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	<title>African Paper &#187; OMD</title>
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		<title>ANDREW POPPY: Shiny Floor, Shiny Ceiling</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 05:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/andrewpoppyshinyfloorshinyceilings.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5836" title="andrewpoppyshinyfloorshinyceilings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/andrewpoppyshinyfloorshinyceilings-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf diesen Seiten ist selten von „unseren Kreisen“ die Rede, da unsere Berichterstattung auch nicht für einen bestimmten eingrenzbaren Leserkreis gedacht ist. Dennoch vermute ich, dass der britische Komponist Andrew Poppy den meisten unserer Leser vor allem durch seine Arbeiten mit Psychic TV und Coil bekannt ist. Auf Stücken wie Coils „Boy in a Suitcase“ und in den markanten Streicherparts auf „Force the Hand of Chance“ trug er einen erheblichen Teil zu der mystischen Grundstimmung bei, die recht bald ein integraler Bestandteil der Musik sein sollte, die aus den Nachwehen des gerade zu Ende gegangenen Industrial entstanden ist. <span id="more-5835"></span>Seitdem sind fast drei Jahrzehnte vergangen, in denen Poppy als Komponist, Dirigent, Pianist und gelegentlich auch Vokalist zahllose Möglichkeiten ausschöpfte, eingängige Minimalkompositionen in der Tradition von Glass und Nyman mit einer Popkultur zu verknüpfen, die den Eruptionen des Punk entsprungen ist. Im Zuge dessen trat er in Dialog mit Gruppen wie Propaganda, Erasure oder den Working Class-Elektronikern Nitzer Ebb, mal auf deren Alben, mal mit deren Unterstützung auf eigenen Projekten.</p>
<p>Kräftige Streicher und feinsinnige Elektronik, Tanz und Monument, Piano und Poesie – das sind so grob die Grundlagen, auf denen Poppys Musik bis heute steht und die auch dem neuesten Werk „Shiny Floor, Shiny Ceiling“, das soeben in der Obhut von Produzent Paul Humphreys (OMD) fertig gestellt wurde, seine Grundform verleihen. Poppy und eine ganze Phalanx an Gastmusikern (vom Komponisten als &#8220;Unconfirmed Ghosts &amp; Pessoas&#8221; bezeichnet) lassen hier spartanisch arrangierte Elektronik auf stimmungsvolle Kammermusik treffen und erzeugen ein breites atmosphärisches Spektrum. Die Dynamik der kraftvollen Musik wird durch ganz unterschiedliche Ideen aufrecht erhalten, mal durch aufgeweckte Allegri auf dem Flügel, mal durch helle Synthies und in „Knackers Yard Blues“ sogar mittels rauer Rockgitarren. Das Album ist von facettenreicher klanglicher Farbgebung und ausgesprochen vielschichtig, und wollte man sich die Mühe machen, könnte man für jeden Song eine eigene Kategorie finden. Man vergleiche nur die ersten drei Stücke: Die hintergründige Fragilität des schattenhaften „Thoughts on the Language of others“, bei dem Poppy selbst seine Lyrik vorträgt, mit dem gar nicht so düsteren Pop von „Dark Spell“, dem Propagandas Claudia Brücken ihre Stimme leiht. Oder mit dem überragenden Titelsong, bei dem der Sänger James Gilchrist, wenngleich kein Tomasini, gekonnt zwischen Bariton und Falsett switcht. Wirr und arbiträr wirkt das jedoch an keiner Stelle, denn das Album wird stets zusammengehalten von einer streckenweise fast euphorischen Feierlichkeit, die auch noch in den getragenen Momenten spürbar ist. Beeindruckend auch das Duett in „Dance With Me“, ein anrührend skurriler Song über die Unmöglichkeit zugleich von Nähe und Distanz. „ She asked me to dance, but I was so tired, I had to say no, no thank you no“.</p>
<p>Bei „Shiny Floor, Shiny Ceiling“ kann man leicht ins Schwärmen geraten, doch wenn man wie der Rezensent eher der trockene Typ ist, läuft man Gefahr, in endloses Namedropping zu geraten und kommt am Ende noch zu dem Schluss, dass so Elijah&#8217;s Mantle außerhalb einer gnostischen Parallelwelt geklungen hätten, oder In The Nursery, wenn sie im Zuge ihres electronic turn auch noch ihren Hochglanzkitsch entsorgt hätten. Ein ausgesprochen reichhaltiges Werk, das letztlich auch ohne die vielen Querbezüge heraussticht.</p>
<p><strong>Label: Field Radio Recordings </strong></p>
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		<title>7JK: Anthems Flesh</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2012 05:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aureliusz Pisarzewski]]></category>
		<category><![CDATA[Job Karma]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon in unserer Besprechung zur letzten Sieben wurde auf Matt Howdens Interesse am künstlerischen Dialog hingewiesen, was gerade deshalb so sehr ins Auge fallen muss, da er unter diesem Namen fast ausschließlich Soloarbeiten aufnimmt. Aufgeschlossenheit gegenüber Inspiration, Interesse an Neuinterpretationen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/09/7jk-anthems-flesh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/7jkanthemsflesh.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4465" title="7jkanthemsflesh" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/7jkanthemsflesh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon in unserer Besprechung zur letzten Sieben wurde auf Matt Howdens Interesse am künstlerischen Dialog hingewiesen, was gerade deshalb so sehr ins Auge fallen muss, da er unter diesem Namen fast ausschließlich Soloarbeiten aufnimmt. Aufgeschlossenheit gegenüber Inspiration, Interesse an Neuinterpretationen und weitere Querbezüge stehen einem melancholischen Pop gegenüber, den der Sheffielder mit Stimme, Geige und Looptechnik nach wie vor allein verkörpert. Wie um dies zu untermauern hat Howden nun erstmals sein Projekt mit einer anderen Band fusionieren lassen und<span id="more-4464"></span> in Kooperation ein elektronisches Werk voll unerwarteter Momente entstehen lassen. Bei den Kollegen handelt es sich um Job Karma aus dem polnischen Wrocław, die seit Jahren eine Musik zwischen Ambient und harscher Elektronik mit an Giger erinnernden Animationen zusammenführen. Längst zählen sie zu den profiliertesten Newcomern einer Szene, die sich jeden Herbst auf dem Wrocław Industrial Festival trifft, das von Maciek Frett, einer Hälfte des Duos, organisiert wird.</p>
<p>Wrocław, zu deutsch Breslau, und Sheffield, die Orte, an denen Ideen entstanden und das Basteln und der Feinschliff stattfanden, sind auch direkt Thema der Musik, am ausdrücklichsten hinter den beschwingten Handclaps von „1247 Words for Sheffield“ und in einem recht intensiven Stück, das die Natur der Kollaboration, vielleicht wegen der besonders gelungenen Verschmelzung, am treffendsten auf den Punkt bringt: „Wrocław in the Rain“. Mit viel Handwerksgeschick schaffen es die drei, verdrehte und vielschichtige Elektrosounds, ausgeklügelte Rhythmen und angenehm smoothen Sieben-Gesang so zu verschmelzen, dass dabei dennoch ein homogenes und v.a. eingängiges Songgebilde entsteht.</p>
<p>Insgesamt halten sich Songs von aufgeräumter Struktur mit wild zusammengewürfelten Soundkonstrukten die Waage, harmonisch jedoch sind sie am Ende alle. Inbegriff des heterogenen Teils ist „Dirt City“, bei dem metallische Electronic Body-Stakkato das Fundament bilden für eine typische Howden-Melodie, vorgetragen mit leicht verfremdeter Stimme. Auch die charakteristische Geige ist zu hören, als gelooptes Zitat und beinahe wie ein ungebetener Eindringling. Passend zum Chorus „run run run“ ertönt sie wie eine Alarmsirene, und da zu einer dystopischen Schmutzmetropole natürlich auch Sex gehört, endet der Song stilecht mit dem ekstatischen Stöhnen einer gesampleten Statistin. „Dear Claire“ hat fast was von Metal Crossover und knüpft an die schon nicht mehr ganz so freundlichen Siebenklänge auf „No Less Than All“ an. Beeindruckend, wie Howden auch hier wieder mit ganz eigenen und formal eher eingeschränkten Mitteln fremde Stilelemente aufgreift, denn passend zum Rockintro des Songs ertönt die Violine fast wie ein langgezogenes E-Gitarrensolo.</p>
<p>Eher aufgeräumt wirkt die Musik, wenn z.B. in „Boxed in Green“ die gitarrenähnlichen Geigenklänge einen wehmütigeren Ton anschlagen und hektische Metallperkussion mit dezenter Melancholie zu besänftigen wissen. Ähnliches gilt für „The World&#8217;s Pain“, bei dem ebenfalls gedämpfte Perkussion ein postapokalyptisches Setting heraufbeschwört. Auch eine Reihe von Spoken Word-Stücken gegen Ende des Albums gehören in diese Kategorie. Aus dem Rahmen fällt eine Neuinterpretation von OMDs „Maid of Orleans“ &#8211; vielleicht eine nicht ganz so lupenreine Hommage wie die Neufassung von Joy Divisions „Transmission“, die Matt auf das letzte Sieben-Album gepackt hat, denn trotz der zentralen Snaredrum hat der Song vor allem durch den Beitrag Job Carmas einen recht eigenen neuartigen Charakter. Da Struktur, Melodie und Stimmung wiederum subtil aus dem Rest herausstechen, wirkt der Song wie eine kurze Showeinlage in einem ansonsten recht linearen, narrativen Film.</p>
<p>Wollte ich einen Werbetext schreiben, dann könnte ich „Anthems Flesh“ guten Gewissens als experimentierfreudiges, elektronisches Songalbum mit großem Hitpotential feiern und zurecht die gelungene Fusion des Disparaten anpreisen. Die teilweise kalte, oft monumentale, dann auch wieder gewollt trashige Elektronik auf der einen Seite, der warme, ohrwurmartige Gesang auf der anderen und als Kitt eine Violine, die dem ganzen eine verwischte Grundierung verschafft und gelegentlich ein paar melodramatische Ornamente beigibt – das ist schon eine recht originelle Narration, die eigentlich auf ein Sequel hoffen lässt.</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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