie einer amerikanische Milchbar in Neonlettern daran erinnert, wie sehr <span id="more-5960"></span>die 80er an den 50ern orientiert waren, und wie sehr unsere heutige Zeit der Aufguss eines Aufgusses ist. „Lucifer in Dub“, bei dem sechs der acht Originalstücke in Eigenregie nach allen Kunstregeln gedubbt werden, ist aber aufgrund seines durchgehenden Experimentcharakters ohnehin reizvoller als das Original, dessen Platz doch weitgehend im Indie-Regal ist.</p>
<p>Schon auf diesem haben einige der Songs eine gewisse Dub-Schlagseite, die den Artsy Fartsy-Pop des LA-Duos aus dem Not Not Fun-Dunstkreis allerdings nicht dominiert. Ähnlich den Aufnahmen ihres Landsmannes Ariel Pink ist die Musik von Indra Dunis und Aaron Coyes noch von ganz anderen Viren infiziert: Synthie und House, Psych und Kraut kämpfen in jedem Song harmonisch um die stilistische Oberhoheit. Ich will den Versionen-Vergleich hier auf ein Minimum reduzieren, denn die Dub-Stücke funktionieren trotz artifiziellem Charakter auch als eigenständige Songs.</p>
<p>Angereichert mit Retrosounds en masse und voll mit Stilisierungen wie rückwärts gespielten Gesangspassagen ist „Cosmic Dub“ Psych Pop erster Klasse, die Jazz-Gitarre a la Soft Machine setzt dem noch die Krone auf. Mit viel Hall und zugleich unausgefüllten Klangräumen bildet dies das ideale Fundament für verquere Perkussion und eine reizvolle, fast ein bisschen zu sehr auf sexy getrimmte Sängerin. Noch stärker fällt das Retromoment beim reggaelastigen „My Heart Dubs 4 U“ und der Tanznummer „Life Dub“ ins Gewicht, die auch bei Thievery Corporation ins Programm gepasst hätte. Während „Lo Dub High Dub“ und „Midnight Dub“ die verspielte und zugleich coole Electronica-Seite der Band hervorkehren, verwandelt „Beautiful Dub“ einen etwas braven Dream Pop in in eine fast schon bedrohliche Klanglandschaft mit verhallten Noisefragmenten.</p>
<p>Eine Menge kleinteilige Metallschnipsel, schöngeistige Stilzitate und groteske Spielereien wie (artifizielles?) Froschquaken geben sich die Studiotürklinke in die Hand und tragen mit bei zur Überzeugung, dass Peaking Lights einen multiperspektivischen Blick auf ihr eigenes Schaffen und zudem ein besonderes Händchen für Dub haben. Ein Weg, den sie auch auf ihren weniger speziellen Releases weiter verfolgen sollten.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Wierd World/Domino Records</strong></p>
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		<title>Alle Stammbäume der Menschheit laufen, wenn man in der Zeit zurück geht, irgendwo zusammen: Interview mit Weyes Blood</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 08:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Natalie Mering]]></category>
		<category><![CDATA[Not Not Fun]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit hat dunkle Musik auch wieder in Medien jenseits subkultureller Engstirnigkeit Akzeptanz gefunden. Die Gründe dafür sind sicher unterschiedlicher Natur: Aber wahrscheinlich sollte man es nicht als Widerspiegelung der düsteren Zeiten, in denen wir leben, deuten, sondern viel &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/12/10/alle-stammbaume-der-menschheit-laufen-wenn-man-in-der-zeit-zuruck-geht-irgendwo-zusammen-interview-mit-weyes-blood/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesbloodtop.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3305" title="weyesbloodtop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesbloodtop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit einiger Zeit hat dunkle Musik auch wieder in Medien jenseits subkultureller Engstirnigkeit Akzeptanz gefunden. Die Gründe dafür sind sicher unterschiedlicher Natur: Aber wahrscheinlich sollte man es nicht als Widerspiegelung der düsteren Zeiten, in denen wir leben, deuten, sondern viel eher damit erklären, dass inzwischen eine Reihe Künstler mit anderer musikalischer Sozialisation und aus den verschiedensten Genres einer angestaubten und mumifizierten Gattung eine Frischzellenkur verpasst haben. <span id="more-3235"></span>Dabei fällt auf, dass das Licht der Rezensenten oftmals auf immer die gleichen Künstler fällt, dass sowohl die Mainstreampresse als auch kleine und unabhängige Magazine immer auf fast schon inzestuöse Weise einen sehr überschaubaren Pool von Künstlern loben und besprechen und vergessen, dass es meistens die Ränder sind, an denen die spannendsten und originellsten Dinge geschehen.</strong></p>
<p><strong>Natalie Mering hat vor einigen Monaten nach einigen kleineren Veröffentlichungen auf Tape und CD-R ihr Debütvinyl „The Outside Room“ unter dem langen Namen Weyes Blood And The Dark Juices auf Not Not Fun Records veröffentlicht, auf dem sie auf sechs langen Stücken atmosphärische Musik spielt, die irgendwo zwischen Folk und Shoegaze, Song und Experiment, Traum und Realität, zwischen Sakralem und Profanem einzuordnen ist. Im folgenden Interview zeigt sich, dass Natalie mehr als nur ein paar leere Phrasen über ihre Musik und eine Vielzahl anderer Themen zu sagen hat.</strong></p>
<p lang="en-US"><a title="All bloodlines in the human race eventually, back through time, converge at some point: Interview with Weyes Blood" href="http://africanpaper.com/2011/12/10/all-bloodlines-in-the-human-race-eventually-back-through-time-converge-at-some-point-interview-with-weyes-blood/"><strong>Read the English Version</strong></a></p>
<p lang="en-US"><strong>Ist der Name, den du für dein kreatives Projekt gewählt hattest, eine Aspielung auf das Romandebüt von Flannery O&#8217; Connor? Ich frage deshalb, weil einige Elemente des sogenannten “southern gothic“ schon interessant für dich sein könnten.</strong></p>
<p lang="en-US">Ja, ist es. Ich las &#8220;Wise Blood&#8221; mit sechzehn, und gerade zu dieser Zeit begann ich auch aufzutreten. Ich war so fasziniert von dem Titel im buchstäblichen Sinn, von der Vorstellung, dass unser physisches Blut als eine Art Fernrohr durch die Zeit dienen könnte. Die Anspielung auf das Blut als eine Art geschichtlicher Träger für das, was der Mensch sein kann, ist einer der Gründe, warum ich Flannery O’ Connors Bücher so sehr schätze. Alle Stammbäume der Menschheit laufen, wenn man in der Zeit zurück geht, irgendwann zusammen.</p>
<p><strong>In den Rezensionen zu deinen Platten scheinen bestimmte Aspekte immer wieder zur Sprache zu kommen, vor allem, wenn es um deine Stimme (wie Nico) und um Aufnahmetechniken (Lo-Fi) geht. Denkst du, Journalisten sind etwas faul, oder kommst du klar mit solchen Beschreibungen? War Nico ein Einfluss für deine eigene Musik?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/GoodwhileofFussing.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3411" title="GoodwhileofFussing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/GoodwhileofFussing-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Dass ich wie Nico klinge, ist unbeabsichtigt. Es ist wirklich ein reines Klangphänomen, wir sind beide relativ klassisch ausgebildete Sängerinnen, die in einer tieferen Stimmlage singen, so wie meist eher Männer singen. Und wir haben beide eine Vorliebe für archaische Melodien. Ich habe nie übermäßig viel Zeit mit ihrer Musik verbracht, aber ich denke, sie ist sehr schön. Ich habe nie versucht, ihr nachzueifern, das einzige Mal, dass ich mich wirklich mit ihr identifizierte, war erst vor kurzem, als ich ein Interview von ihr aus den frühen Achtzigern las. Darin sagte sie, das einzige, das sie bereut hätte, wäre kein Mann zu sein. Das ist wirklich eine unglaublich starke Aussage und sagt vor allem sehr viel über die Zeit aus, als Nico Musik schuf. Mir ist dieses Statement auf vielen Ebenen sympathisch, denn ich verbrachte einen guten Batzen meines Lebens damit, die Männer um ihre generellen Unterstützungssysteme zu beneiden, Systeme, die Frauen gegeneinander aufstacheln, Konkurrenzdruck schaffen und Frauen am Ende unter einander und von sich selbst isolieren. Nicos Geschichte hat eine sehr tragische Seite. Ich denke nicht, dass sie zu Lebzeiten eine volle Würdigung ihrer Solo-Werke (&#8220;Marble Index&#8221;, &#8220;Desert Shore&#8221;…) erfahren hatte, während ihre Würdigung heute die einer weiblichen musikalischen Institution noch überstiegen hat. Während ihres Lebens, fürchte ich, wurde sie sehr auf ihren Femme Fatale-Status reduziert, war bekannt durch ihre Liebschaften, durch Velvet Underground und Andy Warhol und als Supermodel. Sie wollte als wirkliche Herausforderung verstanden werden, als ein eigenständiges Kunstuniversum, das ebenso gut ist wie jeder Mann. Es ist unglaublich schwer, Musik zu machen in einer männerdominierten Umgebung, in der du als originell oder als &#8220;weiblich&#8221; in einem abschätzigen Sinne ausgegrenzt wirst. Eine solche Haltung zieht mich runter, weil sie die Komplexität der Musik übergeht zugunsten einer Kategorisierung der Musik aller Frauen unter plakativen Kategorien, um die Komplikation zu vermeiden, Frauen als Individuen zu erforschen, statt als Massenschwarm netter Vögel mit unterschiedlichem Federkleid (Ah ja, braune Federn, sie ist wohl eine Nico…). Das ist Faulheit, und außerdem ein ziemlich umfassendes kulturelles Problem, das weit über die Angelegenheiten von Frauen in der Musik hinaus geht. Es ist ein Bollwerk in den Köpfen der Leute, das nicht einmal absichtlich versucht, sie oder mich abzuqualifizieren, aber auf eine sehr natürliche Art funktioniert das so, ohne dass es einem bewusst ist. So gesehen haben die meisten Rezensionen den Nico-Vergleich als ein positives Kompliment gebraucht, und so habe ich es auch aufgefasst. Einige Rezensenten haben sogar betont, dass ich wohl nicht von Nico herkomme, was ich für richtig halte. Und was LoFi betrifft, so ist die Klangqualität weniger konstant als meine Songs und meine Stimme, es verändert sich mit der Zeit.</p>
<p lang="en-US"><strong>In einigen Beschreibungen wurde auf den spukhaften und außerweltlichen Charakter deiner Musik hingewiesen, was dann mit Begriffen wie &#8220;Ghost Folk&#8221; beschrieben wurde.  Bei “The Outside Room“ gibt es ein Bild mit Schädeln auf dem Label, und du hattest Auftritte begleitet von brennenden Kerzen. Betrachtest du Weyes Blood als eine Art Stimme aus einer anderen Welt, und falls ja, wie müsste man sich diesen Ort vorstellen?</strong></p>
<p>Weyes Blood ist von dieser Welt. Ich beanspruche meine eigene archetypische Sphäre an Ideen, Informationen, Erinnerungen und Träumen, und diese Späre ist so eng verwoben mit meiner Erfahrung der Alltagsrealität, dass ich sie niemals &#8220;außerweltlich&#8221; nennen könnte. Ich kenne die andere Welt gut genug, um sie von dieser Welt zu unterscheiden. Meine Musik kommt in jedem Fall von einem unsichtbaren Ort. Schädel sind starke Symbole, und diese Schädel sind von Hand gefertigt, krude und überzeichnet. Es hat alles mit meiner Faszination für Spukhaftes zu tun, mit einer sehr spielerischen Einverleibung der Todesangst in der amerikanischen Kultur, die mir schon immer Trost geben konnte, seit meiner Kindheit. Spuk in den Medien kann die Brücke schlagen zu der dunklen Seite derber Witze und beschäftigt sich mit den starken Archetypen der Angst in einer komplett sicheren, verzuckerten Art und Weise. Es ist wie seichtes Wasser, das auf tiefere, <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3311" title="weyesblood3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>dunklere, mysteriösere Mächte der Realität verweist. In diesem spielerischen Raum können sich Ideen des Okkulten in wirklich künstlerischer Weise ausbreiten, nimm zum Beispiel die zahlreichen elektronischen Soundtracks von Gruselfilmen. Es ist ein Ventil in unserer Kultur für unerklärliche Wirklichkeiten und Phänomene. Die Kerzen sind nur gutes Licht, das eine gedämpfte Stimmung und echte Wärme erzeugt.</p>
<p lang="en-US"><strong>Au dem Cover von</strong><strong> “The Outside Room“ scheint dein Gesicht mit den Wolken zu verschwimmen, was der Hülle etwas Traumartiges verleiht. Es gibt auch einen Song namens “Dream Song“. Welche Rolle spielen Träume und das Unbewusste für dich und deine Musik?</strong></p>
<p lang="en-US">Ich bin stark beeinflusst von Träumen und sehe sie als Tore zu meinem Unbewussten. Träume sind in vieler Hinsicht untrennbar von meiner bewussten Realität, &#8220;Dream Song&#8221; handelt tatsächlich von dem merkwürdigen Ungleichgewicht, lieber zu träumen als wach zu sein. Die Art, wie sich meine Träume in meine Einflussspären fügen, ist sehr natürlich und schwer zu erklären. Ich hatte luzide Träume und es begann mit Sounds, ich träumte die schönste Musik der Welt und konnte mich nie völlig daran erinnern, wenn ich aufwachte. Es ist mein langfristiges Ziel, mich an die Musik zu erinnern, die ich in meinen Träumen höre.</p>
<p lang="en-US"><strong>Weyes Blood ist ein Soloprojekt, aber auf deinem Debüt werden außerdem noch die &#8220;Dark Juices&#8221; erwähnt. Worauf beziehen die sich?</strong></p>
<p lang="en-US">Die Dark Juices beziehen sich auf mich als Bassistin, Schlagzeugerin, Tape-Manipulateurin, auf alles neben der Sängerin und Songwriterin. 2006 waren die Dark Juices sogar andere physische Menschen, zwei Individuen, um genau zu sein.</p>
<p><strong>Wie gehst du vor, wenn du Songs schreibst und aufnimmst und welche Impulse bringen dich dazu, einen Song zu schreiben? Was kannst du uns über den normalen Prozess (falls es den gibt) berichten, bei dem ein Song entsteht?</strong></p>
<p>Es beginnt alles mit einer Emotion. In der Regel ist es zuerst die Melodie, die sich aus dieser initialen Erfahrung heraus entwickelt, aber in seltenen Fällen entstehen auch die Worte zuerst. Ich schreibe die Melodie, und sie lebt und entwickelt sich schnell, dann verfestigt sich das und die Worte brechen hervor. Ich habe meistens viele Versionen von Songs, und die Auswahl an bestimmten Versen oder Refrains erfolgt meist nach dem Trial and Error-Verfahren, oder ich lasse die Sachen einfach wachsen. Manchmal trifft mich der Blitz und alles ist da in seiner kompletten Form.</p>
<p lang="en-US"><strong>Ich frage mich, ob das “du“, das in einigen der Songs auf deinem Debüt angesprochen wird, immer die gleiche Person ist.</strong></p>
<p lang="en-US">Das wüsstest &#8220;du&#8221; wohl gerne?</p>
<p><strong>Im Vergleich mit “The Outside Room“ scheint “Strange Chalices Of Seeing“ experimenteller und weniger songfokussiert zu sein. In welchem Verhältnis stehen die beiden Alben zueinander, und würdest du sagen, dass du mit “The Outside Room“ deine &#8220;Stimme&#8221; gefunden hast?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood2.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-3307" title="weyesblood2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood2-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Ich habe immer gesungen und Songs geschrieben. &#8220;Strange Chalices of Seeing&#8221; war ein Frankenstein-Tape, auf dem Songs und Texte im Äther des Tapes vergraben waren, es war hauptsächlich improvisatorisch und zusammen geflickt und das bezog sich auf die verschiedenen &#8220;Kelche&#8221;, die halluzinatorischer Art waren. Es wurde in einer Woche fertig gestellt, ich hatte eine Deadline, weil ich gerade auf Tour war. Ich war schon immer etwas hin- und hergerissen zwischen dem Erforschen von Klängen und dem Erforschen von Songs, zwei Dinge, die sich in ihrer Polarität gegenseitig aus dem Rampenlicht ziehen können. Die klanglichen Einflüsse dominieren &#8220;Strange Chalices of Seeing&#8221; wegen des Zeitrahmens seiner Entstehung, aber sie sind auch auf meine damalige Faszination für die Underground Tape/Noise-Kultur zurück zu führen. Doch Weyes Blood war 2006 Wise Blood, und ich wollte nur die Akustikgitarre spielen und Balladen singen. Es war schon immer eher wie &#8220;The Outside Room&#8221;. Ich würde nicht sagen, dass ich auf &#8220;The Outside Room&#8221; meine Stimme gefunden habe; wenn, dann habe ich eine andere Version von &#8220;Strange Chalices of Seeing&#8221; gefunden &#8211; ein etwas geplanterer Versuch, diese beiden Universen zu verbinden. Es dauerte beinahe zwei Jahre, um &#8220;The Outside Room&#8221; fertig zu stellen; es ist ein netter Haufen Haferbrei, aber nicht unbedingt, der Haferbrei, den Goldlöckchen auswählen würde.</p>
<p lang="en-US"><strong>Welche Rolle spielen limitierte Veröffentlichungen auf Kassette? Sind das Räume, in denen du experimentieren kannst?</strong></p>
<p lang="en-US">Ich bin da etwas hin- und hergerissen. Alles, was ich aufnehme um es zu veröffentlichen, kostet viel Zeit, Energie und Konzentration, aber angesichts meiner Faszination für eine große Bandbreite an möglichen Klängen, geben Tapes mir die Möglichkeit etwas randständigere Ideen zu verfolgen, die nur diejenien genießbar finden, die Underground-Tapes sammeln.</p>
<p lang="en-US"><strong>Hängt die leichte Veränderung deines Bandnamens (von „Bluhd“ zu „Blood“) auch mit einer leichten Veränderung deinr Musik zusammen?</strong></p>
<p lang="en-US">Sicher, der Name könnte sich wieder ändern.</p>
<p lang="en-US"><strong>Du hast die die Bühne und auch einige Aufnahmen mit einer Reihe von Bands (z.B. Axolotl, Angels in America) geteilt. Wüdest du sagen, dass ihr trotz musikalischer Unterschiede alle eine gewisse Haltung zur Musik, zum Experimentieren und zum Leben generell gemeinsam habt?</strong></p>
<p lang="en-US"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood5.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3320" title="weyesblood5" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood5-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a>Sicher, du kannst das von mehr oder weniger jedem Underground-Musiker sagen, es ist ein sehr spezieller Weg, der nur wenig honoriert wird, ein Weg für Menschen mit scharfer Vorstellungskraft und starken Ideen, für Menschen, die den gesellschaftlichen Mainstream hinterfragen und ihrer eigenen Kosmologie entsprechend leben.</p>
<p lang="en-US"><strong>Du hattest bereits mit der Band Jacky-O Motherfucker gespielt, die einen sehr improvisierten und spontanen Zugang zur Musik haben. Improvisierst du ebenfalls viel, wenn du Musik für Weyes Blood aufnimmst? Worin siehst du die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Projekten?</strong></p>
<p lang="en-US">Ich war nur einen Monat oder so in Jackie-O, es ist wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich war damals eine Improvisationsmusikerin, deshalb passte es total. &#8220;Strange Chalices of Seeing&#8221; war sehr improvisiert, aber über die Jahre entwickelte ich mich wieder zurück zu meiner ursprünglichen Herangehensweise über eine feste Struktur, mit der ich das improvisierte Mäandern verknüpfen kann. Ich lasse den Dingen freien Lauf und überlasse Tapesounds und Harmonien dem Zufall, doch das Grundgerüst ist geplant. Improvisation ist wahrscheinlich so sehr Teil meines Zugangs zur Musik, dass sie gar nicht mehr bewusst wahrnehme. Ich bin eine Jammerin.</p>
<p lang="en-US"><strong>Dein Debüt kam bei Not Not Fun heraus. Hattest du von Anfang an vor, auf diesem Label zu veröffentlichen?</strong></p>
<p lang="en-US">Das war nicht klar. Als sie mich 2008 fragten, sagte ich Ja, aber als ich erst einmal  eigenes Geld zusammenhatte, dachte ich daran, es selbst herauszubringen -  in der Hoffnung mit absolut nichts in Verbindung gebracht zu werden und die Leute wie aus heiterem Himmel zu überraschen. Die Idee hatte sich jedoch erledigt, als meine Ersparnisse alle aufgebraucht waren, da mich die Aufnahmen doch mehr Zeit kosteten als erwartet, und NNF waren so freundlich und blieben bei ihrem Angebot.</p>
<p lang="en-US"><strong>Da ich dir diese Fragen gerade einen Tag nach Halloween schicke, würdest du sagen, dass dich diese Zeit besonders interessiert (wenn man einmal von den extrem kommerziellen Aspekten absieht)?</strong></p>
<p>Und nun ist es schon nach Thanksgiving! Aber ja, Halloween ist wirklich mein Lieblingsfeiertag. Ich liebe jede Feier während des Herbstes, die Gerüche und die Atmosphäre sind so schemenhaft und spröde. Viele rauchige Gerüche, brennendes Laub. Ich habe mich über die Jahre auch immer gerne durch aufwendige Kostüme ausgedrückt, und ich mag die kreative Freiheit, etwas oder jemand anderes zu sein. Ich denke, dass viele Menschen in Kostümen besser aussehen. Ich hab außerdem gerne eine Ausrede für ein bisschen Spuk, wo jeder andere auch damit klarkommt, und es ist eine von ganz wenigen Feierlichkeiten, in denen der Tod akzeptiert und spielerisch integiert ist.</p>
<p lang="en-US"><strong>Gibt es noch etwas, das du gerne gefragt (oder nicht gefragt) worden wärest?<br />
</strong></p>
<p lang="en-US">Ich rede sehr gerne über Genderpolitik und andere Probleme der Moderne, und wie sie sich auf unsere Psyche und unsere Kultur auswirken. Es gibt eine Menge Verbindungen zwischen unserer Kultur und anderen alten Kulturen, und ich wünschte, dass mehr Menschen, gestört durch die erdrückenden Folgen der Globalisierung, in diesen zurückliegenden Zeiten nach Antworten suchen würden. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.</p>
<p lang="en-US">(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p lang="en-US"><a href="http://www.myspace.com/nataliewiseblood">myspace.com/nataliewiseblood</a></p>
<p lang="en-US"><a href="http://www.facebook.com/pages/Weyes-Blood/210391499001392">Facebook</a></p>
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		<title>All bloodlines in the human race eventually, back through time, converge at some point: Interview with Weyes Blood</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 08:15:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Jacky-O-Motherfucker]]></category>
		<category><![CDATA[Natalie Mering]]></category>
		<category><![CDATA[Not Not Fun]]></category>
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		<description><![CDATA[Is the name that you chose for your very own creative output a reference to the first novel of Flannery O’ Connor? I’m asking as it seems that some elements of that what is sometimes called “southern gothic“ might be &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/12/10/all-bloodlines-in-the-human-race-eventually-back-through-time-converge-at-some-point-interview-with-weyes-blood/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="en-US"><strong>Is the name that you chose for your very own creative output a reference to the first novel of Flannery O’ Connor? I’m asking as it seems that some elements of that what is sometimes called “southern gothic“ might be of interest to you.</strong></p>
<p lang="en-US">Yes, it is. I read Wise Blood when I was 16, right around the time I started playing shows. I was so fascinated by the title in a very literal sense, the idea that your biological blood could serve as a looking glass back through time. Alluding to blood as some sort of historical carrier for human potential made me really admire Flannery O’ Connors writings. All bloodlines in the human race eventually, back through time, converge at some point.</p>
<p><strong> When looking at reviews of your work there seem to be some aspects occurring again and again with regard to your voice (like Nico) and the recording technique (lo-fi). Do you feel that journalists are a bit lazy or are you comfortable with such tags? Has Nico been influential to your own creative work?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/GoodwhileofFussing1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3413" title="GoodwhileofFussing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/GoodwhileofFussing1-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>The fact I sound like Nico is unintentional. Its really just a sonic phenomenon, we’re both relatively classically trained female vocalists that can sing in a lower register, generally keys that men sing in. We also both sing slightly archaic melodies. I’ve never spent a tremendous amount of time with her records, but I think they’re beautiful. I’ve never tried to emulate her. The one time I can say I really identified with her was very recently, I read an interview she gave in the early eighties where she said her only regret was not being a man. This is an incredibly potent quote, and so telling of the times in which Nico was creating music. I can sympathize with this statement on a lot of levels, I spent a good chunk of my life envying the support systems of males in general, systems that can pin women up against one another, create competition, and ultimately isolate women from one another, and themselves. There’s a real tragic side to Nico’s story. I don’t think in her lifetime she got to see the full maturation of her solo released music (Marble Index, Desert Shore…), as now I think the appreciation of it has surmounted into somewhat of a female-music institution. While she was alive I feel like she was limited by her femme fatale status, remembered for whom she dated, the Velvet Underground, Andy Warhol, and being a supermodel. She wanted to be taken as a real contender, a universe of art in her own right, just as good as any man. It’s incredibly difficult to be making music in a male dominated environment where dismissive attitudes can corner you as being novel, or derogatorily “female”. This attitude depresses me, dismissing the complexity of the music in favor of categorizing all music made by women under a couple bold categories, usually to avoid the complication of exploring females as individuals, but as a mass flock of lovely birds with different plumage. (Ah yes, brown feathers, she’s a Nico…) That is laziness, and also a pretty comprehensive cultural issue that extends far beyond women in music. It’s a stronghold on people’s minds, its not intentionally trying to be dismissive of her or me, but very naturally is so without realizing it. That said, most of the reviews I’ve read have used Nico as a positive compliment, and I have taken it as such. Some reviewers have even expressed their insights that I am not derivative of Nico, which I think is true. As far as lo fi, fidelity is less of a constant than my songs and voice, it’ll change over time.</p>
<p lang="en-US"><strong>In some descriptions there was a strong focus on the haunting and otherworldly nature of your music, which was then labeled as “ghost-folk” and if you look at “The Outside Room“ there ís a picture of skulls on one label and you’ve performed live accompanied by burning candles. Do you regard Weyes Blood as kind of a voice from a different world, and if yes, how can we imagine this place?</strong></p>
<p> Weyes Blood is of this earth. I occupy my own archetypal sphere of ideas, information, memories and dreams, and this sphere is so tightly woven into my experience of everyday reality that I can’t call it “otherworldly.” I experience the other world enough to make it apart of thee world. My music definitely comes from an invisible place. Skulls are powerful symbols, and those skulls are handmade, crude and caricatured. It all relates to my fascination with spookiness, a very playful assimilation of the fear of death in American culture that has always provided some sense of comfort to me, ever since I was a child. Spookiness in media can walk over to the dark side in jest and playfulness, dealing with very intense archetypes of fear in a completely safe, sugar coated manner. It’s like shallow <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood31.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3313" title="weyesblood3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood31-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>waters alluding to the deeper, darker, mysterious forces of reality. It’s in this playful space that intrigue and ideas of the occult can proliferate in a really artful manner; take for example the numerous exceptional electronic music sound tracks to spooky films. It’s an outlet in our culture for unexplainable realities/phenomenon. The candles are just good lighting, emitting mellow frequencies and genuine warmth.</p>
<p lang="en-US"> <strong>On the cover of “The Outside Room“ your face seems to blur with the clouds, giving the sleeve a kind of dreamlike quality. One song is called “Dream Song“. What role do dreams and the subconscious play for you and your music?</strong></p>
<p lang="en-US"> I am very influenced by my dreams and see them as a gateway to my subconscious. Dreams are inseparable from my waking reality in a lot of ways, Dream Song is actually about experiencing the strange imbalance of desiring to dream more than be awake. The way my dreams fit into my sphere of influences is very natural and difficult to explain. I used to lucid dream and it would start with sounds. I dreamt the best music in the world but I can never fully remember it upon waking. Its my goal overtime to be able to remember the music I hear in my dreams.</p>
<p lang="en-US"> <strong>Weyes Blood is a solo project, but on your debut there is also a mentioning of the “dark juices” (even though you recorded your album on your own). What do they refer to?</strong></p>
<p lang="en-US"> The dark juices refer to me as a bass player, me as a drummer, me as a tape manipulator, everything besides a singer songwriter. In 2006 the Dark Juices were other physical people, two individuals in particular.</p>
<p><strong>I’m interested in your way of proceeding when you write or record songs. Which are the impulses that give you the ideas for your songwriting? What can you tell us about the normal (if there is one) procedure how songs develop?</strong></p>
<p>It all starts with an emotion. The melody usually develops from this initial experience, melody is such an emotional experience for me, but in rare cases the words develop first. I write the melody and it’s alive and evolving rapidly, and then it solidifies, and the words start to erupt. I usually have many versions of songs and how each verse/ chorus is chosen really depends on trial and error, and letting things simmer over time. Sometimes I get struck by lightning and it all comes out at once fully formed.</p>
<p lang="en-US"><strong> I’m wondering if the “you“ that’s addressed in some of the songs on your debut refers always to the same person.</strong></p>
<p lang="en-US"> Wouldn’t “you” like to know?</p>
<p><strong> Compared to “The Outside Room“ “Strange Chalices Of Seeing“ seems to be more experimental in nature and maybe less focused on the song. What is the relationship between these releases and would you say that with “The Outside Room“ you’ve found your “voice“?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/weyesblood2.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-3309" title="weyesblood2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/weyesblood2-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>I’ve always sang and wrote songs. Strange Chalices of Seeing was a Frankenstein tape piece, with songs and lyrics buried in tape ether, primarily improvisational and stitched together, referring to multiple “chalices” of hallucinatory nature. It was made in a week, I had a dead line because I was touring. I have always been split down the middle by sonic explorations and song explorations, the two can rob each other of the spotlight in their polarity, the sonic influences dominated Strange Chalices of Seeing because of the time frame in which it was made, and my fascination with underground tape/noise culture at the time. But Weyes Blood used to be Wise Blood in ‘06, and I would just play nylon string guitar acoustically and sing ballads. It’s always been more like The Outside Room. I wouldn’t say I’ve found my voice on the Outside Room, if anything I’ve found a different version of Strange Chalices of Seeing—a more planned attempt at bridging these two universes. The Outside Room took almost two years to complete, it’s a nice heap of porridge but not quite the porridge Goldie locks would choose.</p>
<p lang="en-US"><strong> What role do limited (cassette) releases play? Are they spaces where you can experiment?</strong></p>
<p lang="en-US"> I am torn about tape releases. Everything I record to release takes a lot of time, energy and focus, but considering my fascinations with wide ranges of fidelity and sonic possibilities, tapes do afford me the opportunity to pursue more fringe-ideas that might only be palatable to those that collect underground tapes.</p>
<p lang="en-US"><strong>Is the slight change of the spelling of your band name (from „Bluhd“ to „Blood“) an indication of the slight change in musical direction?</strong></p>
<p lang="en-US"> Definitely, it could change again.</p>
<p lang="en-US"><strong>You’ve shared the stage and some recordings with a couple of artists (e.g. Axolotl, Angels in America). Would you say that despite some differences in musical direction you all share a certain attitude towards music, experiment and life?</strong></p>
<p lang="en-US"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood51.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3323" title="weyesblood5" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/12/weyesblood51-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a>Sure, you can say that about any underground musician, it’s a very specific path with few rewards, it’s a path for people with vivid imaginations and potent ideas, it’s a path for people that question mainstream society and live according to their own cosmologies.</p>
<p lang="en-US"><strong>With Jacky-O Motherfucker you took part in a rather improvisatory collective with a very spontaneous approach to musical structures. Do you also improvise when you record music for Weyes Blood? Where do you see the main differences in both projects?</strong></p>
<p lang="en-US"> I was only in Jackie-O for month or so, it’s really just a drop in the bucket. I was an improvisational musician at the time so it totally fit, Strange Chalices of Seeing was very improvisatory, but over the years I’ve evolved back to my initial state of having an established structure for the improvisatory meanderings to weave into. I let things go off the handle and leave things to chance, like tape sounds and harmonies, but the bones are all planned. Improvisation might be so ingrained into my way of approaching music that I don’t even notice it anymore. I’m a jammer.</p>
<p lang="en-US"><strong>Your debut has been released on Not Not Fun. Was it clear from the very beginning that you would release on that label?</strong></p>
<p lang="en-US"> It wasn’t clear. When they asked me in 2008 I said yes, but once I started accumulating my own money I thought I’d put it out myself, hoping not to be associated with absolutely anything, charge people from left field. This idea dwindled as my savings eventually were spent because the record took me longer than I expected to complete, and NNF was kind enough to keep their offer.</p>
<p lang="en-US"><strong> As I’m sending you these questions one day after Halloween, would you say that this time of the year is of particular interest for you (if one neglects the rather extreme commercial aspects)?</strong></p>
<p>And now it’s after Thanksgiving! But yes, Halloween is most definitely my favorite holiday. I love any celebration during the fall, the smells and the atmosphere are so shadowy and crisp. Lots of smokey smells, leaves burning. I also have expressed myself through the years with elaborate costumes, and enjoy the creative license people take when they can be something or somebody else. I think a lot of people look better in costume. I also love having an excuse to exercise spookiness in the context where everybody else is, one of the only holidays where death is acknowledged and playfully incorporated into festivities.</p>
<p lang="en-US"><strong>Finally, is there anything you would have liked to have been asked (or not asked)?</strong></p>
<p lang="en-US">I love talking about gender politics, and other issues of modernity and its affects on our minds and culture. There are a lot of ties between our culture and other ancient cultures, and I wish more people, disturbed by the overwhelming factors of globalization, would look back into these times for answers. There’s nothing new under the sun.</p>
<p lang="en-US">(M.G. &amp; U. S.)</p>
<p lang="en-US"><a href="http://www.myspace.com/nataliewiseblood">myspace.com/nataliewiseblood</a></p>
<p lang="en-US"><a href="http://www.facebook.com/pages/Weyes-Blood/210391499001392">Facebook</a></p>
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